Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#1 von JeanLuc7 , 16.06.2025 19:46

Salut,
Ich hatte in der Vergangenheit immer mal wieder Probleme mit Loks, die an eigentlich ganz unverdächtigen Stellen entgleisten, wenn Wagen angehängt waren. Ohne Wagen gab es bei keiner Lok Probleme. Benennen kann ich bspw. die BR65 von FLM und die V100 von Roco. Ich habe mich nun etwas tiefer mit dem Problem befasst - man will ja Loks nicht bloß deshalb im Schrank-BW lassen, weil es da eine blöde Stelle auf der Anlage gibt - womöglich ist nur das Gleis ein wenig zu richten.

Das Ergebnis meiner Untersuchung ist allerdings ein anderes: Alle Loks, bei denen diese Entgleisungen an unverdächtige Stellen auftraten, haben eine starre Verbindung des NEM-Kupplungsschafts mit dem Drehgestell, also keine echte Kurzkupplungskinematik. Die Kupplung hat dort jweils nur einen Drehpunkt an der Stelle, an der der NEM-Aufnahmeschaft befestigt ist. Und offenbar genügt die Bewegungsfreiheit nicht mehr, wenn daran kurzgekuppelte Wagen mit starrer Verbindung per FLM-Profikupplung hängen.

Was habe ich also getan: überall dort, wo es nicht klappte, die Kupplungen zwischen Wagen und Lok durch gewöhnliche Hakenkupplungen ersetzt, und siehe da - alle Probleme sind verschwunden. Denn die Hakenkupplungen haben ja direkt am Haken eine weitere Bewegungsmöglichkeit und hebeln so die Drehgestelle der Lok nicht mehr aus.

Ich überlege nun, zwischen Lok und Wagen grundsätzlich auf Hakenkupplungen zu wechseln. Zum einen ist es natürlich nicht so optiomal, wenn es da zwei verschiedene Kupplungen gibt - ich wechsle gerne mal. Zum anderen sind die Kupplungsaufnahmen verschiedener Hersteller auch nicht immer auf exakt derselben Höphe - ich habe hier eine Piko-Hobby-BR218, bei der es ein ganzer Millimeter ist, und da bleiben die Wagen dann sowieso immer wieder stehen. Die Hakenkupplungen sind da sicherer - zumal die Kurzkupplung zwischen Lok und Wagen ja meistens eh nicht so richtig eng ist, anders als zwischen den Wagen.

Ich wollte das nur berichten - vielleicht hat ja der eine oder andere schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht.

Es grüßt herzlich
JL7


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zuletzt bearbeitet 16.06.2025 | Top

RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#2 von Stahlblauberlin , 17.06.2025 08:24

Mit den Flm-Kurzkupplungen hast du auch mit die starrsten Kurzkupplungen übehaupt erwischt. Trotzdem kenne ich die von dir beschriebenen Probleme nur unter ganz bestimmten Bedingungen: Sehr kleine Radien und dann am besten S-Kurven ohne Zwischengerade sowie Waggons mit sehr langen Überhängen (Abstand Puffer-Drehgestelldrehpunkt).
Ich fahre alles mit den klassischen Roco-Kurzkupplungen ohne die von dir beschriebenen Probleme, auch genau die von dir genannten Lokomotiven. Ab 420er Radius und auf den Roco-Line-15°-Weichen kommt die FLM mit den 1:87-Piko-Silberlingen genau wie die Roco V100 problemlos klar. Bei kürzeren Waggons sowieso. Die Höhenproblematik von Piko-Loks (218, Taurus..) ist mir so nicht aufgefallen, eher schon schlabbrige KKKs oder zu großzügige NEM-Schächte. Die Flm-Kurzkupplungen verwende ich gerne bei festen Garnituren wie meinem Fleischmann-ICE, Kurzkupplungskulissen brauchen wirklich starre Kupplungen um richtig zu funktionieren. Bei acht geschobenen Waggons ist das essentiell.
Auch ältere Fleichmann-Loks ohne NEM-Schacht sind bei mir komplett auf Kurzkupplungen umgerüstet, da sehr oft mit den höhenverstellbaren Adaptern mit Schwalbenschwanzführung, ohne Auffälligkeiten.
Allerdings gibt's bei mir nur Roco Line mit Radien ab 419 mm, das entschärft das Thema vermutlich deutlich.


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RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#3 von Settebello , 17.06.2025 08:55

Hallo Jean-Luc,

wenn ich Dich richtig verstanden habe, ist das Problem, daß bei den betreffenden Loks keine Kurzkupplungskinematik vorhanden ist, sondern der Kurzkupplungsschacht mit einem Splint und nur einem Drehpunkt im Rahmen befestigt ist.

Das Problem kenne ich, so ist das auch bei manchen Güterwagen, zum Beispiel bei älteren Güterwagen von Liliput. In engeren Kurven reicht dann der Abstand der Fahrzeuge nicht mehr aus und es kann zu Entgleisungen kommen.

In solchen Fällen behelfe ich mir mit Kurzkupplungsköpfen, die einen längeren Abstand zwischen den Fahrzeugen erzeugen. Was sonst nicht so schön aussieht, ist dann im Sinne der Betriebssicherheit willkommen. Anstelle des Kurzkupplungskopfes von Roco kann man beispielsweise den höhenverstellbaren Kurzkupplungskopf von Roco verwenden, der auch etwas mehr Abstand erzeugt. Der Universal-KKK von Roco hat immer etwas mehr Abstand als der normale Kurzkupplungskopf von Roco. Was es von Fleischmann gibt, weiß ich nicht genau, das müsste man prüfen. Man könnte auch den Kurzkupplungskopf etwas aus dem Schacht ziehen und ihn mit Klebstoff befestigen. Das ist dann aber eine dauerhafte Lösung.

Zu den alten Fallhakenkupplungen von Fleischmann würde ich nicht zurückkehren, denn ich finde sie optisch besonders häßlich. Aber das ist wohl meine persönliche Ansicht.

Viele Grüße, Sebastian


zu meinem Anlagenthread: "klick"

schaut mal hier 40. Stummi - Treffen in Berlin am Freitag, 6. März 2026, ab 17:00 Uhr im "Weihenstephaner" am S-Bahnhof Lichterfelde West (30)


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RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#4 von Guardian71 , 17.06.2025 09:12

Moin Jean-Luc,

als langjähriger Nutzer der Fleischmann-KK schließe ich mich den Erfahrungen meiner Vorredner an. Dein Problem liegt bei der Kombination Kurzkupplungskopf ohne Kulissenführung an einem Fahrzeug und KK mit Kulissenführung in engen Radien. Nach meiner Erfahrung lässt sich das nur nachhaltig vermeiden, indem man

- keine 360 mm-Radien einsetzt oder
- bei problematischen Modellen ohne Kulisse eine längere Version der KK verwendet.

Ein längerer Kurzkupplungskopf lässt sich bei der GFN-KK wie bei der Roco-KK durch ein höhenverstellbares Adapterstück und Kupplungskopf mit Schwalbenschwanz erzielen. Die Adapterstücke gibt es für GFN-Schlitzaufnahmen, GFN-Zapfenaufnahmen und Normschacht. Das für die Zapfenaufnahmen m.W. nur von Roco in Kombination mit Universalkupplungskopf und Schwalbenschwanz. Kupplungskopf Fleischmann 6570.


Beste Grüße,
Mark


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RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#5 von JeanLuc7 , 17.06.2025 09:14

Salut,

ich habe von "Hakenkupplungen" geschrieben - das ist wohl der falsche Begriff. Gemeint habe ich die Bügelkupplungen, die ich von Märklin kenne - die verwende ich als Ersatz für die FLM-Profikupplung.

Das Phänomen tritt bei miur nur bei den FML-R1-Radien mit 375mm auf, bei 420mm ist es kein Problem. Kleinere Radien und auch Flex-Gleise nutze ich nicht. Die Anlage ist allerdings nicht sehr gtroß (3x1,60m), ich kann nicht überall R2 verwenden. Es kann auch sein, dass das Gleis an den fraglichen Stellen eben doch seinen Anteil hat - nicht zu 100% exakt gerade montiert etc. Mit den Bügelkupplungen habe ich das Problem jedenfalls in den Griff bekommen.

Was die Wagen betrifft: an der FLM BR65 sind es alte FLM-Güterwagen mit Metallrahmen ohne KKK. An der Roco V100 sind es dreiachsige Roco-Umbauwagen. Mit vierachsigen FLM-Umbauwagen tritt das Problem nicht auf. Es ist halt eine Frage der Kombination.

Ich schau mir die Roco-Kupplungen einmal an. Von FLM gibt es nur genau eine Profi-Kupplungslänge.

Es grüßt herzlich
JL7


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RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#6 von sbbfan , 17.06.2025 09:39

Moin Kollegen,
ich verwende die Profikupplung durchgängig und finde diese prinzipiell auch sehr gut.
Aus optischen Gründen ist sie für mich die erste Wahl.
Die oben beschrieben Problem sind mir auch nicht unbekannt!
Meine Lösung ist für diese Probleme ganz einfach:
Ich entferne die zwei Rastnasen am Ende des Schwalbenschwanzes mach aus 0.5mm Lötdtaht eine rechteckige Distanz welche ich über diesen drüber schiebe, ein Tröpfchen Hexenpäpp und dann wird die Kupplung wieder in den Normschacht gesteckt und fertig! Die Distanz ist nur dazu da damit ich auf den richtigen Abstand komme.
Dies muss ich auch immer wieder bei aktuellen Roco Loks machen wie beispielsweise bei einer Re4/4" wenn ich sie mit einer Re6/6 aus gleichem Hause kuppeln möchte. Wenn nicht zieht es einer der zwei Loks die Puffer ab.

Gruß Uwe


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RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#7 von JoWild , 17.06.2025 09:47

hallo
Die Verträglichkeit der starren Kurzkupplungen an starren Deichseln an Drehgestellen kann man etwas verbessern, wenn man die Spurweite der Achsen auf das untere Grenzmaß für des Radrückenflächenabstandes drückt- Damit wird die mögliche Winkelstellung des Drehgestells im Gleis vergrößert. Das gleiche gilt für vorlaufachsgestelle mit starrer Deichsel. Ansonsten widerspricht eine starre Kurzkupplung an starrer Deichsel dem Konstruktionsprinzip, das von Ade (Fa.Röwa) ganz anfang der 1970er präsentiert wurde. Da braucht es eben die unabhängig bewegliche Deichsel.


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RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#8 von Guardian71 , 17.06.2025 11:36

Zitat von JeanLuc7 im Beitrag #5
Von FLM gibt es nur genau eine Profi-Kupplungslänge.


Moin Jean-Luc,

mit dieser Kombination lässt sich auch für die GFN-profi-KK ein längerer Kupplungsstand als mit Fleischmann 6516 erreichen:

https://www.fleischmann.de/fde/produkte/...jk2z_lna4afJ97u
Adapter für Schlitzaufnahme

.https://www.fleischmann.de/fde/6570-profi-kupplungskopf.html
profi-Kupplungskopf mit "Schwalbenschwanz"

Adapter für "Schwalbenschwanz"-Kupplungsköpfe zum Einsatz in NEM-Schächte gibt es leider nur in Kombination mit Roco-KK:

https://www.roco.cc/rde/40287-kurzkupplu...erstellbar.html

Auch für die Zapfenaufnahme gibt es den Adapter leider nicht einzeln, sondern nur in Kombination mit einem Roco-Kurzkupplungskopf:

https://www.roco.cc/rde/produkte/zubehor...nn-modelle.html

Die Kupplungsköpfe Fleischmann-profi, Roco KK und Roco UK mit "Schwalbenschwanz"-Aufnahme sind tauschbar.


Beste Grüße,
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RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#9 von Langsamfahrer , 17.06.2025 12:10

Hallo!

Zitat von Guardian71 im Beitrag #8
Adapter für "Schwalbenschwanz"-Kupplungsköpfe zum Einsatz in NEM-Schächte gibt es leider nur in Kombination mit Roco-KK:https://www.roco.cc/rde/40287-kurzkupplu...erstellbar.html

Es gibt sie auch zusammen mit der Roco Universalkupplung, Artikel 40396 (12 Stück).
Auf der Seite wird auch eine "KK-Sonderaufnahme - 12 Stueck" mit der Nummer 96419 erwähnt, leider bringt die Artikelsuche kein Ergebnis.

Zur Sprachregelung: Auch die Schwalbenschwanz-Aufnahme ist genormt, NEM 363.
Laut NEM soll sowohl der Schacht (nach NEM 362) als auch die Schwalbenschwanz-Aufnahme (nach NEM 363) 7,5 mm vor der Puffer-Ebene enden, darauf dürften also die Kupplungsköpfe ausgelegt sein.
Wenn nun in einem Schacht ein Schwalbenschwanz-Adapter steckt, ergibt sich automatisch ein größerer Pufferabstand - Roco spricht wohl von 1 - 2 mm.

Gute Fahrt!
Jörg


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RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#10 von ekadett , 17.06.2025 12:35

Hallo,
welche 65 ist es? Ist es noch die Alte mit Metallgehäuse?

Zitat von JeanLuc7 im Beitrag #5
Was die Wagen betrifft: an der FLM BR65 sind es alte FLM-Güterwagen mit Metallrahmen ohne KKK. An der Roco V100 sind es dreiachsige Roco-Umbauwagen. Mit vierachsigen FLM-Umbauwagen tritt das Problem nicht auf. Es ist halt eine Frage der Kombination.


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RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#11 von Wiegeventil , 17.06.2025 14:08

Gestern noch im Herunterspulsender ZDFInfo eine Sendung gesehen mit dem Thema "Verlorenes Wissen" …
heute schon bei der Moba aktuell:

Kurzkupplungen, die einer mehr (GFN) oder weniger (Roco et al.) starre Verbindung erzeugen, sind auch explizit nur für Fahrzeuge mit KKK vorgesehen. (Loks ohne diese, dafür aber verlängertem Kuppelabstand mal ausgenommen.)
Umgekehrt übrigens auch: Für Fahrzeuge mit KKK war es eigentlich nie vorgesehen, mit herkömmlicher Bügelkupplunz zu fahren. Denn das erzeugt im Schubbetrieb regelmäßig "Freude". Je enger der Bogenhalbmesser, desto größer die "Freude".


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RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#12 von JeanLuc7 , 17.06.2025 17:12

Salut,

Zitat von Wiegeventil im Beitrag #11
Kurzkupplungen, die einer mehr (GFN) oder weniger (Roco et al.) starre Verbindung erzeugen, sind auch explizit nur für Fahrzeuge mit KKK vorgesehen. [...] Umgekehrt übrigens auch: Für Fahrzeuge mit KKK war es eigentlich nie vorgesehen, mit herkömmlicher Bügelkupplung zu fahren.


Hm. Abgesehen davon, dass zumindest FLM nie kommuniziert hat, dass die Profi-Kupplungen nur für KKK-Fahrzeuge gedacht sind (sie kamen ja bereits 1986 auf den Markt, ein paar Jahre, bevor FLM die ersten KKK-Modelle herausgebracht hat) - wie kuppelt man denn dann korrekt Fahrzeuge mit KKK mit welchen ohne KKK? So, wie ich deinen Beitrag verstehe, geht das offenbar gar nicht...

Bei meiner BR65 kann man bspw. zwar möglicherweise den Kuppelabstand vergrößern, vom Hersteller vorgesehen ist es aber nicht.

Zitat von Wiegeventil im Beitrag #11
Denn das erzeugt im Schubbetrieb regelmäßig "Freude".

Damit habe ich keine Erfahrung, ich fahre keine Züge im Schubbetrieb. Mit den Loks vorne habe ich mit Bügelkupplungen keine Probleme.

Zitat von ekadett im Beitrag #10
welche 65 ist es? Ist es noch die Alte mit Metallgehäuse?

Die BR65 ist eine neuerer Bauart, sie hat schon eine Zapfenkupplung mit NEM-Aufnahme und eine Motorschild-Platine und ein Kunststoffgehäuse, aber erstaunlich viel Blei im Korpus. Es ist aber noch eine Version aus prä-digitaler Zeit. Zwar konnte man den Motoranschluss massefrei machen, aber dafür war weit mehr Arbeit nötig als bei den späteren FLM-Loks, wo nur ein Steg entfernt werden muss. Sie ist ziemlich neu in meinem Fuhrpark - ein günstiger ebay-Kauf, den ich mit einem LokSound 5 ausgerüstet habe.

Ist eigentlich GFN (Gebrüder Fleischmann Nürnberg?) die offizielle Benennung? Oder FLM?

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RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#13 von ekadett , 17.06.2025 17:43

Danke für deine Antwort zur 65. Diese Lok dürfte keine Probleme machen, sie ist etwa zeitgleich zur Profikupplung gekommen.
Deine Wagen mit Metallfahrwerk dürften recht betagt sein (ursprüngliche Kupplung noch eingenietet?), da kanns schon sein, dass es zwickt.

Ganz generell waren die meisten Fleischmann-Fahrzeuge, die zur Einführung der Profikupplung im Sortiment waren, tauglich zur Profikupplung, selbstverständlich auch jene ohne NEM-Schacht. Nur ungünstige Gleiskombinationen und/oder R1 ließen manche Fahrzeuge/-kombinationen nicht zu.
Diejenigen Fahrzeuge, für die keine Profikupplung im Katalog genannt wurde, fielen bald aus dem Sortiment oder wurden überarbeitet (z.B. E10 Bügelfalte, 3-achs Umbauwagen, 221, 103, 218, 151). Bei der 218 war besonders kurios, dass ausgerechnet diese die jüngste Konstruktion im Dieselsektor bei Fleischmann war, hingegen so manch alte Modelle wie die E44 oder E32 Profikupplungstauglich waren.

Fleischmann hat das Kürzel GFN selbst auch verwendet.

Ich rätsele allerdings noch, warum die Roco V100 und Roco Umbauwagen Probleme machen.
Die ersten Serien der Dreichachser hatten noch keine Kulisse, evtl. hast du solche?
Siehe hier: Roco 4605 Kurzkupplungskulisse hakt (40336, 40236)


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RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#14 von Bigboy2 , 17.06.2025 19:16

man kann nicht pauschal sagen, dass ein Kurzkupplungskopf nur mit Kulisse funktioniert. Wenn keine Kulisse vorhanden ist, ist wichtig dass die - drehbare - Deichsle lang genug ist. Grund: im Bogen stellt sich die Kupplung ja radial ein, dazu ergebn sich zwei Parameter: zum einen der Ausschwenkwinkel gegenüber der Fahrzeigmittellinie, zum anderen das seitliche Mass gegenüber der Fahrzeugmitte. Wenn jetzt die Kupplung drehbear, aber sehr nahe an der Pufferbohle angeordnet sit - so wie bei älteren FLM-Fahrzeugen - dann steht diese, wenn sie soweit ausschwenkt dass sie in der Gleismitte steht - in einem viel zu steilen Winkel zur Fahrzeuglängsachse. Das kann die Kullise oder die lange Deichsel des nächsten Fahrzeugs nicht kompensieren - aber eine andere Möglichkeit gibt es nicht, da die KK-Köpfe eine starre Verbindung ergeben. Mit einer Bügelkupplung - oder eine ähnlichen KK, z.B. Märklin - ist das nicht ganz so tragisch, weil hier noch eine geringe Beweglichkeit gegeben ist. Kontrolliere mal die Loks, wie lang die drehbare Deichsel ist ... evtl. kann man das länger machen? Zwei Kupplungssysteme würde ich nicht wollen, da wäre die Märklin-KK die ja kompatibel mit der alten Bügelkupplung ist eine Lösung ...


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RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#15 von JoWild , 18.06.2025 20:42

Hallo.
für die ganz frühen 4-achsigen Umbauwagen gab es schon seit 1975 einen Kurzkupplungsumrüstsatz 4481, der zusätzlich Deichseln und Federn enthielt.

Und das mit dem Schieben von Wagen mit Kurzkupplungsdeichsel und Bügelkupplung funktioniert bei mir auch mit Radius 360 mm (Märklin R1), denn da sorgt die Bügelkupplung für den nötigen Abstand. Da müssen aber an den Deichseln auch die Federn in Ordnung sein. Und übersteile Steigungen hebeln das halt ggf. aus.


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RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#16 von Betulaceae , 19.06.2025 06:57

Zitat von JeanLuc7 im Beitrag #12
Salut,

Zitat von Wiegeventil im Beitrag #11
Kurzkupplungen, die einer mehr (GFN) oder weniger (Roco et al.) starre Verbindung erzeugen, sind auch explizit nur für Fahrzeuge mit KKK vorgesehen. [...] Umgekehrt übrigens auch: Für Fahrzeuge mit KKK war es eigentlich nie vorgesehen, mit herkömmlicher Bügelkupplung zu fahren.


Hm. Abgesehen davon, dass zumindest FLM nie kommuniziert hat, dass die Profi-Kupplungen nur für KKK-Fahrzeuge gedacht sind (sie kamen ja bereits 1986 auf den Markt, ein paar Jahre, bevor FLM die ersten KKK-Modelle herausgebracht hat) - wie kuppelt man denn dann korrekt Fahrzeuge mit KKK mit welchen ohne KKK? So, wie ich deinen Beitrag verstehe, geht das offenbar gar nicht...

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Zitat von ekadett im Beitrag #10
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Moin,

das wundert mich doch ein wenig.
Ich habe die gleiche Lok, Bj 1998, damals analog AC.
Und ich meine die Normschächte sind auf der Befestigung drehbar, also nicht starr.
Meine läuft auf jeden Fall mit stromführender GFN KK gezogen und geschoben völlig entgleisungsfrei,
und das auch schon auf meinen älteren Anlagen noch mit R1 (360 mm) und Steigungen bis 3,5 %.

Vielleicht hat da jemand die Verbindung versteift, um sie mit Bügelkupplungen fahren zu können?

Grüße Birk


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RE: Probleme mit starren FLM-Profikupplungen - zur Info

#17 von JeanLuc7 , 19.06.2025 08:38

Salut,

Zitat von Betulaceae im Beitrag #16
Und ich meine die Normschächte sind auf der Befestigung drehbar, also nicht starr.


Ich schreibe ganz oben genau das:

Zitat von JeanLuc7 im Beitrag #1
Alle Loks, bei denen diese Entgleisungen an unverdächtige Stellen auftraten, haben eine starre Verbindung des NEM-Kupplungsschafts mit dem Drehgestell, also keine echte Kurzkupplungskinematik. Die Kupplung hat dort jweils nur einen Drehpunkt an der Stelle, an der der NEM-Aufnahmeschaft befestigt ist. Und offenbar genügt die Bewegungsfreiheit nicht mehr, wenn daran kurzgekuppelte Wagen mit starrer Verbindung per FLM-Profikupplung hängen.


Zitat von Betulaceae im Beitrag #16
Meine läuft auf jeden Fall mit stromführender GFN KK gezogen und geschoben völlig entgleisungsfrei,

Das freut mich für Dich - bei mir klappt es an drei Stellen mit der Profikupplung nicht, mit der Bügelkupplung hngegen schon.

Grüße. JL7


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