Vor mehr als 30 Jahren hatte ich mich schon einmal mit dem Modell der E15 01 (vormals E18 01)beschäftigt ...
Genau wie damals soll das Modell in scratchbuild neu auferstehen. Den Bau hatte ich damals nicht dokumentiert. Das Wort "Internet" gab es Ende der 1980er Jahre bei uns noch nicht. Nur ein Foto vom unlackierten Modell habe ich gerettet. Nun, einen Step-by-Step Bericht werde ich nun auch nicht schreiben, da die wenigsten wirklich "nach"-bauen wollen und die, die es könnten, denen reicht was ich zeige.
Wer mehr erfahren will über den Einzelgänger E15 01 erfahren will, der schaue hier oder hier.
Hier zunächst das Ursprungs- bzw. das Ausgangsmaterial bevor die Säge mit dem "Massaker" begonnen hatte....
.... danach blieben nur eine übersichtliche Anzahl von Fragmenten übrig ...
... die, mit ganz viel Geduld, ruhigen Fingern, dem richtigen Kleber und in der richtigen Reihenfolge zusammengesetzt, das Lokgehäuse ergeben.
Da ich parallel zum Bericht das Modell baue (Hausarbeiten erledige, im Garten - es ist schließlich Sommer - werkel, etc.), wird der Bericht mehrteilig. _____________________ ... wird fortgesetzt .
Herzliche Grüße aus dem "Aw Bonn" am Rand der Bundesstadt Bonn Wolfgang _______________________________
Nach der Erstellung des Puzzles kommt der Zusammenbau.
Der Zusammenbau des Lok-Kastens ...
Der Zusammenbau des Daches ...
Ausgleich der Schnittverluste ....
"Stellprobe" vor der Endmontage des Lokkasten mit dem Dach ...
Im Original wurden die beiden Vorbauten, für die Hilfs-Aggregate,separat auf den Lokrahmen montiert (ähnlich E94) und nicht mit dem Lok-Gehäuse fest verbunden (wie E44) ...
.... im Modell weiche ich aber davon ab.
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Von der E 18 01 habe ich noch ein Ätzblech rumliegen, habe mich aber noch nicht rangewagt. Bevor ich das bekam, hatte ich auch über den Bau aus einer E 44 von Piko nachgedacht. Gerade die Siemensdächer zu Formen ist nicht mein Fall. Allerdings kann ich auch nicht ein anderes Dach einfach nehmen. Westmodel hat damals viele Elloks zu breit gemacht wegen der verwendeten Märklinfahrwerke.
Moin Andreas, ich hatte damals auch rumgesucht und gerätselt zum Wie von Dach und Gehäuse? Doch dann war´s klar: Ducken, das wär´s! ... aber vor 30 Jahren gab es noch keinen 3D-Drucker. Ergo, "einen Tod muß man sterben", dann den kostengünstigsten und der hieß: PIKO.
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Nach ausreichender Aushärtezeit*) der Klebestellen, die erste Stellprobe: - passt die modifizierte Klemm-Halterung Gehäuse / Rahmen; ähnlich wie im E44 PIKO-Basismodel ... - stimmt die Kurvengängigkeit ...
Vorbauten sind montiert und das Dach ist fertig ...
Damit sollte der Rohbau des Lokgehäuses abgeschlossen sein. In den nächsten Schritten geht´s an den Rahmen und ans Fahrwerk ____________________________
... ein weiterer kleiner Schritt ist getan: Die Vor-und Nachlaufachse sind eingebaut ...
Schon bei der Montage hatte ich bemerkt: ... das wird so nichts, Bogenfahrten sind nur ab R=800mm möglich, Abzweig in der (Standart-) Weiche führt zum unweigerlichen Aushebeln der Vor- bzw. Nachlaufachse - ergo der Rahmen ist zu eng bzw. die Radsätze sind zu breit, die Seitenverschiebbarkeit ist zu gering, es klemmt!
Dabei sieht das Modell - jetzt mit allen Rädern - richtig gut aus.
Was tun?
Die Lösung .... _______________________
.... gibt´s in der nächste Folge. Ich arbeite bereits dran ...
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Du machst mich richtig neugierig. Ich würde mit dem Fahrwerk anfangen... Und dann den Kasten draufbasteln. Aber egal. Ich überlege, anhand Deiner Idee diese Lok auch nachzubauen. Was mich davon abhält, es ist ein Exot, ein Einzelgänger. Das fertige Modell sollte/müßte dem Original ja schon nahe kommen, da bleibt kein "Freiraum" für irgendwelche Interpretationen...
Zitat von Rollnitz im Beitrag #10Das fertige Modell sollte/müßte dem Original ja schon nahe kommen, da bleibt kein "Freiraum" für irgendwelche Interpretationen...
Moin Roland, "kein Freiraum", d.h. ein völlig neues Fahrwerk kreieren - so wie es die Techniker bei der E15 auch taten. Doch dazu - ich gebe es zu - bin ich schlichtweg zu faul. Da gehe ich lieber kleine unauffällige Kompromisse ein ... ... so, daß es paßt.
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Zitat von DRG-DRB im Beitrag #11drehst Du die Vorderseite der beiden Achsen ab? Dann müssten die Achsen doch schmaler werden?!
Würde das reichen?
Moin Frank und danke für den Hinweis. Das war auch mein erster Gedanke, doch es ist zu wenig um weiterhin sicher auf meinen alten" Fleischmann-Gleisen (Code 100) fahren zu können. Ich werden eine andere Lösung anstreben. Ein Fahrwerk läßt sich eben nicht 1:1 verkleinern, da erfordert es Kompromisse.
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Ich hänge mich hier mal mit rein, weil es thematisch paßt. Ich hatte ja weiter oben erwähnt, daß ich das Foto des alten Modelles auch als Anregung zum Bau auffaßte. Vor knapp einem Jahr kam mir dann die Ätzplatine von Westmodel in die Hände. Inzwischen habe ich mit dem Bau begonnen, auch wenn es im Grunde keine Gußteile zur Lok gibt. Viele Teile lassen sich woanders finden, adaptieren oder umbauen. So mußte ich die Dächer der Vorbauten neue anfertigen.
Auch wenn die Ätzplatine aus den 80ern stammt, kann man damit noch arbeiten. Wenn man einige Änderungen vornimmt!
Oben sieht man eine der Änderungen. Auf dem Foto der E 18 01 aus Hirschberg sieht man Klappen im Vorbau. Weil dahinter die Bleibatterie und ein Werkzeugkasten versteckt sind. Das hat Klaus Bachmann damals richtig gemacht. Auf der anderen Seite sitzt im Vorbau der Luftverdichter, außen hängt der Kühler. Die Lüftergitter sieht man auf dem Werkfoto, den Kühler in Hirschberg. Also habe ich auf einer Seite die Tür rausgefräst.
Und dann begann das Elend! So ein Gitter zu löten ist kein Spaziergang, auch weil man einer Lok immer ins Gesicht sieht.
Insgesamt weiß ich nicht, ob es so die beste Idee war, den Bausatz zu adaptieren. Auch, weil ich das ganze Fahrwerk neu bauen muß und die Aufhängung der Drehgestelle noch offen ist. Mal sehen, wer zuerst fertig ist mit seiner Lok, der blaue Klaus oder ich. Vielleicht baue ich irgendwann man die E 16 101, dann würde ich auch eher die E 44 von Siemens umbauen.
Was für eine Maschine! Die E 15 01 (ab 1935) ist schon besonders, da kann man kaum mit einem Modell rechnen. Ich wünsche euch beiden eine ruhige Hand und Geduld.
da wir uns im Bereich es Hobbys befinden, werde ich mich auf kein Rennen einlassen. Gerne überlasse ich dir den Vortritt ....
Du sprichst die E16 101 im Text am. Da ich die Lok vor einigen Jahrzehnten (auch) schon einmal gebaut hatte (Bild siehe unten), kam mir beim Bau der E15 auch der Gedanke: "Ich sollte es noch einmal tun ...". Aber - kommt Zeit, kommt Rat.
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da wir uns im Bereich es Hobbys befinden, werde ich mich auf kein Rennen einlassen. Gerne überlasse ich dir den Vortritt ....
Ach, ich hatte gehofft, daß Du schneller bist und micht mitziehst!
Zitat von blauer klaus im Beitrag #16 Du sprichst die E16 101 im Text am. Da ich die Lok vor einigen Jahrzehnten (auch) schon einmal gebaut hatte (Bild siehe unten), kam mir beim Bau der E15 auch der Gedanke: "Ich sollte es noch einmal tun ...". Aber - kommt Zeit, kommt Rat.
Ja, wir haben alle zu viele Ideen, Projkete und Baustellen... Ich habe jetzt zwei Wochen nur für mich und hoffe, da einige meine offenen Arbeiten erledigen zu können. Auc han der E 18 01.
wäre es eine Möglichkeit, die Rahmenteile, an die die Vorlaufachsen stossen, vom Rahmen zu lösen und mit an das Vorlaufgestell zu kleben , so dass diese zusammen mit dem Vorlaufgestell ausschwenken? Wie bei der alten Rivarossi BR61 die Schürzenteile am Vor- und Nachlaufgestell.
Sähe nicht so toll aus, würde aber das Durchfahren von normalen Radien ermöglichen.
Tschüss Frank
In einem Land, das es nie gab, zu einer Zeit, die es nie hätte geben dürfen!
Zitat von DRG-DRB im Beitrag #18 wäre es eine Möglichkeit, die Rahmenteile, an die die Vorlaufachsen stossen, vom Rahmen zu lösen und mit an das Vorlaufgestell zu kleben , so dass diese zusammen mit dem Vorlaufgestell ausschwenken? Wie bei der alten Rivarossi BR61 die Schürzenteile am Vor- und Nachlaufgestell.
Sähe nicht so toll aus, würde aber das Durchfahren von normalen Radien ermöglichen.
Vorher würde ich es aber mit schmaleren Rädern versuchen. Da läßt sich auch einiges an Raum gut machen. Code88-breite Räder haben mir damals mit der 03 154 von Günther geholfen, die Schürzen nicht auszuschneiden. Das Problem habe ich glücklicherweise nicht, ich könnte sogar die Laufräder nur mit 1,3 mm Seitenspiel ausstatten.
Zitat von DRG-DRB im Beitrag #18die Rahmenteile, an die die Vorlaufachsen stossen, vom Rahmen zu lösen und mit an das Vorlaufgestell zu kleben , so dass diese zusammen mit dem Vorlaufgestell ausschwenken
Moin Frank, das hätte einen völlig anderen Rahmen/Konstruktionsansatz vorausgesetzt. Aber, die Idee ist gut.
Moin Andreas, die Idee schmalerer Räder hatte ich auch und auch durchgespielt. Hat aber nicht gereicht. Also bin ich wieder auf "Ausschnitte" gegangen, wie beim ersten Modell. Bilder folgen. Im Moment warte ich noch auf Teile, dann geht´s an den "Dachgarten" ... und dann; ... fertig!
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Eine Ätzplatine gab es schon in den 70er Jahren bzw. auch ein fertiges Model....Firma Intermodel später Westmodel. Als Fahrwerk dienten Teile aus Österreich nix Märklin....liliput! Ich habe keine Ahnung ob das Model von Intermodel gebaut wurde oder als Ätzplatine von einen "Normalo" Jedenfalls fehlten teile ,das Fahrwerk war nicht lackiert,die Räder silbern usw.
Danke Tino für das Bild des E15-Modells. Offensichtlich hatten die Modelleure dieses Modells auch keine andere praktikable Lösung für die Vorlauf-/Nachlauf-Achsen wie den Rahmen auszuschneiden. Nicht immer läßt sich die Realität 1zu1 in ein H0-Modell umsetzen ....
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