Hallo Zusammen, habe mal eine Frage. Hat jemand das Bernina Krokodil von Bemo Classic Metall 1298-132 Betriebsnummer 182?
Ich hatte ein solches via Ebay ersteigert, und seit diesem Wochenende ist meine Anlage betriebsfertig und somit habe ich angefangen Rollmaterial durchzutesten und abzunehmen.
Das Krokodil bewegt die Räder gut, dient aber maximal als Schleifgerät, da es bereits in der Kurve durchdreht, am Berg sowieso. Es schein als habe das Modell mal Haftreifen gehabt. Natürlich gibt es keine Tauschradsätze mehr aber Haftreifen müsste es ja irgendweo von irgedneinem Hersteller geben? BCM hat zwar Betriebsanleitungen aber Ersatzteillisten nicht.
Meine Fragen: Wo sitzen die Haftreifen normalerweise auf der Lok? (2 pro Drehgestell?? Diagonal, oder auf einer Achse?) Kennt jemand die Dimensionen der passenden Haftreifen oder sogar einen Hersteller/Fabrikat/Laden wo man passende bestellen kann? Gibt es einen Bemo Radsatz mit Haftreifen eines anderen Loktyps, der passen würde?
nachdem was ich herausgefunden habe hatte die Lok keine Haftreifen. Bemo liefert wohl schon über 10 Jahre keine Maschinen mit Haftreifen mehr. Und Stromaufnahme über alle 4 Achsen spricht auch dagegen.
Aber das lässt sich eigentlich recht einfach feststellen, denn wenn die Haftreifen fehlen, dann sind in den entsprechenden Rädern entsprechende Vertiefungen vorhanden, in denen die Haftreifen sitzen würden. Sind alle Räder identisch ohne solche Vertiefungen dann hatte ich Lok ab Werk keine Haftreifen.
Drehen alle Achsen wie sie sollen? Sind die Kurven weit genug? Sitzt die Lok richtig auf dem Gleis? Oder sind die Spurkränze vielleicht zu hoch bzw das Schienenprofil zu niedrig?
Falls mal Haftreifen auf der Lok waren, wie soch über mir gesagt wurde müssten Vertiefungen auf dem Rad sein
Hallo, danke für Deine Antwort. Also älter als 10 ist sie wohl schon, war wohl ein Jahresmodell 2011. ChatGPT trööötet hätte Haftreifen, aber dass muss nicht stimmen. Was Du allerdings schreibst, mit der Vertiefung macht für mich Sinn, dass die Lok keine hatte, denn eine Vertiefung ist da nicht. Allerdings viel Dreck. Ich werde also mal die Räder gründlich reinigen und sehen ob sie dann aufhört durchzudrehen. Danke für deinen Hinweis Liebe Grüße Sebastian
Und ja, Kurven haben weite Radien. Alle anderen Loks kommen gut durch auch in langsamer Geschwindigkeit Fahrstufe 1 ohne hänger. Ich nehme mal den Dreck runter, hatte ich als Haftreifenreste identifiert, aber es ist wohl eben das: Dreck !
Chat gpt kann man bei so spezifischen Themen oft komplett vergessen.
Jup Räder reinigen könnte helfen ansonsten Gewichte rein bzw mal ein paar Gewichte auf die Vorbauten legen wenn es hilft diese irgendwo in der Lok einbauen. Habe da jetzt auch ein paar Gewichte in nen Wagen stecken müssen damit der nicht entgleist
Servus, die Lok hat keine Gummis, warum auch? Das wäre ja wie Märklin ohne Pukos- geht gar nicht!
Extra Gewicht ist Unfug, das ist nicht nötig. Schau mal, ob alle Räder drehen, wenn du Strom drauf gibst. Sollte ein Getriebeteil sperren oder gar ein Zwischenzahnrad unter einem der Ritzel fehlen, dann drehen nur die Räder eines Drehgestells, aber die Lok kommt nicht vom Fleck.
Hallo, also die Räder sind alle schmodderig, nicht nur eine Seite, dass Licht spiegelte wohl auf dem Foto etwas. Chat GPT erzählt oft Unsinn, stimme zu.
Ich habe sie jetzt mal auf meine Lux Radreinigungsanlage geschickt, das brachte ein wenig, sie fährt jetzt etwas besser aber immer noch nicht gut. Tatsache ist, sie stottert nicht, dreht nur manchmal durch und steht dann. Die Räder brauchen wohl eine richtige Reinigung. Danke auch für den Tipp ob alle Räder drehen. Werde sie auf den Kopf drehen, muss ich ja sowieso zum reinigen und das mal überprüfen. Liebe Grüße Sebastian
Leider hattest Du recht. Auf den Kopf gedreht ist nur ein Drehgestellt funktionsfähig, das andere rollt lose mit, ist nicht am Motor. Ich werde das Teil wohl zerlegen müssen. Trotzdem Danke für die Tipps.
weist das Modell einen Mittelmotor mit Kardanantrieb auf die Drehgestelle auf? Wenn ja - Kardan herausgerutscht? Kardangelenke und -kugeln ohne Haarrisse (drehen dann auf der Welle durch)?
Hallo, danke für Deine Antwort und den Tipp. Ja hat es. Habe gleich mal geschaut und das Mittel-Gehäuse schon runter aber um an dei Kardanwelle ranzukommen muss die Platine auch noch weg, sie liegt darunter. Das mache ich dann morgen
vielleicht hats du das Problem ja schon lösen können, falls aber nicht, teile ich gerne meine Erfahrungen:
Das Bemo-Krokodil habe ich zwar nicht, aber ansonsten zahlreiche andere Bemo-Fahrzeuge - darunter auch einige ältere Modelle. Von den vier MOB-GDe 4/4 Loks der 6000er Serie hatte eine zwei Haftreifen und zwar diagonal angeordnet auf der jeweils innenliegende Achse. Hier habe ich die Radsätze getauscht. Ersatzteile gibt es bei Bemo (dauert manchmal ein bisschen) oder bei Modellexklusiv. Man fühlt den Unterschied zwischen einem Radsatz der für Haftreifen vorbereitet ist und einem normalen Radsatz deutlich. Der für einen Haftreifen vorgesehenen Radsatz weißt eine deutliche Vertiefung auf.
Die Bemo-Fahrzeuge kommen meiner Meinung nach deutlich besser ohne Haftreifen klar, da natürlich die Stromaufnahme verbessert wird. Gewicht und Zugkraft sind i.d.R. absolut ausreichend. Wenn jedoch bei Drehgestellfahrzeugen ein Drehgestell ausfällt, weil z.B. ein Zahnrad abgenutzt oder zerbrochen ist oder wenn die Antriebswelle bricht, geht die Zugkraft fast gegen Null. Selbst ohne Anhängelast gibt`s dann schon Probleme in Weichenstraßen oder im etwas engeren Gleisbogen. Von den Kunststoffkardanwellen habe ich mir gleich ein paar als Ersatz bestellt, weil die immer mal wieder brechen - ich fahr aber auch viel mit den Fahrzeugen.
Zur Radreinigung: ich nutze auch die LUX-Radreinigunsganlage. Die besten Ergebnisse erziele ich, wenn ich die Polierstäbe etwas mit Isopropanol beträufle (mit einem Wattestäbchen auftragen) und die Lok dann darauf fahren lasse. Die Stäbe muss man aber regelmäßig auswechseln - ein paar Mal kann man sie noch in der Spülmaschine reinigen, aber dann sind sie durch und man verteilt mehr Dreck auf die Lokräder als man dort wegputzt.
Hallo Dominik, danke für die Infos. Leider bin ich nicht weiter gekommen. Ich bekomme zwar das Mittelgehäuse ab und auch die Platine über der Antriebswelle, aber die Demontage der Vorbauten erschließt sich mir nicht, und bevor ich das Modell beschädige, habe ich es erstmal zurück gestellt und werde es irgendwann mal einer Werkstatt geben. Fakt ist, bei einem Drehgestell drehen die Räder lose mit, sie haben keine Verbindung zum Motor. Danke für die Tipps mit dem Isopropanol. Da ich es nach einer Schienengrundreinigung nach dem einschottern noch da habe, werde ich das auf jeden Fall mal ausprobieren, denn die Räder sind so verdreckt, dass ich es nur mit Anlage allein nicht abbekommen habe. Haftreifen hatte die Lok definitiv nicht, die Radsätze haben keinen Rand und keine Vertiefung.
Der Effekt ist genau wie Du beschreibst, sobald eine Kurve oder Steigung kommt, dreht das noch funktionierende Drehgestell durch.
die Bemo-Loks heile auseinander (und nachher wieder zusammenzubekommen) ist manchmal eine Wissenschaft für sich. Die gesunde Mitte zwischen vorsichtigem Arbeiten und rohem Krafteinsatz ist manchmal schwer zu treffen. Die knappen Bedienungsanleitungen helfen da leider auch nicht immer weiter. Falls du auf der Intermodellbau sein solltest, dort hat Bemo in der Vergangenheit immer einen Stand gehabt und man hilft dort gerne weiter. Ohne dein Modell zu kennen, hilft bei einer Befestigung mit Rastnasen folgende Vorgehensweise: Gehäuse vorsichtig mit einem nicht zu scharfen Gegenstand spreizen, einen dünnen aber gleichwohl stabilen Kunststoffstreifen im Bereich der Rastnasen einschieben, damit das Gehäuse nicht wieder einrastet, das Prozedere bei den anderen Rastnasen wiederholen. Manchmal sind auch die Kupplungen oder die Bahnräumer Teil der Befestigung, so dass diese zunächst demontiert werden müssen.
Bei der Gleisreinigung, insbesondere nach dem Schottern oder Einrosten der Gleise, erziele ich übrigens die besten Ergebnisse mit einem Schleifgummi für Ski- und Snowboardkanten, z.B. von Toko. Das Ding hinterlässt keine Kerben und entfernt zuverlässig Spuren vom Bau aber auch vom Dauerfahrbetrieb. Wenn das Gummi völlig verschmutzt ist, reinige ich es mit einer Nagelbürste.
Hallo Dominik, erneut danke für Deine Hilfe. Die Bemo Lok ist Bemo Classic Metall, ein Spreizen wäre da eher nur mittels sehr roher Gewalt möglich. Das Gehäuse ist in der knappen Anleitung mit zwei Schrauebn montiert, unter dem Drehgestell fand ich zwei weitere. Das ging. Aber die Vorbauten des Bernina Krokodils sind mir ein Rätsel. Ich finde keine Schrauben, aber um an die Antriebswelle zu kommen muss einer ab, sonst komme ich nicht dran.
Das mit den Rastnasen kenne ich von den Kunsstoff Modellen. Ich habe mir mal irgendwann einen 135er Film im Fotoladen gekauft, davon abschneiden und zwischen die schon gelösten Rastnasen verhindert das wieder einrasten. Ansonsten vertragen die Bemo Modelle erstaunlich viel spreizen ohne zu Bruch zu gehen :-)
Ich sage eigentlich ungerne böse Dinge, aber ich habe meine Schienen mit BIMM Latex-SchienenKleber geschottert statt wie sonst Ponal/Wasser. Das Zeug ist sehr zäh, nicht nur im Schotter sondern auch auf den Schienen. Ich habe es mit dem üblichen Radiergummis von Peco und Roco bearbeitet, in den Tunnelportalen mit Woodlands Scenics Teleskop und hinterher gründlich mit Alkohol und einem harten Schwamm. Das ging dann ab.
Der Abrieb auf den Rädern meines Bernina Krokodil ist unglaublich intensiv aber nicht von mir, das Modell ist von 2011 und ultra rar, ich hatte es bei Ebay gekauft. Ich hatte es daher erst für Reste von Haftreifen gehalten, vielleicht war aber auch der eine Antrieb von anfang an defekt und mein Vorgänger hat mit Bulfrog Snot drauf gearbeitet als Haftreifen Ersatz. Keine Ahnung, denn es lag einige Zeit brach, bis ich nun endlich meine Anlage fertig hatte.