Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage angedacht

#1 von vikr , 10.11.2025 06:55

Hallo allerseits,

bin von einem Bekannten um gute Tipps für die Begleitung seines Vaters - eines passionierten Modelleisenbahners - aus dem eigenen Haus in ein Seniorenheim gebeten worden. Im Gegensatz zu seinem Vater hatte er es selber nie so mit Basteln. Es gibt auch Enkel, aber eigentlich auch ohne eigene MoBa-Ambitionen.

In Opas Eisenbahnkeller steht eine rechteckige, etwa 25 Quadratmeter grosse H0-Anlage mit Mittelleiterschienen (M-, K- und C-Gleise) in mehreren Ebenen. Die Anlage ist seit den siebziger Jahren historisch gewachsen. Man kann herumlaufen und es gibt Geländeteile, die man bei Bedarf für Wartungstätigkeiten "liften" kann.
Gesteuert wird mit einer CS3 (und einem Booster) . Die Weichen werden überwiegend analog geschaltet, es gibt aber zwei automatisierte Schattenbahnhöfe. Auf einem PC ist WDP 2015 installiert, aber wohl nur zu Testzwecken in Betrieb gewesen.
Es gibt eine sehr umfangreiche Fahrzeugsammlung, zum Teil noch analog, aber auch sehr Vieles gerade aus den letzten Jahren. Ganz überwiegend sind das H0-Fahrzeuge mit, aber auch etliches ohne Mittelleiter.

Leider macht der Opa derzeit wohl keine konstruktiven Vorschläge, wie er sich den Verbleib von Anlage und Fahrzeugen/Zubehör vorstellt.
Im avisierten Heim, in das er mit seiner Frau umziehen wird, ist kein Platz für den Bestand, aber es könnten wohl größere Teile der Fahrzeugsammlung mit umziehen.
Die Familie stellt sich eine feste ggf. wegklappbare Anlage vor, auf denen der Opa seinen Schätzchen vielleicht regelmäßiger Auslauf gönnen kann, bzw. auch mal den ganzen Tag kreisen dürfen.

Habe die Frage jetzt hier unter "Anfängerfragen" eingestellt, weil es ja doch so etwas wie ein Neustart ist, aber eigentlich geht es um eine Planung einer minimalisierten Anlage für den Modellbahnweiterbetrieb im Heim.

Falls jemand einen solchen Umzug/Lebensumbruch schon mal miterlebt oder sogar selbst begleitet hat, ich würde entsprechende Tips gern weitergeben, auf was man vielleicht besonders achten muss.

MfG

vik


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zuletzt bearbeitet 10.11.2025 | Top

RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#2 von Birdman , 10.11.2025 07:39

Hallo Vik,

habe zwar selber keine einschlägigen Erfahrungen, aber zufällig letzte Woche was zum Thema gelesen. Anscheinend gibt es bei vielen (allen?) Heimen mittlerweile recht strenge Vorschriften bezüglich der Mitnahme eigener elektrischer Geräte und Anlagen. Insofern wäre es vielleicht ratsam, sich bei dem betreffenden Heim zuerst mal darüber ganz konkret zu informieren, ob es hier eventuell Verbote für eigene Trafos/Anlagen etc. gibt. Damit würden sich dann Überlegungen bezüglich einer noch so kleinen Anlage leider erledigen.

VG Martin


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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#3 von BR 182 - 2015 , 10.11.2025 07:54

Hallo,
im Heim wird er seine Anlage oder irgend welche Teile nicht mit nehmen können.
sowas ist Deutschland weit nicht erlaubt.
Also wird er sich da von trennen müssen , auch wenn es schwer Fällt.


Gruß Burgi


 
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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#4 von Djian , 10.11.2025 08:02

Hallo,

Zitat von BR 182 - 2015 im Beitrag #3
Hallo,
im Heim wird er seine Anlage oder irgend welche Teile nicht mit nehmen können.
sowas ist Deutschland weit nicht erlaubt.
Also wird er sich da von trennen müssen , auch wenn es schwer Fällt.



diese Aussage ist anzuzweifeln. Was mitgenommen werden kann regelt die Hausordnung, bzw. ist mit der Heimleitung abzusprechen. Ggf. müssen ortveränderliche Elektrogeräte, also alles, wo ein Stecker dran ist, wie Trafos/ Zentralen, turnusmäßig geprüft werden. Dann kommt der Aufkleber drunter und gut. Euer Großvater wird sich hinsichtlich der MoBa sicherlich verkleinern müsen, doch das betrifft den gesamten Hausrat.

Schöne Grüße aus Ostholstein
Matthias


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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#5 von E 69 , 10.11.2025 08:46

Hallo Vik

hast du dir das Doppelzimmer
mal angesehen?
Zu den Möbeln die schon dort drinnen sind kommen noch andere Möbel wie Kühlschrank usw. hinzu
die Opa und Oma selber mitnehmen
Vergessen nicht das Personal kann jederzeit mit einem Unversial Schüssel ins Zimmer ebenso das Reinigungspersinal.
Und jedes elektronische Gerät
kriegt einen Prüf siegel.

Mfg
Wolfgang


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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#6 von vikr , 10.11.2025 09:06

Hallo,

Danke schon mal für die Hinweise, etliche scheinen mir allerdings nicht plausibel.

Zitat von BR 182 - 2015 im Beitrag #3
sowas ist Deutschland weit nicht erlaubt.
wo soll das Deutschland weit geregelt sein, das ist eigentlich ganz unglaubwürdig.
Zitat von E 69 im Beitrag #5
Und jedes elektronische Gerät kriegt einen Prüf siegel.
wo sollte das z.B. bei Hörgeräten hingeklebt werden? Würde dann ja auch jede Lok mit Decoder betreffen.
Zitat von Djian im Beitrag #4
Ggf. müssen ortveränderliche Elektrogeräte, also alles, wo ein Stecker dran ist, wie Trafos/ Zentralen, turnusmäßig geprüft werden. Dann kommt der Aufkleber drunter und gut.
Du meinst jetzt 230V Stecker für die Steckdosen? Oder auch andere Stecker wie USB?

MfG

vik


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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#7 von Murrrphy , 10.11.2025 09:16

Zitat von vikr im Beitrag #6

Zitat von E 69 im Beitrag #5
Und jedes elektronische Gerät kriegt einen Prüf siegel.
wo sollte das z.B. bei Hörgeräten hingeklebt werden? Würde dann ja auch jede Lok mit Decoder betreffen.

Das ist völliger Quatsch. Es geht bei elektrischen Geräten um Netzteile, o.ä., und nicht um Hörgeräte und Lokdecoder (allenfalls um die Ladegeräte der Hörgeräte und die Netzteile der Eisenbahn), sogenannte ortsveränderliche Elektrogeräte. Das unterliegt ggf. halt derselben Prüfung, wie z.B. die DGUV-Prüfung in Betrieben und Arbeitsstätten. Alles was Netzteil ist und hat und an die Steckdose kommt wird dann alle 2 Jahre geprüft bzw. muss geprüft werden und bekommt ein Siegel und auf ein Netzteil bekommst Du das immer geklebt.


Viele Grüße
Achim



 
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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#8 von ERI_BE , 10.11.2025 09:32

Die einfachste Lösung des "Problems" ist das Heim zufragen was es erlaubt , bzw duldet.
Zwar glaube ich das das ein grosser emotionaler Punkt ist aber es wird noch etliche andere Themen geben ...
@vikr ich wünsche allen die involviert sind viel Kraft .... und gute Berater .


Egentlig er det ganske enkelt, hvis man ikke gjør det komplisert.

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Walter Ludin :Das Wundervolle wird leichter alltäglich, als das Alltägliche wundervoll.


 
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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#9 von ClassicGolfer , 10.11.2025 09:34

Oh man, ich lese hier viel Quatsch.

Zitat von BR 182 - 2015 im Beitrag #3
sowas ist Deutschland weit nicht erlaubt.

Fakt ist, dass jedes Heim selber entscheidet, was geht und was nicht. Ich weiß dies aus eigener Erfahrung, denn ich musste mich vor wenigen Jahren leider sehr ausgiebig mit dem Thema beschäftigen.

Zitat von E 69 im Beitrag #5
Und jedes elektronische Gerät kriegt einen Prüf siegel.

Das ist nicht richtig. Mag vielleicht in einzelnen Heimen so sein, ist aber definitiv nicht überall so. Bei meiner Mutter im Pflegeheim z.B. nicht. Hängt aber auch teilweise von den jeweiligen Geräten ab. Wasserkocher, Mikrowelle, Toaster etc. werden durchaus oft geprüft und mit einem entsprechenden Prüfsiegel versehen, Fernseher, Radio oder solche Geräte nicht unbedingt. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ein Modellbahn-Trafo auch geprüft werden könnte.

Zitat von E 69 im Beitrag #5
Zu den Möbeln die schon dort drinnen sind kommen noch andere Möbel wie Kühlschrank usw. hinzu
die Opa und Oma selber mitnehmen

Das kann durchaus sein, ist aber auch von Heim zu Heim unterschiedlich. Manche Heime lassen es zu, dass einzelne Möbel (z.B. der "Lieblingssessel") mitgenommen werden können, andere Heime lehnen das grundsätzlich ab.

Zitat von vikr im Beitrag #1
Die Familie stellt sich eine feste ggf. wegklappbare Anlage vor, auf denen der Opa seinen Schätzchen vielleicht regelmäßiger Auslauf gönnen kann, bzw. auch mal den ganzen Tag kreisen dürfen.

Wegklappbar bedeutet, dass die Anlage an der Wand befestigt werden muss. Dies wiederum bedeutet, dass an der Wand entsprechende Verankerungen angebracht werden müssen. Dazu muss in die Wand gebohrt werden. Was sagt das Heim dazu?
Zudem ist die Frage, ob der Opa rein körperlich überhaupt noch in der Lage wäre, eine Anlage rauf- oder runterzuklappen. Da steckt ja entsprechendes Gewicht drin. Oder es müsste per Seilzugmechanik oder sowas gearbeitet werden, was aber wieder entsprechende Befestigungen erfordert. Einiges an Aufwand, einiges an Löchern in der Wand. Zudem wäre ein kleines Oval wohl kaum geeignet, um sich längere Zeit damit zu beschäftigen, denn ein Zug, der nur im Kreis fährt, verliert schnell seinen Reiz. Sehe ich ja bei mir selber, meine Züge drehen auch meist nur wenige Runden am Tag, weil es schnell langweilig wird, wenn die immer nur im Kreis (Oval) fahren.


Grundsätzlich sollte man mit dem Heim abklären, was erlaubt und möglich ist und was nicht.

Ich gehe im Fall des "vorliegenden Opas" davon aus, dass er seine Sammlung behalten möchte und es weniger um die eigentliche Modellbahn geht. Wäre es umgekehrt, dann wäre vielleicht ein Umstieg von H0 auf N oder sogar Z anzudenken. Nimmt halt deutlich weniger Platz weg. Nur ist damit die bestehende Sammlung natürlich hinfällig. Kann aber natürlich auch Probleme bereiten, wenn dem Opa die Sachen zu klein und zu fummelig sind.
Für mich stellt sich allerdings auch die Frage nach dem "Warum". Warum muss der Opa ins Heim? Demenz? Körperlicher "Verfall"? Kommt er zuhause nicht mehr zurecht? Da gibt es ja viele mögliche Gründe. Dazu sollte man sich auch überlegen, wie lange er noch Freude an einer Modellbahn haben könnte.


Gruß

André

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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#10 von Y-Weiche , 10.11.2025 09:41

Guten Morgen,

die einzige realistische Option für eine "Anlage" sehe ich in der Anmietung eines passenden Raums (Keller, Dachboden) in der Nähe des Heims, sofern der Opa noch mobil genug ist, dort hinzukommen.

In der Wohnung wird es maximal auf einen kleinen Fensterbett-Bahnhof hinauslaufen, Diskussionen über VDE etc. sind da m.E. müßig.

Auch ne Option: weg vom "meine Anlage", hin zur Mitarbeit in einem Modellbahnclub in der Nähe oder Gründung desselben. (Ist nicht jedermanns Sache, ich weiß, meine wäre es auch nicht...)

Grüße an den Opa
Andreas


 
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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#11 von HGD , 10.11.2025 10:28

Moin,
da wäre zuerst einmal die Frage zu klären, welche Art "Heim" gemeint ist. Es gibt "Pflegeeinrichtungen", das sind möblierte Zimmer, in die man relativ wenig eigene Sachen mitnehmen kann, eine Vitrine mit einigen Schätzchen sollte aber immer möglich sein. Mit einer Anlage wird es schwierig, das ist vorab abzuklären. Daneben gibt es "Wohnen mit Service", auch "betreutes Wohnen" genannt. Das sind mehr oder weniger unmöblierte Wohnungen in einer speziellen Seniorenwohnanlage mit entsprechender Infrastruktur. Hier gilt praktisch dasselbe wie in einer x-beliebigen Mietwohnung.

Gruß
HGD


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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#12 von piefke53 , 10.11.2025 10:32

Zitat von BR 182 - 2015 im Beitrag #3
im Heim wird er seine Anlage oder irgend welche Teile nicht mit nehmen können.
sowas ist Deutschland weit nicht erlaubt.


Nicht überraschend: Völliger Unsinn.
Es gibt keine diesbezüglichen bundesweiten Vorschriften.

Zitat von Djian im Beitrag #4
Ggf. müssen ortveränderliche Elektrogeräte, also alles, wo ein Stecker dran ist, wie Trafos/ Zentralen, turnusmäßig geprüft werden.


Wird beispielsweise in Krankenhäusern bei der turnusmäßigen „Prüfrunde“ auch sehr variabel gehandhabt. „Patienten-Kleinkram“ wie Smartphone-Ladeadapter werden oft nicht einmal näher angeschaut. Meistens werden „Affenschaukeln“ (Steckdosenleisten, ggf. noch kaskadiert) bemängelt, in KH oft sogar direkt abgezogen.

Zitat von vikr im Beitrag #6
Du meinst jetzt 230V Stecker für die Steckdosen? Oder auch andere Stecker wie USB?


Mitgebrachte größere Elektroverbraucher wie Kühlschrank, Wasserkocher, Kaffeemaschine etc. werden in der Regel schon geprüft.
Bei den kleineren Sachen mit Schaltnetzteilen (Laptop, Moba-Zentrale) meist ein prüfender kurzer Blick, Steckernetzteile (Handy, ...) interessieren oft nicht wirklich.

Zitat von ClassicGolfer im Beitrag #9
Fakt ist, dass jedes Heim selber entscheidet, was geht und was nicht.
[...]
Manche Heime lassen es zu, dass einzelne Möbel (z.B. der "Lieblingssessel") mitgenommen werden können, andere Heime lehnen das grundsätzlich ab.



Genau das ist der Punkt.
In den letzten Jahren haben aber eigentlich alle Heime und Pflegeeinrichtungen Webseiten, auf denen sie ihre Einrichtung präsentieren.
Und in der Regel findet man dort auch ohne stundenlange „Fahndungsarbeit“, was an eigenen Sachen (Möbeln, Geräten) mitgebracht werden kann.

Zitat von ClassicGolfer im Beitrag #9
Zudem ist die Frage, ob der Opa rein körperlich überhaupt noch in der Lage wäre, eine Anlage rauf- oder runterzuklappen.


Selbst wenn der „Jetzt-Status“ (noch) so ist, dass er das problemlos schaffen würde: Niemand weiß, wie es in 2 oder 3 Jahren aussieht.
Zitat von ClassicGolfer im Beitrag #9
Grundsätzlich sollte man mit dem Heim abklären, was erlaubt und möglich ist und was nicht.


Exakt.


Freundliche Grüße aus Niederösterreich
Fred

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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#13 von Pirat-Kapitan , 10.11.2025 10:33

Moin,
ich habe gestern in Lohmar auf einer Modellbahnausstellung eine vergleichbare Lösung gesehen, aufgebaut im Maßstab 1:2.
Dabei handelte es sich um eine "Regalanlage" immer an der Wand lang mit Kopfbahnhof als Endpunkt auf beiden Seiten (alternativ eine herausnehmbare Brücke im Türbereich). Tiefe war in der Regel für eingleisigen Fahrbetrieb mit mehrgleisigem Bahnhof.
Foto habe ich keines gemacht, ich fand diese Lösung aber sehr interessant, wenn es um enge Platzverhältnisse geht.

schöne Grüße
Johannes


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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#14 von Y-Weiche , 10.11.2025 10:48

Zitat von Pirat-Kapitan im Beitrag #13
"Regalanlage"


Hallo Johannes,

dafür haben wir doch grad ein wunderschönes Beispiel hier im Forum: Kleiner skandinavischer Bahnhof im schwedischen Möbelstück (10)

Das Problem: Montaelang an so einem Aufbau basteln, während gleichzeitig in dem Raum gewohnt wird, wird auf wenig Gegenliebe stoßen. Man müsste das am besten im heimischen Hobbykeller modular vorbereiten und dann fast fertig bis auf die Ausgestaltung mit "umziehen".

Habt Spaß
Andreas


 
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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#15 von SVT137-Schaffner , 10.11.2025 10:49

Hallo Vik,

wir hatten vor nicht allzu langer Zeit hier das Thema

Was wird später aus meiner MOBA wenn ich nicht mehr
bin!

Da war auch von mir ein Seniorenheim, welches mit
seinen Bewohnern eine MOBA im Keller des Heims
aufbaut und betreibt.

Anscheinend ist das Thema wohl in den Tagesthemen
gelandet.

Grüße

Michael


Meine 3D Projekte: https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=180&t=188715


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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#16 von vikr , 10.11.2025 11:02

Hallo Andre,

Zitat von ClassicGolfer im Beitrag #9
Ich gehe im Fall des "vorliegenden Opas" davon aus, dass er seine Sammlung behalten möchte und es weniger um die eigentliche Modellbahn geht.
Also noch steht der alte Herr wohl, jedenfalls wenn er will
Und von seinem Mobakeller hat er sich wohl auch sehr bewusst verabschiedet, ob nun wegen Rücken oder weswegen auch noch.
Er will die Sammlung behalten und die Fahrzeuge auch noch bewegen, natürlich nicht im ursprünglichen Habitat mit Bahnsteigen, Landschaft und Schattenbahnhof usw.
Vermutlich will er nicht jedesmal Gleise auf dem Teppich zusammenstecken, sondern wünscht sich - wenn ich das richtig verstanden habe - ein Brettchen, auf dem man ggf. auch mal einen längeren Zug eine Weile im Kreis herumfahren lassen kann, vielleicht sogar noch abwechselnd mit einem zweiten Zug.
Die Familiie will ih dabei helfen das irgendwie zu ermöglichen.
Genauere Frage und Antwort zu Krankheitsbild und Prognose werde ich kaum bekommen und auch nicht diskutieren wollen. Das scheint mir aber eigentlich auch nicht so relevant zu sein.
Wie groß muss eine plane H0-Anlage mindestens sein, damit er damit alle seine gesammelten Fahrzeuge nach Herzenslust fahren lassen kann.
Gibt es da praktische Erfahrungen/Tipps? Ggf. auch welches Gleismaterial, im Keller war es wohl doch unangenehm laut, wenn die Züge fuhren.

MfG

vik


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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#17 von Y-Weiche , 10.11.2025 11:11

Zitat von vikr im Beitrag #16
Wie groß muss eine plane H0-Anlage mindestens sein, damit er damit alle seine gesammelten Fahrzeuge nach Herzenslust fahren lassen kann.


Ich bin ungern der Spielverderber, aber ich denke, realistischer ist der umgekehrte Ansatz:

Was ist die maximale Fläche, die z.B. für eine Regalanlage aufgewendet werden kann, ohne dass der Raum von der Bahn totgeschlagen wird? Und dann würde ich schauen, welche Handvoll ausgewählter Schätzchen darauf Platz finden kann. Das wird vermutlich ein schmerzhafter Prozess, denn der Rheingold in voller Wagenreihung wird nicht dazu gehören... Wer allerdings eh schon auf Nebenbahn- oder gar Schmalspurromantik stand, wird da klar im Vorteil sein.

Schöne Grüße
Andreas


 
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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#18 von mobavossi , 10.11.2025 11:15

Moin werte Mobagemeinde,
ein spannendes Thema, zu dem ich gern folgende Anregung beitragen möchte:
(Um in H0 einen oder gar zwei Züge kreisen zu lassen hat man eher die Größe eines Tisches, geht das noch? Wahrscheinlich nicht, es kommt natürlich auf die Länge der Züge an.)

Für mich selbst würde ich folgende Lösung in Betracht ziehen:
Es gab von Märklin mal ein "Schaustück" mit M-Gleisen. Man findet einen Bericht darüber hier: https://tischbahn.de/aus-kundensicht-schaustuck-0589/
150 cm x 45 cm.
Sowas als Planungsgrundlage bietet die Möglichkeit wenigstens die Lieblingsloks mal zu bewegen und gegebenenfalls auch etwas künstlerisch (in kleinem Rahmen) an der Scene zu gestalten.
Das Brett ist noch nicht zu groß und lässt sich relativ einfach handhaben. Man könnte es auch mit 'ner Schiebebühne ausstatten, wenn man mag.

Edit sagt: Die Anlage selbst ist praktisch ein Rangierspiel... ... Loks verschieben... ... vielleicht auch einzelne Güterwagen...


Gruß
Vossi
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zuletzt bearbeitet 10.11.2025 | Top

RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#19 von Railwolf , 10.11.2025 11:36

Hallo Vik,

Zitat von vikr im Beitrag #1
Leider macht der Opa derzeit wohl keine konstruktiven Vorschläge, wie er sich den Verbleib von Anlage und Fahrzeugen/Zubehör vorstellt.

Das ist nicht verwunderlich.
Der Umzug in ein Heim ist seltenst ein Wunsch der betroffenen Personen. Es ist im Gegenteil meist ein tiefer Eingriff in ihr Leben, den sie erleiden und verarbeiten müssen.
Die eigene Wohnung und die gewohnten Abläufe, die Selbstbestimmung, die Freunde - alles geht erst mal fort. Ja, Freunde auch: nirgendwo gibt es soviel Einsamkeit wie in den Zwangskollektiven der Altersheime! Da kommt nämlich kaum jemand mal vorbei. Und man weiß auch: wenn man da erst mal drin ist, kommt man nur "mit die Füße voran" wieder raus.
Die wenigen Menschen, die aus eigener Entscheidung ins Heim gegangen sind, haben hinterher immer noch gesagt: ich hab mit vielem gerechnet, aber es wurde viel, viel schlimmer. Nix darfste, nur die Klappe halten und gehorchen. (Das ist natürlich übertrieben, aber aus Sicherheitsgründen wird da fast alle Autonomie gestrichen; du mußt im Haus oder der Anlage bleiben, du mußt essen, was auf den Tisch kommt, du stehst auf und gehst ins Bett, wenn man's dir sagt, du gehst zum Klo, wenn man dich bringt, du nimmst ohne Nachfragen die Pillen, die man dir hinhält, und du hörst die Musik, die jemand anders ausgewählt hat.)

Viele von uns kennen Altersheim noch als das, was es vor 30, 40 Jahren war: eine Art Rentner-Internat mit Vollpension und, falls nötig, Hilfe bei der Körperpflege, wo Menschen zwischen 70 und 80 Jahren leben, die nachmittags in die Stadt fahren, Kleidung kaufen oder ins Café oder Freunde besuchen - oder was man sonst so mit seiner Zeit anfangen kann.
Diese Kundschaft bleibt heute - mit Hausnotruf und häuslicher Pflege und Essensdienst etc. - meist in der eigenen Wohnung; das ist trotz der materiellen Schwierigkeiten immer noch der höhere Grad von Lebensqualität, und kostengünstiger ist es auch. Das gilt um so mehr, wenn noch zwei zusammen sind.
Und wenn es dann doch nicht mehr geht, dann ist Pflegeheim, siehe oben. Das ist nicht mehr Internat, das ist Internierung.

Ja, es gibt auch die Seniorenresidenzen. Wenn's darum geht: dann bitte auch so benennen. Das ist nämlich was ganz anderes als Heim!

Zitat von Pirat-Kapitan im Beitrag #13
Dabei handelte es sich um eine "Regalanlage" immer an der Wand lang mit Kopfbahnhof als Endpunkt auf beiden Seiten (alternativ eine herausnehmbare Brücke im Türbereich). Tiefe war in der Regel für eingleisigen Fahrbetrieb mit mehrgleisigem Bahnhof.

Zitat von Y-Weiche im Beitrag #10
die einzige realistische Option für eine "Anlage" sehe ich in der Anmietung eines passenden Raums (Keller, Dachboden) in der Nähe des Heims, sofern der Opa noch mobil genug ist, dort hinzukommen.
[...]
Auch ne Option: weg vom "meine Anlage", hin zur Mitarbeit in einem Modellbahnclub in der Nähe oder Gründung desselben. (Ist nicht jedermanns Sache, ich weiß, meine wäre es auch nicht...)

Zitat von E 69 im Beitrag #5
hast du dir das Doppelzimmer
mal angesehen?
Zu den Möbeln die schon dort drinnen sind kommen noch andere Möbel wie Kühlschrank usw. hinzu
die Opa und Oma selber mitnehmen

Zitat von vikr im Beitrag #1
Die Familie stellt sich eine feste ggf. wegklappbare Anlage vor, auf denen der Opa seinen Schätzchen vielleicht regelmäßiger Auslauf gönnen kann, bzw. auch mal den ganzen Tag kreisen dürfen.

Das sind alles Gedanken, die zum Altersheim vergangener Zeiten passen. Ich bin regelmäßig in Altersheimen, und da gibt es diese Realität nicht mehr. Im Pflegeheim ist man mal ganz froh über jemand, der sich seine Strümpfe noch selbst anziehen kann, nachdem er seine Füße selbst gewaschen hat - aber eigene Sachen mitbringen? Bestenfalls eine Kommode und einen Sessel. Platz für eine Eisenbahnanlage? Auf 12 oder 14 Quadratmetern inklusive 4 m² Naßzelle? Nä.

(Det kannste lesen, mußte nich. Hat sich im konkreten Fall teilweise durch deine zwischenzeitliche Erläuterung erledigt, ist aber grundsätzlich doch bedenkenswert.)

Mal angenommen, es würde sich um eine "seniorengerechte Wohnung" handeln, das sind die in den "Seniorenresidenzen", die sich von normalen Wohnungen durch den Mietpreis, die überbreiten Türen und Flure (Pflegebett und Rollstuhl gehen problemlos durch) und den Aufzug auch bei nur einem Obergeschoß unterscheiden: da könnte man was andenken. Rahmen-Elemente, die auf den abgeräumten Eßtisch gelegt werden können, mit Stift-Passungen und auf der Unterseite Filz zum Schutz der Tischdecke, worauf dann mal ein oder zwei Züge fahren können. Und vor dem Abendessen wird abgeräumt und die vier oder fünf Elemente hinters Sofa geräumt.
Wenn ich lese, was du gerade schreibst, dann wäre das wohl die Richtung zum Denken.
Natürlich kann ein alter Mann, der wegen Rücken nicht mehr im Keller bastelt, keine Teppichbahn zusammenstecken. Es muß schon eine Tischbahn sein. Und in der Wohnung, deutlich kleiner als das bisherige Haus, muß er auch mit der Frau klarkommen, die nicht immer nur auf die Modellbahn gucken will.

Zitat von vikr im Beitrag #16
Wie groß muss eine plane H0-Anlage mindestens sein, damit er damit alle seine gesammelten Fahrzeuge nach Herzenslust fahren lassen kann.

Das ruft nach der Kristallkugel. Hat deine noch TÜV? Meine nicht.
Denn so gefragt, hängt die Antwort von der Fahrzeugsammlung ab.
Dem sei entgegengehalten: die Antwort hängt von den Gegebenheiten der Wohnung ab. Ich hab einen Eßtisch von 90 auf 1,60. Das ist so ein ungefähres Standardmaß älterer Möbel, denn der von meiner Oma war etwa gleich groß und der von meinen Eltern auch. Den kann man noch auf jeder Seite 40 cm ausziehen (manche Modelle haben auch Einlegebretter in der Mitte), dann kommt man auf 2,40.
Das ist das Maß, mehr ist nicht. Also denk ich mir was, wie ich darauf was machen kann. Wenn ein paar jüngere Hände mithelfen, dann kann man darauf eine kleine Anlage (eventuell mit einem Vintage-Gleisplan) zusammenstellen, und zwar, wie gesagt, auf teilbarer Unterlage. Ohne Signale und Kran, vielleicht mit losen Häusern, die zur Ruhezeit in die Kiste gehen.

Zitat von vikr im Beitrag #16
Ggf. auch welches Gleismaterial, im Keller war es wohl doch unangenehm laut, wenn die Züge fuhren.

Nu: der Lärmpegel steigt mit der Zahl der Züge. Eine dreidimensionale Anlage ist immer ein Resonanzkörper, bei der Tisch-Anlage wird das aber durch die Auflage auf dem Tisch gedämpft (also: flächig auflegen, nicht nur Füße drunter!) und durch den fehlenden Resonanzraum. C-Gleis ist meiner Erfahrung nach auf einer Tischplatte deutlich leiser als M-Gleis; wenn man's noch leiser haben will, kann man in den Hohlraum noch aus Filz und Stoff eine Füllung bauen. Bitte nur natürliche Fasern verwenden, Wolle brennt furchtbar schlecht im Gegensatz zu Kunstfaser! Nicht geschraubt, sondern heißklebergepunktet, wird's auch leiser.
K-Gleis ist fummeliger mit der Stromversorgung und allem drumherum, das würde ich weniger empfehlen, und nackt sieht's nach nix aus, Schottern ist ein Zeitfresser - andererseits: sowas kann der alte Herr durchaus mit entscheiden! Überhaupt: es ist seine Sache. Man kann ihm nur sagen, was technisch möglich ist und was nicht, und die Entscheidung muß er selbst treffen. Gegebenenfalls mit der Ehefrau verhandeln, die muß ja einverstanden sein.

Zitat von mobavossi im Beitrag #18
Es gab von Märklin mal ein "Schaustück" mit M-Gleisen. Man findet einen Bericht darüber hier: https://tischbahn.de/aus-kundensicht-schaustuck-0589/150 cm x 45 cm.Sowas als Planungsgrundlage bietet die Möglichkeit wenigstens die Lieblingsloks mal zu bewegen und gegebenenfalls auch etwas künstlerisch (in kleinem Rahmen) an der Scene zu gestalten.Das Brett ist noch nicht zu groß und lässt sich relativ einfach handhaben. Man könnte es auch mit \'ner Schiebebühne ausstatten, wenn man mag.

Das ist auch ein Ansatz; aber diese Anlage läßt sich nicht verräumen, die steht als Möbel ständig in der Gegend. Vielleicht da, wo früher der Fernseher gestanden hätte, der heute etwas höher an der Wand hängt - aber das würd ich bei meiner Oberkeit schon nicht durchkriegen. Und wär für mich auch keine Erfüllung; ich mag Züge fahren sehen.

Viel Erfolg, Vik, und der Familie vor allem: viel Geduld und Zuhören. Das fehlt in solchen Situationen oft, alle sind gestresst von diesem Umzug und allem, was dranhängt, und dann nimmt einer die Sache in die Hand, und alle anderen müssen mitmachen. Das gibt oft viel Kummer. Wer sich hier die Zeit nimmt und zur Ruhe zwingt, gewinnt doch viel für die Zukunft und die Monate oder Jahre, die einem mit dem geliebten alten Menschen noch bleiben.


Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺


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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#20 von Michael K. , 10.11.2025 11:54

Tag auch,

ich möchte noch mal auf ein paar Ungereimtheiten zu den Prüfungen eingehen. Gründsätzlich geht es bei den Prüfungen zunächst mal um die Betriebsmittel. Ausschließlich privat genutzte Gegenstände sind davon ausgenommen, müssen aber im im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes im Einzelfall beurteilt und dann ggf. auch geprüft werden. Das wiederrum setzt aber ein Einverständnis des Bewohners voraus und meist auch eine Übereinkunft bei der Übernahme der Kosten. Insofern erklärt sich auch die unterschiedliche Handhabung durch verschiedene Pflegeeinrichtungen, manche möchten den Aufwand nicht treiben. Es wird darüber hinaus noch komplizierter, wenn die betreffende Person nicht mehr selbst in der Lage ist, das zu handhaben und bspw. die Pflegekräfte das ausklappen und einschalten müssten, dann greifen hier weitere Arbeitsschutzbedingungen.
Es ist also ratsam, mit dem Heim die Möglichkeiten grundlegend abzuklären. Hier noch mal etwas dazu für NRW, für andere Bundesländer können aber abweichende Regelungen existieren: Elektrogeräte von Bewohnern

Bis denn
Michael


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zuletzt bearbeitet 10.11.2025 | Top

RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#21 von Michael Knop , 10.11.2025 11:58

Hi,

Mal ganz pragmatisch an das Thema „fahren lassen“ gedacht:

Für unterwegs mit dem Wohnwagen hab ich ein Brett, leicht geschwungen, ca. 10 cm an dem einen Ende, 20 cm am anderen breit und insgesamt ca. 220 cm lang.
Darauf kann ich ein „Y“ legen, mit einer schlanken Weiche in der Mitte - und schön hin- und her rangieren.

So sieht das aus






Oder die Lösung von einem Freund in gleicher Situation, zwei Bretter, „L“ förmig, die zusammen gestreckt (über seitliche Alu U- und H Profil) ein großes Rechteck ergeben.

Hier mal ein Bild davon





Sowas lässt sich „in jeder Pflegeeinrichtung“ temporär aufbauen, und uns hat es beim Camping viel Spaß gemacht.



Wenn Interesse an genauen Maßen und dem Gleisplan besteht, gerne melden.



Viele Grüße, Michael


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zuletzt bearbeitet 10.11.2025 | Top

RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#22 von Andreas Poths , 10.11.2025 12:25

moin,
hab jetzt nur mal "quer-gelesen"...
Meine leidigen Erfahrungen (mit drei Personen, welche in Heimen untergebracht werden mußten) in den Jahren 1990 bis ca. 2012:
Ja, es gibt Unterschiede bei der "Erlaubnis", was von zu Hause mitzubringen.
Im Pflege(!)heim kommt es vor allem drauf an, welche Pflegestufe der zukünftige Bewohner inne hat.
Liebgewonnene Lampen, welche keinen gelb-grünes Kabel für die Erdung haben, waren ein "no go"
Verbraucher, welche mit Stecker an beliebige Steckdosen in der Wohnung/Zimmer angeschlossen werden konnten, wurden vom Hausmeister/zuständiger Elektrofirma geprüft und mit Siegel/Prüfdatum versehen.
In einem Fall durfte der Bewohner seine Märklin-Bahn mitbringen . Inwieweit die Anlage aufgebaut/betrieben wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.
In einer betreuten Anlage gab es einen Gemeinschafts"Keller". Dort standen aber auch elektronische Musikgeräte mit drin; wie der Zutritt geregelt war, weiß ich nicht mehr.

Wie gesagt, ist schon einige Jahre her und hat sich evtl in den letzten Jahren gändert.

PS: alle Einrichtungen befinden sich auch heute noch im Hochtaunuskreis.


gruß pothsi
Man lebt nur einmal...aber dann mit MÄRKLIN!!!
Guggd ihr meine Anlage gerne auch hier:
https://www.youtube.com/watch?v=hzD2SyMk1KA

Nüchtern betrachtet war es besoffen besser....


piefke53 und vikr haben sich bedankt!
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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#23 von vikr , 10.11.2025 13:03

Hallo Michael,

Zitat von Michael Knop im Beitrag #21
Sowas lässt sich „in jeder Pflegeeinrichtung“ temporär aufbauen, und uns hat es beim Camping viel Spaß gemacht.
ja, so etwas scheint mir zielführend. (Es handelt sich übrigens um eine Pflegeeinrichtung mit räumlich angegliederten seniorengerechten Wohnungen, wohl nicht das Augustinum, aber vielleicht doch etwas großzügiger.)
Und natürlich wirkt der lange Heinrich darauf leicht irritierend.
Zitat von Michael Knop im Beitrag #21
Wenn Interesse an genauen Maßen und dem Gleisplan besteht, gerne melden.
ja, wobei auffällt, dass keine R1-Bogenweichen verbaut sind. Du hast komplett auf R1 verzichtet?

Interessant wäre auch das Gewicht, schließlich soll der alte Herr das Teil möglichst auch mal spontan allein aufbauen können... .

MfG

vik


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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#24 von Michael Knop , 10.11.2025 13:15

Zitat von vikr im Beitrag #23
Hallo Michael,
Zitat von Michael Knop im Beitrag #21
Sowas lässt sich „in jeder Pflegeeinrichtung“ temporär aufbauen, und uns hat es beim Camping viel Spaß gemacht.
ja, so etwas scheint mir zielführend. (Es handelt sich übrigens um eine Pflegeeinrichtung mit räumlich angegliederten seniorengerechten Wohnungen, wohl nicht das Augustinum, aber vielleicht doch etwas großzügiger.)
Und natürlich wirkt der lange Heinrich darauf leicht irritierend.
Zitat von Michael Knop im Beitrag #21
Wenn Interesse an genauen Maßen und dem Gleisplan besteht, gerne melden.
ja, wobei auffällt, dass keine R1-Bogenweichen verbaut sind. Du hast komplett auf R1 verzichtet?

Interessant wäre auch das Gewicht, schließlich soll der alte Herr das Teil möglichst auch mal spontan allein aufbauen können... .

MfG

vik


Hi vik,

Ja, der lange Heinrich ist dort sicher fehl am Start, aber auch kurze Züge können begeistern, auch mich (der beim Tischbahning Treffen häufig den längsten hat )



Nochmals ja, immer r1 frei, auch auf Reise!
Wer etwas hirnschmalz investiert, kommt leicht um r1 herum, ohne gleich viel Platz zu benötigen.



Die beiden Sperrholz Platten sind ein „Fliegengewicht“ - kann es jetzt nicht in Kilogramm angeben, aber auch für „ältere Herren“ wirklich problemlos händelbar.
Ansonsten wäre es auch nicht Camping geeignet!


EDIT:

Hier der Gleisplan mit Maßen
[[File:Siggi Womo 04d.pdf]]


Viele Grüße, Michael

Dateianlage:
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RE: Opa wird ins Heim ziehen - minimale Spielanlage

#25 von vikr , 11.11.2025 10:31

Hallo Michael,

vielen Dank für diesen interessanten WoMo-Vorschlag.

Wenn Transportfähigkeit und Packmass für vorhandene Stauräume weniger wichtig ist kommt an somit mit minimal 1.22 m x 1,32 m aus, bei einer Dicke von unter 5 cm.

Trotzdem würde mich interessieren, wie die beiden Platten - im Betriebszustand - sicher miteinander verbunden werden. Sind die Gleise auf den Platten befestigt? Werden die Gleisstücke, die über die Plattentrennung laufen, bei jedem Aufbau zwischengefügt?

MfG

vik


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