Hallo liebe Leute, Kurt Eva hat sich sehr gut zu dem Thema Digital/Analog geäußert. Er hat geschrieben: Im Digitalbetrieb kann man zusammen mit einer PC-Steuerung mehr Züge gleichzeitig fahren lassen, ohne sie selbst aktiv steuern zu müssen. Das mag durchaus so sein, jedoch bei mehr als einem Zug mit 3-4 m Länge und dem dazugehörigen Rollgeräusch geht meines Erachtens schnell die Übersicht verloren. Wenn dann noch eine weitere Lok gleichzeitig mit Sound unterwegs ist, tritt bei mir schnell der „Genervt-Effekt" ein. Auch habe ich den Eindruck, dass das Spielerlebnis des Fahrens in den Hintergrund gedrängt und das Programmieren und Testen usw. als weiterer Teilaspekt des Hobbys in den Vordergrund rückt. Eine Entschleunigung als Ausgleich zur täglichen Hektik erscheint mir mit dem zusätzlichen Aufgabenbereich und auch Mehraufwand bei der Digitalisierung und dem ganzen Drumherum schwer vorstellbar — alles unter dem Gesichtspunkt meiner Anlagengröße betrachtet. Nur für Testzwecke kann ich das Diesel Bw und den Nebenbahnhof auf Digitalbetrieb zum Steuern der Loks umschalten. Hiervon habe ich bis heute keinen Gebrauch gemacht, da es mich nicht reizt, obwohl ich vier digitale Dampflokomotiven besitze. Auf Dampf aus den Dampferzeugern kann ich in einem geschlossenen Raum ebenso verzichten wie auf die Betriebsgeräusche. Letztere empfinde ich als Katastrophe (ohne Volumen) und die weißen LEDs in Fahrzeugen der Epochen bis IV weit von einer authentischen Signalisierung entfernt.
Soweit sein Bericht. Ich kann ihm dazu nur uneingeschränkt beipflichten. Auf meiner Anlage gibt es sowohl Digital als auch Analog Betrieb. Ein kleiner Straßenbahnbetrieb mit 8 Triebfahrzeugen wird mit einer Fleischmann Multimaus gefahren. Der größte Teil der Anlage mit 22 Gleisen im Schattenbahnhof wird ganz herkömmlich über abschaltbare Gleisabschnitte analog gefahren. Ich empfinde es schon immer als lästig, auf der Multimaus nach dem gewünschten Fahrzeug zu suchen. Diese Sucherei stelle ich mir manchmal bei 4 gleichen Triebfahrzeugen vor. Ich habe den Rennsteigbahnhof im Thüringer Wald nachgestaltet. Für einen ordentlichen Betrieb bedarf es schon mehr als einer BR 94. Bei mir sind es 4 Stück. Selbst wenn man allen vieren eine andere Betriebsnummer verpasst, hilft das nicht wirklich. In vielen Bereichen sind sie außerhalb der Lesbarkeit. Also jedes Mal nach einer längeren Betriebspause der Versuch, welche Lok ist denn nun welche. Oder soll ich den Loks extra große Schilder aufkleben? Im Allgemeinen kann man doch, um die Züge in Ruhe betrachten zu können, sowieso nur mit einem Zug/Lok gleichzeitig fahren. Also, schauen auf welchem Gleis steht die Lok, auf dem Gleisbildstellpult das Gleis einschalten und losfahren. Fertig. Und nicht erst lange auf dem digitalen Eingabegerät herumdaddeln. Eine neue analoge Lok wird einfach auf das Gleis gestellt, und man kann Fahren. Und nicht erst Adressen eingeben und auswählen, Motorwerte einstellen und wer weiß was noch alles nötig ist. Und erst nach stundenlangen Ermitteln der besten Wert das Fahrzeug einsetzen zu können. Oder ist das das neue Hobby? Das würde ich als ausgesprochen traurig und schade empfinden. Und nun zu dem sogenannten Sound. Unsere Umwelt ist doch heute leider immer mehr durch Geräusche sehr stark belastet. Aus diesem Grund empfinde ich es mehr als herrlich, wenn in meinem Modellbahnkeller Gott sei Dank Ruhe herrscht. Geräusche laufen dann bestenfalls bei mir in meinem Kopfkino. Interessant wäre doch mal fest zu stellen, wie groß die Anteile Analog / Digital unter allen Modelleisenbahner sind. Also nicht nur Leute aus diesem Forum. So, nun habe ich genug meine Meinung verkündet. Der alte Peter
Moin Peter, jeden das Seine! Das gilt auch für die Wahl analog oder digital. Wobei ich persönlich digital bevorzuge. Bei dem aktuellen Wetter sitze ich mit einem kühlen Nass im Schatten, die Hände über meinem gut vorhandenen Bauch gefaltet (sofern sie nicht gerade mit der Flüssigkeitsergänzung beschäftigt sind) und schaue meinen 6 Zügen zu, die von "Geisterhand" (lies Rocrail) gesteuert über meine Anlage fahren. Dampfloks haben dabei einen dezenten Sound aktiviert, ansonsten höre ich die natürlichen Rollgeräusche und das Klackern der Schienenstöße (sowie das Stellgeräusch der Weichen).
Schöne Grüße Johannes
Spur G im Garten, H0m/H0 im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail auf RasPi, Manhart-Funky und RocoWLM.
Ich finde es immer wieder betrüblich, wie Modellbahner anderen Modellbahnern ihre Art zu Spielen ausreden wollen. Oft habe ich das Gefühl, dass solche Modellbahner mit der eigenen Wahl hadern und sich nicht trauen, ihrem Hobby noch einmal eine neue Richtung zu geben.
Hallo iwii, ich will auf gar keinen Fall andern Leuten vorschreiben oder empfehlen wie sie ihre Anlage steuern sollen. Umgekehrt schreibt mir aber die Industrie das offensichtlich vor. Und da ärgert mich. Der alte Peter
Hallo Johannes, eigentlich ein ganz anderes Thema. Offensichtlich beschäftigst du dich auch mit LGB. Ich habe eine Gartenbahn draußen im Garten. Und da ärgert mich die blöde Sommerzeit. Ich habe mir mit einem gewissen Aufwand auch eine Beleuchtung in den Fahrzeugen und Gebäuden eingebaut. Und wenn man die endlich genießen könnte, ist es Zeit in das Bett zu gehen. Schei-------- Sollte ich vielleicht noch einmal extra verkünden. Der alte Peter
Hallo iwii, aber ich muss den Dekoder mit bezahlen und brauche ihn nicht. Es gibt auch Aussagen, dass digitale Loks, analog betrieben, nicht so besonders laufen. Baue ich den Dekoder aus, erlischt die Garantie. Das ist auch nicht so besonders. Meine klare Meinung: alle Fahrzeuge ohne Dekoder, aber mit einer vernünftigen einheitlichen Schnittstelle. Das wäre auch für die digitale Welt besser, jeder kann seinen Lieblingsdekoder einsetzen. Und alle wären zufrieden. Aber was ist einheitlich. Darüber ist wohl auch schon mehrfach ein Glaubenskrieg entstanden. Aber das mit den Normen haben wir wohl noch nicht so richtig begriffen. Viele meinen, nur sie haben das Richtige. Der alte Peter
Zitat von leinepeter im Beitrag #7aber ich muss den Dekoder mit bezahlen und brauche ihn nicht.
Ja, das ist heute so. Du kannst auch kein neues Auto ohne Assistenzsysteme mehr kaufen. Ob die Dinge ohne die Sachen tatsächlich billiger wären, ist reines Kaffeesatzlesen. Der Beweis/Gegenbeweis kann schlicht nicht erbracht werden. Entweder man arrangiert sich oder man steigt auf den Gebrauchtmarkt um. Mehr Optionen sehe ich da nicht. Auf dem Thema rumzudenken kostet nur Lebensenergie und ändern kann man es nicht.
Zitat von leinepeter im Beitrag #7Hallo iwii, aber ich muss den Dekoder mit bezahlen und brauche ihn nicht. Es gibt auch Aussagen, dass digitale Loks, analog betrieben, nicht so besonders laufen. Baue ich den Dekoder aus, erlischt die Garantie. Das ist auch nicht so besonders. Meine klare Meinung: alle Fahrzeuge ohne Dekoder, aber mit einer vernünftigen einheitlichen Schnittstelle. Das wäre auch für die digitale Welt besser, jeder kann seinen Lieblingsdekoder einsetzen. Und alle wären zufrieden. Aber was ist einheitlich. Darüber ist wohl auch schon mehrfach ein Glaubenskrieg entstanden. Aber das mit den Normen haben wir wohl noch nicht so richtig begriffen. Viele meinen, nur sie haben das Richtige. Der alte Peter
Hallo Peter,
wenn ich Deine Angaben richtig deute, fährst Du DC/DCC. Dafür gibt es fast alle Triebfahrzeuge analog mit Brückenstecker (wenn es nicht gerade Trix sein muss), die fahren analog, haben keinen Decoder und wenn Du digital fahren willst, steckst Du den Decoder Deiner Wahl für die jeweilige Schnittstelle ein und los gehts. Nur die Adresse musst Du einstellen, sonst fahren alle (wie analog) gleichzeitig. Wo ist also das Problem?
das mit einer einheitlichen Schnittstelle ist halt auch eine Krücke. Da hätte man sich irgendwann auf die 8 polige geeinigt und dann?
Ist wie bei USB da wurde bei dem ersten Typ nach Norm geschrien. Jetzt wurde der Typ C zur Norm ausgerufen. Geladen wird dann magnetisch. Superpraktisch! Schön, dass Normen nicht für die Ewigkeit gemacht sind.