Güterbahnhof redesigned

#1 von Langbogner , 14.07.2025 21:23

Hallo zusammen.
Da ich auf meine wohl viel zu allgemein gestellte Frage nach dem Signalplan im anderen Thread keine Rückmeldungen bekommen habe, bin ich zwei Schritte zurück gegangen und hab mir erstmal den Gleisplan des Bahnhofs und die Einteilung der gesamten Strecke in Blöcke vorgenommen. Bei den Blöcken bin ich mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich viel zu viele hatte - dementsprechend hab ich die Anzahl reduziert und die Länge der jew. Blöcke vergrößert.
Zudem ist mir aufgefallen, dass das bisherige Bahnhofsdesgign im Bereich des Güterbahnhofs schlecht ist. Rangieren ist quasi nicht möglich, weil man den zusammenzustellenden Güterzug nicht umfahren kann. Daher hab ich den Güterbereich umgeplant und würde nun gerne eure Meinung einholen, ob man das Design so lassen kann. Weiterführend wäre dann die Frage, wo im Bereich des Güterbahnhofs Signale hin müssen. Ich weiß, dass hier v.a. Sperrsignale eingesetzt werden, bin mir aber bzgl. der Platzierung nicht sicher.
Die Anlage stellt grob die ganz späte Epoche IV und hsl. die Epoche V dar. Angelehnt ist sie vage an der Strecke Garmisch-München, die eine eingleisige Hauptstrecke mit relativ viel Personenverkehr ist (Regionalbahn, an Wochenenden und zu Stoßzeiten fährt auch ein ICE). Güterverkehr gab es m.W. nur ganz am Anfang der dargestellten Zeit noch, aber da kann ich mich auch täuschen. Ich verwende das C-Gleis von Märklin.


Danke und viele Grüße,
Bene


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RE: Güterbahnhof redesigned

#2 von tommynorden , 15.07.2025 20:17

Moin!

Das orange und braune Gleis interpretiere ich als Bahnhofs- und Durchfahrgleise. Bleiben also die beiden anderen Gleise für den Güterverkehr. Und ab Epoche IV reichen die auch meist aus. Aber vielleicht erklärst Du uns erst noch die Funktion der einzelnen Gütergleise. Zu erkennen glaube ich einen Kran, aber für was? Schüttgüter? Schrott? Bekohlung (... in Epoche IV nicht mehr aktuell)?

Dann solltest Du uns sagen, was auf dem Bahnhof passiert. Der Größe nach würde ich auf eine kleinere Zwischenstation tippen, wo die meisten höherwertigen Züge nur Durchfahren. Also herrscht nur lokaler Nahpersonen- und Eilzugverkehr vor. Und bis auf den Nahgüterverkehr werden auch größere Güterzüge nur durchfahren.

Was ist das Besondere an Deinem Bahnhof? Wo ist die ehemalige Rampe? Ladestraße? Güterschuppen?

Liebe Grüße aus dem Norden von

tommy


Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

RE: Eine kleine Nebenbahn ... der zweite Versuch ... !


 
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RE: Güterbahnhof redesigned

#3 von KBS962 , 16.07.2025 00:46

Zitat von Langbogner im Beitrag #1

Zudem ist mir aufgefallen, dass das bisherige Bahnhofsdesgign im Bereich des Güterbahnhofs schlecht ist. Rangieren ist quasi nicht möglich, weil man den zusammenzustellenden Güterzug nicht umfahren kann. Daher hab ich den Güterbereich umgeplant und würde nun gerne eure Meinung einholen, ob man das Design so lassen kann.


Hallo Bene,

ich weiß jetzt nicht, auf welches bisheriges Bahnhofsdesign du dich beziehst. So kann ich nur Bezug auf den aktuellen Gleisplan nehmen.

EDIT 16.07.2025: Jetzt habe ich auch das bisherige Bahnhofsdesign gefunden. Warum sollte man auf diesem bisherigen Bahnhofsdesign nicht rangieren können? Ein Umfahren eines Güterzuges ist dort auch problemlos möglich. Lediglich die Ladegleise sind extrem kurz bzw. nicht vorhanden. Es gibt nur ein sehr kurzes Stumpengleis am Güterschuppen (für Stückgut) und ein sehr kurzes Ladegleis mit dem Kran (was soll hier be- oder entladen werden?). Eine Ladestraße fehlt völlig.

Grundsätzlich wird bei solch kleinen Bahnhöfen nicht nach Personen- und Güterbahnhof unterschieden. Der "Güterbahnhof", der dann auf der Modellbahn nur aus einem Güterschuppen besteht, stammt wohl aus dem Faller-Katalog, existierte aber in der Form beim Vorbild nicht. Ein kleiner Bahnhof hatte zumindest bis Epoche IV in den allermeisten Fällen Bahnsteiggleise und Ladegleise. Üblich waren und sind ein durchgehendes Hauptgleis mit Bahnsteig und ein Ausweich- und Überholgleis, ebenfalls mit Bahnsteig. Dann gab es (bis Epoche IV) normalerweise ein Ladegleis mit Ladestraße, Kopf-Seiten-Rampe und (als Überbleibsel aus früheren Epochen) noch ein Stumpfgleis am Güterschuppen für den Stückgutverkehr. In Epoche IV war allerdings der Stückgutverkehr an kleinen Bahnhöfen schon stark auf dem Rückzug, wenn er überhaupt noch existierte.

Als Minimalversion mit Güterverkehr reichen also zwei Hauptgleise (jeweils mit Bahnsteigkante) sowie ein Ladegleis. Zum Rangieren werden die Personenzuggleise genutzt, natürlich können dort auch Güterzüge kurzzeitig abgestellt und auch umfahren werden.

Man kann noch ein drittes Hauptgleis für den Güterverkehr vorsehen, wenn es häufiger zu Güterzugüberholungen und Zugkreuzungen kommen soll. Im aktuellen Gleisplan wäre das das Gleis 3 vom Empfangsgebäude aus gezählt. Das dritte Hauptgleis wird dann auch zum Rangieren von Nahgüterzügen genutzt, die die örtlichen Güterverkehrsanlagen bedienen. Eine Umfahrung des Zuges erfolgt über eines der beiden anderen Hauptgleise. Eine strikte Trennung zwischen Personenzug- und Güterzuggleisen ist nicht notwendig.

Der aktuelle Gleisplan lässt schon etwas Güter- und Rangierbetrieb zu. Allerdings sollte das Gleis 4 (gezählt vom Empfangsgebäude) nicht als Rangier- und Umfahrgleis, sondern als Ladegleis an einer Ladestraße genutzt werden. Eine Ladestraße fehlte bis Epoche IV auf fast keinem Bahnhof und nahm oft mehr Platz ein als die Personenverkehrsanlagen. Auf Modellbahnen fehlen Ladestraßen aus mir unerklärlichen Gründen oft völlig.

Grüße
Andreas


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RE: Güterbahnhof redesigned

#4 von Langbogner , 17.07.2025 23:51

Danke euch zuerst für das Feedback!
Der Bahnhof ist letztlich ein Kompromiss: mir ist bewusst, dass in der von mir anvisierten Epoche Güterverkehr auf Nebenbahnhöfen im Rückzug befindlich oder stellenweise bereits aufgegeben war. Da ich a) dennoch etwas rangieren will (nur Personenverkehr, der im Kreis fährt, ist auf Dauer auch nicht so prickelnd...) und b) eine wirklich vorbildgerechte Anlage gar nicht anstrebe (bzw. umsetzen kann mangels Hintergrundwissen) habe ich einen Güterbereich ergänzt, der wohl etwas anachronistisch ist. Da im Zweifelsfall meine Entscheidung aus pragmatischen Gründen immer pro Spielbahn und gegen Modellbahn gefallen ist, wäre das für mich OK. Zumindest, solange das Design praktikabel und nicht allzu weit von Realität entfernt ist. Angedacht ist, dass dort Holz oder Stein bzw. Schotter (in Richtung des ehem. Hartsteinwerks Werdenfels) umgeschlagen wird. Aufgrund des sehr begrenzten Platzes ist Holz vermutlich sinnvoller, da man für Schotter oder Stein größere Verladeanlagen bräuchte. Ein Bahnsteig ist im Anschluss an das Empfangsgebäude und zwischen Gleis 2 und 3 geplant, wobei Gleis 3 primär für das Aufstellen von Güterzügen genutzt werden soll, weniger für Personenverkehr. Bzgl. des Güterverkehrs plane ich eine Zweiteilung: größere Güterzüge fahren nur durch, die werden "oberirdisch" nicht simuliert. Der Güterbahnhof soll kleine Güterzüge hsl. mit Holz- und bissl Stückgutabfertigung darstellen.

Im Bezug auf die Gleisplanung würde ich aufbauend auf dem Feedback von @KBS962 folgende Änderungen einplanen:
- Gleis 4 wird vom Rangiergleis zum Ladegleis umfunktioniert, ohne zweite Weiche, sofern der Platz ausreicht (wenig Raum bzw. sonst steiler Hang zum pinken Auffahrtsgleis links)
- das ganz kurze Stumpengleis neben der Bahnhofseinfahrt könnte wohl auch entfallen (?) Oder lieber behalten zum Abstellen von Rangierloks?
- Die Ladegleise für das Sägewerk/Stein-/Schotterwerk verlängern und dafür weiter oben aus Gleis 3 abzweigen lassen
Wäre das so machbar bzw. sinnvoll? Falls ja, würde ich den Gleisplan umgestalten und hier nochmal reinstellen.


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RE: Güterbahnhof redesigned

#5 von KBS962 , 18.07.2025 10:37

Hallo Bene,

wenn die Modellbahn in der späten Epoche IV bzw. in Epoche V spielen soll, kann Güterverkehr an kleinen Zwischenbahnhöfen durchaus noch vorbildgerecht sein. In Uffing, einem kleinen Landbahnhof an der Werdenfelsbahn, wurde der Wagenladungsverkehr erst Anfang der 2000er-Jahre eingestellt, also mitten in der Epoche V. Aber man muss das mit den Epochen auch nicht so ernst nehmen. Es ist nicht verboten, auf der Modellbahn eine ideale Eisenbahnwelt darzustellen, bei der es auch in Epoche VI noch lokalen Güterverkehr oder sogar noch Stückgutverkehr gibt. Es sollte halt in sich stimmig sein. Einen langen Erzzug oder eine Rollende Landstraße wird man in einem kleinen Landbahnhof nicht be- oder entladen. Aber warum sollten nicht auch in Epoche VI einzelne Wagen zugestellt werden? Das gab es bis vor kurzem noch z.B. in Denklingen und Asch-Leeder an der Strecke Schongau - Landsberg.

Zum Gleisplan:
Beim Ladegleis (Gleis 4) sollte auf die nördliche Weiche nicht verzichtet werden. Oder es muss eine vernünftige Anbindung von Süden her erhalten. Ansonsten lassen sich die Wagen nicht vernünftig zustellen.
Das kurze Stumpengleis an der (südlichen) Bahnhofseinfahrt würde ich schon beibehalten. Es kann z.B. zum Abstellen von Bahndienstfahrzeugen verwendet werden oder zum Zwischenabstellen von Wagen während des Rangiervorgangs (auch wenn das Gleis ziemlich kurz ist, aber besser als gar nichts).
Ich würde die Ladegleise alle von Norden her anbinden. Ein Ladegleis kann noch ein ganzes Stück weiter nach Westen (etwas oberhalb des linken Streckengleises) angelegt werden, um hier eine großen Ladehof zu gestalten.

Zum Konzept "Ladestraße":
Der Witz an einer Ladestraße ist, dass es dort eben kein Schotterwerk, Sägewerk oder Güterschuppen gibt. Ein Sägewerk wird immer nur Stammholz erhalten und Schnittholz versenden. Ein Schotterwerk wird immer nur leere Schotterwagen erhalten und volle versenden. In einem Tanklager werden immer nur Kesselwagen zugestellt. Auf der Modellbahn schränkt man sich dadurch auf wenige Wagentypen ein. An einer Ladestraße (das ist nichts anderes als eine lange befestigte Fläche neben einem Ladegleis) können dagegen praktisch alle Typen von Güterwagen zugestellt und be- und entladen werden. Das geht über Stückgut, das ein örtlicher Betrieb mit dem LKW anliefert, über landwirtschaftliche Geräte, Schüttgüter, die mit einem Förderband entladen werden, Holz (sowohl Empfang als auch Versand) bis hin zu einem gelegentlichen Schwertransport für ein nahes Industrieunternehmen oder für ein Umspannwerk. An einer Ladestraße kann dann sogar ein 24-achsiger Trafo-Schwertransport glaubhaft zugestellt werden. Auf der Modellbahn kann man dann mit verschiedenen passenden Straßenfahrzeugen eine vielfältige Ladetätigkeit flexibel nachstellen.
Auch wenn man in den Katalogen der Modellbahnzubehörhersteller praktisch nie Ladestraßen sieht (denn dafür kann man keine Gebäude verkaufen), so waren beim Vorbild Ladestraßen die wichtigsten Güterverkehrsanlagen von Bahnhöfen und nahmen entsprechend viel Platz ein, oftmals mehr als die Personenverkehrsanlagen.

Ich will Dich jetzt nicht zu einem bestimmten Konzept drängen. Wenn Du mit Sägewerk und Schotterwerk zufrieden bist, ist das natürlich in Ordnung. Es sollte nur ein Denkanstoß für mehr Vielfalt und Spielspaß sein.

Grüße
Andreas


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RE: Güterbahnhof redesigned

#6 von KBS962 , 18.07.2025 23:24

Jetzt habe noch etwas am Gleisplan rumprobiert, wobei ich versucht habe, die Grundabmessungen der Anlage und des Bahnhofs möglichst genau nachzubauen. Ich konnte aber mit der im Nichts endenden Kreuzungsweiche und der weiteren Weiche nördlich des Empfangsgebäudes nichts anfangen. Geändert habe ich den Güterbereich.

Hier eine Sicht von Oben:



Der Ladehof mit zwei Ladegleise, ein Kopframpengleis und ein Seitenrampengleis.

Hier sind ein paar Möglichkeiten dargestellt, wie Güter zwischen Schiene und Straße umgeladen werden können:
- Mit Hilfe des Bockkrans können schwere Lasten umgeladen werden
- Holz kann direkt zwischen LKW und Güterwagen umgeladen werden, der LKW hat dafür einen eigenen Kran.
- Kohle wird mit Hilfe eines Förderbandes auf die bereitstehenden Lastwagen umgeladen.
- Güter werden vom weißen LKW direkt in einen gedeckten Güterwagen umgeladen.
- Auf dem Rungenwagen steht ein Wohnwagen, der über die Kopframpe entladen werden kann.
- An der Seitenrampe steht ein Schiebewandwagen, der mit Hilfe eines Gabelstaplers beladen wird, während der LKW das Ladegut auf die Rampe ablädt.
Man muss natürlich nicht alles gleichzeitig darstellen. Ich will nur zeigen, welche vielfältigen Möglichkeiten eine Ladestraße bietet.

Die Stückgutabfertigung mit Güterschuppen könnte auf die Seite des Empfangsgebäudes verlegt werden. Das Gleis am Güterschuppen dient als Verladegleis für Stückgut, im zweiten parallelen Gleis können weitere Wagen abgestellt werden. Auch das Schotterwerk hat einen Platz gefunden, auch wenn der Standort noch nicht ideal ist, da das große Gebäude im Vordergrund zu dominant ist und den hinteren Bereich verdeckt.


Grüße
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RE: Güterbahnhof redesigned

#7 von Thinkle , 19.07.2025 00:23

Ich finde @KBS962 Vorschlag interessant und habe mal versucht, die größtmöglichen Radien zu nutzen, die man auf der Fläche unterbekommt. Große Radien tun meistens gar nicht so weh, wie man immer denkt, vor allem nicht bei Paradestrecken! Einfach erstmal mit Mut groß träumen und gucken, was mit aller Gewalt rein geht:


(Die Flexgleise einfach ignorieren, ich hatte keine Lust, soviele Geraden aneinander zu klicken!)

Natürlich ist die Gesamtfläche jetzt ein bisschen ausgereizter, vielleicht findet sich noch eine Option, die Grundfläche um wenige cm zu vergrößen? Und die Ecke, die da gerade so geschnitten wird,könnte vielleicht auch in 2x45° abgewandelt werden, dann passt das wieder oder es würde sogar noch der R5 als letztes Stück des Bogen statt einem R3 passen, damit würde man nochmal deutlich gewinnen!

Das es zwischen den beiden R9 Gegenbögen keine Gerade mehr gibt, ist halb so wild, die haben jeweils 1100mm Radius, da passt das. Außerdem sind die beiden Bögen gemeinsam fast genau so lang wie 2x R3 15° + 172mm zwischengerade, sehen aber 1000 besser aus.

Das Ganze geht auch mit der schlanken Bogenweiche, die der R1 Bogenweiche deutlich vorzuziehen ist. Der Versatz zwischen den beiden langen Geraden und der nicht ganz Rasterkonform verbauten Bogenweiche ist 3mm, auf die Länge drückt sich das weg. Und natürlich muss man an den beiden Kurven für die Bogenweiche etwas die Böschung manipulieren, damit das passt, aber das ist ja einmalig und die Gleise kosten zusammen keine 10€.
Das sind auch keine Heiligtümer! An denen darf man ruhig solange herumsägen, bis man das bauen kann, was man bauen möchte und so ein bisschen Böschung wegschnitzen ist jetzt keine hohe Kunst des Gleisbaus. Wenn es daran scheitert, sollte man sich den Rest der Anlage auch nochmal überlegen :D


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RE: Güterbahnhof redesigned

#8 von DGU , 19.07.2025 09:41

Hallo Andreas (@KBS962),

irgendwie fehlt mir ein Ausziehgleis bei deinem Entwurf.
So wie dargestellt muss auf die Strecke bis zum Esig ausgezogen werden, um den Ortgüterbereich mit den Ladegleisen zu bedienen.
Eigentlich ist Platz für ein Ausziehgleis vorhanden.
So könnte eine mögliche Lösung aussehen.


Gruß
DGU


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RE: Güterbahnhof redesigned

#9 von KBS962 , 19.07.2025 22:33

Zitat von DGU im Beitrag #8

irgendwie fehlt mir ein Ausziehgleis bei deinem Entwurf.



Hallo DGU,
ja, das ist richtig, ein Ausziehgleis wäre eine sehr gute Ergänzung und würde den Bahnhof deutlich aufwerten. Ich habe ja den Entwurf von Bene praktisch unverändert übernommen und mich vorerst dem Thread-Titel entsprechend auf den Güterbereich konzentriert. Ich wollte einfach nur zeigen, dass ein "Güterbahnhof" nicht nur aus Güterschuppen und Kran besteht, sondern dass es viel mehr und interessantere Möglichkeiten gibt.

Natürlich hat der Bahnhof noch deutlich mehr Verbesserungspotential. @Thinkle hat ja bereits einen Vorschlag für eine wesentlich elegantere Paradestrecke gemacht und die R1-Bogenweiche durch eine schlankere Bogenweiche ersetzt. Tatsächlich sollte man eine R1-Bogenweiche nach Möglichkeit vermeiden. Auch die rechte/nördliche Bahnhofszufahrt könnte noch deutlich verbessert werden, indem auch hier (schlanke) Bogenweichen eingesetzt werden, was dann gleichzeitig die Nutzlänge der Bahnhofsgleise verlängern dürfte. Das müsste man dann nochmal extra überarbeiten.

Womit ich allerdings nichts anfangen konnte, waren in Benes Plan die Kreuzungsweiche und die Rechtsweiche in der nördlichen Bahnhofsausfahrt, deren beide Stränge im Nichts enden. In einem etwas älteren Thread schließt dort jedoch ein schleifenförmige Strecke an. Ich weiß nicht ob dieses Konzept noch aktuell ist. Wenn ja, wird eine halbwegs vorbildgerechte und elegante Planung des Bahnhof deutlich schwieriger. Aber Bene schreibt, sich im Zweifelsfall "pro Spielbahn" zu entscheiden.

@Langbogner:
Es wäre gut wenn Du hier einen vollständigen aktuellen Plan einstellst und wenn möglich auch eine Skizze des Raumes. Dann können wir eher sagen was noch geht und was vielleicht nicht mehr geht. Es macht keinen Sinn, jetzt eine schöne und elegante rechte/nördliche Bahnhofseinfahrt zu planen, wenn dann noch zwei zusätzliche abzweigende Strecken berücksichtigt werden müssen, von denen der weitere Verlauf aber nicht klar ist.

Grundsätzlich will ich hier nicht an Deinen Bedürfnissen vorbei planen. Du musst wissen, in welche Richtung es gehen soll. Wir können hier nur Verbesserungsvorschläge machen. Es ist dann allein Deine Entscheidung, ob Du die Vorschläge umsetzt oder nicht.

Grüße
Andreas


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RE: Güterbahnhof redesigned

#10 von Langbogner , 20.07.2025 20:31

Danke für die Anregungen; insbesondere an @KBS962!
V.a. die Umplanung des Güterbereichs ist sehr hilfreich und bietet sehr gutes Anschauungsmaterial. Ich hab mal den aktuellen Gleisplan angehängt - folgende Anmerkungen dazu:
- Nach aktueller Planung wird das Schotterwerk bzw. das Ausziehgleis an der eingezeichneten Stelle schwierig: dort hatte ich eine kleine Schlucht eingeplant, sodass man etwas mehr Gleis der tieferen Ebenen sehen kann und eine Brücke einfügen kann. Das ist aber nicht in Erz gegossen; zwar existiert das Gleis auf tieferen Ebene bereits, aber die Brücke gibt es noch nicht (stattdessen ist ein herausnehmbares Stück Trassenbrett eingesetzt). Könnte man also umplanen
- Die Kreuzungsweiche, deren Sinn Andreas nachvollziehbarerweise auf den ersten Screenshots nicht erkennen konnte, ist die Einmündung der Nebenbahn. Ebenso die Weiche neben dem Empfangsgebäude; hier schließt die Nebenbahn und ein Teil eines Dorfes an (angedeutet durch den Bahnübergang und paar Häuser). Wenn das die Bahnhofsplanung aber massiv erschwert, kann der Bereich aber auch umgeplant werden. Drin sein sollte nur: a) eine Nebenbahn, die zum östlichen Anlagenteil führt, damit der besser ausgenutzt ist und b) ein Dorf, zumindest in Teilen (also Platz für Gebäudemodelle).
- Eine Bemerkung zu dem seltsamen Brückenkonstrukt ganz oben im Norden: das ist der Bereich vor dem Fenster (ZImmergrundriss ist Ebene 20, falls das jemand im Plan ausblenden will). Um das ein Stück weit öffnen zu können, ist hier ein "Ausschnitt" aus der Landschaft geplant. Ist das Fenster geschlossen, soll eine herausnehmbare Brücke eingesetzt werden und die Nebenbahn ist befahrbar; bei offenem Fenster kann diese Strecke nicht genutzt werden. Ob ich das so durchziehe, weiß ich aber noch nicht 100%ig
- Meine Überlegung geht dahin, das Schotterwerk oder ein Sägewerk im östlichen Anlagenteil unterzubringen. Man könnte es z.B. als Verlängerung des Nebenbahnhofes nach Norden umsetzen; ein Gleis reicht hier ja.

Allgemein finde ich die Idee mit der Ladestraße so gut, dass ich das umsetzen (bzw. erstmal umplanen) würde. Das schließt ja das ein- oder andere Wirtschaftsgebäude in dem Bereich (z.B. ein Baywa Lagerhaus oder so) nicht aus, und sei es als Deko. Das Sägewerk könnte man dann wie gesagt auf die Nebenbahn verlegen und z.B. einen Transport von Schnittholz zum Güterbahnhof simulieren, wo das Zeug dann auf LKWs verladen oder umgeladen wird.
@Thinkle s Idee mit dem R9/R5 schaut echt sexy aus, deutlich besser als meine Planung. Ich fürchte aber, dass ich das nicht oder nur mit erheblichem Aufwand sauber mit dem Rest der Anlage verbunden bekomme. Sonst würde ich das sofort übernehmen.

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RE: Güterbahnhof redesigned

#11 von Thinkle , 21.07.2025 13:58

Freut mich, dass der Vorschlag gefällt.

Das eigentliche Konstrukt mit den beiden Gegenbögen ist in sich selbst kein Problem, weil die sich ja gegenseitig aufheben, ein Winkelfehler tritt da schon Mal nicht auf.

Und bezüglich des Rasters musst du dir eh keine Hoffnungen machen! Die auf den breiten Abstand adaptierte R3 Bogenweiche verletzt sowieso schon alles an Raster, was heilig ist und der R3 Bogen kommt nochmal völlig woanders heraus, als du alles Mal geplant hattest. Das muss aber nichts schlimmes sein, ich habe den Plan schon ungefähr so gestaltet, dass der Bahnhof und die Paradestrecke schon noch da liegen, wo sie ursprünglich lagen.

Ich weiß nicht, wir dein Plan im Untergrund weiter läuft, aber optisch ist der Unterschied, glaube ich, nicht zu groß. Das müsste grob immer noch passen und anpassbar sein.

Und auch hier gilt wieder:
Bitte nicht an der Idee festkleben, dass die Gleise auf keinen Fall verändert werden dürfen. Du hast die bezahlt und kannst damit machen, was du möchtest.

Du bist kein Teppichbahner, du bist nicht abhängig von der Click Funktion, du kannst und solltest die Gleise auf dem Untergrund festschrauben.
Wenn es dein Plan also voraus setzt, dann kannst du ruhig Gleise einkürzen. Das kostet fast nichts, die Fehlerquote ist überschaubar der Gewinn ist enorm!


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RE: Güterbahnhof redesigned

#12 von KBS962 , 21.07.2025 16:34

Zitat von Thinkle im Beitrag #11

Wenn es dein Plan also voraus setzt, dann kannst du ruhig Gleise einkürzen. Das kostet fast nichts, die Fehlerquote ist überschaubar der Gewinn ist enorm!

Genau! Auf der Märklin-Homepage wird z.B. das 77,5 mm lange Ausgleichstück Nr. 24077 für 4,09 Euro angeboten, das mehr als doppelt so lange Gleisstück Nr. 24172 kostet dagegen nur 3,69 Euro. Da kann man gerne mal ein 24172 zersägen, um zwei oder drei passgenaue Ausgleichstücke zu erhalten.

Andreas


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RE: Güterbahnhof redesigned

#13 von Thinkle , 21.07.2025 21:47

Ich meinte jetzt ja eher so krumme Zwischengrößen.
entweder unter 64mm oder der Bereich zwischen 90 und 128 mm!


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RE: Güterbahnhof redesigned

#14 von KBS962 , 21.07.2025 22:09

Zitat von Thinkle im Beitrag #13
Ich meinte jetzt ja eher so krumme Zwischengrößen.
entweder unter 64mm oder der Bereich zwischen 90 und 128 mm!

Ja natürlich, das meine ich doch auch.
Es gibt u.a. Gleise mit 64,3mm, 77,5mm, 94,2mm, 171,7mm und 183,mm. Da kann man natürlich versuchen, mit verschiedenen Kombinationen die richtige Gleislänge hinzubekommen. Oder man sägt einfach ein längeres Gleisstück zurecht und spart dabei Geld.


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RE: Güterbahnhof redesigned

#15 von Langbogner , 28.07.2025 23:07

Servus,

ich hab jetzt Andreas' Vorschläge in meinem Plan weitgehend umgesetzt. Ich habe entschieden, die Schlucht mit Brücke für die tiefere Gleisebene am Nordausgang des Bahnhofs zu streichen und dafür ein zusätzliches Ausziehgleis einzusetzen. Ob ich da ein Schotterwerk hinsetze, wie von Andreas vorgeschlagen, weiß ich aktuell noch nicht wirklich; der Platz ist da für raumgreifende Modellgebäude relativ knapp. Als reines Ausziehgleis hat das Teil durchaus ja auch Sinn und erhöht den Rangierspaß.

Jetzt bliebe noch eine relativ wichtige Frage: wo müssen in diesem Plan die Signale im Bereich des Güterbahnhofs hin? Bei den Personenzuggleisen kapier ich es einigermaßen: Ausfahrsignale an jede Seite auf jedem Gleis, Einfahrsignale jeweils an der Ein- und Ausfahrt vor der ersten Weiche. Aber die Positionierung von Rangiersignalen kapier ich noch nicht wirklich... Außerdem bin ich nicht sicher, ob am Ende des Güterbahnhofs auch "normale" Ausfahrsignale hin müssen und ob die Nebenbahn vollwertige Einfahrsignale braucht, oder ob es hier auch einfache Blocksignale tun


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#16 von KBS962 , 29.07.2025 19:48

Zitat von Langbogner im Beitrag #15

Ich habe entschieden, die Schlucht mit Brücke für die tiefere Gleisebene am Nordausgang des Bahnhofs zu streichen und dafür ein zusätzliches Ausziehgleis einzusetzen. Ob ich da ein Schotterwerk hinsetze, wie von Andreas vorgeschlagen, weiß ich aktuell noch nicht wirklich; der Platz ist da für raumgreifende Modellgebäude relativ knapp. Als reines Ausziehgleis hat das Teil durchaus ja auch Sinn und erhöht den Rangierspaß.


Hallo Bene,
Ein Ausziehgleis an der Stelle ist sicher sinnvoller als das Schotterwerk. Allerdings würde ich den Vorschlag von @DGU #8 umsetzen, damit auch aus Gleis 3 ausgezogen werden kann. Das Ausziehgleis darf gerne noch etwas länger sein.

Die Zufahrtsweiche aus Gleis 4 zu den beiden Ladegleisen würde ich noch etwas nach Norden verschieben, um die Nutzlänge der Ladegleise zu verlängern.


Zitat von Langbogner im Beitrag #15

Jetzt bliebe noch eine relativ wichtige Frage: wo müssen in diesem Plan die Signale im Bereich des Güterbahnhofs hin? Bei den Personenzuggleisen kapier ich es einigermaßen: Ausfahrsignale an jede Seite auf jedem Gleis, Einfahrsignale jeweils an der Ein- und Ausfahrt vor der ersten Weiche. Aber die Positionierung von Rangiersignalen kapier ich noch nicht wirklich... Außerdem bin ich nicht sicher, ob am Ende des Güterbahnhofs auch "normale" Ausfahrsignale hin müssen und ob die Nebenbahn vollwertige Einfahrsignale braucht, oder ob es hier auch einfache Blocksignale tun


Sollen in Deinem Plan die "Ampeln" Hauptsignale sein? Grundsätzlich stehen die Einfahrsignale nicht direkt vor den Einfahrweichen, sondern in einem größeren Abstand davor, so dass noch über die Einfahrweichen hinaus rangiert werden kann. Das Ende von Rangierfahrten kennzeichnet die Rangierhalttafel Ra10, die zwischen dem Einfahrsignal und der Einfahrweiche steht.

Die Gleise 1 bis 3 erhalten Ausfahrsignale. Gleis 4 kann Gleissperrsignale erhalten. Damit sind die Gleise 1 bis 3 Hauptgleise, auf denen Zugfahrten stattfinden. Gleis 4 ist Rangier- und Umfahrgleis.
Ein "Güterbahnhof" existiert eigentlich gar nicht. Die Ladegleise sind Teil des Bahnhofs, hier wird nicht zwischen Güter- und Personenbahnhof unterschieden. Wenn Güterwagen rangiert werden und z.B. ein Nahgüterzug zusammenstellt wird, müssen die Bahnsteiggleise (insbesondere Gleis 3) mitgenutzt werden. Der Güterzug wird dann auf Gleis 3 zusammengestellt und wird den Bahnhof auch von dort verlassen.

Worin siehst Du den Unterschied zwischen "vollwertige Einfahrsignale" und "einfache Blocksignale"? Auch Blocksignale sind 'vollwertige' Hauptsignale, üblicherweise zeigen sie nur Halt (Hp 0) oder Fahrt (Hp 1). Sollen unterschiedliche Geschwindigkeiten signalisiert werden, z.B. bei wahlweiser Fahrt gerade aus oder über abzweigende Weichen, können Hauptsignale zusätzlich auch noch Langsamfahrt (Hp 2) anzeigen. Es gibt auch Hauptsignale, die nur Hp 0 und Hp 2 anzeigen können.

Der Nebenbahnhof braucht nicht unbedingt Hauptsignale. Anstatt der Einfahrsignale können Trapeztafeln aufgestellt werden. Ausfahrsignale sind überflüssig. In jedem Fall gibt es aber auf der Nebenbahn Einfahrsignale vor der Einmündung in die Hauptstrecke.

Übrigens: Warum ist der Nebenbahnhof so extrem kurz? In diesem Bahnhof können maximal zweiteilige Schienenbusse kreuzen. Selbst eine VT 628 passt hier nicht mehr rein. Dabei gibt es genug Platz, um die Nutzlänge mindestens zu verdoppeln.

Grüße
Andreas


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zuletzt bearbeitet 29.07.2025 | Top

RE: Güterbahnhof redesigned

#17 von volkerS , 30.07.2025 10:07

Hallo Bene,
wie schon geschrieben die Einfahrtsignale stehen zu dicht vor den Weichen. Das Signal oben Gleis 1 muss 3 Begriffe zeigen können (Halt, Fahrt, Langsamfahrt) wie auch die obigen und das untere Einfahrtsignal. Das Ausfahrtsignal Gleis 2 oben muss Halt/Langsamfahrt zeigen da die Fahrt über eine ablenkende Weiche erfolgt. Das Einfahrtsignal grüne Nebenstrecke nur Halt/Langsamfahrt. Der Nebenbahnhof benötigt überhaupt keine Signale wenn die Züge immer im gleichen Gleis kreuzen (so wie durch die Signale angedeutet). Nennt sich dann Zugleitbetrieb, findest du z.B. im Bahnhof Feldberg-Bärental auf der 3-Seen-Bahn.
Aktuell fehlen ja noch diverse Signale in deinem Plan. Alle Signale in den Gleisen 1 - 3 müssen Haupt/Sperrsignale sein wenn dort auch Rangierfahrten stattfinden. Ebenso direkt an den Einfahrweichen wenn dieses Streckengleis für Rangierfahrten genutzt wird. Sperrsignale reichen in Gleis 4 vor den Weichen die in Gleis 3 führen. Dort wäre eigentlich eine Sonderbauart erforderlich, nämlich SH0/Kennlicht. Solange die Weichen in Gleis 4 auf gerade stehen zeigen diese beiden Signale Kennlicht (1 weißes Licht). Die Rangierlok kann sich innerhalb des "Gütergleisebereichs" frei ohne Signalisierung bewegen. Sobald eine Fahrt von Gleis 4 Richtung Gleis 3 erfolgen soll fährt sie bis zu dem Sperrsignal in Gleis 4 meldet sich beim FDL im Stellwerk. Dieser schaltet jetzt das Sperrsignal auf SH0, stellt wenn keine Zugfahrt dies verbietet, die Weiche auf Abzweig und schaltet das Sperrsignal auf SH1. Die Rangierfahrt erfolgt dann signalisiert Richtung "Personenzuggleise". Das Abstellgleis unten (Verlängerung Gleis 3) benötigt ein Sperrsignal.
Volker


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RE: Güterbahnhof redesigned

#18 von Thinkle , 30.07.2025 11:21

Ich kann dir nur empfehlen, die ganzen Radien nochmal zu optimieren und den R1 überall raus zu drücken. Gerade die Zufahrt zur Brücke in R1 15° verstehe ich nicht wirklich, da passt ganz problemlos das große R3 15° Stück rein und das sieht nicht nur um Welten besser aus, es ist auch Zukunftssicher.
Der R1 ist ein maximaler Kompromiss, der völlig zu Recht nicht vollständig von allen Herstellern unterstützt wird. Ich sehe keinerlei Grund, wo du den R1 wirklich brauchst, mit etwas Willen ist der überall vermeidbar und dafür gewinnst du eine Anlage, die deutlich besser aussieht, betriebssicherer ist und in Zukunft kein langes Gesicht entsteht, wenn es dann heißt "Die wunderschöne Dampflok braucht leider wirklich mindestens R2; 420 mm Mindestradius!" Und du leider draußen bleiben musst.

Ich habe gestern Mal ein bisschen damit gespielt und es zumindestens in der oberen Hälfte recht problemlos möglich.
Natürlich verschiebt sich auch etwas, aber das ist auch nicht weiter schlimm, du hast ja eine Idee und Vision, wie es werden soll und keine externen Zwänge wie Heizkörper oder andere Hindernisse, die vorschreiben, dass es so werden muss.
Für deine Vision ist es egal, ob die Brücke 5cm weiter hinten oder 3cm weiter rechts sitzt, wenn alles gemeinsam schön passt und deine Vision erfüllt.


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RE: Güterbahnhof redesigned

#19 von Langbogner , 31.07.2025 11:23

@Thinkle Danke für das Feedback! Ich bin mir der Probleme mit dem R1 durchaus bewusst und habe ihn auf der Hauptstrecke daher konsequent vermieden. Warum ich ihn auf der Nebenbahn trotzdem eingeplant habe, hat mit reichlich vorhandenem Gleismaterial zu tun, das ich gerne nutzen würde. Zudem werden dort ausschließlich kurze Züge (und Loks) unterwegs sein; ich bin beim Material auch bisher exklusiv auf Märklin unterwegs (mit Dreileiter gibt es bzgl. Loks auch nicht viele Alternativen; bei Waggons war ich bisher mit dem Märklin-Material zufrieden). Soviel ich weiß, gibt es bei den meisten (nicht allen) Märklin Modellen relativ wenige Probleme mit R1.

Zitat von KBS962 im Beitrag #16
Das Ausziehgleis darf gerne noch etwas länger sein.

Die Zufahrtsweiche aus Gleis 4 zu den beiden Ladegleisen würde ich noch etwas nach Norden verschieben, um die Nutzlänge der Ladegleise zu verlängern.

Das hab ich jetzt mal umgesetzt; war ja kein großer Aufwand.
Zitat von KBS962 im Beitrag #16
Sollen in Deinem Plan die "Ampeln" Hauptsignale sein? Grundsätzlich stehen die Einfahrsignale nicht direkt vor den Einfahrweichen, sondern in einem größeren Abstand davor, so dass noch über die Einfahrweichen hinaus rangiert werden kann. Das Ende von Rangierfahrten kennzeichnet die Rangierhalttafel Ra10, die zwischen dem Einfahrsignal und der Einfahrweiche steht.

Die Gleise 1 bis 3 erhalten Ausfahrsignale. Gleis 4 kann Gleissperrsignale erhalten. Damit sind die Gleise 1 bis 3 Hauptgleise, auf denen Zugfahrten stattfinden. Gleis 4 ist Rangier- und Umfahrgleis.
Ein "Güterbahnhof" existiert eigentlich gar nicht. Die Ladegleise sind Teil des Bahnhofs, hier wird nicht zwischen Güter- und Personenbahnhof unterschieden. Wenn Güterwagen rangiert werden und z.B. ein Nahgüterzug zusammenstellt wird, müssen die Bahnsteiggleise (insbesondere Gleis 3) mitgenutzt werden. Der Güterzug wird dann auf Gleis 3 zusammengestellt und wird den Bahnhof auch von dort verlassen.

Ja die zweibegriffigen Ampeln sind BLocksignale, die dreibegriffigen Einfahrsignale und die dreibegriffigen mit Sperrsignal-Symbol drunter sind Ausfahrsignale.
Die Vorschläge zu den Signalen hab ich eingebaut, vgl. Screenshot.

Wobei die Frage ist, ob es auf Gleis 1 ein Ausfahrsignal mit Sperrsignal braucht, wenn hier nicht rangiert wird. Würde man dann hier sowas setzen (auch wenn es als Einfahrsignal bezeichnet wird) oder sowas? Wenn man die Blocksignale auf der "freien" Hauptstrecke anschaut: ist das eigtl. realistisch, dass bei einer in beiden Richtungen befahrenen eingleisigen Strecke die entgegengesetzten Blocksignale in fast nebeneinander stehen (im Bild links unten)?
Zitat von KBS962 im Beitrag #16
Worin siehst Du den Unterschied zwischen "vollwertige Einfahrsignale" und "einfache Blocksignale"? Auch Blocksignale sind \'vollwertige\' Hauptsignale, üblicherweise zeigen sie nur Halt (Hp 0) oder Fahrt (Hp 1). Sollen unterschiedliche Geschwindigkeiten signalisiert werden, z.B. bei wahlweiser Fahrt gerade aus oder über abzweigende Weichen, können Hauptsignale zusätzlich auch noch Langsamfahrt (Hp 2) anzeigen. Es gibt auch Hauptsignale, die nur Hp 0 und Hp 2 anzeigen können.

War ungeschickt formuliert. Ich meinte, ob man auch zweibegriffige Blocksignale als Ausfahrsignale benutzen kann, z.B. im kleinen Bahnhof der Nebenbahn, oder ob Ausfahrsignale immer dreibegriffig sind bzw. Sperrsignale dabei haben. Hast du ja darauffolgend beantwortet. Unterscheiden sich die Hauptsignale, die nur Hp0 und Hp2 zeigen können, eigtl. in der Form von dreibegriffigen Signalen? Dann müsste ich hier ggf. andere anschaffen. (Betrifft auch den Hinweis von Volker zum Ausfahrsignal Gleis 2)
Zitat von KBS962 im Beitrag #16
Übrigens: Warum ist der Nebenbahnhof so extrem kurz?

Naja, die Nebenbahn war als wirklich kleine Nebenstrecke geplant, wo halt kurze Güterzüge mit wenigen Waggons und ein Triebwagen verkehren. Ich kann den Bahnhof aber auch gerne verlängern, Platz ist wie gesagt ja vorhanden.


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RE: Güterbahnhof redesigned

#20 von Thinkle , 01.08.2025 00:38

Zitat von Langbogner im Beitrag #19
@Thinkle Danke für das Feedback! Ich bin mir der Probleme mit dem R1 durchaus bewusst und habe ihn auf der Hauptstrecke daher konsequent vermieden. Warum ich ihn auf der Nebenbahn trotzdem eingeplant habe, hat mit reichlich vorhandenem Gleismaterial zu tun, das ich gerne nutzen würde. Zudem werden dort ausschließlich kurze Züge (und Loks) unterwegs sein; ich bin beim Material auch bisher exklusiv auf Märklin unterwegs (mit Dreileiter gibt es bzgl. Loks auch nicht viele Alternativen; bei Waggons war ich bisher mit dem Märklin-Material zufrieden). Soviel ich weiß, gibt es bei den meisten (nicht allen) Märklin Modellen relativ wenige Probleme mit R1.

...




Soweit ich das überblicke, ist der Markt randvoll mit 3L Loks, die nicht von Märklin sind? Ich "ärgere" mich ja immer, dass ich darauf achten muss, bei den klassischen 2L Herstellern das Wunschmodell nicht versehentlich in 3L zu kaufen, deswegen kann ich das nicht ganz nachvollziehen.

Neben der technischen Eignung der Modelle auf dem R1 gibt es ja noch den optischen Effekt. Nicht nur meiner Meinung nach sieht der einfach scheußlich aus. Du hast allen Platz der Welt, was das angeht. Verkauf das Zeug gebraucht und ersetze es durch anderes gebrauchtes, passendes Material, das würde die Anlage deutlich aufwerten und die Kosten halten sich wirklich in Grenzen! Ich würde da eher auf eine Lok verzichten als an den Radien zu sparen. Du wärst auch nicht der erste, der erst Dinge sagt wie "Ja, so schlimm ist der R1 gar nicht!" und dann nachher sagt: "Jetzt ärgert es micht schon!"

Außerdem ist die R1 Bogenweiche noch in der "südlichen" Bahnhofseinfahrt vorhanden, die lässt sich ja relativ problemlos mit der großen austauschen, das hatte ich ja schonmal gezeigt.

Aber noch ein ganz einfacher Hinweis: das 7,5° Stück bei dieser Bogenweiche dient ja dazu, den Bahnhof etwas schräger zu legen, was ja auch sehr gut ausschaut.
Ersetz das mal durch das 5,7° Stück, dann hast du hinten raus keinerlei Bastelei oder Rasterfehler mehr. Aus der DKW kommst du entweder mit 2x30° wieder ins gerade Raster oder mit 1x24,3°+30° und für die Nebenbahn gilt eben auch, dass du einmal irgendwo das 24224 Stück verbauen musst, um wieder im Raster zu sein. Aktuell hast du in der Hauptstrecke nämlich einen Winkelfehler zwischen 7,5° und 5,7° Grad. Drückt sich wahrscheinlich weg, ist aber nicht die feine, englische Art.

Auch möchte ich die Idee einbringen, den Nebenbahnhof als Endbahnhof schräg auf den anderen Ast zu setzen. Dann knubbeln sich die Strecken nicht so auf dem Verbindungsast und der Bahnhof kann größer werden. Oder du läst den ganzen Bahnhof direkt weg und setzt da ein kleines Industriegebiet hin, das 2-3 Anschließer hat.
Die Idee hatte ich auch schin mal mehr oder minder erfolgreich an Phtagen vermittelt und der hat das draus gebastelt:
Bhf Hagenow - Erstes Segment einer H0 Anlage auf 2,50 x 0,70 m

Das schaut in seiner Grundform recht ähnlich zu deinem Ensemble aus. dann hättest du ein Gegenstück zum Güterteil deines Bahnhofs und könntest davon aktiv etwas bedienen und Betrieb machen, erscheint mir viel plausibler als die ewige Nebenbahn mit dem klitzekleinen Bahnhof.


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zuletzt bearbeitet 01.08.2025 | Top

RE: Güterbahnhof redesigned

#21 von Harbard , 03.08.2025 10:18

Hallo Bene

Ich habe auch noch am Gleisplan herumprobiert - vorallem habe ich bei der unteren Bahnhofzufahrt begonnen und dort mit einer grossen Bogenweiche gearbeitet und den Bahnhof mit einem 206 statt 207 schräggelegt, wie das auch schon empfohlen wurde. Oben und links sind generell grössere Radien drin.



Die angedeutete Platte ist hier bewusst 100cm breit. Beim Bogen darf man 20cm grösser gehen, im Bahnhofbereich 20cm kleiner. Und der Bahnhof ist hier in der Länge gestaucht, damit mehr auf das Bild passt.
Beim rechten Abgang zur Nebenbahn aus dem äussersten Gleis stört mich, dass dieser nur gerade mit einem Gleis verbunden ist. Wenn du den inneren Abgang statt ab der DKW in die Kurve legst, dann kannst du die DKW um 1 Weiche nach aussen legen und den Abgang rechts von dort beginnen lassen. Dann sind immerhin 2 Gleise damit verbunden.

Gruss Bernhard


Thinkle hat sich bedankt!
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