nur mal so nebenbei: ....eine 18.3 mit Langkessel entsteht!

#1 von vps , 27.06.2025 15:58

Anlässlich eines Familienausfluges 1978 zum Hermans Denkmal bei Minden hat unser Sohn darauf gedrängelt, auch den damaligen Pott`s Park in unmittelbarer Nähe zu besuchen. Erstaunt stellte ich fest, dass dort auf dem Gelände eine 18.3 mit einem älteren Speisewagen als Restaurationsmittelpunkt ausgestellt war. Die Lok war zuvor vom BZA in Minden als Bremslok verwendet und nunmehr auf dem Parkgelände abgestellt worden.
Leider wurde die Lok zwar viele Jahre später versucht, in Polen wieder herzurichten, aber die Polen verstanden es wohl nicht........

Mir kam gleich nach eingehender Besichtigung der Lok der Gedanke, diese unbedingt nachzubauen. Da es speziell für diese Baureihe keinen Bausatz gab, musste ich mir die benötigten Bauteile bei Günther und Weinert zusammensuchen. Auch war absoluter Eigenbau bestimmter Baugruppen dabei erforderlich. So kam es, dass ich den Bau der Lok im gleichen Jahr begonnen und auch im Rohbau fertig gestellt habe.
Von der vormals als Basismodell genutzten Liliput 18.3 ist fast nichts geblieben, vieles habe ich mit den Skalpell entfernt und neu geschaffen.

Hier die leicht fotografisch verzerrten Bilder, 1978 mit meiner damaligen Camera aufgenommen.

Die 18.3 Langkessel im Rohbau


Auf diesem Foto fehlen an der Maschine noch die charakteristischen Trittbretter unmittelbar hinter den Außenzylinder. Die Nummer 18 316 ist ein Überbleibsel des Basismodells und wurde später ersetzt.


An dem Liliput Tender wurden enorme Veränderungen vorgenommen. Leider war zur damaligen Zeit eine Digitalisierung noch nicht möglich, wobei im Inneren der Bunkererhöhung viel Platz vorhanden ist. Die Bunkererhöhung entspricht übrigens exakt der für die 18 316 vorhandenen Bauzeichnung. Nach einem Umbau durch das BZA wurden für die Wasserklappen das Öffnungsgestänge installiert und auch von mir nachgebildet.


Leitungsverlauf im Bereich des Führerhauses wurde neu gestaltet und dabei wurde viel Messing verbaut. Liliput hatte damals auf viele Bauteile leider bei der Konstruktion verzichtet


Der Abstand Lok/Tender wurde verringert und eine gut funktionierende KKK wurde dabei verbaut.


Auch auf die in Funktion angedeutete Ölpumpe wurde nicht verzichtet, und war 1978 mit meinen damaligen technischen Mitteln eine absolute Fummelei! Das ganze Gestänge musste einzeln dazu angefertigt werden, da es derartiges noch nicht einmal bei Weinert oder Günther gab. Für das Gestänge der Bremszylinder tut es auch einmal ein Stück Isolierschlauch einer passenden Litze.


Gut sichtbar wurde hier die Kesselverlängerung. Diese entstand durch das Übereinanderlegen von saugfähiger Pappe. Diese wurde dann mit einen Stahlzirkel auf 1mm dicker als der Kessel angerissen. Danach war feilen, feilen und glätten mit Schleifpapier angesagt. Schließlich fügte sich die "Pappe" sehr gut in den Kessel als Verlängerung. Nach dem behelfsmäßigen Verbinden mit den Kessel wurde die saugfähige Pappe mit Sekundenkleber getränkt, um so eine Härte wie Metall daraus zu machen. Der Rest war dann Nitro-Spachtel aus dem Kfz Gewerbe und erneut Schleifpapier................


Hier nochmals die Bunkererhöhung aus 0,8 und 1mm starken Plastikmaterial einschließlich der Versteifungsbleche. Im Inneren des Bunkers wurde als Abdichtung zum Faulhaber Moter eine 4mm Bodenplatte aus Blei verbaut. Damit zog die Maschine 13 Wagons (30cm) auf der Anlage ohne zu mucken.....


Außenzylinder mit den charakteristischen Auftritten für eine typische Maffei Maschine. Leider sind die Kolbenschutzrohre für diese Maschine falsch, aber 1978 gab es keine anderen....

Mein Gruß in die Runde!
vps


Um alle meine Ideen für die Modelleisenbahn umsetzen zu können, bräuchte ich mindestens ein zweites Leben.....
Ich betreibe Eisenbahn-Modellbau seit 1949

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zuletzt bearbeitet 27.06.2025 | Top

RE: nur mal so nebenbei: ....eine 18.3 mit Langkessel entsteht!

#2 von ToVe , 27.09.2025 10:41

Hallo @vps,

Ich bin ein neues Forum Mitglied und dieser Umbau ist fast das erste was Ich gelesen habe.
Hut ab, wie Sie bereits 1978 diese loc gebaut haben !!
(und Ich habe mich auch ein bisschen gestaunt wieviel Weinert und Günter Teile es damals bereits gab!)

Selbst ben Ich derzeit dabei eine Liliput 18.316 'long boiler' zu andern in eine 18.319, und einige weitere Verbesserungen zu machen.

Ich habe eine Frage dazu. Vielleicht können Sie oder einer der andere Mitglieder mir dabei helfen.

Es werden Weinert Laternen 90280 montiert in dem Ich LED SMD 603 platziere.
Aber dann, wie wird die hintenseite der Laterne danach am besten abgesclossen.
Pattex Stabilit, ein andersartige kleber, Looks LIke Glass, oder gibt's eine flexibele Weise (die sich aber schwarz farben lässt?)

Vielen Dank im voraus

Freundliche Grüße aus Die Nederlände
Ton


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