zur Abschätzung der Zugmasse (bzw. des Zugkraftbedarfs) von Wagen habe ich nun den Onlinerechner Zugmasse aktualisiert. Wer die neue Funktionalität nutzen möchte (Eingabe der Spurkranzdicke), aktiviere bitte den Button unter μkurv. Da ich zuvor mit einem festen Wert für die Spurkranzdocke gerechnet habe, kamen am Schluss zu große Werte heraus.
Wer es nachvollziehen möchte mit einem Beispiel: Personenwagen mit Plattformen Baureihe Ci 18t rotbraun, Märklinartikel 4001, 2. Version nach Koll Wagenmasse: 55g Steigung: (kein Eintrag) Rollwiderstand: Metallräder (Pulldown Menü) Radius im Achslager 0.46mm Laufkreisradius 6mm Lagerreibungswiderstand: Metall-Lager gescdhmiert (Pulldownmenü) Wagenmasse ohne Räder 44g Kurvenwiderstand: Radsatzinnenmaß: 14.0mm Achsstand: 52mm Spurweite: H0 (Pulldown-Menü) Spurkranzhöhe: 1.5mm Spurkranzdicke: 0.9mm Schienenradius: 360mm Schleifer (kein Eintrag)
Als Ergebnis wird man erhalten: Zugkraftbedarf: 12,9 mN Zugmasse: 1,32g Fahrwiderstand: 2,4%
Aber in mir ergeben sich erhebliche Zweifel. Ich habe einige Modelle mehrfach und die Rollen teilweise extrem unterschiedlich. Mal ist es der Anpressdruck auf die Nagelspitzen der Achsen durch die Achslager, Mal sind es leicht schräg stehende Achsen, weil die Aufnahmen für die Achsspitzen im Laufe der Zeit ausgeweitet sind. Bei Fahrzeugen mit Radschleifern gibt es dann teilweise Faktor 5 beim Rollwiderstand.
Und auch das Achslagermaterial hat einen gigantischen Einfluss. Brawa mit den ultraweichen Kunststoffen vs. alter Minitrixmodelle, wo der Kunststoff beinahe schon splittert.
All das macht locker Mal ein Vielfaches des Widerstand.
Wie ist denn dein Eindruck von theoretischen Werten zur Praxis?
zuerst hatte ich angefangen, die Rollwiderstände der Wagen experimentell zu bestimmen (Rampe mit Ausrollstrecke, Rollwiderstand = Rampenhöhe durch gesamte Rollstrecke). Das habe ich mit einer Anzahl von Wagen gemacht, von denen ich eine Anzahl für meine Loktests zur Bestimmung von Leistungen und Wirkungsgrade nutze. Die anderen kamen dann in die Datenbank für den Online-Rechner Wagenanzahl.
Dann kam mir die Idee, wenn das experimentell so leicht ist, vielleicht kann man die Theorie für eine Abschätzung benutzen. Einschränkung: intakte, fehlerfreie Ware. Durch die vorhandenen Datensätzen mit intakten Modellen hatte ich eine gute Vergleichsbasis, um die Theorie zu überprüfen. Für eine bessere Reproduktivität habe ich alle Radsätze und Achslager vor der Vermessung gereinigt aber nicht geschmiert und Defekte ausgetauscht. Beispiel WL 4ü (4010) mit Nadelachsen Wagenmasse: 157g, ohne Räder 135g Radradius 6mm Radius im Achslager 0.46mm Metallräder, und ungeschmierte Achslager. Man erhält als Widerstandbeiwert 2,38% entsprechend Zugmasse 3,74g Experimentell 2,29% und 3,5g Diverse Dimensionen muss ich nochmal mit dem besseren Gerät nachmessen. Die experimentell gemessenen Werte haben eine Standardabweichung von ca. 5% vom Ergebnis (also oben 0,0238 +/- 5%) Damit ist der theoretische Wert schon dabei.
Schleifer, dazu gehören auch Radschleifer sind eine "Extrawurst", von denen ich bislang nur drei Versionen grob messen konnte (sind im Pulldownmenü unter "Schleifer")