ich mach mich zur Zeit schlau wegen einem Lasercutter für Gebäude Eigenbau aus Karton. Parallel dazu bin ich am Software suchen und ausprobieren. Meine Ideal-Vorstellung ist ja immer noch, ich stell den Maßstab ein und gebe dann die tatsächlichen Maße ein und das Programm rechnet das automatisch um.
Bei Solid Edge hieß es, man solle 1:1 zeichnen und zum Schluss skalieren. Bei OpenSCAD geht es, aber so vom Workflow ist das nicht so meines, auch wenn ich aktuell damit am besten zu Streich komme. Bei Inkscape hatte ich was gefunden, aber das geht nicht so wie ich mir das dachte, oder ich hab das falsch verstanden.
Als Testobjekt dient für den Einstieg eine einfache Garage. Bodenplatte, vier Wände, Dach drauf. Das Dach bekommt außenrum noch ne Blechverkleidung als Abtropfkante, Türblatt und Fensterrahmen muss auch dazu.
Wie machen das denn die Laser-Besitzer hier? Führt mich mal bitte auf den Pfad der Erleuchtung oder zumindest in die passende Richtung
Es gibt ja auch unzählige simple Haus- und Raumplaner. Dann kam ich auf die Idee mich mal bei den Architektur CAD-Programmen umzuschauen, aber bisher nur mal oberflächlich gegoogelt.
Oder es gibt Gründe das nicht so zu machen wie ich mir das vorstelle weil mir schlicht die Erfahrung mit CAD fehlt 🤔
auch wenn ich drucke und nicht Laser: ich bleibe mal bei OpenSCAD (wir haben darüber in einem Paralleluniversum diskutiert). Das Modell als 3D-Objekt zu haben ist schon praktisch.
Den Workflow muss Du dir erarbeiten, oder schaust hier:
Das in 1:1 konstruieren hat einen Nachteil: Man muss bestimmte Mindestmasse einhalten, sonst bleibt im Modell nichts mehr übrig. Das ist aber bei einer Verkleinerung aus 1:1 nicht möglich (wie z.B. Fensterstreben).
Disclaimer: Meine Aussagen zu den CAD-Systemen beziehen sich auf meine Art zu Arbeiten und meine Hardware. Der Austausch von Rechner oder der Person vor dem Rechner kann entscheidende Verbesserungen bringen. Und ich habe nicht immer Recht...
von dem 1:1 bin ich inzwischen wieder abgerückt. Kartonmodelle klebe ich ja stumpf zusammen. Dann muss ich die Dicke vom Karton dann entsprechend abziehen oder addieren.
Ich habe beruflich ja mit CNC Fräsen zu tun (3-Achs), von daher komme ich mit OpenSCAD schneller zurecht als mit FreeCAD z.B. Mit Workflow meine ich halt, dass das ganze mit OpenSCAD etwas langsamer voran geht. Mit modernen CAD Programmen fehlt mir halt jegliche Erfahrung, deswegen bin ich da noch etwas ratlos.
Da ich vor ein paar Jahren mir mal einen Resin-Druckern gekauft hatte, ist die andere Überlegung mir wieder einen zuzulegen. Mit dem drucke ich dann die Fensterrahmen, Briefkasten und was man so braucht und die Wände schneide ich händisch aus Karton. Weil bei nem Laser brauche ich noch eine Umhausung, Schutzbrille, Absaugung und ein gammliges Notebook zum ansteuern. Die Anschaffungskosten bei nem Resindrucker sind da wesentlich geringer. Finnpappe kostet ja auch Geld, und der Abfall und Verschnitt bei nem Laser ist scheinbar auch nicht so ohne.
Bei so einer kleinen Garage geht das ja noch mit einem Resin-Drucker. Aber wenn die Gebäude mal größer werden, dann wird es schwierig, da die Tanks ja nur eine eng begrenzte Größe haben. Selbst mit meinem FDM-Drucker kam ich bei einer 26 cm langen Wand ja bereits an die Grenzen des Druckbettes (mußte ich diagonal aufs Druckbett stellen). Resin-Drucker sind daher was für die kleineren Details. Für Wände von größeren Gebäuden bietet sich da eher der FDM-Drucker an. Mit den aktuellen Druckern, die inzwischen eine minimlae Layerhöhe von 0,05 mm bei langsamem Druck schaffen, und einer 0,2er Düse lassen sich Ziegelwände für H0 schon sehr fein drucken. Dauert dann nur lange.
Aber egal ob 3D-Druck oder Laser, mit OpenSCAD geht das prima, wenn man erstmal einige grundlegende Module geschrieben hat, z.B. für eine Ziegelwand, Fenster. Dann braucht man nur noch die Werte einiger Variablen zu ändern und die verschiedenen Module aufzurufen und bekommt dann viele Variationen, da es sich um ein parametrischen CAD handelt. Zu meinem Workflow gehört auch, daß ich zunächst mal schmale vertikale und horizontale Streifen von einer Wand oder Fenster drucke um die Paßgenauigkeit zu überprüfen. Das geht viel schneller mit weniger Filamentverbrauch als beim Druck einer ganzen Wand, die teilweise 1 Tag dauern kann, zum Schluß festzustellen, daß irgendwas nicht exakt paßt. Paßt es nicht exakt, braucht dann nur noch die entsprechende Variable angepaßt zu werden. Und wie Enkelbahner schon schrieb, mit 1:1-Konstruktionen und dann skalieren kommst du nicht weit wegen der einzuhaltenden Mindestmaße. Bei FDM-Druck mußt du auch die verwendete Layerhöhe und Layerbreite schon bei der Konstruktion berücksichtigen, da ein 3D-Drucker keine halben Layer drucken kann (d.h. bei den Maßen immer ein vielfaches davon nehmen).
Gruß Siggi
_______________________ Der 3D-Druck eröffnet neue Möglichkeiten. Hier gehts zu meinem Thread: Kitbashing mit 3D-Druck
zum Lasern und 3D-Drucken zeichne ich immer direkt in der Zielgröße, im CAD habe ich also 1:1 und Millimeter als Einheit eingestellt, die Maße rechne ich dann immer direkt in die Modellgröße um, ein 16m Gebäude wird also in der Zeichnung 100 mm lang für 1:160. Damit kann ich die Materialstärken gleich in der richtigen Größe zeichnen und immer sofort rausmessen, ob die Mindestdicken zum Drucken/Lasern reichen. Die Laservorlagen zeichne ich nur 2D; die 3D-Druck-Objekte natürlich 3D.
Die Kombi aus gelaserten (oder handgeschnittenen) Kartons und 3D-gedruckten Details (Fenster, Türen, ...) funktioniert für mich gut. Bei mir HDF, Finnpappe und Bristolkarton zum Lasern und meistens FDM-Druck für Fenster und Türen, gelegentlich Resindruck für komplexere "Kleinteile". Wenn's geht aber lieber FDM, (mit 0.25er Düse geht da selbst für N ziemlich viel) weil der Prozess einfach schneller geht, kein Reinigen, Supports entfernen, Aushärten etc.
ich denke so werde ich das auch machen. Ne Skizze machen, umrechnen, dann in 2D zeichnen. Vielleicht etwas umständlich, aber ich denke so komme ich am schnellsten zu einem Ergebnis, man will ja schließlich auch mal Resultate sehen. Mit der Zeit kommt dann auch die Erfahrung.
Mein Bruder hat sich vor ner Weile nen FDM Drucker angeschafft, mal den Fragen ob er mir ein paar Fenster druckt. Ich selbst hätte aktuell zwei gute Angebote, einmal ein Mars 4 Ultra und ein Creality Mage-S. Beim Laser häng ich aktuell beim Sculpfun S30 mit 10W.
Gruß Marco
P.S. Von deinen Pyramidenkogeln war ich ja schon immer ein Riesen-Fan
Ich zeichne meine Modelle in Lightburn. Ich zeichne sie im Masstab, dann wird das ganze mit dem laser geschnitten und zusammen gebaut. Keine Hexerei dabei.
Laser ist bestellt, ich kritzel grad in Inkscape rum und komme auch recht zügig zu einem Ergebnis. (Türblatt, Garagentor und Fensterrahmen fehlt noch)
Ich hab überall eine kleine Unterbrechung eingezeichnet damit mir das Air Assist die Teile nicht davon pustet. Wie breit macht ihr die? Ich hab die mal 1 mm breit gemacht 🤔
Was mir fehlt bzw. was ich noch nicht raufgefunden habe ist Abstände messen. Nehmen wir z.B. den Ausschnitt für die Tür. Bei Solid Edge z.B. wähle ich zwei Punkte aus, tipp das Maß (2 mm) ein und dann verschiebt es das Rechteck entsprechend. Bei Inkscape kann ich das kleine Rechteck in die Ecke schieben und tipp dann oben bei X/Y dann das Maß mit -2 ein. Das geht ja auch. Gibt es da vielleicht noch einen anderen Weg? Man frägt halt.
Wenn ich Bausätze für andere produzieren würde, würde ich vermutlich Stege anlegen, dann bleibt alles auf dem Bogen und seitlich daneben kann noch eine Beschriftung hin - nur für meinen Eigenbedarf ist das aber idR. überflüssig. Meistens lasse ich also alles komplett ohne Stege durchschneiden, Air Assist und Absaugung machen da nur ganz selten Probleme. Dann muss ich zwar alle geschnittenen Teile einzeln abklauben und kann nicht den ganzen Bogen auf einmal runternehmen, aber ich spare mir den Zeichenaufwand und das nachträgliche manuelle Rausschneiden.
Wenn ich tatsächlich mal Stege stehenlasse, mache ich die Unterbrechungen 0.5mm, wahrscheinlich reicht auch 0.3. Aber eben nur bei ganz kleinen Teilen, die sonst durch das Metallgitter des Schneidtischs durchfallen würden.
Die inneren Aussparungen (Fensteröffnungen) gehen auf jeden Fall ohne, das sind ja Abfallstücke. Und bei den Wandseiten sind 4 Unterbrechungen zu viel, das reicht problemlos auf zwei Seiten, bei kleinen Teilen auch nur auf einer.
Zitat von Badenbahner im Beitrag #12Laser ist bestellt, ich kritzel grad in Inkscape rum und komme auch recht zügig zu einem Ergebnis. (
Willkommen im Club der Laserfreunde
In Inkscape gibt es zwar das Maßband Tool zum Messen, dieses scheint aber nicht immer 100% genau zu sein. Da du ja ohnehin Unterbrechungen eingebaut hast, kannst du über Bearbeiten Pfad die einzelnen Knoten / Punkte auswählen, dann wird dir die Position oben in der Leiste in mm angezeigt. Der Rest ist Kopfrechnen.
Unterbrechungen sind bei mir maximal 0,4 mm breit, ich verwende normalerweise 2 Unterbrechungen, nur große Teile bekommen mehr. Abfallstücke in der Regel keine. Für die Unterbrechungen verwende ich die Funktion Punkt teilen.
Ganz ohne Stege würde ich persönlich nicht arbeiten. Da ich den Air Assist meist auf höchster Stufe verwende, wurden mir das eine oder andere Teil schon verblasen und anschließend vom Laser zerschnitten. Und es kommt ja auch auf die Reihenfolge an. Gravieren bei ausgeschnittenen Teilen liefert in der Regel keine brauchbaren Ergebnisse.
Zitat von Enztalbahner im Beitrag #14In Inkscape gibt es zwar das Maßband Tool zum Messen, dieses scheint aber nicht immer 100% genau zu sein. Da du ja ohnehin Unterbrechungen eingebaut hast, kannst du über Bearbeiten Pfad die einzelnen Knoten / Punkte auswählen, dann wird dir die Position oben in der Leiste in mm angezeigt. Der Rest ist Kopfrechnen.
Hallo,
schau mal in dem ersten Video was ich verlinkt habe. Der erzählt da was von der Kontur und wie man die ausblendet, weil der Laser in der Mitte der Kontur schneidet. Hängt das vielleicht damit zusammen? Hatte mich auch schon gewundert. Immer wenn ich was zeichne und das Maß eingebe hat das oft nicht gepasst. Z.B. ich geb 50 mm ein und Inkscape macht dann 49,885 draus.
Hier meine 2 Cents: Meine Freunde und ich verwenden Laser, CNC - Fräsen und 3D Druck seit mindestens 10 Jahren. Dabei hat sich bei uns ein gewisser "Workflow" etabliert: - Alle Designs werden mit einer 3D-Software (Alibre-Design, ähnlich Fusion 360) erstellt. - STL Files für Drucken werden direkt aus dem Modell erzeugt. - DXF Files für Laser und/oder CNC -Fräsen werden ebenfalls direkt generiert. Die DXF-Files werden dann in CAMBAM eingelesen. Dieses Programm erstellt den g-Code für Laser/CNC -Fräse. Dabei wird die Reihenfolge der Operationen (Innen zuerst) sowie die Schnittbreite von entweder Laser oder CNC -Fräse (Fräserdurchmesser) während der Erzeugung der g-Code Files festgelegt. Ein Sonderfall ist ein g-Code, den CAMBAM aus STL Files zum "3D -Fräsen" in Schichten erzeugt. Dieses Vorgehen mag vielleicht kompliziert erscheinen, hat aber folgende Vorteile: - Ich kann Teile 3D drucken und testen, ehe ich sie mit der CNC -Fräse z.B. aus Messing herstelle. - Ebenso kann ich Teile erst mit dem Laser ausschneiden, ehe ich sie der CNC -Fräse übergebe. Noch was: Ich habe seit ca. 7 Jahren (noch in den USA für $320 gekauft) einen CO2 Laser. Trotz der etwas umständlichen Wasserkühlung (Eimer mit Aquariumpumpe) werde ich dieses Gerät nicht in absehbarer Zeit durch einen Diodenlaser ersetzen. Grund ist, dass diese kein transparentes Acryl schneiden können (oder kann jemand das Gegenteil beweisen?). Dieses Material verwende ich sehr gerne für Fensterscheiben und Gehäuse siehe . Gruss
Zitat von md95129 im Beitrag #17Hier meine 2 Cents: Meine Freunde und ich verwenden Laser, CNC - Fräsen und 3D Druck seit mindestens 10 Jahren. Dabei hat sich bei uns ein gewisser "Workflow" etabliert: - Alle Designs werden mit einer 3D-Software (Alibre-Design, ähnlich Fusion 360) erstellt. - STL Files für Drucken werden direkt aus dem Modell erzeugt. - DXF Files für Laser und/oder CNC -Fräsen werden ebenfalls direkt generiert. Die DXF-Files werden dann in CAMBAM eingelesen. Dieses Programm erstellt den g-Code für Laser/CNC -Fräse. Dabei wird die Reihenfolge der Operationen (Innen zuerst) sowie die Schnittbreite von entweder Laser oder CNC -Fräse (Fräserdurchmesser) während der Erzeugung der g-Code Files festgelegt. Ein Sonderfall ist ein g-Code, den CAMBAM aus STL Files zum "3D -Fräsen" in Schichten erzeugt. Dieses Vorgehen mag vielleicht kompliziert erscheinen, hat aber folgende Vorteile: - Ich kann Teile 3D drucken und testen, ehe ich sie mit der CNC -Fräse z.B. aus Messing herstelle. - Ebenso kann ich Teile erst mit dem Laser ausschneiden, ehe ich sie der CNC -Fräse übergebe. Noch was: Ich habe seit ca. 7 Jahren (noch in den USA für $320 gekauft) einen CO2 Laser. Trotz der etwas umständlichen Wasserkühlung (Eimer mit Aquariumpumpe) werde ich dieses Gerät nicht in absehbarer Zeit durch einen Diodenlaser ersetzen. Grund ist, dass diese kein transparentes Acryl schneiden können (oder kann jemand das Gegenteil beweisen?). Dieses Material verwende ich sehr gerne für Fensterscheiben und Gehäuse siehe . Gruss
Diodenlaser können Acrylglas schneiden, jedoch nur mit entsprechender Vorbehandlung. So gesehn ist es möglich aber eher nicht zu empfehlen oder eben mit einem erheblichen Mehraufwand.