Hallo zusammen,
vor 1,5 Jahren habe ich eine unbespielte Märklin BR 86 582 aus der Zugpackung 29535 (baugleich mit 3096, 3396, 33961 und 3696) gekauft, vollständig gereinigt und mit HLA und Loksound 5 ausgestattet.
Seither lief sie richtig schön auf der Bodenbahn zu den Feiertagen. Sie hat also nicht wirklich viel Strecke hinter sich gebracht.
Seit Weihnachten begann das Getriebe im mittleren Geschwindigkeitsbereich zu kreischen und nun kam noch ruckartiges Fahren bei dieser Geschwindigkeit dazu.
Da bei dem Ruckeln auch der Loksound und die Beleuchtung stotterte, dachte ich zuerst an ein Masseproblem.
Gestern habe ich sie dann auf den Rollenprüfstand gesetzt und mich auf die Fehlersuche gemacht. Ein elektrisches Problem kann ich inzwischen ausschließen.
Heute habe ich den HLA ausgebaut, die Kuppelstangen von der Antriebsachse gelöst und dann gemerkt, dass das Getriebe stellenweise hakt.
Leider läßt sich das Haken nicht reproduzieren, vielmehr ist es willkürlich an irgendeiner Stelle, wenn man die Zahnräder dreht.
Zumindest tritt es eher auf, wenn man die Lok auf die rechte Seite legt und die Zahnräder dreht - so liegen die ersten beiden Zahnräder flächig aufeinander (lt. Explosionszeichnung 7 & 9).
Daraufhin habe ich das komplette Getriebe und Fahrgestell gereinigt, auf Leichtgängigkeit geprüft, geölt und die Lok auf dem Rollenprüfstand längere Zeit, meist Vollgas laufen lassen.
Das Kreischen scheint im Moment Dank Wechsel auf ein höherviskoses Öl beseitigt, aber richtig rund läuft die Lok nicht.
Vielmehr scheint der Loksound Mühe beim halten der Drehzahl zu haben und Impulsweise in die Knie zu gehen, was die Stirnlampen analog zum Drehzahleinbruch mit auf - und abdimmen anzeigen.
Im Stand oder wenn die Drehzahl (akustisch) konstant läuft, ist das nicht zu erkennen.
Nun bin ich ratlos, da ich an keinem der Zahnrädern etwas erkennen konnte, worauf ein Klemmen oder Haken zurückzuführen wäre, aber es kommt immer wieder vor.
Mein Gedanke dabei: Ein Zahnrad kreischt dann, wenn es zuviel Spiel auf einer Welle hat. Da ich beim Umbau niedrigviskoses Öl verwendet habe, ist es im Betrieb relativ schnell aus dem Spalt gelaufen und das Kreischen trat vermehrt auf.
Kreischen bedeutet auch irgendwann Abrieb. Falls es hier tatsächlich dazu gekommen sein sollte, hängt/wandert dieser im Spalt und könnte das Klemmen und Haken verursachen.
Inzwischen bin ich am überlegen, ob ich nicht zumindest die ersten beiden Zahnräder ab Motor tausche, da ich das kleinste direkt am Anker im Verdacht habe.
Leider habe ich kein geeignetes Werkzeug, deshalb würde ich die Bolzen mittels Durchschlag und Schraubstock "auspressen" - nicht schlagen! und umgekehrt wieder einpressen.
Hatte jemand von euch schon einmal solch ein Problem bei der BR 86, eine Idee oder Lösung?
Vielleicht bin ich völlig auf dem Holzweg...?
Vielen Dank im Voraus!
Viele Grüße,
Bojan


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. Anscheinend dämpft der Kunststoff die Geräusche oder es kommt gar nicht mehr zum aufschwingen.





