Langzeitfahrtest zweier Hersteller Spur N analog

#1 von KatMobaN , 20.11.2025 21:28

Hallo Moba-Freunde,

auf meiner analogen Anlage fahren meine Loks bzw., ausschließlich Güterzüge, sehr lange über die Anlage in einem moderaten, fast schon in einer langsamen angemessenen Geschwindigkeit. Sehr lange bedeutet, von ca. 1 Stunde bis zu ca. 4 Stunden oder mehr. Die Züge fahren in der Zeit, ohne anzuhalten, durch. Die Loks eines Herstellers haben damit keine Probleme und fahren und fahren und fahren, bis ich den Trafo herunterdrehe. Die Loks eines anderen Herstellers haben schon 2x Probleme bekommen. Ich musste diese Loks zum Hersteller einsenden und bekam sie dann generalüberholt zurück. Nun, fängt eine Lok, die generalüberholt wurde, nach ca. 2 Stunden an, wieder Geräusche zu machen. Ich gehe davon aus, dass die Loks bei der Generalüberholung auch fachmännisch geölt wurden. Dann sollten sie Loks auch ca. 40 Stunden ohne Wartung aushalten und durchfahren können. Oder, liege ich falsch. Ein Moba-Freund sagte mir mal, dass die Loks heutzutage so gebaut sind, dass sie lange Fahrzeiten aushalten müssen.

Oder, sind die heutigen Loks, die hergestellt werden, eher was für die Vitrinen-Bahner? Bedeutet, immer mal wieder aus der Vitrine nehmen und kurz fahren lassen?

Ich könnte nun einen von beiden Herstellern besonders loben, aber das mache ich nicht, weil ja auch die Loks des anderen Herstellers, ansonsten auch empfehlen kann. Falls einer fragt, Hersteller werden nicht genannt. Es handelt sich um schwere Dieselloks.

Gruß

Kersten


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RE: Langzeitfahrtest zweier Hersteller Spur N analog

#2 von SYN-RST , 20.11.2025 21:40

Ich verlasse mich nicht auf die Ölung nach der Reperatur und schau mir die Getriebe meiner G und H0 Züge nach der Reperatur und ca. ner Stunde Fahrzeit auf der Anlage nochmals an.


Beste Grüße aus der Nordheide

Elmar


 
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RE: Langzeitfahrtest zweier Hersteller Spur N analog

#3 von KatMobaN , 20.11.2025 22:18

Hallo Elmar,

ich denke, bei Spur G und H0, sieht die Angelegenheit etwas anders aus, weil die verbauten Komponenten größer und belastbarer sind, als bei Spur N.

Gruß

Kersten


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RE: Langzeitfahrtest zweier Hersteller Spur N analog

#4 von KatMobaN , 20.11.2025 22:24

Ergänzung zu meinem Thread:

Beide generalüberholte Loks haben auch zudem einen neuen Motor bekommen.


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RE: Langzeitfahrtest zweier Hersteller Spur N analog

#5 von DiRo , 21.11.2025 09:13

Wenn immer noch Herstellerseitig geölt wird kann dieses auch schon nach ein paar Stunden verbraucht sein, besser ist ein hochwertiges Fett an sie Schnecken zu geben, welches sich dann im ganzen Getriebe verteilt.


Gruß Dirk

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RE: Langzeitfahrtest zweier Hersteller Spur N analog

#6 von 8erberg , 21.11.2025 09:25

Hallo,

die Angaben die die Hersteller zur "Schmierung" machen sind stark unterschiedlich. Immer und unbedingt Öl ist nicht richtig, einige Hersteller empfehlen Fett an Schnecken und Zahnrädern und nur Ölung an den Radlagern.

Und eins muss man auch sagen: in jeder Spurweite gibt es eher gelungene und eher schlecht konstruierte Antriebe.

Peter


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RE: Langzeitfahrtest zweier Hersteller Spur N analog

#7 von KatMobaN , 21.11.2025 22:56

Update:

Mein derzeitiger Langzeittest (ca. 4 Stunden) zeigt, dass die Loks beider Hersteller, sich wohl über 4 Stunden eingefahren haben und zur Zeit sehr leise ihre Runden drehen. Zuerst wurde die generalüberholte Lok nach einiger Zeit lauter und nun, ist sie leiser geworden. Mich wundert nichts mehr. Beide Loks fahren bei einer Spannung von ca. 9 Volt DC.

Frage:

Hat jemand schon einmal so einen Langezeitfahrtest gemacht?


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RE: Langzeitfahrtest zweier Hersteller Spur N analog

#8 von iwii , 21.11.2025 23:27

Erfahrungen kann man nur zu konkreten Modellen teilen. Nur daran kann man erkennen, ob es sich bei Problemen um einen Kontruktionsfehler, Verschleiß oder sonstigen Mangel handelt. Erst dann lassen sich Aussagen zur Standfestigkeit eines Modells tätigen.

Gruss, iwii




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RE: Langzeitfahrtest zweier Hersteller Spur N analog

#9 von supermoee , 21.11.2025 23:32

Hallo

Ich fahre keine Langzeittests. Mit Steuerungssoftware kenne ich aber die Nettofahrzeit meiner Fahrzeuge.

Bei einem Hersteller war bei einer Lok nach 9.5h der Motor hinüber. Habe ich mit GAM ausgetauscht, seitdem schnurrt sie fast unhörbar über die Gleise, nicht wie der Original Krachmacher.
Von einem anderen Hersteller habe ich mehrere Loks. 1 Lok war nach 6h so mit Staub von den Bürsten verdreckt, dass der Motor immer wieder Kurzschluss verursachte. Motor gereinigt, läuft im Augenblick, aber lauter, vermutlich weil die alten Bürsten nicht richtig in Position sind. Mal sehen wie schnell due Bürsten runtergehobelt werden.
Eine weitere Lok des selben Herstellers war nie richtig zum sanft Fahren zu überreden. Der Motor war zu polfühlig. Motor durch GAM ersetzt.
Weitere 4 Loks des selben Herstellers fahren ohne Probleme seit über 10h.
Dann habe ich noch Fahrzeuge von weiteren 3 Herstellern. Alle Fahren ohne Probleme seit über 10h. 1 aber bei niedrigen Geschwindigkeiten unerträglich laut, die anderen laut aber noch erträglich.

Mein Fazit: In Spur N sind Motoren oft der letzte Schrott. Kein Wunder, dass Firmen wie SB Modellbau oder Micromotor gute Geschäfte machen.

Gruss

Stephan


Der Trend geht deutlich zur Zweitanlage hin.


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zuletzt bearbeitet 21.11.2025 | Top

RE: Langzeitfahrtest zweier Hersteller Spur N analog

#10 von Stahlblauberlin , 22.11.2025 07:54

Bei Spur N gibt's bei mir fast nur Roco und Fleischmann, alles z.T. gut abgehangene ältere Modelle, die allermeisten gebraucht erworben. Keine der Lokomotiven hat irgendwelche Probleme im Dauereinsatz nach gründlicher initialer Wartung. Wichtig ist gerade bei den oft von den Vorbesitzern vorgenommenen Überölungen den Bürsten Aufmerksamkeit zu schenken, entweder tauschen oder auskochen mit dem Lötkolben.
Ansonsten verkleistern die mit Öl vollgesogenen Bürsten den Kollektor in kürzester Zeit wieder.
Allerdings sind Minitrix und Arnold-Motoren nicht wirklich für den Dauerbetrieb geeignet, die neigen zur Überhitzung. Diverse dieser Modelle ziehen kaum weniger Strom als ihre H0-Pendants während Roco und Fleischmann kaum über die 100mA zu prügeln sind.
Abgesehen davon laufen gerade die Minitrix und Arnold-Motoren auch ausgesprochen rauh, im Gegensatz zu den Fleischmann- und Roco-Motoren.


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RE: Langzeitfahrtest zweier Hersteller Spur N analog

#11 von Bigboy2 , 22.11.2025 08:48

bereits in den 1970er und 1980er Jahren habe ich in Spur N mit einer grossen Clubanlage Erfahrungen gesammelt - im Winter war die jeden Samstag und Sonntag in Betieb, von 10 bis 18 Uhr ... die meisten Loks waren von Fleischmann, dann noch welche von Minitrix, Arnold und Roco. Die Fleischmann-Loks waren im Prinzip "zu genau gefertigt", die hat man erst mal sauer gemacht, aslo das ganze Öl raus, und mit weisser Zahnpasta eine Stunde laufen lassen, dann saubergemacht und frisch geschmiert. So haben die Passungen im Getriebe sehr gut miteinander harmoniert ... ansonsten mussten bei den Elektroloks die O/U-Umschalter zugelötet werden, das war ein dauernder Grund für Unterbrechungen. Ab und zu musste mal neue Kohlen eingebaut werdem, und die Radschleifer haben sich recht schnell abgenutzt ... da musste dann entweder das ganze Drehgestel getauscht oder ein bisschen Federblech aufgelötet werden ... die habne dann klaglos funktioniert. Die Dampfloks eher weniger, vor allem wegen dem Tenderantrieb - obwohl die damals 8 Haftreifen hatten, hatten sie schlechte Zugkraft, die 50er war völlig unbrauchbar weil sie mit stehenden Treibrädern vom Tender geschoben wurde ... die Minitrix-Loks snd gefahren wie sie aus der Schachtel kamen, ganz ohne Probleme, ebenso die Arnold ... wobei die etwas "rauhbeinig" waren, selbst für damalige Verhältnisse ... Roco war nicht gut da gab es eine 1044 und eine E 91 - die 1044 lief gar nicht richtig, und die die E 91 war nach einigen Stunden total verschlissen ... aber wie gesagt: zum einen fast 50 Jahre her, zum anderen eine Ausstellungsanlage, so einen Dauerbetrieb (mit langen Zügen und grossen Steigungen) hat ja kaum jemand, das kann man mit Zuhause nicht vergleichen ... wir haben immer gesagt "wenn eine Lok hier läuft, dann läuft sie auf einer Heimanlage auf jeden Fall" ...


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