WiThrottle Handregler im Eigenbau

#1 von Claus60 , 03.07.2025 17:18

Hallo.
Nachdem ich die DCC-EX Zentrale aufgebaut und schätzen gelernt habe denke ich, es ist an der Zeit auch mal einen “haptischen” Fahrregler dafür zu bekommen. Dazu gibt es zwei Verbindungsmöglichkeiten, zum einen die DCC-EX “native” Verbindung und zum anderen WiTrottle. Aus Kompatibilitätsgründen soll es dann doch WiThrottle werden, weswegen ich auf die “native” Methode nicht weiter eingehe. Sie sollte nur mal erwähnt werden.

Neben den bekannten Software Fahrreglern für Android, iOS und Windows wie etwa Engine Driver (Android) oder WiThrottle Lite (iOS) oder Digi Trains Pro (auch für Windows) kann man selbstverständlich auch “haptische” Fahrregler mit Tasten, Knöpfen und Display bekommen.

Es gibt diverse fertige Funk- Handregler für das WiThrottle Protokoll. So zum Beispiel aus dem heimischen Raum der ESU Mobile Control Pro oder nach Firmware- Update auch der ältere Mobile Control 2. Dazu der LoDiCon Handregler oder der WiFred des Fremo. International gibt es noch viele Geräte mehr. Vielleicht mal als Beispiel der TCS UWT-50 (der mir von den kommerziellen Handreglern wohl am besten gefallen würde) oder UWT-100 des amerikanischen Herstellers Train Control Systems. All diese Handregler kann man direkt an jeder WiThrottle kompatiblen Digitalzentrale betreiben. Dazu gehören neben der DCC-EX auch viele aktuelle, kommerzielle Zentralen wie etwa die ESU Ecos (auch die meisten älteren Ecos Modelle können per Firmware- Update WiThrottle- fähig gemacht werden), die Intellibox 2 Neo, die Yamorc YD7001 und viele andere. Wenn die eigene Zentrale nicht mit WiThrottle kompatibel sein sollte, aber zumindest über einen (wie auch immer gearteten) Computer- Anschluss verfügt (so wie etwa meine z21), kann man sie aber mit einem RaspberryPi oder irgendeinem anderen (ausrangierten) Computer ganz einfach WiThrottle kompatibel machen.

Die Liste erhebt keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll nur verdeutlichen, das es doch eine ganze Menge Möglichkeiten gibt, auch wenn einem der Eigenbau eines Fahrreglers (oder der Zentrale) zu kompliziert ist.

An einer 6€ Eigenbau Zentrale möchte ich aber keinen kommerziellen 250€ Handregler verwenden. Preislich interessant wäre hier wohl am ehesten der WiFred, doch um den kaufen zu können, muss man Fremo Mitglied sein, was ich nicht bin.

Also bleibt nur noch Eigenbau. Zum Glück gibt es da viele offene Projekte, so das man das Rad nicht neu erfinden muss. Man kann hier extrem komplizierte Sachen bauen, die dann einen Führerstand einer Lok nachbilden. Wie etwa das HandCap Projekt, das dem Führerstand einer US GP7/9 Diesellok nachempfunden wurde. Hier fährt man seine Lok dann genau wie ein Lokführer auf dem Führerstand eine EMD GP7 fährt.

Ich habe auch schon mal gesehen, das jemand eine Roco Multimaus zu einem WiThrottle Funkhandregler umgebaut hat.

Ich habe mich aber für das WiTController Projekt entschieden, das vom Autor der EngineDriver App entwickelt wurde. Das Projekt kann man in unzähligen Varianten verwirklichen. Die Grundausstattung besteht aus einem bestimmten ESP32 Board, einem Lolin ESP32 lite mit Anschluss und Lademöglichkeit für einen LiPo Akku. Dazu ein Rotations- Drehgeber oder Potentiometer um die Geschwindigkeit zu regeln, eine 3×4 Tastatur um Funktionen auszulösen und einem kleinen OLED Display zur Darstellung dessen, was grade passiert. Für dieses Projekt gibt es diverse 3D Druck Gehäuse zu herunter laden. Zunächst dachte ich an dieses Gehäuse:

https://www.thingiverse.com/thing:7029069

Hier hat man ergänzend zur Tastatur noch 5 (von bis zu 11 möglichen) zusätzlichen Tasten, die man völlig frei belegen kann, zur Verfügung. Ich habe mich dann aber umentschieden und diese etwas einfachere Variante gewählt:

https://www.thingiverse.com/thing:6541187

Irgendwie erinnert mich dieses Exemplar ein wenig an die Multimaus, die noch immer mein liebster Handregler ist. Der “andere” Handregler erscheint mir etwas zu groß und deswegen unhandlich zu sein.

Wie auch beim DCC-EX Projekt habe ich hier die meisten Teile bereits vorrätig. Das trifft leider nicht auf das entsprechende ESP32 Board zu. Also muss ich warten, bis die Lieferung eintrifft, bevor ich anfangen kann. Das soll zwischen dem 1.7 und 5.7 der Fall sein. Mal sehen, ob das klappt. Damit ich dann nicht mehr so viel schreiben muss, habe ich mit diesem Beitrag schon vorab angefangen.

Rein theoretisch könnte man den Handregler mit demselben ESP32 Board aufbauen, wie die DCC-EX Zentrale. Das Board im Format eines Arduino UNO hat als Zentrale den riesigen Vorteil, das man ein Arduino Motorschild als Leistungsstufe (Booster) einfach aufstecken kann. Im Handregler ist die Platine aber arg groß. Außerdem sollte der Handregler ja mit Akku laufen, damit man eben kein Kabel am Regler hat.

Das Lolin ESP32 lite ist deutlich kompakter. Zusätzlich hat es einen Anschluss für einen einzelligen Standard LiPo Akku und kann auch gleich den Akku über die USB Buchse wieder aufladen. Man muss den Akku also nicht zum laden ausbauen, was auf Dauer sicher lästig wäre. Die eigentliche Elektronik ist auf den beiden Varianten aber dieselbe.

Ich habe folgendes ESP32 Board bestellt:

https://de.aliexpress.com/item/1005007869719903.html

Preis aktuell 3,99€. Ich habe eine Choice Bestellung gemacht, bei der man mehrere Produkte bestellt, dann Gratis Expressversand und zusätzlichen Rabatt bekommt. Mache ich fast immer, wenn ich bei Aliexpress bestelle. Deswegen musste ich nur 2,39€ für ein Board bezahlen. Ich habe gleich 3 Boards bestellt, so das ich bis zu 3 Handregler aufbauen kann.

Daneben kommt so ein Drehgeber Modul zum Einsatz:

https://de.aliexpress.com/item/1005006459289182.html

Preis aktuell 1,15€. Der Unterschied zwischen einem Potentiometer und einem Drehgeber liegt darin, das ein Poti Endanschläge hat, wohingegen ein Drehgeber unendlich weiter gedreht werden kann. Der Drehgeber hat den Vorteil, das bei der Übernahme einer fahrenden Lok die Geschwindigkeit nahtlos passt, wohingegen ein Potentiometer fast immer eine Geschwindigkeitsänderung bewirkt, weil die Stellung des Poti nur in den seltensten Fällen exakt mit der Geschwindigkeit der fahrenden Lok übereinstimmt. Aber ein Poti ist den Meisten wohl geläufiger. Deswegen kann man hier beide Varianten verwenden, ganz wie man mag.

Als Display verwende ich folgendes:

https://de.aliexpress.com/item/1005006862732813.html

Das Display gibt es in Blau und Weiß. Ich bevorzuge weiße Displays. Das kann aber jeder machen, wie er mag. Auf die Funktion hat das keinen Einfluss. Preis aktuell 2,45€.

Dazu noch eine 3×4 Tastatur. Ich hätte noch mehrere 4×4 Tastaturen vorrätig gehabt (die ich problemlos hätte verwenden können), habe mich aber entschieden diese Tastatur zusätzlich zu bestellen. Das Ganze hat zwei Gründe. Zum einen muss ich so am 3D Gehäuse nichts anpassen und zum anderen hat die 3×4 Tastatur richtige Tasten. Die vorrätigen Tastaturen wären reine Folien- Tastaturen gewesen. Wenn schon “haptisch”, dann auch richtig.

https://de.aliexpress.com/item/1005007728795501.html

Preis aktuell 1,99€. Daneben braucht man noch das 3d Gehäuse, Litze und einen LiPo Akku, um den Handregler zu komplettieren. Da ich unzählige LiPo Akkus auf Vorrat habe, weil ich diese auch für meine RC Loks verwende, werde ich mich erst dann für einen Akku- Typ entscheiden, wenn ich das Gerät tatsächlich hier liegen habe. Je nachdem, ob man das Gehäuse selber drucken kann oder es drucken lassen muss, ist man so mit 15€-30€ für den Funk- Handregler dabei. Zusammen mit einer DCC-EX Zentrale und einem passenden Netzteil dafür, kann man sich für unter 50€ eine vollwertige und sogar kabellos gesteuerte DCC Anlage aufbauen. Günstiger (10-15€ incl. Netzteil) geht es nur, wenn man eben ein Smartphone als Fahrregler verwendet. Investiert man eine weitere Portion Hirnschmalz und noch mal etwa 10-20€, dann kann die Zentrale quasi unbegrenzte Leistung (bis zu 43 Ampere pro Kanal maximal, natürlich völlig übertrieben, aber eben möglich) abgeben. Die wirkliche Leistung bestimmt man einfach selbst, durch die Wahl der elektronischen Sicherungen, die man einbaut. So kann man z.B. 6 oder 8 oder für Großbahnen auch 10 Ampere Sicherungen verwenden, und die Zentrale liefert 6, 8 oder 10 Ampere Leistung. Natürlich muss auch das Netzteil dazu in der Lage sein, die gewünschte Leistung liefern zu können.

Der Aufbau und auch das Aufspielen der Software ist beim Fahrregler erheblich komplizierter als es bei der Zentrale der Fall ist. Man sollte schon ein Wenig im Umgang mit dem Computer geübt sein, um die Arduino IDE (Entwicklungsumgebung) verwenden zu können. Man sollte obendrein mit einem Text Editor (Notepad) umgehen können. Tatsächlich “Programmieren” muss man aber nichts. Das ist bereits alles erledigt. Die “Programm” wird einfach aus dem Internet geladen. Man muss aber ein paar Anpassungen an der Konfiguration vornehmen. Bei der DCC-EX Zentrale erledigt man das im Installer. Hier muss man das aber in der Arduino IDE machen. Wirklich kompliziert ist das aber auch nicht.

Außerdem muss man die Komponenten miteinander verdrahten und kann sie nicht einfach zusammenstecken, wie es noch bei der Zentrale der Fall war. Sollte jeder, der eine Modellbahn verdrahten kann aber auch hin bekommen. Bei der Software werde ich versuchen so genau wie möglich die einzelnen Schritte zu beschreiben. Zumindest mit etwas Mut und Geduld sollte das auch fast jeder hin bekommen können.

Wenn die bestellten Teile da sind, geht es hier weiter.


Danke fürs Lesen, Claus


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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#2 von Claus60 , 05.07.2025 14:41

Hi.
Übers Wochenende geht es leider nicht weiter. Die DHL hat es mal wieder verkackt. Die Sendung von Aliexpress hat laut Sendungsverfolgung am Mittwoch Vormittag den EU- Einfuhrzoll verlassen und wurde Mittwoch gegen 14:00 Uhr an die DHL übergeben. Heute Morgen ist dann endlich mal was passiert. "Die Sendung wird in die Region des Empfängers weiter transportiert". Zustellung voraussichtlich Montag. Ich könnte sie erschlagen, wirklich. Einfach mal so 4 Tage gar nix tun, und das bei einem "Premium-" Logistiker. Die 8000Km aus China sind incl. zwei mal Zollabfertigung binnen 3 Tagen erledigt worden. Die letzten 300 Km vom Flughafen bis zu mir dauern fast eine Woche. Kann echt nicht wahr sein. Und die Sendung ist ja noch längst nicht da. Wer weiß, was der DHL noch so alles einfällt...

Wenn es solche unsinnigen Verzögerungen gab, dann meist bei der DHL. Von wegen "Premium". Das bedeutet wohl besonders lange Laufzeiten... Außerdem muss Aliexpres so unverschuldet einen "Verspätungsgutschein" ausstellen, da die Lieferung bis spätestens heute garantiert war. Hätte die DHL nicht so verkackt, hätte das problemlos funktioniert.

Wer weiß, wofür das dann noch gut ist. Für den Handregler, die Zentrale und auch für den Programmer brauche ich ja Gehäuse. Diese entstehen im 3D Druck. Man kann solche Teile durchaus auch aus Resin drucken, so lange sie nicht zu groß werden. Allerdings sind aus Filament gedruckte Teile mechanisch stabiler als solche aus Resin, dafür eben nicht so fein. Bei Gehäusen ist die Stabilität aber auf jeden fall wichtiger als die Feinheit. Meine eigenen Erfahrungen mit FDM Druckern ("Würstchenlegern") sind ausgesprochen katastrophal, allerdings inzwischen schon 8 Jahre alt. Ein Bekannter von mir, den ich aus einem ganz anderen Bereich kenne, hat mehrere moderne FDM Drucker, die von den Ergebnissen her mit meinen eigenen gruseligen Erfahrungen absolut nicht mehr zu vergleichen sind. Er hat mir nämlich gelegentlich mal Teile gedruckt, die zu groß für meinen Resin Drucker und ich ihm im Gegenzug dafür Teile, die zu filigran für einen FDM Drucker sind. Das Ergebnis ist heutzutage wirklich extrem gut für einen FDM Drucker. Für Modellbahn- Fahrzeuge sind Resin Drucker aber immer noch sichtbar vorne. In sofern macht es viel Sinn, beides zu haben.

Durch Zufall habe vorhin ich mitbekommen, das er sich von seinem größten FDM Drucker trennen will. Ich habe dafür einen Starthilfe Akku fürs Auto (in 1:1) übrig, den er wiederum gebrauchen könnte. So haben wir beschlossen, einfach bei unserem nächsten Treffen Anfang September die Sachen zu tauschen. Also werde ich ab September zusätzlich zu meinem Anycubic Mono M5 Resin Drucker wohl auch noch über einen Artillery Genius Pro 3D FDM Drucker verfügen. Damit muss der Gehäusedruck sowieso warten, bis ich den FDM Drucker hier habe.


Danke fürs Lesen, Claus


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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#3 von Claus60 , 06.07.2025 12:25

Hallo.
Bevor ich noch wusste, das ich bald einen FDM Drucker haben werde, hatte ich mit dem von mir nicht so geliebten wasserwaschbaren Harz, was ich noch zum Testen da hatte, mal ein Gehäuse für den WiThrottle Handregler gedruckt. Das Wasser- Harz ist allerdings nicht so maßhaltig wie “normales” mit Alkohol zu waschendes Harz. Wirklich gebrauchen kann man das Gehäuse deswegen nicht. da Ober- und Unterschale nicht exakt aufeinander passen.



Aber um einen Eindruck zu bekommen, wie groß das Gehäuse wird und wie gut es in der Hand liegt, dazu langt es. Als Vergleich die “Referenz” in Form einer Multimaus, für mich immer noch der ergonomisch (wenn auch nicht unbedingt technisch) beste Fahrregler, den es gibt. Man sieht, insgesamt ist der WiThrottle Regler etwas kürzer. Das schadet dem Handling nicht wirklich. Das Display ist deutlich kleiner, hat aber eher eine höhere Auflösung als das der Multimaus. Ob man es besser, genau so gut oder schlechter ablesen können wird, muss erst das funktionsfähige Exemplar zeigen. Der Regler liegt recht gut in der Hand. Das habe ich bei DIY Gehäusen meist nur schlechter erlebt.

Was mich am meisten stört ist, das der Regelknopf deutlich zu flach ist, für meinen Geschmack. Wenn der Drehgeber da ist, schaue ich mir das noch mal an. Sollte auch nach dem Einbau des Gebers der Knopf zu flach sein, werde ich ihn in der CAD einfach (deutlich) höher ziehen.


Danke fürs Lesen, Claus


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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#4 von moppe , 06.07.2025 13:10

Claus,

Vielleicht ein multiMAUS modernisieren, statt kopieren?


Klaus


 
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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#5 von Claus60 , 07.07.2025 09:30

Hi.
Ich weiß, das es Leute gibt, die die Multimaus zu einem WiThrottle Handregler umgebaut haben. Aber ich will meine beiden Multimäuse unbedingt für meine z21 so behalten, wie sie sind. Ich hab auch noch zwei alte Roco Verstärker. Würde ich die Multimäuse "zerstören", könnte ich die Teile gar nicht mehr gebrauchen.

Mir geht es nicht um einen Nachbau sondern um einen eigenständigen WiThrottle Handregler. Das Gehäuse ist ja von Thingiverse und wird von mir eventuell nur ein wenig an meinen eigenen Geschmack angepasst. Die Multimaus dient hier nur als Vergleichsobjekt, um Form und Größe des 3D Druck Gehäuses auf dem Foto besser abschätzen zu können.


Danke fürs Lesen, Claus


 
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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#6 von Homer Jay , 07.07.2025 23:14

Hallo Claus,

interessantes Projekt, da bleibe ich dran. Ich habe auch eine DCC-EX Zentrale und hatte mir letztens auch einige Gedanken zu einem Handregler gemacht. Allerdings haben mir bisher nahezu alle Konzepte von Handreglern nicht wirklich gefallen, so dass auch ich ein eigenes Projekt gestartet habe. Ich nutze ein Wemos D1 mini - auch mit ESP32, ein Grafikdisplay, Poti, und Buttons "direkt an den Fingern". Ob das gut wird weiß ich nicht, aber ich werde es ausprobieren. Vom Breadboard aus kann ich auch schon die Lokgeschwindigkeit per Poti einstellen - werde aber vorerst ein Kabel nutzen, der Weg für Wifi ist aber mit dem Wemos D1 offen.

Viele Grüße
Markus


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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#7 von JörgBehrens , 08.07.2025 20:55

Hallo Markus,

kleiner Tip: Anstelle des Potis würde ich einen Drehregler (Encoder) verwenden. Ist bedeutend zuverlässiger.

Viele Grüße
Jörg


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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#8 von md95129 , 09.07.2025 14:33

Zitat von JörgBehrens im Beitrag #7
Hallo Markus,

kleiner Tip: Anstelle des Potis würde ich einen Drehregler (Encoder) verwenden. Ist bedeutend zuverlässiger.

Viele Grüße
Jörg

Na, ja: beim FREMO sind die inzwischen über 30 Jahre alten FREDs mit Poti immer noch ohne große Probleme in Betrieb. Selbst der moderne WiFred hat wieder ein Poti. Ob die wackligen China-Encoder so lange halten? Der Vorteil der relativen Fahrstufen des Encoders sind zumindest für mich nicht wichtig, da ich keine fahrenden Loks übergeben will und bei blinder Bedienung gerne einen Anschlag habe.
Das Schöne an diesem offenen Projekt ist eben, dass jeder sich seinen Handregler gestalten kann. Ich habe mehrere Versionen ausprobiert und bin letztendlich an einer Kombination Handy + FREDO (Drehregler mit einigen Tasten), verbunden mit dem Handy (das mit einem Band um den Hals gehängt wird) hängen geblieben. Ich habe damit den Vorteil eines großen Displays mit guter Bedienerführung und einem "Einhandregler", den ich blind bedienen kann. Aber wie gesagt, jeder wie es ihm gefällt.
Gruß


Henner,
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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#9 von Homer Jay , 12.07.2025 09:35

Zitat von JörgBehrens im Beitrag #7
Hallo Markus,
kleiner Tip: Anstelle des Potis würde ich einen Drehregler (Encoder) verwenden. Ist bedeutend zuverlässiger.



Darüber habe ich nachgedacht, mich aber dagegen entschieden. Ich möchte erstens eine definierte Position für die Nullstellung haben und zweitens auch nicht endlos kurbeln müssen.(und ja, dafür gibt es Algorithmen, die in Abhängigkeit der Drehgeschwindigkeit die Geschwindigkeit zu den Impulsen mappen) Außerdem: warum soll ein Encoder zuverlässiger sein? Vertsehe ich nicht.

Viele Grüße
Markus


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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#10 von JörgBehrens , 14.07.2025 12:48

Hallo Markus,
Hallo Henner,

das ist lediglich meine persönliche Erfahrung. Zunächst habe ich bei der Entwicklung meines eigenen WLAN Reglers auch ein Potentiometer verwendet und die Werte des Fahrreglers schwankten immer ein wenig. Erst als ich auf Encoder gewechselt bin, waren diese Probleme verschwunden. Zudem hatte der Encoder für mich den Vorteil, dass ich durch Tastendruck die Fahrtrichtung wechseln konnte und bei längerem Druck STOP ausgelöst werden konnte. Aber wie Henner schon schrieb, liegt der Vorteil der offenen Bastellösungen darin, dass jeder selbst entscheiden kann, was er einsetzen möchte.

Viele Grüße
Jörg


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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#11 von drdampf , 09.11.2025 20:12

Es gibt ja immer ein für und wieder wenn es um Handregler für die Moba geht!? Das schein Gesetzt geworden zu sein.
Der Wifred nach Heiko Rosemann dürfte aber letzlich das Nonplusultra eines "kabellosen" Handreglers sein! Mir zumindest ist kein besseres Konzept bekannt.
Ich mag kein Smartfon mit Schieberegler, was meine Einstellung evtl begründen kann?

Zumal ein offenes Projekt. Es steht somit jedem zur Verfügung der sich zutraut SMD und kleiner zu löten.

Fahrtrichtung wird über einen Schalter vermittelt, mit Nullstellung wenn gewünscht, das Poti ist ausschließlich zur Geschwindigkeitsreglung da, und diese läßt sich normieren wenn mal nicht so reagierend wie sie sollte.
Weitere Gimmck sind auch schon intergriert, wie z.B. die Accumulaturüberwachung. Neben ganz, ganz vielen Dingen die gewünscht sind für den Einsatz im Fremo.

Ich habe mich dazu durchgerungen die Dinger in loser Folge für jeden , also auch nicht Fremojaner zu bauen.

Beste Grüße
DRDampf


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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#12 von drdampf , 09.11.2025 20:20


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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#13 von drdampf , 09.11.2025 21:08

Fragen sind willkommen. Also fragt einfach was Euch interessiert mit einem Wifred.


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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#14 von André Seißler , 22.12.2025 14:02

Hallo liebe Withrottle Nutzer

Ich bin auch dabei mir einen Handregler zu
bauen . Hardware ist schon bestellt.
Das Gehäuse ist auch schon fast fertig.

Nun gerate ich an die Grenze beim Einrichten
des Arduino Sketche.
Ich komme beim einfügen in die Bibliothek
Der Library "config_Network" nicht weiter.

Kann man die besagte Library irgendwo
Downloaden und dann in die Bibliothek einfügen??

Gruß Andi


 
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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#15 von drdampf , 25.12.2025 20:47

Bitte spezifizieren!
Entspricht die Hardware Deines Wifred dem Stand 0.64 des Wifred von Heiko?
Dann sollte die SW 0.64 pasend zum ESP von Github zu bekommen sein!

Grüß DRDampf


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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#16 von railbob , 25.01.2026 17:09

Zu #2 von @Claus60
„Wenn es solche unsinnigen Verzögerungen gab, dann meist bei der DHL. Von wegen "Premium".“
—————————————
Du weißt aber schon, dass Ali nur deshalb so billig liefern kann, weil China postalisch immer noch als Entwicklungsland gilt und deshalb verminderte Portokosten anfallen. Den Rest auf die tatsächlichen Kosten trägt in diesem Fall DHL bzw. der DHL Kunde in Deutschland, wenn er seinerseits etwas verschickt. Und wenn Ali sich anmaßt, etwas zu garantieren, was er nicht beeinflussen kann, dann ist er selber schuld.
Ich halte es für ziemlich überheblich, beim Biliganbieter in Fernost für 3,95€ zu bestellen und zu erwarten, dass es drei Tage später geliefert wird.

Gruß
Robert


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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#17 von volkerS , 25.01.2026 17:22

Hallo Robert,
und es kommt dazu dass Ali schon Tage im voraus das DHL Label erstellt und so vorgaukelt dass DHL das Paket hat. Lieferungen kommen ja auch nicht mehr direkt in Deutschland sondern in EU Ländern an wo der Zoll nicht so genau kontrolliert bei der Einfuhr in die EU.
Warte aktuell auf eine Lieferung von Ali. Am Flughafen in WeitWeitWeg am 10.01. Abflug am 12.01. und Ankunft am Zielflughafen (wo auch immer das sein mag) am 25.01. (alles lt Info Ali). Wie oft wurde das Paket umgeladen oder Stand der Flieger am Boden? Und die von Ali genannte Sendungsverfolgungsnummer: Status momentan nicht verfügbar. Bitte versuchen Sie es später noch einmal. Klasse.
Volker


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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#18 von railbob , 25.01.2026 20:11

Hallo Volker, vermutlich kommt der Zoll in Deutschland auch nicht mehr hinterher, bei der Flut an Klein- und Kleinstsendungen aus China, die anscheinend oftmals sogar als Geschenk deklariert sind. Das hat wahrscheinlich weniger mit „nicht genau hinschauen = ist mir egal“ zu tun, sondern liegt daran, dass der Zoll sich auf größere Sachen konzentrieren muss. Die haben halt auch Ressourcenprobleme.

Gruß
Robert


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RE: WiThrottle Handregler im Eigenbau

#19 von drdampf , 04.04.2026 20:18

China ist für Deutschland nicht ums Eck! Es läßt somit erwarten das 10 bis 20 Tage ganz normal sind. Wählt der Chinese den Seeweg sind auch mal 30 Tage ganz normal.

Elektronikteile , egal ob Widerstände, Kondensatoren oder Halbleiter bestelle ich grundsätzlich nur noch in China. Warum dürfte sich an Hand der Kostenstrucktur in D-land erschließen.
Der Zoll hat noch nie Probleme gemacht! Einmal musste ich bei denen antreten weil ich mehrere Lötkolben mit dem inzwischen als unverzichtbar erkannten Sinterelement eingekauft hatte.

ESP Chips z.B. kommen immer über den Seeweg und ohne Verzögerungen an. R und C sowieso per Luftpost.

Es ist einfach mehr als sinnvoll sich mit Entfernungen und auch Geostrucktur zu beschäftigen bevor die Stimme hier virtuell erhoben wird.

Beste Grüße DRDampf


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