Ich verwende ROCO-Line H0 und nutze für die Alterung der Schienen Revell Farbe: Rost. Obwohl ich bei allen anderen Anwendungen auf Aqua Color umgestellt habe bin ich mir bei den Schienen nicht so sicher. Da bin ich bisher Email Color treu geblieben. Mit Wasserfarbe an elektrisch leitenden Teilen zu arbeiten ist mir irgendwie suspekt obwohl es nach der Trocknung ja eigentlich keine Wasserrückstände geben sollte.
Wie handhabt ihr das? Verwendet ihr auch für die Schienen Aqua Color oder gibt es noch ganz andere Varianten?
ich benutze einen Acrylfarbestift. Damit punkte ich die Profilseiten zwischen dem Kleineisen (fett) an und bürste dann die Farbe mit einem härteren Pinsel aus. Siehe auch Alternativer Mittelleiter
ich nutze Tamiya-Farben, die ich im Regelfall per Airbrush aufbringe. Dabei gehe ich oft in zwei Schritten vor: Einmal Rost für die eigentlichen Schienen und die Kleineisen. Danach gibt's noch einen deutlich breiteren Sprühnebel, der den Schmutz im Gleisbett wiedergibt. Welche Farben man hier wählt, hängt vom Vorbild ab. So gibt es an Stellen, an denen viel gebremst wird und die Züge noch Grauguss-Bremssohlen haben, einen deutlichen Rostschimmer, der nicht nur das Gleisbett, sondern auch Signalschaltmittel, Stützmauern und niedrige Bahnsteige umfasst. Sollten die Fahrzeuge bereits mit Scheibenbremsen bzw. mit Verbundstoff-Bremssohlen gebremst werden, so gibt es weniger Rost im Gleisbett. Ein gewisser Schmoder ist aber auch da. Hierzu verwende ich z.B. GermanGrey von Tamiya - ein ganz stumpfer Schmodderfarbton.
Auf diesem Bild ist ein erster Durchgang mittels Airbrush bereits erfolgt, wobei die Schienen hier nicht rostrot werden sollten.
So sieht dann das Endergebnis aus:
Wasserbasierte Farben, auch mit hohem Wasseranteil sind m.E. kein Problem. Ggf. kannst du den Strom ja abstellen, bis alles getrocknet ist. Am wichtigste ist es, sich das Vorbild anzusehen und dementsprechend den besten Farbton auszusuchen. Welche Farben du letztendlich verwendest ist glaube ich gar nicht so entscheidend. An Ladestellen, bei denen Ladegut daneben geht, habe ich auch schon Farbpigmente eingesetzt.
ich benutze einen Acrylfarbestift. Damit punkte ich die Profilseiten zwischen dem Kleineisen (fett) an und bürste dann die Farbe mit einem härteren Pinsel aus. Siehe auch Alternativer Mittelleiter
Beste Grüße Cornelis
Hallo Cornelis,
herzlichen Dank für deinen Beitrag. Könntets du bitte noch genauer spezifizieren, welcher Acrylstift sich am besten bewährt hat? Es gibt da ja verschiedene Ausformungen der Spitze. Z.B. habe ich gefunden: KREUL 17812 - Triton Acrylic Marker edge, oxydbraun dunkel, Keilspitze, Strichstärke circa 1 bis 4 mm, auf Wasserbasis. Oder sind Stifte mit spitzer Spitze besser geeignet?
Vielleicht noch eine kurze Anmerkung zu meiner Vorgehensweise. Ich altere die Schienen bevor ich sie auf der Anlage verbaue wobei ich bei ROCO-Line mit Bettung Gleis und Bettung trenne, getrennt altere und dann wieder zusammenfüge.
Zitat von DENON-FAN im Beitrag #1Revell Farbe: Rost.
Ich nutze für die Profile Revell Email-Farbe. Aber nicht "Rost", denn die sieht zwar beim Anblick gut aus, auf Fotos zeigt sie aber einen komischen rosa Farbstich. Wie das bei des Aqua-Farben ist weiß ich nicht. Ich benutze dafür "Lederbraun". Je nach Alter und Art der Nutzung sind die Gleise beim Vorbild ja eher braun bis schwärzlich. Ich verwende die Email-Farben, weil sie kratzfester sind als die Aqua-Farben. Normale Pinsel sind unpraktisch und es dauert zu lange. Ich benutze dafür die sog. "Micro-Brushes". Da braucht man nur einmal zügig beidseitig am Profil längs fahren und es ist fertig. Wasserbasierte Farben sollte aber bzgl. Strom kein Problen sein. Beim Schottern mit dem üblichen Polan/Wasser/Spüli-Gemsich wird das Gleis ja sogar noch nasser als bei dem bischen Farbe und das ist ja auch kein Problem (außer bei Märklin K-Gleisen, da rostet dann nämlich der Mittelleiter) solange du mit dem Einschalten des Fahrstromes lange genug wartest bis alle komplett durchgetrocknet ist.
Gruß Siggi
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die Ausformung der Spitze beeinflusst natürlich wieviel Farbe auf die Profile landet, und somit ist der Wahl abhängig von was man erreichen möchte. Will man nur die Profile färben, würde ich mit einer eher feinere Spitze den Wulst zwischen Schienenkopf und -Fuss anstippen und mit einem feinen Pinsel verstreichen. Möchte man das Kleineisen gleich großzügig mitnehmen und rostigen Eisenstaub auf dem Gleisbett dastellen, würde ich einen Edge nehmen. Bei meiner (schnelle) Methode, verschleissen die aber und werden schnell eher rundlich. Wichtig ist auch die Farbe, da muss man halt ausprobieren, was am Besten wirkt. Zuerst hatte ich Schokobraun, war aber doch zu dunkel. Mit Acryl kann man aber gut eine andere Farbe drübermachen.
Ich benutze gerne eher härtere Pinsel, weil sich die Farbe damit gut in den kleinsten Ecken und feinsten Ritzen drückem lässt. Auch bei Weichen, zB.
Die Schienen habe ich mit Farben aus dem Naturfarben-Set, 6 Farbkonzentrate von NOCH angepinselt (Art.-Nr. 61200). Die Farben werden vor der Anwendung mit Wasser verdünnt. Die Schienen sind stärker gealtert weil das Gleis nicht befahren wird.
Ich habe mir inzwischen die Farbe "Rost" in Revell Aqua Color gekauft. Nach den ersten Versuchen damit musste ich feststellen, dass der Farbton ganz anders ist als bei der Email-Farbe. Ich muss dazu aber sagen, dass ich letztgenannte nun schon viele Jahre im Schrank stehen habe.
Während die Email-Farbe einen realistischen Braunton hat wirkt die Aqua irgendwie merkwürdig. Ich würde mal den im Laufe der Diskussion erwähnten rosa Farbstich ins Spiel bringen.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, dass sich die Aqua- und Email-Farben so unterscheiden? Oder kann es einfach nur sein, dass sich die Chargen, besonders wenn sie zeitlich so weit auseinanderliegen, unterscheiden?
Hallo Jens. Die Farbe "Rost" von Aqua Color ist mMn. viel zu hell, entspricht eher frischem Rost. Ich nutze für Gleise eine Mischung aus den Farben "Rost" und "Lederbraun" von Aqua Color.
Zum Vergleich Aqua- und Emaile kann ich leider nichts sagen. Gruß Heiko