Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#1 von Haruki , 14.07.2025 01:10

Hallo zusammen!
Ich bin ein Modelleisenbahn-Fan aus Japan.

Derzeit baue ich zu Hause eine fest installierte H0-Anlage auf begrenztem Raum.
Ich hoffe, hier nach und nach den Fortschritt dokumentieren zu können – auch wenn es manchmal etwas langsam vorangeht.

Zum Einsatz kommt ein zweigleisiges DCC-System mit Roco z21.
Ich mag auch N-Spur, aber mein Schwerpunkt liegt ganz klar auf H0.

Besonders faszinieren mich die Epochen V–VI in Deutschland, Österreich und der Schweiz – vor allem Nachtzüge!
In letzter Zeit haben es mir aber auch Epoche IV–V in Frankreich und Italien sowie die klassischen TEE-Züge angetan.
Angesichts des anhaltend schwachen Yens und steigender Preise ist das leider keine besonders einfache Leidenschaft für mich...

Das Thema der Anlage ist noch offen.
Da es mein erstes festes Projekt ist, versuche ich, möglichst viele Ideen in den begrenzten Platz zu integrieren.
Erstes Ziel ist, die Züge zuverlässig zum Fahren zu bringen – alles Weitere kommt dann Schritt für Schritt.



Dieses Foto ist schon über ein Jahr alt – inzwischen sieht alles ganz anders aus.
Sobald ich bessere und aktuellere Bilder habe, zeige ich sie euch gerne hier.

Wenn jemand Fragen zu Japan oder zur japanischen Modellbahnszene hat, helfe ich gerne weiter – auch wenn das hier eher ein Nischenthema ist.

Viele Grüße aus Tokio!
Mit großem Respekt für die Eisenbahnen in euren Ländern – und für die wunderbare Modellbahnkultur, die ihr hier gemeinsam pflegt.
Auch mein verspielter Hund freut sich schon auf den Austausch mit euch.
Bis bald!

– Haruki


– Haruki.M aus Tokio, Japan
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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#2 von Thinkle , 14.07.2025 01:26

Konnichiwa Haruki-San,

Schön, dass du den weiten Weg zu uns gefunden hast!
Das schaut schon Mal nach einer spannenden Herausforderung aus! Hast du einen detaillierten Plan oder folgst du einen Konzept und deiner Eingebung?


Besucht uns doch mal:

http://www.mec-bergheim.de/
https://www.gillbachbahn.de/wordpress/

Also im echten Leben, nicht nur die Homepage!


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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#3 von Kuno Erdmann , 14.07.2025 01:49

Hallo Haruki.

Schön, dass Du Dich aus Japan hier in Deutschland, bzw. Europa meldest.
Ich bewundere Deine sehr guten deutschen Sprachkenntnisse.
Da bin ich gespannt, wie Du Deine Anlage konzipierst und freue mich schon auf weitere Bilder.

Viel Spaß und Erfolg beim Bau.

Gruß Kuno.


 
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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#4 von Xrot , 14.07.2025 03:26

Hallo Haruki,
Willkommen bei uns im Forum!

Zitat von Haruki im Beitrag #1
Besonders faszinieren mich die Epochen V–VI in Deutschland, Österreich und der Schweiz – vor allem Nachtzüge!

Das deckt sich sehr stark mit meinen eigenen Interessen. Ich habe drei Beiträge zu den folgenden Nachtzügen geschrieben:
  • EN 467 Basel—Wien—Budapest: Nachtzug Wiener Walzer (1994)
  • EN 313 Basel—Roma: Nachtzug EN Roma (2003)
  • EN 220/221 Paris—Venezia: Thello Nachtzug (2012–2015)


Liebe Grüsse über den Atlantik, Thomas

Spielbahner • Spass am Basteln • Modellbau am Schweizer Vorbild orientiert
Steuerung von Hand • Fahrt auf Sicht • Epochen IV–VI
Link zu meinen Beiträgen und Threads im Forum


 
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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#5 von ÖsiToni , 14.07.2025 08:26

Willkommen!

Es ist immer spannend, wo auf der Welt überall gewisse Leidenschaften für sehr bestimmte (Modell-)Bahnthemen entwickelt werden! Freue mich auf weitere Bilder.


Lg, Anthony

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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#6 von Gurkenfein007 , 14.07.2025 09:30

Moin Haruki,

erst mal ein herzliches Willkommen hier in diesem Forum !
Es freut mich immer wieder, auch Freunde dieses Hobbys weltweit begrüßen zu dürfen. Und diesmal aus dem fernen Japan !

Und nun zu deinen Themen . Da kann ich nur sagen :



Ich bin mal gespannt, mit welchen Ideen du kommen wirst. Und freue mich auf deine nächsten Baufortschritte.
P.S. Unser jüngerer Sohn besuchte vor zwei Jahren Japan und war von dem Land, den Leuten und dem Shinkansen sehr angetan.

Und damit verabschiede ich mich mit besten Grüßen aus dem hohen Norden

der Carsten

meine Anlage: Eckernförde ?......der alte Bahnhof schon...

mein Lebensmotto: Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden . Franz Kafka


 
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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#7 von Michel 44 , 14.07.2025 09:36

Moin Haruki

Auch von mir ein

Einmal um die Welt.
Ich bin gespannt welche Region du Planst.


Gruß Michel

Pfrimmerhofen - Endbahnhof einer Nebenstrecke - Ep. 3/4


 
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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#8 von Haruki , 15.07.2025 09:13

Hallo zusammen!

Ich hätte nie gedacht, dass ich so viele Rückmeldungen bekomme – vielen, vielen Dank!
Ein herzliches Dankeschön aus meinem kleinen Zimmer in Tokio 😊

---

@Thinkle
Ich habe eine grobe Vorstellung vom Gleisplan, aber noch keine detaillierte Zeichnung.
Da dies mein erstes fest installiertes Projekt ist, merke ich beim Verlegen immer wieder, dass Theorie und Praxis nicht dasselbe sind.

---

@Kuno Erdmann
Ich habe ganz vergessen zu erwähnen: Ich nutze maschinelle Übersetzung, um hier im Forum mitzulesen und zu schreiben.
Aber jeden einzelnen Buchstaben tippe ich selbst – mit viel Herzblut.
Die einzigen deutschen Wörter, die ich mit Stolz sagen kann, sind „Wurst“, „Bier“ – und natürlich „Wendezugsteuerwagen“ 😅

---

@Xrot
Deine Beiträge und Fotos haben mich wirklich begeistert!
Ein bisschen weiter östlich, aber ich liebe auch die WLABmz mit Sternbildern sehr!

---

@ÖsiToni
Ich war überrascht, auf deinem Instagram-Profil sogar japanische Züge zu sehen!
Ich hoffe, deine Reise war schön – das freut mich sehr 😊

---

@Gurkenfein007
Vielen Dank für deine aufmunternden Worte zu meinem Projekt!
Es freut mich sehr, dass dein Sohn Japan genossen hat – der Shinkansen ist natürlich beeindruckend,
aber auch die lokalen Bahnlinien sind wirklich einen Blick wert 😉

---

@Michel 44
Das Thema der Anlage auszuwählen ist eine schwierige, aber schöne Herausforderung.
Ich liebe deutsche Städte, die Berge der Schweiz, die Strände Italiens... vielleicht brauche ich sogar das Empfangsgebäude des Wiener Hauptbahnhofs!
Wie man das alles harmonisch unterbringt – das ist die Frage.
Erstmal sollen die Züge zuverlässig fahren, danach geht’s an die Gestaltung.

---

Demnächst zeige ich euch mehr vom Projekt.
Ich freue mich sehr auf den weiteren Austausch mit euch 🙏

– Haruki


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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#9 von Hadasch , 15.07.2025 09:25

Hallo Haruki

Es ist erfrischend jemand aus Japan dabei zu haben. Nachdem ich dein Land gut kenne und sehr oft dort war, wollte ich vor ca. 8 Jahren eine Anlage konzipieren, die Japan um 1960 darstellt. Ich bin jedoch an den verfügbaren H0 Lokomotiven gescheitert!
Nun, sag mir, gibt es gute detaillierte Modelle der tatsächlichen maßstäblichen Loks? Die Spurweite ist ja das Problem.
Oder anders rum, Dampfloks der 1m Spur in H0?
Ich habe das Thema geparkt, aus Frustration wegen der Spurweite!
Auf jeden Fall gespannt, was du uns zu berichten hast.
Ich bin Detail verliebt,...
Liebe Grüße nach Japan!

LG

Hadasch


 
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Aktueller Stand der Anlage

#10 von Haruki , 15.07.2025 10:57

Hallo zusammen!

Heute möchte ich euch zeigen, wie der aktuelle Stand meiner Anlage aussieht.
Noch sieht alles ein wenig kahl aus – und nach nicht allzu viel Fortschritt...



Rechts im Bild erkennt man den aufwendig umgebauten Unterbau,
mit dem ich etwas mehr Tiefe für die Anlage gewinnen konnte.

Das ist wohl der beste Beweis dafür, dass ich ziemlich spontan und ohne festen Plan arbeite.
Ehrlich gesagt war es ziemlich anstrengend – aber ich bin froh, dass ich es gemacht habe.
Zumindest was die DIY-Arbeiten an der Basis betrifft, scheint nun (vorerst) ein Etappenziel erreicht.



Diese Perspektive werdet ihr hier wohl noch öfter sehen.
Das ist ein sogenannter „Oshiire“ – ein traditioneller japanischer Einbauschrank.

Ich habe die Türen entfernt und beschlossen, diesen Raum als Teil der Anlage zu nutzen.
So konnte ich etwa 90 cm zusätzliche Tiefe gewinnen –
eine noble Selbstaufgabe des treuen Stauraums – alles für die gute Sache!

Dafür ermöglichen mir diese 90 cm großzügige Kurvenradien: R790/730 plus Übergangsbögen mit R1606/1546.



Hier seht ihr die Anlage aus der entgegengesetzten Richtung.
Leider reichte der Bildwinkel meines Objektivs nicht für eine Gesamtaufnahme aus.

Sobald die Arbeiten ruhen, werden Tisch und Stuhl zusammengeklappt,
und eine herausnehmbare Brücke (sozusagen ein Modul) wird an dieser Stelle eingesetzt.
Das ermöglicht eine etwa 2,7 Meter lange Gerade – quer durch den Raum.

Die kleinsten Radien sind hinten links: R550/490 für 90°, die restlichen 90° bestehen aus R610/550 plus Übergangsbögen.
Je nach Fahrzeugtyp könnte das problematisch werden.

Die leicht abweichenden Kurvenradien stammen übrigens daher,
dass ich – man glaubt es kaum – KATO UNITRACK als Kurvenschablone verwendet habe.
Die komplexeren Weichenbereiche hingegen wurden mit dem Roco Line-System verlegt (Gleisabstand 61,5 mm).



Der nächste Schritt besteht aus dem Verlegen des Korkbettungsstreifens (auf MDF-Basis)
sowie der Neigungsverarbeitung (Überhöhung) in den Kurven.

Ich habe schon etwa zwei Drittel geschafft – aber das ist wirklich eine Art Geduldsarbeit.
Mit 1 x 2 cm Kunststoff- oder Kartonstreifen habe ich eine Überhöhung von bis zu 2,5 mm erreicht.
Das ist wirklich wie eine Zen-Übung.

Nach Abschluss der Überhöhungsarbeiten möchte ich die gesamte Strecke um 25 mm mit Styrodur anheben,
um künftig etwas Spielraum für Höhenunterschiede zu schaffen.
Optimal wäre ein Steigungsabschnitt von 1–2 % auf der inneren Strecke,
aber das muss ich im Testbetrieb noch herausfinden.

Langfristig ist sogar eine abzweigende Nebenstrecke in den „Oshiire“-Teil geplant –
mit echtem Höhenprofil und, wer weiß, vielleicht sogar einer Überführung.
Dafür bräuchte man allerdings mindestens 100 mm Höhenunterschied – das wird sportlich!

--

Das nächste Ziel bleibt die durchgehende Befahrbarkeit des Ovals –
aber der nächste Beitrag wird wohl noch eher von unspektakulären Zwischenarbeiten handeln.
Ich hoffe, am Wochenende etwas posten zu können – aber mal sehen, wie die Motivation mitspielt. 😅

Vielen Dank fürs Reinschauen und fürs Lesen dieses langen Beitrags!
Bis bald!

– Haruki


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RE: Aktueller Stand der Anlage

#11 von V8Cobra , 15.07.2025 11:46

Guten Tag Haruki,

zuerst möchte ich dich herzlich begrüßen hier bei uns Modellbahn-Verrückten , und ich wünsche dir viel Spaß hier.


Ich finde es sehr interessant, dass du hierher in unser Forum gefunden hast, und auch die Art und Weise, wie du an den Anlagenbau herangehst.


Ich werde hier sicherlich öfters hereinschauen, und selbstverständlich werden wir alle dich mit Rat und Tat bei deinen Aktivitäten unterstützen wo immer wir können.
Ich lass mich überraschen, was du uns alles präsentieren wirst.


Viele Grüße, Uwe

Meine Anlage: Sabiningen, oder eine unendliche Geschichte
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RE: Aktueller Stand der Anlage

#12 von sts , 15.07.2025 11:50

Hallo Haruki,

ich wurde schon gestern von Carsten, @Gurkenfein007, auf Deine Anlage aufmerksam gemacht. Was ich bisher in Deinen Regalen gesehen habe, gefällt mir außerordentlich gut.
Dein Hund macht einen sehr guten Eindruck, trotz Modellbau um ihn herum... Freue mich auf weitere Bilder von ihm und auf einen regen Austausch mit meinen vier Katzen.

Zitat von Haruki im Beitrag #8
Ich nutze maschinelle Übersetzung, um hier im Forum mitzulesen und zu schreiben.

Da muß ich schon sagen, daß ist ein hervorragendes Übersetzungsprogramm, was Du benutzt. Wenn ich da an Google Translate oder so denke.

Zitat von Haruki im Beitrag #10
aktuelle Stand meiner Anlage aussieht.

Da habe ich eine Frage: Ist das bisher gezeigte die untere Ebene Deiner im Aufbau begriffenen Anlage oder planst Du nur eine Ebene auf der sich im sichtbaren Bereich alles abspielt.

Ich bleibe auf jeden Fall dran.

Viele Grüße nach Japan
Stefan


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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#13 von Haruki , 15.07.2025 11:52

@Hadasch

Vielen Dank für deine Nachricht – es freut mich wirklich sehr, dass du Interesse an japanischen Modellbahnen hast!

Leider muss ich gleich zu Beginn mit einer eher enttäuschenden Information antworten:
Die allermeisten japanischen Hersteller produzieren ihre H0-Lokomotiven im Maßstab 1:80, nicht 1:87 – auch wenn die Spurweite bei 16,5 mm bleibt.
In gewisser Weise ist das vergleichbar mit den britischen "00"-Modellen, wo Maßstab und Spurweite ebenfalls nicht zueinander passen.

Es gibt zwar einen Hersteller namens IMON, der maßstäbliche 1:87-Modelle fertigt – allerdings handelt es sich dabei um das japanische Spezialformat HOj (auch bekannt als HO1067).
Die Spurweite beträgt dort 12 mm, also passend zur Schmalspur Japans (1.067 mm im Vorbild).
Diese Modelle sind handgefertigt aus Messing, sehr hochwertig – aber auch extrem teuer: zwischen 300.000 und 500.000 Yen (das wären etwa 1.700 bis 2.900 Euro).

Manchmal findet man auch 1:87-Modelle auf 9 mm Spurweite (H0e / H0n30),
aber diese stammen meist von winzigen Kleinserienherstellern – und sind entsprechend schwer zu bekommen.

Diese Inkonsistenz zwischen Maßstab und Spurweite sorgt übrigens auch unter japanischen Modellbahnern regelmäßig für Frust…

Daher wirst du von den nächsten Infos vielleicht auch nicht allzu begeistert sein – aber der Vollständigkeit halber:

Dieses Jahr hat der Großserienhersteller KATO eine völlig neu konstruierte Dampflok vom Typ D51 herausgebracht.
Sie besteht aus Kunststoff, aber ich finde die Detaillierung vergleichbar mit vielen europäischen Marken.
Allerdings – wie gesagt – auch hier Maßstab 1:80, nicht 1:87!
(Ich bin erst seit Kurzem im Forum angemeldet und kann daher leider noch keine Links posten. Ich bitte um euer Verständnis.)

Wie du wahrscheinlich weißt, ist in Japan der N-Maßstab weit verbreitet.
Schon H0 (bzw. 1:80 auf 16,5 mm) ist hier eine Randerscheinung –
von maßstäblichem H0 im westlichen Sinne ganz zu schweigen.

Ich bin trotzdem gespannt, ob du dein damaliges Japan-Projekt vielleicht doch noch irgendwann wieder aufgreifst 🙂
Liebe Grüße aus Tokio!

– Haruki

Zitat von Hadasch im Beitrag #9
Hallo Haruki

Es ist erfrischend jemand aus Japan dabei zu haben. Nachdem ich dein Land gut kenne und sehr oft dort war, wollte ich vor ca. 8 Jahren eine Anlage konzipieren, die Japan um 1960 darstellt. Ich bin jedoch an den verfügbaren H0 Lokomotiven gescheitert!
Nun, sag mir, gibt es gute detaillierte Modelle der tatsächlichen maßstäblichen Loks? Die Spurweite ist ja das Problem.
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Auf jeden Fall gespannt, was du uns zu berichten hast.
Ich bin Detail verliebt,...
Liebe Grüße nach Japan!

LG

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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#14 von Haruki , 18.07.2025 01:05

Hallo zusammen – entschuldigt bitte, dass ich nicht sofort auf eure netten Kommentare geantwortet habe.
Vielen Dank euch beiden!

@V8Cobra (Uwe):
Danke für deine freundlichen Worte – ich nehme dein Angebot sehr gerne an!
Vor allem, wenn es um den Bau realistischer Szenen und Bahnanlagen nach dem Gleisbau geht,
würde ich mich sehr freuen, auf euer Wissen und eure Unterstützung zurückgreifen zu dürfen.

@sts (Stefan):
Euer Leben mit vier Katzen klingt wunderbar! Ich hoffe nur, dass sie nicht zu oft Dinge von oben herunterwerfen 😄
Der Übersetzer, den ich benutze, ist übrigens ChatGPT – wie du siehst, ist er ziemlich talentiert.

Zu deiner Frage:
Mein aktuelles H0-Projekt ist vorerst als **einstöckige (einlagige) Anlage** geplant.
Allerdings gibt es hinter dem „Oshiire“ (dem Einbauschrank auf dem Foto) noch eine zweite Ebene,
die momentan nur als Ausstellungsfläche dient.
Vielleicht wird dieser Bereich in Zukunft ausgebaut – eventuell für eine kleine **N-Spur-Anlage**.
Dann hätte ich gewissermaßen ein zweistöckiges Layout für beide Maßstäbe –
und fast alle meine Fahrzeuge könnten irgendwo ihre Runden drehen 😊


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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#15 von Otaku , 02.08.2025 00:31

Hallo Haruki,

es ist interessant zu sehen, wie ferne Länder eine Faszination ausüben können. Was für uns normal, wahrscheinlich schon langweilig ist, das ist für manche Menschen in Japan absolut interessant. Und genau so ist es umgekehrt. Viel Erfolg beim Bau deiner Anlage wünsche ich dir.

Und jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe und ein Bier trinke, vermisse ich das Fahren mit der Bahn in Japan... ob mit dem Shinkansen oder mit der Higashiyama-Line durch Nagoya...

故郷によろしく伝えてね!


Gruß, Sebastian


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ein kleines Update (und etwas Persönliches)

#16 von Haruki , 02.08.2025 11:54

Hallo zusammen!
Es ist schon wieder ein bisschen Zeit vergangen seit meinem letzten Beitrag.

In den letzten zwei Wochen gab es in Japan eine traurige Nachricht.
Viele von euch haben es vielleicht schon mitbekommen: Shunsaku Tamiya, der Gründer von Tamiya, ist verstorben.

Für jemanden wie mich, der in Japan geboren und mit Tamiya-Bausätzen aufgewachsen ist, war das mehr als nur „der Präsident eines Modellbauunternehmens ist gestorben“.

Durch seine Bücher und die unzähligen von ihm entworfenen Bausätze konnte ich seine Gedankenwelt und seine Liebe zum Modellbau kennenlernen – und ich glaube, dass ich einen Teil davon auch in mir tragen durfte.
Neben der Trauer über diesen Verlust verspüre ich vor allem große Dankbarkeit.
Ohne die Bausätze von Tamiya wäre ich wohl nie zum Modellbau gekommen – und hätte auch nie zu diesem Forum gefunden.
Das klingt vielleicht etwas weit hergeholt, aber für mich ist es tatsächlich so.

Ich weiß natürlich, dass dieses Forum dem Thema Modelleisenbahn gewidmet ist, aber erlaubt mir bitte, aus diesem Anlass ein einziges themenfremdes Foto zu zeigen:


Aber nun zum eigentlichen Thema – meinem Anlagenbau.

Die letzten Wochen bestanden aus viel Geduld, Ausdauer und scheinbar endlosen kleinen Arbeitsschritten.
Aber endlich habe ich das Gefühl, dass ich einen kleinen Meilenstein erreicht habe!

Ich habe den Gleisunterbau aus MDF, Kork, Karton und Polystyrolplatten aufgebaut und beginne nun mit dem Verlegen der PECO-Flexgleise.
Für mich ist das alles Neuland – ein ständiges Ausprobieren und Lernen –, aber allmählich bekomme ich mehr Routine.

Ein Knackpunkt bleibt das Löten der Schienenverbindungen.
Ich habe zwar Erfahrung mit Elektronik, aber das hier ist doch etwas ganz anderes als einfach eine Leiterplatte zum Funktionieren zu bringen.
Die Lötstellen müssen nicht nur elektrisch gut, sondern auch optisch sauber und mechanisch stabil sein – da fehlt mir noch Übung.




Dafür habe ich in dieser Zeit ein neues Werkzeug zu meinem Arsenal hinzugefügt:
Ein Motorschleifer von Proxxon – das ist doch eine deutsche Marke, oder? In Japan sind deren Produkte in vielen Baumärkten erhältlich.

Bisher habe ich die Gleise mit einem Seitenschneider gekürzt, aber mit dem Motortool geht es viel schneller und sauberer.
Ich hätte es mir schon viel früher anschaffen sollen – meine Seitenschneider haben inzwischen ziemlich gelitten.


Das kleine Hilfsmittel, das ich dabei auf das Gleis auflege, ist übrigens eine Eigenkonstruktion: mehrere Lagen lasergeschnittener Pappe, mit Sekundenkleber durchtränkt und ausgehärtet.
Es ist erstaunlich stabil – man glaubt kaum, dass es ursprünglich nur aus Karton bestand!

Wenn man stundenlang in Holzstaub und Korkmehl wühlt, mit Leim verklebt und schneidet, fragt man sich irgendwann unweigerlich: „Was mache ich hier eigentlich?“
Ganz ehrlich – ein paar Mal war ich nah dran, die Motivation zu verlieren.

Kennt ihr das auch?
Vielleicht hilft es, ein paar Lieblingsloks aufzustellen?
Oder sich zur Belohnung ein neues Wagenset zu gönnen – als kleine Investition in die Motivation?

Auch der Bau von Gebäude-Bausätzen kann eine schöne Abwechslung sein.
Wobei... endlos kleine Fensterrahmen mit Klarplastik zu hinterkleben, hat definitiv auch seine Tücken 😅


Trotzdem: Wenn ich für ein Foto wie dieses die Fahrzeuge und ein altes Stellwerk aufstelle – nur für euch –, dann fühlt sich das irgendwie belohnend an.
Ohne dieses Forum hätte ich mir wohl nie die Mühe gemacht, solch kleine Szenen überhaupt vorzubereiten.

Das Bedürfnis, Fortschritte zu zeigen und gesehen zu werden, ist mir zu einer echten Stütze geworden.
Vielen Dank dafür!

Damit ist der Bau des Kurvenabschnitts mit Überhöhung nun größtenteils abgeschlossen.

Noch ist die Werkbank voller Holz- und Metallspäne, daher habe ich die Stromversorgung noch nicht getestet –
aber soweit ich das sehen kann, laufen die Fahrzeuge bisher ganz ordentlich.

Gestern habe ich bei einem österreichischen Modellbahnhändler noch ein paar fehlende ROCO LINE-Weichen bestellt.
Wenn ich bis zur Lieferung das nächste Gerade-Stück fertigstelle und anschließe – und keine unvorhergesehenen Probleme auftreten –
dann sollten die Züge bald eine komplette Runde über das Oval fahren können.

Sicherlich werden mit dem nächsten Schritt neue Fragen und Herausforderungen auftauchen.
Ich hoffe, ich darf mich dann wieder an euch wenden!

Bis bald –
mit heißen Grüßen aus dem sommerlichen Tokio 🌞

Haruki

Nachtrag:
Vor Kurzem hat KATO die Neuauflage des „Orient Express ’88“ in Spur N angekündigt.
Vielleicht wurde das in diesem großen Forum schon besprochen – ich bin da noch nicht ganz auf dem neuesten Stand.

Diesmal handelt es sich um die Japan-Ausführung (Bestellnummern 10-561, 10-562), die damals durch das Land fuhr.
Besonders interessiert bin ich aber an der Frage, ob auch die europäische Variante (Paris–Hongkong, Nr. 10-1230, 10-1231) wieder aufgelegt wird.

Denn genau diese Garnitur war es, die mich überhaupt erst in die Welt der europäischen Modelleisenbahnen hineingezogen hat.

Ich möchte gar nicht für mein Heimatland Partei ergreifen (ihr seht ja: ich bin total europalastig!),
aber dieses Modell ist in seiner Schönheit absolut ebenbürtig zu Produkten europäischer Hersteller.
Auch wenn es – leider! – im Maßstab 1:150 gefertigt ist, was sich als Benutzer natürlich nicht ändern lässt...


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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#17 von Haruki , 02.08.2025 12:00

@Otaku

Dein Benutzername sagt eigentlich alles über mich!
Otaku – das hätte ich hier nicht erwartet, und umso mehr hat es mich gefreut.

Es ist wohl so: Je näher einem etwas ist, desto schwerer fällt es, seinen wahren Wert zu erkennen.
Für mich ist der Shinkansen ehrlich gesagt einfach „der Ort, wo ich den Laptop aufklappe, um auf Geschäftsreisen zu arbeiten“ – nicht sehr romantisch, oder? 😅

Umso schöner ist es zu wissen, dass es in Europa Menschen wie dich gibt, die sich für Japan begeistern.
Vielen Dank für deine netten Worte – und herzliche Grüße aus Tokio!

Haruki


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#18 von V8Cobra , 02.08.2025 12:22

Hallo Haruki,

verstehe ich dich richtig? Du verlötest die Schienen mit einander?
Bitte bedenke die Längenausdehnung von Metall bei Temperaturänderungen. Metall dehnt sich aus bei Erwärmung. Falls in deinem Modellbahnzimmer die Temperatur nicht ständig die gleiche ist, wird es bei Temperaturänderungen Verwerfungen der Schienen geben. Und das wird dir die Freude an der Modellbahn ganz schön vermiesen...


Viele Grüße, Uwe

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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#19 von RC-Flieger , 02.08.2025 12:59

Hallo Haruki
Auch von mir erstmal ein herzliches hier im Forum. Bin jetzt erst auf den Treat hier gestoßen und der Anfang hat mich gleich mal an unseren Anfang erinnert.
Irgendwie zu wenig Platz und dann mit unkonventionellen Mitteln einfach mal angefangen. Das . Und weil ich sehr gespannt bin was du da so bauen wirst, stelle ich mal n Fuß in die Tür und beobachte weiter was noch kommt.
Ach ja, das Herr Tamiya gestorben ist habe ich mitbekommen. Auch ich habe als Kind und Jugendlicher viele Bausätze von Tamiya gebaut. Mein erstes RC Auto war von Tamiya, auch einige weitere , und Bausätze von Tamiya sind auch heute noch so ab und an mal auf dem Basteltisch zu finden.

Gruß Thomas


RE: " Einmal rund um die Werkstatt " Dioramen mit Verbindungsgleisen
Vorbildloser Eigenbau in H0
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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#20 von Haruki , 02.08.2025 13:44

Zitat von V8Cobra im Beitrag #18

verstehe ich dich richtig? Du verlötest die Schienen mit einander?
Bitte bedenke die Längenausdehnung von Metall bei Temperaturänderungen. Metall dehnt sich aus bei Erwärmung.



Hallo V8Cobra,

vielen Dank für deinen wichtigen Hinweis!
Ehrlich gesagt hatte ich das Thema Wärmeausdehnung und mögliche Gleisverwerfungen (ganz wie bei der echten Bahn!) bisher überhaupt nicht bedacht.

Du hast es richtig verstanden: Abgesehen von den ROCO LINE-Bereichen hatte ich geplant, die Flexgleise an den Verbindungsstellen samt Schienenverbindern zu verlöten.

Ich hatte diese Methode bei einem japanischen Modellbauer gesehen – mit dem Ziel, Leitfähigkeit und Stabilität zu verbessern.
Deine Einschätzung erscheint mir jedoch deutlich praxisnäher.
Vielleicht habe ich auch einfach übersehen, dass verlötete Übergänge einen kleinen Spielraum brauchen.

Wie auch immer – es ist gut, das jetzt zu wissen, bevor Probleme auftreten.
Nochmals danke für deinen Hinweis!

Haruki


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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#21 von Aedelfith , 02.08.2025 14:24

Schönes Projekt. Nur würde ich die Bogenüberhöhung, die du auf dem Bild mit dem Reiterstellwerk so schön dargestellt hast etwas geringer wählen.
Denke eine weniger starke würde besser aussehen.
Gibt es eigentlich einen Gleisplan?


Beste Grüße
Stephan

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zuletzt bearbeitet 02.08.2025 | Top

RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#22 von ÖsiToni , 02.08.2025 15:27

Toll, dass du uns wieder schöne Bilder mitgebracht hast. Dein genauer und durchdachter Stil lässt mich sehr auf weitere, tolle Fortschritte hoffen!

Zitat von Haruki im Beitrag #20
mit dem Ziel, Leitfähigkeit und Stabilität zu verbessern.

Eventuell verbessert das nicht die Stabilität, aber man kann zwischen den Flexgleisen kleine Kabelstückchen von unten an den Enden verlöten, sozusagen als (zusätzliche) flexible Stromversorgung. Habe ich schon ein paar Mal so gesehen, ist aber natürlich ein sehr großer zusätzlicher Aufwand. Ich denke, wenn du nicht zu viele Temperaturunterschiede in deinem Zimmer hast, sollten die normalen Schienenverbinder grundsätzlich reichen.


Lg, Anthony

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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#23 von Haruki , 02.08.2025 16:25

Haa... haa haa...

Ich habe soeben alle verlöteten Schienenverbindungen entfernt und sie durch neue Schienenverbinder und frischen Unterbau ersetzt.
Wenn ich eines mit Sicherheit sagen kann, dann dies: Ich bin komplett durchgeschwitzt.
Kennt ihr die tropischen Nächte in Tokio? Ich glaube, ich bin deutlich weicher geworden als meine Schienen.

Und noch etwas ist sicher: Ohne meinen Proxxon-Motorschleifer hätte ich diese Korrektur niemals geschafft. Ich bin sehr froh, dass ich ihn gekauft habe!

@RC-Flieger
Vielen Dank für deine warmen Worte!

Als Erwachsener habe ich gelernt, dass es neben Tamiya noch viele großartige Modellbauhersteller auf der Welt gibt –
Revell, Italeri, Eduard... einige Bausätze sind sogar präziser oder schöner als die von Tamiya.
Und doch bleibt die Philosophie von Tamiya für mich etwas ganz Besonderes.
Natürlich habe ich auch mehrere RC-Autos gebaut!

@Aedelfith
Vielen Dank für deinen scharfen Blick.
Ehrlich gesagt: Ja, ich hatte es auch schon geahnt – 2,5 mm Überhöhung war vielleicht zu viel.
Ich habe sie bewusst etwas übertrieben, um einen „modellhaften“ Effekt zu erzielen,
aber vermutlich wären 1,5 mm deutlich realistischer (und eleganter) gewesen.

Leider lässt sich der Neigungswinkel jetzt nicht mehr so einfach korrigieren – selbst mit dem Proxxon nicht.
Aber dein Hinweis ist notiert – und wird sicher in mein nächstes Projekt einfließen!

Übrigens: Wie erstellt ihr eigentlich eure Gleispläne?
Ich selbst habe in diesem Projekt nicht einen einzigen Plan gezeichnet – nur ein paar grobe Notizen...

@ÖsiToni
Vielen Dank für deinen praxisnahen Rat.

Was die Stabilität betrifft, hoffe ich, dass sie sich nach dem Einschottern bessert.
Meine Skepsis gegenüber Schienenverbindern kommt vielleicht aus der japanischen Modellbahnpraxis.

Zum Beispiel sind die UNITRACK-Gleise von KATO extrem benutzerfreundlich,
aber bei längerer Nutzung können die Schienenverbinder manchmal zu Spannungsabfällen führen.
Vielleicht hat mich dieser Eindruck ein wenig geprägt.

Haa... haa haa...

Der Text ist schon wieder viel zu lang geworden – eigentlich wollte ich einfach nur ein paar neue Bilder zeigen,
aber leider habe ich aktuell kein weiteres Layout-Foto auf Lager.

Als kleinen Ersatz zeige ich euch ein Bild meiner Lieblingslok – einer wunderschönen, in Deutschland gebauten Elektrolokomotive.


(Übrigens – ist es im Forum eigentlich eher unerwünscht, wenn man in einem Anlagenthread auch mal nicht-projektbezogene Bilder teilt?
Ich möchte auf keinen Fall stören.)

Gute Nacht –
aus dem tropischen Tokio,
Haruki


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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#24 von Haruki , 03.08.2025 10:36

Hallo zusammen,

endlich habe ich meinen inneren Schweinehund überwunden und einen Gesamtplan meiner Anlage gezeichnet.
Der Bereich, in dem die Strecke von der Hauptstrecke abzweigt, braucht noch etwas Zeit zur Ausarbeitung –
aber ich hoffe, dass die Zeichnung trotzdem hilft, einen ersten Eindruck vom Gesamtbild zu bekommen.



Hm? An einigen Stellen stimmen die Winkel offenbar nicht ganz…
Keine Sorge – im realen Aufbau habe ich das alles flexibel gelöst.

Wahrscheinlich ist dies mein letztes Update für dieses Wochenende.
Bis bald!

Mitomi


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RE: Meine H0-Anlage aus Tokio – erstes Projekt auf kleinem Raum

#25 von sts , 04.08.2025 12:16

Hallo Mitomi (ist das Dein Vorname?),

Zitat von Haruki im Beitrag #23
Kennt ihr die tropischen Nächte in Tokio?

Leider kenne ich keine tropischen Nächte in Tokio, aber hier sind manchmal die Nächte auch ziemlich heiß.

Dein Gleisplan ist sehr hilfreich, gut, daß Du Deinen inneren Schweinehund überwunden hast. Zwischen Gleisplan und realem Aufbau ist immer ein großer Unterschied, das kennen wir alle.

Deine Lieblingslok gefällt mir auch.

Beste Grüße
Stefan


Bahnbetriebswerkfest


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