Dieses Hobby hat viele Gesichter. Es geht von der Kinderbelustigung über Technikbegeisterung, Sammeln bis hin zu dem nietengenaue Nachbau von Vorbildern. Auch die Menschen hinter dem Hobby sind grund verschieden.... Es ist eine wirklich grosse Vielfalt. Das ist gut so, denn alle trangen auch in diesem Forum immer wieder zu Anregungen bei und motivieren andere mehr oder weniger.
Spielen, Zügen in schöner Landschaft zugucken. Basteln ist da Mittel zum Zweck, aber ein schönes Mittel. Dennoch steht das Spielen und Züge gucken im Vordergrund. Ohne dies würde ich wahrscheinlich nicht (an einer Modellbahn) basteln.
Ich habe mich für die ersten acht Antworten entschieden, die am besten zu mir passen, insbesondere Nr. 8. Wenn ich mit meinem Anlage (Bahnbetriebswerk Altendorf) auf einer Messe bin, bekomme ich sehr viele nette Reaktionen, und das tut mir gut. Das ist für mich eine kleine Bestätigung dafür, dass ich insgeheim etwas ganz Schönes geschaffen habe, was mir das Publikum auf diese Weise auch mitteilt – etwas, das ich nie für möglich gehalten hätte.
Grß, Ronald.
E 387 Rheine Hbf(7:08)–Münster-Hamm-Soest-Paderborn-Altenbeken-Warburg–Kassel Hbf(10:55)
Modellbahn wird für mich immer etwas mit der ersten Märklin-Bahn zu tun haben, die mir mein Vater so um 1966 herum aufgebaut hat (die No. 8 aus dem Märklin Gleisplanbuch 0350, nur ohne Lokschuppen), und die ich dann etwa ab 1974 unter dem Eindruck von Burkhardt Kiegelands „Modellbahn. Ein Hand- und Spielbuch“ dekonstruiert habe.
Sie wird immer etwas zu tun haben mit der Minitrix-Bahn, die dann folgte, weil der Umstieg auf Spur N mich aus den Fesseln des Blechgleises löste.
Das Hobby wird aber immer auch geprägt sein von den langen Samstagnachmittagen, die ich mit meinem Cousin auf staubigen Landbahnhöfen verbracht habe, auf denen wenig geschah, weswegen ich es wohl heute noch als sehr wohltuend empfinde, wenn auf einer Modellbahn wenig geschieht.
Moin, bei mir gibt es auch viele Motive, die mich an der Modellbahn kleben lassen. Krisenbewältigung (im vergangenen Jahr zwei Herzklappen OP, Letztere aufgrund einer Endokarditis mit mehreren - zum Glück - leichten Schlaganfällen. Mal schauen was sich da neben den Konzentrationsstörungen noch so alles an Nachwirkungen auftut. Noch habe ich meine modellbauerischen Fähigkeiten noch nicht getestet. Demnächst will eine Dingler BR 24 mit einem Decoder ausgestattet werden. Die dürfte ein geeignetes Objekt für erste Schritte sein. Messing Modell, welches man erstmal mit ruhiger Hand auseinander bauen muss. Beschreibung lag natürlich nicht bei. Aber bevor ich mir meinen Roco Vt 11.5 vornehme, müssen schnelle Resultate her, um nicht völlig desillusioniert zu scheitern...
mfg acecat
Ich muss wohl irgendwie kaputt sein. Nie funktioniere ich so, wie andere es gern hätten.
Als ich 4 oder 5 war hat mein Vater damit angefangen und ich war vermutlich nur seine Ausrede sie zu kaufen und aufzubauen.
Irgendwann wurde sie abgebaut und als wir unser Haus gekauft hatten, räumte Vater den Schrank auf und der Kram kam zu mir in den Keller. Dort ruhte er ziemlich lange, irgendwann in den 80ern habe ich es rauf geholt weil ein Raum irgendwie überflüssig war. Als die Anlage technisch fertig war, sind wir umgezogen und hier kam dann der endgültige Aufbau. Wahrscheinlich geht das Zeug in die Bucht, wenn ich mal nicht mehr bin.
Ich entspanne an der Modellbahn, der Aufbau ist abgeschlossen nur ab und an fummle ich etwas herum und verändere einige Kleinigkeiten. Ansonsten Wartung der Fahrzeuge und etwas Fahrbetrieb mit wechselnden Zugzusammenstellungen. Allerdings ist es ein Winter/Schlechtwetterhobby.
Ich habe als Kind mal ein paar Gleise, Loks und Waggons bekommen, aber nie fest aufgebaut. Dann lag der Kram jahrelang (also eigentlich sogar jahrzehntelang) im Schrank, bis ich mich vor ein paar Jahren dazu entschlossen habe, einen Testkreis aufzubauen, damit ich die Loks wenigstens mal fahren lassen kann. Tja, zu dem Testkreis kamen dann ein zwei Häuser, Grasmatten, ein Ausweichgleis, Abstellgleise... Dann hat es mich geärgert, dass meine K-Gleise beim Fahren ständig auseinander gerutscht sind, also habe ich in die Anschaffung von C-Gleisen investiert. Tja, und was draus geworden ist, das sieht man ja in meinen Threads...
Gruß
André
Hauptsponsor der Mb B Museumsbahn Büttenwarder
Vorbildtreue ist mir egal, wichtig ist, dass es mir gefällt.
Als Kind hatte ich 'ne Platte vom Papa zu Weihnachten bekommen, aber ich allein war mit der Weiterentwicklung damals überfordert und das Fahren im Kreis war schnell langweilig.
Mich reizt heute das "Betrieb machen".
Was mich weniger lockt ist "Zügen zuschauen" und auch das "Sammeln" nach bestimmten Kriterien interessiert mich kaum. Ich brauche es weder streng "epochengerecht" noch sehr "nah am Vorbild" (bin kein Nietenzähler) und auch der Betrieb selbst muss nicht unbedingt immer genau wie bei der Bahn ablaufen.
Das Bauen der Anlage betrachte ich als notwendig, aber nicht mehr, weshalb ich weniger schöne Landschaften erschaffen möchte, eher ein dichtes Betriebsfeld, in dem vielfältige Fahrplan- und Rangieraufgaben zu erledigen sind. Und noch ein Wort zur Technik, auch hier muss ich passen. Ich möchte mich relativ selten damit befassen und freue mich darauf bald meinen ersten (realen) Betrieb aufzunehmen, simuliert wird schon am Rechner.
Insofern passt von der Umfrage nix zu mir, mir fehlt da "Betrieb machen"
Ja, die vorgeschlagenen Antworten sind mehr auf Modellbau als auf Betrieb ausgerichtet...
Es ist doch von vielem was, wenn nicht von allem.
Nu ja. Mein Papa hat seine Bahn ein halbes Jahr nach meiner Geburt gekauft, damit niemand behaupten konnte, "es ist die vom Sohn, der Papa hat sie sich gekrallt". Und wenn ich einen Märklin-Katalog zu lesen hatte, hätte man mich mit Pappmaché oder Spinat füttern können, ich hätte es nicht gemerkt.
Weiß nicht. Ich bin auch ein Geschichtenerzähler, es muß nicht einem Vorbild entsprechen - aber wenn's kohärent ist, dann ist es schön. Und sowohl Shakespeare als auch Brecht arbeiten mit minimalsten Kulissen in ihrem Theater (ein aufgestellter Besen mit dem Schild "ich bin ein Baum" wäre die Krönung dieses Konzepts), das kann mir auch schon viel geben.
Nu ja. Manchmal.
Bis zu einem gewissen Grad reizt es mich, auszuprobieren, was machbar ist. Aber Technik ist kein Selbstzweck; ich will sie nur nutzen, um den Effekt oder die Funktion zu erreichen, die mir vorschwebt.
Wem bereitet es keine Freude, wenn etwas gelingt? Aber wenn's nicht gelingt, das ist nervig...
Modulbahn hab ich noch nie ernstlich in Erwägung gezogen. Sicherlich auch deshalb, weil ich regelmäßig arbeiten muß, wenn solche Treffen stattfinden.
Ach du lieber Heinrich... wo ist denn der nächste Verein hier? Und: nee, ich hab ganz gern meine Ruh.
Aus eben diesem Grund sieht ja auch kaum jemand je, was ich mache. Also: nee.
Das unterschreib ich. Ein Mikrokosmos, in dem die Dinge so laufen, wie sie sollen, mit anderen Worten: meiner Vorstellung und meinem Willen gemäß (Gruß an Schopenhauer) - das ist doch das Gegengewicht zum Makrokosmos, in dem ständig alles anders läuft als geplant.
Ich bin ja gar kein Sammler. Bestenfalls An-Sammler. Meine Fahrzeuge haben eine Geschichte, und ich weiß, wann und wie sie zu mir gekommen sind. Na ja, "wann" so ungefähr. Einige stehen aktuell in meinem Büro; da freue ich mich schon, sie zu sehen.
Kann ich nicht behaupten.
Nun ja. Das ist der Grund, warum ich ein digitales Steuerungsgerät angeschafft habe seinerzeit... aber da die Kinder Ganztagsschule bzw. Internat haben, ist es mit dem gemeinsamen Spiel nicht weit her. Die Großen sind eh verheiratet, der Sohn spielt mit Zügen, die 25 kV aus der Oberleitung ziehen...
Was nur in der heilen Welt des Mikrokosmos vorkommt: ich mag es, einfach mal zuzugucken. Im Rocrail-Forum heißt das "Aquarium-Modus". Ein Getränk in der Hand, den Allerwertesten in einem bequemen Sessel, und zugucken. Laufen lassen. Mal kommt ein Zug, hält, fährt weiter. Dann wieder Ruhe. Dann kreuzen sich zwei. Wenn ich's hingefummelt bekomme, wird sogar der Ng automatisiert Wagen zustellen und abholen - soll ja alles möglich sein. So ein bißchen wie früher auf dem Provinzbahnhof - aber ich wohne dann nicht auf dem Bahnhof, sondern in dem Haus gegenüber und gucke zu, was passiert. Wenn was passiert. Und dazwischen lese ich ein gutes Buch.
Ich vermag es nicht mal genau zu sagen - die Modellbahn gehörte einfach immer dazu, sie war einfach immer "da".
Es gab Zeiten, da war sie sehr wichtig, dann Phasen in welcher sie ein Schattendasein fristete - und plötzlich wieder wichtig wurde.
Corona und sie damit einhergehenden Beschränkungen anderer Aktivitäten war der bisher letzte Anlaß, das Hobby wieder hochzuholen.
Für mich ist es eine Mischung aus Spielen, Bauen, Sammeln, Stöbern nach Gelegenheiten - und Kontaktaustausch mit Leuten die sich auch dafür interessieren, was nebenbei ein paar Freundschaften geschaffen hat.
Ein Hobby von seltener Vielfalt also.
Gruß Varg
Märklin HO und beim Hobby auch mal Fünfe gerade sein lassen.
In der Auflistung fehlt definitiv der Aspekt der betriebsortierten Modellbahn welchen ich verfolge. Heißt Point to Point, Modellzeit, Fahrplan und Frachtkartensystem sowie Betrieb mit verteilten Rollen (2 bis 3 Tf's, Fdl, Rb"s)
Ich habe die Einstellungen der Umfrage nicht umsonst so eingestellt wie ich sie ein gestellt habe. Aber wenn jemand. Zu dem Thema schreiben möchte gerne..