Spur Z - Selbst gedruckter Tender für Digitalisierung vorbereiten

#1 von cupcaaakes , 08.10.2025 14:42

Hallo zusammen :) Ich bedanke mich nochmal für die Hilfe bei meinem Räder-Lackier-Thread.

Ich bastle gerade an einer Lokomotive (basierend auf einer britischen L&YR Class 28 mit hinzugefügtem Ponytruck), die ich selbst in Blender modelliert habe und 3D gedruckt habe. Die Chassis der Lokomotive ist die Baureihe 24, eine Märklin 8803 mit dem komplett silbernen Gestänge. Das Gehäuse der Lokomotive selbst habe ich zudem noch aus Messing bestellt und kommt Anfang nächsten Monat von Shapeways, der dazu passende Fowler Tender bleibt aber aus dem Resin, damit die Lokomotive weniger Gewicht zum ziehen hat (wobei ich auch offen dazu bin, ein anderes Material zu verwenden).

Den Tender habe ich komplett selbst entworfen (was man vielleicht daran merkt, dass die Räder mit einem 3D-gedruckten Teil an den Tender geschraubt werden, aber die Schraube so locker gelassen wird das die Räder gerade so genügend Spiel haben...). Er fährt jetzt nicht so toll wie die Tender von Märklin, aber er fährt einigermaßen stabil und ist in meinen Tests auch nicht entgleist. Ich habe das "Reinklicksen" der Räder wie in dem Original von Märklin nicht wirklich rekreieren können, wenn jemand da Tipps hat oder sich das Ganze etwas Genauer anschauen möchte, kann ich dazu gerne Fotos schicken.

Da die Lokomotive aktuell nur analog fährt, stellt sich mir die Frage, wie ich die Lok so vorbereiten kann, dass diese in Zukunft mit einem Decoder und einem Soundmodul möglichst ohne viel Aufwand und ohne optische Einbußungen ausgestattet werden können. Dafür könnte ich auch das Modell des Tenders anpassen und neu drucken, jedoch würde ich gerne wie bei analogen Lokomotiven von Märklin gerne die Option haben, den Tender und die Lokomotive getrennt auf das Gleis zu stellen, da dies das Aufgleisen und das Verstauen doch deutlich vereinfacht. Ist das allgemein möglich bei Z? Ich habe keinerlei Ahnung von Digitalisierung, deswegen entschuldige ich mich für mein Unwissen hier.

Ich habe hier ein paar Bilder von dem aktuellen Stand verlinkt:





Über jede Hilfe würde ich mich freuen!


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RE: Spur Z - Selbst gedruckter Tender für Digitalisierung vorbereiten

#2 von 8erberg , 08.10.2025 15:01

Hallo,

machbar ist viel... Man sollte bedenken das wenn von der Lok auch Strom abgenommen wird mindestens 4 Leitungen (bei Licht + 1) von Lok zum Tender müssen:

2 x Gleis
2 x Motor
und evtl. 1 x Licht (Rückleiter ist dann eine "Gleisseite")

dünne Litzen die das aushalten gibt es z.B. https://www.highlight-led.de/10m-litze-f...coderlitze.html

Peter


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RE: Spur Z - Selbst gedruckter Tender für Digitalisierung vorbereiten

#3 von cupcaaakes , 08.10.2025 15:19

Danke für die schnelle Antwort! Licht wird die Lok keins haben, da in Großbritannien die Dampflokomotiven Laternen separat vorne an den lamp irons haben, was ich in dem Maßstab nicht (funktionierend) hinbekommen würde (das Licht, das in der Märklin 8803 verbaut war, habe ich bereits entfernt). Also müsste ich demnach ein Loch einplanen, welches groß genug ist, um Platz für insgesamt 4 Litzen zum Motor zu bringen.
Wo wäre denn die ideale Position am Tender für dieses Loch? Soll ich das eher unten am Boden machen oder eher in der Mitte?



Und muss ich mehr Platz machen innerhalb vom Tender für das Soundmodul oder ist das ausreichend? Sollte ich den Decoder ebenfalls im Tender unterbringen oder kommt der in die Kabine der Lokomotive?
Und bedeutet das, dass der Tender danach dauerhaft mit der Lok verbunden wird, oder kann man mit einer kleinen Steckverbindung (z. B. Mikro-Stecker oder federnde Kontaktstifte) trotzdem erreichen, dass man Lok und Tender trennen kann, ohne jedes Mal zu löten?


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RE: Spur Z - Selbst gedruckter Tender für Digitalisierung vorbereiten

#4 von 8erberg , 09.10.2025 06:29


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RE: Spur Z - Selbst gedruckter Tender für Digitalisierung vorbereiten

#5 von floete100 , 09.10.2025 08:32

Liebrr Namenloser,

du willst eine Z-Lokomotive pimpen. Mit Sound. Heißt: Du musst einen Decoder unterbringen. Und einen Lautsprecher. Beides in der Lok unterzubringen, ist m. E. illusorisch.

Und damit ist die Antwort auf deine Frage

Zitat von cupcaaakes im Beitrag #3
Und bedeutet das, dass der Tender danach dauerhaft mit der Lok verbunden wird, oder kann man mit einer kleinen Steckverbindung (z. B. Mikro-Stecker oder federnde Kontaktstifte) trotzdem erreichen, dass man Lok und Tender trennen kann, ohne jedes Mal zu löten?

aus meiner Sicht eindeutig ja! Ich bin in Spur H0 unterwegs - und selbst ich wüsste nicht, wie ich einen mehradrige lösbare Lok-Tender-Verbindung hinbekommen sollte, die sowohl halbwegs unsichtbar als auch auf dem Gleis steck- und lösbar wäre.

Übrigens - die oben von Peter vorgeschlagenen Litzen verwende ich in H0. Für deinen Winzling würde ich eher Mikrolitzen verwenden. Und selbst bei denen wirst du merken, dass 4 Stück davon zwischen Lok und Tender nicht leicht unterzubringen sind.

Sorry, wenn ich jetzt desillusionierend wirke - aber ich merke bei meinen eigenen Lokumbauten immer wieder, dass da weniger Platz ist als gedacht. Und wenn ich eine Z-Lok mit Sounddecoder ausstatten wollte, würd ich's vermutlich erst mal mit der größten Diesel- oder Ellok mit dem meisten Platz versuchen. Erst wenn ich das hinbekomme, käme dein BR 24-Umbau dran.

Gruß Rainer


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RE: Spur Z - Selbst gedruckter Tender für Digitalisierung vorbereiten

#6 von 11652 , 22.11.2025 07:37

Hallo zusammen

Aus aktuellem Anlass - habe gestern eine Märklin Mikado digitalisiert - Bestätigungen des oben gesagten:

Zitat von floete100 im Beitrag #5
Für deinen Winzling würde ich eher Mikrolitzen verwenden. Und selbst bei denen wirst du merken, dass 4 Stück davon zwischen Lok und Tender nicht leicht unterzubringen sind.



- Genau diese Litzen habe ich für den Umbau auch verwendet - sind doch dicker als vermutet und viel besser zum Verarbeiten (Abisolieren, Löten) als befürchtet. Kann diese nur Empfehlen!

Zitat von cupcaaakes im Beitrag #3
Wo wäre denn die ideale Position am Tender für dieses Loch? Soll ich das eher unten am Boden machen oder eher in der Mitte?



- Unten - weil es so am Tender am wenigsten sichtbar ist - allerdings müssen die Kabel ja auch in die Lok... Dort ist oben der einfachste Zugang (zumindest bei meiner Mikado...) So führen die Kabel unten aus dem Tender und dann seitlich am Führerstand hoch - sichtbar ja, doch auf dem Foto sehr viel besser als dann an der fahrenden Lok...

Zitat von floete100 im Beitrag #5
Und wenn ich eine Z-Lok mit Sounddecoder ausstatten wollte, würd ich's vermutlich erst mal mit der größten Diesel- oder Ellok mit dem meisten Platz versuchen.


- Am besten eine Schlepptenderlok mit möglichst grossem Tender Hierzu war und ist die Mikado sehr gut. Dort passte sogar eine Next18 Schnittsstellenplatine in den Tender - ein Lautsprecher sollte ebenfalls noch problemlos gehen. Es wartet noch eine zweite solche Lok auf die Digitalisierung, da habe ich mich gestern selbst angespornt dies dann inkl. Sound zu tun.

Hier ein paar Eindrücke - der Umbau war viel einfacher und schneller erledigt als gedacht! Insbesondere auch im Vergleich zum Umbau einer HO Lok, welche mit Technik vollgestopft ist. Ist auch kein Problem, doch dauert das länger - schon nur bis sie ohne Beschädigungen geöffnet sind... (ich baue oft HO-Loks um, inkl. Umbau von "AC auf DC").




ESU Lokpilot4 Next18 (ein 4er, weil der noch vorhanden war...)






...die Kabel können und werden dann noch schöner/besser angeordnet

Die Fahreigenschaften sind deutlich besser als analog - doch die Höchstgeschwindigkeit musst ich auf 65 herunter nehmen, damit sie gut zu fahren ist...


Gruss Christian

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