Hallo zusammen,
ich baue gerade eine Anlage mit dem Schwerpunkt auf Rangieren. D.h. die Lokomotive benötigt gute Fahreigenschaften (Wagenlängen von ca. 120cm).
Je mehr ich lese, desto verunsicherter werde ich.
Von Szenario (Epoche) wollte ich gerne alt bleiben. Ich liebäugel mit einer BR 86 oder eben einer V90, wobei ich schon lieber eine Dampflok hätte.
Dadurch, dass ich die Weichenherzen nicht polarisiere, möchte ich möglichst viele Abnehmerachsen haben um bei den Langsamfahrten nicht stehen zu bleiben. Beides hätte ich mit den Lokomotiven, mit der V90 (da breiter aufgestellt) sogar besser als mit der BR86.
Eine V60 ist mir zu klein (optisch), selbiges gilt für BR 81 und kleiner. Größer sollte es auch nicht sein. Mein Maximalmaß liegt bei rund 15cm. Schlepptenderlokomotiven wir die BR56 passen glaube ich nicht in das Bild einer Rangieranlage. Und nur weil die BR56 größer ist, sind die Fahreigenschaften auch nicht unbedingt besser.
Mein Betrieb ist eigentlich nur auf eine Lokomotive ausgelegt. Sicher würden auch zwei gehen und diese könnten auch sinnvoll miteinander interagieren, aber eigentlich reicht mir geplant erstmal nur eine Lokomative. Bis jetzt habe ich immer mit einer Multimaus geliebäugelt, aber brauche ich diese große Steuerung überhaupt? Bei den Funktionen sind mir nur Sound und evtl. die Digitalkupplung wichtig. Weichen schalte ich separat. Mehr als zwei Lokomotiven möchte ich nicht nutzen.
Was spricht hier also gegen eine Lokmaus2 bzw. was spricht hier für eine Multimaus (jeweils mit Z21)? Der Betrieb wird definitiv nicht komplexer. In die Zukunft denken brauche ich hier also nicht.
Auch wäre die Frage, ob es wirklich digital sein muss?
Die Langsamfahreigenschaften seien wohl deutlich besser, so habe ich gelesen. Fürs Rangieren ist das ja das Argument. Und wenn schon Digital, dann auch richtig (mit Sound und Kupplung). Sound und Kupplung alleine sind für mich aber nicht der Grund die Lokomotiven zu digitalisieren. Sind die Fahreigenschaften denn nun so viel besser? Das ist sicher äußerst subjektiv. Aber bis jetzt habe ich hier im Forum bereits so viele wertvolle Tipps erhalten. Ich würde mich doch wundern, wenn das in diesem Fall anders wäre.
Analog zu starten wäre vielleicht eine Option, nur brauche ich dann ein eigenens Anschlussgleis und einen analogen Trafo. Soltle es dann doch digital werden, dann muss ich das Anschlussgleis wechseln und auch eine Schaltzentrale kaufen. Für 24 Weichen und etwas Beleuchtung benötigte ich ja keinen separaten Trafo oder? Somit hätte man wieder etwas rumliegen, was man nicht brauch, da man die Sachen ja auch über den Trafo der Z21 versorgen könnte.
Was sind hier also eure Erfahrungen?
Vielen Dank vorab und vG
Jan



. Als Kind hatte ich damals eine V60. Das, was ich mir denke (und was durchaus falsch sein kann) ist der Vorteil von Nachlaufachsen bei der V90. Das Risiko, auf Weichen stehen zu bleiben, wäre für mich aufgrund der weiten Abstände zwischen den Achsen geringer. Oder findet die Stromaufnahme trotzdem nur auf einer von vier Achsen statt bzw. auf nur bei den vorderen oder hinteren zwei Achsen? Was ist hier üblich?