RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#26 von maybreeze , 30.01.2026 19:09

Servus,

ich seh' da rechts keinen abgeteilten Raum hinter dem Raumteiler. Für mich hängen da zwei Stoffbahnen, bei denen links und rechts das Tapetenmuster der Außenwand hervorlugt, außerdem schimmert die linke Wand der Wand mit Uhr/Betriebsglocke/Tür hell neben der etwas an der Stoffkante eingerollten Stoffbahn durch, ein Querbalken vom Regal geht bis zu dieser Wand offenbar durch, also kein großer Raum, oder? Wenn liegt das Stiegenhaus hinter der "Uhrwand". Bei mir ist noch Skepsis angebracht, wobei allerdings das Innenleben für den Nachbau keine Rolle spielt.

Vielleicht gibt es im örtlichen Bauamt noch archivierte, historische Pläne?


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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#27 von Roland , 03.02.2026 14:59

Hallo zusammen,

erstmal noch einmal vielen Dank an alle für eure zahlreichen Tipps und Vorschläge. Ich werde als nächstes mal ein Papiermodell basteln um die Größenverhältnisse zu testen. Sobald dann die Maße feststehen, geht es an den Architekturkarton.

Ich habe mich heute aber schon mal damit beschäftigt, wie ich die Außenwand sowie das Dach gestalten will. Was wären hier eure Vorschläge? Von Noch gibt es die 3d-Platten, die ich geeignet halten würde. Für die Außenwände gibt es die Mauerplatte "Ziegelstein". Für das Dach habe ich die 3D-Kartonplatte "Dachziegel" gewählt.

Wie würdet ihr die Fenster gestalten? Klar, innen an die Wand werden Folienstreifen oder Streifen einer Klarsichthülle geklebt. Der untere Teil der Fenster ist mit Milchglas ausgeführt. Hier würde ich mit einem Sandpapier die Folie anrauen um den milchigen Effekt zu erzeugen.
Über die Fensterkreuze mache ich mir gerade noch etwas Gedanken. Soll ich die mit einem weißen Edding aufmalen? Oder lieber mit ganz feinen weißen Kartonstreifen gestalten (und beim ankleben die Fensterfolien nicht versauen)?


Viele Grüße
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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#28 von maybreeze , 03.02.2026 15:30

Servus Roland,

das Gebäude hat ja einen gewissen architektonischen Chic durch das in Ziegeln (Klinker) ausgefertigte Ziegelband. Bei der Nachbildung ist zu bedenken, dass eine Kartonplatte nicht die Fensterlaibung beachtet. Da wäre allenfalls ein 3D-Druck schon realitätsnaher, aufwändiger (zeitmäßig) wäre die Verwendung von lufttrocknender Modelliermasse und Selbstritzen. Dann gäbe es auch noch Gießformen, die allerdings dick sind. Beide letzteren Materialien trocknen matt auf, lassen sich auch individuell einfärben.

Um sich die Ritzerei zu ersparen gäbe es auch noch Strukturwalzen für fir Modelliermasse (dünn ausgewalzt!) oder für Trittschalldämmungs-Platten.

Tipps gibt es u.a.hier

Die Fensterrahmen wären wohl auch was für 3D Druck oder Ätzen, auch wenn Gottfried @H0er ein Meister der feinen Schneidetechnik , Übung und endloser Geduld ist: Die Menge macht's!

Probieren geht über Studieren!


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#29 von Roland , 03.02.2026 15:34

Zitat von maybreeze im Beitrag #28
Bei der Nachbildung ist zu bedenken, dass eine Kartonplatte nicht die Fensterlaibung beachtet.

D.h. ich kann die Kartonplatte nicht um die Ecken biegen? Ich habe mir vorgenommen, dass ich die Platten um die Hausecken knicke, so dass auch das Ziegelband durchläuft. An den Fensterlaibungen würde ich den Karton an den Ecken mit 45° einritzen und dann nach innen kleben, so dass die Laibungen bedecken.


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#30 von maybreeze , 03.02.2026 15:45

Servus,

Du musst einen rechten Winkel "knicken", da wirst Du ohne zu ritzen nicht hinkommen - wie Du richtig schreibst. Damit hast einen klaffenden Spalt. Außerdem stimmt der Ziegellauf nicht.

Mein Favorit wäre die Modelliermasse dünn ausgewalzt (bzw. in der Stärke inklusive Laibung) und mit der Strukturwalze bearbeitet. Meine Erfahrungen diesbezüglich hier. Auch wenn's für's Straba-Gleis nicht so taugt, ich denke, für die "Dekorflächen" dürfte es ok sein.


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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#31 von Roland , 03.02.2026 16:11

Hallo Klaus,

ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass das Endergebnis mit Modelliermasse und Strukturwalze oder Ritzen nachher meinen Vorstellungen entspricht.

Vielleicht versuche ich es mal, die Laibungen mit Farbe so zu gestalten, dass zumindest der optische Effekt da ist. An den Gebäudeecken müsste ich schauen ob und wie ich das farblich kaschieren kann.


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#32 von maybreeze , 03.02.2026 16:35

Servus Roland,

wie würde ich die Sache angehen:

Die Seitenwände würde ich aus 1mm Karton schneiden - braucht nicht sehr dick sein, weil ich die Gesimsbänder und sockelbänder aus 5mm Karton schneiden würde. Dabei würde ich die Fensterlöcher 1mm "überstehen" lassen, dieser Rand dient als Klebe/Auflagerand für die Fensterrahmen. Die 5mm Gesims/Sockelstärke gäbe dann die Stärke der Ziegelteile aus der Modelliermasse vor (auch wenn Du Dir das nicht so vorstellen kannst/willst) - etwas weniger als 5mm, das Bild zeigt einen leichten Überstand von
Gesims/Sockelband. Sockel und Gesimsstreifen sowie die Ziegelteile (auf der Seite/Laibung die Ziegeleinteilung einritzen nicht vergessen) auf die 1mm Basiswand aufkleben.

Gottfried schneidet die Fensterrahmen in Blitzeseile, vorausgesetzt scharfes Messer. Und immer aus den Ecken herausschneiden, das gibt exakte Ecken! Wobei ich in diesem Fall nur den Gesamt-Rahmen und den H-förmigen Teil der Fensterflügel-Rahmen schneiden würde, die Fenster mit den feinen Sprießerln (wie wir in Wien sagen) würde ich aus Folie (=Glas) und die Sprießerln mit Lackstift fein nachbilden.


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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#33 von Michael K. , 03.02.2026 18:32

Hi Roland,

dann wird um die Ecke knicken auch nicht Deinen Vorstellungen entsprechen. Am besten gehts, wenn man die Platten auf Gehrung schneidet, das fällt mit etwas Farbe dann nicht mehr auf. Fenster aus Papier gehen ganz gut, ich habe sowas auf dem Rechner gezeichnet und dann mit einem Skalpell (gibts im Zehnerpack in der Apotheke) ausgeschnitten. Das geht auch mit sehr feinen Strukturen, aber besser nehr ausdrucken, als man braucht.

Bis denn
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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#34 von Michael K. , 03.02.2026 18:39

Hier mal am Beispiel einer Dorfschmiede:







Ist zwar Fusselei, lohnt aber. Bei den großen Fenstern würde ich auch wirklich transparente Folie aus PS(Architekturbedarf) nehmen, keine Abdeckungen von Verpackungen.

Bis denn
Michael


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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#35 von eutin-lübeck , 03.02.2026 19:57

Ich würde den Streifen mit dem sichtbaren Mauerwerk auf 75 g/m² Papier drucken, die Fugen einritzen, und dann das ganze auf die Pappe kleben. So habe ich es bei den Gebäuden gemacht.


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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#36 von Enkelbahner , 03.02.2026 20:12

Hallo @Roland ,

um es vorab zu sagen: Ich mache KEINEN Kartonbau (dann würde das Verbandsmaterial in meiner Stadt knapp..), dafür aber Ziegelbau in 3D-Druck.

Dein Projekt hat meiner Meinung nach noch einige Fallen:

Das, was wir über den Fenstern sehen scheint kein Sims oder so was zu sein, sondern ein vorgesetztes, rund laufendes Firmenschild zu sein, da die Oberkante der Fenster dahinter verschwindet.

Diese Pappmauern sind für den Hausbau ungeeignet, da sie zu wenig Struktur aufweisen. Das ganze müsste am Gebäude plastischer sein.

Ziegelgebäude haben so Ihre Eigenarten, da die Ziegel die Baumasse vorgeben. Eine Wand endet nicht in dem man noch 3cm Ziegelbruch einfügen muss, sondern mit halben oder vollen Steinen. Das gleiche gilt für Fenster, diese sind in der Breite mit dem Ziegelmaß abgestimmt. In der Optik geht der Ziegel um die Ecke da er einfach physikalisch da ist. Das weiß jedes Kind, das mit Noppensteinen spielt. Ziegelfenster/Türen haben einen Fenstersturz und eine Fensterbank aus Ziegeln, mit Pappe eine echte Aufgabe.

Ziegelwände sind auch relativ dick, d.h. sie gehen beim Fenster um die Ecke.


Es gibt kein Foto von der Rückseite (Gegenseite des Kontoreingangs), bei vielen Gebäuden aus diese Zeit dürfte sie aber fensterlos sein (z.B. Nordseite,Brandschutzmauer um das Grundstück auszunutzen).

Anbei ein paar CAD-Bilder zu diesem Thema:






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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#37 von maybreeze , 03.02.2026 21:33

Zitat von Enkelbahner im Beitrag #36
Es gibt kein Foto von der Rückseite (Gegenseite des Kontoreingangs), bei vielen Gebäuden aus diese Zeit dürfte sie aber fensterlos sein (z.B. Nordseite,Brandschutzmauer um das Grundstück auszunutzen).


Das Innenfoto zeigt allerdings Fenster auf beiden Seiten.


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#38 von Enkelbahner , 04.02.2026 05:49

Hallo ,

Zitat von maybreeze im Beitrag #37


Das Innenfoto zeigt allerdings Fenster auf beiden Seiten.

das ist klar, ich meinte jedoch die 4te Wand:




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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#39 von Roland , 04.02.2026 16:33

Zitat von maybreeze im Beitrag #32
Die Seitenwände würde ich aus 1mm Karton schneiden - braucht nicht sehr dick sein, weil ich die Gesimsbänder und sockelbänder aus 5mm Karton schneiden würde. Dabei würde ich die Fensterlöcher 1mm "überstehen" lassen, dieser Rand dient als Klebe/Auflagerand für die Fensterrahmen. Die 5mm Gesims/Sockelstärke gäbe dann die Stärke der Ziegelteile aus der Modelliermasse vor (auch wenn Du Dir das nicht so vorstellen kannst/willst) - etwas weniger als 5mm, das Bild zeigt einen leichten Überstand von
Gesims/Sockelband. Sockel und Gesimsstreifen sowie die Ziegelteile (auf der Seite/Laibung die Ziegeleinteilung einritzen nicht vergessen) auf die 1mm Basiswand aufkleben.

Entschuldige bitte, aber das habe ich jetzt nicht ganz verstanden. Könntest du es mir bitte nochmal erklären?

Zitat von maybreeze im Beitrag #32
Gottfried schneidet die Fensterrahmen in Blitzeseile, vorausgesetzt scharfes Messer. Und immer aus den Ecken herausschneiden, das gibt exakte Ecken! Wobei ich in diesem Fall nur den Gesamt-Rahmen und den H-förmigen Teil der Fensterflügel-Rahmen schneiden würde, die Fenster mit den feinen Sprießerln (wie wir in Wien sagen) würde ich aus Folie (=Glas) und die Sprießerln mit Lackstift fein nachbilden.

OK. Die Fensterrahmen aus Papier auszuschneiden macht Sinn und ist eine gute Idee.

Zitat von Michael K. im Beitrag #33
dann wird um die Ecke knicken auch nicht Deinen Vorstellungen entsprechen. Am besten gehts, wenn man die Platten auf Gehrung schneidet, das fällt mit etwas Farbe dann nicht mehr auf.

Das ist ein guter Lösungsansatz. Vielen Dank dafür.
Zitat von Michael K. im Beitrag #34
Hier mal am Beispiel einer Dorfschmiede:

Das sieht echt gut aus. Die Mühe, die Fensterrahmen aus Papier auszuschneiden lohnt sich.

Zitat von Enkelbahner im Beitrag #36
Das, was wir über den Fenstern sehen scheint kein Sims oder so was zu sein, sondern ein vorgesetztes, rund laufendes Firmenschild zu sein, da die Oberkante der Fenster dahinter verschwindet.

Genau so ist es. Auf den Flächen war die Firmenanschrift drauf. Ich denke aber, dass die Fenster bis an die Unterkante dieses Umlaufs gehen. Wenn man auf der Innenansicht schaut, sieht man oberhalb des dicken Holms noch zwei Fensterfelder in der Höhe. In der Außenansicht sind es auch noch zwei Fensterfelder. Ich denke darum, dass hinter dem Umlauf wieder Ziegelmauerwerk und die Fensterstürze sind und ein einfaches Paneel mit der Aufschrift darauf angebracht wurde. Oder der obere Teil war verputzt und darauf der Firmenname gemalt.

Zitat von Enkelbahner im Beitrag #36
Eine Wand endet nicht in dem man noch 3cm Ziegelbruch einfügen muss, sondern mit halben oder vollen Steinen. Das gleiche gilt für Fenster, diese sind in der Breite mit dem Ziegelmaß abgestimmt. In der Optik geht der Ziegel um die Ecke da er einfach physikalisch da ist. Das weiß jedes Kind, das mit Noppensteinen spielt. Ziegelfenster/Türen haben einen Fenstersturz und eine Fensterbank aus Ziegeln, mit Pappe eine echte Aufgabe.

Ja, das ist absolut richtig. Im schlimmsten Fall muss ich die Mauern bzw. die Fugen doch einritzen...

Zitat von Enkelbahner im Beitrag #36
Ziegelwände sind auch relativ dick, d.h. sie gehen beim Fenster um die Ecke.

Auf dem Bild sieht es mir jetzt nicht so dick aus. Oder die Fenster sind relativ weit außen platziert. Ich denke dass zwischen der Außenkante und dem Fenster vielleicht gerade mal so 20 cm sind.

Zitat von Enkelbahner im Beitrag #36
Es gibt kein Foto von der Rückseite (Gegenseite des Kontoreingangs), bei vielen Gebäuden aus diese Zeit dürfte sie aber fensterlos sein (z.B. Nordseite,Brandschutzmauer um das Grundstück auszunutzen).


Ja. Es gibt definitiv nicht mehr Aufnahme. Gebäudeteile, wo man auf den Bildern nicht sieht, sind unbekannt. Hier kann ich nur raten oder Annahmen treffen. Die beiden Längsseiten sind definitiv verglast. Die eine Stirnseite auch, wie die rückwärtige Stirnseite aussieht kann niemand mehr sagen.
Das Fenster in der Türe der Längswand (letzte Türe, ganz hinten) ist aber relativ hell, so dass ich vermute, dass hier etwas Helligkeit durchscheint. Darum wird die rückwärtige Stirnwand wohl auch eine Verglasung gehabt haben.

Vielen Dank euch allen für eure Hingabe und die wertvollen Tipps und Hinweise.


Viele Grüße
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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#40 von maybreeze , 04.02.2026 17:36

Servus Roland,

Zitat von Roland im Beitrag #39
Entschuldige bitte, aber das habe ich jetzt nicht ganz verstanden. Könntest du es mir bitte nochmal erklären?


hab's befürchtet! Bin nicht so der große Grafik-Programm-User. Daher Handskizzen:

Die Wände werden schichtweise aufgebaut.

Zuerst eine "Grundschicht/Trägerschicht" aus 1mm Karton in Wandgröße unter Berücksichtigung der Gehrung, dazu noch die Fensteröffnungen einschneiden abzüglich eines 1mm Randstreifens (in der Skizze grün umrandet)

Jetzt kommt der eigentliche Wandaufbau, der auf die Trägerschicht aufgeklebt wird. Oben und unten jeweils der Gesims/Sockelstreifen aus etwa 5mm Kartonstreifen (orange senkrecht gestreift). Die Beschriftung war wohl direkt auf das Sims aufgebracht.

Das Ziegelband würde ich aus Modelliermasse machen. Modelliermasse auf nicht ganz 5mm auswalken (Gesims- und Sockel sind geringfügig "stärker" am Foto) und mittels Ziegelstrukturwalze oder ritzen ausformen, dann entsprechend der Maße (Fensterhöhe und Mauerbreite) ausschneiden (lila gekennzeichnet schräg gestreift)



Dabei allenfalls bei der Bemaßung bden Läuferverband beachten. Wenn Sims/Sockelteile und Ziegelteile aufgeklebt sind sollte in der Fensteröffnung ein Rand von 1mm übrigbleiben, um dort das Fenster einkleben zu können.



An den Mauerecken wäre dann noch eine Gehrung zu schleifen.


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zuletzt bearbeitet 04.02.2026 | Top

RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#41 von Roland , 04.02.2026 19:06

Jetzt habe ich es verstanden. Vielen Dank.


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#42 von Roland , 05.02.2026 15:15

Ich habe nun die Stirnwand sowie die Längsseite des Gebäudes maßstäblich gezeichnet:





Ich denke, dass die Proportionen recht gut stimmen. Ich werde die Teile dann noch ausschneiden und mal als Gebäude aufbauen, so dass man noch einen besseren Eindruck bekommt.

(Auf meiner Zeichnung wurde die Summe der Längen der Längsseite leider abgeschnitten. Das Gebäude ist 22,40 m lang (= 25,75 cm in 1:87).)


Viele Grüße
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#43 von maybreeze , 05.02.2026 15:31

Es wird!

Bin schon gespannt.


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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#44 von Roland , 05.02.2026 16:14

Ich tue mich gerade relativ schwer die Dachneigung zu ermitteln, da das Gebäude perspektivisch aufgenommen ist und ich am Dach keine geeigneten Kanten habe um den Winkel abzunehmen. Wie würdet ihr die Dachneigung ermitteln? Bzw. was würdet ihr für eine Dachneigung schätzen?


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#45 von Enkelbahner , 05.02.2026 16:44

Hallo @Roland ,
darf ich Dein Bild nutzen, dann erstelle ich ein Overlay (CAD im Foto). Es sind 4 Winkel die Du brauchst:

//Kippwinkel
dw1=30; //Längsdach
dw2=41; //Giebeldach

//Anschnittwinkel
d_cut_w=60; //Längsdach
d_cut_w2=42;//Giebeldach

Die Winkel passen für meinen Entwurf, für Deine Maße müsste ich das anpassen.


P.S.: 80cm Türloch ergibt ca. eine 60cm Türöffnung, das empfinde ich "sportlich"

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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#46 von Preston , 05.02.2026 16:59

Hallo Roland,

Geht es um das Bild in Beitrag #1?

Zitat von Roland im Beitrag #44
Ich tue mich gerade relativ schwer die Dachneigung zu ermitteln, da das Gebäude perspektivisch aufgenommen ist und ich am Dach keine geeigneten Kanten habe um den Winkel abzunehmen. Wie würdet ihr die Dachneigung ermitteln? Bzw. was würdet ihr für eine Dachneigung schätzen?


An Hand der Gauben, würde ich auf etwa 40° tippen. Die roten Linien sind etwas länger als die grünen.


Gruß Preston

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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#47 von Roland , 05.02.2026 18:19

Klar, jetzt sehe ich es auch... Da habe ich rechtwinklige Dreiecke, mit denen ich die Dachneigung genau berechnen kann. Manchmal sieht man halt den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr...


Viele Grüße
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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#48 von Roland , 06.02.2026 07:53

Zitat von Enkelbahner im Beitrag #45
P.S.: 80cm Türloch ergibt ca. eine 60cm Türöffnung, das empfinde ich "sportlich"

Ja, das stimmt. Wobei, wenn man das Bild anschaut, sind die Mauerteile rechts und links der Türe deutlich breiter wie die Türe. Die Wandbereiche neben der Türe habe ich mit 1,00 m ermittelt. Somit müsste das Maß von 0,80 m für die Türe schon passen - aber ja, für eine Türe ist das sehr schmal.

Ich hab mal die beiden Wandteile außen um jeweils 5 cm verschmälert und dafür die Türe um 10 cm breiter gemacht. Somit haben wir eine Öffnungsbreite von 90 cm, was dann einer Türbreite von 80 cm entsprechen dürfte. Ist zwar immer noch schmal genug, aber für eine Türe durchaus denkbar.

Und die beiden Wände links und rechts der Türe sind immer noch breiter wie der Bereich der Türe. Zwar nicht mehr so extrem, da die Türe breiter geworden ist. Aber es wirkt auch etwas gefälliger.



Ich könnte mal schauen, ob ich einen Kontakt zum Stadtarchivar bekomme. Vielleicht hat der noch Unterlagen oder Bilder.


Viele Grüße
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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#49 von maybreeze , 06.02.2026 09:16

Zitat von Roland im Beitrag #48
Ich könnte mal schauen, ob ich einen Kontakt zum Stadtarchivar bekomme. Vielleicht hat der noch Unterlagen oder Bilder.


Ist eine gute Idee, Roland! Wie schon in #26 angeregt: Das Bauamt sollte (auch wenn das Gebäude längst abgerissen) vielleicht auch noch Unterlagen haben. Und möglicherweise auch das Grundbuch (auch wenn dort vornehmlich die eigentumsrechtlichen Dinge behandelt werden, könnte sich dort auch noch ein Plan finden). Der Stadtarchivar hat meist auch Gratiszugang zu den öffentlichen Unterlagen.


Liebe Grüße aus Wien
Klaus
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RE: Gebäude von einem Bild nachbauen aus Finnpappe

#50 von Roland , 09.02.2026 16:23

Ich habe Antwort vom Stadtarchiv erhalten. Es gibt leider keine Unterlagen, Baupläne oder Bilder mehr von dem Gebäude. Auf dem Stadtplan von 1939 ist das Gebäude aber eingezeichnet. Es ist laut Aussage der Archivarin das Gebäude direkt und der Schrift Straße und ist ohne Hausnummer versehen.



Das bringt mich jetzt nicht viel weiter. Es bringt mir nur die Erkenntnis, dass ein rechteckiger Grundriss falsch ist... Oder dass der rechteckige Grundriss stimmt und es sich bei kleinen und schmaleren Fortsatz des Gebäudes um den schwarzen Schuppen (?) handelt, der am rechten Bildrand zu sehen ist. In diesem Fall hat die rückwärtige Stirnwand vielleicht doch keine Fenster...


Viele Grüße
Roland

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maybreeze, Preston und Enkelbahner haben sich bedankt!
 
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