Ich habe eine günstige Roco G10 43221 aus der alten Serie gekauft. Die Lok hat prima Stromabnahme und einen sehr leisen Antrieb. Ich habe zwei Fragen zu dem Modell
1, Meine Lok hat keine Frontkupplung. Dort ist nur ein rechteckiges Loch unter der Pufferbohle. Leider kann ich keine Fotos des Modells mit Frontkupplung finden. Immer nur das "Loch". Aus der Ersatzteilliste werde ich nicht recht schlau was ich suchen muss. Was fehlt mir für eine Frontkupplung (Roco Kurzkupplung mit NEM Schacht oder Schwalbenschwanz)?
2, Der User "Springer" baut den DCC Decoder in seinem Video auf YouTube in den Kessel ein. Mein Kessel ist komplett mit einem Gewicht ausgefüllt. Also habe ich erstmal auf Beleuchtung verzichtet und den Zimo MX630 Decoder quer über den Motor gesetzt. Ist knapp aber es geht. Aber wie bekomme ich zumindest den hinteren Teil Gewichts aus dem Kessel ohne all die Anbauten zu ruinieren?
Ich hoffe zu diesem alten Modell gibt es sehr viele Besitzer und dazu Erfahrung.
Zu 1.) mit etwas Basteln lässt sich in den vorderen Kupplungsschacht die Fleischmann 6575-Aufnahme einsetzen. Dafür gibt's dann diverse Kupplungen. Zu 2.) Vergiss es, zerstörungsfrei geht das praktisch nicht. Wenn beim Schütteln kein leises Klappern aus dem Kessel zu hören ist ist da alles verklebt. Auch das Führerhaus ist je nach Baujahr verklebt. In meiner sitzt genau wie in der 58er ein D&H PD10mu, damit gibt es keine Platzprobleme. Der passt ganz entspannt in den Tender und hat ohne Einstellorgien sehr ordentliche Laufeigenschaften.
Schau dir diese Variante an https://www.youtube.com/watch?v=TMn277P4tqc Die habe ich als Vorbild bei meiner G10 mit einem Appel 2025ziger Decoder realisiert - zusammen mit SMD Beleuchtung für vorn und hinten. Geht recht entspannt und sieht fummliger aus als es in Wirklichkeit ist
Eiliges ist selten wichtig / Wichtiges ist selten eilig
Danke für die schnellen Antworten. 1. Die GFN Kupplung 6575 verstehe ich nicht. Sie benötigt doch eine vertikale Achse. Ich habe dort nur ein rechteckiges Loch. 2. Ok, dann lass ich den Decoder im Tender und zieht die Strippen zur Beleuchtung in die Lok. Die Lösung im Kessel sah noch entspannter aus. Aber das geht auch :-)
Der Appel ist ein guter Dekoder, kommt bei mir aber nur noch in Modellen mit dreipoligen Motoren zum Einsatz. Der ist ein echter Dreipoler-Spezialist. Bei Roco hat der D&H die feineren Laufeigenschaften und ist nochmals etwas kleiner.
zur Frontkupplung - im Ersatzteilblatt findest du auf der 2. Seite rechts unten die Abbildung des Zurüstsackerls 29, dort sind die Kupplungen abgebildet.
Ich habe Rocos ÖBB 657.2770, eine G10 die nach dem Krieg in Österreich blieb. Im Tender passt problemlos ein MX658 rein, dazu habe ich vom Kohleneinsatz 2 mm abgefräst. Den Lautsprecher habe ich in die Rauchkammer gesetzt und im Kessel findet auch ein ordentlicher Pufferkondensator Platz. Dazu schraubst du den Kessel vom Rahmen. Wenn ich mich recht erinnere ist auch das Kesselgewicht von unten mit einer Schraube fixiert. In den Kessel kommst du am besten indem du die Rauchkammertür vorsichtig abhebelst, dann kannst das Gewicht nach vorne rausfallen lassen.
Zitat von faraway im Beitrag #42. Ok, dann lass ich den Decoder im Tender und zieht die Strippen zur Beleuchtung in die Lok. Die Lösung im Kessel sah noch entspannter aus. Aber das geht auch
Wenn du in der Lok nur die normale, optimalerweise auf LED umgerüstete Beleuchtung belässt brauchst du beim Dekoder im Tender nur eine oder zwei Leitungen zusätzlich zu den Kontakten in der Kupplungsdeichsel. Bei Dekoder in der Lok werden es mindestens zwei mehr. Ich versuche bei Roco-Loks grundsätzlich den Dekoder in den Tender zu bekommen was mir bisher auch immer gelungen ist. Das Zerlegen des Kessels etc. ist da immer etwas haarig bis unmöglich. Auch bei Lokomotiven wo nach Ersatzteilblatt z.b. der Stehkessel als Ersatzteil einzeln aufgeführt ist, also auch demontierbar sein sollte, war oft genug alles bombenfest verklebt. Erwarte übrigens mit Tender vorraus keine enormen Zugkräfte, konstruktionsbedingt sind die Tenderantriebe da etwas schwach auf der Brust, gerade die kurzen dreiachsigen Tender.
ich habe 2 Roco 57er für Mittelleiter-Betrieb (analog). Die erste habe ich umbauen lassen und die zweite deutlich später selber umgebaut. Der Umschalter liegt im Kessel der Lok. Den Kessel kann man abnehmen vom eigentlichen Fahrwerk und dann den hinteren "Deckel" abnehmen und von dort den Baustein einfädeln.
Meine Loks haben vorne fahrtrichtungsabhängige Beleuchtung und zum Tender gehen nur 2 Kabel über die Kupplung zum im Tender verbauten Motor und auch zur hinteren Beleuchtung.
Anstelle des analogen Bausteins für Wechselstrombetrtieb., sollte da auch ein Digital-Dekoder hinpassen
Zitat von Railstefan im Beitrag #10Den Kessel kann man abnehmen vom eigentlichen Fahrwerk und dann den hinteren "Deckel" abnehmen und von dort den Baustein einfädeln.
Aber leider klappt das nicht immer. Bei insgesamt drei digitalisierten und in dem Kontext zerlegten waren bei zweien Kessel samt Stehkesselrückwand und Führerhaus zu einer monolithischen Einheit verklebt, und zwar ab Werk. Bei der dritten ließ sich das zwar zerlegen, aber trotzdem ist um den Kabelwust zwischen Lok und Tender klein zu halten (eine Ader für die Beleuchtung, zwei 1N4148 erzeugen Dekoder-Plus in der Lok) der Dekoder im Tender geblieben. Warum das manchmal verklebt und manchmal nicht verklebt ist kann ich nicht nachvollziehen, scheint ausgewürfelt zu sein.
Mein G10 ist auch so eine "verklebte" Version. Da hilft nur Trennscheibe oder Decoder im Tender lassen. Offensichtlich gibt es beide Versionen. Der User Springer hats mit der freundlicheren Version vorgeführt. Das was der Anlass zu meiner ersten Frage.