Verkehrswende

#1 von Müesliman , 28.08.2025 15:05

Hallo.
Hier ein Link zur Situation in Deutschland
https://mediandr-a.akamaihd.net/progress...140-1100.hd.mp4

(Film aus der ARD-Mediathek)

Gruss Müesliman


Ich grüsse euch alle herzlich, ziehe es aber vor, meine Beiträge nicht mit meinem realen Namen zu unterschreiben, um anonym zu bleiben. Trotzdem bin ich eine reale Person ohne unlautere Absichten. Mit der Bitte um Verständnis, Müesliman


 
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RE: Verkehrswende

#2 von Preston , 28.08.2025 17:01

Für mich als EK-Leser ist das nur eines von tausenden Beispielen, was hier alles schief läuft im Eisenbahnwesen.
Ich sag nur "Willkommen in der Bananen Republik Doofland"


Gruß Preston

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RE: Verkehrswende

#3 von Joak , 28.08.2025 18:06

Hallo zusammen,

ich verstehe immer nicht wie alle immer nur am meckern sind. Klar ist, das nicht alles so läuft wie es laufen könnte. Aber Deutschland als Bananenrepublik und Doofland zu bezeichnen...
Ich empfehle 2 Dinge:
1. Schaut euch wirklich mal eine "Bananenrepublik" an, und
2. zieht doch einfach in ein Land was euch gefällt, und wo alles viel viel besser ist.

Entschuldigung dafür, das meine Meinung nicht in diesen thread gehört.


Grüsse
Hauke


 
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RE: Verkehrswende

#4 von Petz1 , 28.08.2025 20:28

Aufgrund des Beitrags meine ich Doofland ja, Bananenrepublik nein denn Letztere hätten gar nie die finanziellen Mittel sich solche Schüsse in den Ofen überhaupt zu leisten.


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zuletzt bearbeitet 28.08.2025 | Top

RE: Verkehrswende

#5 von trapper.hardy , 28.08.2025 21:51

Moin,
ja völlig korrekt. Doofland ist da noch sehr nett ausgedrückt. Diese bescheuerten Leute verschwenden unsere Steuergelder. Da das immer noch straffrei ist, wird sich an solchem Idiotentum auch nichts ändern. Leider ist das kein Einzelfall. Kennt jemand die Einfach-so-da-Brücken? Irgendwelche "Planer" haben Brücken irgendwo in die Landschaft bauen lassen, die jetzt einfach so da stehen, ohne irgendeinen Anschluß mitten im Acker.
Hier:
https://www.youtube.com/shorts/AtDMmk-SPvE
https://www.autozeitung.de/so-da-bruecke...deo-202218.html
https://www.youtube.com/watch?v=DnzFEM2fQcs
https://www.komoot.com/de-de/highlight/5408275

oder auch sowas:

https://www.youtube.com/watch?v=_G0tJmGlW3M
https://www.youtube.com/watch?v=HGDKm1C4ek8

Solche schwachsinnigen Auswüchse sind unsere Steuergelder, das Geld ist verbrannt. Dafür kommen andere Projekte "wegen planerischen Problemen" seit 25 Jahren!!! nicht vom Fleck.

Zitat von Petz1 im Beitrag #4
Aufgrund des Beitrags meine ich Doofland ja, Bananenrepublik nein denn Letztere hätten gar nie die finanziellen Mittel sich solche Schüsse in den Ofen überhaupt zu leisten.

Petz1 hat da völlig Recht.
Wir haben KEIN Einnahmeproblem, sondern ein riesiges AUSGABENPROBLEM, weil so viel Geld in den Sand gesetzt wird.


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RE: Verkehrswende

#6 von Petz1 , 29.08.2025 05:03

Zitat von trapper.hardy im Beitrag #5
Wir haben KEIN Einnahmeproblem, sondern ein riesiges AUSGABENPROBLEM, weil so viel Geld in den Sand gesetzt wird.
Wir haben beides und noch eins dazu.

1) Das Einnahmeproblem liegt daran das man sich Steuern und Abgaben nicht primär dort holt wo Geld in großem Ausmaß verdient und auch rumgeschoben wird. Mit einer wirksamen Finanztransaktionssteuer im Prozentbereich und Sozialabgaben ausnahmslos auf alle Arten von Einkünften ohne Höchstbemessungsgrundlage könnte man die Abgabenlast für Beschäftigte und KMU´s sicher um einen zweistelligen Prozentwert senken.

2) Ausgabeproblem liegt am desöfteren sorglosen Umgang mit Steuergeldern wie ja auch die Rechnungshofberichte laufend aufzeigen. Wenn man als unselbständig Beschäftigter sowas grob fahrlässig verbockt, hat das entweder die Kündigung oder zumindest eine Arbeitsverhältnisänderung sprich Abstufung zur Folge - da spreche ich noch gar nicht von Schadenersatz.

3) Beim größten Teil der in den letzten Jahrzehnten erlassenen Vorschriften fehlt eine Gesamtkosten-, Nutzenevaluierung. Es ist absoluter Unsinn z. B. Vorschriften zu erlassen die vielleicht paar Unglücksopfer vermeiden aber volkswirtschaftlich durch Maßnahmenumsetzung, Bürokratie, Zeitverzögerung etc. Kosten im siebenstelligen Bereich hervorrufen. Soviel ist schlicht kein Todesopfer wert und wer sich damit nicht abfinden möchte, muß sich eben ein Land suchen wo Vollkaskomentalität Regierungsprämisse ist. Dazu kommt noch das bei Verfahren viel zuwenig auf das Gemeinwohl zugunsten von Einzelinteressen Rücksicht genommen wird.

Ich bin mir ziemlich sicher das der dadurch verursachte Schaden am Prozentsatz des BIP gemessen nicht geringer als jener ausfällt der durch Korruption und mafiöse Strukturen in den "Bananenrepubliken" entsteht.


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RE: Verkehrswende

#7 von MMX , 29.08.2025 07:23

Zitat von Petz1 im Beitrag #6
Dazu kommt noch das bei Verfahren viel zuwenig auf das Gemeinwohl zugunsten von Einzelinteressen Rücksicht genommen wird.


Jedenfalls solange es nicht um die eigenen Interessen geht…😉

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RE: Verkehrswende

#8 von Petz1 , 29.08.2025 08:49

Das kommt sehr wohl auf den Blickwinkel an. Beispielsweise hatten sich jene Brennerautobahngegner die als Anrainer der Hauptmautstelle Schönberg heute am Lautesten protestieren, alle dort angesiedelt nachdem die Autobahn dort bereits bestand; so jemandem spreche ich jedwedes Einspruchsrecht schlicht ab.
Und als ich vor Jahrzehnten meine Immobilie erwarb, wurde schon damals darauf geachtet weder direkt am Talboden wegen potentieller Hochwassergefahr noch an einem Platz gelegen zu sein, wo eventuell später mal eine Straße, Bahnlinie etc. gebaut werden könnte die eventuell eine Enteignung bedingte. Man kann also persönlich durchaus vorbeugende Maßnahmen ergreifen.


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RE: Verkehrswende

#9 von E-Lok-Muffel , 29.08.2025 13:44

Dieses Video ist ein Auswuchs des Amtsschimmels, und damit zurecht in die Schlagzeilen der Medien geraten.
Wer sich mal die Berichte des Bundesrechnungshofes oder das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler ansieht, kann ungefähr berechnen, wieviel Geld in Deutschland verbrannt, bzw. zum Fenster hinausgeworfen wird - und die Dunkelziffer ist hoch.

Beispiele aus dem Bahnbereich:

    Mehrkosten für Tunnel zum "Anwohnerschutz" bei den Planungen zum deutschen Brenner-Nordzulauf. + die dadurch aufgetretenen Verzögerungen, die wahrscheinlich Konventionalstrafen nach sich ziehen, weil Verpflichtungen zur Fertigstellung nicht eingehalten werden.

    Verzögerungen durch die Bürgerbeteiligung zum Bau einer Kapazitätserweiterung des Bahnkorridors Hannover-Hamburg- Bremen (Y-Trasse - Alpha-E - NBS), Die Diskussion um eine Weiterführung der damaligen NBS Würzburg-Hannover weiter nach Hamburg begann bereits 1992, passiert ist bis heute, außer viel Gerede und Geplane: NICHTS.


Außerhalb des Bahnbereiches:
    Mehrkosten und Verzögerungen des Stromnetzausbaus z.B. Südlink



Insofern:
Zitat von Petz1 im Beitrag #6
Dazu kommt noch das bei Verfahren viel zuwenig auf das Gemeinwohl zugunsten von Einzelinteressen Rücksicht genommen wird.

hat der Markus durchaus recht.
Aber "Todesopfer"...: Jede Brücke, die einen bisher niveaugleichen Bahnübergang ersetzt, macht die Bahnstrecke sicherer, die Züge dürfen schneller fahren und kosten mindestens mal siebenstellige Summen - mir wäre es das wert.

ist es jedoch zwingend notwendig, wenn man schon keine niveaugleichen Bahnübergänge mehr haben will, diese Übergänge trotzdem gleichzeitig "barrierefrei" zu planen und zu bauen und zwar alle?
Ist der Bau einer Stufe eine Diskriminierung aller Gehbehinderten oder einfach ein notwendiges Übel im Gelände?
Braucht ein Dosto-Wagen deswegen einen Aufzug, weil auch Gehbehinderte Anspruch auf Ausblick aus dem ersten Stock haben?

Wir müssen eine Diskussion darüber führen, Wo Einzelinteressen aufhören und wo Gemeinwohl anfängt...

Gruß
uLi


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RE: Verkehrswende

#10 von Preston , 29.08.2025 14:54

Hallo,

Zitat von Joak im Beitrag #3
1. Schaut euch wirklich mal eine "Bananenrepublik" an,

Was ist den eine Bananenrepublik, es ist die Bezeichnung für ein korruptes Land.
Hier heißt es nur Vornehmer "Lobbyarbeit". was glaubt ihr, wie viele politiker hier bestochen, nein, besser gesagt,
begünstigt werden, damit sie für diese oder jene Firma eintreten. Deshalb BANANENREPUBLIK.

Nun hat es InfraGo/DBNetz leider nicht geschafft, die Hunsrückquerbahn komplett in Grund und Boden zu fahren, daher muss sie nun selber sanieren und den vorherigen Zustand wieder herstellen. Vom eigenen Geld, ohje, komplett stillgelegt hätte der Bund bezahlen müssen, hat ja bei vielen anderen Strecken in den letzten 30 jahren prima funktioniert. Jetzt werden 60 Mio. verschwendet, damit dann in naher Zukunft, die Strecke auf Bundeskosten nochmal saniert wird, für richtigen Bahnverkehr.
Deshalb DOOFLAND.


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RE: Verkehrswende

#11 von E-Lok-Muffel , 29.08.2025 17:49

Zitat von Preston im Beitrag #10
Hallo,
Zitat von Joak im Beitrag #3
1. Schaut euch wirklich mal eine "Bananenrepublik" an,

Was ist den eine Bananenrepublik, es ist die Bezeichnung für ein korruptes Land.

In dem Extra-3-Beitrag geht es aber weder um Lobbyismus noch um Korruption oder ähnliches.

Es geht eigentlich um die Skurrilität eines behördlichen Vorgangs und was daraus folgt (wie Du es in Deinem zweiten Absatz beschreibst):
Das EBA hat aufgrund des schlechten Zustandes vor Jahren verfügt, dass eine Strecke - in diesem Fall die Hunsrückquerbahn - nur mit 10-20 km/h zu befahren ist. Jetzt musste die gleiche Behörde die Bahn zwingen (per Gerichtsbeschluss), diese Strecke "betriebsfähig zu halten", d.h. den Status quo zu bewahren, nicht etwa zu verbessern.

Für eine Verbesserung der Schieneninfrastruktur fühlt sich die Bahn nicht zuständig, eine Wiederaufnahme des Personenverkehrs (Regio) müsste das Land bezahlen, das aber jetzt erst einmal prüft. Eine "Reaktivierung" würde der Bund großzügig bezuschussen, aber dafür müsste der Betrieb ja eingestellt werden, was das EBA gerade untersagt hat...

Es geht also wieder einmal nur ums Geld und es will hinterher keiner gewesen sein...

Gruß
uLi


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RE: Verkehrswende

#12 von E_41 , 29.08.2025 17:55

Zitat von E-Lok-Muffel im Beitrag #9
Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler



Na, ja, dieser Bund vertritt nicht alle Steuerzahler, sondern ist eine Lobby-Organisation der FDP, die seit 1982 vor allem wirtschaftsliberal ist und nicht mehr einfach liberal, dieser Bund ist demnach alles andere als objektiv ...


Das waren Zeiten: „Die festliche Eröffnung der nun vollendeten württembergischen Eisenbahn fand am 29. Juni statt. Morgen ¾ auf 6 Uhr ging die Locomotive „Alp“ von Heilbronn ab, überstieg das gleichnamige Gebirge und langte um 12 Uhr auf dem mit Flaggen geschmückten Bahnhof von Ulm an, wo Geschützdonner und Jubelruf sie begrüßte. Nach 20 Minuten wurde die Fahrt an den Bodensee fortgesetzt.“ (Illustrirte Zeitung, 13. Juli 1850)


drum58, Supermario, Joak und ERI_BE haben sich bedankt!
 
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RE: Verkehrswende

#13 von Petz1 , 30.08.2025 03:25

Zitat von E_41 im Beitrag #12
...dieser Bund ist demnach alles andere als objektiv ...
deshalb sollte man ihn eigentlich besser in "Bund der Nichtsteuerzahler" umtaufen...


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