Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#1 von tommynorden , 22.07.2025 20:21

Moin zusammen!

Hier ist also der lange erwartete und noch länger angekündigte Bau-Thread!

Wie ich schon im Titel beschrieb, möchte ich eine kleine Nebenbahn im Maßstab 1:160 (Spur N) bauen. Die Besonderheit ist, dass ich dafür das Kato-Gleissystem verwende. In meinem Planungs-Thread habe ich das Wieso und Warum lang und ausführlich erklärt. Dieses Gleissystem hat sich für mich als praktikabel und verwendbar gezeigt. Und wie im Planungs-Thread gezeigt, kann man auch mit fixen Schienen ein halbwegs vorbildgerechtes Aussehen erzeugen. Für meine Ansprüche reicht es zumindest. Natürlich würde ich gerne noch mehr Landschaft verplanen und später auch darstellen wollen, aber der Platz gibt es nicht her. Und lasst euch von den Bildern die kommen nicht täuschen. Insgesamt ist es doch enger als die Fotos suggerieren.

Jetzt, wo das Grundgerüst zu 95 % fertig ist und steht - es müssen nur noch zwei kleinere Platten passend zugeschnitten werden - stehen auch die genauen Maße der Anlage fest. Sowohl der Endbahnhof, als auch das Mittelstück verfügen über eine Gesamtlänge von 408 Zentimetern, der Fiddle Yard kommt samt Eingangskurve auf eine Gesamtlänge von 228 Zentimetern. Die Breite des Fiddle Yards beträgt 46 Zentimeter, das Mittelstück - ohne Zufahrt Fiddle Yard und Wendel - kommt auf 220 Zentimetern Länge bei einer Breite von 70 Zentimetern. der Endbahnhof selbst hat eine Gesamtlänge (... ohne Wendel) von 330 Zentimetern. Die Breite des Endbahnhofs ist am Wendelausgang etwa 90 Zentimeter und verringert sich dann auf 60 Zentimeter. Hier weiß ich noch nicht, ob ich die Kante eher fließend verjüngere oder es mittels einer harten Stufe gestalte. Aber dies wird sich erst ergeben, wenn der Endbahnhof seine endgültige Gestaltung erreicht hat und auch der Zugang über die Wendel steht.

Folgende Vorgehensweise ist geplant:

1. Schritt ist das Erstellen des Fiddle Yards samt Zufahrt zum Mittelstück.
2. Schritt wird der kleine Zwischenbahnhof samt dem Werksanschluss sein.
3. Schritt wird die Erstellung der Wendel sein - die bestellten Teile sind alle vorhanden und warten auf den Einbau.
4. Schritt wird der Endbahnhof sein.

Erst wenn der gesamte Gleisbau samt Verkabelung abgeschlossen ist erfolgt der Geländebau, bzw. die landschaftliche Ausgestaltung. Hier bin ich noch gar nicht festgelegt. Klar ist bisher lediglich, dass es eine Anlage im Mittelgebirge sein wird. Welche Region steht dagegen noch nicht fest. Da ich aber auch kein reales Vorbild für meine Anlage habe, ist es zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht wichtig. Der dargestellte Zeitraum wird in etwa die Jahre 1950 bis vielleicht 1980 zeigen. Aber auch hier werde ich mich nicht sklavisch festlegen, sondern so bauen, wie es mir gefällt. Ob und wann die Anlage jemals fertig wird steht in den Sternen.

Zusammen mit meinem Mitstreiter René sind wir auf jeden Fall schon fleißig dabei, wie die folgenden Bilder ein wenig zeigen.

Das erste Bild zeigt die Seite des Endbahnhofs ohne die Wendel auf der rechten Seite:



Hier mal ein Bild mit dem gespiegelten Bahnhof der Planung, angepasst auf die vorhandene Anlagensituation:



Und so sieht im Moment der Rest des Bahnhofs aus:



Die Gleise sind bis auf eine Kleinigkeit am Bahnhofskopf - drei, anstelle von zwei Abstellgleisen - der Endbahnhof meiner ursprünglichen Planung, nur gespiegelt. Über die genau Gleislage können wir später streiten, wenn es um den Endbahnhof gehen wird. Ob ich wirklich gleich drei zusätzliche Abstellgleise im Bahnhof brauche, weiß ich noch nicht. Vielleicht tut es auch nur ein Gleis - oder zwei ...

Aber egal, dies ist Schnee von Übermorgen, denn ab jetzt gilt es die geplanten Schritte abzuarbeiten. Und tatsächlich haben wir mit dem Fiddle Yard schon begonnen, wie die folgenden Bilder zeigen. Zuerst die Zufahrt vom Mittelstück zum Fiddle Yard:



... weiter die Weichenstraße im Fiddle Yard:



... und das Ende des Fiddle Yards:



Und tatsächlich ist der Fiddle Yard schon vollkommen verdrahtet und die Gleise verklebt auf der Holzgrundlage. Und wie man an den Weichenschaltern von Kato erkennt, sind auch schon alle Weichen angeschlossen und funktionieren. Hier an der Stelle werde ich die Weichenschalter von Kato verwenden, einfach, weil sie vorhanden sind. Und bei fünf Weichen, die fast alle hintereinander liegen ist auch die Bedienung einfach. Von Links nach Rechts!

Bei dem Zwischenbahnhof und dem Endbahnhof weiß ich noch nicht, welche Weichenschalter ich verwenden werde. Ich bin tatsächlich am überlegen, ob ich einzelne Weichen Im Endbahnhof nicht als Handweichen belassen werde, weil sie eh vor Ort gestellt werden müssen, wenn rangiert wird. Ein richtiges Gleisbildstellpult wird es voraussichtlich sowieso nicht geben. Aber auch hier weiß ich noch nicht, was und wie wir vorgehen werden.

Was sich beim Bau des Fiddle Yards auf jeden Fall ergeben hat, es muss eine gute Beleuchtung her. Und dies wird wohl auch einer der nächsten Arbeiten sein, die anstehen.

Übrigens haben die Gleise im Fiddle Yard bisher keine Prellböcke am Gleisende, weil ich hier noch keine gefunden habe, die mir gefallen. Die von Kato gefertigten Teile gefallen mir alle nicht. Hier überlege und suche ich noch. Wer eine gute und günstige Idee hat, darf sie mir gerne mitteilen.

So weit mein Einstieg in den Bau-Thread für heute. Sobald ich zeigenswertes Material habe, werde ich mich melden und dann natürlich auch entsprechende Bilder präsentieren. Fragen und Kommentare nehmen wir gerne entgegen. Bis dahin ...

Liebe Grüße ganz aus dem Norden von

tommy


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#2 von SupmaKni , 22.07.2025 20:34

Hallo Tommy.

Gefällt mir gut was du hier vor hast, deinen Planungsthread habe ich auch immer mit einem Auge verfolgt.

Zitat von tommynorden im Beitrag #1
ob ich einzelne Weichen Im Endbahnhof nicht als Handweichen belassen werde, weil sie eh vor Ort gestellt werden müssen, wenn rangiert wird.

Ich bin ein großer Fan von handgestellten Weichen, wenn man sowieso "vor Ort" ist und rangiert dann kann man auch von Hand die Weiche stellen. Außerdem spart es eine Menge Geld.
Hier bleibe ich mal gewissenhaft dran.
Gruß Heiko


Mein Nebenbahn Kopfbahnhof wirres Allerlei.


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#3 von tommynorden , 23.07.2025 01:42

Danke, Heiko, für Deinen wertschätzenden Kommentar!

Grundsätzlich stimme ich Dir zu, auch ich bin ein Fan von ortgestellten Weichen. Und wenn man, wie ich, gerne rangiert, dann steht man neben der Lok, den Regler in der Hand, und stellt alle Weichen per Hand. Allerdings werde ich alle Weichen trotzdem elektrisch anschließen, da der Antrieb eh vorhanden ist. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob es die Antriebe übel nehmen, wenn ich dann trotzdem per Hand stelle ... ?

Wenn ich mich recht erinnere brummten die alten Arnold-Weichen immer, wen sie trotz elektrischem Antrieb per Hand gestellt wurden. Ob dem heute immer noch so ist, weiß ich nicht.

Dazu kommt, dass für die von mir geplanten Epochen III/IV auf Nebenbahnen die meisten Weichen immer noch per Hand gestellt wurden. Lediglich Hauptweichen ( meist Einfahr- und Ausfahrweichen ) wurden - stärkere Frequentierung der Strecke vorausgesetzt - später ortsfremd gestellt. Entweder meist vom Bahnhofsgebäude aus mittels eines kleinen Stellwerksanbau oder gar über Funk/Streckentelefon von einem anderen Stellwerk aus.

Wenn ich mir allerdings meinen Endbahnhof anschaue, dann hat der mittlerweile eine Größe erreicht - im Moment 18 (!) Weicheneinheiten - die schon fast ein größeres Stellwerk erforderlich machen ... !

Liebe Grüße

tommy


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#4 von MatzeP10 , 23.07.2025 10:36

Servus Tommy,

interessantes Projekt. Klar lineares Point-to-point-Konzept.

Zitat von tommynorden im Beitrag #3
Wenn ich mir allerdings meinen Endbahnhof anschaue, dann hat der mittlerweile eine Größe erreicht - im Moment 18 (!) Weicheneinheiten - die schon fast ein größeres Stellwerk erforderlich machen ... !


Als ich mit der Überschrift im Hinterkopf das Foto des Endbahnhofs sah musste ich auch schmunzeln. Klein ist da nichts...

Muss ich mir direkt Deinen Planungsthread ansehen damit ich den Endbahnhof besser kenne wo was ist.

Zitat von tommynorden im Beitrag #3
ein Fan von ortgestellten Weichen. Und wenn man, wie ich, gerne rangiert, dann steht man neben der Lok, den Regler in der Hand, und stellt alle Weichen per Hand.


So mache ich es auch. In meinem Endbahnhof sind zwar Antriebe eingebaut aber geschaltet wir per Hand. Beim Umbau meiner Haltestelle habe ich die Antriebe beim Wiedereinbau gleich entfernt.

Da ich eine bayer. Lokalbahn als Thema habe wurde dieses Konzept quasi gleich ins Modell übernommen. Einfach und sparsam wurden sie gebaut und mit einer Vmax von 40 km/h, somit sind auch keine Signale nötig.

Die einzige Verkabelung die ich habe ist die Fahrstromversorgung. Mit einem großen "Vielleicht" kommt irgendwann noch eine Beleuchtung hinzu. Womöglich bleibt sie aber funktionslos denn ein Betrieb bei eingeschalteter Bahnhofsbeleuchtung macht auch nur dann Sinn wenn alles beleuchtet ist. Gebäude wie auch vor allem die Personenwagen.

Zitat von SupmaKni im Beitrag #2
Hier bleibe ich mal gewissenhaft dran.


Dito


Gruß aus Niederbayern
Matthias

Das Siegenburger Bockerl - Eine Lokalbahn in der Hallertau

Endbahnhöfe / Bahnhöfe bayerischer Lokalbahnen (Gleispläne)


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#5 von Joak ( gelöscht ) , 24.07.2025 17:20

Moin Tommy,

da habe ich doch fast den Baubeginn (Bauthread) verpasst.

Fuß steht in der Tür, und der Start sieht vielversprechend aus. Haste auch wieder sauber dokumentiert


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Joak

RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#6 von tommynorden , 24.07.2025 21:43

Danke, Hauke, für Deinen wertschätzenden Kommentar!

So viel verpasst hast Du nichts. Ist ja mal gerade der erste ernste Post hier gekommen. Ich hoffe, da werden noch einige kommen ...

Und auch Danke für das Lob der sauberen Dokumentation. Ich empfinde es so einfach richtig und für den Leser nachvollziehbar. Ergo werde ich auch so weiter machen. Sollte ich tatsächlich mal einen Schritt vergessen, bitte gleich bei mir anmahnen. Ist erst einmal alles verbaut ist eine nachträgliche Doku nur schwer möglich.

Bis dahin ... liebe Grüße aus dem verregneten Norden von

tommy


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#7 von tommynorden , 24.07.2025 23:19

Danke, Matthias, für Deinen wertschätzenden Kommentar!

Das Point-to-Point-Konzept kommt schließlich nicht von ungefähr. So geht es draußen im realen Leben schließlich nur. Und natürlich bin ich auch durch die lange Fremo-Mitgliedschaft mit "belastet". Allerdings muss ich auch gestehen, dass meine letzte große Anlage vor mehr als 30 Jahren auch schon so aussah. Hier gab es auch einen großen Schattenbahnhof mit einer eingleisigen Hauptstrecke, die in einem etwas größeren Bahnhof endete und dann als eingleisige Nebenstrecke zu einem Endbahnhof weiter führte. Dies alles in einem Anflug von Gigantismus auf einem 80 Quadratmeter großem ausgebauten Dachgeschoss. Innerhalb von knapp 10 Jahren schaffte ich es immerhin den Rohbau soweit voranzutreiben, dass ich sogar noch alles digitalisiert hatte und erster Fahrbetrieb stattfand.

Aber wie das Leben so spielt ... erst ging die Beziehung zu Neige, dann das Geld und seitdem sind "Mein Haus, Mein Auto und Mein Boot" Geschichte. Okay, mittlerweile habe ich dies alles fast wieder, nur nicht den großen Platz für die Eisenbahn. Immerhin habe ich jetzt mein ehemaliges Büro, wo ich noch bis vor zwei Jahren gearbeitet hatte und von wo ich auch während der Corona-Zeit meine Vorlesungen aus abhielt. Mittlerweile emeritiert und im krankheitsbedingten Ruhestand kann ich den Raum als Anlagenzimmer nutzen.

By the way ... gerade Deine Anlage, Matthias, hat in mir den Wunsch wieder eine private Anlage zu besitzen besonders forciert. Entspricht sie doch so ganz meinem Geschmack und Verständnis einer kleinen Nebenbahn. Da ich praktisch auch alle Deine Modelle als mein Eigen nennen darf, hatte ich kurzzeitig wirklich mit dem Gedanken gespielt wieder in der Baugröße H0 tätig zu werden. Allerdings bin ich Fremo-verseucht und dies heißt bei mir möglichst schlanke Weichen, halbwegs realistische Längen und gut laufende Loks. Die gutlaufenden Loks habe ich zum größten Teil, da alle wichtigen und intensiv genutzten Maschinen bei mir auf Glockenankermotoren umgebaut wurden, dazu natürlich Radsätze nach der RP-25-Norm und Digitalisierung. Schlanke Weichen hätte ich auch noch einige rumliegen (die originalen Weinert-Weichen), aber mit den halbwegs realistischen Längen hapert es gewaltig. Denn hier würde ich für einen sehr kleinen Endbahnhof schon eine Mindestlänge von 4,50 Metern veranschlagen. Kommen noch ein paar Gleise und Weichen dazu, dann werden schnell die 6 Meter oder mehr erreicht. (Einer meiner Fremo-Freunde hatte einen kleine dreigleisigen Durchgangsbahnhof original in 1:87 umgesetzt. Von Eingangssignal zu Eingangssignal sind dies 12,5 Meter in der Länge, umgesetzt in 16 Modulen!)

Aus diesem Grund bin ich bei meiner N-Bahn-Planung geblieben und baue jetzt auch in Spur N.

Denn die etwas über drei Meter Länge für meine Endbahnhof reichen in Spur H0 nicht aus, um einen für mich akzeptablen Kompromiss zu erstellen, während sie in Spur N fast schon reichlich zu nennen sind.

Und Du hast mit Deinem versteckten Hinweis:

Als ich mit der Überschrift im Hinterkopf das Foto des Endbahnhofs sah musste ich auch schmunzeln. Klein ist da nichts...

... hast Du mich genau erwischt. Tatsächlich bin ich mit mir und meiner Planung etwas am hadern, denn der Endbahnhof hat mittlerweile eine Dimension erreicht, die fast nicht mehr für eine Nebenbahn geeignet ist. Im Moment 18 Weicheneinheiten sind in meinen Augen zu viel! Gewiss werde ich jetzt nicht die gesamte Planung über den Haufen schmeißen, aber doch den Endbahnhof etwas ... sagen wir ... verschlanken.

Natürlich könnte ich auch eine Hauptstrecke darstellen, allerdings fehlt mir hier dann doch wieder Länge, denn ein halbwegs normaler Schnellzug hat dann schon 8 bis 10 große Personenwagen. Dies entspricht einer Länge von ungefähr 130 bis 160 Zentimetern nur für die Waggons. Dies heißt im Umkehrschluss, dass damit alleine die Bahnsteige eine Länge von mindestens 200 bis 220 Zentimetern haben sollten, damit es halbwegs realistisch aussieht. Mit ein wenig Weichenstraße und Abstellgruppe werden dann auch in Spur N schnell Längen von deutlich über 4 Metern erreicht. Und dabei habe ich dann nicht mal ein BW oder eine für die Größe des Bahnhofs realistische Güterabfertigung mit eingerechnet. Dies alles würde auch die Länge, vor allem aber Breite der Anlage mit beeinflussen.

Also sollte ich schon bei meiner Nebenbahn bleiben. Da sind dann die 130 Zentimeter Bahnsteiglänge (zwischen Gleis 2 und 3) und der Reservebahnsteig an Gleis 4 mit etwas über 100 Zentimetern deutlich realistischer, so wie die Gleise im Moment liegen.

*

Wie ich es bei mir mit der Beleuchtung halten werde, weiß ich noch nicht. Die meisten Loks haben ihre Beleuchtung verloren, denn dies sind schließlich auch Hemmnisse bei einem sanften Lokauslauf. Personenwagen lassen sich alle noch mit Lampen ausrüsten, was dank LED und Puffern heute deutlich einfacher ist, als noch vor 30 oder mehr Jahren.

Natürlich würde ich gerne auch schöne Nebenbahnlampen aufstellen, allerdings sind die mir bekannten Leuchten alle nicht unbedingt maßstäblich, zumindest die Modelle, die mir bekannt sind. Suchen würde ich hier noch die typischen Leuchten von früher: Holzmasten und dann so funzlige nicht wirklich gut erhellende Lichter, wie ich sie in meiner Kindheit noch gesehen hatte. Am Bahnhof selbst dann ganz normale etwas bessere Lichter mit Metallmast. Diese Lampen waren auch nicht ganz so hoch, wie die meisten Modelle, die auf dem Markt vorhanden sind.

Wer mir hier ein paar Tipps zu guten Lichtern hat, darf sie gerne mir sagen, schließlich habe ich nicht den gesamten Markt im Überblick.

*

So viel für heute ...


... liebe Grüße aus dem Norden von

tommy


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... der zweite Versuch ... !


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#8 von Frank K , 24.07.2025 23:52

Servus, Thommy,

interessantes Anlagenkonzept, was Du da vorstellst. Bau ja selber gerade an einem Nebenbahn-Endbahnhof. Deine Bahnhöfe versprechen jede Menge Rangierspaß. Viele Anschließer sind hierbei sehr wichtig, muss doch jeder Güterwagen einen Addressaten bzw. dann Absender haben. Ggf. kannst Du dann die Wagen auch innerhalb eines Bahnhofes von einem Anschließer zu einem anderen rangieren. Das macht vor allem bei gedeckten Güterwagen Sinn, die an einer Stelle entladen und dann an einer anderen Stelle wieder beladen werden.

Bei der Signalisierung musst Du Dich dann auf eine Zeit eingrenzen. In den 1950ern dominierten noch Trapeztafeln. In den 1980ern hingegen hatten auch viele Nebenbahnen eine vollständige Signalisierung mit Strecken- und Rangiersignalen. Wenn Du diese aufstellen solltest, macht es Sinn, über eine PC-Steuerung nachzudenken. Beim Handbetrieb passieren viele Fehler. Insbesondere das Rückstellen von Rangiersignalen wird gerne vergessen.

Ungünstig ist vielleicht, dass Dein Fiddleyard ganz am Boden ist. Da musst Du Dich jedes mal schon fast hinlegen, um auch an die hinteren Gleise zu kommen.

Hoffe und wünsche Dir, dass Deine Gleise lange sauber und kontaktsicher bleiben, was bei den kleinen Nenngrößen durchaus zur Herausforderung werdne kann. Aber nur dann macht das Rangieren wirklich Spaß, wenn die Loks bei langsamer Fahrt nicht ständig stehen bleiben.

Alles Gute für Euch und Euer Projekt!

Caio, Frank


Grainitz III - Nebenbahn-Spitzkehrenbahnhof DR Epoche IV

Ehemalige Anlagen:
Grainitz I - https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=146822
Grainitz II - https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=1...834173#p1834173,

Link zum YT-Kanal unterm Avatar-Bild

Grainitz II im ADJ (https://www.jaffas-moba-shop.de/anlagen-design-journal/?
Heft 15 – Anlagenportrait, Heft 17 – Schottertransporte, Heft 19 – DDR-Identität


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#9 von tommynorden , 25.07.2025 01:57

Danke, Frank, für Deinen wertschätzenden Kommentar!

Gerade weil ich gerne rangiere, ist für mich ein entsprechendes Anlagenkonzept wichtig. Dies erscheint mir mit meinem Konzept als erreicht zu sein. Es gibt genügend Anschlüsse, bzw. Bahnkunden, die entsprechend bedient werden wollen. Darum auch mein ungewöhnliches und seltenes Konstrukt mit einem Gleis 1, dass praktisch nur dem Güterverkehr vorbehalten ist. Angefangen von links mit dem Rampengleis, der folgenden Ladestraße, dem Güterschuppen, dann das Bahnhofsgebäude, ehe Genossenschaft und der Brennstoffhändler den Abschluss rechts machen. Dies sind fünf Anschlüsse, die alle bedient werden wollen. Aber es gibt dann ja noch das Holzladegleis neben der Einfahrt und nicht zu vergessen der Anschluss im Zwischenbahnhof, der ob seiner Größe und Intensität auch vom Endbahnhof aus bedient werden will.

Das der kleine Zwischenbahnhof auch für zugegebenermaßen etwas weniger Güterverkehrsaufkommen sorgt, soll nicht verschwiegen werden. Immerhin tummeln sich hier auch ein kleiner Güterschuppen, eine Ladestraße und die Genossenschaft samt Rampe. Insgesamt also noch einmal 4 Anschlüsse, die es zu bedienen gilt.

*

Und da auch mir die Schwierigkeiten von Stromaufnahme und Staub geläufig sind, hilft hier nur gründliche Sauberkeit und Loks, die mittels geschmeidig laufenden Glockenankermotoren und Puffern hoffentlich halbwegs ordentlich laufen. Vermutlich werden die Laufeigenschaften nicht ganz die Lenz'sche Köf II in H0 erreichen, aber mal schauen ...

Was ich auf keinen Fall installieren werde ist eine PC-Steuerung; hier bin ich noch ganz Old-School. Digital ja - wenn es mir jemand einbaut - aber PC nicht. Hier darf jeder gerne eine andere Meinung haben. Auch werden bei mir alle Weichen elektrisch angeschlossen, aber im Rangierverkehr meist dann vor Ort per Hand gestellt. Dies ist für mich der Sinn im Rangieren, das Überlegen wie rangiert werden muss, das Zu- und Abstellen der entsprechenden Waggons, das Stellen der entsprechenden Weichen, der abgehende Güterzug, etc. Dies geschieht bei mir alles per Hand.

Bei der Signalisierung wird alles auf Formsignale hinauslaufen. Entsprechende Lichtsignale im Nebenbahnverkehr gab es zwar auch, vor allem nach dem verheerenden Zugunglück, Anfang der siebziger Jahre bei Radevormwald, installiert. Leider gibt es diese vereinfachten Lichtsignale nicht in Spur N. In Spur H0 hätte ich sie vorliegen.

Und ich kann Dich beruhigen, Frank, mein Fiddle Yard ist nicht so unzugänglich, wie es erscheint. Das hintere Gleis ist tatsächlich nur 73,5 Zentimeter vom Schreibtischrand entfernt. Da ich auch etwas größer als normal bin, komme ich mit meinem Arm ohne größere Probleme dran. Mit etwas vorbeugen würde ich auch die theoretisch gesamten 90 Zentimeter erreichen. Hier ist für mich alles im grünen Bereich, was mir ob meines Gesundheitszustandes wichtig war.

Liebe Grüße von

tommy


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... der zweite Versuch ... !


 
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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#10 von 8erberg , 26.07.2025 13:50

Hallo,

da die Unitrack-Antriebe ja durch einen kurzen Umpol-Impuls geschaltet werden ist kein Brumm zu erwarten.
Denke daran wenn Du die Herzstücke der Weichen leitend hast auch an die Isolierstücke, sonst gibt's Kurzschluß bei aufgefahrenen Weichen.
Ich stell gerne bei Gleisverbindungen alle Weichen gleichzeitig um auch hier ein versehentliches Auffahren einer Weiche zu verhindern.

Ein Ausweichgleis kann man so durch "umpolen" eines Antriebs auch "automatisieren".

Die Antriebe ziehen im Schaltvorgang ca. 250-300 mA so kann man mit 1 Ampere Trafo sicher 3 Weichen auf "einmal" schalten.

Peter


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#11 von tommynorden , 26.07.2025 15:05

Danke, Peter, für Deinen wertvollen Hinweis.

Ich habe mittlerweile selbst herausbekommen, dass ich die elektrischen Weichen auch weiterhin per Hand stellen kann, ohne das von mir gedachte Brummen. Weichen fahre oder schneide ich grundsätzlich nicht auf. Ich nutze tatsächlich nur korrekt gestellte Gleisstraßen. Ich weiß, dass es ab Epoche III tatsächlich in einigen Bahnhöfen ohne Besetzung feste Gleisstraßen gab, wo sich auch Züge regulär begegneten und kreuzten. Dort schnitt/fuhr jeweils der ausfahrende Zug die Einfahrweiche auf, um auszufahren. Dass dies auch heute teilweise wohl weiterhin stattfindet weiß ich bspw. von der Kaiserstuhlbahn.

Einfach um sicher zu gehen, bzw. dass die kleinen Loks auch immer gut mit Strom versorgt werden, werde ich meine Weichenstraßen immer richtig stellen, ehe ein Zug ein- oder ausfahren darf, bzw. eine Rangierfahrt stattfindet. Dieses Vorgehen bin ich aus alten Fremo-Zeiten gewohnt, wenn ich auch als Bahnhof-Capo das Sagen hatte.

Liebe Grüße von

tommy


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... der zweite Versuch ... !


 
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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#12 von tommynorden , 08.08.2025 19:09

Moin!

Von mir und René mal ein kleiner Zwischenbericht zum Stand der Arbeiten.

Grundsätzlich haben wir schon ein paar Dinge weitergebaut, aber auch viel Klein-Krust erledigt, den man nicht sieht/wahrnimmt. So erhält bei mir jedes Abstellgleis im Fiddle Yard eine eigene Stromversorgung, die natürlich auch verlegt werden muss. Des weiteren sind jetzt die Holz-Arbeiten komplett erledigt und Säge samt Stichsäge können erst einmal im Fundus verschwinden. Der Zwischenbahnhof wurde zumindest gleismäßig mal ausgelegt, aber das finale Verlegen muss noch warten bis die Wendel an ihrem Platz sitzt.

So sieht der Zwischenbahnhof im Moment aus:



Ich bin noch am Überlegen, ob ich die Gleise des Werksanschluss eventuell noch etwas kürze. Aber dies kann erst erfolgen, wenn die ersten Fahrversuche zeigen, ob alles so läuft, wie ich es mir vorstelle. Dann sehe ich auch die Längen der Güterzüge, bzw. die Menge der Güterwagen im Anschluss selbst.

Allerdings hatte ich dann kurz mit René überlegt, ob wir vielleicht im Bahnhof selbst noch ein Abstellgleis brauchen, um nicht jedes Mal beim Rangieren im Werksanschluss die Bahnhofsgleise komplett zu blockieren.

Meine Überlegung ging dann dahin noch ein Abstellgleis parallel zu dem Bahnhofsgleisen auszulegen. Dies sieht dann so in etwa aus:



Okay, über die Länge ließe sich noch diskutieren ...

Eine weitere Überlegung von René war dann dieses Abstellgleis beidseitig anzuschließen und es damit zu einem vollwertigen Bahnhofsgleis zu machen. Dies würde dann so aussehen:



Dieses dritte Gleis wäre dann ein reines Gütergleis. Gleis 1 würde einen normalen Bahnsteig erhalten, Gleis zwei einen einfachen Schüttbahnsteig und Gleis drei keinen Bahnsteig. Dreigleisig wäre der Bahnhof natürlich einfacher zu managen als nur mit zwei Gleisen. Allerdings ist mir dann wieder der Bahnhof etwas zu groß, was ich schon im Planungs-Thread deshalb wieder umgeändert hatte. Allerdings war im Planungs-Thread der Werksanschluss direkt am Bahnhof angeschlossen, während hier auf der Anlage extra Sägefahrten gemacht werden müssen.

Betrieblich würde der dreigleisige Bahnhof auch die komplette Abfertigung des Werksanschlusses erlauben und müsste nicht vom Endbahnhof aus bedient werden, wie ich es ursprünglich geplant hatte. Allerdings ging ich damals von mir als Einzelspieler aus, was es nun ja nicht mehr ist, da René natürlich auch mitspielen möchte und Betrieb machen will.

Deshalb jetzt meine Frage hier in die Runde, wie seht ihr es? Ursprüngliche Planung wie das erste Bild oben? Oder mit Abstellgleis einseitig angeschlossen? Oder mit vollwertigem dritten Bahnhofsgleis, in dem Fall ein reines Gütergleis?

Ich selbst habe im Moment noch keine Präferenz. Alle drei Überlegungen haben ihr eigenen Vor- und Nachteile.

*

Natürlich haben wir dann auch angefangen und wollten mit dem Bau der Wendel beginnen. Allerdings kam es dann zu einem abrupten Halt, als mir auffiel, dass die Wendel so wie geplant nicht gebaut werden kann. Ich hatte in meiner Einfalt nur zwei-dimensional gedacht und die Höhe komplett nicht beachtet. Aber es gibt hier ja eine Dachschräge! Ergebnis war, dass die Wendel ein ganzes Stück weiter in den Raum in Richtung Endbahnhof wandern muss, damit es so gerade reinpasst.

So sieht das Ergebnis jetzt aus, allerdings noch ohne Wendel:





Wie ihr seht, musste ich gewaltig tricksen, um so gerade die Wendel unter die Schräge zu bekommen. Der gesamte Anlageschenkel mit dem Endbahnhof musste noch einmal um rund drei Zentimeter wegwandern, um die Wendel doch noch unter zu kriegen. Ob es wirklich reicht, wird sich letztlich zeigen, wen die Wendel steht. Und dies ist jetzt der nächste Schritt.

Auf jeden Fall musste ich so tricksen, dass die Wendel nicht gerade aufgebaut wird, sondern mit den Kurven etwas versetzt - man sieht es auf den Bildern hoffentlich gut.. Schließlich müssen die Gewindestangen mit der Bodenplatte gut verschraubt werden.

Ob und wie es reicht werdet ihr vermutlich in der nächsten Fortsetzung des Bauberichtes sehen.

Bis dahin liebe Grüße von

tommy


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... der zweite Versuch ... !


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#13 von Joak ( gelöscht ) , 09.08.2025 19:15

Moin Tommy,

geht ja mal fix voran bei Euch...

Ich bin der Ansicht, das man nie genug Betriebsgleise haben kann. Wenn man dann auch noch zu Zweit spielt sowieso nicht


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#14 von tommynorden , 09.08.2025 22:01

Danke, Hauke, für Deinen wertschätzenden Kommentar.

Grundsätzlich gebe ich Dir Recht. Zu viele Betriebsgleise kann es eigentlich nicht geben. Allerdings gilt es auch zu beachten, was ist betrieblich notwendig oder wird gebraucht? Eisenbahnunternehmen kämpfen immer mit notwendigen und extra Ausgaben. Dies galt grundsätzlich zu allen Zeiten, wurde aber unterschiedliche umgesetzt, bzw. es wurde Prioritäten unterschiedlich gesetzt.

In dem von mir gewählten Epochenraum - grob die Zeit 1950 bis 1980 - Epoche III/IV wurde das (Ein-) Sparen immer wichtiger. Der Kosten-Nutzen-Faktor spielte eine immer größere Rolle und die Personalkosten explodierten fast. Waren auf kleineren Endbahnhöfen in den 20iger oder 30iger Jahren noch teilweise dutzende Personen im Einsatz, waren dies in den 60iger und 70iger Jahren meist nur noch eine Handvoll Personen.

Ebenso wurde mit Gleisen/Weichen es ähnlich gehandelt. Schließlich kostet jeder Meter Schiene Geld und Weichen noch deutlich mehr. Heute bedeutet jede Weiche Unterhalskosten im fünfstelligen Bereich pro Jahr. Dies war früher zwar deutlich weniger, aber trotzdem ein gewaltiger Kostenfaktor im Unterhalt einer Bahn.

Glücklicherweise können wir unsere "heile" Welt ja selbst zusammen zimmern oder reimen. So ist eben meine Nebenbahn noch nicht von Stilllegungsplänen betroffen und die Frachtaufträge nicht stark rückläufig.

Nach Rücksprache mit René ist meine ursprüngliche Planung damit vom Tisch. Die Frage läuft jetzt darauf hinaus, ob es ein Abstellgleis wird, dass entweder einseitig oder zweiseitig angeschlossen wird. Hier sind wir uns noch nicht ganz einig. Vermutlich wird es aber auf die zweiseitige Variante hinauslaufen. Und damit erhält der Zwischenbahnhof also ein drittes Betriebsgleis. So wurde es von mir auch heute wieder aufgebaut.

*

Zwischenzeitlich ist bei mir aber noch ein weiteres ... Problem? ... besser gesagt Frage aufgetaucht. Ich habe einige etwas größere Schlepptender-Lok, vor allem im Güterbereich, die auch gerne mit auf die Strecke möchten. Es handelt sich um mehrere Baureihen wie BR 53, 54, 55, 56, 57 und 58. Dazu noch eine modernere Baureihe 23, 24 und 38. Die BR 50 klammere ich bewusst aus, da sie eh als zwar größere Schlepptender-Lok doch auch auf Nebenstreckern unterwegs war und vorwärts wie rückwärts gleich schnell fahren konnte. Anders sieht dies mit den größeren Loks der oben genannten 50iger Baureihen aus. Für sie würde es eigentlich um eine Drehscheibe gehen, damit die Loks im Endbahnhof gedreht werden können.

Nun werde ich bestimmt keine große Drehscheibe oder einen Ringlokschuppen mit einplanen, aber eine deutlich kleiner Handdrehscheibe vielleicht doch ... ?

Oder wie seht ihr es?

Allerdings kenne ich mich in dem Bereich nicht besonders gut aus. Vorstellen könnte ich mir schon eine 16-Meter-Drehscheibe in meinem Endbahnhof, wüsste allerdings nicht, wo oder wie ich sie in meinem jetzigen Entwurf anschließen sollte. Und die Frage ist sowieso, brauche ich sie wirklich? Die Loks sind zwar alle vorhanden, haben aber eigentlich nichts auf einer Nebenbahn zu suchen. Wenn ich sie quasi nach Betriebsschluss mal so über die Strecke fahren lasse, sagt kein Mensch etwas, aber im regulären Dienstplan?

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich mich immer mehr von der kleinen Nebenbahn verabschiede und auf einer eingleisigen Hauptbahn lande, was aber der Endbahnhof nicht hergibt. Dazu ist er zu klein und weder die Behandlungsanlagern noch die Abstellgleise sind dafür vorhanden, und Zugbildungen und das Zusammenstellen von Güterzügen schon gleich gar nicht.

Ich glaube ich muss hier irgendwo einen eindeutigen Trennungsstrich setzen und mich definitiv entscheiden. Und dies soll die Nebenbahn bleiben. Auch wenn sie vielleicht doch noch eine Handdrehscheibe erhalten wird. Oder wie seht ihr das?

So viel für heute von mir. Allen einen schönen Sonntag und liebe Grüße von

tommy


Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#15 von MatzeP10 , 09.08.2025 23:14

Servus Tommy,

Zitat von tommynorden im Beitrag #14
n dem von mir gewählten Epochenraum - grob die Zeit 1950 bis 1980 - Epoche III/IV wurde das (Ein-) Sparen immer wichtiger.

Zitat von tommynorden im Beitrag #14
Ebenso wurde mit Gleisen/Weichen es ähnlich gehandelt. Schließlich kostet jeder Meter Schiene Geld und Weichen noch deutlich mehr. Heute bedeutet jede Weiche Unterhalskosten im fünfstelligen Bereich pro Jahr. Dies war früher zwar deutlich weniger, aber trotzdem ein gewaltiger Kostenfaktor im Unterhalt einer Bahn.


Es wurden selten mehr Gleise und Weichen verlegt als benötigt wurden. Mir kommt es zwar so vor dass im Norden öfters mal recht verschwenderisch damit ungegangen wurde aber zumindest im Süden hatte quasi jede Schiene ihren Sinn.

Zitat von tommynorden im Beitrag #14
BR 53, 54, 55, 56, 57 und 58. Dazu noch eine modernere Baureihe 23, 24 und 38.


BR 53, 54 und 57 kannst Du auf Nebenbahnen einsetzen. Die BR 55 nicht wenn Du die pr. G 8.1 meinst. Die hatte einen zu hohen Achsdruck für Nebenbahnen wobei das gleiche für die BR 58 gilt. Diese beiden waren reine Hauptstreckenmaschinen. Ebenfalls bei den BR 23 und 38 denn die waren auch zu schwer für eine Nebenbahn. BR 24 mit ihren 15 Tonnen wiederum ist dafür geeignet und sogar dafür beschafft worden.

Zitat von tommynorden im Beitrag #14
Für sie würde es eigentlich um eine Drehscheibe gehen, damit die Loks im Endbahnhof gedreht werden können.


Nicht unbedingt. Drehscheiben waren teuer und zumindest im Süden wurden die Schlepptenderloks auch ohne zu drehen eingesetzt. Wenn die Streckenhöchstgeschwindigkeit nicht zu hoch war, also bis 50 km/h, können sie durchaus auch rückwärts ihren Dienst leisten. Witterungsbedingt hat das natürlich keine Begeisterung beim Personal ausgelöst aber wie damals in der realen Bahn interessiert das ja keinen... Die Baureihe 50 mit ihrer Schutzwand am Tender war da personalfreundlicher. Also eine Drehscheibe brauchst Du nicht unbedingt.

Zitat von tommynorden im Beitrag #14
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich mich immer mehr von der kleinen Nebenbahn verabschiede und auf einer eingleisigen Hauptbahn lande, was aber der Endbahnhof nicht hergibt.

Zitat von tommynorden im Beitrag #14
Ich glaube ich muss hier irgendwo einen eindeutigen Trennungsstrich setzen und mich definitiv entscheiden. Und dies soll die Nebenbahn bleiben.


Da musst Du wirklich eine Entscheidung treffen. Praktisch aus drei Möglichkeiten:

1. Planen, Bauen und Fahren was Dir gefällt - ob das langfristig befriedigend ist?
2. eine Hauptbahn bauen. In dem Fall am besten eine eingleisige aber wie ist der Gesamteindruck der Anlage dann? Überladen oder langsam größer werdende Zweifel ob der Gesamteindruck stimmig ist?
3. es bleibt bei einer Nebenbahn und der Fahrzeugeinsatz, Betrieb und Gestaltung bleibt bei diesem Thema.

Ich persönlich würde die dritte Möglichkeit wählen. Gut ich bin "überzeugter Lokalbahner" aus verschiedenen Gründen. Du musst Dir selbst für Dich überlegen was dich am meisten langfristig zufrieden stellt. Wenn es auch die Nummer 3 ist dann hat sich die Frage nach so vielen Betriebsgleisen wie möglich auch erledigt. Für den Gesamteindruck Deiner Bahn ist weniger wirklich mehr. Mein damaliger Zwischenbahnhof z. B. hat sich vom dreigleisigen Trennungsbahnhof über einen zweigleisigen Bahnhof zur eingleisigen Haltestelle entwickelt. Warum wenn die Anfangssituation am meisten Betriebsgleise bot? Es war am Schluss einfach stimmiger und es kam das Gefühl auf dass es sich um eine "richtige" Lokalbahn handelt.


Gruß aus Niederbayern
Matthias

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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#16 von tommynorden , 09.08.2025 23:51

Danke, Matthias, für Deinen wertschätzenden Kommentar.

Natürlich bleibt es bei mir mit der Nebenbahn bestehen. Tatsächlich bin ich sogar am überlegen meinen Endbahnhof entgegen der ursprünglichen Planung deutlich zu verkleinern. So, wie es im Moment aussieht, nämlich fünf Bahnhofsgleise, sind es eindeutig mindestens ein oder zwei Gleise zu viel. Drei Gleise sollten eigentlich vollkommen ausreichen, dazu natürlich die entsprechenden Güteranrainer und Kunden. Tatsächlich werde ich meinen Endbahnhof die nächsten Tage deutlich entschlacken und verschlanken.

Die Idee mit der Drehscheibe war ehrlich gesagt mehr eine Überlegung (... oder ein Wunsch) meiner Frau. Sie mag "Lok-Karussells", wie sie es nennt.

Das Problem mit dem Achsdruck (bzw. der Meterlast) auf Nebenbahnen sehe ich nicht so gravierend, denn schließlich gab es genügend Nebenbahnen, die aus militärischen Erwägungen heraus verstärkt wurden, bzw. von vorne herein für stärkere Belastungen vorgesehen waren. Ich denke, diese Ausrede würde auch stärkere Maschinen der BR 23, 38, 55 oder 58 gelten. Aber Du hast Recht, da das höchste zulässige Tempo eh nur 50 km/h betrug, konnten diese Maschinen alle eh nur mit dieser Geschwindigkeit unterwegs sein. Und dies schafften alle Maschinen auch rückwärts (... selbst wenn es für das Lok-Personal nicht angenehm war).

Und da der Werksanschluss in Zukunft eh doch vom Zwischenbahnhof aus erfolgt, braucht es im Endbahnhof keine zusätzlichen Ab- oder Aufstell-Gleise. Hier braucht es nur die Schienen für den reinen kleinen Endbahnhof.

Also schauen wir mal, was mir da so einfallen wird ...

Aber auch, wenn ich jetzt wieder in die Planung einsteige, werde ich nicht zurück zum Planungs-Thread wechseln, sondern hier im Bau-Thread bleiben. Ihr seid natürlich herzlich eingeladen bei der Planung mit zu reden, bzw. vorzuschlagen und Kritik zu üben.

Bis dahin liebe Grüße von

tommy


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#17 von tommynorden , 10.08.2025 17:00

Moin!

Wie ich ja schon gestern Abend versprochen hatte, habe ich heute mal meinen Endbahnhof komplett umgebaut und möchte hier einen ersten Entwurf zur Diskussion stellen.

Und so sieht es im Moment aus:



Wie üblich, es ist noch nichts ausgerichtet oder begradigt. Man verzeihe mir meine "Huddelei"!

Ich glaube man kann mir nicht vorwerfen, dass ich nicht wirklich versucht habe zu kürzen, zu entschlacken oder zu verschlanken. Anstelle der bisherigen 18 Weicheneinheiten sind es jetzt nur noch 13. Der Bahnhof ist dadurch deutlich schmäler geworden, bzw. es sind immer noch fast alle Anschließer vor Ort. Aber der Reihe nach ...



Schauen wir uns die Bahnhofseinfahrt an, so finden wir hier weiterhin den doppelgleisigen Lokschuppen, sowie den Brennstoffhandel nebenan. Auf ihn würde ich ungerne verzichten wollen, weil dies ein typischer Anschluss der Epoche III war, wo noch die meisten Landbewohner neben Holz vor allem Kohle oder Briketts für den Hausbrand brauchten. Ansonsten nur noch die Weichen für die drei Bahnhofsgleise.

Die Kopfseite des Bahnhofs ist nun komplett verändert worden:



Der gesamte Güterbereich wird mittels des Hosenträgers erschlossen. Vom Kopf aus gesehen sind dies die Rampe, die Ladestraße I und der Güterschuppen. Es entfällt hier der Anschluss der Genossenschaft. Ansonsten gibt es einen Kopfstutzen der deutlich ausreicht, um nicht nur eine Rangierlok, sondern auch ein paar Wagen umzusetzen. Daneben befindet sich ein einziges Abstellgleis für den morgendlichen ersten Personenzug. Und das äußerste Gleis ist sowohl die Ladestraße II, als auch das Gleis für Holz- oder Rübenverladung.

Normales Einfahrgleis ist für Personenzüge das Gleis 1, für Güterzüge das Gleis 2. Gleis 3 ist Umfahr- und Rangiergleis. Personenzüge starten meist von Gleis 1, Güterzüge von Gleis 2. Der Hausbahnsteig ist etwas kurz, dafür hat das Gleis 2 eine Zwischenbahnsteig, an dem auch Sonderzüge ein- und ausfahren.

*

Was man jetzt noch kürzen könnte, wäre der Wegfall des Hosenträgers für zwei einzelne Weichen. Dies wäre eine weitere Ersparnis von zwei Weicheneinheiten. Allerdings würde mich das Aussehen dann nicht befriedigen ... :



Hier wäre natürlich ein halber Hosenträger sinnvoller, aber den habe ich nicht im Kato-Gleisprogramm. Und natürlich ist es nicht nur das Aussehen, was mich nicht befriedigen würde, sondern auch die Funktionalität. Die Ladestraße I würde fast vollkommen entfallen, bzw. auf ein Minimum reduziert. Ein wenig mehr Güterverkehr sollte es hier aber schon haben ... !

*

Soweit meine ersten Überlegungen. Ich muss wohl erst mal eine Nacht darüber schlafen, bzw. es Morgen auch René vorstellen. Allerdings dürft und sollt ihr hier auch eure Gedanken und/oder Vorschläge kundtun. So ganz bin ich mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden.

Fehlen tut für mich effektiv die Genossenschaft. Sie war neben dem Brennstoffhändler meist ein elementarer Bestandteil der kleinen Bahnhöfe der Epoche III. Dazu stört mich ein wenig sowohl die Anbindung der Ladestraße II / Holzverladung, als auch den Brennstoffhändler direkt neben der Bw-Außenstelle. Allerdings bestände auch die Möglichkeit den Brennstoffhändler auf die andere Seite der Bahnhofseinfahrt zu setzen:



Dies wäre vermutlich die bessere Alternative, als direkt neben dem Bw.

By the way ... wer jetzt aufgrund der vielen Vorschläge und Überlegungen von meiner Seite her den Überblick verloren hat, für den habe ich von der letzten Ausbaustufe zwei Bilder: einmal vom Kopf her, einmal von der Bahnhofseinfahrt:





*

So weit meine ersten Überlegungen zum zukünftigen Endbahnhof meiner Nebenbahn. Wer weitere Gedanken oder Ideen oder Vorschläge hat, nur her damit. Ich bin für alles offen.

Morgen kommt René zu mir und wir wollen dann beginnen die Wendel aufzubauen ...

Allen noch einen schönen restlichen Sonntag und liebe Grüße ganz aus dem Norden von

tommy


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#18 von MatzeP10 , 10.08.2025 18:14

Servus Tommy,

Zitat von tommynorden im Beitrag #17
den Brennstoffhandel nebenan. Auf ihn würde ich ungerne verzichten wollen, weil dies ein typischer Anschluss der Epoche III war, wo noch die meisten Landbewohner neben Holz vor allem Kohle oder Briketts für den Hausbrand brauchten.

Zitat von tommynorden im Beitrag #17
Es entfällt hier der Anschluss der Genossenschaft


auf den Landhandel würde ich nicht verzichten. Dieser war auf dem Land essenziell für die Versorgung und für den Modellbahner DER Betriebsgenerator, zumindest wenn man eine Nebenbahn im ländlichen Umfeld darstellen will. Es wurden über ihn auch Brenn- und Baustoffe gehandelt. Also könnte man den Kohlehändler einsparen. Auf meiner Lokalbahn ist es genau so das der Landhandel zusätzlich die Brennstoffversorgung übernimmt.

Zitat von tommynorden im Beitrag #17
ein einziges Abstellgleis für den morgendlichen ersten Personenzug


Der erste morgenliche Personenzug ist meist der letzte am Vorabend im Bahnhof. Die Wagengarnitur bleibt also auf Gleis 1 stehen. Das Abstellgleis würde ich als Aufstellgleis für abzufahrende Güterwagen nutzen. So würde ich es machen.

Zitat von tommynorden im Beitrag #17
Was man jetzt noch kürzen könnte, wäre der Wegfall des Hosenträgers für zwei einzelne Weichen. Dies wäre eine weitere Ersparnis von zwei Weicheneinheiten. Allerdings würde mich das Aussehen dann nicht befriedigen ... :


Ich würde den Hosenträger lassen. Der Bahnhof erinnert dann an Gräfenberg wo es auch so war. Außerdem sieht die andere Lösung optisch nicht so schön aus.


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#19 von tommynorden , 10.08.2025 19:47

Moin, Matthias!

Danke für Deinen wertschätzenden Kommentar!

Du siehst, ich habe meine Drohung wahr gemacht und meinen Bahnhof komplett umgestaltet.

Auf die Idee den Brennstoffhandel zusammen mit der Genossenschaft über ein Gleis zu verwalten war ich auch schon gekommen. Allerdings wollte ich sowohl eine Genossenschaft - auch mit Öl, Diesel und Kohle - als auch einen separaten Brennstoffhandel haben, also bewusst zwei unterschiedliche Anschließer, auch wenn sie teilweise die gleichen Waren umschlagen. Ob sie dann tatsächlich auch nur ein Gleis zusammen hatten, mag ich nicht sagen. Auf einer Lokalbahn gab es vermutlich nur einen Anschluss und das war in Epoche III immer die Genossenschaft. Sie ersetzten zu der Zeit quasi das heutige Internet und waren im landwirtschaftlichen Bereich der Ansprechpartner für alles. Beim Geld anfangen bis zum Spezial-Schmierstoff für irgendeine obskure Landmaschine. Da bin ich also ganz bei Dir.

Mir schwebt aber eher eine kleine Stadt vor, die das Unglück hatte fern aller Magistralen zu liegen und so eben nur über eine Nebenbahn erschlossen wird. Es ist also mit wesentlich mehr Verkehr zu rechnen, als die verträumte Lokalbahn auf dem Land, die irgendwo im Nirgendwo in einem Dorf endet. Daher auch meine Intention mit etwas mehr Verkehr, sowohl, was die Personenbeförderung betrifft, als auch den Güterverkehr. Deshalb auch mein größerer Werksanschluss am Zwischenbahnhof. Und selbst für den Endbahnhof könnte ich mir noch einen weiteren Werksanschluss vorstellen, vielleicht nicht ganz so groß, wie im Zwischenbahnhof, aber eben auch mit extra Gleisanschluss. Und dies ist im Moment der Brennstoffhändler an der Bahnhofseinfahrt. Deshalb meine Überlegung, wo ich ansonsten die Genossenschaft unterbringen könnte, denn verzichten wollte ich auf sie nicht. Und falls wir keinen geeigneten weiteren Platz finden, muss eben der Brennstoffhändler weichen und der Genossenschaft Platz machen.

Ehrlich gesagt hatte ich auch Gräfenberg im Kopf, als ich den Güterbereich und die Abstellgleise so legte. Tatsächlich war ich kurz versucht auch das Bw ähnlich wie in Gräfenberg anzuschließen, allerdings reichte hier der Platz nicht so und das starre Gleissystem von Kato erlaubte nicht die Anbindung von Lokschuppen, Bekohlung und Bahnhofsgleis. Der Bahnhof Gräfenberg war übrigens auch eines meiner vielen Projekte beim Fremo. Leider konnte ich es damals aus Zeit- und Platzgründen nicht umsetzen. Meine Entwürfe für die jeweiligen Module habe ich heute noch.

Liebe Grüße

tommy


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#20 von tommynorden , 11.08.2025 17:57

Moin!

Lassen wir die Planung des Endbahnhofs mal kurz beiseite, schließlich gilt es zu zeigen, was René und ich heute geleistet habe:



Die Wendel ist tatsächlich aufgestellt und es passt alles, so wie erhofft. Meine Trickserei klappt tatsächlich buchstäblich auf den Millimeter. Wie eng es wirklich ist zeigt wohl das nächste Bild:



Selbst mit dem Bettungsgleis sollten Loks und Wagen noch die Schräge passieren können. Ob dem wirklich so ist werden natürlich die bald folgenden Testfahrten ergeben.

Natürlich ist damit nur der Rohbau vollendet. Jetzt müssen noch die Gewindestangen abgelängt werden, es gilt die Gleise aufzubauen, mit Stromstellen zu versehen und zu fixieren. Dies sind jetzt alles Arbeiten für die nächsten Tage und Wochen. Selbst die Zufahrt vom Endbahnhof haben wir zumindest provisorisch schon einmal erstellt. Es ist zwar überall recht knapp, aber tatsächlich haben wir überall mindestens 45 Millimeter Platz, was für mich vollkommen ausreicht. Da ich eh ohne Oberleitung plane reichen eigentlich schon 40 Millimeter überall aus. Die Wendel selbst hat einen Abstand von 50 Millimetern. Es ist zwar etwas knapp, aber selbst mit den Fingern komme ich überall so gerade dran. Und für die entfernteren Ecken muss ich mir noch so eine helfende lange Plastikzange besorgen, die mittels etwas Schaumstoff dann auch Loks und Wagen bergen könnte, falls es denn nötig werden sollte.

Zumindest eines weiß ich genau, die zweigleisige Wendel wird kein Dauerparkplatz für Züge werden, was aber auch nicht unbedingt notwendig sein wird. Schließlich sind die betrieblichen Anfangs- und Endpunkte immer der Endbahnhof oder das Fiddle-Yard; und die sie frei erreichbar.

So viel für den Moment von unserer Anlagen-Baustelle.

Liebe Grüße von

tommy


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#21 von tommynorden , 14.08.2025 18:09

Moin!

Und weiter geht es auf unserer Baustelle Wendel. Tatsächlichen haben René und ich es geschafft heute die Wendel mit Gleisen zu bestücken, als auch die Schienen zu befestigen. Natürlich sind extra Stromeinspeisungen vorgesehen und auch verbaut. So sieht es im Moment aus:



Natürlich haben wir dann auch eine Lok rauf und runter fahren lassen und alles funktioniert zu unserer vollsten Zufriedenheit. Tatsächlich? Na ja, nicht ganz, denn tatsächlich hatten wir mit einer Lok Probleme: Die MAK bleibt mit dem Führerhaus an der Dachschräge hängen. Mit viel Gefühl und dem entsprechenden Werkzeug haben wir dann die Steigung geringfügig angepasst und jetzt fährt auch die MAK zwar knapp, aber ausreichend an der Dachschräge entlang:



Auch haben wir nicht vergessen den kleinen Ausschnitt oben am Brett zum Endbahnhof zu machen:



Auch hier bleibt kein Zug hängen. Befestigt sind die Schienen mittels Heißklebepistole, so dass jederzeit ein Rückbau erfolgen kann, ohne dass die Schienen beschädigt werden. Für mich die praktikabelste Lösung bei dem Bettungsgleis von Kato. Es sieht zwar nicht schön aus, verschwindet aber eh im Tunnel und bleibt damit unsichtbar. Im sichtbaren Bereich werde ich einzelne Schienen mittels doppelseitigem Klebeband befestigen. Mal schauen, ob es dann reicht.

Was mir noch aufgefallen ist: Die obere Zufahrt zur Wendel kommt schon fast über den unteren Zwischenbahnhof zum liegen, so dass die Weiche zum Werksanschluss im Tunnel liegen würde. Dies geht natürlich überhaupt nicht. Hier muss ich noch schauen und überlegen, ob ich die Zufahrt zum Werk eventuell etwas verschieben kann, oder gar komplett verlegen muss.



Das Bild zeigt es deutlich, dass hier das Gelände nach oben sehr steil gehen muss und trotzdem die Weiche genau in der Tunneleinfahrt liegen würde.

Aber schauen wir mal, was mir hier noch einfällt ... !

*

Die nächsten Arbeiten sind dann das Verlegen einer Ringleitung, um überall entsprechende Stromeinspeisungen zu ermöglichen. Dazu dann die Stromeinspeisungen selbst noch legen. Glücklicherweise gibt es von Tillig passende Schienenverbinder, sodass das Einspeisen an der Schiene selbst kein Problem sein sollte. Dumm nur, dass ich nur ein Päckchen mit 10 Verbindern besorgt hatte, die fast schon alle in der Wendel verbraucht wurden. Ich habe zwar gleich noch zwei Päckchen geordert, allerdings brauchen die ein paar Tage, bis die bei mir sind. Allerdings habe ich im Moment Schwierigkeiten alles zu bekommen, was ich geordert habe. Die Lieferdienste haben Probleme alles auszuliefern. So warte ich auf mehrere Päckchen, die teilweise schon mehr als eine Woche im Verzug sind ...

Egal, jetzt gilt es für mich erst einmal ein paar Testfahrten mit unterschiedlichen Loks zu machen und zu schauen, ob es keine weiteren Probleme mit der Wendel gibt. Allerdings musste ich jetzt schon feststellen, dass die kleinen Loks kaum Zugkraft haben, um wenigstens ein paar Waggons hoch zu bringen. Vor allem ältere Arnold, Minitrix und Fleischmann Wagen bereiten den Loks Mühe. So schafft die BR 89 von Minitrix gerade mal 4 zweiachsige Wagen. Mal schauen, was die Köf II dann bringt ...

An der Steigung sollte es nicht liegen, die müsste knapp unter drei Prozent liegen ...

Bis demnächst, liebe Grüße von

tommy


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#22 von tommynorden , 14.08.2025 18:44

Moin!

Das kleine Problem mit der im Tunnel liegenden Weiche hat mir jetzt doch keine Ruhe gelassen. Ursprünglich wollte ich die Zufahrt zum Werk eigentlich von der Strecke abgehen laaaen, aber daraus wird jetzt nix. Jetzt weicht der Anschluss direkt im Bahnhof ab. So sieht es jetzt aus:



Ob es so bleibt, weiß ich noch nicht. Theoretisch könnte ich auch die erste Weiche als Werksausfahrt machen und erst später den Bahnhof entwickeln. Denn Länge hätte ich eigentlich genug im kleinen Zwischenbahnhof.

Wie denkt ihr es? So lassen, oder den Bahnhof längenmäßig etwas einkürzen und die erste Weiche als Zufahrt zum Werk machen?

Liebe Grüße

tommy


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#23 von tommynorden , 14.08.2025 22:12

Moin!

Auch wenn ich nerve, aber ich schreibe noch einen dritten Post hier.

Meine Überlegung die Werkszufahrt etwas vom Tunnel zu verlegen hat sich für mich als richtig erwiesen. Die Frage war nur, ob ich das Werk aus dem Bahnhof heraus anschließe oder schon vorher vor der Bahnhofseinfahrt. Zum besseren Verständnis habe ich die Situation mittels Schienen nachgestellt:



Der Bahnhof verliert ein wenig an Länge; anstelle von rund 150 Zentimetern sind es jetzt noch rund 135 Zentimeter. Oder In der Realität sind es anstelle von rund 240 Meter nur noch rund 210 Meter Gleislänge der Bahnhofsgleise.

Also, was denkt ihr? Dem Bahnhof etwas kürzen und die Werkszufahrt vor den Bahnhof legen oder doch aus dem Bahnhof heraus anfahren?

Beides hat so seine Vor- oder Nachteile. Separate Zufahrt sieht für mich sehr stimmig aus. Aus dem Bahnhof heraus heißt auch, dass ich beim Rangieren mit nur wenigen Wagen nicht gleich im Tunnel verschwinde, d.h. ich habe etwas mehr Ziehgleis vor dem Tunneleingang.

Ich weiß wirklich nicht, wie ich hier entscheiden soll ... !

Liebe Grüße

tommy


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#24 von Frank K , 14.08.2025 22:52

Servus, Tommy,

wenn es von der Einfahrweiche aus fast direkt in einen Tunnel geht, würde ich die Weiche in den Bahnhof integreren und die Gleise dennoch kurz lassen. Das es direkt vom Bahnhof in den Tunnel geht, sollte man gestalterisch vermeiden, wenn es geht. Denkbar ist m.E. sogar, das Industriegleis aus Gleis 4 abzweigen zu lassen. Dann kommen die beiden Abstellgleise direkt an die anderen Bahnhofsgleise und die Gebäude des Industriebetriebes stehn dann zur Wand hin hinter den Gleisen. So bleiben die Gleise auch besser zugänglicher (zum Putzen, Fotografieren und Beheben jeglicher Malheure ).

Ciao, Frank


Grainitz III - Nebenbahn-Spitzkehrenbahnhof DR Epoche IV

Ehemalige Anlagen:
Grainitz I - https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=146822
Grainitz II - https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=1...834173#p1834173,

Link zum YT-Kanal unterm Avatar-Bild

Grainitz II im ADJ (https://www.jaffas-moba-shop.de/anlagen-design-journal/?
Heft 15 – Anlagenportrait, Heft 17 – Schottertransporte, Heft 19 – DDR-Identität


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zuletzt bearbeitet 14.08.2025 | Top

RE: Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

#25 von tommynorden , 15.08.2025 06:17

Moin, Frank!

Danke für Deinen wertschätzenden Kommentar!

Leider kann ich die Anlagengröße nicht so beeinflussen, dass ich die Landschaft so variieren kann, damit das Problem mit dem direkt nach dem Tunnel stattfindenden Bahnhof nicht besteht. Zwischen Fiddle Yard und Endbahnhof bleibt nur der knapp bemessende Platz für einen kleinen Zwischenbahnhof und die Wendel zum deutlich höher gelegenem Endbahnhof. Hier ist auch der einzige Platz um einen Werksanschluss wenigstens gleismäßig halbwegs vernünftig darzustellen. Theoretisch könnte ich noch auf diesen kleinen Bahnhof komplett verzichten, was aber nicht in Frage kommt.

Die andere Option wäre den kleinen Bahnhof so zu verkleinern, dass es entweder kein Ausweichgleis oder nur ein sehr kurzes gibt. Allerdings gefällt mir diese Alternative nicht. Ich möchte auch in dem kleinen Bahnhof rangieren können, Überholungen oder Kreuzungen stattfinden lassen. Ergo hatte ich von Anfang an mit mindestens 2 Bahnhofgleisen planen müssen. Erst jetzt bei Aufbau wurde uns bewusst, dass wir beim Zustellen oder Abholen von Wagen den kleinen Bahnhof so vollstellen, dass kein anderer Verkehr möglich ist. Aus dieser Überlegung heraus kam wieder das dritte Bahnhofsgleis ins Spiel, welches als reines Durchfahr- oder Abstellgleis dienen soll und gleichzeitig den Bahnhof nicht komplett blockiert.

Eine weitere Alternative wäre den Werksanschluss so zu verkleinern, dass nur wenige Wagen ins Spiel kommen. Aber dies mindert den Rangierspaß deutlich. Daher mein Werksanschluss einer bedeutenden Ölmühle, die so viel unterschiedliche Waren empfängt, als auch verschickt, dass ein umfangreicher Güterverkehr gewährleistet ist. Das Werk selbst wird nicht dargestellt, oder wen nur aus wenigen Fassaden. Seine beiden Gleise sind voll umfänglich händisch gut zu erreichen. Das Empfangsgebäude und der kleine Schuppen sind so weit an den Rand gewandert, damit sowohl im Bahnhof, als auch im Werk frei rangiert werden kann und jederzeit ein Zugriff möglich ist. Mehr Platz bietet das gedachte kleine Tal nicht. Die ursprünglich durch Wasserkraft angetriebene Ölmühle entstand daher hier im Tal. Der Eisenbahnverkehr kam erst später dazu und musste den Platz nehmen, der blieb. Daher beide Tunnel als Zufahrt und Erschließung des Bahnhofs. Und auf die Wendel kann ich leider nicht verzichten, da der Endbahnhof knapp 15 Zentimeter höher zu liegen kommt. Hier musste ich Rücksicht auf vorhandene Möbel nehmen.

Dies ist praktisch die Geschichte zur Anlage, bzw. den räumlichen Gegebenheiten.

Gerne würde ich den Werksanschluss auf die freie Strecke legen und mittels Sperrfahrten erschließen. Allerdings lässt dies der Platz nicht zu. So kam es zu der Lösung mit dem kleinen Zwischenbahnhof und dem Werksanschluss.

Deinen Einwand bezüglich des Gleises 4 habe ich nicht verstanden. Der Bahnhof hat nur drei Gleise und sein Freiladegleis ist für mich Gleis 11, das Rampengleis dann Gleis 12. Die beiden Gleise der Ölmühle tragen eine eigene werksseitige Bezeichnung und haben ansonsten mit dem Bahnhof nichts zu tun.

Liebe Grüße von

tommy


Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

RE: Eine kleine Nebenbahn ... der zweite Versuch ... !


scabaNga hat sich bedankt!
 
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Freinach - Eine Kompaktanlage ohne Bahnhof entsteht

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