RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#76 von Zweistein , 15.09.2025 11:17

@sts: Die Mauer erscheint nicht nur hoch, sie ist hoch (satte 19 cm!). Und durch die kleinen Schmalspurfahrzeuge davor wirkt sie noch höher.
Letzte Detailarbeiten? No, nur Zwischendetailarbeiten.

Den Radweg hatte ich zuerst einfach grau gestrichen, da dieser asphaltiert sein sollte. Aber nachdem mir die Farbe des Radweges zu dunkel und zu eintönig gleichmäßig vorkam, wurde kurzerhand neu gestrichen. Aber das gefiel mir immer noch nicht, denn jetzt war er zu hell (und immer noch zu eintönig). Abgesehen davon hatte ich beim Schleifen des Gipsauftrages etwas geschlampt, d.h. der Radweg-Gipsauftrag hatte einige Dellen und Huckel (man kam da so schlecht dran; rechts 'ne hohe Mauer und links eine Mauerbrüstung...).
Eines Tages ging es dann mal wieder zum Baumarkt und als ich da so über den von Rissen durchzogenen, von Baumwurzeln hochgedrückten und vielfach ausgebesserten Asphalt-Radweg holperte, dachte ich "So muß der Radweg an der Stützmauer aussehen!" Also hatte ich mir einen kleinen Drill geschnappt, einen gröberen spitzen Fräser eingespannt und hatte meinen Gipsradweg kaputt gemacht. Dabei den Fräser immer schön zittrig geführt, denn gerade sind solche Asphaltrisse eigentlich nie.



Der Farbstich rechts im Bild kommt von einer Halogentischlampe.

Insbesondere auf den Beulen im Gips wurden ebenfalls Risse plaziert gemäß dem Vorbild-Radweg auf meiner Baumarkt-Radtour. Die Dellen im Radweg wurden nochmal mit Gipsklecksen ausgefüllt und glatt geschliffen. Die Ansatzkanten der Flecken waren aber immer noch zusehen (sollten sie ja auch).



Diese nachträglichen Gipsflicken bekamen nun eine recht dunkle Grundfarbe, denn je frischer Asphalt ist, desto dunkler ist er. Die Preiser Baukolonne hatte den Radweg also vor kurzem mal ausgebessert.



Ohne Washes geht nichts , also wurde grauschwarzes Wash in die Risse laufen gelassen und mit hellgrauen Washes und anschließendem Drybrush noch mal die gesamte Radweg-Oberfläche behandelt.





Die Treppe gefiel mir auch noch nicht (zu gleichmäßig gefärbt und zu akurat eckig war der Stufen-Polystyrol-Spritzling). Daher hatte ich bei den Stufen auch erstmal einen feinen Fräser angesetzt um die scharfen Stufenkanten etwas zu brechen. Das ganze Bauwerk ist ja schon etwas älter, d.h. die Treppen sind schon abgenutzt.
Anschließend eine ähnliche Farbbehandlung wie beim Radweg, allerdings hatte ich hier nur an wenigen Stellen dunkle Asphaltflicken gesetzt und Risse gibt es hier auch nicht (da hatte ich den Gips sorgfältiger glatt geschliffen als beim Radweg ).
Die Absätze und die Treppenstufen hatten aber leicht unterschiedliche Färbungen erhalten. Die Treppenabsätze haben den gleichen Farbton wie beim Radweg (Asphalt), die Treppenstupen haben allerdings einen hellen Beton-Farbton und die Ecken wurden mit Sepia-Wash behandelt. Die Treppenkanten bekamen mit einem Hellgrau noch einige Lichter im Dry Brush Verfahren (man muß da ganz schön vorsichtig sein, denn allzu leicht kommt da viel zu viel Farbe aus dem Pinsel).



Die Mauerabsätze hatten inzwischen auch schon etwas Bodengrund erhalten. Schließlich brauchen die Pflänzchen ja was wo sie drin Wurzeln können.


Gruß
Siggi

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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Stellprobe Gebäudekomplex zum Hintergrund

#77 von Railwolf , 15.09.2025 15:51

Hallo Siggi,

Zitat von Zweistein im Beitrag #74
Das ist eine gute Ausrede. Dann merkt keiner, daß ich das nur so gemacht hatte, damit die Dampfloks fotogener im Schuppen stehen.


Nu freilich. Man kann alles mögliche machen, wenn die Gegebenheiten dafür sorgen, daß es genau so sein muß.

Deine Treppen wirken jetzt auf dem Foto ziemlich ausgetreten; ich hab hier im Haus Treppenstufen, die sind von 1717, und die haben ähnlich ausgesehen, bevor sie mit Beton ausgegossen wurden.
Könnte sein, daß das bei dir ein bißchen zu viel ist, aber wie schon gesagt: wenn's die Gegebenheiten sind... dann sind da eben täglich tausende Studenten, Arbeiter, wasweißich wer rauf und runter gelatscht.


Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺


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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#78 von Zweistein , 15.09.2025 18:49

Zitat von Railwolf im Beitrag #77
Nu freilich. Man kann alles mögliche machen, wenn die Gegebenheiten dafür sorgen, daß es genau so sein muß.


Nicht unbedingt. Auf einer historischen Aufnahme des Lokschuppens im BW Neumünster sieht man eine Reihe von Dampfloks mit der Rauchkammertür nach vorne, obwohl dort vorne und hinten Rauchabzüge sind und durch große unverbaute Fenster (Flachland, keine großen Gebäude) in der Rückwand reichlich Licht dort rein kommt. Es ist also alles möglich beim Vorbild.

Zitat von Railwolf im Beitrag #77
Deine Treppen wirken jetzt auf dem Foto ziemlich ausgetreten


In H0 kann man nicht alles maßstäblich machen, da man das sonst gar nicht sehen würde. Mauerfugen von Ziegelwänden bei Gebäuden sind ja auch immer viel zu tief, da man bei maßsäblicher Tiefe gar nichts sehen würde.

Auf der rechten Mauerseite gibt es auch noch ein ein verrostetes Abflussrohr mit Auffangbecken. Hier rinnt durch Mauerrisse allerdings auch einiges an Wasser in der Mauerecke am Tunnelportal hinunter.



Etwas Wasser läuft hier permanent aus den Abflussrohren. Um das zu simulieren, kam auf die Pulverfarbe noch etwas glänzender Klarlack.
Bei den anderen in die Mauer eingelassenen Abflüssen (das waren spezielle Mauersteine in dem Mauer-Modulsystem) in der Mauer rinnt ebenfalls etwas Wasser herunter:



Überhaupt ist die ganze Mauer im mittleren Bereich etwas feucht und an einigen beschädigten Stellen rinnt es auch aus Mauerrissen herunter und nicht nur aus den Mauerabflüssen.



Auf der feuchten Mauer haben sich schon Algen gebildet. Diese hatte ich mit Pulverfarben unregelmäßig aufgetupft. Und natürlich gedeiht bei einer so feuchten Mauer auch Moos. Hierfür hatte ich die Moospolster "Spätherbst" von MiniNatur verwendet. Die Sommer-Polster waren mir zu kräftig grün, da der Haltepunkt ja unter einem Dampf-BW liegt und die Rußschicht der Dampfloks alle Farben etwas abschwächt.



Das Mauerstück am Treppenanfang ist in einem desolaten Zustand. Wo kommt nur das ganze Wasser her?



Ach ja, oben ist ja das BW und über dem mittleren Bereich des Haltepunktes stehen Wasserkräne für die Dampfloks. Da scheint dann wohl immer einiges neben die Auffanggitter im Sockel der Wasserkräne zu laufen. Die BW-Arbeiter haben da wohl viel herumgepanscht. Und es war auch ein ausgesprochen regenreiches Frühjahr/Sommer. Und irgendwohin muß das Wasser ja dann abfließen.


Gruß
Siggi

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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#79 von Gess , 15.09.2025 21:20

Hi Siggi

Die Abflüsse mit den Schmutzspuren und die austretende Feuchtigkeit sehen klasse aus. Der Radweg und die Treppen sind Dir auch toll gelungen. Deine Mauer wird ein wahres Meisterwerk

Liebe Grüsse
Philipp


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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#80 von Gelöschtes Mitglied , 16.09.2025 06:29

Guten Morgen Siggi,

Da hast du eine richtig tolle alte Mauer geschaffen. Man kann förmlich das Moos und den alten Stein riechen, und sollte ich mal an deinem Haltepunkt auf einen Zug warten, ich würde mich nicht an die Mauer anlehnen, das gibt nen nassen Popo

Wirklich gut gelungen.

Cheers Christian


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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#81 von V8Cobra , 16.09.2025 12:25

Sehr vorbildgetreue und gelungene Darstellung der Mauer. Bin schon gespannt auf die weitere Gestaltung.
Das ist schon sehr hohe Bodellbaukunst!


Wahrscheinlich läßt du auch noch etwas Unkraut sprießen in den Ecken und Kanten, vor allem auch in den Rissen des Radwegs.


Viele Grüße, Uwe

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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#82 von traiNscale , 16.09.2025 14:39

Die Mauer sieht einfach Hammer aus!
Und die Ausläufe sowie die verwitterung ist dir sehr gut gelungen.

Top!

grüsse
Marco


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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#83 von MicroBahner , 22.09.2025 15:55

Ja, die Verwitterung ist schon gut gelungen. Aber bei soviel Feuchteschäden hätte ich schon Bedenken, mich unten an den Bahnsteig zu stellen. Wer weiß, wie lange die Mauer dem Erddruck noch standhält ...


viele Grüße
Franz-Peter
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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#84 von sts , 23.09.2025 07:05

Zitat von Zweistein im Beitrag #78
Auf der rechten Mauerseite gibt es auch noch ein ein verrostetes Abflussrohr mit Auffangbecken. Hier rinnt durch Mauerrisse allerdings auch einiges an Wasser in der Mauerecke am Tunnelportal hinunter.

Moin Siggi,

die Verwitterung und Alterung sind Dir sehr gut gelungen, kann mich da nur anschließen.
Bin auf weitere Fortschritte gespannt.

Apropos, hast Du das BW in Neumünster schon besucht?

Beste Grüße
Stefan


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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#85 von trush02 , 24.09.2025 10:01

Juten Tach erstmal jesagt,

heilige Makkaroni sieht die Mauer genial aus .
Und die kleinen Details die du noch verarbeitet hast veredeln das gesamte Bauwerk und machen es sehr realistisch. Da ziehe ich echt meinen Hut und verneige mich ehrfürchtig und hoffe das ich auch nur im Ansatz an eine solche Qualität ran komme.

Bis denne und tüdelü
Thomas


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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#86 von Zweistein , 25.09.2025 17:19

Ui, so viele Antworten. Freut mich daß es euch gefällt.

@Gess: Danke dir.

@Kike: gegen den nassen Popo gibt es ein Wartehäuschen mit trockener Bank.

@V8Cobra: laß dich überraschen.

@traiNscale: Danke auch dir.

@MicroBahner: Vor allem unten an der Treppe, wo die Wand schon eine Beule hat und einige der oberen Abdecksteine schon herunter gefallen sind.

@sts: Weitere Forschritte, immer noch als Rückblick, siehe unten.
Im BW Neumünster war ich vor mehr als 20 Jahren mal zu den Museumstagen. Damals hatte ich noch analog fotografiert, d.h. da war ich noch sparsam mit Fotos und hatte natürlich hauptsächlick die Fahrzeuge fotografiert, aber die Kiesdrehscheibe ist zum Teil auch mit auf den Fotos. Ich muß unbedingt mal meine analogen Fotos digitalisieren.

@trush02: Danke dir. Du lieferst doch bereits Qualität ab, wenn ich mir die Bilder in deinem Baubericht ansehe.

Damit die Reisenden nicht die Treppe runter fallen bei Nacht, brauchte es noch eine Beleuchtung. Laternen kamen hier aus Platzgründen nicht in Frage. Daher hatte ich Wandleuchten geplant und beim Mauern auch schon entsprechende Mauermodule hierfür zweckentfremdet, indem ich diese nicht hochkant wie vorgesehen, sondern waagerecht eingebaut hatte. In diese Schlitze sollten dann die LED rein gefummelt werden. Zu diesem Zeitpunkt waren die drei Mauerteile auch noch nicht auf dem Grundbrett verklebt, so daß ich diese noch bequem auf den Rücken legen konnte.
Von der Größe der Schlitze in den Mauerstein-Modulen paßten 1,8mm LEDs ganz gut dort rein. Die Farbe warmweiß bringt auch einen angenehmen Epoche III-Farbton (Glühlampenlicht).
Hier ein erster Test:



Das war allerdings noch viel zu hell, aber es zeigte näherungsweise, wie ich mir das vorstellte: es sollte aber der ganze Schlitz gleichmäßig leuchten, so als ob dort eine Milchglasscheibe vor der Birne wäre. Zum Schutz der Passanten muß ja auch was vor der Birme sein.
Dann hatte noch mal einen Test mit einem größeren Vorwiderstand gemacht (was halt greifbar war in der Bastelkiste), aber nun war das Licht zu schwach. Unterschied ist auf dem Foto aber nicht so richtig erkennbar. Der endgültige Wert des Vorwiderstandes hängt natürlich auch davon ab, wieviel das "Lampenschutzglas" schlucken wird.



Die LED leuchtet allerdings nur punktuell, da sie nur 1,8 mm mißt, während der Schltz ca. 7mm lang ist.
Bei ausgeschalteter LED ist das gut zu erkennen:



Dann waren Ideen gefragt, wie ich den Schlitz ausfüllen konnte, damit es zum einen wie eine (halbrunde) Schutzhülle aussieht, zum anderen aber auch das LED-Licht so streut, daß der Schlitz gleichmäßig leuchtet. Einen 3D-Drucker hatte ich zu der Zeit noch nicht. Also hatte ich mal wieder in meiner Bastelkiste gestöbert und war dann auch fündig geworden. Die herausnehmbaren Trennwände einer meiner Sortierboxen waren bereits schön milchig. Das sparte mir das Aufrauhen von klaren Plexiglasstücken.



Davon verwenden konnte ich die verdickte Kante, die schon fast exakt in den Schlitz paßt.
Zum Testen hatte ich einfach mal ein Stückchen mit der Schere abgeschnitten und in den Mauerschlitz gesteckt. Daher sehen die Ränder auf dem Foto noch so zerrupft aus.




Aber der Effekt war so wie ich mir das vorgestellt hatte.
Es war allerdings einiges an Fummelei, bis ich die Teile paßgenau zurecht geschliffen hatte. Immerhin brauchte ich 11 Stück davon!
Und das Zeug ist recht zäh und auch etwas flexibel. Mit dem Cutter ließ es sich gar nicht schneiden, da es dafür viel zu zäh war. Aber mit einer kleinen eingespannten Handfräse ging es dann ruckzuck:



Einfach solange an die in den Schraubstock eingespannte Fräse gehalten bis es paßte:



Eingeklebt hatte ich es dann einfach mit Ponal, dem ich etwas braune Farbe zugesetzt hatte, damit es nicht so auffällt.

Als das dann getrocknet war, konnte ich von hinten die LED-Platinchen mit den Vorwiderständen einkleben:



Und nun können die Radfahrer den Radweg auch unfallfrei bei Nacht benutzen.





In dem Radfahrertunnel gibt es natürlich auch eine kleine Deckenlampe:



Auf der gegenüber liegenden Seite bekam die Treppe ebenfalls nach dem gleichen Schema ihre Lampen, je eine pro Treppenabsatz.



Diese drei Lampen waren ja noch leicht anzubringen. Aber oben beim Aufgang zum BW mußten seitlich auch noch Lampen hin.

Murks die 1.:
Auwei, das artete in gemurkse aus... zu dumm, daß ich beim Rohbau der Stützmauer nicht an die LEDs gedacht hatte. Nun waren die Mauersteine für Wandleuchten von hinten nicht mehr erreichbar, da ich den Rohbau schön stabil gebaut hatte und dort nun eine "Holzwand" den Zugang versperrte.
Von unten kam man natürlich auch nicht mehr dran, da ich dort eine Leiste verbaut hatte. Es sollte ja alles schön stabil sein.
Also mußte der Bohrer angesetzt werden um da irgendwie die LEDs von hinten in die Wandleuchten einzusetzen. Also "pimaldaumen" Maß genommen, gebohrt ...und gehofft, daß die Bohrung einigermaßen gegenüber der Wandleuchten lag. Bei den zwei rechten Bohrungen mußte ich sogar durch zwei (!) stabile Holzwände.



Bei den LEDs hatte ich erstmal die Vorwiderstände angelötet. Der Funktionstest verlief gut. Ich hatte mir gedacht, die LEDs am Draht (LED-Draht + Widerstand) durch das Bohrloch bis zum Loch hinter der Wandleuchte zu schieben und dann festzukleben.



Murks die 2.:
Damit es keinen Kurzschluß gibt, hatte ich dann schön einen Schrumpfschlauch über die Drähte gezogen und mit Heißluft geschrumpft. Aaaaaber nun funktionierten die LEDs (alle drei!) plötzlich nicht mehr! Merkwürdig, denn beim Löten entsteht doch viel mehr Hitze als beim Schrumpfen des Schrumpfschlauches. Das kann doch eigentlich nicht so eine LED schlachten?



Also ab in die Rundablage damit und einen Alternativplan ausgearbeitet. Dieses mal hatte ich mir einen Platinenstreifen zurechtgesägt. Genau eine Doppelreihe paßte zum Glück gut durch das Bohrloch. Auf diesen Platinenstreifen wurden nun LED, Vorwiderstand und Anschlußdrähte drauf gelötet.



Dann wurde das ganze ins Bohrloch eingefädelt. Dabei hatte ich die LED angeschlossen, damit ich in dem dunklen Bohrloch auch was sehe und das Bohrloch der zweiten innen liegenden Holzwand auch treffe.



Gegenüber tief in Inneren der Treppe dann die LED genau in die Wandleuchte zu stecken war reichlich fummelig, hatte aber dank der LED-Beleuchtung funktioniert. Anschließend hatte ich ganz schnell die Platine am Holz mit Alleskleber festgeklebt, damit mir das nicht wieder raus rutschen konnte.



Murks die 3.:

So praktisch ja Segment/Modulbauweise ist (rückenschonend am Basteltisch arbeiten), hat aber auch Nachteile. Das Basteln am Basteltisch ist zwar bequem, aber man kann dabei leicht vergessen, wie es im Anschluß weiter geht. Die Wand, wo nun die Löcher gebohrt sind und dort so schön die Anschlußkabel fertig zum Anschließen raus schauten, stößt eigentlich nahtlos an eine Leiste auf dem nächsten Segment.
Also mußten die Anschlußdrähte da weg!
Also noch mal den Akkuschrauber hervorgekramt und noch drei, diesmal kleinere, Löcher unten in die Leiste gebohrt und die Anschlußdrähte dort durchgefädelt, alles irgendwie mit Alleskleber auf der Leiste "angebatscht" und verlötet. Was im hier Bild oben ist, ist eigentlich unten, denn die Stützmauer stand hier auf dem Kopf.



Diese drei LEDs hatten mich mehr Zeit gekostet als die LEDs alle anderen Wandleuchten zusammen.

Und hier ist nun das Ergebnis der Fummelei:






Gruß
Siggi

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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#87 von trush02 , 25.09.2025 18:00



Wow das mit den LEDs sieht echt Hammer aus. Und bzgl des Schrumpfschlauchs kann es sein das dein Heißluftfön auf voller Stärke locker 750 Grad rausbläst was jede Lötstelle schmälzen lässt. Ich kann dir da eigentlich nur empfehlen bei den kleinen Schläuchen ganz kurz mit einem Feuerzeug ran zu gehen dann sollten die Lötstellen stabil bleiben.

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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#88 von fernbahner , 25.09.2025 19:08

Moin,

Zitat von Zweistein im Beitrag #86
Und hier ist nun das Ergebnis der Fummelei:


Fummeln lohnt meistens. Und das Ergebnis finde ich mehr als TOP.

Chris


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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#89 von Gess , 25.09.2025 20:09

Tach Siggi

Ich kann mich da nur anschliessen. Die Beleuchtung sieht grossartig aus. Du denkst aber auch an alles!

Liebe Grüsse
Philipp


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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#90 von sts , 26.09.2025 07:22

Moin Siggi,

Zitat von Zweistein im Beitrag #86
Diese drei LEDs hatten mich mehr Zeit gekostet als die LEDs alle anderen Wandleuchten zusammen.

Auch ich kann mich nur anschließen, die Mühen haben sich gelohnt, die Beleuchtung sieht hervorragend aus.

Zu Neumünster: Wir waren in der Osterwoche dieses Jahr dort und wurden fast vier Stunden lang von den Rendsburger Eisenbahnfreunden betreut, es hatte richtig Spaß gemacht. Carsten hatte damals in seinen Faden einen Bericht geschrieben.

Beste Grüße
Stefan


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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#91 von RookieOne , 27.11.2025 22:09

Hallo Siggi,
bin gerade auf das Thema gestoßen und was soll ich sagen, meine Kinnlade hängt bis zum Boden runter. Bin zwar müde, hab mir daher "nur" erst die Fotos angeschaut und die sind schon so was von inspirierend. Ich plane gerade den Einstieg in das Hobby und die Thematik deiner Anlage hat so viele parallelen zu dem was ich mir so vorstelle. Dank Dir, das ich jetzt die Gewissheit habe das eine Umsetzung zu mindestens technisch möglich ist. Jetzt muss ich nur noch mich motivieren, Du hast es bereits getan, danke dafür. Ok ist spät aber morgen lese ich mir alles durch.


Gruß Detlef

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RE: Bahnbetriebswerk Zweistein: Rückblick: Die große Mauer

#92 von cs67 , 28.11.2025 20:32

Nabend Siggi,

solch große/hohe Mauern sind wahrlich eine Herausforderung. Diese hats du aber top gemeistert

Die Abstufungen sind dir sehr gut gelungen ... auch die Treppenaufgänge lockern das Mauerbild schön auf.
Gesteinsstruktur und Farbgebung sind absolut stimmig

... und dann noch die ganz kleinen Details mit den Ausleuchtungen ... alles TOP

Ich würde sagen: wenn das BW mal fertig ist und dir langweilig wird ... kannst du ein Burgdiorama bauen


Herzliche Grüße
Christoph

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