ich plane eine Bahn, auf der ich sowohl digital als auch analog fahren kann. Verhältnis dürfte 50:50 sein.
Zudem soll die Bahn ein abnehmbares Stellpult bekommen, auf dem sich dann alle Schalter und Taster befinden.
Nun ist es so, dass dann das digitale Signal von der Z21 über einen mehrpoligen Stecker oder einer Stiftleiste ins Stellpult läuft. In diesem wird es dann mit einem EIN-EIN (4PDT) Schalter geschalten. Dies ist ein 12poliger Schalter, der beim Betätigen entweder Plus und Minus von der Z21 ODER das analoge Plus und Minus vom Trafo aufs Gleis leitet.
Dann muss das digitale Signal wieder über den mehrpoligen Stecker um dann letzt'endlich' am Gleis anzukommen.
-> jetzt meine Frage: Welche Erfahrung habt ihr mit Klemmstellen, Steckern und Schaltern in Verbindung mit dem Digitalstrom gemacht? Ist das ohne weiteres so machbar, oder sollte man auf jede Schwachstelle verzichten um ein klares Signal zu haben?
Moin, ich habe für den Gleisstrom eine 2-polige Steckverbindung, je nach Spurweite und Kabelquerschnitt passend für den Strombedarf. Bei H0/H0m sind das RCA-Steckverbindungen (Stecker - Buchse), bei Spur G sind es bis 10A 4mm Büschelstecker (auch wenn das bei voller Stromstärke nicht optimal ist) oder WADO-Klemmen entweder bis 4qmm Querschnitt oder, wenn es Verkabelung ist, die für 20A ausgelegt ist, WAGO-Klemmen bis 6qmm Kabelquerschnitt.
Für das Weichenstellen zu meinen analogen Zeiten habe ich Centronics-Stecker (Druckerschnittstelle) aus dem Computerbau verwendet.
Grundsätzlich kommt es darauf an, - wie oft wird die Steckverbindung getrennt? - wie viele Kontakte hat die Steckverbindung? - und, wie oben schon angedeutet, welche maximale Stromstärke müssen die Kontakte vertragen bzw. welcher Kabelquerschnitt muss in die Klemmen passen?
Den Trafo (besser "das Netzteil") der Z21 würde ich NUR für die Z21 verwenden und für analogen Betrieb einen separaten Trafo nehmen. Schaltest Du im Digitalbetrieb (digitales Lok fahren) die Weichen weiterhin analog (Stellpult !) ?
Schöne Grüße Johannes
Spur G im Garten, H0m/H0 im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail auf RasPi, Manhart-Funky und RocoWLM.
Also der 'analoge' Trafo ist der grüne Fleischmann 6755. Netzteil der Z21 versorgt klar nur die Z21.
An- und abgesteckt wird das Pult wohl selten. Denke nur beim zusammenbauen, probieren, oder wenn dann mal was geändert wird. Möchte es zum löten einfach entnehmen und mit in die Werkstatt nehmen können.
Stromstärke würde ich als sehr gering einschätzen, da wohl nur ein Zug fahren wird. Die anderen stehen im Schattenbahnhof. Der Rest sind Taster, die dem SwitchPilot 3 Servo die Schaltbefehle geben und ne handvoll Lichtsignale, ebenfalls mit Taster und bistabilen Relais.
Mir gehts bei der Kabelplanung jetzt erstmal darum, ob das mit dem Digitalstrom so passt, dass der paar mal durch Stecker und Schalter fließt, bevor er am Gleis ankommt. Wenn das keinen Verlust nachsich zieht, würd ich das wie eingangs beschrieben machen.
Zitat von xde378 im Beitrag #1In diesem wird es dann mit einem EIN-EIN (4PDT) Schalter geschalten. Dies ist ein 12poliger Schalter, der beim Betätigen entweder Plus und Minus von der Z21 ODER das analoge Plus und Minus vom Trafo aufs Gleis leitet.
Nein, ein 4PDT Schalter hat 4 Schaltebenen mit je 3 Anschlüssen = 12 Lötstellen. Das ist niemals ein 12 poliger Schalter. Dieser hätte ja nach Bauart mindestens 13 (Drehstufenschalter) oder maximal 36 Anschlüsse 12x Um).
Zum Umschalten der Gleisspannung reicht ein 2-poliger Ein - 0 - Ein Umschalter (MS 500H) Die Steckkontakte eines D-Sub-Steckers können etwa 3A, bessere (teurere) Versionen auch 5A. Betrachte einen Steckkontakt wie einen Schienenverbinder. Wieviele sind es zwischen Einspeisung und aktuellem Standort der Lok? da fallen die 4 Steckkontakte auch nicht mehr ins Gewicht. Allerdings solltest du mindestens 0,5qmm, das passt in die Lötkelche der D-Sub-Stecker, für die Gleisspannung verwenden. Wenn du es besonders gut machen willst nimm immer 2 Kontakte zusammengefasst pro Ader. reduziert die Übergangswiderstände und auch noch eine Redundanz falls ein Kontakt versagen sollte.