ich habe mir vor 6 Jahren (wie die Zeit vergeht ) aus Resin die Inneneinrichtung für einen Märklin Blechwagen drucken lassen. Die Inneneinrichtung wurde noch nicht in den Wagen eingebaut, sie befindet sich in einer Schachtel in einem Karton bei Zimmertemperatur. Die Inneneinrichtung macht optisch einen hervorragenden Eindruck .
Jetzt habe ich gelesen, dass Resin nicht ewig hält, insbesondere wenn es einer UV-Strahlung ausgesetzt ist. Ich will den Blechwagen mit einem Led-Streifen beleuchten. LED´s sollen einen geringen Anteil an UV-Strahlung abgeben:
Daraus ergeben sich für mich die folgenden Fragen:
1. Ist es sinnvoll (notwendig) die Inneneinrichtung aus Resin mit einem Primer und dann mit Farben zu bearbeiten ? 2. Wenn ja: welcher Primer und welche Farben wären am besten geeignet ?
Bei meinen Resindrucken nutze ich immer den Tamiya Fine Surface Primer in weiß aus der Dose. Der ist super fein und zieht sofort an, auch wenn ich ihn dennoch 24 Stunden ausdünsten lassen würde.
Zum Lackieren nutze ich danach lösungsmittelhaltige Farben von Elita LifeColours. Auch hier lasse ich zwischen Deck- und Klarlack mindestens 72 Stunden ablüften, dann funktioniert es auch mit Decals.
Ich empfehle jedes Resinteil zu lackieren, da es ja auch einer Sonnenstrahlung ausgesetzt ist.
Beste Grüße, Nico
Hier geht es zu meinen 1:87 RC Mikromodellen: Klick!
Zitat von Harald im Beitrag #1Jetzt habe ich gelesen, dass Resin nicht ewig hält, insbesondere wenn es einer UV-Strahlung ausgesetzt ist. Ich will den Blechwagen mit einem Led-Streifen beleuchten. LED´s sollen einen geringen Anteil an UV-Strahlung abgeben:
Bezogen auf die Lebenserwartung eines Menschen ist der Effekt irrelevant. Die Led's in einer Waggonbeleuchtung nehmen zusammen bei halbwegs vorbildlicher Helligkeit ungefähr 10 mW auf, davon geben sie deutlich unter einem Promille als UV-Licht ab, je nach genauem LED-Typ gar keines. Was da im verlinkten Artikel steht ist so oder so physikalisch etwas an den Haaren herbeigezogen, die in weißen Leds benutzten Phosphore setzen kurzwelliges Licht (das Blau von der LED) in die längerwelligen Spektralanteile von weißem Licht um. Geht physikalisch gar nicht anders. Nur echte UV-Leds erzeugen nennenswert UV-Licht, in handelsüblichen weißen Ledas kommen die nicht zum Einsatz. Die als Basis für weiße Leds genutzten blauen Leds strahlen auch im UV-Bereich noch etwas ab, aber LEDs haben ein sehr schmalbandiges Spektrum so das die UV-Anteile selbst beim nackten Chip vernachlässigbar sind. Wenn die Phosphore ihren Job gemacht haben ist auch dieser Anteil weitesgehend eliminiert. Um das Resin zu schädigen muss man ganz andere Kaliber auffahren, also die unlackierten Teile direkt in die Sonne legen. Resin aus dem Drucker braucht übrigens sogar zwingend eine ordentliche UV-Dusche um überhaupt auszuhärten. Zum Lackieren von Resinteilen kommt bei Teilen wie einer Waggon-Inneneinrichtung klassisch Pinsel und Lack von Revell zum Einsatz, wenn die Teile gut entfettet sind hält der sehr gut. Und entfetten muss man eh grundsätzlich vor jeder Art der Lackierung. Im konkreten Fall reicht da warmes Wasser mit Spülmittel und ein Borstenpinsel zum Schrubben.
Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #3 Zum Lackieren von Resinteilen kommt bei Teilen wie einer Waggon-Inneneinrichtung klassisch Pinsel und Lack von Revell zum Einsatz, wenn die Teile gut entfettet sind hält der sehr gut. Und entfetten muss man eh grundsätzlich vor jeder Art der Lackierung. Im konkreten Fall reicht da warmes Wasser mit Spülmittel und ein Borstenpinsel zum Schrubben.
Kleine Anmerkung: Gedrucktes Resin sollte vom Reinigen mit Alkohol komplett fettfrei sein.
Was das UV-Thema angeht, kann ich deine Aussage nur unterstützen. Bei LED-Röhren geht es um 30-60 Watt. Das ist ein ganz anderer Leistungsbereich als eine MoBa-LED.