Empfindlichkeit Stromsensor-Erkennung, hier am Beispiel DR4088CS

#1 von Draisine , 13.06.2025 16:22

Auch wenn der Belegtmelder Digikeijs DR4088CS nun schon Geschichte ist, habe ich doch einige davon, die ich in meiner neu aufzubauenden Anlage auch gerne zuverlässig weiterverwenden möchte.

Bemängelt wird bei dem Produkt gelegentlich die hohe Eingangsempfindlichkeit, die in Einzelfällen auch zu Meldungen bei nicht belegten Gleisen führen kann. Dabei meine ich nicht die Ursachen, die bei ungünstiger Verlegung der S88N-Kabel durch Streueinspeisungen auftreten können, was ein generelles Problem des S88-Busses sein kann, sondern tatsächlich die hohe Empfindlichkeit des Geräts an sich. Als Ábhilfemaßnahme zur Verringerung der Empfindlichkeit findet man im Internet vielfach die Lösung mit zusätzlichen Widerständen von 600 Ohm bis 1 kOhm zwischen der Common-Leitung (DCC1) und den Eingangsbuchsen des Meßgleises (DCC1-Gleis).

Um es gleich vorweg zu nehmen, für kleinere überschaubare Testaufbauten habe ich bislang keine Probleme bezüglich Empfindlichkeit gehabt. Meine Überlegungen sind vorsorglich und auch interessehalber.

Um dem Ganzen mal etwas näher auf den Grund zu gehen und die Wirkungsweise der besagten Zusatzwiderstände zu verstehen, habe ich mal eine DR4088CS geöffnet und mir die Eingangsschaltung etwas näher angeschaut. Für einen Eingang sieht das in etwa so aus:


Da es sich bei der Schaltung um eine Simulationsschaltung handelt, habe ich vereinfachend nur eine Seite der Diodenstrecke nachgebildet. Bei der DCC-Spannung wird zudem nur die positive Halbwelle durch eine Gleichspannung mit 15 V berücksichtigt. Auf die Erklärung der Funktionsweise spielt dies zunächst mal keine Rolle.

Desweiteren entsprechen die von mir in der Schaltung angesetzten Bauteile nur funktionell den auch in DR4088CS verwendeten Bauteilen. Dort sind die insgesamt 4 Eingangsdioden je Eingang über einen Brückengleichrichter realisiert, der so verschaltet ist, daß zwei mal je zwei Dioden antiparallel geschaltet sind. Die anschließenden Optokoppler sind zu 4 Stück in einem Gehäuse zusammengefaßt (TLP290 Toshiba, AC). Von dort geht es dann weiter an die Gatter und die Schieberegister. Hier allerdings uninteressant. Der parallel zur Diodenstrecke dargestellte Widerstand 4,7 kOhm ist auch in der Schaltung verbaut. Ebenso der Vorwiderstand 100 Ohm zum Optokoppler.

Jetzt habe ich mal versucht das Prinzip der Stromerfassung zu verstehen und habe das ganze auch mal simuliert, um meine Überlegungen zu verifizieren.

Gleis frei, keine Meldung


Da kein Strom fließt sind die Spannungen an allen verbundenen Punkten gleich der Gleisspannung. Der Eingangswiderstand legt im Leerlauffall dabei das Potential auf der Meldeschiene fest.

Gleis belegt, hier beispielhaft 5 kOhm

Die Durchflußspannung der Dioden beträgt in der Summe nun ca. 1,2 V, der Strom über das Gleis (R2) ca. 2,7 mA. Der Strom beim Optokoppler (R3) liegt bei 0,2 mA.

Alles sehr wenig, nach meinem Empfinden zu wenig, um hier überhaupt zu einer zuverlässigen Anregung zu kommen. Aber vielleicht täusche ich mich da auch, es funktioniert ja. Angeblich sogar schon ab 1 mA. Das kann aber auch mit meiner Simulation zusammenhängen.

Worüber ich mich jetzt allerdings wundere und weshalb ich hier nachfrage ist der Eingangswiderstand. Standardmäßig 4,7 kOhm, mit zusätzlichen Parallelwiderständen wie im Internet empfohlen resultierend teilweise bis herab zu etwas weniger als 600 Ohm. Damit soll die Empfindlichkeit reduziert werden. Ich sehe nicht wie das geschehen soll. Über den Opto-Koppler fließt so oder so kein Strom, egal wie groß ich den Widerstand dimensioniere. Oder geht es hier tatsächlich doch um die Bedämpfung evtl. über die Gleise/Anschlußleitungen eingestreuter Störspannungen. Das würde für mich evtl. einen Sinn ergeben. Oder wie muß ich die im Internet beschriebene Reduzierung der Empfindlichkeit verstehen?

Vielleicht hat sich jemand anderes ebenfalls schon etwas mit der Thematik konkret zum DR4088RC befaßt und weiß mehr.

Grüße Thomas


 
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RE: Empfindlichkeit Stromsensor-Erkennung, hier am Beispiel DR4088CS

#2 von Draisine , 13.06.2025 23:29

Ergänzung:
der Widerstand im Eingangsmeßkreis (Meßwiderstand) hat logischerweise doch Auswirkungen. Ich meine das so verstanden zu haben, daß der Widerstand In Reihe mit dem Widerstand zwischen den Schienen als Spannungsteiler wirkt.

Bei nicht belegtem Gleis (im Idealfall Widerstand zwischen Schienen --> oo) liegt die gesamte Gleisspannung zwischen den Schienen an. Die Spannung über dem Meßwiderstand (Strom Null) ist Null. Die Dioden sperren.
Bei belegtem Gleis (Widerstand zwischen den Schienen ist endlich) steigt die Spannung am Meßwiderstand auf maximal den zweifachen Wert der der Durchflußspannung der Dioden an. Der Optokoppler (einfache Durchflußspannung + Spannung am Vorwiderstand der Fotodiode) spricht an.

Der Meßwiderstand hat somit unmittelbaren Einfluß auf die Ansprechempfindlichkeit des Eingangsstromes, solange der Spannungsfall über dem Widerstand kleiner ist als die Durchlaßspannung bei beiden parallel geschalteten Dioden, d. h. solange die Dioden noch sperren. Das setzt natürlich voraus, daß auch ein Widerstand zwischen den Gleisen wirksam ist. Bei nicht belegtem Gleis könnte das beispielsweise irgendeine hochohmige leitende Verbindung zwischen den Schienen sein. Das Spannungsteilerverhältnis bestimmt dabei ob es zur Anregung kommt. Größerer Meßwiderstand, früheres Ansprechen bei kleineren Strömen, kleinerer Meßwiderstand, späteres Ansprechen bei größeren Strömen.

Das deckt sich dann auch mit den vielfach beschriebenen Maßnahmen, um die Empfindlichkeit bei besagten Gleisbelegtmelder zu reduzieren.

So meine Überlegungen als Elektronik-Laie bzw. Neuling. Falls ich mit meiner Annahme falsch liege dürft ihr mich gerne korrigieren. Aber zumindest meine ich das Prinzip nun verstanden zu haben.

Grüße Thomas


 
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RE: Empfindlichkeit Stromsensor-Erkennung, hier am Beispiel DR4088CS

#3 von Draisine , 16.06.2025 12:08

Als Ergänzung noch die Meßwerte mit DR4088CS:

Mindestanregeströme: (TRMS)
Belegtmelder im Auslieferungszustand: ca. 0,5 mA
Mit externem Parallelwiderstand 680 Ohm ca. 2 mA
Mit externem Parallelwiderstand 1000 Ohm ca. 1,3 mA

Werte ohne Berücksichtigung von Meß- und Fertigungstoleranzen.

Gleisspannung 16,3 V.

Wahl wie im Internet beschrieben zwischen 680 Ohm und 1 kOhm.
Die im Internet beschriebenen Maßnahmen zeigen, daß es angeblich funktioniert und damit Ruhe bei "Geistermeldungen" zu erreichen ist.

Und weil ich gerade dabei bin und es mich selbst und möglicherweise auch andere interessiert. Das DR5088RC (Railcom-Detector) spricht, was die Gleisbelegtmeldung anbelangt, bei einem deutlich höheren Stom von ca. 10 mA an. Demnächst werde ich auch so ein Teil mal öffnen, um zu sehen wie die Gleisbelegtmeldung dort realisiert ist. Hier könnte die Empfindlichkeit deutlich niedriger sein.

Nachtrag:
DR5088RC hat sich erledigt. Ich habe nur ein Teil und das ist in meiner Testanlage fest verbaut. Also nix mit schnell mal aufschrauben. Da es die Teile eh nicht mehr gibt, braucht da auch nix empfindlicher gemacht zu werden. Für mein Testgleis reicht die vorhandene Empfindlichkeit aus. Ich würde mich dennoch freuen, wenn mir jemand mitteilen kann wie der im Eingangsmeßkreis aufgebaut ist. Rein interessehalber.

Grüße Thomas


 
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RE: Empfindlichkeit Stromsensor-Erkennung, hier am Beispiel DR4088CS

#4 von vikr , 16.06.2025 14:18

Hallo Thomas,

Zitat von Draisine im Beitrag #2
Falls ich mit meiner Annahme falsch liege dürft ihr mich gerne korrigieren. Aber zumindest meine ich das Prinzip nun verstanden zu haben.
ich denke Du berücksichtigst bisher nicht ausreichend, welche Frequenz die Gleisspannung hat, d.h. auch nicht welche Kapazität ein Gleisabschnitt hat und welchen Wechselstromwiderstand, bzw. welche Leitfähigkeit sich daraus ergibt.

MfG

vik


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RE: Empfindlichkeit Stromsensor-Erkennung, hier am Beispiel DR4088CS

#5 von Draisine , 16.06.2025 17:09

Zitat von vikr im Beitrag #4
Hallo Thomas,
Zitat von Draisine im Beitrag #2
Falls ich mit meiner Annahme falsch liege dürft ihr mich gerne korrigieren. Aber zumindest meine ich das Prinzip nun verstanden zu haben.
ich denke Du berücksichtigst bisher nicht ausreichend, welche Frequenz die Gleisspannung hat, d.h. auch nicht welche Kapazität ein Gleisabschnitt hat und welchen Wechselstromwiderstand, bzw. welche Leitfähigkeit sich daraus ergibt.

MfG

vik

Hallo vik,

was das Gesamtsystem, besser gesagt die Störeinstrahlung anbelangt, hast Du da sicherlich recht. Das zu betrachten hatte ich aber voraussetzungsgemäß ausgeschlossen. Die Berichte die ich bislang gelesen bzw. auch gesehen habe, hatten immer nur die Empfindlichkeit des Belegtmelders an sich als Ursache. Und als Abhilfemaßnahme gab es dann die besagte Außenbeschaltung mit Widerständen, die ich, ohne genauere Kenntnisse des Innenlebens, nicht verstehen konnte. Dem bin ich nachgegangen. Durch Analyse der Eingangsschaltung, meiner vereinfachten Simulation und zu guter Letzt durch Messungen am Belegtmelder selbst (natürlich mit realer DCC-Spannung aus der Zentrale). Die Ergebnisse entsprechen ziemlich genau meinen aktuellen Simulationen bei angepaßter Spannung. Nicht aufs 1/10 mA genau aber doch mehr als nur tendenziell. Wenn ich die gleichen Widerstände der Messungen (Eingangswiderstände und Belastungswiderstände) bei der Simulation berücksichtige. Ich habe es mir erspart die Ergebnisse hier nochmal einzustellen. Für mich ist die Außenbeschaltung nun schlüssig und nachvollziehbar. Auch entspricht die von mir gemessene Empfindlichkeit von ca. 0,5 mA dem, was ich mit 1 mA auch mal von anderer Seite zum DR4088RC gehört habe. Das könnte sogar von Karst stammen, ich wollte ihn deswegen jetzt aber nicht unbedingt mehr ansprechen. Was auch nicht erforderlich ist, denn das Ergebnis paßt ja.

Aber weil Du mir gerade antwortest und ich gelesen habe, daß Du Dich in 2024 schon mal intensiv zum Thema DR5088RC detailliert geäußert hast.
Digikeijs DR5088rc unempfindlich. Gibt es eine Loesung fuer mich? (2)
Weißt Du wie die Eingangsschaltung von dem Teil aussieht? Aus der Digikeijs-Gruppe in der ich mal war aber keinen Zugang mehr habe, weiß ich, daß jemand die Eingangswiderstände ausgetauscht hatte, um die Empfindlichkeit zu erhören. Es könnte sich dabei aber auch um den LN-Belegtmelder DR4088LN-CS gehandelt haben. Das weiß ich nicht mehr genau.

Grüße Thomas


 
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RE: Empfindlichkeit Stromsensor-Erkennung, hier am Beispiel DR4088CS

#6 von PhilippJ_YD , 16.06.2025 17:38

Zitat von Draisine im Beitrag #1
Über den Opto-Koppler fließt so oder so kein Strom, egal wie groß ich den Widerstand dimensioniere


Laut deiner Simulation fließt doch über R1 ein Strom von etwa 1,5mA, was ausreicht, um den Optokoppler auszulösen.

Falls du die Ausgangsseite meinst: Da kann ohne weitere Beschaltung kein Strom fließen. Typisch wird da ein hochohmiger Widerstand am Kollektor angeschlossen sein, der zu den Gattern geht und auf der Emitterseite schlicht Masse.

Bietest du durch den weiteren Widerstand parallel zu R3 einen niederohmigeren Pfad, fließt entsprechend weniger Strom über die Diode des Optokopplers, die Eingangsempfindlichkeit sinkt.


Gruß, Philipp


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RE: Empfindlichkeit Stromsensor-Erkennung, hier am Beispiel DR4088CS

#7 von vikr , 16.06.2025 18:36

Hallo Thomas,

Zitat von Draisine im Beitrag #5
(natürlich mit realer DCC-Spannung aus der Zentrale)
über das DCC-Gleissignal eine Fourier-Analyse machen, dann kannst Du abschätzen ab wieviel Meter Länge ein solcher Gleisabschnitt einer bestimmten Spur-Größe eine nicht mehr zu vernachlässigende Kapazität bildet, durch die ein Strom fließt, der ausreicht die LED eines Optokoppler sporadisch oder zuverlässig zum Leuchten zu bringen...
Mach Deine echten Stromfühler-Abschnitte in H0 mal vier Meter lang...
Zitat von Draisine im Beitrag #5
daß Du Dich in 2024 schon mal intensiv zum Thema DR5088RC detailliert geäußert hast.
da hoffe ich erstmal auf die in Aussicht gestellte "YD7088RC-Firmware".
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MfG

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RE: Empfindlichkeit Stromsensor-Erkennung, hier am Beispiel DR4088CS

#8 von Draisine , 17.06.2025 09:06

Zitat von PhilippJ_YD im Beitrag #6
Zitat von Draisine im Beitrag #1
Über den Opto-Koppler fließt so oder so kein Strom, egal wie groß ich den Widerstand dimensioniere


Laut deiner Simulation fließt doch über R1 ein Strom von etwa 1,5mA, was ausreicht, um den Optokoppler auszulösen.

Falls du die Ausgangsseite meinst: Da kann ohne weitere Beschaltung kein Strom fließen. Typisch wird da ein hochohmiger Widerstand am Kollektor angeschlossen sein, der zu den Gattern geht und auf der Emitterseite schlicht Masse.

Bietest du durch den weiteren Widerstand parallel zu R3 einen niederohmigeren Pfad, fließt entsprechend weniger Strom über die Diode des Optokopplers, die Eingangsempfindlichkeit sinkt.


Hallo Philipp,

mit der ersten Aussage lag ich falsch. Die hatte ich ja in Beitrag #2 auch deswegen geändert.

Bei der Parallelschaltung ist zu beachten, daß hier jeweils eine (Fotodiode) bzw. zwei Dioden (Diodenstrecke) parallel liegen und für einen Stromfluß die Durchflußspannung über den Dioden erreicht werden muß (Diode ohne Nichtlinearität mal als idealer Schalter angenommen). Das ist mir mittlerweile schon klar und das hatte ich auch per Simulation nachgewiesen. Hierzu hatte ich natürlich auch den Fototransistor beschaltet, um zu sehen, bei welchem Eingangsstrom der Foto-Diode die Kollektor-Emitter-Spannung unter einen Wert sinkt, der zur Anregung der nachgeschalteten Gatter führen kann. Die zugehörige Schaltung habe ich hier nicht mehr dargestellt. Das Prinzip ist mir mittlerweile schon klar.

Bei den Messungen habe ich dann versucht die berechneten Werte zu verifizieren. Das passte sowohl von der Stromhöhe als auch von den Spannung ganz gut zusammen, obwohl die angesetzten Bauteile in ihren Kennwerten wohl leicht unterschiedlich sind. Auch die Abhängigkeit der Eingangsempfindlichkeit von der Höhe des Eingangswiderstands konnte ich nachweisen. Wozu ich zu dem fest vorgegebenen Widerstand von 4,7 kOhm, Widerstände mit 680 Ohm und 1 kOhm parallel geschaltet habe und den Belastungswiderstand zwischen den Gleisen solange erhöht habe bis mein Belegtmelder keine Meldung am Ausgang mehr brachte. Daraus resultieren die gemessenen Belastungsströme. Im Originalzustand spricht der Belegtmelder schon bei Berührung mit den (wahrscheinlich feuchten) Fingern an. Ich meine, daß das ungefähr einem Belastungswiderstand von 30 kOhm entsprach, bei einem gemessenen Strom von 0,5 mA (TRMS). Ich hatte mir die Werte leider nicht notiert. Am unempfindlichsten war die Schaltung mit 680 Ohm, ca. der 4fache Belastungsstrom. Die Fingeranregung reichte bereits bei 1 kOhm nicht mehr aus.

Darum ging es mir das zu verstehen. Ich denke, daß ich das nun auch hinreichend genau verstanden habe und ich bei Bedarf auch gezielt und mit Verstand Außenwiderstände ändern kann, ohne blind was zu ändern. Wie gesagt, meine letzte Aussage zum Einfluß des Eingangswiderstands in Beitrag #1 war Quatsch, was ich erst später bei genauerer Betrachtung festgestellt habe.

Grüße Thomas


 
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RE: Empfindlichkeit Stromsensor-Erkennung, hier am Beispiel DR4088CS

#9 von Draisine , 17.06.2025 09:36

Zitat von vikr im Beitrag #7

Hallo Thomas, über das DCC-Gleissignal eine Fourier-Analyse machen, dann kannst Du abschätzen ...



Hallo vik,
ich mache ja schon einiges, aber das geht mit dann dann doch etwas zu weit. Das letzte mal, daß ich sowas machen durfte/musste liegt nun fast 50 Jahre zurück.
Aber ich verstehe schon was Du mir damit sagen willst, dem wird meinerseits auch nicht widersprochen. Aber das war, wie eingangsseitig bereits gesagt, auch nicht mein Thema. Das könnte demnächst evtl. eine andere Baustelle werden. Von den Digikeijs DR4088CS und DR4088LN-CS habe ich halt noch einige, die ich natürlich auch weiterverwenden möchte. Mal sehen, ob die Probleme dann im "realen Betrieb" dabei auftreten.

Die YD6016CS von Yamorc, von denen ich mittlerweile auch einige habe, haben meines Wissens Eingangsfilter drin, die das ganze bezüglich kapazitiver Einkopplung etwas unempfindlicher machen sollen. Die werde ich mir demnächst auch nochmal genauer anschauen. Aus der Garantie bin ich eh raus.

Zitat von vikr im Beitrag #7

da hoffe ich erstmal auf die in Aussicht gestellte "YD7088RC-Firmware".
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MfG

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Ja schaun wir mal. Ich hatte Karst diesbezüglich auch angeschrieben. Das Interesse scheint seitens der Benutzer hier aber recht gering zu sein. Schön wäre es dennoch von Karst eine positive Rückmeldung zu bekommen. Dann könnte ich damit auch ein bißchen spielen.

Ich habe zudem gesehen, daß ich auch nur ein DR5088RC habe, ich meinte das wären mindestens zwei gewesen. Und der den ich habe, ist bei meinen Experimentier- und Testgleisen eingebaut. Aber hier ist es mir, auch dank der Beiträge zu dem zugehörigen Thema, mittlerweile gelungen die Railcom-Informationen über OPC_Multi_Sense auszulesen. Interessanterweise funktioniert das bei meiner im letzten Jahr neu erworbenen Mätrix-Lok mit ihrer 21MTC-Schnittstelle nicht. Da nicht Railcom-fähig. Seltsamerweise haben die msD3-Decoder mit Plux22 Railcom allerdings drin. Aus der Märklin Vertriebspolitik soll noch jemand schlau werden. Aber egal, der Decoder fliegt schon wegen fehlender ABC-Unterstützung demnächst eh raus. Eigentlich schade, denn die Lok läuft erstaunlich gut und der Sound ist auch gar nicht schlecht.

Grüße Thomas


 
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RE: Empfindlichkeit Stromsensor-Erkennung, hier am Beispiel DR4088CS

#10 von vikr , 17.06.2025 12:19

Hallo Thomas,

Zitat von Draisine im Beitrag #9
Aber hier ist es mir, auch dank der Beiträge zu dem zugehörigen Thema, mittlerweile gelungen die Railcom-Informationen über OPC_Multi_Sense auszulesen.
lass uns an Deinen Erfahrungen teilhaben! Meiner Erfahrung nach, hat die letzte veröffentlichte Firmware (1.4.2) doch noch einige Bugs.
Zitat von Draisine im Beitrag #9
Interessanterweise funktioniert das bei meiner im letzten Jahr neu erworbenen Mätrix-Lok mit ihrer 21MTC-Schnittstelle nicht. Da nicht Railcom-fähig. Seltsamerweise haben die msD3-Decoder mit Plux22 Railcom allerdings drin.
Seit Mitte 2023 werden die neuen Trix-Loks überwiegend mit Railcom fähigen mSD3-Decodern und zwar mit mtc-Schnittstelle ausgeliefert. Der 60996 (PLuX22) ist derzeit leider der einzige mSD3-Nachrüstdecoder aus dem Hause Märklin, der Railcom beherrscht.
Das wird wohl auch noch so bleiben, solange es aus dem Hause Märklin keine Zentrale oder/und lokale RailCom-Detektoren gibt, die mit Railcom sinnvoll umgehen können.

Vielleicht eine neue Geschäftsidee für Arnold Huebsch?
Lokplatinen mit PluX22, für ältere Trix und Märklinloks mit mtc-Schnittstelle!

MfG

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RE: Empfindlichkeit Stromsensor-Erkennung, hier am Beispiel DR4088CS

#11 von Draisine , 17.06.2025 14:11

Zitat von vikr im Beitrag #10
Hallo Thomas,
Zitat von Draisine im Beitrag #9
Aber hier ist es mir, auch dank der Beiträge zu dem zugehörigen Thema, mittlerweile gelungen die Railcom-Informationen über OPC_Multi_Sense auszulesen.
lass uns an Deinen Erfahrungen teilhaben! Meiner Erfahrung nach, hat die letzte veröffentlichte Firmware (1.4.2) doch noch einige Bugs.
MfG
vik

Hallo vik,

das mit den Bugs konnte ich noch nicht feststellen. Zumindest nicht was die Belegtmelderfunktionen im DR5088RC anbelangt. Das läuft bei mir mit insgesamt 8 Abschnitten bislang fehlerlos. Aufgrund der relativ niedrigen Eingangsempfindlichkeit von 10 mA auch ohne Geistermeldungen trotz einem Gleisbschnitt von knapp 3 m Länge und ungünstiger Bündelung der Melde- und Anschlußleitungen. Den Railcom-Funktion hatte ich bislang nur sporadisch mit einzelnen Loks getestet, um zu sehen, daß es überhaupt geht. Die Meldungen kommen und gehen leicht verzögert. Ich sag mal < 1 s. Aber halt nicht sofort. Ich hatte auch mal zwei Loks auf einem Abschnitt stehen, um zu prüfen, ob zwei Meldungen kommen. Das hat bislang noch nicht geklappt. Das kann aber auch mit meinen Einstellungen an den Lokdecodern und ggf. auch mit den Einstellungen in der Zentrale bzw. am Railcom-Detector selbst liegen. Das muß ich genauer prüfen, im ersten Schritt ging es mir erst einmal um die Meldung an sich. Da kommen mir natürlich schon wieder die nächsten Ideen mit Meldungen auf Displays.

Bei meiner ganzen Sucherei im Forum und auch im Internet hatte ich was von Problemen mit Meldezeiten beim DR5088RC gelesen. Es gab dazu auch eine Lösung des Problems, die recht simpel war und m. W. nicht unmittelbar mit dem Melder zusammenhing. Leider habe ich, wie üblich, vergessen mir die Quelle zu merken. Aber vielleicht ist das ja einer der Bugs. Na ja, demnächst wenn ich mehr weiß.
Ich möchte jetzt erst einmal mit meinen ABC-Modulen weiter machen, die liegen auch halbfertig rum und warten drauf softwaremäßig belebt zu werden. Das blöde dabei, mir kommen ständig neue Ideen in den Sinn, so daß ich meine eigentlich schon funktionierende Schaltung 2 x überarbeitet habe. Mein letzter Stand ist denen jetzt eigenständige Loconet-Adressen zu geben, so daß ich neben Gleisanschluß, Anschluß für die Spannungsversorgung, die Lichtschranken (die habe ich mittlerweile auch auf die Platine integriert) und die Signale sowie den obligatorischen LN-Kabeln keine weiteren Kabel oder Relais benötige. Man könnte auch sagen, daß das ganze nun auf einen integrierten Signal-, ABC-, Weichen- und Belegtmeldedecoder hinausläuft. Und nebenbei bastle ich auch ein bißchen an meiner Anlage. Aber hier ist alles noch sehr rudimentär und bislang noch weit davon entfernt den ersten Zug fahren zu lassen.

Wenn ich weitere Erkenntnisse habe melde ich mich auf jeden Fall.

Grüße Thomas


vikr hat sich bedankt!
 
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