Märklin BR 86 Getriebeproblem

#1 von Triebkopf , 01.02.2026 23:14

Hallo zusammen,

vor 1,5 Jahren habe ich eine unbespielte Märklin BR 86 582 aus der Zugpackung 29535 (baugleich mit 3096, 3396, 33961 und 3696) gekauft, vollständig gereinigt und mit HLA und Loksound 5 ausgestattet.
Seither lief sie richtig schön auf der Bodenbahn zu den Feiertagen. Sie hat also nicht wirklich viel Strecke hinter sich gebracht.
Seit Weihnachten begann das Getriebe im mittleren Geschwindigkeitsbereich zu kreischen und nun kam noch ruckartiges Fahren bei dieser Geschwindigkeit dazu.
Da bei dem Ruckeln auch der Loksound und die Beleuchtung stotterte, dachte ich zuerst an ein Masseproblem.

Gestern habe ich sie dann auf den Rollenprüfstand gesetzt und mich auf die Fehlersuche gemacht. Ein elektrisches Problem kann ich inzwischen ausschließen.
Heute habe ich den HLA ausgebaut, die Kuppelstangen von der Antriebsachse gelöst und dann gemerkt, dass das Getriebe stellenweise hakt.
Leider läßt sich das Haken nicht reproduzieren, vielmehr ist es willkürlich an irgendeiner Stelle, wenn man die Zahnräder dreht.
Zumindest tritt es eher auf, wenn man die Lok auf die rechte Seite legt und die Zahnräder dreht - so liegen die ersten beiden Zahnräder flächig aufeinander (lt. Explosionszeichnung 7 & 9).
Daraufhin habe ich das komplette Getriebe und Fahrgestell gereinigt, auf Leichtgängigkeit geprüft, geölt und die Lok auf dem Rollenprüfstand längere Zeit, meist Vollgas laufen lassen.

Das Kreischen scheint im Moment Dank Wechsel auf ein höherviskoses Öl beseitigt, aber richtig rund läuft die Lok nicht.
Vielmehr scheint der Loksound Mühe beim halten der Drehzahl zu haben und Impulsweise in die Knie zu gehen, was die Stirnlampen analog zum Drehzahleinbruch mit auf - und abdimmen anzeigen.
Im Stand oder wenn die Drehzahl (akustisch) konstant läuft, ist das nicht zu erkennen.
Nun bin ich ratlos, da ich an keinem der Zahnrädern etwas erkennen konnte, worauf ein Klemmen oder Haken zurückzuführen wäre, aber es kommt immer wieder vor.

Mein Gedanke dabei: Ein Zahnrad kreischt dann, wenn es zuviel Spiel auf einer Welle hat. Da ich beim Umbau niedrigviskoses Öl verwendet habe, ist es im Betrieb relativ schnell aus dem Spalt gelaufen und das Kreischen trat vermehrt auf.
Kreischen bedeutet auch irgendwann Abrieb. Falls es hier tatsächlich dazu gekommen sein sollte, hängt/wandert dieser im Spalt und könnte das Klemmen und Haken verursachen.
Inzwischen bin ich am überlegen, ob ich nicht zumindest die ersten beiden Zahnräder ab Motor tausche, da ich das kleinste direkt am Anker im Verdacht habe.
Leider habe ich kein geeignetes Werkzeug, deshalb würde ich die Bolzen mittels Durchschlag und Schraubstock "auspressen" - nicht schlagen! und umgekehrt wieder einpressen.

Hatte jemand von euch schon einmal solch ein Problem bei der BR 86, eine Idee oder Lösung?
Vielleicht bin ich völlig auf dem Holzweg...?
Vielen Dank im Voraus!

Viele Grüße,
Bojan


 
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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#2 von Stahlblauberlin , 02.02.2026 09:14

Eher schrilles Kreischen hat meist seine Ursache bei schnell drehenden Teilen. Guck dir mal die Ankerlager an, speziell das ritzelseitige. Stahl in Zinkdruckguss ist suboptimal, erst recht bei sparsamer Wartung (Öl nachkippen ohne Reinigung).
Dabei kannst du ja auch das Zahnrad inspizieren, das ist aber erstaunlich standfest, insbesondere die Lagerung auf der Stahlwelle verschleißt bei einem Minimum an Pflege nicht wirklich.
Wenn das Ankerlager ausgelaufen ist (deutlich fühlbares Spiel, tiefer Krater wo das Ritzel anläuft) hilft nur der Umbau auf ein Kugellager oder ein ordentliches Sinterlager. Letzteres setzt aber eine sehr hohe Genauigkeit beim Bohren vorraus.


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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#3 von Volldampf , 02.02.2026 09:28

Moin,

wenn die Lok unbespielt war und danach nur wenig gelaufen ist, würde ich ein Getriebeproblem erstmal ausschließen.
Kreischen, gerade sporadisch bei wechselnden Drehzahlen, ist ein Zeichen dafür, dass entweder die Ankerlagerung zu trocken ist oder der Anker mangels Spiel am Magneten schleift, was auch selten vorkommt, aber nicht ausgeschlossen ist(hatte ich gerade bei einem Umbau). Wenn ein kleiner Tropfen Öl an den Ankerlagern nicht hilft, kann man nach einander jeweils Motorschild, Anker und Magnet tauschen und testen. Beim Magneten des HLA setzt sich schon mal Flugrost an. Hier kann man diesen dort, wo der Anker läuft, mit etwas Nassschleifpapier( 800 oder höher) bearbeiten.
Wenn das Getriebe stellenweise hakt, ist meist irgendeine Verschmutzung zwischen den Zähnen, was beim „Bodenbahning“ nicht unwahrscheinlich ist. Ein winziges Stück Gummi von einer Kabelisolierung(nach Umbau) oder ein kleines Körnchen reicht schon.
Die Aktion mit Aus-und Einpressen von Bolzen würde ich lassen.


Liebe Grüße
Michael


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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#4 von lokopa66 , 02.02.2026 12:29

Hallo Bojan,


das Kreischen kenne ich auch, mein Vater hat 2 oder 3 BR86 von Märklin, auch die aus dem Set 29530 (die Neueste 86 seiner Varianten). Reinigen / Ölen / Fetten hat da bisher nur wenig geholfen. Ich habe mich dem noch nicht angenommen, aber in diesem Thread schildern einige Mitglieder, wie es wegzubekommen ist möglicher Weise. Das reicht von Kugellagereinbau bis hin zur Änderung der Anker-Geometrie.

VG
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zuletzt bearbeitet 02.02.2026 | Top

RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#5 von Triebkopf , 03.02.2026 22:48

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten!
Ich denke, meine Lok hat zwei Probleme: das Kreischen und das Ruckeln/Blockieren.
Auch im Betrieb habe ich mir das Ganze auf dem Rollenprüfstand angeschaut. Interessant ist, wie das zweite Zahnrad auf seiner Achse wandert und sich an das erste Zahnrad anlegt oder entfernt - je nach Fahrtrichtung. Vielleicht hat es da irgendwie eingehakt an irgendeiner Zahnflanke.
Bevor ich sie vergangenen Sonntag zerlegt und gereinigt habe, bin ich jedes Zahnrad mehrfach unter der Lupenlampe durchgegangen um nach Verschmutzung oder Fremdkörper zu suchen. Das kann ich definitiv ausschließen. Da war nichts - kein Körnchen oder Fussel o.a..
Ich habe mir mal den anderen Thread durchgelesen, auf den Rainer verwiesen hat. Interessant finde ich die Sache mit den zu fest angezogenen Ankerschrauben.
Die Lok ist gestern einige Zeit in verschiedenen Drehzahlbereichen vorwärts und rückwärts auf der Bodenbahn gefahren, ohne Kreischen und ohne Ruckeln.

Was habe ich gemacht? Wie bereits geschrieben, habe ich das zuvor verwendete Faller Öl 170489 ausgewaschen und durch das neue Märklin Öl 7149 ersetzt.
Die Ankerwelle habe ich diesmal nicht geölt, sondern gefettet mit Trix Modellbahn Spezialfett 66626. Da die Lok auf eine vorbildgetreue Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h begrenzt ist, sehe ich da keine große Gefahr.
Außerdem habe ich die obere Schraube vom Motorschild soweit "gelöst", dass sie gerade so noch festsitzt.
Aktuell läuft die Lok so leise, wie noch nie und auch die Stirnlampen leuchten statisch ohne Veränderung. Mal schauen wie lange - am Freitag wird wieder abgebaut und frühestens Ostern wieder neu aufgebaut.

Viele Grüße,
Bojan


 
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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#6 von Badaboba , 03.02.2026 23:21

Zitat von Triebkopf im Beitrag #5

Was habe ich gemacht? Wie bereits geschrieben, habe ich das zuvor verwendete Faller Öl 170489 ausgewaschen und durch das neue Märklin Öl 7149 ersetzt.



Faller 170489 steht bei mir auf seit x-Jahren der roten Liste. Zumindest mit Märklin Stirnradgetriebe harmoniert es nicht, im Gegenteil...
Neues Märklin Öl ist gut, fetten z.B. mit Trix ist fallweise besser, von daher alles richtig...

LG
Volker


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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#7 von Stahlblauberlin , 04.02.2026 07:46

Zitat von Triebkopf im Beitrag #5
Die Ankerwelle habe ich diesmal nicht geölt, sondern gefettet mit Trix Modellbahn Spezialfett 66626. Da die Lok auf eine vorbildgetreue Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h begrenzt ist, sehe ich da keine große Gefahr.

Schnell drehende Lager, insbesondere also die Ankerwelle, sollten geölt werden. Fett kann da keinen dauerhaften Schmierfilm aufbauen. Es wird da verdrängt und kann nicht nachfließen. Das "Geheimnis" von Gleitlagern ist das da nichts gleitet sondern im Idealfall die Welle auf einem Ölfilm schwimmt. Diese Ölfilm baut sich durch die drehende Welle dynamisch auf. In der Praxis hat man zwar fast immer eine Mischreibung, aber immer noch besser als Stahl direkt im Lager. Ganz übel ist Fett zusammen mit Sinterlagern (bei Märklin eher selten), die Funktion als Schmiermittelspeicher der porösen Sinterlager wird durch Fett blockiert.
Auch bei mäßigem Tempo von umgerechnet 80 km/h dreht der Anker noch mit ca. 2500 u/min, das kann man in dem Kontext noch locker als schnell ansehen.
Märklin-Getriebe und auch bauähnlichen Fleischmann-Getriebe bekommen bei mir nach der Grundreinigung nur hochwertiges Öl zu sehen, das Jaulen wird meist nach einer gewissen Einlaufzeit von alleine deutlich weniger bis es irgendwann durch Verschleiß wieder zunimmt. Das kann bei sorgfältiger Pflege aber seeeeehr lange dauern.
Fett gibt's wenn auf die Zahnflanken und natürlich in Schneckengetrieben.


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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#8 von Triebkopf , 04.02.2026 11:41

Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #7
(...) im Idealfall die Welle auf einem Ölfilm schwimmt. Diese Ölfilm baut sich durch die drehende Welle dynamisch auf. (...)

Kenne ich auch so, aber bei dieser Lok, wie auch bei meiner BR 216 (Märklin 3074) kann man gefühlt einen Tropf dranhängen.
Ich denke, dass hier bei den "Alten" die Spaltmaße für niedrigviskose Öle einfach zu groß sind, obwohl die Loks wenig gelaufen sind und das Öl einfach aus dem zu schmierenden Bereich verdrängt wird bzw. durchläuft.
Das ist auch der Grund, weshalb ich vom Faller-Öl auf das neue Märklin-Öl gegangen bin.
Das Fett auf den Lagerpunkten der Ankerwelle ist ein Versuch. Ostern sehe ich weiter.

Viele Grüße
Bojan


 
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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#9 von alexus , 04.02.2026 11:58

Hallo zusammen

Meine BR 86 war auch eine wirkliche „Kreischsäge“, besonders unter Last und mit Gehäuse.
Umbau auf HLA > keine Änderung, Nachrüstung mit Kugellager > nur minimale Verbesserung, Umrüstung auf Glockenanker nach MiBa > auch nur minimale Verbesserung. An allen Zahnrädern die Seiten der Zähne poliert > nix.

Langwierige Ursachenforschung brachte dann zu Tage das das 2. Zahnrad auf seiner Welle taumelt und sich je nach Last leicht verkantet, dadurch war der Eingriff des Motorritzels nicht mehr gerade und das ganze System hat zu schwingen angefangen.
Also Zahnrad und Wellenbolzen getauscht, ergab nur eine leichte Verbesserung.

Durch Zufall entdeckt, bei meiner alten, gelben, runtergerockten DHG 300 war als 2. Zahnrad ein gleich großes verbaut, aber aus Kunststoff.
Flugs dieses in die 86ger implantiert und siehe da fast kein Geräusch mehr. Anscheinend dämpft der Kunststoff die Geräusche oder es kommt gar nicht mehr zum aufschwingen.
Jetzt läuft die 86 ger relativ Geräuscharm und hat dank Glockenanker natürlich auch sehr gute Fahreigenschaften.


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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#10 von Stahlblauberlin , 04.02.2026 13:30

Zitat von Triebkopf im Beitrag #8
Kenne ich auch so, aber bei dieser Lok, wie auch bei meiner BR 216 (Märklin 3074) kann man gefühlt einen Tropf dranhängen.

Deswegen haben diese Lokomotiven ja auch die Ölfilze, ohne sind die kaum benutzbar. Der trotzdem hohe Öl"Verbrauch", also die lokweite Verteilung von Öl, macht halt eine regelmäßige Reinigung nötig...
Einzige dauerhafte Lösung ist der Einbau richtiger Lager, Kugellager oder Sinter-Gleitlager, auch Teflon-Lager sind, wenn die nötige Präzision machbar ist, eine Option. Teflonlager sind dabei komplett schmierungslos, Stahl auf Teflon hat den gleichen Reibungsbeiwert wie Stahl auf Eis...
Allerdings brauchen Teflonlager extrem präzise Lagersitze und mögen keine Fluchtfehler. Kugellager sind am einfachsten mit Hobbymitteln zu machen, leichte Wurfpassung im Lagersitze und Außenring bei zusammengebauten Motor mit einem Hauch Epoxy sichern. Meine gut eingefahrene (= völlig ausgelutschte) S3/6 könnte ich so retten, das ritzelseitige Lager hatte dank übler Vernachlässigung fast einen halben mm Spiel.


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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#11 von Badaboba , 04.02.2026 18:59

Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #7
Zitat von Triebkopf im Beitrag #5
Die Ankerwelle habe ich diesmal nicht geölt, sondern gefettet mit Trix Modellbahn Spezialfett 66626. Da die Lok auf eine vorbildgetreue Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h begrenzt ist, sehe ich da keine große Gefahr.

Schnell drehende Lager, insbesondere also die Ankerwelle, sollten geölt werden.


Beim HLA empfiehlt dies Märklin. Nach zu kurzer Zeit muss man wieder ölen und das geht so weiter bis der Kommutator verdreckt ist…
Fett hat sich bei mir bewährt, deutlich leiserer Lauf und deutliche Verlängerung der Wartungsintervalle. So meine Praxiserfahrung, seit ich fette, habe ich meinen Frieden mit dem HLA geschlossen.

Liebe Grüße
Volker


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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#12 von Michael Knop , 04.02.2026 21:07

Zitat von Badaboba im Beitrag #11
Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #7
Zitat von Triebkopf im Beitrag #5
Die Ankerwelle habe ich diesmal nicht geölt, sondern gefettet mit Trix Modellbahn Spezialfett 66626. Da die Lok auf eine vorbildgetreue Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h begrenzt ist, sehe ich da keine große Gefahr.

Schnell drehende Lager, insbesondere also die Ankerwelle, sollten geölt werden.


Beim HLA empfiehlt dies Märklin. Nach zu kurzer Zeit muss man wieder ölen und das geht so weiter bis der Kommutator verdreckt ist…
Fett hat sich bei mir bewährt, deutlich leiserer Lauf und deutliche Verlängerung der Wartungsintervalle. So meine Praxiserfahrung, seit ich fette, habe ich meinen Frieden mit dem HLA geschlossen.

Liebe Grüße
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Hi,

Fett ist gut - Kugellager sind besser. Sie sind die Möglichkeit, sowohl das verölen des Kollektors zu verhindern, als auch den Motor praktisch wartungsfrei zu machen.


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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#13 von Stahlblauberlin , 04.02.2026 22:12

Zitat von Badaboba im Beitrag #11
Beim HLA empfiehlt dies Märklin. Nach zu kurzer Zeit muss man wieder ölen und das geht so weiter bis der Kommutator verdreckt ist…

Falsches Öl oder falsche Behandlung des kollektorseitigen Sinterlagers. Das darf niemals feststoffhaltige Schmiermittel, also z.b. mit Teflon, sehen. Die verstopfen die Poren und schalten so die Speicherfunktion für Schmiermittel aus. Gilt natürlich auch für verharztes Öl.
Aber gerade das kollektorseitige Lager ist in weniger als einer Minute durch ein Kugellager ersetzt.


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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#14 von Badaboba , 04.02.2026 23:47

Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #13
Zitat von Badaboba im Beitrag #11
Beim HLA empfiehlt dies Märklin. Nach zu kurzer Zeit muss man wieder ölen und das geht so weiter bis der Kommutator verdreckt ist…

Falsches Öl oder falsche Behandlung des kollektorseitigen Sinterlagers. Das darf niemals feststoffhaltige Schmiermittel, also z.b. mit Teflon, sehen. Die verstopfen die Poren und schalten so die Speicherfunktion für Schmiermittel aus. Gilt natürlich auch für verharztes Öl.
Aber gerade das kollektorseitige Lager ist in weniger als einer Minute durch ein Kugellager ersetzt.


🙄
Das aktuelle Märklin Öl ist richtig. Und der HLA hat auch kein Sinterlager. Wir sollten hier schon vom Gleichen sprechen.

In diesem Thread geht es um eine Märklin 86 mit HLA, die mit Faller Öl abgeschmiert wurde.

Liebe Grüße
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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#15 von Stahlblauberlin , 05.02.2026 08:07

Zitat von Badaboba im Beitrag #14
Das aktuelle Märklin Öl ist richtig. Und der HLA hat auch kein Sinterlager. Wir sollten hier schon vom Gleichen sprechen.

Bei den Umbausätzen die bei mir über den Tisch gingen war im Lagerschild eine Sinterbuchse eingepresst.
Und selbst wenn nicht ist die Bohrung schnell auf 4 mm gebracht und ein 1,5x4x2-Lager eingesetzt.


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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#16 von Michael Knop , 05.02.2026 09:28

Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #15
Zitat von Badaboba im Beitrag #14
Das aktuelle Märklin Öl ist richtig. Und der HLA hat auch kein Sinterlager. Wir sollten hier schon vom Gleichen sprechen.

Bei den Umbausätzen die bei mir über den Tisch gingen war im Lagerschild eine Sinterbuchse eingepresst.
Und selbst wenn nicht ist die Bohrung schnell auf 4 mm gebracht und ein 1,5x4x2-Lager eingesetzt.


Hi,

was für Umbausätze meinst Du?

6094, 60943 und 60944 haben keine Sinterlager, bzw. mir sind noch keine begegnet.


Nur bei der Einführung des DCM (1972) gab es für einige Jahre mal Sinterlager im Motorschild (und im Getriebe) - bis etwa 1975/76. Danach war der DCM immer in Kunststoff gelagert (beidseitig).


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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#17 von Triebkopf , 05.02.2026 10:30

Hallo zusammen,

bei meinen bisherigen Umbauten war im Lagerschild definitiv kein Sinterlager drin.
Hier im verbauten HLA 60944 ebenfalls nicht.

Unabhängig von der Problematik: woher die genannten 1,5x4x2 Lager beziehen? gibt es empfehlenswerte Quellen, oder einfach aus der Bucht fischen?

Viele Grüße
Bojan


 
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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#18 von Stahlblauberlin , 05.02.2026 10:52

Einfach in der Bucht fischen, z.b. hier: https://ebay.us/m/U6Oyc6
Beim aufbohren unbedingt einen frischen, guten Bohrer verwenden, da darf ein vierer auch mal 8,-€ kosten. Ein Bohrer mit Zentrierspitze ist natürlich auch was feines


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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#19 von lokopa66 , 05.02.2026 11:22

Hallo,

Sinterlager kenne ich von einigen Motorschilden des SFCM in BR89 (3000) Varianten. Da war das Schild noch aus Blech, hatte eine Pertinax (o.ä.) Einlage, die das Sinterlager trug. Wenn es denn ein Sinterlager war, es war etwa messingfarben. Vielleicht habe ich noch eines, mache ich ein Foto.

VG
Rainer


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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#20 von JoWild , 05.02.2026 11:43

Hallo,
nur ein kurzer Kommentar:
Aus meiner BR50 (3084) flog der HLA wegen Kreischens nach wenigen Minuten wieder raus und der vorher ruhig laufende originale Motor wurde mit einem Tams LD-W 32 gepaart. Der neue Anker vertrug sich zusammen mit der Ansteuerung durch den Decoder nicht mit dem schon gut eingefahrenen Getriebe.
Weitere Ursachenforschung habe ich da nicht betrieben.


Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn
Joachim


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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#21 von Badaboba , 05.02.2026 14:08

Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #15
Zitat von Badaboba im Beitrag #14
Das aktuelle Märklin Öl ist richtig. Und der HLA hat auch kein Sinterlager. Wir sollten hier schon vom Gleichen sprechen.

Bei den Umbausätzen die bei mir über den Tisch gingen war im Lagerschild eine Sinterbuchse eingepresst.


Wirklich?😉
Falls mal wieder so ein HLA Umbausatz mit Sinterlager „über den Tisch“ geht, bitte hier ein Foto posten…🤣
Bin seit Einführung des HLA und den ersten Umbausätzen dabei. Wenn überhaupt, wurde da was nachträglich modifiziert, aber keinesfalls von Märklin und schon gar nicht original.
Kugellager verbaue ich bei Langläufern ganz gerne, sie verlängern die Wartungsintervalle deutlich, reduzieren aber nicht die Geräuschentwickung, da ist Fett wirksamer.

Liebe Grüße
Volker


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#22 von Stahlblauberlin , 05.02.2026 16:00

Zitat von Badaboba im Beitrag #21
Bin seit Einführung des HLA und den ersten Umbausätzen dabei. Wenn überhaupt, wurde da was nachträglich modifiziert, aber keinesfalls von Märklin und schon gar nicht original.

In beiden Fällen wo ich mir sicher bin waren helle Lagerschilder mit nicht zu übersehender Sinterbuchse in der Packung.. Da nicht von mir selbst beschafft kann ich allerdings auch nicht sagen ob 100% original.


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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#23 von lokopa66 , 05.02.2026 16:30

Hi,

So sehen die Schilde aus, die ich meinte (wenn sie schmutzig sind, sorry).

VG
Rainer


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#24 von lokopa66 , 05.02.2026 16:53

Hi,


Ich habe noch welche gefunden, die denen von Stahlblauberlin vermutlich ähneln. Beide sind hell mit Messingbuchse, das von der 003 160-9 ist transparent. Beide Loks wurden gebraucht gekauft vor 20 Jahren etwa. Beide Anker sind weiss markiert.




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RE: Märklin BR 86 Getriebeproblem

#25 von Badaboba , 05.02.2026 17:05

Alles schön und gut. Wurde ja oben schon erwähnt und danke fürs Zeigen. Das mögen schöne alte Motoren und Schilde sein, aber der klassische Märklin HLA hat einen fünfpoligen Anker und ein flacher aufbauendes Motorschild… selbiges gibt es nur mit Kunststofflager, wobei der Begriff Lager für ein Loch auch seinen Charme hat…🤣

Liebe Grüße
Volker


Für AC-Bahner, die mehr wollen: FREMO H0-PuKo
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