Rohbau Schippedrauf

#1 von SecondPlan , 08.06.2025 18:15

Liebe Stummis,

nachdem ich mich fast 2 Jahre mit der Planung beschäftigt habe, ging es nun Mitte Mai endlich los mit der Holzbeschaffung und dem Bau des Rahmens.

Der Anlagenunterbau besteht aus 5 Segmenten, 4 davon sind bereits im Unterbau fertig. Das fünfte werde ich erst deutlich später ansetzen. Der Rahmen besteht jeweils aus 15mm Birke Multiplexplatten, am Anlagenrand 120 mm hoch, innen 100mm hoch und wo nötig mit 35mm Durchlässen für Kabel und Stecker. Die Trasse aus 10mm Pappel-Sperrholz. Die Beine aus 44x44 mm Latten mit Gummirollen drunter.
Die Segmente habe ich mit Einschlagmuttern und Schrauben verbunden.

Anbei ein paar Fotos











Als nächstes wird nun ein Teppich unter den Gleisen verlegt werden.

Frohes Planen und Schaffen Euch allen,
Jürgen


Anlagenplanung Schippedrauf

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RE: Rohbau Schippedrauf

#2 von SecondPlan , 10.06.2025 17:25

So, der Teppich in Schattenbahnhof ist auch verlegt... Als nächstes kümmere ich mich dann um die Rückmeldeabschnitte, und welche Decoder ich dafür einsetzen möchte.





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RE: Rohbau Schippedrauf

#3 von Harbard , 10.06.2025 21:57

Hallo Jürgen

Bei den vier untersten Gleisen im Schattenbahnhof könnte man die R1-Bogen noch komplett eliminieren. Das könnte die Betriebssicherheit doch noch um einiges erhöhen. Dies wäre meine Lösung für diesen Bereich:



Auch beim Abstellgleis ganz unten könnte man zumindest noch auf die kurze Zwischengerade verzichten.

Gruss Bernhard


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RE: Rohbau Schippedrauf

#4 von SecondPlan , 13.06.2025 16:56

Hallo Bernhard,
danke Dir sehr für Deine Anregungen, ich muss mal testen, ob ich das auf den bereits verlegten Trassen noch einfach ändern kann, dann lohnt sich das auf alle Fälle.
Viele Grüße
Jürgen


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RE: Rohbau Schippedrauf

#5 von Harbard , 13.06.2025 21:59

Hallo Jürgen

Bei 2 Gleisbogen bist du mit meinem Vorschlag schon einiges neben dem bisherigen Gleisverlauf. Wenn man den R1 nur "entschärft" (beidseitig zuerst ein R2) dann wird das Trassee fast sicher passen. Beim Durchfahrgleis ganz unten würde ich aber eher das Trassee anpassen als einen R1 drinlassen.




Und beim Wendel habe ich noch etwas herumprobiert, vielleicht kannst du etwas davon auch noch verwenden.



Der angepasste innere Wendel wäre knapp 6mm weiter innen als bei dir mit der 064 Zwischengerade. Bei den Aussenbogen kriegt man die Zwischengerade ohne Sägen nicht weg, bei den grösseren Radien ist das aber auch weniger nötig als beim R2.

Gruss Bernhard


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RE: Rohbau Schippedrauf

#6 von Andreas_1967 , 16.06.2025 00:11

Hallo Jürgen,

handwerklich ist das bisher gezeigte eine echt saubere Arbeit.

Was ist denn der Grund, dass du bei den Schattenbahnhof-Gleisen einzelne Trassen aussägst?
Das sieht stark aus, habe ich so noch nie gesehen.
Ist das um Gewicht zu sparen oder aus Gründen des Schallschutzes?

Vielleicht kannst du uns ja mal was darüber berichten.


Viele Grüße.
Andreas

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RE: Rohbau Schippedrauf

#7 von SecondPlan , 19.06.2025 12:56

Zitat von Andreas_1967 im Beitrag #6

Was ist denn der Grund, dass du bei den Schattenbahnhof-Gleisen einzelne Trassen aussägst?
Das sieht stark aus, habe ich so noch nie gesehen.
Ist das um Gewicht zu sparen oder aus Gründen des Schallschutzes?



Hallo Andreas,
danke für Deine anerkennende Rückmeldung!
Dass ich größtenteils die Trassen sehr schmal ausgeschnitten habe, also auch recht kleine Zwischenräume zwischen den Gleisen noch entfernt habe, hatte tatsächlich mehrere Gründe:
1) Ich wollte es tatsächlich aus Schallschutzgründen vermeiden, dass eine der "Kassetten" in der Rahmenkonstruktion eine durchgehende Holzdecke behält. Jeder solche potentielle Resonanzkörper sollte wenigstens noch durch 1-2 lange Sägeschnitte unterbrochen werden.
2) In einigen Bereichen des Schattenbahnhofs liegen die Gleise parallel und sehr dicht. Hätte ich dort durchgehend eine Trassenbreite von 80mm oder darüber angewendet, wäre eine durchgehende Platte entstanden. Dann hätte ich in diesen Bereichen keine Möglichkeit mehr, die Spanten später auf die Rahmenbretter zu verleimen oder auch noch mit verschraubten Leisten zusätzlich zu stabilisieren (rote KKringel im ersten Bild).
3) Der dritte Grund hat sich erst nachträglich gezeigt: ich muss für die Gleisspannungsversorgung und Rückmeldekabel nicht immer Löcher in der Platte bohren, sondern kann an vielen Stellen die Kabel einfach zwischen den Trassen nach unten verlegen.

Nun zur Frage: hat sich der Aufwand gelohnt?
Ja, auf jeden Fall an vielen Stellen wegen 2). Da wäre es nicht anders gegangen.
Aber: an vielen anderen Stellen gibt es nur den Grund 1) . Ob sich der Schallschutz wirklich deutlich erhöht, habe ich eben mal schnell und völlig unwissenschaftlich versucht nachzumessen.
Ich habe mein Handy mit einer Schallmessungsapp ungefähr auf der blauen Linie in Bild 1 in 40cm Entfernung über der Platte platziert. Dann habe ich meine alte V200, die ich nachträglich digitalisiert habe, auf voller Geschwindigkeit (ohne Soundeffekte) von rechts nach links über das Gleis fahren lassen wie im Foto zu sehen.
Das zweite Bild zeigt die Messung: in der linken Hälfte im Bereich mit den vielen, konsequenten Aussparungen im Trassenbrett; in der rechten Hälfte in dem Bereich, wo ich schon nicht mehr so fleißig alle Zwischenbereiche ausgesägt hatte. Nach oben sind dB aufgetragen, nach rechts läuft die Zeit.
Es ergibt sich tatsächlich ein kleiner, aber messbarer Unterschied von 2 - 3dB. Leider habe ich keinen Bereich mehr auf der Anlage, wo noch ein echter Kasten (Resonanzkörper) vorhanden ist. Da wäre der Unterschied vermutlich klarer und vielleicht bei 6dB oder sogar mehr (reine Vermutung).
Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass der Geräuschpegel im Bereich der Weichenstrassen um deutlich mehr als 2-3 dB ansteigt und somit dort die lautesten Passagen liegen.

Insofern würde ich sagen: die Mühe hat sich nicht unbedingt gelohnt, der Schallschutzeffekt ist da, geht aber wahrscheinlich wortwörtlich im Rauschen der übrigen Geräuschquellen unter.
Und nicht zu Verschweigen: ich benötige dadurch natürlich auch mehr Aufwand/Material für die Absturzsicherungen (überall dort, wo die Lücken das Durchfallen von Rollmaterial erlauben).

Aber: ja, es sieht irgenwie trotzdem cool aus, damit tröste ich mich ...

Viele Grüße
Jürgen



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