Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#1 von JohFa , 10.08.2025 21:57

Hallo liebe Modellbahnfreunde,

für einen Bekannten habe ich versucht die Digitalisierung einer Lok erfolgreich zu Ende zu bringen:
> Märklin BR 212 (3147)
> Lokdecoder tams LD-G-42.2
> Märklin HLA 60944
> weißes LED Spitzenlicht
> LED Führerstandbeleuchtung
> Stützkondensator 35V/220µF

Bei der ersten Testfahrt (Märklin C-Gleis) versuchte der Lokdecoder die automatische Anmeldung über DCC-A an der ESU ECos Controlstation. Immer wieder zeigte das ECos-Display das Icon für DCC ohne eine erfolgreiche Anmeldung. Da der Bekannte diese Lok über MM steuern möchte, habe ich das DCC-A am Decoder abgeschaltet. Die Lok hat gute Fahreigenschaften und die Beleuchtung funktioniert wie erwartet.

Nun das eigentliche Problem: Wird der Fahrstufenregler (DCC128) bei voller Fahrt auf Null geschaltet, benötigt die Lok - allerdings nur bei der Rückwärtsfahrt – etwa zwei Sekunden bis zum Stillstand. Dies bedeutet eine nicht unerhebliche Fahrstrecke von knapp zwei Metern!
Die Anfahrts- und Bremsverzögerung habe ich über die Funktionstaste deaktiviert sowie schließlich die CV 3 und 4 auf den Wert 0 gesetzt. Jedoch zeigte sich hiervon dieses merkwürdige Verhalten der Lok unbeeindruckt. Dagegen steht die Lok bei der Vorwärtsfahrt nach wenigen Zentimeter.

Habe nun folgende Dinge ohne Erfolg ausprobiert:
> Reset Lokdecoder
> Lastregelung AUS
> Betrieb DCC28
> Betrieb MM 14 / 27 / 28
> Überprüfung Verkabelung

Fährt die Lok nur ein kurzes Stück, zeigt sich dieser Effekt beim Stopp nicht so ausgeprägt. Lass ich die Lok zwei Runden mit voller Fahrt durch mein Testoval fahren, benötigt diese unzuverlässig zwei Meter bis zum Stand.

Ich bin nun etwas ratlos > Decoder defekt oder Programmierung?
Was kann ich tun, um die Ursache auf die Spur zu kommen?

Mit besten Grüßen Hans


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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#2 von Running.Wolf , 10.08.2025 23:35

Moin
Schreibe einfach an TAMS, „da werden Sie geholfen“.
Ich habe mehrere LD-G-42 verbaut, Dein Bild zeigt sich nicht bei meinen Umbauten.


Gruss Wolfgang


 
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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#3 von Michael Knop , 11.08.2025 09:51

Hi,

passiert das Fehlverhalten nur aus sehr hoher Geschwindigkeit?

Sind die Entstörelemente am Motor vorhanden?



Viele Grüße, Michael


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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#4 von Stahlblauberlin , 11.08.2025 10:22

Hast du für eine sichere Masseverbindung am Schleiferdrehgestell (Kabel!) gesorgt? Die vergleichsweise lose Verbindung nur über den Rahmen kann für Datenmüll sorgen so das der Dekoder nur sehr verzögert auf Befehle reagiert. Kenne das Phänomen von diversen Dekodern in Lokomotiven mit vergleichbarem Aufbau, auch mit der Abhängigkeit von Fahrtrichtung und Geschwindigkeit.
Das kann soweit gehen das die Lok gar nicht mehr reagiert.
In dem Kontext auch die Achslager prüfen und ggf. reinigen und sparsam!! ölen. Altes Öl plus Abrieb und sonstigem Dreck isoliert ganz gut...
Teste mal wenn die Lok unterwegs ist ob sie unverzüglich auf das Ein- bzw. Ausschalten der Beleuchtung reagiert, tut sie das nicht bekommt der Dekoder keine gültigen Daten.
Ein Pufferelko, auch ein kleiner wie in diesem Fall, kaschiert die Probleme mit der Stromversorgung schon ziemlich gut.
Die schon erwähnte Entstörung des Motors ist auch nicht ohne, ein Kondensator von 4,7 nF direkt an den Motoranschlüssen kann Wunder wirken.


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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#5 von Mathews Moba , 11.08.2025 10:48

Für mich schaut das nach einem Defekt aus. Ich hatte die selben Probleme mit einem Esu Lokpilot V5 und der Händler hat ihn mir umgetauscht. Er funktioniert jetzt schon seit mehreren Monaten ohne Probleme.
Ich würde den Decoder (nach möglichkeit) umtauschen.
Lg


TDI hat sich bedankt!
 
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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#6 von JohFa , 11.08.2025 12:33

Hallo und danke für die Antworten zu meinem berichteten Problem!

Das Fehlverhalten ist sichtbar bei allen Geschwindigkeiten, hängt bei der Intensität von der Geschwindigkeit ab: langsame Fahrt nur eine geringe Verzögerung und schnelle Fahrt eine deutlich höhere Verzögerung und dies nur bei Rückwärtsfahrt!

Ich habe die Lok komplett zerrlegt, gründlich gereinigt, anschliebend Ultraschallbad, alle Räder blank gebürstet und beim Zusammanbau Achslager, Zapfen der Zahnräder u.s.w. mit wenig Öl versehen.
Am Drehgestell Schleifer wurde ein zusätzlicher Massepunkt realisiert und mit einem Kabel mit dem Fahrgestell verbunden.

Die Entstörung erfolgte mit je einer Drossel in der Motorzuleitung und dem Kondensator zwischen den Motoranschlüssen mit dem orginalen Motorschild aus dem verbauten Märklin HLA-Set. Hohe Störpegel waren auch meine Überlegung, aber dass hier nur eine Funktion beeinträchtigt wird, kann ich nicht glauben. Geschwindigkeitsregelung und Lichtfunktionen arbeiten ohne Auffälligkeiten.

Der Firma tams habe ich das Problem per Email geschildert. Ich weis zwar das Ferndiagnosen meist wie Lesen im Kaffeesatz ist, aber der Hersteller sollte schon einiges an Erfahrungswissen vorweisen und zumindest zielgerichtete Tips für eine weitere Überprüfung mitteilen. Meine bisherigen zwei Kontakte mit dem Service von tams waren freundlich und hilfreich.

Beim Aufräumen habe ich tatsächlich noch einen neuen LD-G-42.2 gefunden. Dies wäre die Möglichkeit einfach den Decoder zu tauschen und schauen wie es dann geht!

Danke für die Unterstützung und ich werde das Ergebnis mitteilen
Beste Grüße Hans


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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#7 von Stahlblauberlin , 11.08.2025 14:03

Den Dekoder testweise zu tauschen hat noch nie geschadet. Der Support von TAMS ist aber ordentlich, bisher immer nach höchstens zwei Werktagen Antwort bekommen. Bin mal gespannt was dabei herauskommt. Am Zustand der Lok gibt's der Beschreibung nach nichts zu meckern, da kann die Ursache nicht liegen.


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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#8 von fschum , 11.08.2025 16:23

Hallo,

Ich besitze einen LD-G-41, dessen Software-Spezifikationen mit denen des LD-G-42 identisch ist.

Mein LD-G-41 zeigt folgendes Verhalten:

  • Bei drehendem Motor (Speed> 0) im Decoder-Tester meldet der Decoder Quality-Of-Service > 0 (s. Bild). Das sollte ein Warnsignal sein, da der Decoder DCC-Befehle „verliert“.



    In diesem Test liegt dies jedoch nicht an Kontaktproblemen. Stoppbefehle können somit vom Decoder sporadisch erst nach einer oder mehreren Wiederholungen „verstanden“ werden. Dies führt wiederum zu der beobachteten Befehlsverzögerung.


Ein einfacher Test könnte das Ein- und Ausschalten der Lichter während der Fahrt sein. Auch hier sollten statische (zufällige) Verzögerungen auftreten.


MfG,
Frank


 
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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#9 von Stahlblauberlin , 12.08.2025 07:43

Zitat von fschum im Beitrag #8
Bei drehendem Motor (Speed> 0) im Decoder-Tester meldet der Decoder Quality-Of-Service > 0 (s. Bild). Das sollte ein Warnsignal sein, da der Decoder DCC-Befehle „verliert“.

Das deutet für mich darauf hin das eine ungenügende Entstörung des Motors bzw. ein z.b. durch Verschmutzung stark störender Motor dem Dekoder das Signal versaut.
Fahrtrichtungsabhängig kann das auch vorkommen wenn der Motor in Vorzugsrichtung eingelaufen ist und gegen den Strich drehend deutlich mehr Bürstenfeuer erzeugt.
Allerdings sollte das erst passieren wenn die Störungen wirklich heftig sind..


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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#10 von fschum , 12.08.2025 08:24

Hallo,

Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #9
Das deutet für mich darauf hin das eine ungenügende Entstörung des Motors bzw. ein z.b. durch Verschmutzung stark störender Motor dem Dekoder das Signal versaut.


Leider ist das nicht der Fall. Erstens ist der Testmotor in einwandfreiem Zustand, und zweitens ändert sich das Verhalten nicht, wenn ich den Motor abziehe. Es scheint wahrscheinlicher, dass die Motorsteuerung den Empfang/die Auswertung der DCC-Pakete stört, was ein Firmware-Problem wäre.


MfG,
Frank


 
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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#11 von Stahlblauberlin , 12.08.2025 08:45

Zitat von fschum im Beitrag #10
Es scheint wahrscheinlicher, dass die Motorsteuerung den Empfang/die Auswertung der DCC-Pakete stört, was ein Firmware-Problem wäre.

Das wäre echt peinlich. Die Hardware der Tams-Dekoder ist ja sehr übersichtlich aufgebaut und grundsätzlich "langweilig".
Wenn das PWM-Signal in Hardware, sprich: mit den Timern, erzeugt wird frisst das kein Brot, nur ein unglückliches Design der Lastregelung kann da übel reinhauen. Selbst mit einem 4MHz-Pic kann man ein DCC-Signal zuverlässig auswerten...


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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#12 von JohFa , 12.08.2025 11:45

Hallo zusammen,
ich verfolge die entstandene Diskussion zu meinem Problem mit großem Interesse. Aber auch ich war nicht untätig und habe den Lokdecoder gegen einen neuen LD-G-42.2 getauscht.
Das Problem besteht weiter! Allerdings mit dem Unterschied, dass es nun auch gelegentlich bei der Vorwärtsfahrt auftritt.
Da die Höchstgeschwindigkeit für eine BR212 deutlich zu hoch war, habe ich CV5 auf 130 reduziert. Der Fehler ist hier weiterhin vorhanden, aber die Lok kommt schneller zu stehen und bei aktiver Bremsverzögerung (Werkswert) ist dies kaum noch erkennbar. Aber dies sollte nicht die Lösung sein!
Das problemlose Schalten der Beleuchtung funktioniert im Fahrbetrieb unter allen Bedingungen.
Auch nach mehreren Runden auf dem Gleis mit Höchstgeschwindigkeit wird der Motor weder heiß, noch "riecht es nach Strom". Bei extrem feuernden Motor sollte hier etwas feststellbar sein!
Bei meinen Lokumbauten mit tams Decoder oder anderen Modellen ist mir dieser Fehler noch nicht begegnet. Allerdings wäre BR212 mit HLA und das Zerblättern des Hamomagneten oder das Fräsen am Gehäuse damit das Märklinteil ins Fahrgestell passt, nicht meine favorisierte Lösung. Aber dies war der Wunsch des Lokbesitzers und der HLA war bereits verbaut.

Vielleicht tausche ich die beiden Enstördrosseln in den Motorzuleitungen. Alternativ versuche ich mich am Umbau einer weiteren BR212 mit LD-G-42.2 jedoch ohne HLA und schaue wie diese so fährt und bremst.
Ja und da wäre noch die ausstehende Antwort von tams.

Ich bleibe am Ball und werde berichten!

Schönen Tag an Alle!


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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#13 von fschum , 12.08.2025 11:47

Ja, leider scheint da etwas nicht zu stimmen.

Ich habe gerade ein paar Decoder aufs Gleis gestellt. Die Protokollstatistik des Decoders sieht nicht so toll aus. Von 14.125 (Spalte 'seq') DCC-Befehlen hat er auf 1085 (Spalte 'mis2') nicht reagiert – das sind 8%. Der BASIC.3 reagiert auf fast 50% der Befehle nicht. Zum Vergleich mit anderen Decodern,



Alles was gelb oder rot coloriert ist, bedeutet "Protokoll-Fehler" nach RCN Norm.


MfG,
Frank


 
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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#14 von JohFa , 12.08.2025 12:14

Frank danke für dieses Messprotokoll,
meine beiden getesteten tams LD-G-42.2 sind neu und frisch aus der Verpackung. Wurde die Messung mit diesem Modell durchgeführt?
Sollte dies ein grundsätzliches Softwareproblem sein, müssten bereits auch weitere Anwendern von dieser Problematik betroffen sein. Dies sollte dann bei tams bereits bekannt sein?

Beste Grüße Hans


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#15 von fschum , 12.08.2025 13:34

Hallo Hans,

wie bereits obene geschrieben, beziehe ich mich auf den LD-G-41. Dieser ist vermutlich von der Firmware identisch mit dem LD-G-42. Habe auch einen FD-R Basic.3, der zeigt ein vergleichbares Verhalten. Meine Beobachtungen bzgl. der beiden Decoder hatte ich vor einiger Zeit an Tams gemeldet. Ob sich diesbezgl. schon etwas getan hat weiss ich nicht.

Zitat von JohFa im Beitrag #1
Bei der ersten Testfahrt (Märklin C-Gleis) versuchte der Lokdecoder die automatische Anmeldung über DCC-A an der ESU ECos Controlstation.


Die ECos unterstuetzt meines Wissens kein DCC-A logon. Die ECos kann nur Railcom+.

Aber was genau ist passiert? Kannst Du das in 1-2 Saetzen beschreiben. Es gibt ggf. noch eine andere Decoder Besonderheit.


MfG,
Frank


 
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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#16 von JohFa , 12.08.2025 14:08

Hallo Frank,

mit DCC-A habe ich keinerlei Erfahrung. Dieses Funktion scheint auch recht neu zu sein. Beim ersten Test mit der BR212 und LD-G-42.2 zeigte meine ECos 2 ein Icon "DCC", was ich bis dahin nie zu Gesicht bekommen habe. Vergleichbar mit einer mfx-Anmeldung erscheint ein grüner Fortschrittsbalken. Dieser blieb im ersten Drittel hängen und nach einigen Sekunden begann die Aktion von vorne, jedoch ohne einen erfolgreichen Abschluss. Railcom war aktiviert! Auf die Schnelle habe ich nicht herausbekommen, ob meine Ecos dies überhaupt untertsützt. Ich habe DCC-A am Lokdecoder abgeschaltet, weil ich es für das bestehende Problem - stark verzögerter Bremsverhalten - nicht für ursächlich hielt.

Beste Grüße Hans


fschum und TDI haben sich bedankt!
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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#17 von JohFa , 14.08.2025 20:21

Hallo zusammen,

hier der aktuelle Stand zu meinem Problem "Bremsverzögerung":

In der Kühle meines Bastelkellers habe ich zu diesem Thema noch einige Zeit verwendet. Ich habe den Motor nochmals zerlegt, alle Anschlüsse überprüft mit dem unbefriedigenden Ergebnis: mal bremst die Lok bei der Vorwärtsfahrt, mal bei der Rückwärtsfahrt verzögert und mal funktioniert die Bremsung korrekt.
Am ESU-Decoder-Prüfstand funktionierte der Lokdecoder tadellos!

Kurz entschossen erfolgte heute der provisorische Einbau eines Märklin mLD3. Dann immer wieder die Lok maximal beschleunigt, den Drehregler für die Fahrstufen auf null und jeweils stoppte die BR 212 unter einer Sekunde und dieses in beide Fahrtrichtungen! Die Lok fährt ohne Ruckeln in der Schleichfahrt. Generell ist die Fahrt geschmeidiger und deutlich leiser.

Dies sollte meinem Bekannten die Mehrkosten für den Decoder wert sein!

Beste Grüße Hans


fschum und TDI haben sich bedankt!
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#18 von Stahlblauberlin , 14.08.2025 23:22

Das der Dekoder auf dem Prüfstand einwandfrei funktioniert, ebenso sich der mLD3 in der Lok gut macht riecht schwer nach nicht auf den Motor eingestellter Lastregelung. Das kann bei grober Fehleinstellung zu sehr bizarrem Fahrverhalten führen.
Das Fahrgeräusch ist da noch die harmloseste Nebenwirkung.


E_41 und Michael Knop haben sich bedankt!
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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#19 von VersA , 16.08.2025 17:58

Zunächst einen herzlichen Gruß in die erlauchte Runde

von mir zwar als Forenneuling, wohl aber auch DCC-Methusalem mit Erfahrungen seit Beginn der goldenen(??) 1990er...

Bislang wurde hier in der Diskussion noch nicht angesprochen, dass auch Probleme des an sich ja genormten DCC-Gleissignals zu den geschilderten Verhaltensweisen einer Lok führen können.
Sollte dir, lieber Hans, ein Oszilloskop zur Verfügung stehen und der Umgang mit selbigen für dich nicht an ein Studium der Bücher mit den -apokalypsebekannten(!)- sieben Siegeln gebunden sein, lege ich dir nahe, dir mit dem Oszi die Anstiegszeiten des unbelasteten Gleissignalcodes (kein Verbraucher auf dem Gleis) sehr genau anzusehen und dort vorhandene 'Unegelmäßigkeiten' aufmerksam zur Kenntnis zu nehmen. Sollten sich diese bewahrheiten, können wir gerne detaillierter diskutieren.

Ich spreche hier aus einer Erfahrung, bei der sich ein ab Werk im Fahrzeug verbauter Dekoder aus Gießen und eine noch heute marktgängige Zentrale aus Ulm -unter den hier geschilderten Problemen- nicht so recht vertragen wollten Diese Unverträglichkeit ließ sich auch in intensiver Zusammenarbeit dreier Betroffener (Besitzer von Zentrale und Dekoder sowie die beiden Gerätehesteller) nicht dauerhaft lösen, weshalb ich die Sache 'an die Backe' bekam. Aufgrund der mir berichteten Vorgeschichte schwante mir ein Gleissignalproblem, das ich per Oszilloskop auch sofort belegen konnte. MIt Schirmfotos von damals könnte ich -bei allgemeinerem Interesse- dienen. Mit meinem Lösungsvorschlag war die Sache damals dann gottlob vom Tisch und trat seither (8 Jahre) auch nicht wieder auf. Der Erfolg meiner Problemlösung war ja nicht selbstverständlich.

Für mich hatte die ganze Arie den Vorteil, dass ich mich genötigt sah, die NMRA-Normen auf Festlegungen der Anstiegszeiten des DCC-Gleiscodes zu durchforsten. Zuvor hatte ich über mehr als zwei Jahrzehnte(!) kein derartiges Problem gehabt, obwohl ich -berufsbediingt- angesichts der nun wirklich bedenklichen Übertragungsqualität zwischen rollendem Rad und mehr oder minder oxsidierter Schienenoberfläche auf der Modellbahn immer damit gerechnet hatte. Und wie nicht anders zu erwarten, die NMRA hat genauere Angaben zur Qualität des Gleissignales definiert.

Das wäre es von meiner Seite gewesen. Sollte sich etwas 'tun', bin ich natürlich für Rückmeldungen umso dankbarer, als sie meinen alters- und erinnerungsbedingt zur Dekadenz neigenden Erfahrungshorizont neuerlich stabilisieren helfen würde.
Zumindest in dieser Frage.

Hans-Joachim


vikr und TDI haben sich bedankt!
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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#20 von vikr , 16.08.2025 18:12

Hallo Hans-Joachim,

Zitat von VersA im Beitrag #19
dass ich mich genötigt sah, die NMRA-Normen auf Festlegungen der Anstiegszeiten des DCC-Gleiscodes zu durchforsten....
... MIt Schirmfotos von damals könnte ich -bei allgemeinerem Interesse- dienen.
mich würde naturlich interessieren welche, der von Dir untersuchten Zentralen - ggf. mit welchem Firmwarestand - sich nicht an die Vorgaben der NMRA gehalten haben. Eigentlich sind diese Vorgaben doch in enger Zusammenarbeit mit Lenz erstellt worden.
Aber bei den Lenz-Detektoren mußte ich auch schon lernen, dass sich Lenz nicht immer streng an die eigenen Vorgaben gehalten hat.
Ich denke es ist gut möglich, dass es Schwierigkeiten geben kann, wenn die Zentrale nicht exclusiv DCC ans Gleis legt, sondern als Multizentrale werkelt. Bei der ECoS gibt es dazu noch die etwas kryptische Einstellung "symmetrisches Gleisprotokoll erzeugen".

MfG

vik


im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix


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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#21 von Babbel , 16.08.2025 18:26

Hallo zusammen,

im Rocrail hatten wir das Problem das die LD-G-42 vorschnell in den Analogmodus gehen und deshalb beim einschalten der Spannung kurz zucken.

Vielleicht liegt hier auch das Problem, stelle doch mal cv 11 auf 200, schaden kann es ja nicht.

Grüße Berthold


Ja M-Gleise weil es immer so war
Ich bin nur ein Schreiner dem man ein Multimeter geschenkt hat.
Märklin empfiehlt den gemeinsamen Rückleiter https://www.maerklin.de/fileadmin/media/...ik-Tipp-407.pdf
Im Schattenbahnhof sollte das zuverlässigste Gleis- und Weichenmaterial verwendet werden. = M-Gleis, seit 60 Jahren kein Ausfall.
RocRail mit WIO


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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#22 von Stahlblauberlin , 16.08.2025 20:47

Zitat von vikr im Beitrag #20
- sich nicht an die Vorgaben der NMRA gehalten haben. Eigentlich sind diese Vorgaben doch in enger Zusammenarbeit mit Lenz erstellt worden. Aber bei den Lenz-Detektoren mußte ich auch schon lernen, dass sich Lenz nicht immer streng an die eigenen Vorgaben gehalten hat.

Das Problem mit den Normen ist das sie auch Toleranzen, in diesem Fall für das Timing im weitesten Sinne, beinhalten. Zwei Komponenten, also hier Zentrale und Dekoder, halten die Vorgaben für sich betrachtet ein, aber am entgegengesetzten Ende des Toleranzbereichs. Schon hat man ein Problem...
Die schon erwähnte Anstiegsgeschwindigkeit des Gleissignals gehört mit in das Problemfeld, ein perfektes Rechtecksignal gibt es nur in der Theorie, praktisch ist das immer ein mehr oder weniger ausgeprägtes Trapez, dazu ebenfalls technisch bedingt mit einem minimalen "Ruckler" beim Nulldurchgang. Allerdings sind die Vorgaben nach NEM 670 relativ harmlos, 2,5V/μs sind kein Hexenwerk, und was im Nulldurchgang, genauer zwischen +- 2V passiert sollen Dekoder auch ignorieren.
Die Zentralen die ich diesbezüglich mal vermessen habe haben diese Vorgaben alle eingehalten, wenn auch teilweise nur knapp, insbesondere was die Steilheit angeht. Besonders wenn EMV-Filter zum Einsatz kommen wird es haarig, auf der einen Seite ein möglichst steiles Signal (= hohe Frequenz), auf der anderen Seite möglichst keine hochfrequenten Störungen absondern. Das widerspricht sich einfach.
Erstaunlicherweise war übrigens die Kombination Roco 10764 mit einer Lokmaus 2 als Zentrale am genauestens an den Vorgaben nach NEM, Timing ziemlich exakt in der Mitte des Toleranzbereichs, kaum erkennbare Verzerrungen im Nulldurchgang, Anstiegsgeschwindigkeit bei guten 10V/μs und nur leichte Überschwinger. Hart am Limit dagegen das PIKO DigiFern-System, und zwar beim Timing.
Meine Eigenbauzentrale auf Pic-Basis war vom Timing hart an perfekt, aber der Leistungstreiber L298 hat das schöne Signal vom Pic ziemlich vermatscht, der ist grenzwertig langsam.
Trotzdem funktionieren gängigen Dekoder problemlos mit all diesen Zentralen...


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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#23 von JohFa , 16.08.2025 23:07

Hallo zusammen,

ich kann nur hoffen, dass meine ECos und das aktuell betroffene Decodermodell tams LD-G-42.2 sich tolerant verstehen !
Wie zuletzt berichtet, fuhr die BR212 mit Märklin mLD3 problemlos und gut. Obwohl die Lok mit dem LD-G-42.2 grunsätzlich zufriedenstellend fuhr, ließ der Hinweis von "Stahlblauberlin" - die Ursache könnte auch an den Parametern zur Motorregelung liegen - nicht ruhen. Somit habe ich wieder den LD-G-42.2 eingebaut und siehe da, kein verzögertes Bremsen mehr und die Lok fährt nun ohne großes Getöse. Heute abend habe diese Lok zahlreiche Runden mit Fahrstufe 1 fahren lassen, sowie immer wieder Vollgas und Fahrtregler auf null und die Lok stand unmittelbar.

Und was war nun die Ursache für das Problem? Bei den Testfahrten mit dem mLD3 blieb die Lok an zwei Weichen bei der Schleichfahrt mit mangelndem Kontakt stehen. Daraufhin habe ich, obwohl der verbaute Schleifer gereingt war und optisch einen brauchbaren Anblick zeigte, den Schleifer getauscht. Letztendlich kann ich nur vermuten, dass hier ein Zusammenhang besteht.

Ich werde die BR212 weiter ausgiebig unter verschiedenste Betriebsbedingungen über meine Gleisanlage quälen, in der Hoffnung den aktuell bestehenden positven Eindruck dauerhaft zu bestätigen.

Vielen Dank für die freundliche, kompetente Unterstützung und Grüße an Alle


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#24 von Stahlblauberlin , 17.08.2025 10:05

Zitat von JohFa im Beitrag #23
Daraufhin habe ich, obwohl der verbaute Schleifer gereingt war und optisch einen brauchbaren Anblick zeigte, den Schleifer getauscht.

Nachdem ich mich als 45 Jahre reiner DC-Fahrer mit Märklin (so schön nostalgische Technik..) angefangen habe auseinander zu setzen ist mir der Schleifer sehr schnell als neuralgischer Punkt aufgefallen... Optisch tip-top, trotzdem bockt die Lok schon analog wie eine Lima aus den Siebzigern..
Neuer Schleifer und die Probleme haben sich in Luft aufgelöst..
Gleichzeitig können völlig verschlissen aussehende Exemplare einwandfrei funktionieren, unter meiner 3005 ist einer verbaut wo das Messing blank liegt und schon fast eine Nut hat, trotzdem kennt die keinerlei Kontaktprobleme.
Neuralgischer Punkt scheint der Kontakt zwischen dem eigentlichen Schleifer und der Feder zu sein, da ein bisschen Oxidation und Verschmutzung und das war's.


Michael Knop hat sich bedankt!
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RE: Lokdecoder tams LD-G-42.2 Lok stoppt nur stark verzögert

#25 von E_41 , 17.08.2025 10:08

Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #24
Kontakt zwischen dem eigentlichen Schleifer und der Feder zu sein


Übergangswiderstand.

Der Youtuber groovyy1960 löst das offenbar mit einem zusätzlich am Schleifstück angelöteten Kabel.

Werde ich bei der nächsten Digitalisierung auch mal versuchen.


Das waren Zeiten: „Die festliche Eröffnung der nun vollendeten württembergischen Eisenbahn fand am 29. Juni statt. Morgen ¾ auf 6 Uhr ging die Locomotive „Alp“ von Heilbronn ab, überstieg das gleichnamige Gebirge und langte um 12 Uhr auf dem mit Flaggen geschmückten Bahnhof von Ulm an, wo Geschützdonner und Jubelruf sie begrüßte. Nach 20 Minuten wurde die Fahrt an den Bodensee fortgesetzt.“ (Illustrirte Zeitung, 13. Juli 1850)


 
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