Hallo, ich oute mich hier mal als digitaler Laie und habe eine grundsätzliche Frage:
In einem Konvolut amerikanischer Dieselloks war eine mit dem Decoder Digitrax DH121 (Steinzeit?) dabei. Analog funktioniert das Ding, digital macht es keinen Mucks. Der bisher eingesetzte (auch betagte) ESU-Navigator hat seinen Geist aufgegeben, weshalb ich es mit der neuen Piko Digitalzentrale meines Sohnes für Spur G versucht habe. Diese "spricht" zwar mit div. Roco und MTH-Loks, hat aber anscheinend weder lesend noch schreibend Zugriff auf den Digitrax. Kann mir jemand einen Tipp geben, wie der Decoder anzusprechen ist oder muss ich von einem Defekt ausgehen? Mir gelingt es weder die CV dieses Decoders auszulesen noch war ein Schreibversuch in CV 1 mit dem Wert "3" erfolgreich. Notfalls bleibt das Ding eben analog.
Moin, die Piko-Zentrale für Spur G dürfte m.W. nicht zwingend die optimale Programmierzentrale sein. Zum Auslesen von CVs brauchst Du eine read/write Programmierzentrale (siehe Anleitung zu diesem Decoder). Hast Du den Programmierversuch auf dem Programmiergleis vorgenommen?
Schöne Grüße Johannes
Spur G im Garten, H0m/H0 im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail auf RasPi, Manhart-Funky und RocoWLM.
Von den beiden intakten digitalen Steuerungen kann ich einigermaßen umgehen (für den Hausgebrauch) nur mit der Piko, in der Ecke steht noch eine funktionstüchtige Märklin 6027 mit Control 80f und Trafo für DC. Mangels Modellbahnanlage steht die Lok sowieso auf einem separaten Gleis. Die Adressen bis 20 habe ich ausprobiert, da nach dem Datenblatt des DH121 der aber auch 4-stellige Adressen kann, habe ich das Herumprobieren allerdings aufgegeben.
Zuckt die Lok beim Programmieren, sprich: sendet ACK-Impulse? Wenn nein könnte der Dekoder auch einfach defekt sein. Ansonsten entweder einen Dekoder-Reset ausprobieren, blind CV8=8. Dann sollte der Dekoder auf Adresse 3, 28/128 Fahrstufen reagieren.
Die Lok macht digital rein gar nichts, fährt analog (mit eingebautem Decoder) aber problemlos. Ich kann weder CV's einlesen noch schreiben, folglich auch keinen Reset ausführen - probiert habe ich es natürlich trotzdem. Interessehalber hatte ich heute lesen/schreiben bei einem Decoder der Roco 18.402 (63361) mit der Piko-Digitalzentrale probiert - völlig problemlos. Da scheint aber auch etwas nicht zu stimmen, weil der auf dem ESU-Prüftsand 51900 bei Drücken von F1 (lt. Betriebsanleitung Rauchgenerator) sofort heiß wird. Eigentlich brauche ich das ja alles nicht, aber mein Anspruch ist nun mal, dass sämtliche Sammlungsloks einwandfrei funktionieren ...
wenn der alte Digitrax-Dekoder auf einer langen Adresse stehen sollte, kannst du lange in CV 1 etwas reinschreiben, da dieser Wert bei langer Adresse nicht genutzt wird.
CV 29 ist für die Umschaltung kurze - lange Adresse zuständig. - Schreib mal eine 4 in CV 29 - das wäre DCC mit 14 Fahrstufen - Falls das nicht klappt mal eine 6 - das wäre dann DCC mit 28/128 Fahrstufen Beide Male sollte der Analog-Betrieb auch funktionieren.
Reagiert der Dekoder beim Versuch zu lesen mit dem üblichen Motorruckeln oder passiert einfach gar nichts? Schon die Anleitung heruntergeladen? Dazu gibt's bei digitrax noch ein weiteres Manual in dem die Einstellungen für alle digitrax-Dekoder in der Tiefe beschrieben sind.
Moin, nein, der Decoder ist digital mausetot, kein Ruckeln und die Digitalstation meldet einen nicht erfolgreichen Schreibversuch "x" statt eines Häkchens. Wie ausgeführt funktioniert die Lok ja trotzdem analog. Müsste wohl den in eine NEM 652 Schnittstelle fest eingelöteten Decoder ausbauen und ersetzen, aber das Ding hat mich schon zuviel Zeit gekostet. Ich unterhalte ja keinen Fahrbetrieb, meine Passion ist die Instandsetzung und da einen Fehler nicht identifizieren (und beheben) zu können ist ärgerlich ... Ach ja, die Standardanleitung habe ich durch, mit der "vertieften" mich noch nicht befasst. Noch was: das Licht(Glühbirnchen) wechselt - im Analogbetrieb - mit der Fahrtrichtung - vielleicht "versteht" er sich einfach nicht mit der Piko-Steuerung.
Zitat von schlurf im Beitrag #10Noch was: das Licht(Glühbirnchen) wechselt - im Analogbetrieb - mit der Fahrtrichtung - vielleicht "versteht" er sich einfach nicht mit der Piko-Steuerung.
Das wäre extrem unwahrscheinlich, DCC ist ein gut abgehangenes Protokoll das schon ziemlich üppige Toleranzen zulässt. Hab einen bunten Zoo an kommerziellen und Eigenbauzentralen die teilweise hart am Limit der Toleranzen liegen (das Timing ist entscheidend) und habe bisher nur genau einen Dekoder gehabt der mit einer dieser Zentralen am Limit unzuverlässig war. Selbst meine zwei uralten Digital-is-cool-Dekoder kommen mit allen meinen Zentralen aus solange sie 14 Fahrstufen unterstützen.
hast du in deinem Bekanntenkreis ggfs jemanden mit einer Intellibox 1? Diese sehr alte Zentrale ist für solch einfache Dinge wie CV-ändern sehr gut, da sie altersbedingt wenig "Drumherum" hat, welches stören könnte... - passt gut zu "abgehangenem" DCC
Danke für die Hinweise. Zugriff Intellibox - nein. Und Registermode muss ich erstmal recherchieren was der Unterschied zum direkten Ablegen von Werten in den CV's ist.
Den Digitrax habe ich mal hinten angestellt und berichte von einem digitalen Erfolgserlebnis:
Mir ist eine Roco DB 18 416 (aus Startset 41252, baugleich 63363) mit Sound als Bastellok "zugelaufen". Analog hatte ich die relativ schnell wieder am Start, aber der Decoder wurde bei Auslösen von F1 sofort heiß und es funktionierte nicht ein einziger Soundeffekt. Es dauerte Stunden (mangels Dokumentation bei Roco) bis ich herausgefunden habe, dass ein ESU-Loksound 5 verbaut ist, dessen Bauform auf der ESU-Seite aber nicht zu finden ist. Ein Klon oder "Roco-spezial"? Tatsächlich gibt es einen Anbieter im Netz, der diesen Decoder für alle möglichen Roco-Loks (mit wohl verschiedenen Soundateien) anbietet aber nur mit eigenen Nummern. Aufgrund der störrischen Verkabelung habe ich diese eben durch flexible Leitungen ersetzt - und war nicht schlecht überrascht, dass jetzt plötzlich auch der Sound funktioniert. Ich hatte zuvor übrigens schon erfolglos einen Reset auf einem ESU-Prüfstand versucht. Vermutung(!) ist, dass eine der Lötstellen für die Verdrahtung auf dem Decoder werksseitig kurzgeschlossen war.
Jetzt bleibt nur zu entscheiden ob ich die Herausforderung "digital is cool" annehme oder bei meinen analogen Basteleien bleibe ...
ein ESU Loksound 5 ist in einer Roco-Lok sicher nicht ab Werk verbaut, als Roco einst ESU Loksound einbaute waren das LokSound 3.5, danach hat Roco keine ESU mehr eingebaut.
Zitat von drum58 im Beitrag #18Hallo, ein ESU Loksound 5 ist in einer Roco-Lok sicher nicht ab Werk verbaut, als Roco einst ESU Loksound einbaute waren das LokSound 3.5, danach hat Roco keine ESU mehr eingebaut. Gruß Werner
OK, mein Fehler - es ist ein 3.5 - jetzt passt auch das Bild der Anleitung zum eingebauten Decoder und: Glück gehabt, dass die Verdrahtung identisch ist ...
aber bitte aufpassen: Der LokSound 3.5 hat noch 100 Ohm-Lautsprecher - neuere Dekoder nur noch 4-8 Ohm. Da muss dann bei Dekodertausch von 3.5 => 4 oder 5 auch der Lautsprecher getauscht werden.