Maximalstrom vom Lokpilot 5

#1 von chris k , 01.06.2025 20:44

Hallo,

ich habe mal eine kurze Frage: Ich habe ein paar Loks mit dem Lokpilot 5 (Ausführung Motorola für Märklin Control Unit 6021) ausgestattet und wollte über eine der Funktionstasten dann die Waggonbeleuchtung steuern, dazu habe ich ein Relais von ESU (gibts das auch günstiger?) sowie ne stromführende Kupplung verbaut. Welchen Ausgang würdet ihr empfehlen und wieviel Milliampere kann der bei wieviel Volt rausgeben? Waren das irgendwie 250mA bei 15 V oder so? Hat das mal jemand nachgemessen? Und was kann der Funktionsdekoder von ESU an Strom bei wieviel Spannung rausgeben? Hat jemand schon einen coolen Optokoppler anstelle des Relais gefunden oder verbaut?

Beste Grüße


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RE: Maximalstrom vom Lokpilot 5

#2 von SAH , 01.06.2025 20:53

Guten Abend Chris,

diese Fragen werden alle von der BDA beantwortet.
In Kurzform: 250mA pro Funktionsausgang und maximal 500mA für alle Funktionsausgänge zusammen.


mit freundlichen Grüßen
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Maximalstrom vom Lokpilot 5

#3 von chris k , 01.06.2025 21:03

Ja aus der Betriebsanleitung habe ich das ja auch mit den 250mA... Meine Frage war allerdings, wie hoch die Spannung ist bzw. ob die einmal jemand gemessen hat nech. Und ob jemand alternativ zum ESU Relais einmal eine klackfreie Alternative eingebaut hat, meines Erachtens wäre da ein Optokoppler eine gute Wahl...


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RE: Maximalstrom vom Lokpilot 5

#4 von RichyD , 01.06.2025 21:36

Servus,
ich habe dort knapp 14V gemessen.
Da das jedoch von der Gleisspannung der Zentrale abhängt, nützt dir diese Angabe rein garnichts.

250mA habe ich bislang noch nicht einmal ansatzweise ausgereizt, da meine Wagen mit LEDs bekeuchtet werden - da bestand also kein Grund für ein Relais oder Ähnliches.

Viele Grüsse
Richy


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RE: Maximalstrom vom Lokpilot 5

#5 von chris k , 01.06.2025 21:48

Ok, ja das stimmt, ich bezog das auf die Zentrale Märklin 6021... Aber 14 V ist ja schonmal ein guter Richtwert... Das Relais soll ja nur den Decodereingang schützen... Ja nach Schaltung und verwendeten Bauteilen kann auch ein größerer Strom als 250 mA gezogen werden selbst wenn im Arbeitspunkt die LED s zusammen weniger verbrauchen...


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RE: Maximalstrom vom Lokpilot 5

#6 von RichyD , 01.06.2025 22:09

Hat die Märklin 6021 eine einstellbare Gleisspannung?
Wenn nicht, ist das verwendete Netzteil zu beachten.
Ein Roco 10764 wirft mit dem zugehörigen (alten) Trafo rund 21V aus. Das ist selbst für H0 schon etwas zu großzügig...

Ein Optokoppler als galvanische Trennung erfordert eine nachgeschaltete Verstärkerschaltung.
Subminiaturrelais, beispielsweise aus dem Telekommunikationsbereich, klicken zwar noch wahrnehmbar, aber äußerst dezent.
Da dürfte das Rattern über die Pukos schwerer ins Gewicht (Gehör) fallen

Das Esu-Relais (wenn es denn nur eins gibt) kenne ich nicht, sonst könnte ich vergleichen.

Viele Grüss
Richy


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RE: Maximalstrom vom Lokpilot 5

#7 von chris k , 01.06.2025 22:16

Die 6021 wird ja über den Trafo 6051 versorgt, ich meine ich hätte da mal an den Gleisausgängen was mit 16V- max 18V gemessen... Also am Lokpilot 5 dann am Ausgang bissl weniger... joa mitm Optokoppler darf man da noch bissl was an Hardware investieren...


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RE: Maximalstrom vom Lokpilot 5

#8 von SAH , 01.06.2025 23:53

Guten Abend Chris,

der Artikel 6051 ist ein Digitalinterface. Ein Trafo hat eine andere Nummer (z.B. 6647 oder 6631 oder.....).
Ich nutze z.B. einen alten Trafo (6173), den ich via 0-L am 6021 anschließe. Daraus wird dann ohne Belastung 25,2V Schienenspannung. Sobald Last da ist, sind es noch 22,5 bis 24,0V
BTW: womit hast Du die Schienenspannung des 6021 gemessen?
Ein "normales" DMM ist dafür wegen der hohen Frequenzen der Digitalspannung zu träge und zeigt daher auch zu kleine Werte an.


mit freundlichen Grüßen
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Maximalstrom vom Lokpilot 5

#9 von Lokpaint , 02.06.2025 08:44

Zitat von RichyD im Beitrag #6

Ein Optokoppler als galvanische Trennung erfordert eine nachgeschaltete Verstärkerschaltung.
Subminiaturrelais, beispielsweise aus dem Telekommunikationsbereich, klicken zwar noch wahrnehmbar, aber äußerst dezent.



Ich nehme in letzter Zeit dafür das Photorelais TLP176AM. Das kann bis zu 700mA schalten.
Vorteil ist weiter dass die Dimmfuntion am Decoder weiterhin verwendet werden kann. Der Ausgang am relais schlukt auch AC oder Digitalspannung.
Somit können bei alte Loks wo die Birnchen nicht von Masse getrennt sind diese weiterhin gleich mit dem Schleifer verbunden werden. Somit flackerfrei und trotzdem vom Decoder gesteuert un dimmbar.

Bart


 
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zuletzt bearbeitet 02.06.2025 | Top

RE: Maximalstrom vom Lokpilot 5

#10 von Hatti54 , 02.06.2025 09:44

Moin.
Das Relais von ESU kann bei 24V DC 1000mA schalten.
Das Anschlußschaltbild und die Beschreibung siehe auf der ESU Homepage.
https://www.esu.eu/produkte/zubehoer/miniatur-relais/

Gruß Erhard


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RE: Maximalstrom vom Lokpilot 5

#11 von alexus , 02.06.2025 10:31

Hallo zusammen

Zwei Anmerkungen:
1. Eine Märklin CU 6021 liefert z. B. an einem Trafo 6002 im Leerlauf bis zu 23V Digitalspannung am Gleis. Unter Last immer noch rund 20V.
Die Spannung an den Aux-Ausgängen ist ca. 1-1,5V niedriger, bei Zimodecodern nur 0,5-0,7V.

2. Das ESU Relais ist ein normales 12V Relais, bei so viel höherer Steuerspannung vom Aux würde ich auf jeden Fall einen Vorwiderstand verwenden.

Ich verwende Omron, bei Reichelt, Relais. Das hat eine Nenn Spulenspannung von 12V und ist spezifiziert bis 18V und benötigt sehr wenig Strom (ca. 10mA).
Beim damaligen Betrieb mit der CU6021 habe ich trotzdem noch einen 1kOhm Vorwiderstand und auch eine Freilaufdiode verbaut.
Heute, bei stabilisierten 18V Gleisspannung, bräuchte es nur noch die Freilaufdiode.


Alexander aus dem südlichsten Allgäu
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zuletzt bearbeitet 02.06.2025 | Top

RE: Maximalstrom vom Lokpilot 5

#12 von robert991122 , 02.06.2025 10:54

Zitat von chris k im Beitrag #1
dazu habe ich ein Relais von ESU (gibts das auch günstiger?)


Das ESU-Relais 51963 ist laut Abbildung ein Signalrelais HRAH-S-DC12V:
Abmessungen: 10,2mm x 7,4mm x 10.0mm
Spulendaten: 12VDC 440Ω (→ Stromaufnahme bei 18V: 41mA)
Kontakte: 2A 30VDC AuAg

Da gibt es auch diverse andere Miniatur-Relais.

bei Reichelt z.B:
Fujitsu SY-12W-K
Omron G6K2P012 (Spulenspannung max 18V, für 18V: Vorwiderstand 620Ω)
TE 2-1462037-7 (für 18V: Vorwiderstand 470Ω)
Fujitsu FTR-B4CA012Z
Fujitsu FTR-B3CA012Z

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Decoder-Ausgänge sind Open-Drain bzw. Open-Collector-Ausgänge, welche gegen Decoder-Masse (GND) schalten.
Verbraucher werden zwischen Decoder-AUX und U+ angeschlossen.
Die Spannung, welche am Verbraucher anliegt, wenn der Decoder-AUX schaltet, ist also die Spannung zwischen U+ und GND. Meistens ca. 18V

Gruß
Robert


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