Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#1 von JanZ , 02.03.2026 17:41

Hallo zusammen,

ich baue gerade eine Anlage mit dem Schwerpunkt auf Rangieren. D.h. die Lokomotive benötigt gute Fahreigenschaften (Wagenlängen von ca. 120cm).
Je mehr ich lese, desto verunsicherter werde ich.
Von Szenario (Epoche) wollte ich gerne alt bleiben. Ich liebäugel mit einer BR 86 oder eben einer V90, wobei ich schon lieber eine Dampflok hätte.

Dadurch, dass ich die Weichenherzen nicht polarisiere, möchte ich möglichst viele Abnehmerachsen haben um bei den Langsamfahrten nicht stehen zu bleiben. Beides hätte ich mit den Lokomotiven, mit der V90 (da breiter aufgestellt) sogar besser als mit der BR86.
Eine V60 ist mir zu klein (optisch), selbiges gilt für BR 81 und kleiner. Größer sollte es auch nicht sein. Mein Maximalmaß liegt bei rund 15cm. Schlepptenderlokomotiven wir die BR56 passen glaube ich nicht in das Bild einer Rangieranlage. Und nur weil die BR56 größer ist, sind die Fahreigenschaften auch nicht unbedingt besser.

Mein Betrieb ist eigentlich nur auf eine Lokomotive ausgelegt. Sicher würden auch zwei gehen und diese könnten auch sinnvoll miteinander interagieren, aber eigentlich reicht mir geplant erstmal nur eine Lokomative. Bis jetzt habe ich immer mit einer Multimaus geliebäugelt, aber brauche ich diese große Steuerung überhaupt? Bei den Funktionen sind mir nur Sound und evtl. die Digitalkupplung wichtig. Weichen schalte ich separat. Mehr als zwei Lokomotiven möchte ich nicht nutzen.

Was spricht hier also gegen eine Lokmaus2 bzw. was spricht hier für eine Multimaus (jeweils mit Z21)? Der Betrieb wird definitiv nicht komplexer. In die Zukunft denken brauche ich hier also nicht.

Auch wäre die Frage, ob es wirklich digital sein muss?
Die Langsamfahreigenschaften seien wohl deutlich besser, so habe ich gelesen. Fürs Rangieren ist das ja das Argument. Und wenn schon Digital, dann auch richtig (mit Sound und Kupplung). Sound und Kupplung alleine sind für mich aber nicht der Grund die Lokomotiven zu digitalisieren. Sind die Fahreigenschaften denn nun so viel besser? Das ist sicher äußerst subjektiv. Aber bis jetzt habe ich hier im Forum bereits so viele wertvolle Tipps erhalten. Ich würde mich doch wundern, wenn das in diesem Fall anders wäre.

Analog zu starten wäre vielleicht eine Option, nur brauche ich dann ein eigenens Anschlussgleis und einen analogen Trafo. Soltle es dann doch digital werden, dann muss ich das Anschlussgleis wechseln und auch eine Schaltzentrale kaufen. Für 24 Weichen und etwas Beleuchtung benötigte ich ja keinen separaten Trafo oder? Somit hätte man wieder etwas rumliegen, was man nicht brauch, da man die Sachen ja auch über den Trafo der Z21 versorgen könnte.

Was sind hier also eure Erfahrungen?

Vielen Dank vorab und vG
Jan


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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#2 von Dreispur , 02.03.2026 18:37

Hallo !
Es sind einige Überlegungen gegensetzlich .
Wenn digital ordentlich jedoch Digitalkupplung ja ,nein
Kupplung an der Lok
Sound wäre naja auch gut , muß aber ?
Ich würde digital raten Multimaus ist OK , und zu elektrischer Kupplung an der Lok .
Sound eher nicht , kann pasieren das wen Lok mit Sound eingeschaltet erst fährt wen die Diesel startroutine abgelaufen ist und sich in Bewegung setzt .
Sehr nervig . vor allen dann wenn Stromunterbrechungen sind waren .
Besser eine zuverlässliche Lok mit elektrischer Kupplung . Kann auf jeder Postiton gekuppelt werden . Ausser in Bogen ,was ja logisch ist . Decoder der Kupplungswalzer beherscht .
Das mit nervigen Soundablauf können sicher noch einige besser beraten .
Zu den Weichen , Keine Polaristion . Ist es nicht möglich oder müßten Weichen getauscht werden ?
Grundsätzlich solten Weichen nicht aufgeschnitten werden .
Analog mag ja die Lok drüberfahren und Zunge stellen . Bei digital ist es egal mit oder ohne Polarisieren AUFSCHNEIDEN kURZSCHLUSS NOTAUS !!!
Außerdem ist die Betriebsicherheit der Stromabnahme wesentlich erhöht . Bei digital bleibt bei langsam Fahrt meist Lok stehen . Was bei analog grad noch durchgeht .
Zu geschmeidigen Langsamfahrt ist bei guter Lok bedeutend besser digital als analog .


mfG ANTON

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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#3 von iwii , 02.03.2026 19:30

Also - Fahreigenschaften der genannten Loks

V60 von Piko - ist ok
V90 von Piko weiß ich nicht
BR81 - Finger weg
BR86 Tillig - uralte Kontruktion, ich würde auf die neue Lok von Roco warten - alternativ die BR62 von Piko
BR56 Tillig - alte Konstruktion, fährt eigentlich gut, so lange der Rahmen nicht ausgeleiert ist (passiert recht schnell), Soundeinbau ohne Motorumbau optisch nicht schön zu machen, ich würde auf die 56 von Busch warten - optional gäbe es auch die 55 von Piko oder Hädl

Der Sound von Piko ist irgendwo zwischen naja und gruselig. Grundsätzlich würde ich zu Henning beim Sound greifen. Auch die Zimo-Sounds sind ok.

Meine persönlichen Lieblingsloks zum Rangieren: Beckmann V20 und Beckmann T8

Zitat von JanZ im Beitrag #1
Dadurch, dass ich die Weichenherzen nicht polarisiere

Wenn du langsam fahren willst, ist das Polarisieren unbedingt zu empfehlen.

Zitat von JanZ im Beitrag #1
Sind die Fahreigenschaften denn nun so viel besser?

Umso langsamer, desto ja.

Gruss, iwii




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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#4 von JanZ , 02.03.2026 20:50

Hallo Anton,

gegensetzlich sind diese nicht. Aber ich habe mich wohl unglücklich ausgedrückt.

Folgende Devise:
Wenn Digital, dann aber richtig (Sound + Kupplung).
Wenn Fahreigenschaften Analog jedoch vergleichbar sind, dann wäre Analog für mich auch in Ordnung.
Das mit dem Stottern beim Sound bei Kontaktunterbrechung klingt logisch und ist sicher auch wirklich nervig.
Ich benutzte Tillig EW1 Weichen. Ich habe mir auf deine Frage hin die Weichen mal genauer angeschaut. Manche haben ein Herzstück aus Kunststoff, manche aus Metall mit einem Kontaktanschluss. Hier sind wohl alte (Herzstück aus Kunststoff) und neue (Herzstück aus Metall) Weichen verbaut. Hättest du nicht gefragt, wäre mir das gar nicht aufgefallen. Vielen Dank dafür.

D.h., ich muss bei den neuen Weichen die Herzstücke polarisieren.

VG
Jan

Zitat von Dreispur im Beitrag #2
Hallo !
Es sind einige Überlegungen gegensetzlich .
Wenn digital ordentlich jedoch Digitalkupplung ja ,nein
Kupplung an der Lok
Sound wäre naja auch gut , muß aber ?
Ich würde digital raten Multimaus ist OK , und zu elektrischer Kupplung an der Lok .
Sound eher nicht , kann pasieren das wen Lok mit Sound eingeschaltet erst fährt wen die Diesel startroutine abgelaufen ist und sich in Bewegung setzt .
Sehr nervig . vor allen dann wenn Stromunterbrechungen sind waren .
Besser eine zuverlässliche Lok mit elektrischer Kupplung . Kann auf jeder Postiton gekuppelt werden . Ausser in Bogen ,was ja logisch ist . Decoder der Kupplungswalzer beherscht .
Das mit nervigen Soundablauf können sicher noch einige besser beraten .
Zu den Weichen , Keine Polaristion . Ist es nicht möglich oder müßten Weichen getauscht werden ?
Grundsätzlich solten Weichen nicht aufgeschnitten werden .
Analog mag ja die Lok drüberfahren und Zunge stellen . Bei digital ist es egal mit oder ohne Polarisieren AUFSCHNEIDEN kURZSCHLUSS NOTAUS !!!
Außerdem ist die Betriebsicherheit der Stromabnahme wesentlich erhöht . Bei digital bleibt bei langsam Fahrt meist Lok stehen . Was bei analog grad noch durchgeht .
Zu geschmeidigen Langsamfahrt ist bei guter Lok bedeutend besser digital als analog .


Hallo iwii,

dein Feedback zu den Fahrgestellen ist ja gold wert. Ich hätte ehrlich gesagt nicht vermutet, dass das so einen Unterschied machen kann. Demnach scheint es nicht ratsam zu sein, für mein Vorhaben analog fahren zu wollen. Hast du sonst nicht Tipps führ gute Fahrgestelle abseits meiner Vorschläge? Diesel oder Dampflok und eher was im Bereich und nicht zu mordern. Auf Epochen möchte ich mich nicht festlegen. Das mit dem Sound war mir auch nicht bewusst, dass es dort solche Qualitätsunterschiede gibt.

Auch dir hier vielen Dank!

VG
Jan

Zitat von iwii im Beitrag #3
Also - Fahreigenschaften der genannten Loks

V60 von Piko - ist ok
V90 von Piko weiß ich nicht
BR81 - Finger weg
BR86 Tillig - uralte Kontruktion, ich würde auf die neue Lok von Roco warten - alternativ die BR62 von Piko
BR56 Tillig - alte Konstruktion, fährt eigentlich gut, so lange der Rahmen nicht ausgeleiert ist (passiert recht schnell), Soundeinbau ohne Motorumbau optisch nicht schön zu machen, ich würde auf die 56 von Busch warten - optional gäbe es auch die 55 von Piko oder Hädl

Der Sound von Piko ist irgendwo zwischen naja und gruselig. Grundsätzlich würde ich zu Henning beim Sound greifen. Auch die Zimo-Sounds sind ok.

Meine persönlichen Lieblingsloks zum Rangieren: Beckmann V20 und Beckmann T8

Zitat von JanZ im Beitrag #1
Dadurch, dass ich die Weichenherzen nicht polarisiere

Wenn du langsam fahren willst, ist das Polarisieren unbedingt zu empfehlen.

Zitat von JanZ im Beitrag #1
Sind die Fahreigenschaften denn nun so viel besser?

Umso langsamer, desto ja.

Gruss, iwii


Nachtrag:
Ich durchforste gerade das Internet:

Roco hat 2025 eine Neukonstruktion der BR86 rausgebracht:
https://www.roco.cc/rde/produkte/lokomot...-1435-6-dr.html
Zu deinem Vorschlag mit der BR62 kommt auch die Neukonstruktion der BR93, beide von Piko, dazu.

Nach-Nachtrag:

Hier hat man eine tolle Übersicht wann was auf den Markt gekommen ist:

https://www.mobala-sft.de/alle-neuheiten...stab-1-120/?p=1

Was ich mich beim Stöbern auch gerade Frage ist, inwieweit eine Dampflok wartungsintensiver ist? Ab und zu etwas Öl auf das Gestänge und gut ist oder wie ist das zu werten?


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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#5 von moppe , 02.03.2026 22:45

Zitat von JanZ im Beitrag #1

Auch wäre die Frage, ob es wirklich digital sein muss?



Hallo Jan

Meiner Erfahrung ist das digital immer mehr Freude brigen.

Du kannst Sound haben, du kannst feiner rangieren, du kannst rangierkupplungen haben (ob das existiert in TT?).
Ich kann nur sagen das zu meiner lieblingsfahrzeuge zahlen ich Roco Köf mit sound und rangierkupplungen, Roco Digital Eisenbahn Kran, SWS Voith Maxima, ESU Class 77 und meiner Rote Brummer....

Meiner Erfahrung in TT ist fast keine. Aber in der Digitale Welt ist es sehr groß, mit alles von Lenz über Paco Selbstbau, Viessmann Commander, CS2/3, MS1/2, Roco lokMAUS mit Verstärker, multiMAUS mit verstärker und der Z21 Welt in zentralen. Dazu von Selbstbau Decoder, über Uhlenbrock, Lenz, Zimo bis ESU Decoder.

In meiner Augen ist ein z21 oder Z21 ideal für ihn.
maltiMAUS oder WLANmaus für fahren mit ihren Loks und ein Tablett(Android/iOS) als Stellpult.



Klaus


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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#6 von Railstefan , 03.03.2026 11:18

Hallo Jan,

kontaktiere doch einfachmal ein paar Kollegen hier im Forum, die auch in TT unterwegs sind.
Mir fallen da die beiden folgenden Anlagen ein:
- Ebrück 🇩🇪 Ebrueck - Hafenbahnhof als Verbindung zwischen DR und DB -
- Grainitz III Grainitz III - Nebenbahn-Spitzkehrenbahnhof DR Epoche IV

Gruß
Railstefan


Unser Modellbahnverein: http://www.MEC-Erkrath.de
Die Erkenroder Straßenbahn - meine Straßenbahn-Anlage mit DC-Car-System hier im Forum: Die Erkenroder Straßenbahn - 2 weitere Geschäfte
Und hier unsere US-Anlage: https://www.beans-us-modelrailroad.de/index.php/de/

Ebenfalls im Klub bekennender Marzibahner


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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#7 von Railwolf , 04.03.2026 09:08

Hallo Jan,

ich kenne das TT-Angebot nicht.
Aber:

Zitat von JanZ im Beitrag #1
Schlepptenderlokomotiven wir die BR56 passen glaube ich nicht in das Bild einer Rangieranlage.

Die 55er beispielsweise haben ihre letzten Dienstjahre fast ausnahmslos in Rangierbahnhöfen verbracht, weil sie für die Strecke zu langsam geworden waren. Auch 56 520 ist (Foto bei der Eisenbahnstiftung) auf dem Ablaufberg eingesetzt worden.
Doch, das paßt recht gut.

Zitat von JanZ im Beitrag #4
Wenn Digital, dann aber richtig (Sound + Kupplung).

Beim Geräusch hab ich eine andere Ansicht, das soll dich nicht stören.
Die Fernsteuermöglichkeiten der Digitalsteuerung sind schon was Tolles. Und auch die Langsamfahrt, die analog nur mit aufwendigen Reglern möglich wäre (aber immer noch ohne steuerbare Kupplung). Meine Einschätzung ist: wer es einmal wirklich ausprobiert hat, wird beim Digitalen bleiben, selbst für eine einzige Lok.

Die Betätigung der Weichen ist eine ganz andere Frage; da hat das Analoge durchaus noch seine Berechtigung.


Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺


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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#8 von iwii , 04.03.2026 09:18

Zitat von Railwolf im Beitrag #7
Die Betätigung der Weichen ist eine ganz andere Frage; da hat das Analoge durchaus noch seine Berechtigung.


...so lange man nicht Automatisieren möchte.




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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#9 von Pirat-Kapitan , 04.03.2026 10:15

Zitat von iwii im Beitrag #8
Zitat von Railwolf im Beitrag #7
Die Betätigung der Weichen ist eine ganz andere Frage; da hat das Analoge durchaus noch seine Berechtigung.


...so lange man nicht Automatisieren möchte.

Moin,
aber man kann analog mit Stellpult(en) anfangen und später die vorhandene Verkabelung nutzen und die Stellpulte durch Weichendecoder ersetzen.
Dann klappt es auch mit der Automatik.
Bei der Automatik ist zusätzlich noch die Frage der Rückmeldung zu beachten !

Schöne Grüße
Johannes


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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#10 von Railwolf , 05.03.2026 09:33

Hallo iwii,

Zitat von iwii im Beitrag #8
...so lange man nicht Automatisieren möchte.

Richtig, hab ich auch schon oft genug so gesagt, und praktiziere es selbst.

Automatisierung ist bei einer Rangieranlage - und darum geht es ja hier - dagegen wohl eher kein Thema, oder?


Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺


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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#11 von iwii , 05.03.2026 09:42

Zitat von Railwolf im Beitrag #10
dagegen wohl eher kein Thema, oder


Ein automatisiertes Rangierdiorama - warum nicht. Fände ich spannend (heißt ja nicht, dass man nicht auch manell rangieren könnte). Aktuell scheitert das in erster Linie an der Präzision und Zuverlässigkeit der Kupplungsmanöver.

Gruss, iwii




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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#12 von volkerS , 05.03.2026 09:48

Hallo Jan,

Zitat von JanZ im Beitrag #1
Analog zu starten wäre vielleicht eine Option, nur brauche ich dann ein eigenens Anschlussgleis und einen analogen Trafo. Soltle es dann doch digital werden, dann muss ich das Anschlussgleis wechseln und auch eine Schaltzentrale kaufen. Für 24 Weichen und etwas Beleuchtung benötigte ich ja keinen separaten Trafo oder? Somit hätte man wieder etwas rumliegen, was man nicht brauch, da man die Sachen ja auch über den Trafo der Z21 versorgen könnte.

1. Anschlußgleis brauchst du bei analog nicht, gleiche Klemmen wie bei digital. Bei manchen Anschlußgleisen analog ist ein Entstörkondensator eingebaut, den kann man aber auch als externes Bauteil Nähe Gleiseinspeisung positionieren und bei Wechsel auf Digital entfernen.
2. Doch, bei analogen Weichenstellen benötigst du einen Trafo. Das Netzteil der Z(z)21 ist nur für Zentrale und somit tabu. Niemals darf zwischen Netzteil und Zentrale Spannung abgegriffen werden. Dass es 2 Komponenten sind verdanken wir EU-Richtlinien. Ansonsten wäre nämlich das Netzteil in der Zentrale eingebaut.
Willst du keinen Trafo kaufen brauchst du Weichendecoder die an die Gleisspannung angeschlossen werden.
Volker


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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#13 von JanZ , 06.03.2026 12:36

@moppe, Railstefan, Railwolf, iwii, Pirat-Kapitan, volkerS

Auf diesem Wege erstmal vielen Dank für den intensiven Austausch.

zum Thema Steuerung:
Analog scheint für den Start gut zu sein. Einen Trafo (Fahrtenregler) benötige ich so oder so, spätestens für die Versorgung der Weichen/ Beleuchtung. Hier steht also später nichts in der Ecke wenn ich dann auf eine Lokmaus2 wechseln würde für den Fahrbetrieb. Automatisieren wäre sicher interessant, aber die Motivation für die Technik treibt mich nicht zu dem Projekt. Anschlussgleis kann ich bedenkenlos kaufen: ob analog oder digital scheint egal zu sein (je nach Aufbau des Gleises).

zum Thema Trafo:
Trafo kaufen: Gibt es hier Empfehlungen? Irgendwo hatte ich gelesenn, dass ein Trafo wie derFleischmann MSF 6735 wohl ganz passabel für mein Vorhaben sein sollte. Es wird nicht viel parallel geschaltet und eine Landebahn werde ich auf der Anlage auch nicht beleuchten müssen.

zum Thema Lok:
Lok kaufen: Von meinen weiteren Recherchen scheint wohl eine BR110 oder BR294 (wobei letztere eigentlich zu neu ist für mein Gefühl, aber die Lok gefällt mir optisch gut). Der Tipp mit der BR55 oder 56 520 behalte ich mal im Hinterkopf.

Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen. Dickes Dankeschön noch einmal. Die Diskussion soll hier aber nicht beendet sein. Ich freue mich weiter über einen regen Austausch.


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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#14 von drum58 , 06.03.2026 15:22

Hallo Jan,

ein Anschlussgleis brauchst Du nicht unbedingt, die Kabel können auch ans Gleis angelötet werden. Wenn Anschlussgleis, dann ist es gerade nicht egal ob analog oder digital, analog hat manchmal einen Entstörkondensator eingebaut, der das Digitalsignal empfindlich stören kann. Allerdings hatten meine Anschlussgleise/-klips von Kleinbahn und Fleischmann nie einen Kondensator, vermutlich ist der eher bei Wechselstrom (Märklin) erforderlich, das kann Dir in TT egal sein, da gibt es nur Gleichstrombahnen.
In eine Lokmaus2 würde ich keinen Cent investieren, die ist sowas von vorgestern, es sollte schon eine Multimaus sein.
Wenn Du einen Trafo mit regelbarem Gleich- und festem Wechselstromausgang willst, wirst Du auf dem Gebrauchtmarkt schauen müssen, heute ist (wegen EU-Vorgaben) eine Trennung in Netzteil und Regelteil vorgeschrieben.

Gruß
Werner


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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#15 von Preston , 06.03.2026 15:42

Hallo JanZ,

die lokmaus2 kann nur die FX (Funktionen) von F0 (licht) bis F4, Die FX´s ab F5 kannst du damit nicht erreichen. Viele Soundloks haben mehr als 20 Funktionen, daher wäre eine Multimaus sehr viel besser. Sie kann auf jeden Fall bis F20. Und man kann damit Einstellungen (programieren) an der Lok vornehmen, was du mit der Lokmaus2 praktisch vergessen kannst.


Gruß Preston

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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#16 von Railwolf , 06.03.2026 17:01

Hallo Jan,

Zitat von JanZ im Beitrag #13
BR110 oder BR294


An der Stelle stellt sich wohl die Frage nach hüben oder drüben. (Egal von welcher Seite gesehen...)

Die Baureihe 110 gab es bei DB und DR, wobei es sich bei der DB-Lok um eine elektrische Schnellzuglok (ex E10) handelte und bei der DR-Lok um eine Nebenbahn-Diesellok (ex V100). Die 294 ist eine DB-Lok (theoretisch könnte es sich auch um einen elektrischen Triebwagen der DR handeln, aber meines Wissens war die Baureihe nicht belegt).

Also, die Frage ist: Bundesbahn oder Reichsbahn, West oder Ost?

Technisch gesehen ist die 294, eine Version der V90 der Bundesbahn, eine waschechte Rangierlok, während die V100 (übrigens Ost wie West) als Streckenloks konzipiert wurden.
Und noch einmal, ich kenne das TT-Angebot nicht. Rein vom Vorbild her, wenn's Diesel sein sollten, wären typische Rangierloks auch ost wie west die V60 - im Osten mit vier Achsen, im Westen mit dreien. Die willst du nicht - aber genau das sind die wahren Rangierteckel: kompakt, schwer, keine Vor- oder Nachlaufachsen und darum hohe Achslast.


Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺


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#17 von Dreispur , 06.03.2026 17:35

Hallo !

Zitat von JanZ im Beitrag #13
Hier steht also später nichts in der Ecke wenn ich dann auf eine Lokmaus2 wechseln würde für den Fahrbetrieb


Bitte laß die Lokmaus 2 . Wenn du dir schon günstig eine kleinst Anlage machst und günstig sein soll , digital , so besorg dir die Multimaus mit dem Verstärker , alte Ausführung . Gib es so um ca. 100 Euro gebraucht . Das ist zwar keine z 21 aber für deine Zwecke und Beginn einamal ausreichend . Zumal ja die Multimaus wenn erweitert wird z. Bsp. z 21 weiterverwendet werden kann . Also durchaus kein Fehlkauf und updatefähig

Die Lokmaus 2 ist tatsächlich für den heutigen Stand völlig überaltert bzw. ungeeignet .


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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#18 von JanZ , 06.03.2026 17:58

Zitat von drum58 im Beitrag #14
Hallo Jan,

ein Anschlussgleis brauchst Du nicht unbedingt, die Kabel können auch ans Gleis angelötet werden. Wenn Anschlussgleis, dann ist es gerade nicht egal ob analog oder digital, analog hat manchmal einen Entstörkondensator eingebaut, der das Digitalsignal empfindlich stören kann. Allerdings hatten meine Anschlussgleise/-klips von Kleinbahn und Fleischmann nie einen Kondensator, vermutlich ist der eher bei Wechselstrom (Märklin) erforderlich, das kann Dir in TT egal sein, da gibt es nur Gleichstrombahnen.
In eine Lokmaus2 würde ich keinen Cent investieren, die ist sowas von vorgestern, es sollte schon eine Multimaus sein.
Wenn Du einen Trafo mit regelbarem Gleich- und festem Wechselstromausgang willst, wirst Du auf dem Gebrauchtmarkt schauen müssen, heute ist (wegen EU-Vorgaben) eine Trennung in Netzteil und Regelteil vorgeschrieben.

Gruß
Werner


Hallo Werner, du hast natürlich absolut recht. Ein Lötkolben und entsprechende Kabel habe ich hier. Keine Ahnung wieso ich glaubte dafür jetzt extra etwas kaufen zu müssen. Danke für plausible Erläuterung. Ein Gebrauchtgerät zu kaufen wäre aus meiner Sicht unproblematisch. Es wäre natürlich praktisch, wenn es nicht gerade das Modell von vor 30 Jahren wäre. Das hat für mich weniger was mit der Effizienz als mit dem Ausfallrisiko zu tun :)

Zitat von Preston im Beitrag #15
Hallo JanZ,

die lokmaus2 kann nur die FX (Funktionen) von F0 (licht) bis F4, Die FX´s ab F5 kannst du damit nicht erreichen. Viele Soundloks haben mehr als 20 Funktionen, daher wäre eine Multimaus sehr viel besser. Sie kann auf jeden Fall bis F20. Und man kann damit Einstellungen (programieren) an der Lok vornehmen, was du mit der Lokmaus2 praktisch vergessen kannst.


Hallo Preston,
dass der Funktionsumfang reduziert ist gegenüber der Multimaus, war mir klar. Dass aber von Vornerein so viele Funktion nur aufgrund eines Sounddecoders geblockt sein können, war mir in dem Maße nicht bewusst. Danke auch hier für die klaren Worte. Also doch Multimaus.

Zitat von Railwolf im Beitrag #16
Hallo Jan,

Zitat von JanZ im Beitrag #13
BR110 oder BR294


An der Stelle stellt sich wohl die Frage nach hüben oder drüben. (Egal von welcher Seite gesehen...)

Die Baureihe 110 gab es bei DB und DR, wobei es sich bei der DB-Lok um eine elektrische Schnellzuglok (ex E10) handelte und bei der DR-Lok um eine Nebenbahn-Diesellok (ex V100). Die 294 ist eine DB-Lok (theoretisch könnte es sich auch um einen elektrischen Triebwagen der DR handeln, aber meines Wissens war die Baureihe nicht belegt).

Also, die Frage ist: Bundesbahn oder Reichsbahn, West oder Ost?

Technisch gesehen ist die 294, eine Version der V90 der Bundesbahn, eine waschechte Rangierlok, während die V100 (übrigens Ost wie West) als Streckenloks konzipiert wurden.
Und noch einmal, ich kenne das TT-Angebot nicht. Rein vom Vorbild her, wenn's Diesel sein sollten, wären typische Rangierloks auch ost wie west die V60 - im Osten mit vier Achsen, im Westen mit dreien. Die willst du nicht - aber genau das sind die wahren Rangierteckel: kompakt, schwer, keine Vor- oder Nachlaufachsen und darum hohe Achslast.


Hallo Railfwolf,
das erklärt, warum die Lokomotiven sich so stark ähneln . Als Kind hatte ich damals eine V60. Das, was ich mir denke (und was durchaus falsch sein kann) ist der Vorteil von Nachlaufachsen bei der V90. Das Risiko, auf Weichen stehen zu bleiben, wäre für mich aufgrund der weiten Abstände zwischen den Achsen geringer. Oder findet die Stromaufnahme trotzdem nur auf einer von vier Achsen statt bzw. auf nur bei den vorderen oder hinteren zwei Achsen? Was ist hier üblich?

Zitat von Dreispur im Beitrag #17
Hallo !
Zitat von JanZ im Beitrag #13
Hier steht also später nichts in der Ecke wenn ich dann auf eine Lokmaus2 wechseln würde für den Fahrbetrieb


Bitte laß die Lokmaus 2 . Wenn du dir schon günstig eine kleinst Anlage machst und günstig sein soll , digital , so besorg dir die Multimaus mit dem Verstärker , alte Ausführung . Gib es so um ca. 100 Euro gebraucht . Das ist zwar keine z 21 aber für deine Zwecke und Beginn einamal ausreichend . Zumal ja die Multimaus wenn erweitert wird z. Bsp. z 21 weiterverwendet werden kann . Also durchaus kein Fehlkauf und updatefähig

Die Lokmaus 2 ist tatsächlich für den heutigen Stand völlig überaltert bzw. ungeeignet .


Hallo Dreispur,
auch hier Danke für die klaren Worte. Ich habe aktuell noch ein großes Problem zwischen Preis und Wert bei diesem Hobby zu unterscheiden.

Ich komme aus dem Reitsport. Hier kostet alles mindestens dreistellig. Daher stellt sich hier oft nicht die Frage des Preises. Entweder halte ich etwas für sinnvoll und bezahle die Leistung oder die Leistung ist mir den Preis einfach nicht wert. Die Modelleisenbahn ist da aktuell also ein erfreulich preiswertes Hobby (hört sich vielleicht komisch an und liegt sicher daran, wie ich das hier für mich umsetzen möchte). Ob etwas jetzt 100€ oder 200€ kostet ist mir hier dann ehrlich gesagt egal. Ich kann nur nicht bewerten, ob die Anschaffung wirklich sinnvoll ist, da ich mangels Erfahrungen die Sachen einfach nicht bewerten kann.

Danke nochmals an alle geduldigen Schreiber :)


Dreispur hat sich bedankt!
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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#19 von drum58 , 06.03.2026 18:15

Zitat von JanZ im Beitrag #18
Als Kind hatte ich damals eine V60. Das, was ich mir denke (und was durchaus falsch sein kann) ist der Vorteil von Nachlaufachsen bei der V90. Das Risiko, auf Weichen stehen zu bleiben, wäre für mich aufgrund der weiten Abstände zwischen den Achsen geringer. Oder findet die Stromaufnahme trotzdem nur auf einer von vier Achsen statt bzw. auf nur bei den vorderen oder hinteren zwei Achsen? Was ist hier üblich?

Hallo Jan,

vergiß "üblich" in diesem Zusammenhang, jeder Hersteller macht das etwas anders. Stromabnahme von allen Achsen ist in H0 heute Standard, wobei Haftreifen die Stromaufnahme verschlechtern aber die Zugkraft erhöhen. Wie das bei TT ist, habe ich keine Ahnung, da musst Du recherchieren, bei den Herstellern und ggf. auch bei TT-Kollegen.
Ob eine Lok mit festem Rahmen (V 60) oder eine Drehgestellok (V90, V 100) über Weichen die bessere Stromabnahme hat, hängt weit mehr von der Gestaltung des Fahrwerks (z.B. höhenbewegliche Achsen bei der Rahmenlok) und der Anzahl und Verteilung der Stromabnahmepunkte von den Rädern an, als von der grundsätzlichen Bauart.
Und "Nachlaufachsen" sind etwas ganz anderes, die finden sich vor allem bei Dampfloks aber auch bei manchen E- und Dieselloks älterer Bauart, sind nicht angetrieben und dienen (im Original) der besseren Lastverteilung. Du meinst "Drehgestelle".

Gruß
Werner


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RE: Welche Lokomotive / welche Steuerung und analog oder digital(TT)?

#20 von iwii , 06.03.2026 19:41

Zitat von JanZ im Beitrag #18
Die Modelleisenbahn ist da aktuell also ein erfreulich preiswertes Hobby (hört sich vielleicht komisch an und liegt sicher daran, wie ich das hier für mich umsetzen möchte). Ob etwas jetzt 100€ oder 200€ kostet ist mir hier dann ehrlich gesagt egal.


Ich sag mal so, ich habe gestern einen AT2 (ja, auch sowas gibt es in TT) bezahlt. Für das kleine Ding reicht 3stellig nicht. Das mit dem "egal" machte mir bis jetzt nicht so den Eindruck... - also alle Herzstücke polarisieren und dann eine Köf oder einen schönen B-Kuppler von Schwenke zum Rangieren.

https://www.iwii.de/loks-und-wagen-tt/

Gruss, iwii




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iwii
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zuletzt bearbeitet 06.03.2026 | Top

   

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