Ich denke mal, dass das "Problem" bekannt sein dürfte.
Viele (alle?) ab Werk beleuchteten Doppelstockwagen sind im Ober- und Unterdeck gut ausgeleuchtet, während das Zwischendeck duster bleibt. Nach meiner Beobachtung ist das sowohl bei den einfacheren Märklin Dostos, den mittelklassigen Hobbytrade/Roco Dostos und erschreckenderweise auch bei Brawas 800€-Twindexx so. Insbesondere bei Nachtbetrieb sieht die fehlende Beleuchtung aber einfach nicht gut aus.
Prinzipiell benötigt man auch nur 1–2 Leds pro Wagenseite, das Einkleben von diesen ist aber eine ziemliche Fummelarbeit. Einerseits weil der Raum innerhalb des Wagengehäuses begrenzt ist, man aber mit den Fingern, einer Pinzette oder Ähnlichem die Led bis zum Aushärten des Klebers absolut gerade halten muss. Andererseits dauert es recht lange bis der Kleber anzieht, selbst mit der Verwendung von Sekundenkleber. Und nicht selten klebt die Led am Ende stärker an den Fingern oder der Pinzette als im Wagen. Die Kupferlackdrähte der Led sind dann häufig auch noch zu kurz, so dass man diese mit Lötarbeiten im Gehäuse gefährlich verlängern muss. Dann stellt sich die Frage: wo kann Spannung abgegriffen werden und wo ist + und wo -? Irgendwo muss dann auch noch ein Vorwiderstand versteckt werden und eventuell kann nichtmal eine Gleichspannung abgegriffen werden, so dass zusätzlich noch ein Gleichrichter verbaut werden muss.
Da mir diese Problemchen, bei den Dostos denen ich bisher eine erweiterte Beleuchtung verpasst habe, jedes Mal den Nerv geraubt haben und mir die Arbeiten für eine eigentlich so simple Sache zu lange dauerten, habe ich jetzt eine auf möglichst einfachen Einbau optimierte Platine entwickelt und fertigen lassen.
Mit der Platine braucht man quasi nur noch zwei Litzen an diese anlöten und sie anschließend mit etwas Sekundenkleber festkleben.
Wo man die Spannung abgreift ist dabei ziemlich egal, da die Platine dank des eingebauten Gleichrichters mit Gleich- und Wechselspannung klarkommt und auch die Polarität nicht beachtet werden muss. Prinzipiell kann sogar auf Vorwiderstände verzichtet werden, da diese in die Platine intergriert sind. (Wegen ähh... Dummheit, habe ich aber 100 Ohm bestücken lassen, weshalb ein zusätzlicher Widerstand von 1,5 kOhm verwendet werden sollte.)
Die Farbtemperatur lässt sich außerdem mit Lötjumpern wählen, so dass sowohl Warm- als auch Kaltweiß beleuchtete Wagen mit der Platine ergänzt werden können. Da die Farbe der beiden Leds auf der Platine einzeln wählbar ist, lassen sich sogar Kombinationen, wie Türbereich in Warmweiß und Sitzgruppe am Wagenübergang in Kaltweiß verwirklichen.
Abhängig von der Anzahl der Platinen, ist das Ganze auch nicht sonderlich teuer. Runtergerechnet habe ich 2,50 € pro Platine bei 30 Platinen bezahlt. In Anbetracht dessen, dass ich die Platine in unter 10 Minuten ohne groß nachzudenken eingebaut habe, sind sie, verglichen mit dem Gefummel einzeln eingeklebter Leds, ihr Geld absolut wert.
Die ersten Wagen die ich mit der Platine ausgestattet habe waren meine Hobbytrade Dostos.
Hier habe ich die Stromversorgung hergestellt, indem ich die Anschlusskabel an die Kontaktfedern zur Stromversorgung des Oberdecks angelötet habe. 
Noch einmal die verbaute Platine im Detail.
Und das Endresultat.
(Wie in den Bildern zu sehen, habe ich nur 1 kOhm verwendet, deswegen scheint die Beleuchtung leicht durchs Gehäuse. Mit, wie im Text erwähnt 1,5 kOhm passiert dies nicht mehr.)
Die Tage werde ich auch den, im letzen Bild im Hintergrung zu sehenden, Twindexx ebenfalls mit den Platinen ausstatten. Davon werde ich natürlich auch Bilder zeigen.
