Anfänger Frage zu Roco Schienen / Weichen / Signale

#1 von dodo_007 , 02.09.2025 21:59

Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum und will nach vielen Jahren mal wieder ins Thema Modelleisenbahn einsteigen.
Als Kind hatte ich vor etwa 40 Jahren mal eine kleine Trix-Bahn, danach aber nichts mehr.

Vor ein paar Jahren habe ich mir dann auf Verdacht einen Umzugskarton mit ziemlich vielen Schienen gekauft (dürften Roco sein siehe Fotos). Jetzt habe ich endlich Platz zum Aufbauen und habe mir bei eBay zwei analoge Loks zum Ausprobieren gegönnt – einfach mal zum Spielen und Schauen, ob die alte Faszination wiederkommt.

Jetzt meine Fragen an die Profis:
• Kann man auf diesen Schienen später auch digital fahren, oder müsste man dann nochmal komplett neu anfangen?
• Welche Lok-Marken laufen auf diesen Gleisen problemlos?
• Märklin mit Mittelleiter geht da wahrscheinlich nicht, oder?

Und die große Frage:
Lohnt es sich, mit dem vorhandenen Material zu starten und erstmal analog zu fahren – oder sollte man direkt über ein digitales Starterset (z. B. von Märklin) nachdenken da finde ich die K Gleise schick?

Freue mich auf eure Tipps und Erfahrungen!
Gruß aus Stemwede André


 
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RE: Anfänger Frage zu alten Piko Schienen

#2 von maybreeze , 02.09.2025 22:10

Servus Andre,

das Schienenmaterial ist von Piko - und für zukünftige Vorhaben wirst Du mit diesen alten Schienenmaterial keine große Freude haben.

Also hast Du mal die Systementscheidung Märklin und "Rest der Welt" (allgemein als Zweileiter-System/DC/Gleichstrom bezeichnet) zu treffen. Schienenmaterialmäßig bist Du im DC Bereich besser aufgestellt, es gibt mehrere Hersteller, die auch untereinander (bedingt) kompatibel sind.

Das vorhandene Material kannst Du für einen nostalgischen Schienenkreis für den Anfang verwenden ...


Liebe Grüße aus Wien
Klaus
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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#3 von Chrischi84 , 02.09.2025 22:12

Hi André,

auf deinen Gleisen steht Piko. Es sind sehr alte Gleise aus DDR-Zeiten. Das macht sie nicht unbedingt schlecht, aber sie bestehen aus vernickeltem Stahlblech und neigen zu Korrosion. Das macht aufgrund von Kontaktproblemen langfristig keinen Spaß. Anfängern würde ich zu komplett neuen Gleisen raten, gern ein komplettes Startset, weil dann alles zusammenpasst und erstmal funktioniert, basteln kannste dann bei der Erweiterung. Je nach deinem Geschmack wähle was von Piko, Roco, Trix, Märklin,...

Aber zu deinen Fragen:
1) Den Gleisen ist egal welchen Strom sie zu den Fahrzeugen leiten. Grundsätzlich geht das also. Nur bei Anschlussgleisen muss man manchmal einen Entstörkondensator für Digital entfernen.
2) Siehe oben
3) Jain, mit Tendenz zum Nein: Man kann einen Mittelleiter dranbasteln, es lohnt aber vermutlich nicht.

Was hast du dir denn für Loks gegönnt? Welche von Märklin oder Gleichstrom?

Viele Grüße

Christian


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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#4 von dodo_007 , 02.09.2025 22:21

Hallo Christian

Bei Ebay für 30 Euro (3541) Roco 1:87 Diesellok BR 215, dann war beim Kauf der Umzugskiste mit schienen das starterset dabei das Scheinen andere Schienen zusein , sollte dadrauf setzten. Die auf ein Gleisbett sind finde ich optisch nicht schön. Am Wochenende ist modelleisenbahnbörse bei uns in Osnabrück. Wollte da nicht den Fehler machen wieder zu alte Schienen zu kaufen


 
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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#5 von Stahlblauberlin , 02.09.2025 22:35

Die Gleise vom Startset sind Roco Line ohne Bettung, aktuell und problemlos zu beschaffen. Gibt's auch mit Bettung und ist eines der empfehlenswerten Gleissysteme wenn man nicht unbedingt mit sehr altem Rollmaterial (vor ca. 1985) liebäugelt. Allerdings kommen auch schon ältere Modelle diverser Hersteller mit den niedrigen Schienenprofilen gut klar, z.b. die ersten Roco-Modelle aus den späten Siebzigern sind völlig problemlos, auch Fleischmann hat schon in den frühen Achtzigern ausreichend niedrige Spurkränze gehabt.


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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#6 von Chrischi84 , 02.09.2025 22:38

Das ist eine Roco 215. Das ist ein aus heutiger Sicht recht einfach gehaltenes Modell, aber mit einem ziemlich guten Antrieb. Da hast auf jeden Fall für 30€ nichts falsch gemacht. Die Schienen aus der Packung kannste auf jeden Fall verwenden. Das sind Rocoline-Schienen ohne Bettung, die gibt es auch heute noch und es sind gute brauchbare Gleise.

Im Grunde haste doch da was brauchbares zum Starten. Zwar noch analog, aber warum nicht? Wie früher halt, mit ein paar Weichen und weiteren Gleisen dazu, kann man damit schon eine kleine Bahn bauen. Die Lok hat übrigens eine digitale Schnittstelle und kann ganz einfach für digital umgerüstet werden. Wenn dich der Digitalbetrieb interessiert, würde ich da auch zum Startset raten. Wenn du die vorhandenen Sachen weiterverwenden möchtest, geht das mit Märklin nur bedingt. Da müsstest beim Gleichstromsystem bleiben, was nicht verkehrt ist. Wenn dir Märklin aber einfach besser gefällt, muss die Roco halt wieder in die Bucht, wäre auch nicht tragisch.


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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#7 von Bertl , 03.09.2025 08:25

Servus, grundsätzlich kannst du auch die alten Pikoschienen weiterhin verwenden. Allerdings würde ich sie wegen der zu erwartenden Korrosionsproblene nicht mehr für einen fixen Aufbau verwenden.

Was du beachten solltest ist, dass es seit längerer Zeit unterschiedliche Profilhöhen bei den Gleisen gibt. Früher waren 2,5mm üblich, heute sind es 2,1mm. Das alte Pikomaterial wird wohl 2,5mm sein, Rocoline ist definitiv 2,1mm. Beim nachkaufen von gebrauchtem Material ist das ein wesentliches Kriterium.

Wichtig ist die Systementscheidung zwischen Dreileiter/Wechselstrom (Märklin) und Zweileiter/Gleichstrom (alle anderen Hersteller). Diese Systeme sind nämlich grundlegend inkompatibel und wer erst in eines der beiden investiert hat, steigt nur in seltenen Fällen um. Ich will hier nicht die fünftausendste Systemdiskussion lostreten, deshalb nur so viel: Dreileiter ist international ziemlich unüblich, als Nichtdeutscher sehe ich das in Anlehnung an Asterix vergleichbar mit einem bestimmten gallischen Dorf gegen den Rest der Welt 😜

LG, Bertl


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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#8 von Railwolf , 03.09.2025 09:44

Hallo Bertl,

Zitat von Bertl im Beitrag #7
Ich will hier nicht die fünftausendste Systemdiskussion lostreten,

sprach's - und tat das Gegenteil. So ungefähr wie die Redner, die mit "ich will Ihre Zeit nicht lange in Anspruch nehmen" einleiten - für genau diese Leute hab ich immer Müsliriegel in der Tasche, weil ich sonst während ihrer "nicht langen" Rede ins diabetische Koma fallen würde.

Was soll der Unfug?
André hat Zweileitergleise und eine Zweileiterlok - nein, sogar zwei!, der Drops "Systemfrage" ist gelutscht, die Messe gelesen, und alle sind glücklich - bis auf die, die auf Deubelkommraus Streit säen wollen.

Hallo André,
Zitat von dodo_007 im Beitrag #1
• Märklin mit Mittelleiter geht da wahrscheinlich nicht, oder?

Nein, aber Märklin ohne Mittelleiter, unter der Marke Trix verkauft. Und Märklin-Wagen haben heute eigentlich alle Kunststoff-Chassis, so daß man die Achsen gegen isolierte Achsen austauschen kann (das steht dann auch auf der Schachtel samt der Bestellnummer für die Achsen).
Wenn du freilich auf Börsen suchst, da ist öfter auch mal historisches Wagenmaterial zu finden, bei dem die Achslager noch Teil eines großen Blechchassis sind - und das kriegst du nur mit besonderen Rädern zweileitertauglich, da darf nicht mal die Achse elektrischen Kontakt zum Radkranz haben.

Zitat von dodo_007 im Beitrag #1
• Welche Lok-Marken laufen auf diesen Gleisen problemlos?

Wenn die Piko-Gleise nicht korrodiert sind, würde ich behaupten: wie auf den Roco-Gleisen läuft darauf jedes Großserienmodell so gut wie auf anderen Gleisen auch. Mit einer kleinen Einschränkung: große Dampflokomotiven verlangen oft größere Kurvenradien, das steht (wenn du sie hast) in der Betriebsanleitung, die Grenze ist dann meist bei einem Radius um 420 bis 430 Millimeter (bei Trix heißt der R2, bei Roco ist es aber schon der R3; da gibt es dann gern mal Verwirrung über "erst ab R2 einsetzbar"-Angaben). Größere Radien sind immer schöner, aber wer hat schon den Kölner Dom zur Verfügung, um seine Eisenbahn da hineinzubauen?


Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺


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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#9 von Draisine , 03.09.2025 11:22

Wie kommkt ihr darauf, daß die Roco Line 2,1 mm haben? Ich sehe das den Schienen nicht an. Wenn die Packung älter ist, dann können das auch ältere Roco Line mit 2,5 mm sein. Die bekommt man heute nur noch gebraucht.

Andererseits denke ich, daß es an den paar Schienen der Startpackung nicht scheitern sollte.

Meine grundsätzliche Empfehlung, aus eigener Erfahrung, da ich vor Jahren ähnlich vorging und dabei auch viele Fehlkäufe hinter mir hatte:

1. die alten Piko-Schienen entsorgen, evtl. sucht auch jemand genau diese Schienen inkl. der Weichen
2. die wenigen Schienen der Startpackung vergessen, ggf. sogar die Startpackung insgesamt
3. sich Gedanken über das System machen Märklin oder der Rest der Welt

Punkt 1 und 2 als noch überschaubaren Fehlkauf abhaken.

Ist Punkt 3 geklärt, dann sich im Falle des 2-L-System (non-Märklin) sich für ein Gleissytem festlegen. Piko A-Gleis ist sehr günstig und sieht recht vorbildgemäß aus, macht aber bei Bogenweichen und DKW mit älteren Loks evtl. Probleme. Die fehlende Herzstückpolarisation bei den normalen Weichen sehe ich nicht als großes Problem an. Das hat ggf. auch Vorteile, da man sich um die Polaristation keine Gedanken machen muß. Die Gleise gibt es mit und ohne Bettung und sind recht günstig. Außerdem haben sie eine recht ordentliche Gleisgeometrie ohne zig Ausgleichstücke, was den Anlagenaufbau recht einfach macht.

Manche schwören auf das Trix-Gleis, was im Prinzip ein Märklin-Gleis ohne Mittelleiter ist. Ich kenne das nicht.

Ein technisch und preislich guter Kompromiß zwischen Piko A-Gleis und Trix-Gleis ist m. E. Roco-Line. Mit oder ohne Bettung. Da macht man zumindest nichts verkehrt.

Ich hatte mit dem nicht mehr erhältlichen Roco geoLine angefangen. Technisch ok, qualitätsmäßig und optisch nicht (Bettungsausbrüche und Korrosion). Dann hatte ich mein Heil bei Piko-A-Gleis gesucht, von dem ich mittlerweile auch zig Gleise und Weichen habe. Preislich günstig, optisch trotz 2,5 mm Schienenhöhe recht ordentlich (die Weichen sehen recht hübsch aus und vermitteln trotz 15 grad Abzweigwinkel einen schlanken Eindruck). Die Bogenweichen insbesondere die DKW sind für meine teilweise älteren Loks allerdings nicht zu gebrauchen (teilweise Entgleisungen und Kurzschlüsse beim Überfahren).

Letztlich bin ich bei Roco-Line ohne Bettung angelangt. Technisch und optisch einwandfrei, allerdings mit recht komplizierter Gleisgeometrie bei denen vielfach Ausgleichstücke benötigt werden.

Warum sage ich das mit dem vorher genau überlegen? Weil ich mir auch im Laufe der Zeit massenweise Gleise und Weichen jenseits von Roco Line gekauft habe aber erst nachher festgestellt habe, daß diese wohl nicht das sind was ich mir so vorstelle. Jetzt sind die halt da und werden dennoch irgendwie verbaut und mit neuem Roco Line kombiniert. Das Geld hätte ich mir allerdings sparen können, hätte ich vorher genauer drüber nachgedacht bzw. das gewußt, was ich jetzt weiß.

Dies betrifft im Übrigen oder gerade auch die entscheidende Frage nach dem Betriebssystem Märklin oder nicht Märklin. Wobei ich mit meinem 2L-System durchaus sehr zufrieden bin, auch wenn ich hin und wieder mal nach Märklin rüber schaue. Die Preise und das propietäre Verhalten von Märklin bestätigen mich allerdings in meiner getroffenen Wahl.

Eine gänzlich andere Sache, die mich auch immer wieder beschäftigt:
ursprünglich hatte ich eine Märklin analog auf Metallgleisen. Manchmal frage ich mich, ob es denn nicht sinnvoller und reizvoller gewesen wäre einfach dabei zu bleiben. Eine Spielbahn, mittlerweile halt richtig groß ausgebaut, aber das hat ja durchaus auch seinen Reiz. Ohne mir viel Gedanken um Digitalisierung und elektronischer Ansteuerung zu machen. Einfach Schalt- und Kontaktgleise einbauen und über alte Märklin-Signale den Fahrbetrieb steuern. Oder einfach selbst am Regler drehen und das rattern der Züge auf den Blechgleisen genießen.

Ich weiß, es ist nicht einfach und irgendwie vermisse ich immer das eine oder andere Lieb gewonnene.

Grüße Thomas


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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#10 von drum58 , 03.09.2025 12:24

Zitat von Draisine im Beitrag #9
Wie kommkt ihr darauf, daß die Roco Line 2,1 mm haben? Ich sehe das den Schienen nicht an. Wenn die Packung älter ist, dann können das auch ältere Roco Line mit 2,5 mm sein. Die bekommt man heute nur noch gebraucht.

Hallo Thomas,

Roco line hatte schon immer 2,1mm Schienen, das frühere Roco-Gleis mit 2,5mm Schienen hieß nie "line" und hat auch eine andere Geometrie.

Gruß
Werner


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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#11 von Draisine , 03.09.2025 13:53

Zitat von drum58 im Beitrag #10
Zitat von Draisine im Beitrag #9
Wie kommkt ihr darauf, daß die Roco Line 2,1 mm haben? Ich sehe das den Schienen nicht an. Wenn die Packung älter ist, dann können das auch ältere Roco Line mit 2,5 mm sein. Die bekommt man heute nur noch gebraucht.

Hallo Thomas,

Roco line hatte schon immer 2,1mm Schienen, das frühere Roco-Gleis mit 2,5mm Schienen hieß nie "line" und hat auch eine andere Geometrie.

Gruß
Werner

Hallo Werner,

ja, da hast Du wohl recht. Das Roco Line gibt es seit 1989 wie ich nachlesen konnte. Die Startpackung kam ca. 2003 auf den Markt. Ohne diese Informationen war ich mir nicht sicher, ob das nicht auch das davor erhältliche Modellgleis sein könnte. Aber ich habe an anderer Stelle gesehen, daß auf der Startpackung auch Roco Line R2 steht. Gut, dann könnte man diese Teile bei Wahl Roco Line auch weiterverwenden.

Grüße Thomas


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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#12 von dodo_007 , 03.09.2025 18:04

Zitat von Draisine im Beitrag #9
Wie kommkt ihr darauf, daß die Roco Line 2,1 mm haben? Ich sehe das den Schienen nicht an. Wenn die Packung älter ist, dann können das auch ältere Roco Line mit 2,5 mm sein. Die bekommt man heute nur noch gebraucht.

Andererseits denke ich, daß es an den paar Schienen der Startpackung nicht scheitern sollte.

Meine grundsätzliche Empfehlung, aus eigener Erfahrung, da ich vor Jahren ähnlich vorging und dabei auch viele Fehlkäufe hinter mir hatte:

1. die alten Piko-Schienen entsorgen, evtl. sucht auch jemand genau diese Schienen inkl. der Weichen
2. die wenigen Schienen der Startpackung vergessen, ggf. sogar die Startpackung insgesamt
3. sich Gedanken über das System machen Märklin oder der Rest der Welt

Punkt 1 und 2 als noch überschaubaren Fehlkauf abhaken.

Ist Punkt 3 geklärt, dann sich im Falle des 2-L-System (non-Märklin) sich für ein Gleissytem festlegen. Piko A-Gleis ist sehr günstig und sieht recht vorbildgemäß aus, macht aber bei Bogenweichen und DKW mit älteren Loks evtl. Probleme. Die fehlende Herzstückpolarisation bei den normalen Weichen sehe ich nicht als großes Problem an. Das hat ggf. auch Vorteile, da man sich um die Polaristation keine Gedanken machen muß. Die Gleise gibt es mit und ohne Bettung und sind recht günstig. Außerdem haben sie eine recht ordentliche Gleisgeometrie ohne zig Ausgleichstücke, was den Anlagenaufbau recht einfach macht.

Manche schwören auf das Trix-Gleis, was im Prinzip ein Märklin-Gleis ohne Mittelleiter ist. Ich kenne das nicht.

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Danke Thomas ich werde mal nach Pico Line ausschalten halten wegen den beiden Loks aber auch den Roco Anhänger die ich habe


 
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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#13 von Railwolf , 03.09.2025 18:17

Hallo,

Zitat von dodo_007 im Beitrag #12
Pico Line


wirst du lange suchen müssen - das gibt es nicht.
Such nach Roco Line, dann kommst du weiter.


Mit vielen Grüßen

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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#14 von RichyD , 03.09.2025 18:46

Servus ,
in der Tat ist das abgebildete Gleis Roco Line - in Code83 seit Beginn.
Das Asbach-Modellgleis von Roco hieß nie "Roco Line" und sieht auch anders aus.

Da es eh schon da ist, würde ich dabei bleiben:
auf dem Foto sieht es wenig benutzt aus, die Schienenverbinder sind noch nicht ausgeleiert.
Das kann beim nächsten Gebraucht-Kauf ganz anders sein, dann wäre ein vermeintliches Schnäppchen plötzlich keins mehr

Also zumindest für einen Testkringel, um die (ebenso vorhandene) Lok mal fahren zu lassen und ein Gefühl dafür bekommen, ob dir das gefällt. Das funktioniert auch "analog", also muss nicht auf Biegen und Brechen gleich auf Digital gesetzt werden.
Wobei: digital ist ein dehnbarer Begriff.
Für's Erste bedeutet es, dass ich zwei Loks parallel auf einem Gleis(oval) fahren lassen kann, das hat schon was.
"Digital" bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass auch gleich alles digital zu sein hat, inkl. Weichen, Signale oder gar (manche finden es toll) mit PC-Steuerung - denn dann wird es ein bisschen aufwendig und ein bisschen mehr teuer...

Solltest du dann weiter kaufen wollen, dann wäre ein digitales Startset zu überlegen:
ein Startset ist günstiger als die Summe der Einzelteile, und im Grunde benötigst du alles neu (Gleise sind selten genug da).

Also schaue dir verschiedene Startsets an, ob dir da eins besonders zusagt - wer außer dir weiß, welche Epoche dir vorschwebt oder ob du Dampfloks oder Dieselloks bevorzugst...
Bei aktuellen Roco-Startsets ist Roco Line mit Bettung dabei - schau', ob dir das gefällt.
Bei älteren Roco-Sets gab es "Geoline", zu dem es heute nur noch Restbestände nachzukaufen gibt.
Wie es auf dem Gebrauchtmarkt aussieht, weiß ich nicht.
Geoline ist (mMn.) so ziemlich das hässlichste Bettungsgleis - du musst meine Meinung nicht teilen.
Günstig wird es vermutlich sein, das ist auch eine Art von Attraktivität

Bei Märklin und Trix findest du C-Gleis in der Schachtel - das ohne Punktkontakte kannst du für deine vorhandene Lok nehmen.

Piko hat das "A-Gleis", mit und ohne Bettung. Was die an Startsets anbieten, habe ich allerdings nie beachtet.

Wie dem auch sei: damit legst du dich noch nicht auf einen Hersteller fest, denn das Rollmaterial fährt (alte Schinken mal ausgenommen) eh drüber und verschiedene Gleise kann man auch (mit Abstrichen) kombinieren.
Nur bei Märklin heißt es "Mischen impossible"...

Worauf ich hinaus will: zu einem digitalen Startset gehört (logischerweise) auch eine kleine Zentrale.
Bei Roco aktuell eine "z21 Start", bei Märklin/Trix eine Mobile Station (2).
Niemand weiß, bevor du es ausprobiert hast, mit welcher von denen du besser klarkommst - nutze eine Gelegenheit, sie auszuprobieren! Vielleicht wohnt ja ein Mitforist in der Nähe?

Bei gebrauchten Startsets vom Markt der Völker sieht es natürlich anders aus: bevor du hier draufloskaufst, frage lieber.
Aber wer sagt denn, dass du unbedingt auf "gebraucht" aus bist? Ich habe es nur aus deinen bisherigen Käufen geschlossen, kann auch falsch liegen...

Viele Grüsse
Richy


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zuletzt bearbeitet 03.09.2025 | Top

RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#15 von maybreeze , 03.09.2025 19:24

Servus,

die Wahl des "richtigen" Gleises ist ja hier im Forum immer wieder mal Thema. Es kommt auf den Einsatz an, welches Gleis sich als praktikabel erweist. Ich selbst verwende Roco Line mit Bettung, Trix C-Gleis und auch noch Roco geoLine - alles im Bodenbahn-Einsatz oder wie hier



das Trix C-Gleis als Tischbahngleis.

Das C-Gleis hat sich für temporäre Ereignisse (z.B. beim Wiener Stammtisch) als praktisch erwiesen: Die Trennung der Gleise ist deppensicher.



Das Roco geoLine Gleis (ohnehin nur mehr gebraucht erhältlich) ist empfindlich, ich habe aber noch ausreichend Bestand, sodass für das Parkettbahning eine geoLine Gleisharfe dienlich ist:



Wer pfleglich mit dem Gleis insbesondere bei Trennungen vorgeht, braucht keine Ausbrüche befürchten, trittfest ist das Gleis sicher nicht.

Das Roco Line Gleis liebe ich wegen der 4fach Geraden, damit ist ein schneller Aufbau möglich:


Doppelgarnitur ÖBB 4010 = rund 3,4m Zuglänge - also sind schnell mal mindestens 4 x G4 (á 92cm) "verbraten", um den Zug gerade aufzustellen!

Auf meinen wenigen (schon betagten) Segmenten habe ich noch das alte Roco 2,5mm Gleis verbaut:



Vorteil bei bettungslosen Gleisen ist die Verfügbarkeit von flexiblen Gleisen, die elegante Gleisführungen bei fixem aufbau erlauben. Für temporäre Aufbauten sind Flexgleise eher nicht anzuraten.

Bei den Gleisen mit Bettung lässt sich der Weichenantrieb unsichtbar anbringen, Gleise ohne Bettung verlangen sichtbare Ansatzantriebe für die Weichen bei "fliegendem" Aufbau, auf Anlagen Unterflurantriebe.

Grundsätzlich gilt: Bogenweichen und Doppelkreuzungsweichen sind empfindliche Gleisteile, die zu Ärgernis Anlass geben können, egal von welchem Hersteller.

Daher hängt es sehr von der Anwendung ab, welches Gleis für André sehr gut geeignet ist: Kleiner Kreis am Tisch, gelegentlicher Aufbau am Boden, Segmentbau, Anlagenbau. Nur wenn wir wissen, was André will bzw. wo er hin will, können wir eine echte Empfehlung abgeben.

PS.: Für alle beim Parkett-Bahning verwendete Gleise habe ich Übergangsgleise, die entweder als handelsübliche Ware erhältlich oder durch einfache Bastelei herstellbar sind. Alle Gleise werden sowohl analog wie auch digital befahren.


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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#16 von KatMobaN , 03.09.2025 19:42

Hallo Andre (dodo_007),

mein Rat:

Kaufe dir alles nagelneu und du hast auf alles (24 Monate) Gewährleistung.

Ich empfehle dir das TRIX-C-Gleis. Leicht aufzubauen und anzuschließen, und sieht auch noch gut aus.

Auf diesem Gleismaterial kannst Du analog oder digital deine Loks/Züge fahren lassen. Analog, mit einem einfachen Trafo oder digital mit einer digitalen Zentrale, aber dann, müssen in den Loks Digital-Decoder eingesetzt werden, es ei denn, Du kaufst dir Loks, die von vornherein, digitalisiert sind.

Das vorhandene gebrauchte Gleismaterial würde ich reinigen und testen, ob es als Testkreis aufgebaut und genutzt werden kann.

Gruß

Kersten


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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#17 von Railwolf , 03.09.2025 20:51

Hallo André,

nur noch mal zur Erinnerung für uns:
du hast oben über die Gleise geschrieben,

Zitat von dodo_007 im Beitrag #4
Die auf ein Gleisbett sind finde ich optisch nicht schön.


Also Bettungsgleise wie Roco Geoline, wie Trix-C, wie Roco Line mit Bettung. Wobei zwischen Geoline und Roco Line Welten liegen...
Klaus hat nun sehr deutlich ausgeführt, und zwar völlig zu Recht, daß für einige Anwendungen Bettungsgleise trotzdem die bessere Wahl sind.

Jetzt kommt's also darauf an, was du eigentlich mit deinen Gleisen machen willst. Züge drauf fahren lassen, klar. Aber wie willst du die Gleise aufbauen - in einer festen Anlage? Was soll sie darstellen, wenigstens so ungefähr?
Übrigens kannst du gerade bei Bettungsgleis auch davon ausgehen, daß du's, wenn du es gut behandelst, hinterher auch wieder verkaufen kannst, wenn du es nicht mehr brauchst.
Das könnte dazu dienen, erst mal zusammenzustecken und zu spielen (ja, spielen), um zu sehen, was dir an der Modellbahnerei am besten gefällt.
Wenn du weißt, was dir gefällt und was dich langweilt, dann kannst du dafür passend eine Anlage planen, und die dann mit "schönem" Gleis bauen.


Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺


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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#18 von dodo_007 , 03.09.2025 21:37

Zitat von Railwolf im Beitrag #17
Jetzt kommt's also darauf an, was du eigentlich mit deinen Gleisen machen willst. Züge drauf fahren lassen, klar. Aber wie willst du die Gleise aufbauen - in einer festen Anlage? Was soll sie darstellen, wenigstens so ungefähr?
Übrigens kannst du gerade bei Bettungsgleis auch davon ausgehen, daß du's, wenn du es gut behandelst, hinterher auch wieder verkaufen kannst, wenn du es nicht mehr brauchst.
Das könnte dazu dienen, erst mal zusammenzustecken und zu spielen (ja, spielen), um zu sehen, was dir an der Modellbahnerei am besten gefällt.
Wenn du weißt, was dir gefällt und was dich langweilt, dann kannst du dafür passend eine Anlage planen, und die dann mit "schönem" Gleis bauen.


Moin :) ich würden auf Dauer gerne eine feste ANLAGE haben. Ich habe ein passendes Zimmer dafür

Gruß André


 
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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#19 von Bertl , 03.09.2025 22:27

Mit deinem Wunsch nach einer festen Anlage wirds schon etwas konkreter. Bettungsgleise haben da für mich den Nachteil dass Weichen- und andere Antriebe in der Bettung verbaut sind. Bei einem fliegenden Aufbau ist das praktisch. Wenn die Gleise in der Landschaft verklebt oder vernagelt sind, wird allerdings jeder defekte Antrieb zur Tortur.

Dann stellt sich die Frage obs eine Spielanlage werden soll, oder Modellbau mit Vorbildnähe. Ich habe mich für das Zweite entschieden. Deshalb verwende ich ausschließlich Flexgleise die eingeschottert werden - und natürlich Unterflurantriebe. Warum? Ich bin damit nicht an feste Radien gebunden, brauche keine Ausgleichstücke, kann die Gleisabstände so wählen dass es für mich stimmig aussieht und habe weniger Verbindungsstellen. In der Realität liegen die Gleise nun einmal nicht auf einer ebenen Platte, sondern passen sich der Topologie an.

LG, Bertl


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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#20 von Railwolf , 04.09.2025 10:56

Moin André,

Zitat von dodo_007 im Beitrag #18
Moin :) ich würden auf Dauer gerne eine feste ANLAGE haben. Ich habe ein passendes Zimmer dafür


Dafür sind dann Gleise ohne Bettung die schönere Wahl, da hast du völlig Recht. Und da haben Bettungsgleise ihre Nachteile, wie @Bertl schon schrieb.

Bettungsgleise hatte ich nur für den Zwischenschritt empfohlen, in dem du verschiedene Konfigurationen ausprobierst, um herauszufinden, was dich an einer Modellbahnanlage am meisten reizt und was dich langweilt.
Um ein paar Extrempunkte anzugeben, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und numeriert nur der Ordnung halber:
  1. großer Bahnhof, in dem unheimlich viel passiert. Du bist Zuschauer.
  2. Züge fahren (beschleunigen und bremsen) selbständig; du stellst die Weichen und gibst Fahraufträge.
  3. Du fährst deinen Zug selbst, stellst die Weichen nach Bedarf, bringst Wagen an Ladestellen.
  4. Landschaft. Die Bahnlinie ist (wie oft in der Wirklichkeit) Beiwerk. Ab und zu kommt ein Zug vorbei.
  5. Bahnbauwerk (Brücke oder Tunnel), reger Hauptstreckenverkehr.


Punkt 4 kannst du freilich nicht mit Steck-Gleisen ausprobieren, aber zwischen 1, 2, 3 schon ein wenig ausprobieren. Sogar analog. Magst du es, Züge fahren zu sehen, magst du es, sie selbst zu steuern, magst du es, ihnen die Fahrwege zu schalten... das kannst du mit Bettungsgleis am Boden (oder auf einem sehr großen Tisch) am besten ausprobieren. Gerade Trix-gleis wird auch gebraucht noch gut gehandelt, kannst du auch gebraucht anschaffen, das ist also kein großer Verlust.

Noch eine Anmerkung zur Unterscheidung von "Spielanlage" und "Modellanlage": die Anlagen, die tatsächlich am wenigsten Spiel und am meisten Modell sind, würden hier im Forum gnadenlos als Spielanlagen geschmäht werden - jedenfalls bis man die Betätigung sieht:
https://tu-dresden.de/bu/verkehr/ibv/ebl
https://www.via.rwth-aachen.de/elva.php
https://www.verkehr.tu-darmstadt.de/bst/...artseite.de.jsp (das zweite Video ist englisch, aber sehenswert!)
https://www.iev.uni-stuttgart.de/institu...dellanlage.html
Diese Anlagen wären auch dann noch mustergültige Modell-Anlagen, wenn sämtliche Fahrzeuge nur zweiachsig und weiß wären, mit einer Aufschrift "ICE" oder "Dampflok" drauf.

In Rostock rückt man auch noch den Begriff des Spiels gerade - Spiel ist nämlich (u.a.) das Modellieren von Abläufen. Ebensowenig wie das Schau-Spiel unbedingt realismusverliebte Bühnenbilder braucht, benötigen Modellbahnen sie. Die oben verlinkten Anlagen beweisen das.

Das bedeutet nicht, daß schön modellierte (!) Landschaften nicht schön anzusehen sind, daß große Radien und geschmeidige Kurveneinläufe nicht besser aussehen - aber daran hängt der Modellcharakter der Modellbahn nicht.

Also - finde heraus, was dir gefällt, und wenn du das weißt, dann nimmst du den Plan deines Modellbahnzimmers und gehst an die Planung deiner Anlage.
Wenn du magst, findest du Hilfe im Bereich Anlagenplanung dieses Forums; da sind einige Koryphäen unterwegs. Wie im richtigen Leben, Menschen mit ihrem ganz persönlichen Charakter, aber hilfsbereit und mit mehr Ideen, als du selbst je haben könntest.


Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺


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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#21 von maybreeze , 04.09.2025 13:18

Servus,

der Traum von der großen Anlage! Die Wahl von Roco Line Gleisen ohne Bettung ist eine gute, das Gleissystem (insbesondere die "beweglichen" Komponenten wie eben Weichen) ist zuverlässig und vielseitig.

Jetzt gilt es ein wenig in die Zukunft schauen: Nicht einmal taucht hier im Forum die Frage auf, wie man eine "eingebaute" Anlage wieder möglichst zerstörungsfrei abbauen kann (z.B. wegen Übersiedelung). Daher gilt jetzt noch die Frage zu klären, ob fixer Anlagenbau mit auch mehreren Ebenen (Schattenbahnhöfe) oder offen liegender (genormter) Modulbau (Fremo als Beispiel oder Minimax) bzw. nach eigenen Regeln (dann sind es Segmente - so wie bei miir). Modul- bzw. Segmentbau lässt vielleicht nicht die großen Ideen von z.B. einem mächtigen Bahnbetriebswerk (hierzulande Zugförderung genannt) realisierbar erscheinen, aber der mehrteilige Bau (Modul oder Segment) hat andere Qualitäten: Man wird rascher mit den einzelnen Teilen fertig, kann bequem am Werktisch arbeiten (anstatt sich überkopf zu plagen). Hier liegt in der Beschränkung die Würze, kann bei Modulen an Treffen teilnehmen (Fremo beispielsweise) und dort große Arrangements bauen, man ist dann Teil dieser Fahrgemeinschaft. Hioer wird auch mehr auf die Fahrqualität gelegt, Geld in fahrdynamische Verbesserungen investiert anstatt sich eine große Schachtelsammlung teilweise schlecht fahrender Fahrzeuge anzulegen. Das ist für einen Starter in dieser Kategorie zwar schwierig zu begreifen, als Modellbahner endet man aber letztlich bei seinen zwei, drei wirklich gut fahrenden Schätzchen!

Dennoch zeigt mein Beispiel, dass alle Gleissysteme ihre Berechtigung haben ...


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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#22 von Preston , 04.09.2025 14:58

Hallo dodo_007,

Zitat von dodo_007 im Beitrag #12
Pico

Bitte, es tut sooo weh, Piko mit K heißt dieser Mobahersteller.
Zitat von RichyD im Beitrag #14
auf dem Foto sieht es wenig benutzt aus, die Schienenverbinder sind noch nicht ausgeleiert.
Das kann beim nächsten Gebraucht-Kauf ganz anders sein, dann wäre ein vermeintliches Schnäppchen plötzlich keins mehr

Kann man mit einer kleinen Flachzange und etwas Gefühl wieder zusammenbiegen.
Zitat von maybreeze im Beitrag #21
Die Wahl von Roco Line Gleisen ohne Bettung ist eine gute, das Gleissystem (insbesondere die "beweglichen" Komponenten wie eben Weichen) ist zuverlässig und vielseitig.

Das unterschreibe ich ohne Einschränkung.
Zitat von maybreeze im Beitrag #21
Modul- bzw. Segmentbau lässt vielleicht nicht die großen Ideen von z.B. einem mächtigen Bahnbetriebswerk (hierzulande Zugförderung genannt) realisierbar erscheinen,

Ach doch, genau so ein BW kann sich doch auf mehrere Module/Segmente verteilen. Riesige Brücken und Überwerfungsbauwerke sind da schon eher weniger möglich.


Gruß Preston

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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#23 von maybreeze , 04.09.2025 16:36

Servus,

Zitat von Preston im Beitrag #22
Ach doch, genau so ein BW kann sich doch auf mehrere Module/Segmente verteilen. Riesige Brücken und Überwerfungsbauwerke sind da schon eher weniger möglich.


ich denke da an die modellbahnerische Expertise unseres Fragestellers ... grundsätzlich gebe ich Dir aber recht.

Jetzt muss sich André über den weiteren Weg in Sachen Modellbahn Gedanken machen, (fast) alle von uns haben wohl mit einem Kreis einer Startpackung begonnen. Und wieviele Enttäuschungen, Irrwege und Sackgassen haben wir erleben müssen? Modellbahn ist halt auch learning by doing, die digitale Modellbahnerei hat lerntechnisch samt try&error noch eine zusätzliche Dimension für uns eröffnet, oder?

Optimal wäre wohl auch, wenn André einen Modellbahnklub oder einen Modellbahnstammtisch in seiner Nähe hätte, da kann sich Rat und Tat holen.


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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#24 von dodo_007 , 05.09.2025 08:26

Moin,
Club oder Stammtisch wäre mir am Anfang Zuviel will erst wissen ob es mir Spaß macht man hat ja noch andere Hobby wie Reisen mit dem Motorrad. Aber falls noch andere hier aus Stemwede gibt gerne melden. Ich habe jetzt noch eine zweite Lok gekauft. Werde am Sonntag mal die Modellbahn Börse in Osnabrück besuchen und schauen ob ich noch ein paar Roco Line Gleise und Weichen finde dann kann ich aus dem Kreis ein Oval machen. Die ganz alten PIKO Gleise werde ich glaube weg geben. Dann schauen wir mal was der Winter so bringt.



Viele Grüße aus Stemwede André


 
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RE: Anfänger Frage zu Roco Schienen

#25 von RichyD , 05.09.2025 08:58

Servus,

Zitat von dodo_007 im Beitrag #24
Moin,
Club oder Stammtisch wäre mir am Anfang Zuviel

du sollst die ja nicht gleich heiraten

Ich weiß, was du meinst (oder glaube es zu wissen): das wäre auch nicht so meins, hört sich nach Vereinsmeierei an und kollektivem Alkoholabusus mit stattlichem Durchschnittsalter und -gewicht.
Schließlich ist nichts schöner, als die eigenen Vorurteile zu pflegen
Doch Schmäh beiseite: dort findest du Ansprechpartner in real, besser als Foristen, die für "Stemwede" zunächst Google Earth bemühen müssten (*) ...
Und du bist eh mobil (Moped), also darf es auch ein paar Dörfer weiter sein

Dein momentanes Vorgehen erinnert mich an meine Anfänge in H0:
von N kommend, mit ein paar Jahren dazwischen, habe ich auch zunächst alles (gebraucht) gekauft, was nicht bei "Drei" auf den Bäumen war.
Nicht alles blieb hier dauerhaft, genau genommen das Wenigste davon; ich musste mich erstmal orientieren und konnte meine späteren Vorlieben noch überhaupt nicht kennen, da gab es also Einiges zu lernen...

Daher denke ich, du machst alles richtig. Und auch, wenn es nicht mein Lieblingsgleis ist, ist das Roco Line sicher eine gute Wahl!

Viele Grüsse
Richy

(*) meinen Ort kennt auch niemand, das war also nicht bös gemeint...


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