Ich besitze den Aussichtstriebwagen ALtn 444 (Art. 2012) und den schönen Gepäckwagen LDn24 (Art. 2007). Wie koppelt man beide zusammen? In den Anleitungen ist kein Hinweis zu finden, nur beigelegte Stangen. Bei meinem Spontan-Versuch mit langer Stange sind die Fahrzeuge zwar weit auseinander, gehen aber problemlos durch die Kurven. Ist das aber richtig? Es gibt von Os.kar regulär den ALn772, der ab Werk den Gepäckwagen in der Verpackung hat, aber dort liegt auch keine Info bei, wie ein Freund mir berichtete.
Diese Variante möchte ich wählen, um später über die Kuppelstange die Stromzufuhr mit einem Draht zu führen. Wenn der Gepäckwagen mit Schleifer versehen ist, wird der Draht dann dort angelötet. Leider gibt es keine Wechselstromvariante dieser schönen Modelle, für einen Schleifer unter dem Triebwagen ist keine "Bodenfreiheit" mehr. Man kann sich nur so behelfen, wenn das Modell nicht einfach rumstehen soll.
Wenn du den flachen Schleifer von Liliput oder Brawa (geringfügig kürzer) nimmst und im Bereich der Befestigung das Plastikteil bzw. die Pertinaxplatte entfernst, könntest du unter diesen Triebwagen evtl. sogar einen Schleifer montieren. So scheint es mir, wenn ich das Bild anschaue. Sieht für diese Schleifer gar nicht so extrem eng aus. Befestigung durch Klebstoff hilft da oft.
Ich habe reiche Erfahrung in der Schleifermontage an "exotischen" Fahrzeugen und kann dich gerne beraten.
leider gibt es wirklich das Problem, dass wegen der kleinen Raddurchmesser nur extrem wenig bis gar kein Platz zwischen eingezogener Schleiferunterkante und Pukos ist. Das kenne ich sonst nur noch von französischen Triebwagen von REE oder ähnlichen Firmen. Das Grundproblem liegt in der Tatsache, dass Märklin mit seinen Pukos bei schlanken Weichen über die Höhe der Schienenprofile hinausgeht! Damit ist endgültig kein Schleifer mehr zu Verbauen, wenn zugleich die Zahnräder des Getriebes sehr hoch und auf nahezu gleicher Linie liegen, wie bei diesem Modell. Ein Verzichten auf eine Antriebseinheit des Kardangetriebes bringt später oftmals nur ungleiche, wackelige Fahrten der Lok. Habe ich bei einer AHM-Lok (Jugoslawien) erst erlebt. In der Zwischenzeit habe ich den Trick für die firmenmäßige Kurzkupplung zwischen Triebwagen und Gepäckwagen gefunden, man muss nur das eingesteckte Firmenschild in der Front des Triebwagens herausziehen und kann dort mitgelieferte kürzere Stangen verbauen, aber das Gefährt entgleist auf engeren Radien R1-R3. Ich würde schätzen, dass das gekuppelte Gefährt dann erst ab etwa R5 sauber läuft. Mit der großen abgebildeten NEM-Stange allerdings durchfährt die gekuppelte Einheit problemlos auch die kleinen Radien, was wir als Märklinbahner gerne nehmen. Zumindest stellte ich dies beim Schieben fest. Der Auseinanderbau des Triebwagens ging ebenfalls nicht ohne Probleme. Aufgrund des alten Kunststoffes (nunmehr ca. 15 Jahre) brachen z.T. die Haltenasen der Fenstereinsätze aus, die den oberen Teil halten. Alles geht sehr, sehr streng, dabei brachen auch einige Halte-Zahnstocher ab. Nur so komme ich aber an die Innereien, um Figuren zu setzen oder die Stromversorgung für den Schleifer nach außen verlegen zu können.
Bei mir ist meistens der Brawa "Silencio" der am meisten verbaute Schleifer oder der spezielle Brawa-Schleifer aus dem Rottenkraftwagen. Ideal für Geisterwagen ist der alte 7076 Schleifer. Man braucht nichts zu bohren oder zu justieren, das Ding passt einfach.
Zitat von Schienen-Pitt im Beitrag #3Das Grundproblem liegt in der Tatsache, dass Märklin mit seinen Pukos bei schlanken Weichen über die Höhe der Schienenprofile hinausgeht!
Ja, das Problem kenne ich. Leider hast Du keine detailierten Fotos eingestellt, das man sehen kann, ob die Lösungen die ich hier und hier gebastelt habe vielleicht auch in deinem Fall anwendbar sind.
Danke für die Hinweise. Ich komme momentan beruflich nicht zum Weiterbasteln und Foto machen, stelle aber eines rein, wenn ich die weggepackten Teile wieder vor mir habe.