Ich habe eine Lok mit einem Märklin Art. 161 447 = Werkdecoder verbaut (21polig, mfx-format). Es ist eine Re 421 Cargo aus der Packung 29483 . Ich habe an Decoder plus und minus eine Ladeschaltung von Schumo (hier aus dem Forum) angemacht. Die Ladeschaltung funktioniert, der Elko von 2,7V ist einer der von Schumo vorgeschlagen wurde und liefert nach Stromabschaltung an Decoder plus und minus auch Spannung. Allerdings wird der Decoder der Lok nicht gepuffert, obwohl die Spannung vorhanden wäre: Die LED löschen bei Ausschalten des Stroms sofort.
Nun, von den Einstellungen her habe ich die Analogkonfigurationen (AC und DC) bereits über die mfx Oberfläche der CS2 ausgeschaltet, was ja auch empfohlen wird. Aber immer noch "akzeptiert" der Decoder der Lok die Pufferspannung nicht.
Gibt es hier Experten, die Wissen, ob und wie dieser Märklindecoder eingestellt werden muss, dass er Pufferspannung "annimmt"?
Du schreibst etwas von 2,7V-Elko, also vermutlich ein Goldcap. Die Ladeschaltung hat also vermutlich auch einen entsprechenden Ab- bzw. Aufwärtswandler. Wie hoch ist die an den Dekoder gelieferte Spannung bei fehlender Gleisspannung? Unter ca. 8-10V stellen sich die meisten Dekoder tot.. Ebenso ist die Kapazität des Goldcaps relevant, aufgrund des vergleichsweise hohen Innenwiderstandes ist gerade wenn die Spannung hochgesetzt wird die Strombelastung ziemlich hoch, von 2,7 auf 16V ist der Faktor knapp 6, um den gleichen Faktor ist der Strom größer als der von der Lok aufgenommene. Bei 200 mA für die Lok sind das also 1,2A am Goldcap. Der ist, wenn er nicht eh in die Knie geht, dann in Sekundenbruchteilen leer, abhängig von der Kapazität. 1F heißt bei einem A Strom sinkt die Spannung um 1V/Sekunde, der Wandler versucht das auszugleichen und der Strom steigt noch weiter.. 0,5 s Pufferzeit bei laufendem Motor sind so maximal drin. Bei kleineren Kapazitäten geht das entsprechend schneller, ein 0,1F Goldcap reicht gerade mal so zum Entflackern der Beleuchtung. Wandlerverluste (~20-30%) sind bei der überschlägigen Betrachtung nicht berücksichtigt... Ansonsten in der Dekoder-Anleitung nachsehen ob Einstellungen zur Reaktion bei Ausfall des Gleissignals vorhanden sind. Oft sind da Einstellungen im Sinne von Stop bei mehr als x Sekunden/Millisekunden.. vorhanden.
Ich messe nach dem Ausschalten des Stroms leicht über 10V zwischen Decoder + und -. Also grundsätzlich funktioniert die Schaltung und stellt Spannung zur Verfügung. Aber diese Spannung wird gar nicht gebraucht. Der Decoder nimmt sie nicht an.
Die Frage ist nun, ob er das bei mehr Spannung tun würde, oder ob es eine Einstellung gäbe, oder ob man gar nichts machen kann, weil es der Decoder grundsätzlich nicht zulässt.
Ich habe jedenfalls schon viel ältere Decoder als diesen mit Pufferspeicher versorgt. Die von Dir erwähnte Lötbrücke... davon habe ich nichts gelesen, kannst du mir das erklären?
Zitat von swisstrain im Beitrag #4Ich messe nach dem Ausschalten des Stroms leicht über 10V zwischen Decoder + und -.
nicht alle Stifte der Lokplatine oder der Decoderplatine einer mtc-Schnittstelle sind immer durchkontaktiert? Du kannst also im Prinzip GND an den entsprechenden PIN anlegen. Aber, wenn die entsprechende Buchse dieses Decoders gar nicht mit Decoder-GND (hinter Diodenbrückenschaltung) verbunden ist, kommt nichts an. Du müsstest dann Decoder-GND auf diesem Decoder finden und neben der mtc-Schnittstelle mit der Pufferschaltung verbinden oder die fehlende Verbindung auf dem Decoder ergänzen. Probier vorher einen Decoder mit mtc in dieser Lok aus, bei dem Du sicher bist, dass das Puffern über die mtc-Schnittstelle in einer anderen Lok schon funktioniert hat.
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Das wäre dann ein Beispiel für eine Normabweichung, oder? Genau das werde ich tun. Die BR103 im ähnlichen Alter aber mit Sound habe ich mit eier Fischerladeschatung das gewünschte Verhalten erzielt.
Zitat von swisstrain im Beitrag #6Das wäre dann ein Beispiel für eine Normabweichung, oder? Genau das werde ich tun. Die BR103 im ähnlichen Alter aber mit Sound habe ich mit eier Fischerladeschatung das gewünschte Verhalten erzielt.
na ja, wenn eine Option weggelassen ist, muss es keine Normabweichung sein, wenn die Norm das nicht explizit ausschließt.
Ich würde aber z.B. besser keine Experimente mit Decodern aus Loks mit Sinusmotoren etc. machen...
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Ich habe nun mal mit einem anderen Decoder probiert und ansonsten nichts geändert. Mit dem ESU LokPilot5 basic hat es sofort funktioniert. Es liegt also am Märklin Werkdecoder (siehe oben) der das Puffern nicht erlaubt.
Kann man da noch etwas machen oder können die Decoder aus dieser Generation dies einfach nicht?
Den Originaldecoder habe ich überprüft: Decoder + und - sind korrekt mit den Pins von 21mtc verbunden, habe die entsprechenden Enden der Dioden mit den Pins "durchgeläutet".
Hast du dir inzwischen die Anleitung des Dekoders besorgt und nach entsprechenden Hinweisen zum Betrieb mit einem Pufferspeicher durchsucht? Die ist im Zweifelsfall die Referenz. Eventuell ist nur eine Konfiguration anzupassen.
es kann sein, dass das ein Dekoder ohne DC-kompatibilität ist? Wenn per MFX DC angeblich aktivierbar ist, dann auch überprüfen, ob das Modell mit DC überhaupt fährt. Wenn es nicht mit DC fährt, nützt die Pufferung auch nichts.
ich habe den gleichen Verdacht bei meiner Nachrüstung des Märklin Originaldecoders mit der Fischer Ladeschaltung und 1100µF. Ich habe es ebenso über die Pins des Schnittstellensteckers angeschlossen. Habe leider keinen anderen Decoder um die Funktionalität zu prüfen. Eine detailierte Anleitung des Decoders gibt es natürlich nicht, ist ja kein Nachrüstdecoder. Man kann zwar CV's setzen (Seite 6, CV 260) um das Puffern nur auf Motor zu beschränken, macht aber keinen Unterschied..steht ja auch da nur für Spur 1 und bestimmt nur für den Original Nachrüstpufferspeicher über SUSI?.
Wo genau müsste ich denn da puffern? Ist das auf der 21mtc schnittstelle ein definierter pin?
lg alex
Moin Alex, ich kenne nur die ESU Decoder, da gibt es in den Gartenbahnforen entsprechende Hinweise (Anlöten direkt am Decoder). Zur 21mtc Schnittstelle kann ich leider nichts sagen, da ich diese nicht kenne. Aber der 2. Pufferkreis liegt normalerweise nicht auf irgendeiner Schnittstelle.
Schöne Grüße Johannes
Spur G im Garten, H0m/H0 im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail auf RasPi, Manhart-Funky und RocoWLM.
Was ist das für eine Lok? Werksdekoder der letzten 5-6 Jahre sind mSD3 Dekoder. CV260 aufwärts steht eindeutig nur für Spur 1 drin.
Gruss
Stephan
Hallo Stephan, es ist eine neue 37087.
Vor dem Kauf hatte ich auch beim Märklin Support angefragt ob man denn einen Pufferspeicher nachrüsten könnte. Eine Antwort blieb man mir leider schuldig.
hier ist der Anschluß von Pufferkondensatoren bei einem ESU Lopi am mtc21 beschrieben. Ein Kondensator an U+ und GND und eventuell zusätzlich noch ein kleinerer an +5V und GND (Prozessorpufferung).
Wenn ein Selbstbau-Powerpack (oder einfach nur ein Elko) an U+ und GND angeschlossen wird, puffert das auch. U+ wird direkt von der Gleisspannung (durch Gleichrichtung) gewonnen. Alle anderen Spannungen auf dem Decoder werden daraus erzeugt. Solange die Energie ausreicht, um U+ über einem bestimmten Schwellwert zu halten, muss der Decoder funktionieren.
Das speziell von ESU angebotene Powerpack ist steuerbar und wird zusätzlich an AUX9 oder AUX7 (Powerpackcontrol oder Charge) angeschlossen. Darüber kann es vom Decoder aus gesteuert werden (AN/AUS) und die Überbrückungszeit kann über ein CV eingestellt werden (natürlich nur im Rahmen der gespeicherten Energie).
In deiner Lok Re 421 Cargo aus der Packung 29483 dürfte noch kein mLD/3 bzw. mSD/3 Decoder verbaut sein. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Wenn ein Kondensator (2200µF oder größer) an U+ und GND an einem mSD/3-Decoder nichts bewirkt, dann könnte es höchstens sein, dass Märklin bei fehlendem Gleissignal die Ausgänge abschaltet, obwohl noch genug Pufferspannung da ist und damit die Pufferung nur funktioniert, wenn ein steuerbares Märklin-Powerpack angeschlossen ist. Eventuell ist das Verhalten vom Stand der Firmware abhängig. Laut Bedienungsanleitung zum Powerpack 60974 muss der Firmwarestand des Decoders 3.2.0.1 oder höher sein, damit das Powerpack funktioniert.
Da ich keine passenden Decoder da habe, kann ich das gerade nicht prüfen.
der ursprünglich von Alex (swisstrain) benutzte Dekoder, den er gegen einen Lopi 4 tauschte, ist ein mfx-Dekoder der frühen Generationen (2011 gab es noch keinen mld/3). Oder beziehst Du Dich auf etwas Anderes?