Ist halt auch eine Frage der im Kunststoff enthaltenen Weichmacher. Aber das hat schon auch was mit Umwelteinflüssen (Temperaturen, UV-Strahlung, Luftfeuchtigkeit etc.) zu tun. Wenn es damit nichts zu tun hätte, frage ich mich, warum bei einigen die Geländer mittlerweile zerbröselt sind und bei anderen nicht. Bei mir sind sie jedenfalls absolut makellos und auch durchaus belastbar. Hab das gestern mit etwas Fingerdruck getestet. Und zwar für die verbauten als auch für die verpackten. Da ist nichts gebrochen.
Märklin hat ja anfänglich alle Gehäuse aus Kunststoff hergestellt. Und die Loks sehen auch heute noch - nach teilweise 30 und mehr Jahren - gut aus. Da würde es mich doch schon arg wundern, warum ausgerechnet die Geländer aus so minderwertigem Kunststoff gefertigt sein sollten, zumal es ja nicht die einzigen filigranen Kunststoffteile an den Spur-1-Loks sind.
Ach so, falls jemand nachfragen sollte. Ich habe die Lok tatsächlich bei besagter "Lok-Apotheke" in Aichtal gekauft. Herr Schäfers war sehr nett und wir haben uns gut unterhalten. Kann man also aus meiner Sicht durchaus empfehlen, wenn man Artikel kaufen möchte, die nicht mehr verfügbar sind aber trotzdem noch in einem Neuzustand sein sollen. Er hat mir auch ein paar Personenwagen von Märklin gezeigt. Alle waren absolut top und unbespielt. Also genau das Richtige für mich, den schon kleinste Kratzer und Macken ärgern.
Zitat von dtp im Beitrag #51Ist halt auch eine Frage der im Kunststoff enthaltenen Weichmacher.
Hallo,
Nein, Kunststoffe die für Modellbahnen verwendet werden enthalten keine Weichmacher. Es ist auch keine Frage der "Wertigkeit" des Kunststoffs. Das Problem hat vielfältigste Ursachen, die sich keinesfalls immer identifizieren lassen. Dazu gehören (unvollständige Aufzählung) Spritzparameter, Trocknung des Granulats, Anteil des Regranulats, Farbstoffe, Trennmittel. Obwohl das Thema inzwischen Fachbibliotheken füllt, darf sich nicht der Illusion hingeben, das Thema sei so erschöpfend erforscht als das man das Problem für die Zukunft ausschließen könne, wenn man nur sorgfältig arbeitet. Dazu trägt auch bei, dass es sich um langfristige Prozesse handelt, die sich teilweise nicht simulieren lassen. Versprödeter Kunststoff ist ja keinesfalls auf Modellbahnen beschränkt. Es dürfte kaum ein Auto über 10 Jahren geben, dass nicht irgendwo Bröselteile verbaut hat.
Zitat von Dölerich Hirnfiedler im Beitrag #53Es dürfte kaum ein Auto über 10 Jahren geben, dass nicht irgendwo Bröselteile verbaut hat.
Mich würde es eher wundern, wenn es solche Autos aus den letzten 10 bis 20 Jahren gäbe. Wenn Kunststoffe bereits nach 10 Jahren bröseln sollten, insb. in einem PKW, dann wäre das ein No-Go. Ich habe Fahrradkomponenten (z.B. Fahrradcomputer, Bremsenverschalungen etc.) aus Kunststoff, die deutlich älter und immer noch makellos sind. Auch die Kunststoffgehäuse von z.B. alten PC-Monitoren und Druckern altern da nicht großartig. Aber wir brauchen hier auch nicht über Kunststoffe zu reden. Ich persönlich mache mir da keinen Kopf drum.
Und die Personenwagen von Märklin in Spur 1 sind ja auch fast alle aus Kunststoff und immer noch tadellos.
Zitat von Dölerich Hirnfiedler im Beitrag #53Es dürfte kaum ein Auto über 10 Jahren geben, dass nicht irgendwo Bröselteile verbaut hat.
Mich würde es eher wundern, wenn es solche Autos aus den letzten 10 bis 20 Jahren gäbe. Wenn Kunststoffe bereits nach 10 Jahren bröseln sollten, insb. in einem PKW, dann wäre das ein No-Go. Ich habe Fahrradkomponenten (z.B. Fahrradcomputer, Bremsenverschalungen etc.) aus Kunststoff, die deutlich älter und immer noch makellos sind. Aber wir brauchen hier auch nicht über Kunststoffe zu reden. Ich persönlich mache mir da keinen Kopf drum.
Hallo,
Schraubst Du an Autos? Sicher nicht. Sonst würdest Du Dich nicht zu solchen Aussagen hinreißen lassen. Das Teile degradiert sind, merkt man nämlich regelmäßig erst bei der Demontage. Natürlich bröseln von zehntausenden Teilen eines Autos nur ein ganz kleiner Anteil. Aber wenn man den Stellmotor der Luftklappe* mit dem Staubsauger entsorgen kann, dann hat man ein kleines Problem. Wenn man aber ein versprödetes Thermostatgehäuse aus Kunststoff hat, dessen Trümmer sich im Kühlwasserkreislauf wiederfinden dann hat man ein richtig teures Problem**.
Du kannst natürlich versuchen dem Problem mit Ignoranz zu begegnen. Ob es nicht sinniger ist, sich damit vorher zu beschäftigen und nicht erst wenn man den Besen rausholt, ist sicher eine Frage persönlicher Perspektive. Aber Du wirst Dich mit dem Thema noch beschäftigen. Versprochen.
Zitat von Dölerich Hirnfiedler im Beitrag #55Aber Du wirst Dich mit dem Thema noch beschäftigen. Versprochen.
Jetzt lass mal langsam gut sein. Zur Not verticke ich den Krempel halt wieder. Ich verschleiße auf jeden Fall deutlich mehr als die Kunststoffe von Spur-1-Loks.
Am besten, ich fotografiere die Bühnengeländer und erstelle mir CAD-Zeichnungen, um sie bei Bedarf auf einem 3D-Drucker ausdrucken zu können.
Beim Kroki zerbröseln die ganzen Stangen auf alle Fälle schon vom Ankucken! Deshalb habe ich diese auch dann aus Messing gebaut... Ich mach mir um meine Messing-Modelle wesentlich mehr Sorgen als um die alten Märklinklöpfer! Bei der von mir bereits gezeigten Kiss BoBo (Bj. 2013 fallen die Lampengläser und die Eckfenster raus... Bei den alten Märklins ist viel mehr das Thema dass die Scheiben vergilbten, wie bei der 218er!
Du meinst in Frage gestellt, oder? Außer Frage gestellt hieße ja, dass es definitiv so ist.
Mehr als einen Belastungstest kann ich nunmal nicht machen. Für eine chemische Analyse müsste ich ein Geländer zerlegen. Dass die Dinger filigran sind und schnell brechen, wenn man z.B. beim Anheben der Lok dagegen kommt, dürfte klar sein, aber sie zerfallen definitiv nicht gleich zu Staub. Auch nicht nach 10 oder 20 Jahren. Ich würde halt vermeiden, eine solche Lok zu viel im Freien zu betreiben. Schon gar nicht bei zu starkem Sonnenlicht in großer Hitze oder im Winter bei starker Kälte.
Zitat von Dölerich Hirnfiedler im Beitrag #50 Bröselkunststoff ist über alle Marken hinweg ein Dauerthema in diesem Forum und kaum ein Modellbahner ist ohne Verluste.
Viel Glück!
mfg
D.
Das kommt mir wirklich wie Panikmache vor. Ich habe im Laufe der Jahrzehnte mehrere tausend Lokomotiven und Waggons unterschiedlichster Marken und Materialien zu meiner Sammlung hinzugefügt und nie ein einziges Problem wie das von Ihnen beschriebene gesehen. Das erscheint mir wie Unsinn.
Natürlich beweisen einige Beispiele absolut nichts. Wie gesagt, ich habe noch viele weitere Beispiele, bei denen daran nichts auszusetzen ist.
Und ja, ich kenne die Zinkpest und habe leider auch Exemplare davon in meiner Sammlung. Daraus schließe ich, dass die Plastikpest weitaus seltener vorkommt.
Natürlich beweisen einige Beispiele absolut nichts. Wie gesagt, ich habe noch viele weitere Beispiele, bei denen daran nichts auszusetzen ist.
Und ja, ich kenne die Zinkpest und habe leider auch Exemplare davon in meiner Sammlung. Daraus schließe ich, dass die Plastikpest weitaus seltener vorkommt.
Gruss Fred
Irrtum; sprödes Plastik kommt sehr oft vor und zwar in allen Bereichen des Lebens.
Zitat von X2000 im Beitrag #65Irrtum; sprödes Plastik kommt sehr oft vor und zwar in allen Bereichen des Lebens.
Das hängt aber auch von der Art des Kunststoffes ab. Es gibt genügend Beispiele, wo Kunststoffe über extrem viele Jahre sogar starken Beanspruchungen standhalten. Nimm nur mal die meisten Handwerkzeugmaschinen und Wechselakkupacks. Fast alle haben seit zig Jahren hochwertige Kunststoffgehäuse.
Und um noch mal zum eigentlichen Thema zurückzukommen. Ich wette, dass die Bühnengeländer und die feinen Fahrwerksteile (Bremsanlage) meiner E 60 auch in zehn Jahren noch heile sind, sofern sie nicht durch Unachtsamkeit beschädigt wurden.
Hallo Plaste-Geschädigte Ich habe seit 1984 M-Krokos in meinem Lokbestand. Bald nach Kauf und Verwendung sind an allen vier Ecken die Umläufe und Geländer zerbröselt. Auch deshalb weil bei der Teppichbahn diese Teile genau mit den Zehen kollidieren wenn mal die Kinder zwischen den Zügen umherlaufen. Oftmals Kleben bis zum umfallen und damit die Teile verunhässlichen. Nach Jahren der Tatsache dass diese Teile - weil sie halt als Spielzeug tituliert sind und offenbar an deren Enden keine Verlezungsgefahr ausgehen darf- Habe ich die Teile einfach aus Neusilber gießen lassen. An zwei Krokos von mir sind die seit Jahren verbaut, richtig bemalt und funktionieren hervorragend. Einen Teile habe ich mal versucht mutwillig abzubrechen, genaz 13 Male musste ich die biegen um dies zu schaffen. Damit war klar, in meinem Leben werden diese Teile nicht mehr kaputt gehen. Guckt ihr Bilder. L.G.( Dafür ist die Verlezungsgefahr bei Kleinkindern akut). Aber meine sind mittlerweile weit über 40ig, die laufen nicht mehr mit nackten Füßen umher....
Das scheint eine Qualitätsfrage, so wie beim Zinkdruckguss im übrigen auch, zu sein. Ich habe (wenn auch nicht in Spur 1) etliches an Modellbahn aus Plastik, das teils in die 50er Jahre hineinreicht.
Manche Stücke ohne jeden Fehler, andere mit definitiv aufs Material zurückzuführenden Beschädigungen. Kesselwagen, die zur Mitte hin einfallen, Versprödung. Manche Kunststoffe werden mit dem Alter auch weich statt spröde (beides ungut)
Was ist denn mit den filigranen Schraubkupplungen? Die sind ja bei Märklin auch schon seit zig Jahren aus Kunststoff, oder? Und teilweise werden die ja über viele Jahre zum Koppeln der Züge verwendet.
Zitat von dtp im Beitrag #60Dass die Dinger filigran sind und schnell brechen, wenn man z.B. beim Anheben der Lok dagegen kommt, dürfte klar sein, aber sie zerfallen definitiv nicht gleich zu Staub.
Hallo,
Nein , das ist keinesfalls klar. Denn genau das ist das Problem. In der Regel sollte so ein Teil wie das Bühnengeländer (wenn nicht aus Blech) aus einem dauerhaft schlagzäh eingestellten Kunststoff gefertigt sein, der eben auch nach Jahren nicht bricht. Den man verbiegen kann, der sich vielleicht bei Misshandlung weiß verfärbt, der aber nicht bricht. Und genau deshalb habe ich auf die Problematik bei exakt diesem Modell hingewiesen.
Ein ähnliche geformtes Geländer hat die Lok Märklin 5720. Obwohl die Modelle jetzt oftmals über 50 Jahre alt sind, wirst Du kaum beschädigte Geländer finden. Weil der Kunststoffblend eben richtig formuliert ist. Nicht jedes Kunststoffteil geht in überschaubarer Zeit kaputt. Die ältesten Märklin-Loks mit Kunststoffgehäuse sind jetzt problemlos über 70 Jahre alt. Aber Du wirst hingegen kaum einen Wagen 4712 aus den 1990ern finden der nicht bröselig ist. Und niemand der orientiert ist, wird eine ROCO IORE Erzbahnlok heute noch durch spreizen des Gehäuses öffnen*.
Na ja, für mich sind das ja in erster Linie Vitrinenmodelle, die ich gelegentlich mal fahren lasse. Aber ich behandle die schon wie rohe Eier, wobei ich die mittlerweile den Modellen beiliegenden, weißen Handschuhe doch für etwas übertrieben halte, denn die verwendeten Lackierungen sind schon sehr widerstandsfähig.
... es ist nun mal Fakt dass bei den alten Märklin Krokis die ganzen Griffstangen sich in Krümel verwandeln! Ob das jetzt am Werkstoff oder an Spritzparametern liegt hilft uns Kunden nicht weiter. Die blöden Dinger gibt es nur von einem Drittanbieter, von Märklin kommt da schon lange nix mehr...
Meine habe ich aus 1mm Messing gemacht. Die ganzen Flansche waren die weitaus größere Herausforderung.
Aus dem alten Lökli lässt sich aber noch ne ganze Menge rausholen.... Holzboden, bisschen Farbe an die Instrumententafel...
... oder das halb geöffnete Fenster in der FS Türe...
Ich hätte da noch mal eine andere Frage. Kürzlich war ich wegen einer Garantiereparatur meiner BR 18 314 bei Märklin in der Fundgrube. Dort werden ja unter anderen auch immer mal wieder Spur-1-Modelle und -Schienen mit kleinen Fehlern zu vergünstigten Preisen angeboten. Man findet nur nichts über diese Angbote im Internet. So habe ich z.B. dort eine BR 18 314 (55129) für ca. 2.700,- € gesehen. Märklin selbst gibt auf seiner Homepage an, dass die Lok werkseitig ausverkauft sei. Ich finde es irgendwie schade, dass sie die Angebote der Fundgrube nicht irgendwo online listen. So oft kommt man da ja nun auch wieder nicht vorbei. Und einfach mal so auf Verdacht hinzufahren, lohnt sich nicht für jeden. Gibt es irgendwo eine Online-Liste der in der Fundgrube angebotenen Modelle?
Hallo, die Preisentwicklung bei Märklin Spur1 Gebrauchtware ist schon bemerkenswert. 2022 im Januar wurde der Rheingold Großraumwagen 58096 in der Bucht von einem gewerblichen Verkäufer für 339€ angeboten und ging wie Sauerbier. Ab ca. Mitte 2022 war plötzlich der Markt leergefegt, und das nicht nur bei diesem Wagen. Auch Loks der älteren Serien, die vorher sehr oft in der Bucht zu sehen waren, wurden kaum angeboten, oder nur zu deutlich höheren Preisen. Diese Tendenz gilt auch heute, und ich kann mir nicht erklären warum. Noch 2021 habe ich die Startpackung 55028 mit der T3 mit Sound und MS2 mit Gleisoval und Weiche ladenneu für 630€ bekommen. Heute kaum Angebot, und wenn, dann nicht unter 900€. Selbst Standardware von Maxi ist deutlich teurer als noch vor 3 Jahren. Noch ein Beispiel, die Oswald-Köf2 (DCC/Lenz Decoder) Packung mit Wagen, die nicht so beliebt ist, gab es 2021 für ca.400€ und jetzt nicht unter 600€. Gut für Verkäufer, nicht so gut für (unter anderem) Neueinsteiger. Schönen Abend noch Jan