Ui, so viele Antworten.
Freut mich daß es euch gefällt. 
@Gess: Danke dir.
@Kike: gegen den nassen Popo gibt es ein Wartehäuschen mit trockener Bank. 
@V8Cobra: laß dich überraschen. 
@traiNscale: Danke auch dir.
@MicroBahner: Vor allem unten an der Treppe, wo die Wand schon eine Beule hat und einige der oberen Abdecksteine schon herunter gefallen sind. 
@sts: Weitere Forschritte, immer noch als Rückblick, siehe unten.
Im BW Neumünster war ich vor mehr als 20 Jahren mal zu den Museumstagen. Damals hatte ich noch analog fotografiert, d.h. da war ich noch sparsam mit Fotos und hatte natürlich hauptsächlick die Fahrzeuge fotografiert, aber die Kiesdrehscheibe ist zum Teil auch mit auf den Fotos. Ich muß unbedingt mal meine analogen Fotos digitalisieren.
@trush02: Danke dir. Du lieferst doch bereits Qualität ab, wenn ich mir die Bilder in deinem Baubericht ansehe. 
Damit die Reisenden nicht die Treppe runter fallen bei Nacht, brauchte es noch eine Beleuchtung. Laternen kamen hier aus Platzgründen nicht in Frage. Daher hatte ich Wandleuchten geplant und beim Mauern auch schon entsprechende Mauermodule hierfür zweckentfremdet, indem ich diese nicht hochkant wie vorgesehen, sondern waagerecht eingebaut hatte. In diese Schlitze sollten dann die LED rein gefummelt werden. Zu diesem Zeitpunkt waren die drei Mauerteile auch noch nicht auf dem Grundbrett verklebt, so daß ich diese noch bequem auf den Rücken legen konnte.
Von der Größe der Schlitze in den Mauerstein-Modulen paßten 1,8mm LEDs ganz gut dort rein. Die Farbe warmweiß bringt auch einen angenehmen Epoche III-Farbton (Glühlampenlicht).
Hier ein erster Test:

Das war allerdings noch viel zu hell, aber es zeigte näherungsweise, wie ich mir das vorstellte: es sollte aber der ganze Schlitz gleichmäßig leuchten, so als ob dort eine Milchglasscheibe vor der Birne wäre. Zum Schutz der Passanten muß ja auch was vor der Birme sein.
Dann hatte noch mal einen Test mit einem größeren Vorwiderstand gemacht (was halt greifbar war in der Bastelkiste), aber nun war das Licht zu schwach. Unterschied ist auf dem Foto aber nicht so richtig erkennbar. Der endgültige Wert des Vorwiderstandes hängt natürlich auch davon ab, wieviel das "Lampenschutzglas" schlucken wird.

Die LED leuchtet allerdings nur punktuell, da sie nur 1,8 mm mißt, während der Schltz ca. 7mm lang ist.
Bei ausgeschalteter LED ist das gut zu erkennen:

Dann waren Ideen gefragt, wie ich den Schlitz ausfüllen konnte, damit es zum einen wie eine (halbrunde) Schutzhülle aussieht, zum anderen aber auch das LED-Licht so streut, daß der Schlitz gleichmäßig leuchtet. Einen 3D-Drucker hatte ich zu der Zeit noch nicht. Also hatte ich mal wieder in meiner Bastelkiste gestöbert und war dann auch fündig geworden. Die herausnehmbaren Trennwände einer meiner Sortierboxen waren bereits schön milchig. Das sparte mir das Aufrauhen von klaren Plexiglasstücken.

Davon verwenden konnte ich die verdickte Kante, die schon fast exakt in den Schlitz paßt.
Zum Testen hatte ich einfach mal ein Stückchen mit der Schere abgeschnitten und in den Mauerschlitz gesteckt. Daher sehen die Ränder auf dem Foto noch so zerrupft aus.

Aber der Effekt war so wie ich mir das vorgestellt hatte.
Es war allerdings einiges an Fummelei, bis ich die Teile paßgenau zurecht geschliffen hatte. Immerhin brauchte ich 11 Stück davon!
Und das Zeug ist recht zäh und auch etwas flexibel. Mit dem Cutter ließ es sich gar nicht schneiden, da es dafür viel zu zäh war. Aber mit einer kleinen eingespannten Handfräse ging es dann ruckzuck:

Einfach solange an die in den Schraubstock eingespannte Fräse gehalten bis es paßte:

Eingeklebt hatte ich es dann einfach mit Ponal, dem ich etwas braune Farbe zugesetzt hatte, damit es nicht so auffällt.
Als das dann getrocknet war, konnte ich von hinten die LED-Platinchen mit den Vorwiderständen einkleben:

Und nun können die Radfahrer den Radweg auch unfallfrei bei Nacht benutzen.


In dem Radfahrertunnel gibt es natürlich auch eine kleine Deckenlampe:

Auf der gegenüber liegenden Seite bekam die Treppe ebenfalls nach dem gleichen Schema ihre Lampen, je eine pro Treppenabsatz.

Diese drei Lampen waren ja noch leicht anzubringen. Aber oben beim Aufgang zum BW mußten seitlich auch noch Lampen hin.
Murks die 1.:
Auwei, das artete in gemurkse aus...
zu dumm, daß ich beim Rohbau der Stützmauer nicht an die LEDs gedacht hatte.
Nun waren die Mauersteine für Wandleuchten von hinten nicht mehr erreichbar, da ich den Rohbau schön stabil gebaut hatte und dort nun eine "Holzwand" den Zugang versperrte. 
Von unten kam man natürlich auch nicht mehr dran, da ich dort eine Leiste verbaut hatte. Es sollte ja alles schön stabil sein. 
Also mußte der Bohrer angesetzt werden um da irgendwie die LEDs von hinten in die Wandleuchten einzusetzen. Also "pimaldaumen" Maß genommen, gebohrt ...und gehofft, daß die Bohrung einigermaßen gegenüber der Wandleuchten lag. Bei den zwei rechten Bohrungen mußte ich sogar durch zwei (!) stabile Holzwände.

Bei den LEDs hatte ich erstmal die Vorwiderstände angelötet. Der Funktionstest verlief gut. Ich hatte mir gedacht, die LEDs am Draht (LED-Draht + Widerstand) durch das Bohrloch bis zum Loch hinter der Wandleuchte zu schieben und dann festzukleben.

Murks die 2.:
Damit es keinen Kurzschluß gibt, hatte ich dann schön einen Schrumpfschlauch über die Drähte gezogen und mit Heißluft geschrumpft. Aaaaaber nun funktionierten die LEDs (alle drei!) plötzlich nicht mehr!
Merkwürdig, denn beim Löten entsteht doch viel mehr Hitze als beim Schrumpfen des Schrumpfschlauches. Das kann doch eigentlich nicht so eine LED schlachten? 

Also ab in die Rundablage damit und einen Alternativplan ausgearbeitet. Dieses mal hatte ich mir einen Platinenstreifen zurechtgesägt. Genau eine Doppelreihe paßte zum Glück gut durch das Bohrloch. Auf diesen Platinenstreifen wurden nun LED, Vorwiderstand und Anschlußdrähte drauf gelötet.

Dann wurde das ganze ins Bohrloch eingefädelt. Dabei hatte ich die LED angeschlossen, damit ich in dem dunklen Bohrloch auch was sehe und das Bohrloch der zweiten innen liegenden Holzwand auch treffe.

Gegenüber tief in Inneren der Treppe dann die LED genau in die Wandleuchte zu stecken war reichlich fummelig, hatte aber dank der LED-Beleuchtung funktioniert.
Anschließend hatte ich ganz schnell die Platine am Holz mit Alleskleber festgeklebt, damit mir das nicht wieder raus rutschen konnte.

Murks die 3.:
So praktisch ja Segment/Modulbauweise ist (rückenschonend am Basteltisch arbeiten), hat aber auch Nachteile. Das Basteln am Basteltisch ist zwar bequem, aber man kann dabei leicht vergessen, wie es im Anschluß weiter geht.
Die Wand, wo nun die Löcher gebohrt sind und dort so schön die Anschlußkabel fertig zum Anschließen raus schauten, stößt eigentlich nahtlos an eine Leiste auf dem nächsten Segment. 
Also mußten die Anschlußdrähte da weg! 
Also noch mal den Akkuschrauber hervorgekramt und noch drei, diesmal kleinere, Löcher unten in die Leiste gebohrt und die Anschlußdrähte dort durchgefädelt, alles irgendwie mit Alleskleber auf der Leiste "angebatscht" und verlötet. Was im hier Bild oben ist, ist eigentlich unten, denn die Stützmauer stand hier auf dem Kopf.

Diese drei LEDs hatten mich mehr Zeit gekostet als die LEDs alle anderen Wandleuchten zusammen. 
Und hier ist nun das Ergebnis der Fummelei:


