Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#1 von Tschubi , 19.05.2026 23:38

Hallo Zusammen,

mein erster Beitrag hier, aber ich versuche mal mein Glück

Also, bei mir schwirrt grad seit ich paar Feldbahn Videos angesehen habe so bissl die Idee im Kopf mal zu versuchen einen Gleisplan von der Grubenbahn + Zahnradbahn in Wasseralfingen zu erstellen. Ich nutze für die Gleisplanung bisher die Software RailModeller Pro (Mac) und habe dort bereits bissl Übung. Wie ich ausgerechnet auf Wasseralfingen gekommen bin kann ich vmtl. nur dadurch erklären, dass ich da als junger Schüler mal im Besucherbergwerk im Rahmen des Schullandheims war . Das ist allerdings schon bissl her - so ca. 1993 . D.h. ein erneuter Besuch steht noch aus um mir einen besseren Überblick zum Gelände in der Realität und zu den verschiedenen Stationen zu machen.

Ich dachte mir nun ich erstelle hier jetzt einfach mal einen Beitrag und schaue ob sich ggf. noch die ein oder andere Person mit diesem Gedanken spielt oder gespielt hat, bzw. ggf. sogar schon etwas in diese Richtung sogar umgesetzt hat.

Was mir vorschwebt: Scene um ca. 1920-1924 nachbilden. Sprich Zahnradbahn trifft noch auf Grubenbahn.

Was habe ich bisher so gemacht:
- Bissl recherchiert was es im Internet so an Infos und auch Bildmaterial zu finden gibt
- Buch "Die Zahnradbahn zum Braunenberg" von Kurt Seidel (1992) und Buch "Besucherbergwerk Tiefer Stollen" (1988) zugelegt
- Begonnen grob einen Gleisplan in RailModeller Pro zu erstellen
- Für die Grubenbahn habe ich das Busch Feldbahn H0f Gleis zum Planen verwendet
- Für die Zahnradbahn habe erstmal Peco 00-9 Setrack verwendet
- Bisher habe ich hauptsächlich versucht die Gleis- und Gebäudesituation direkt vor der Grube Tiefer Stollen nachzubilden. Sprich alles rund um den Erzscheideplatz und das Zusammenspiel zwischen Zahnradbahn und Grubenbahn. Da habe ich dann schon bemerkt dass das doch mehr Platz in Anspruch nimmt wie ich zuerst dachte. Bei einer großen Anlage wäre natürlich dann auch noch spannend die ganze Situation noch mit dem Hüttenwerk und der Unterführung und das Zusammenspiel mit der Remsbahn darzustellen. Aber ich plane erstmal so, dass es bei mir theoretisch auch umsetzbar wäre. Ob ich das dann wirklich in die Realität umsetzen werde kann ich noch nicht wirklich sagen. Vorschweben würde mir eine möglichst realitätsnahe Situation und die Grube auch noch in einem Seitenschnitt darzustellen. Ggf. sogar mit darüberliegender Tagstrecke Nr. 1. Spannend wäre auch noch die Erzrutsche und ggf. das Zusammenspiel mit dem Abbau vom Süßen Löchle. Aber da kommen wir schon zu meinen ganzen Fragen...

Also, bzgl. Gleisplan habe ich mich jetzt mal an der Darstellung aus dem Buch von Kurt Seidel zur Zahnradbahn orientiert (Seite 53). Dessen Rekonstruktion des Gleisplans bei der Erzgrube hat sich ja wiederum an eine Zeichnung von Eduard Wengert von 1905 orientiert welche auch in seinem Buch auf Seite 58 abgebildet ist. Diese Zeichnung des Grubengeländes ist auch im Buch zum Besucherbergwerk auf Seite 126 zu finden. Leider sind diese beiden Bilder nicht auf den Info-Tafeln des Bergbaupfads abgebildet welche als PDF leicht online einzusehen wären. Aber bei dieser Rekonstruktion des Gleisplans von Kurt Seidel fallen mir paar Dinge auf und kommen mir paar Fragen wenn ich zusätzlich ein paar alte Bilder mit Betrachte. Allerdings weiß ich jetzt nicht wie ich diese ganze Fragen am einfachsten stellen soll, ohne dass ich den Gleisplan aus dem Buch hier einstellen kann. Aber ich versuche es mal.

Eigentlich wollte ich hier 2 Quellen die Online verfügbar sind verlinken, aber ich darf wohl erst ab 5 Beiträgen Links einbauen
- 1.) Infotafeln zum Wasseralfinger Bergbaupfad
- 2.) Aalener Jahrbuch 1992

Nachfolgend mal einen Screenshot des ersten Quick and Dirty Versuchs mit den genannten Gleisen den Gleisplan grob nach dem Lageplan von Seidel nachzubauen. Habe mir bei diesem Versuch aber noch keinerlei Gedanken bisher über die Abstände und Dimensionen gemacht. Aber in den Dimensionen bzgl. den Gleislängen würde ich auch flexibel bleiben wollen in der Planung fürs Modell, solange die sonstige Gleis-/Betriebssituation möglichst gut nachgebildet werden kann, kann dies alles auch etwas gestaucht sein.



Ich habe in den Screenshot nun ein paar Fragen eingebaut welche mir hier spontan einfallen. Aber es gibt sicher noch viel viel mehr Fragen. Aber jetzt fange ich mal damit an.

Frage 1.) Zu der Situation direkt vor dem Mundloch gibt es eigentlich diverse Bilder. Aber irgendwie passen hier manche Bilder nicht zu dem Plan von Seidel. Auf der Infotafel 1 (Seite 2 im PDF) zum Bergbaupfad sieht man ja auch das Mundloch mit der Schmiede und der Erzscheideanlage (selbes Bild auf S. 124 im Buch zum Besucherbergwerk). Hier macht das Gleis nur einen Abzweig. Ich vermute von der Perspektive und der ungefähren Lage zur Schmiede und Erzscheideanlage, dass dies nicht die erste, sondern die zweite Abzweigung im Gleisplan von Seidel ist und die erste Abzweigung im Bild einfach nicht zu erkennen ist oder zum Zeitpunkt der Aufnahme (1910) noch nicht existiert hat. Das Bild auf Seite 1 im PDF zeigt aber ja noch eine Situation mit einer Erzausfuhr am Tiefen Stollen auf der Grubenbahn in den 1920er Jahren. Dort ist ja auch eine Abzweigung / Weiche zu erkennen. Aber diese macht ja direkt wieder einen Abzweig welchen ich so auf dem Gleisplan von Seidel nicht wiederfinde. Was mich auch noch etwas stutzig macht ist, dass auch hier ein gewisser Abstand zum Mundloch bis zu diesem Abzweig besteht. Und das wiederum passt für mich nicht zum Bild auf Seite 105 im Buch zum Besucherbergwerk wo im Bild des Bergmann Hans Schiele am Eingang zum "Tiefen Stollen" 1915, welcher wirklich direkt am Mundloch-Eingang steht schon dort das Gleis einen Abzweig macht. Also entweder wurde hier zwischen 1910 und 1920 in diesem Bereich die Gleissituation wirklich immer wieder stark geändert oder ich verstehe das ganze wirklich nicht. Zu der Grubenbahn selbst auf dem einen Bild würde ich mal später separat eine Fragerunde starten.

Frage 2.) Irgendwo da nach der Schmiede vermute ich die Erzrutsche aus Holz welche wohl dazu gedient hat das Material von der Tagstrecke 1 zum Erzscheideplatz vor dem Tiefen Stollen zu befördern. Aber die genaue Position konnte ich irgendwie nirgends so wirklich entnehmen. Ich vermute auch dass diese Erzrutsche dann für das Material von der Tagstrecke 1 und für das Material vom Süßen Löchle genutzt wurde. D.h. ich vermute dass dann zu dieser Erzrutsche sowohl oben als auch unten Gleise geführt haben. Aber auch dazu kann ich so gut wie nichts bisher finden. D.h. die räumliche Situation und Anordnung und reelle Logistik wie hier der Transport dann auch zum Erzscheideplatz stattgefunden hat ist mir nicht ganz klar. Weil wenn kein Gleis unter diese Rutsche geführt hat, hätte man ja das Material dort irgendwie über das Gleis von der Grubenbahn vom Tiefen Stollen hinweg bringen müssen um es zum Erzscheideplatz bringen zu können. Also für mich wäre da dann eine Gleisanbindung bis unter die Rutsche realistischer wo ich quasi immer Loren füllen und diese mit der Grubenbahn wieder zum Erzscheideplatz bringen kann.

Frage 3.) Hab ich wohl in dem Screenshot versehentlich vergessen. Dann ggf. wo genau die Lage und der Eingang des Mundlochs der Tagstrecke 1 in Relation zum Mundloch des Tiefen Stollens liegt. Aber das könnte ich wohl leicht beantworten wenn ich mir die Situation vor Ort nochmal anschaue.

Frage 4.) Wie genau und wozu wurde diese Querverbindung von der Zahnradbahn genutzt. Dachte die Zahnradbahn musste gar nicht wirklich umsetzen. Irgendwie finde ich die Position in Verbindung mit den Loren und in Bezug auf die Länge des Erzscheideplatz/Häuschens etwas komisch. Aber ich muss wohl erstmal in aller Ruhe das Buch vom Seidel und auch zum Besucherbergwerk komplett durchlesen. Das habe ich bisher noch nicht komplett gemacht sondern immer nur Teile davon gelesen.

Frage 5.) Was war das denn für ein Gebäude. Dieses ist nicht im Plan vom Seidel eingezeichnet, aber auf der Zeichnung von Eduard Wengert und auch auf dem Bild zur Infotafel 1 des Bergbaupfads rechts neben dem Mundloch zu sehen. Vermute irgend eine Art Türe die in ein kleines Erdloch führt um irgendwas zu lagern etc.

Frage 6.) Was könnte dies für ein Gebäude/Schuppen gewesen sein. Bzw. welche Funktion könnte dieser gehabt haben. Könnten hier ggf. sogar Gleise hingeführt haben welche im Plan von Seidel nicht drauf sind und das Gebäude könnte als kleiner Lokschuppen für eine Grubenbahn gedient haben. Wobei wenn man ja eine Grube hat braucht man wohl auch keinen Lokschuppen oder? Bzw. ggf. ja um Reparaturen durchzuführen oder so?

Frage 7.) Auf dem Bild von Eduard Wengert ist hier auch ein Gebäude zu sehen wo mir nicht klar ist ob das zum Bergwerksbetrieb gehört oder ob das nur ein Gehöft/Schuppen anderer Landwirtschaft ist.

Frage 8.) Stumpfgleis kommt mir etwas kurz vor. Aber die Zahnradbahn muss ja hier inclusive der Loren mit dem Abraum hinpassen und in Richtung Schuttgerüst abzweigen können oder? Wie lange müsste das Stumpfgleis denn dann in der Realität gewesen sein?

Frage 9.) Wieso sind denn hier so viele parallele Stumpfgleise? Wie wurden diese genau von der Grubenbahn genutzt? Ist das Gebäude bei diesen Gleisen denn gleich genutzt wie das gegenüberliegende wo nur 1 Gleis dran vorbeiging? Sind quasi beide Gebäude als Erzscheideplatz mit Tischen zum Trennen des stumpfen Gesteins genutzt worden. Wurden hier also die Loren der Zahnradbahn von beiden Seiten aus beladen?

Frage 10.) Wozu diese 3 Parallelgleise bei der Zahnradbahn? Wozu waren diese notwendig? Wurden hier einfach volle Loren zwischengeparkt wo der Abraum quasi dann in Richtung Schüttgerüst gebracht werden musste. Aber es gab doch nur 1 Zahnradbahn oder? D.h. warum nicht hoch mit den leeren Loren, diese unter dem Erzscheideplatz z.B. abstellen und dann gleich den Abraum direkt zum Schuttgerüst bringen. Muss mir glaube ich wie das abgelaufen sein könnte nochmal genauer durch den Kopf gehen lassen. V.a. wenn da auf beiden Seiten das Gestein getrennt wurde, habe ich ja auch auf beiden Seiten sowohl Erzgestein als auch stumpfes Gestein. Werden da dann erstmal oben Häufle gebildet und dann kommen die Loren und dann wird erstmal mit dem einen oder anderen Material gefüllt, oder wie könnte das abgelaufen sein.

Nachfolgend nun noch ein Screenshot von einem weiteren angepassten Versuch 2.



Hier habe ich noch versucht die Erzrutsche mit einzubeziehen. Die Anordnung der Tagstrecke Nr. 1 verorte ich gedanklich versetzt nach hinten und dann eben in höherer Ebene. Prinzipiell verlaufen diese beiden Stollen ja dann übereinander. Die Frage die ich mir hier halt noch Stelle ist, ob diese zuerst versetzt sind und dann erst langsam übereinander verlaufen oder wie das genau ist. Und wo genau diese Tagstrecke dann verläuft. Läuft diese z.B. vor oder hinter diesem Unterkunftshaus der Bergleute vorbei bis ggf. sogar zu dieser Erzrutsche? Hatte dieses Gleis bei der Erzrutsche dann auch ein Parallelgleis? Wurde hier ggf. ein Kreiselwipper eingesetzt und das Erz in die Erzrutsche zu befördern?

Ach ja, wie man meinen beiden Versuchen entnehmen kann, bin ich mit der Gleisgeometrie nicht ganz so gut zurechtgekommen um die Situation nachzubilden. So habe ich v.a. bei dem Feldbahn-Gleis von Busch noch Lücken gelassen, da dies alles nicht so recht passen wollte. Aber vmtl. könnte man dies auch ablängen. Habe auch gelesen dass manche anderes und v.a. günstigeres Gleismaterial im Zusammenspiel mit den Busch Feldbahnen nutzen. Und ja, um diesen Plan der da bis jetzt so entstanden ist mit diesen Busch Gleisen zu machen, würde wohl wirklich etwas sehr teuer werden.

So, das soll es mal fürs erste gewesen sein. War so oder so viel zu viel und teilweise vmtl. etwas konfus.

Grüße,

Tschubi


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#2 von tommynorden , 20.05.2026 00:23

Moin!

Das ist ja mal ein richtiges Spezialisten-Thema, das Du hier aufmachst. Bergwerk ist natürlich spannend, weil hier immer was los ist. Die Verladung, bzw. Umladung ist schon ein eigenes Thema für sich. Und zu der geplanten Zeit waren meines Wissens nach fast nur Dampfloks unterwegs, natürlich nicht im Berg, aber auf der Zahnradstrecke.

Zufälligerweise kenne ich das von Dir gewählte Vorbild, da ich einige Jahre in Oberkochen wohnte und selbst das Besucherbergwerk in Aalen mehrmals besuchen konnte. Die Luft im Berg ist schon etwas besonderes, hohe Luftfeuchtigkeit, und irgendwie atmet man im Berg besser. Zahnradbahn ist natürlich längst Geschichte und vermutlich nichts mehr zu sehen oder zu finden. Heute fährt man ein ganzes Stück elektrisch in den Berg rein, ehe die Führung beginnt.

Zurück zum Thema: Ich denke, ein baldiger Besuch vor Ort kann Dir vielleicht einige Fragen beantworten. Zum Thema Modellbahn hätte ich einige Fragen. Was planst Du genau darzustellen? Die exakte Umladung des Roh-Erzes? Strecke auch noch, oder nur die Situation vor den Mundlöchern? Loks und Wagen wird es vermutlich wenig zu kaufen geben. Planst Du hier Selbstbau? Möchtest Du selbst rangieren oder eher einen automatischen Betrieb ablaufen lassen?

Das ist ein erster Kommentar von meiner Seite. Ob es hier im Forum noch weitere Kandidaten gibt, die mehr mit dem Thema anfangen können, weiß ich nicht. Mal abwarten, ob und wer sich meldet. Spannend ist Dein Thema auf jeden Fall, aber eben auch ein echtes Spezialisten-Thema ... !

Liebe Grüße aus dem hohen Norden

tommy


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#3 von tommynorden , 20.05.2026 00:53

... jetzt war ich doch etwas zu schnell mit dem Posten!

Ein paar Fragen kann ich Dir auch beantworten.

zu Punkt 10: Da wir Zahnradbetrieb hatten musste die Lok immer Talwärts die Züge bespannen. Leere Wagen wurden hoch geschoben, volle Wagen mit Lok voraus zu Tale gefahren werden. Da auch die Loks bestimmte Gewichte nicht überschreiten durften, waren bei der Talfahrt nur eine bestimmte Menge an beladenen Güterwagen zulässig. Leere Waggons, die den Berg hochgeschoben wurden, konnten vermutlich mehr Wagen sein. Und so verteilte die ankommende Lok die Wagen auf die Gleise und fuhr dann mit vollen Wagen zurück zu Tale. Eine zweite Lok blieb oben am Berg und rangierte leere Wagen zur Verladung und volle Wagen zum Übergabegleis. Oder es gab nur eine Lok und die fuhr direkt mit den leeren Wagen zur Verladung. Die anderen Gleise waren dann nur Abstellgleise für Reservewagen. Der gezeigte Gleisplan würde beide Möglichkeiten erlauben.

Da Erzverladung ein schweres Geschäft ist, hatte das rollende Material viel unter den rauen Bedingungen zu leiden. Ständig brach, verbog oder verschwand etwas an den Güterwagen oder Loren. Entsprechend hoch war die Ausfallquote. Dafür dienten vermutlich die vielen Abstellgleise für die Grubenbahn. Und hier wurden dann Wagen gesondert abgestellt, je nachdem wie stark die Beschädigungen waren. Konnte vor Ort repariert werden oder musste das Gerät in die Werkstatt oder war es gar Schrott. Hier zeigt mir der Gleisplan zu wenig, um solche Fragen sicher zu beantworten.

zu Punkt 9 und Punkt 4: Die Grubenbahn war stark frequentiert. Hier fuhren nicht nur eine Bahn, sondern eine ganz Menge gleichzeitig. Da die Strecke in den Berg, bzw. wieder heraus nur eingleisig ist, musste es hier einen Fahrdienstleiter geben, der die einzelnen Fahrten koordinierte und leitete. Dafür brauchte es entsprechend Gleise und Wege. Da auch immer wieder Schichtwechsel war, ohne dass der Betrieb unterbrochen wurde, mussten auch Mannschaftszüge eingesetzt werden. Und vermutlich gab es auch vor rund hundert Jahren schon ein Notfall-Zug, um verunfallte Loren oder Wagen bergen zu können. Gleiches galt natürlich auch für verunglückte Bergleute.

Ich hoffe, damit sind die Gleise dann etwas näher erklärt. Ob ich hier alles genau berichtet habe, weiß ich nicht. Es erscheint mir halt logisch, bzw. so kenne ich es von anderen Gruben (Schaubergwerk Bochum, dies besuchte ich in den sechziger Jahren noch, als der Betrieb dort noch nicht eingestellt war.).

Liebe Grüße

tommy


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zuletzt bearbeitet 20.05.2026 | Top

RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#4 von Hachzer , 20.05.2026 08:03

Au ja, ein richtig fettes Montanthema mit Hand und Fuß. Ich kenne die Vorbildsituation leider nicht, aber dafür andere bergbauliche Einrichtungen in größerer Zahl. Habe auch schon Anlagen mit entsprechendem Thema gebaut.
Was du hier aber planst, sprengt alle meine bisherigen Vorstellungen und macht mich sehr neugierig auf die Realisierung.
Wie gesagt: Hand und Fuß sind vorhanden, was fehlt, sind Ausläufe für die Loks/Züge sowohl auf der Zahnradbahn als auch bei der Grubenbahn. Da müsste wohl auf jeder Seite noch ein Fiddleyard hin. Ist dafür genügend Platz vorhanden?
Gruß

Otto (OOK)


Alle Teilgebiete der Modellbahnerei sind gut, wichtig und richtig, aber der Bau und Betrieb einer Anlage, einer Modell-Eisenbahn, macht die Essenz dieses Hobbys aus. (A.C. Kalmbach, Gründer des Model Railroader)


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#5 von Tschubi , 20.05.2026 18:47

Hallo Zusammen,

so schnell hatte ich gar nicht mit Antworten gerechnet.

Erstmal zu Tommy:

Zitat
Was planst Du genau darzustellen? Die exakte Umladung des Roh-Erzes? Strecke auch noch, oder nur die Situation vor den Mundlöchern? Loks und Wagen wird es vermutlich wenig zu kaufen geben. Planst Du hier Selbstbau? Möchtest Du selbst rangieren oder eher einen automatischen Betrieb ablaufen lassen?



Möglichst viel des Betriebs und der Tätigkeiten rund um den Erzscheideplatz und das Zusammenspiel zwischen Zahnradbahn und Grubenbahn. Und eben noch so ein Querschnitt des Grubeneingangs oder so ähnlich. Prinzipiell würde ich gerne auch mehr noch in Richtung Hüttenwerk darstellen, das wird aber wenn ich den Plan auch in die Realität umsetzen will bei meinem zu Verfügung stehenden Platz nicht möglich sein. Zumindest vorerst nicht. D.h. klar ich kann auch mal noch eine Plan-Option machen wo ich noch die Anbindung in Richtung Remsbahn und Hüttenwerk mit berücksichtige, aber das wird dann vmtl. von den Ausmaßen zu groß. Bevor ich das Buch vom Seidel hatte, habe ich mir sogar anhand der Infos die ich hatte grob einen solchen Plan gemacht wo ich versucht habe alle 3 Bahnen und Gleisarten unterzubringen. Da wäre dann die Remsbahn auf einer Anlagenseite gerade vorbeigezogen und hätte in einem versteckten Bereich eine Schleife gedreht. Aber jetzt wo ich gesehen habe wie doch komplex schon die realistische Gleissituation im Bereich des Erzscheideplatzes und etwas darüber hinaus ist, muss ich davon eher wieder abrücken wenn ich es möglichst nahe am Vorbild haben will. Also wenn ich wieder mehr Phantasie zulassen würde, dann wäre da ggf. wieder in die ein oder andere Richtung mehr möglich. Aber ganz so eingegrenzt nur vor dem Mundloch bis ggf. zu den Erzscheideplatz-Überdachungen fast ohne Fahrmöglichkeit der Zahnradbahn wollt ich jetzt auch nicht unbedingt machen. Aber bei meiner aktuellen Planung ist quasi das entscheidende steile Stück der Zahnradstrecke im Prinzip auch so gut wie nicht drauf. Aber damit kann ich glaub leben. Und bei dem aktuellen Plan weiß ich auch noch nicht wie ich ggf. so einen verdeckten Fiddleyard unterbringen kann. Mal schauen wie ich das mache. Aber evtl. muss ich mich doch irgendwann wieder mehr einschränken auf einen begrenzteren Bereich. Aber bissl was machen und darstellen würde ich schon gerne. Bei YT gibt es ein super geniales Feldbahn-Video einer Streinbruch-Situation wo der Erbauer dann im Video das ganze schön geschnitten und mit Tönen hinterlegt hat. Dort hat er dann über mechanische Schieber z.B. die Loren entkoppelt und auch per mechanischem Hebel die Loren in so einen Bunker ausgekippt usw. Auch in diesem wunderschönen super kleinen Steinbruch-Scenario war schon echt super viel los und realistisch machbar. So ähnlich stelle ich mir das auch vor nur eben möglichst Nahe an der realen Situation so um ca. 1920 vor dem Tiefen Stollen :-). Da ich nicht wirklich in einer Region mit Gruben wohne muss ich mich aber hier noch zu vielen Themen und Begrifflichkeiten einlesen und lernen wie die verschiedenen Tätigkeiten ineinandergegriffen haben. Hab zwar schon bissl damit begonnen, aber so richtig in Fleisch und Blut ist das alles noch nicht übergegangen.

Bzgl. der Loks und Grubenbahnen bin ich mir tatsächlich auch noch etwas am Kopfzerbrechen. Also will ich mit einer Grubenbahn von Busch leben welche so dort eigentlich gar nicht zu dieser Zeit zum Einsatz gekommen ist, oder will ich z.B. die von dem Bild das ich aus den 1920ern kenne irgendwie versuchen nachzubauen. Also mit dem Gedanken spiele ich bei der Grubenbahn durchaus. Weil von Busch kann man zumindest das reine Fahrgestell/Motor erwerben. D.h. ich könnte hier durchaus ggf. mit heutigen Mitteln ggf. durch KI-Unterstützung eine realitätsnahe Nachbildung machen und dann ggf. irgendwo 3D-Drucken lassen. Habe leider keinen eigenen 3D-Drucker. Aber mit dem Thema würde ich mich später noch beschäftigen. Habe schon ganz schön viel Zeit damit verbracht überhaupt rauszufinden was für eine Grubenbahn welchen Herstellers das auf dem Bild bei Wasseralfingen überhaupt ist. Und bin bisher gescheitert. Glaube das wissen die selbst nicht mehr. Also über Chat mit KI bin ich von Siemens & Halske bzw. Siemens-Schuckert (SSW) über Deutz und alles mögliche gekommen. Weiß noch nichtmal so genau mit welcher Technik diese Grubenbahn dort gelaufen ist. Aber dort kamen über die Jahre wohl auch unterschiedlich motorisiert/elektrifizierte Grubenbahnen zum Einsatz. Wobei ich glaube gestern dann im Buch zum Besucherbergwerk irgendwo bei einem Bild dann noch das Stichwort Benzollok gelesen habe. Über Bild-Vergleiche und die Bildersuche bei Google und auch KI-Bildsuche habe ich schon ähnlich aussehende Grubenloks gefunden.

Glaube die Nachbildung der Zahnradbahn ist da noch aufwendiger/schwieriger. Die gibt es halt auch nicht wirklich von der Stange . Wobei ich da auch schon den Thread (glaube auch hier im Forum, bin mir aber nicht mehr sicher) gelesen habe, wo diese Lok quasi in Metall nachgebaut wurde. Das ist ja total faszinierend, aber komplett fern meiner Fähigkeiten und es ist auch nicht mein Ziel das so krass realistisch haben zu wollen. Also auch da würde ich dann eher eine Lösung vorziehen ob es für die entsprechende Spur irgend ein Fahrwerk gibt auf das ein schöner 3D-Druck gesetzt werden könnte. Wenn ich die Steigung nicht darstelle tu ich mich da aber zumindest was die Fahrwerksauswahl angeht ggf. etwas leichter. Die Crux ist ja, dass die Busch-Feldbahn-Technik da sehr flexibel wäre was das angeht und über diese Magnet-Technik da eine wirklich originalgetreue Steigung hinbekommen würde. Aber ich würde ja vmtl. für die Zahnradbahn dann ja eher H0e statt H0f einsetzen womit ich für die Zahnradbahn dann eben nicht den Busch Rohling für das Fahrwerk hernehmen könnte.

Also lange Rede kurzer Sinn. Auch da sind natürlich noch viele Fragen offen. Aber jetzt fange ich erstmal mit der Gleis-Planung an und mich generell mit der Materie Grubenbahn und das Drum-Herum zu beschäftigen. Ich glaube ich fange so langsam echt ein gewöhnliches Dokument an und schreibe für die diversen Sub-Topics meine Ideen und Erkenntnisse irgendwie strukturiert runter um nicht den Überblick zu verlieren.

Rangieren möchte ich können, ja. Komplett automatik will ich eigentlich bei dieser Bahn nicht haben. Mischmasch wäre für mich auch ok. Aber bei dem was ich momentan im Sinn habe was zum Einsatz kommt, läuft es eher auf manuell hinaus.

Danke auch zu deinen Ausführungen zu meinen Punkten. Zu 10: Meines Wissens kam hier nur diese eine erste deutsche Zahnradbahn zum Einsatz. Also keine zweite Lok auf dieser Spurbreite. Danke für die Ausführungen zu 9 und 4. Macht für mich auf alle Fälle Sinn was du da sagst.

Was mich noch bei diesem Gleisplan von Seidel gewundert hat ist, wie er genau diesen Part überhaupt so darstellen konnte. Weil auf dem Bild was er wohl zur Grundlage für seinen Gleisplan hergenommen hat, kann ich beim besten Willen diesen Teil so nicht erkennen. Also entweder hatte er doch noch irgendwelches andere Material oder er hat da bissl improvisiert. Oder im ggf. größeren Original ist doch noch etwas mehr zu erkennen als in dem Abdruck im Buch.

Nun zu Otto

Zitat
Was du hier aber planst, sprengt alle meine bisherigen Vorstellungen und macht mich sehr neugierig auf die Realisierung.
Wie gesagt: Hand und Fuß sind vorhanden, was fehlt, sind Ausläufe für die Loks/Züge sowohl auf der Zahnradbahn als auch bei der Grubenbahn. Da müsste wohl auf jeder Seite noch ein Fiddleyard hin. Ist dafür genügend Platz vorhanden?



Also ja, mal sehen ob es dann wirklich zur Realisierung kommt. Wäre jedenfalls schön. Aber jetzt stecke ich ja noch gaaaanz weit am Anfang. Dein Hinweis mit dem Fiddleyard ist definitiv richtig. Da muss ich jetzt mal sehen wie ich das mache und ob da wirklich genug Platz vorhanden ist oder ob ich da noch irgendwo was verändern kann dass das irgendwie geht. Diese L-Grundplatte aus meinem Screenshot ist die maximale Größe die ich realistisch in naher Zukunft angehen kann. Was in fernerer Zukunft ist, darüber mach ich mir erstmal nicht so viel Gedanken. Da könnte natürlich auch wieder mehr möglich sein, aber ich plane jetzt erstmal mit dem was realistisch jetzt möglich wäre. Aber ggf. mach ich dennoch Abwandlungen des Plans die sich nicht auf meine Situation so stark einschränken - mal sehen. D.h. meine maximalen Ausmaße dich ich momentan sehe sind so ca. 225x170 als L-Schenkelmaß mit jeweils so 100 bis 110 oder ggf. noch max 120.

Auf diese Plattengröße habe ich jedenfalls bereits auch ein paar andere Gleispläne die aber eher reine fiktive Spielbahnen auf M-Gleisbasis wären geplant. So eine reine fiktive Spielbahn mit wenig Anspruch auf Realismus baut aktuell u.a. auch mein Vater zur Zeit wieder. Den hat quasi das Eisenbahn-Fieber auch wieder gepackt. Allerdings komplett analog auf Basis des noch vorhandenen und erweiterten Materials auch auf M-Gleis Basis. Über ihn bin ich nun auch wieder angefixt. Aber ich persönlich habe da andere Interessen und auch Schwerpunkte die mich interessieren. Habe mich jetzt erstmal seit einiger Zeit viel mit diversen Gleisplänen beschäftigt und mich viel mit der digitalen Gleisplanung auseinandergesetzt. Aber auch da wäre noch viel möglich. Und seit ich mich jetzt etwas ausgiebiger mit diversen Themen beschäftige sehe ich zwar schon auch den Reiz darin ähnlich wie der Herr vom YT-Kanal Modellbahnkeller relativ schnell und pragmatisch zu einem fertigen Endergebnis und spielbaren Ziel zu kommen. Diesen Ansatz fährt eher mein Vater. Aber ich persönlich sehe auch sehr viel Reiz dahinter mich tatsächlich mit bestimmten Themen länger und intensiver auch im Detail auseinanderzusetzen was schon eher Richtung Dioramen-Bau etc. geht. D.h. ich würde versuchen die Themen zu kombinieren oder für den reinen Spielbetrieb noch zusätzlich auf Teppichbahnen zu setzen. D.h. persönlich will ich mich schon in den Bau-Techniken selbst versuchen an die Grenzen zu bringen und eben weiterzuentwickeln. D.h. wirklich auch Gebäude Selbstbau, Bäume etc. pp. Zusätzlich reizt es mich eben jetzt auch mal ein Scenario umzusetzen was es in der Realität so auch gegeben hat. Und das ließe sich ja dann alles super verbinden. Sprich man lernt was neues indem man sich in die Thematik wie jetzt Bergbau einließt, beschäftigt sich tiefer mit den unterschiedlichen Arten von Lokomotiven die es so gab und nicht nur mit den typischen Bahnen der Haupt und Nebenbahnen und kann sich in vielfältige Bau-Techniken einarbeiten. Eine unendlich große Möglichkeit sich Weiterzuentwickeln und zu beschäftigen. Klingt toll solange es nicht zum Frust wird gell . Aber jetzt gehe ich mal noch positiv aber ohne Hektik und gechillt an die Sache ran. Woher der Hang kommt sich jetzt ggf. tiefer bzw. im Detail hier mit diesem Thema in alle möglichen Richtungen auseinanderzusetzen kann ich dir auch nicht sagen. Die Recherche macht mir jetzt jedenfalls schonmal Spaß. Aber das kommt ggf. daher da ich auch schon viel Ahnenforschung gemacht habe und da muss man auch viel recherchieren. Diesbezüglich könnte ich jetzt natürlich auch bei diesen Recherchen hier noch extrem viel ausholen und versuchen an Infos zu gelangen. Aber da will ich glaub dann doch auch nicht zuuuu tief absteigen sondern den Fokus doch eher auf die Modellbahn setzen. Will ja kein neues Buch zu den Grubenbahnen von Wasseralfingen rausbringen

Grüße,

Tschubi


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#6 von E16-06 , 20.05.2026 22:40

Hallo Tschubi,

ich bin über "Wasseralfingen" hier reingestolpert.
Soll hier wirklich um das Wasseralfingen (bei Aalen) gehen, oder soll es da um einen fiktiven Ort mit zufälliger Namensgleichheit gehen?
OK, Frage ist beantwortet ... es geht um das "echte" Wasseralfingen.

Dass es diese ehemalige (und seinerzeit erste deutsche) Zahnradbahn gab, ist mir durchaus bewusst ... aber das war es dann auch schon.
Und das, wo ich doch seit fast 20 Jahren meine Brötchen direkt neben (wenn nicht sogar auf) der Strecke der ehem. Zahnradbahn verdiene.

Zu mehr als einer Führung im Besucherbergwerk hat es bei mir auch nicht gereicht.
Dass es irgendwo Spuren / Relikte der Zahnradbahn gibt, wäre mir nicht bewusst.

Zitat von tommynorden im Beitrag #2
Ob es hier im Forum noch weitere Kandidaten gibt, die mehr mit dem Thema anfangen können, weiß ich nicht. Mal abwarten, ob und wer sich meldet. Spannend ist Dein Thema auf jeden Fall, aber eben auch ein echtes Spezialisten-Thema ... !

Anfangen ja, aber eben im Hinblick darauf, dass ich dieses Projekt hier gerne weiterverfolgen möchte, da es ja sozusagen "ums Eck" ist.
> Ich hab mal ein Abo hier gesetzt.
Aber wie Tommy schon schreibt, es ist ein Spezialisten-Thema.

Spannend ist es ja schon, es ist das 2. (recht spezielle) Projekt mit Thema aus der Region Aalen hier im Forum ist ... denn es gibt hier ja auch jemanden, der den ehem. Härtsfeldbahn-Güterbahnhof Aalen nachbaut.

Ich wünsch dir viel Erfolg bei der weiteren Recherche, und hoffe sehr, dass es auch zur Umsetzung kommt (die ich auch gern verfolgen würde).

Grüße,
Stephan


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#7 von tommynorden , 20.05.2026 23:59

Moin!

Ich frage einfach mal direkt, Tschubi. Wie wichtig ist Dir das Thema Wasseralfingen? Muss es dieses Bergwerk sein oder kann es auch ein anderes Werk sein?

Ich kann mir vorstellen, dass das Thema Wasseralfingen in Verbindung mit der Zahnradbahn wichtig und interessant ist. Allerdings hast Du auch selbst geschrieben, dass die Umsetzung nicht so einfach zu realisieren wäre. Hier habe ich eine etwas andere Perspektive. Für mich würde das Thema aus der Sicht des Modellbahners Sinn ergeben. Ein etwas kleineres Bergwerk mit Grubenbahn, die automatisch betrieben werden kann. Dazu eben die Umladung auf entweder eine Schmalspur-Bahn oder direkt auf die Normalspurige Bahn. Ganz pragmatisch sehe ich hier die Schwierigkeiten Schmalspur-Fahrzeuge zu beschaffen, von Zahnradbahn mal ganz abgesehen. Da wäre es mit den normalspurigen Fahrzeugen schon deutlich einfacher.

Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass genau das Darstellen der Situation in Sito Wasseralfingen schon für Dich wichtig sein kann. D.h. in meinen Augen dann eine Jahrzehnte dauernde Arbeit, Loks und Wagen maßstäblich umzusetzen und praktisch in Handarbeit zu fertigen. Ich glaube, hier musst Du entscheiden, was Dir wichtiger ist, Thema Bergwerk als Modellbahn oder Thema Zahnradbahn als Spezialisten-Thema.

Alles weitere ist dann eine Frage von Platz, Geld, Geduld und Enthusiasmus!

Meine heutigen beiden Cent zum Thema ...

Liebe Grüße aus dem Norden

tommy


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RE: Eine kleine Nebenbahn ... der zweite Versuch ... !


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#8 von tommynorden , 21.05.2026 00:13

Zitat von E16-06 im Beitrag #6


Spannend ist es ja schon, es ist das 2. (recht spezielle) Projekt mit Thema aus der Region Aalen hier im Forum ist ... denn es gibt hier ja auch jemanden, der den ehem. Härtsfeldbahn-Güterbahnhof Aalen nachbaut.



Moin, Stephan!

Ohne hier Tschubis Thread okkupieren zu wollen, darf ich bescheiden darauf hinweisen, dass Aalen praktisch das Idealbild einer Modellbahnstadt darstellt. Zweigeisige Hauptstrecke mit abgehender Nebenbahn (die Brenzbahn). Dazu ein relativ großes BW mit Drehscheibe (... was heute alles leider weg ist). Dazu beginnt hier noch eine Schmalspurstrecke (die Härtsfeldbahn) mit der beachtlichen Länge von rund 55 Kilometern. Dass es in unmittelbarer Nachbarschaft noch ein Bergwerk mit eigener Zahnradbahn gab (Wasseralfingen ist heute ein Vorort von Aalen) muss der Vollständigkeit auch noch erwähnt werden.

Was will man eigentlich mehr, aus Modellbahners Sicht?

Aber zurück zu Tschubi und dem Thema Wasseralfingen ... !

Liebe Grüße

tommy


Eine kleine Nebenbahn ... vom Fiddle Yard über den Zwischenbahnhof zur Endstation

RE: Eine kleine Nebenbahn ... der zweite Versuch ... !


 
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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#9 von KaBeEs246 , 21.05.2026 19:01

Hallo Tschubi und alle anderen,

Zitat von tommynorden im Beitrag #8
Was will man eigentlich mehr, aus Modellbahners Sicht?

weniger!
Es sei denn, man will eine Vereinsanlage bauen.

Gruß von Ruhr und Nette

Hans


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#10 von Tschubi , 21.05.2026 23:41

Also hallo an die Nachteulen des Forums ,

erstmal zu Stephan:

Zitat
Und das, wo ich doch seit fast 20 Jahren meine Brötchen direkt neben (wenn nicht sogar auf) der Strecke der ehem. Zahnradbahn verdiene.



Cool, find ich super dass auch jemand von der Gegend dort mitliest. Freut mich. Danke für deinen Kommentar und das Interesse.

Nun weiter mit den Antworten an Tommy:

Zitat
Wie wichtig ist Dir das Thema Wasseralfingen? Muss es dieses Bergwerk sein oder kann es auch ein anderes Werk sein?



Also super wichtig würd ich jetzt nicht sagen. Hab halt den Bezug über meinen Besuch in der Jugend. Generell könnte es vmtl. jedes andere auch sein. Aber ich habe mich nunmal jetzt begonnen damit zu beschäftigen und fand gleich zu Beginn eben das Zusammenspiel zwischen der ersten Zahnradbahn und der Grubenbahn spannend, wenn dieses Zusammenspiel auch nur einen kurzen Zeitraum angedauert hat und die Zahnradbahn dann später ja durch die Drahtseilbahn ersetzt wurde und der Abbau ja dann so oder so nach weniger wurde und eingestellt wurde. Also warum nicht dieses wäre die Gegenfrage . Naja gut, ggf. gibt es bei anderen Gruben noch mehr erhaltene Infos und Gleispläne etc. pp. Aber ums Eck ist bei mir leider keine wenn ich nicht ganz falsch liege. Außer in Wasseralfingen war ich mal noch im Erlebnis Bergwerk Merkers in Hessen. Mehr kenne ich wenn ich mich recht entsinne bisher nicht. Wenn ich jetzt wirklich um die Ecke wäre bei Wasseralfingen, würde ich mich durchaus wirklich tiergehender mit bestimmten Themen und Recherchen ggf. in entsprechenden Archiven beschäftigen. Aber das fange ich jetzt mit der entsprechenden örtlichen Distanz nicht auch noch an. Da muss dann der Fokus doch mehr auf dem Modellbau liegen und die details zurückstecken wenn nix online und Büchern die ich habe zu finden ist. Klar mal einen neuen Besuch dort beim Besucherbergwerk mit der Familie plane ich schon ein. D.h. schön bissl nen Kurzurlaub mit der Familie und Erlebnis im Bergwerk mit den Kids mit dem Hobby verbinden .

Zitat
Ein etwas kleineres Bergwerk mit Grubenbahn, die automatisch betrieben werden kann.



Dazu gehe ich später indirekt auch nochmal ein. Da sind mir nämlich heute auch paar Fragen dazu gekommen.

Zitat
Dazu eben die Umladung auf entweder eine Schmalspur-Bahn oder direkt auf die Normalspurige Bahn. Ganz pragmatisch sehe ich hier die Schwierigkeiten Schmalspur-Fahrzeuge zu beschaffen, von Zahnradbahn mal ganz abgesehen. Da wäre es mit den normalspurigen Fahrzeugen schon deutlich einfacher.



Also, Busch hat da was diese Feldbahnen angeht ja einiges im Programm. Hab auch über die KI-Suche noch paar andere interessante Hersteller gefunden die mir grad auf die schnelle aber nicht einfallen. Die Zahnradbahn ist im Prinzip ja auch nur das Problem, wenn man die sehr originalgetreu haben will. Das wird dann wirklich herausfordernd. Klar, die Szenerie und Zusammenspiel zwischen Zahnradbahn und Remsbahn wäre eigentlich auch ganz spannend und dann hätte man ggf. 1 Problem weniger. Mal sehen, ggf. mach ich ja für diese Szene zumindest auch noch einen Anlagen-/Gleisplan. Am Anfang hatte ich ja die Idee alle 3 Spurgrößen ins Spiel bringen zu können, habe aber dann recht schnell bemerkt dass ich da "stauchen" kann wie ich will, das wird nichts wenn ich die Gleis-Situation der Grubenbahn einigermaßen realistisch haben will. Und ja, da muss ich nochmal in mich gehen ob ich auf eine H0-Anlage verzichten kann/will und da nur Teppichbahnen würde oder ob mir (eine fiktive) H0-Anlage wichtiger wäre. Weil Platz für alles hab ich ich sag mal mindestens in den nächsten 10 Jahren nicht .

Zitat
D.h. in meinen Augen dann eine Jahrzehnte dauernde Arbeit, Loks und Wagen maßstäblich umzusetzen und praktisch in Handarbeit zu fertigen. Ich glaube, hier musst Du entscheiden, was Dir wichtiger ist, Thema Bergwerk als Modellbahn oder Thema Zahnradbahn als Spezialisten-Thema.



Ja, das ist definitiv richtig. Ich werde versuchen da irgendwie eine Gratwanderung zu gehen. D.h. ich brauch nicht gleich die originalgetreuen Loks am Start haben. Ich kann auch erstmal eine Standard-Busch Deutz Feld-/Grubenbahn rumfahren lassen die auch in die Zeit passt und dann die etwas altern. Da bin ich flexibel. Kann dir auch noch nicht sagen wie sehr es mir bei der Grubenbahn darauf ankommt wirklich eine originale Lok nachzubilden die zu dieser Zeit in diesem Bergwerk gefahren ist. Zumal zu der angedachten Zeit da wirklich die Informationslage sehr sehr dünne ist. Und auch bei der Zahnradbahn finde ich es zu Beginn nicht dramatisch wenn da erstmal ne andere Lok rumfährt. Also den ersten Fokus würde ich auf die Gleise / den Gleisplan setzen und erstmal alles relativ schnell grundsätzlich befahrbar machen. Bei der Landschaftsgestaltung und auch Häuserbau will ich mir dann bewusst Zeit lassen und vieles lernen und mich reinfuchsen und soweit es geht hier auch möglichst detailgetreu werden. Aber das ist sicher auch eine rießen Herausforderung. Also, wie soll ich es am besten sagen. So viel an die Realität anlehnen wie möglich und wie es letzten Endes meine Fähigkeiten, Zeit, Geduld zulassen. Alles kann, nichts muss. Aber generell wollte ich mich hier jetzt echt mal an ein reelles Vorbild wagen und eben keine rein fiktive Bahn entwerfen. Da hätte ich schon paar Pläne in petto wenn ich die umsetzen wollte. Da ich erstmal nur für 1 Anlage Platz habe und das auch nicht wirklich sehr viel, muss oder soll die bei mir jetzt auch bewusst nicht schnellst möglich fertig sein. Aber relativ schnell Fahrbetrieb wäre schon nicht ganz so schlecht. Ggf. unterteile ich das ganze auch irgendwie noch in Module, mal sehen. Umsetzung hin oder her, letzten Endes macht auch die Planung und das Beschäftigen mit diesem konkreten Thema und Anwendungsfall eigentlich richtig Spaß und man lernt dazu. Also alles was ich jetzt schon mache gehört ja irgendwie schon zum Spaß am Hobby dazu. Bis vor nicht allzu langer Zeit war bei mir das Thema Feldbahnen noch nicht mal annähernd im Bewusstsein oder Fokus. Im Prinzip könnte ich ggf. auch so ein Spinnennetz-Diagramm machen wo ich verschiedene Themen wie "realistische Landschaft", "Gleisplan Originalität", "realistische Gebäude", "geschichtliche Originalität", "Originalität der Lokomotiven" usw. Gewichte wie wichtig das jeweilige Thema für mich ist.

So, noch bissl abschweifen: Das ganze Thema Modelleisenbahn ist ja wirklich brutal vielfältig muss ich sagen. Was ich mich in letzter Zeit erst mit dem ganzen Thema Blockabschnitte und Möglichkeiten für analogen und digitalen Mischbetrieb, Flankenschutz und und und auseinandergesetzt habe - eieiei - soviel Neues gelernt. Klar, kann man jetzt auch wieder sehen wie man will. Mein Dad baut halt voll analog und gut ist und beschäftigt sich mit dem digitalen oder auch analogen Automatikbetrieb und was da machbar ist so gut wie gar nicht mehr. Ist aber für seinen Anwendungsfall in meinen Augen komplett richtig wie er das macht und wie er vorgeht und auch viel Spaß mit günstig zu erwerbenden analogen Loks hat. Ich kenn ihn ja gut und weiß wo er persönlich in der ganzen Technik so seine Grenzen hat. Da beschäftige ich mich halt automatisch durch meinen IT-Background dann schon tiefer damit, obwohl mich eben die analoge Technik auch noch brutal interessiert . Dazu kommt wenn ich mit 70+ noch eine Anlage baue will ich vmtl. auch schneller ein Ergebnis sehen wie wenn ich mit 40+ eine baue. Ok, muss nicht so sein aber die Wahrscheinlichkeit steigt dass das so ist würd ich mal sagen. Ich glaube an Ideen die ggf. gerne angehen würde fehlt es mir nicht. Deshalb werde ich sicher auch immer mal wieder bestimmte Szenarien die ich definitiv nicht umsetze zumindest planen. Weil ich habe bemerkt, dass mir das reine Erstellen von Gleisplänen oder analysieren anderer Pläne durchaus auch Freude bereitet. Was ich mich frage ist, warum eigentlich die Modellbahn-Szene und Hersteller noch nicht auf mehr fiktive Themen oder Dinge wie z.B. bei den Klemmbausteinen wie Cyberpunk oder Steampunk etc. aufgesprungen sind. Was weiß ich man könnte auch so Zukunftsstädte mit Schwebebahnen und Co. bauen. Da kommt mir gleich Gotham City von Batman in den Sinn oder auch eine Stadt aus einem alten Computerspiel "Beneath a Steel Sky". Man könnt auch den Europapark nachbauen. Da haste dann auch paar verschiedenen Bahnen und noch deutlich mehr Spaß am sonstigen Gebäudebau . Bei richtigen SiFi-Themen wird es allerdings vmtl. schwer mit Lokomotiven .

Noch bissl was zu folgenden Punkten:

von Tommy

Zitat
...Aalen praktisch das Idealbild einer Modellbahnstadt darstellt



und von Hans

Zitat
Es sei denn, man will eine Vereinsanlage bauen.



Ihr habt ja beide irgendwo Recht und einen Punkt. Also ja, diese Gegend mit diesen diversen Bahnen ist eigentlich genial wenn man vielfältige Bahnen abbilden will. Aber klar, für eine Heimanlage muss man sich da schon eher wieder auf Ausschnitte fokussieren und kann nicht alles haben. Und genau das habe ich mich eben auch schon gefragt, warum hat das eigentlich noch kein Verein nachgebaut. Oder ich weiß es halt nur nicht. Also wenn ich es richtig gesehen habe gibt es ja einen Verein Eisenbahnfreunde Aalen e.V. Für die wäre ja dieses ganze Thema und das Zusammenspiel dieser verschiedenen Bahnen quasi prädestiniert. Aber ggf. haben die ja auch sowas gemacht. Wäre ja sogar geil wenn z.B. das Besucherbergwerk selbst irgendwo vor dem Bergwerk in einem Raum/Haus sowas als Modell hätte. Um quasi die Situation von früher im Modell irgendwie interessant den Besuchern präsentieren zu können.

So, jetzt hab ich aber schon wieder viel zu viel gelabert.
Hier mal noch kurz und knackig meine heutigen Anpassungen am Plan.
Was habe ich gemacht:
- Alles nochmal bissl gestaucht/geschrumpft wo möglich. Dazu habe ich mir überlegt wieviel Gleise z.B. bei Busch ich brauche um eine Grubenbahn mit 5-6 Loren abzustellen. Das müssten ungefähr 3 von den 66,6 mm Gleisen sein.
- versteckte FiddleYards eingeplant
- Platten-Form der Szene angepasst so dass ich v.a. den geplanten Seitenschnitt von einem Stück des Stollens habe
- Tagstrecke Nr. 1 wegrationalisiert



Ggf. plane ich das ganze auch noch genau anders herum. So dass quasi der Berg und Wald die Hintergrund-Szene/Panorama ist und man von der anderen Seite auf die Anlage schaut. Dann tu ich mich aber vmtl. schwer mit der FiddleYard Planung und Thematik. Zusätzlich könnte es dann speziell bei meinem Platz problematisch werden mit der Idee des Seitenschnitts des Stollen-Eingangs was die Lage betrifft. Aber mal sehen. Das ist mir jetzt nur halt aufgefallen als ich die ganzen Bäume da mal hingemacht habe dass das vom Blickfeld her ggf. nicht ganz so toll ist. Aber mal sehen.

Achso ja, und zum Thema Automatikbetrieb wollt ich ja noch was sagen. Da hab ich mich als ich die FiddleYards gemacht habe dann tatsächlich gefragt wie das überhaupt mit der Busch Feldbahn realisierbar ist. Die hat doch so out-of-the box nur so eine super einfache Steuerung oder. Quasi vorwärts und rückwärts per Schalter und gut ist. Keine Ahnung wie dann noch die Geschwindigkeit reguliert werden kann. Aber wie kann ich dann hier überhaupt einen Betrieb hinbekommen, wo dann ggf. eben mehrere Grubenbahnen ihre Kreise ziehen. Wie mach ich das denn mit den Busch Gleisen dann? Hat da jemand Erfahrung was da machbar ist. Also wenn ich z.B. aus der Grube immer mal eine andere Grubenbahn ausfahren lassen will beispielsweise. Also ich könnte mir schon vorstellen hier 3 oder 4 Grubenbahnen zum Einsatz kommen zu lassen bei diesem Gleisplan. Weiß nur nicht was da eben Steuerungstechnisch möglich ist. Sind die Weichen eigentlich per default nur im Handbetrieb bei diesen Standard-Weichen von Busch, oder kann ich die auch steuern? Hab ich noch gar nicht nachgesehen. Naja, kann ich ja selbst noch nachsehen

So, das soll es vorerst mal wieder gewesen sein. Wie gesagt schwebt mir noch vor alles irgendwie strukturierter zu dokumentieren was ich so recherchiere und in Themengebiete aufzuteilen. Aber mal sehen bis wann ich da was teilen kann.

Grüße,

Tschubi


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#11 von Tschubi , 22.05.2026 23:09

Hi Zusammen,

ich habe da mal ein Google Docs Dokument angefangen wo ich nun diverse Themen zu diesem Projekt aufschreibe. Werde dann den Link hier auch noch posten sobald ich das darf. Brauch ja anscheinend 5 Beiträge bis ich das darf. Jedenfalls habe ich das Dokument dann mal für alle die den Link haben zum Betrachten freigegeben. Falls jemand da mitschreiben will gerne bei mir melden und ich gebe das für die Person dann auch zum Bearbeiten frei. Ist tatsächlich mein erstes Google Docs Dokument. Hatte bisher irgendwie keinen Anwendungsfall dafür, dachte aber ich versuche das jetzt dafür mal. Falls ihr nur betrachtet könnt ihr falls euch was auffällt oder ihr Anregungen, Ideen egal was habt ja einfach ein Post hier im Forum machen.

Grüße,

Tschubi


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#12 von Tschubi , 23.05.2026 15:40

So,

dann verlinke ich mal wie angesprochen. Steht aber momentan noch nicht sonderlich viel drin . Soll erstmal ein Gerüst und halt ein erster Anfang sein. Hoffe es funktioniert dann auch bzgl. Zugriff wie gedacht.

Arbeitsdokument - Google Docs

So, jetzt aber wieder ab in den Garten und ein Mix aus chillen und paar Dinge reparieren . Schönes langes WE wünsche ich allen die es haben. Und um alle abzuholen, also auch die die ggf. einen Job haben wo grad gearbeitet wird, schonmal viel Vorfreude auf die hoffentlich baldigen freien Tage.

Grüße,

Tschubi


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#13 von Tschubi , 26.05.2026 20:59

Hallo Zusammen,

hab grad mal schnell einen Versuch unternommen den Plan so umzumodeln dass die Grundplatte eine einfache Form hat und dass ich die Ansicht wie bereits schonmal angemerkt von der anderen Seite habe und die Steigung in Richtung Wald quasi die Plattenrückseite/Rückwand ist.

Müsste mit paar Kompromissen hier und da eigentlich auch gehen. Die Gleise bei der Erzrutsche sind hier explizit erstmal weggelassen und wenn würde ich diese bei diesem Grundriss vmtl. so oder so nur ohne Fahrbetrieb angedeuten. Einblick in das Mundloch vom Tiefen Stollen ist hier auch explizit rausgelassen. Die ersten Meter dort sind so oder so relativ "unaufgeregt". Stattdessen könnte ich auch einen Einblick in die Tagstrecke 1 von der Seite machen. Dort sind meines Wissens keine Gleise verlegt worden und könnte Männchen ggf. mit Handkarren etc. darstellen. Das Parallelgleis nach dem Mundloch habe ich auch wieder entfernt. Ist auf dem Plan/Skizze von Seidel ja so oder so nicht drauf. Aber da fuchsen mich noch bissl die Unstimmigkeiten im Vergleich mit den diversen alten historischen Fotos vor der Grube. Aber zur Not lehne ich mich da auch einfach an die Gleisplan-Rekonstruktion von Seidel an wenn ich da auch noch einige Fragezeichen dazu habe.

Aber evtl. verändert sich da dann über diverse Themen nochmal einiges. Das sollte jetzt mal nur wieder ein schneller Versuch sein.



Grüße,

Tschubi


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#14 von Tschubi , 31.05.2026 22:15

Hallo Zusammen,

kleine Info. Habe den aktuellen Stand des Gleisplan nun mal in der Gleisplan Community von RailModeller Pro hochgeladen.

Habe nochmals paar Veränderungen vorgenommen und v.a. auch die Position der Erzrutsche an diese Stelle versetzt wo ich aktuell denke dass sie vmtl. ungefähr war. Aber die Gleise im oberen und das Zuführungsgleis im unteren Bereich der Rutsche entspringen momentan noch weitestgehend meiner Phantasie. Dass die Gleise aber vom Süßen Löchle bis zur Unterkunft der Bergleute geführt haben und von dort dann die Erzrutsche genutzt wurde, das konnte ich nachlesen.

Im Prinzip könnte auf diesem Plan nun auch wieder ein kleiner Pendel-Fahrbetrieb in diesem Gleisabschnitt hin zur Erzrutsche stattfinden. Habe jetzt einfach mal das eine Ende der Strecke in einem Waldstück auslaufen/enden lassen und das andere hinter der Panoramawand.

Das Unterkunftshaus der Bergleute und auch das Mundloch der Tagstrecke Nr. 1 ist nun wieder vom Plan verschwunden und würde nur als Bild auf die Panoramawand kommen wenn möglich. Das hat von den Dimensionen auch gestaucht nicht wirklich gepasst. Wenn ich ein Geländebild als Overlay über die Anlage in der jetzigen Form lege passt das eigentlich meiner Meinung nach ganz gut wie nun alles angeordnet ist.

Grüße,

Tschubi


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#15 von Tschubi , 02.06.2026 22:25

Hallo Zusammen,

ich beschäftige mich aktuell nochmal mit dem Gleismaterial und mache mir auch Gedanken zur Landschaft, Höhenunterschieden etc. pp.

Aber zunächst hätte ich mal eine Frage an euch bzgl. dem Gleismaterial.

Also für die 600mm Spur der Grubenbahn würde ich jetzt mal die Busch-Gleise in H0f lassen. H0f ist ja vom Maßstab dann auch sehr Nahe an der Realität dran. Bei Busch bin ich halt wegen ihrem Grubenbahn Sortiment gelandet. Wobei prinzipiell muss ich bei der Grubenbahn keine starken Steigungen abbilden weshalb es jetzt nicht so auf diese Magnet-Technik wie bei Busch ankommen würde. Macht aber dort bei den kleinen Bahnen vmtl. nicht nur aus Steigungs-Gründen Sinn. Oder hättet ihr auch da Alternativ-Vorschläge aus irgendwelchen Gründen? Mit dem Thema Eigenbau komplett habe ich mich jetzt noch nie wirklich befasst und hatte ich bisher auch nicht vor. Aber auch da lasse ich mich gerne eines besseren belehren wenn es gute Argumente gibt.

Nun aber zur 1000mm Spurbreite der Zahnradbahn. Keine Ahnung was mich eigentlich geritten hat hier meine Planung bisher in H0e zu machen. Jetzt beim nochmal drüber nachdenken müsste ich ja eigentlich eher zu H0m Gleismaterial greifen was ja der Realität wieder am nächsten kommen würde (quasi m für Meter und halt ca. 1044mm in der Realität bei 12mm Spurbreite im Modell). D.h. ich würde jetzt mal versuchen ob es mir gelingt meinen aktuellen Gleisplan der mir eigentlich ganz gut gefällt doch noch mit einem H0m Gleis aufzubauen. Allerdings weiß ich nicht welche Gleise welchen Herstellers hierfür wiederum am besten geeignet wären. So wie ich bisher hier die Gleise geplant habe muss ich mir aber denke ich wieder ein Gleismaterial raussuchen wo es auch entsprechende Flexgleise gibt. Bei den H0e Gleisen hatte ich ja in der Software RailModeller Pro spontan zu Peco 00-0 Setrack gegriffen.

Bei H0m stehen mir im RailModeller Pro folgende Gleismaterialien zur Auswahl:

- Bemo H0m Code 70
- Bemo H0m Standard
- LUNA (Tillig) Tram H0m
- Peco H0m
- Tillig H0m

Wenn ich mir die mal so grob ansehe würde ich jetzt mal das LUNA rausnehmen. D.h. zu welchem Gleis der 4 übrigen würdet ihr mir denn raten und warum? Erfahrung hab ich mit keinem der Gleise und auch keinen anderen Gleismaterial der Hersteller. Ich tendiere zu Peco H0m (ist glaube ich Code 75) wegen der Optik / Schwellenlage und da die Peco-Weichen wohl als sehr zuverlässig gelten? Oder zu Demo H0m Code 70 wegen der maximalen Realitätsnähe. Weiß aber nicht ob das dann schon wieder zu filigran für mich ist und wie ich damit zurechtkomme. Ein weiterer Punkt könnten natürlich die eingesetzten Fahrzeuge und die Radsätze (Spurkränze) sein. Aber da ich ja für dieses Scenario noch kein Fahrmaterial habe wäre ich da ja noch flexibel. Wäre halt auch die Frage wo es für diese Spur und das Gleismaterial ggf. Fahrwerke/Motoren gibt wo ggf. ein Eigenbau-Chassis dann drauf kann. Das Memo H0m Standard ist glaube ich ein Code-100 Profil und wirkt vmtl. für diesen Einsatzzweck dann zu wuchtig. Das Tillig H0m Material ist anscheinend eher auf moderne Schmalspurbahnen ausgelegt und wirkt dann für eine alte Bahn in den 1920ern ggf. zu modern. Memo und Peco haben ja entsprechendes Flexgleis im Angebot.

Grüße,

Tschubi


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#16 von Tschubi , 02.06.2026 22:53

Hmm...

hab grad mal bissl mit dem Peco H0m Gleis umprobiert. Glaube mit diesem H0m Material bringe ich den Gleisplan so wie ich ihn aktuell habe und auch wieder ähnlich abbilden will nicht hin, da einfach die Weichen deutlich länger sind und mir somit zu viel Platz flöten geht. Aber mal sehen. Ich werde noch bissl experimentieren. Ansonsten bleibt es halt Realitätsnähe hin oder her doch beim H0e .

Grüße,

Tschubi


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#17 von Tschubi , 02.06.2026 23:26

So, und gleich nochmal....

Also hinbekommen habe ich es tatsächlich irgendwie. Aber gefallen tut es mir irgendwie nicht so wirklich im Vergleich. V.a. hinten der Bereich mit dem Stumpfgleis wo dann wieder in Richtung Schüttgerüst gefahren wird. Das ist jetzt halt wegen dieser Weichen-Längen und Geometrie finde ich nicht so gelungen. V.a. wer das Buch von Seidel hat und das ganze mal mit der Skizze auf Seite 53 vergleicht kann das ggf. verstehen. Ich habe prinzipiell auch mal bei mir ein Overlay-Bild des Geländes drunter gelegt, was ich hier aber nicht posten kann.

Version H0e:



Version H0m:



Evtl. könnte ich auch noch etwas mit den Weichen und der Positionierung spielen, aber glaube so richtig schön bekomme ich das bei diesem Stumpfgleis dann mit der Länge und Form und der Lage in Relation zum Stumpfgleis der Grubenbahn nicht hin wenn man sich das Gemälde von Wengert auch noch anschaut an welchem sich Seidel orientiert hat. Irgendwie sieht es auf dem Gemälde und auch der Zeichnung von Seidel fast schon so aus als ob bei dieser Abzweigung zum Schüttgerüst eine 3-Fachabzweig zum Einsatz kam.

Naja, muss ich glaub erst mal bissl sacken lassen das Ganze

Grüße nochmal,

Tschubi


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#18 von lernkern , 02.06.2026 23:49

Moin.

Aaaaalso, ich habe schon H0m-Weichen von Tillig (2 Stück) Peco (10 Stück) und Bemo (2 Stück) verbaut.

Der große Vorteil bei den Pecos ist für mich, dass die Zungen durch einen Federmechanismus sicher anliegen. Bei Tillig und Bemo muss man das "nachrüsten". Auf der anderen Seite braucht man eh einen Antrieb, da kann man auch die Endlage sicherstellen. Ist halt bissl mehr Aufwand. Wissen muss man bei den Pecos, dass das Herzstück nicht isoliert ist. Das heißt, die Polarität des Herzstücks liegt auch an der Zunge und an den beiden Schienenstücken an, die vom Herzstück zum stumpfen Ende der Weiche führen (ich kann mir einfach nicht merken, wie die heißen). Man muss also drauf achten, dass die Nachbargleise keinen elektrischen Kontakt zu den Herzstückschienen haben. Oder man baut die Weiche um. Das habe ich früher gemacht, jetzt lasse ich es und hatte bisher keine Probleme damit. Falls dir das wichtig ist, sei auch noch gesagt, dass die Pecos halt ein englisches Gleis darstellen, kein deutsches. Mir macht das nichts aus.

Die Tillig haben einen Abzweigwinkel von 18° und einen Radius von ca. 36cm, sind also die "engsten". Sie haben keine Gelenke in den Zungen, sondern Federzungen. Das sieht prima aus. Was mich nervt ist, dass die Radlenker nur eingeschoben sind und ich sie noch nicht nachhaltig dazu bewegen konnte, an Ort und Stelle zu bleiben. Da muss man beim Gleise reinigen gut aufpassen. Die Stellschwelle soll bei Tillig empfindlich sein, aber damit hatte ich in zwei Jahren noch keine Probleme. Es sind schöne Weichen.

Bei den Bemos habe ich, weil ich über Kontaktschwierigkeiten gelesen habe, wirklich an jedes Stück Schienenprofil eine Stromversorgung angelötet. Beide tun seit jetzt über 10 Jahren problemlos ihren Dienst.

Luna hat mich schon immer interessiert, ich habe es aber noch nie ausprobiert, weil das Herzstück aus Plastik ist und ich zweiachsige Loks und TWs habe, die da sicher nicht drüberkommen. Die Herzstücke mit Strom zu versorgen ist bei mir ein Muss!

Alle anderen Gleise (außer der Weichen) sind bei mir Flexgleise, da nehme ich, was ich günstig bekomme. Oder der Händler vorrätig hat.

Für die Feldbahn würde ich auch beim Busch-Gleis bleiben. Das Magnetband soll auch sehr gut für die Stromabnahme sein. Es gibt hier im Forum Leute, die sich aus Z-Gleisen und Magnetbändern Gleise gefrokelt haben, das geht also auch. Aber mit H0f kenne ich mich echt nicht aus.

H0m oder H0e: ich würde bei H0m bleiben, aber wenn du schwankst, kannst du ja auch mal schauen, was es für welche Spurweite so an Rollmaterial gibt, was dir zusagt und was die Preise kosten tun.

Von dem ganze Kladderadatsch mal abgesehen: du hast dir ein tolles Vorbild ausgesucht, dein Plan scheint sich langsam zu entwickeln und ich bin schon neugierig, wie es hier weitergeht!

Viele Grüße

Jörg


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#19 von lernkern , 02.06.2026 23:53

Moin nochma.

Weil ich grade deinen neuen Plan sehe und deine Bedenken wegen des Weichwenwinkels: du kannst ja auch Weichen von verschiedenen Herstellern mischen...

Gruß

Jörg


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#20 von Tschubi , 03.06.2026 17:03

Hallo Jörg,

vielen Dank für deine Info zu deinen Erfahrungen mit diesen Gleisen.

Werde mich noch etwas ausführlicher über die Technik und auch die Optik der Gleise informieren. Bei Bemo Code 70 habe ich auf der Website bei Bemo bemerkt, dass dieses Gleisprogramm wohl offiziell eingestellt wurde. Und das Standard-Bemo Gleis ist wohl kein Code 100 sondern ein Code 83 Gleis. Ansonsten informiere ich mich jetzt mal über das ganze Herzstück Polarisierungs-Thema und das auch speziell bei den Peco-Gleisen (Insulfroc, Electrofrog, Unifrog) und was es da bei Peco auf der Website dann grad für H0m auch wirklich gibt.

Aktuell habe ich ja mal die Peco-Gleise im Gleisplan verwendet und diesen doch nochmal so verändert dass ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden bin. Heißt aber für mich erstmal H0m müsste gehen und ich plane damit mal weiter. Jetzt befasse ich mich etwas tiefer mit der Technik hinter diesen Gleisen und ob und wie da ggf. auch ein gemischter Betrieb (manuell / digital) möglich wäre abzubilden und wie historisch diese Stell/Handhebel ausgesehen haben und was es da im Modellbau dazu so gibt.

Hier mal noch ein Bildchen vom letzten Stand. Habe das Bild von Wengert und den Gleisplan von Seidel nochmal bissl angesehen und dann nochmal die Winkel verändert. Ob das in dem FiddleYard so sein muss oder ich es doch nur gerade auslaufen lasse werde würde ich spontan entscheiden.



Grüße,

Tschubi


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#21 von lernkern , 03.06.2026 17:25

Moin Tschubi.

Ja, die Fiddleyards (FY). Die Idee ist, dass man da Züge manuell zusammenfiddelt. Da ist ein Gleis ein wenig wenig. Es gibt aber Lösungen, wie zum Beispiel Zugkassetten, die man gemütlich an einem Tisch befüllt und dann auf die Anlage setzt, wo der Zug dann von der "Kassette" auf die Anlage fährt. Gut zugänglich müssen deine FY-Gleise halt sein.

Ich habe mal gerätselt, wo in deinem Gleisplan Ladestellen sind, also wo Waggons oder Loren be- und entladen werden. Kannst du dazu vielleicht bissl was schreiben und/oder im Plan eintragen? Ich bin so gar kein Bergwerker...

Ist die Größe im Moment 90cm x 170cm?

Viele Grüße

Jörg


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#22 von Railwolf , 03.06.2026 17:59

Hallo Tschuby,

nur eine Frage am Rande: gibt es überhaupt Zahnradbahnen auf 750 Millimeter (H0e entsprechend), und gibt es ein H0e-Zahnrad-Angebot?


Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#23 von Tschubi , 03.06.2026 19:30

Hallo Zusammen,

Zitat von lernkern im Beitrag #21

Ich habe mal gerätselt, wo in deinem Gleisplan Ladestellen sind, also wo Waggons oder Loren be- und entladen werden. Kannst du dazu vielleicht bissl was schreiben und/oder im Plan eintragen? Ich bin so gar kein Bergwerker...



Bin bisher auch kein Bergwerker aber hab mich natürlich jetzt scho bissl damit auseinandergesetzt. Aber da fehlt auch noch viel um sich wirklich gut auszukennen .

Also das Gestein wurde mit der Grubenbahn (600mm) aus dem Stollen zunächst zum Erzscheideplatz befördert. Dort wurde dann auf Tischen wohl das "taube Gestein" vom Erz getrennt. Dann wurde mit Schubkarren das Erz über Balken in die Loren der Zahnradbahn ausgekippt. Wie genau die Tische aussahen und wie das exakt von Statten ging weiß ich momentan noch nicht und Detail-Bilder kenne ich keine von diesem Platz und gibt es ggf. auch nicht mehr. Ob das "taube" Gestein dann wiederum auch in andere Loren gekippt wurde und dann eben auch mit der Zahnradbahn zu dieser Halde beim Schüttgerüst gefahren wurde habe ich so exakt in dieser Form auch noch nicht nachlesen können. Da wurde bisher immer nur salopp davon geredet dass das halt zur Halde gebracht wurde. Habe aber die ganzen Bücher bisher auch weitestgehend nur "Kross-Gelesen" und nicht von vorne bis hinten durchgelesen. Also die Zahnradbahn war in Wasseralfingen eben die erste 1000mm Spur Zahnradbahn in Deutschland. Verwirklicht wurde das Projekt vom Ingenieur Nikolaus Riggenbach (Erbauer der Rigibahnen) und Oberbaurat Georg Morlok. Diese Zahnradbahn wurde von 1876 bis 1924 eingesetzt. Jedenfalls wurde das Erz mit dieser Zahnradbahn in das Hüttenwerk nach Aalen Wasseralfingen transportiert. Auf dieser Strecke nutzte diese Lok einen 763m langen Zahnstangen-Abschnitt welcher eine 7,8 Prozent bzw. 78 Promille Steigung besaß. Die Gesamtlänge der Gleise betrug (je nach Quelle) ca. 3577 m.

Da bei mir ja nur der obere Teil dieser Strecke abgebildet wird, wird bei mir der Teil des Zahnstangen-Abschnitts gar nicht zum Tragen kommen. Dieser würde ausgehend vom Bereich beim Erzscheideplatz gesehen erst nach ca. 267m beginnen. D.h. einen richtigen Zahnradbetrieb muss und will ich hier gar nicht nachbilden. Dass die Lok eine war die halt ein Teilstrecke "normal" und einen Teil mit Zahnrad fuhr ist zwar so, aber für meinen Diorama-Abschnitt nicht relevant. D.h. wenn überhaupt könnten hier entsprechende Details an der Lok selbst angedeutet werden die aber keine Zahrad-Funktion in dem Sinne haben müssen und somit brauche ich auch kein spezielles Zahnrad-Gleis.

In den Büchern wird übrigens von beiden Loks häufig einfach von Grubenbahn gesprochen. Darum rede ich häufig wenn ich die 1000mm Spur meine von der Zahnradbahn und wenn ich die 600mm meine dann rede ich von der Grubenbahn, da die halt auch wirklich in die Grube also den Stollen eingefahren ist.

Zitat von lernkern im Beitrag #21

Ist die Größe im Moment 90cm x 170cm?



Größe ist jetzt 225cm x 90cm. Heißt ich habe den "langen Schenkel" meiner L-Form die ich nutzen könnte genutzt und nun halt auf 90cm verschmälert weil es sich angeboten hat.

Noch was zum "FiddleYard". Ja du hast Recht, brauch ich bei mir nicht wirklich so nennen. Evtl. wäre hier auch "Schattenbahnhof" besser geeignet. Also bei den Grubenbahn-Abschnitten habe ich das so angedacht, dass da ab und an eine andere Lok aus dem Stollen kommen lassen könnte. Der Bereich hinter der Panorama-Wand für die Zahnradbahn ist eigentlich nur dazu da, diese dort eine gewisse Zeit warten / parken zu lassen um dann wieder zurückzukehren. Aber wenn ich so drüber rede macht es ggf. auch dort Sinn wenn möglich 2 Gleise zu haben. So könnte ich gleich wieder leere Loren anhängen und mit leeren Loren zurückkehren und müsste nicht die vollen auskippen. Kommt halt drauf an wie man da "spielen" will :-).

Zitat von Railwolf im Beitrag #22

nur eine Frage am Rande: gibt es überhaupt Zahnradbahnen auf 750 Millimeter (H0e entsprechend), und gibt es ein H0e-Zahnrad-Angebot?


Wie oben bereits angemerkt ist das bei mir was die richtige Technik einer Zahnradbahn angeht ja nicht relevant. Wenn man exakt diese Zahnradbahn im Modell haben will, muss man so oder so schauen wie man diese selber bauen kann bzw. ein Modell bauen könnte das dieser optisch gesehen sehr nahe kommt. Damit habe ich mich bisher bis auf ein paar kurze Gedanken noch nicht auseinandergesetzt, wird aber noch kommen. Dafür ist es aber relativ unermesslich ob H0e oder H0m genutzt wird. Aber so wie es jetzt aussieht gehe ich aus Gründen der Realitätsnähe wenn es die Gleisführung zulässt so oder so auf H0m für den Gleisabschnitt der 1000mm Zahnradbahn.

Habe in meinem RailModeller Pro Plan jetzt aber mal die verschiedenen Optionen als separate Ebenen drin gelassen. Sprich die erste H0e Option und nun noch eine Peco H0m und eine Bemo H0m Option. Hat aber alles seine Vor- und Nachteile.

Grüße,

Tschubi


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#24 von lernkern , 03.06.2026 20:58

Moin.

Die Brienzer Rothornbahn ist eine 750mm-Zahnradbahn. Nachdem der Herr Riggenbach in Wasseralfingen als Ingenieur dabei war, war es sicher eine Zahnstange nach System Riggenbach.

Ich verstehe, dass du die Zahnradbahn zwar so nennst, das Zahnstangengleis aber eigntlich nicht darstellst, weil es erst außerhalb deiner Anlage beginnt... Passt, finde ich.

So langsam wird mir das klarer, glaube ich. Das Erz kommt mit der Grubenbahn aus dem Berg, wird auf deiner Anlage vorverarbeitet und dann von der Zahnradbahn (ich bleib jetzt einfach bei deinen Begriffen) nach Wasseralfingen gebracht. Hast du irgendwelche Infos, wie viele Grubenloks die Grubenbahn und wie viele Loks die Zahnradbahn zu einem bestimmten Zeitpunkt in Betrieb hatten? Ich versuche nämlich, mir ein Bild vom Verkehrsaufkommen zusammenzureimen. Deshalb auch die Frage nach den Ladestellen.

Grüße

Jörg


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RE: Gleis-/Anlagenplanung Wasseralfingen

#25 von Tschubi , 03.06.2026 22:00

Hallo Jörg,

also von der Zahnradlokomotive gab es nur genau eine. D.h. da ist nur eine von dem Hüttenwerk bei Wasseralfingen hin zum Stollen "Tiefer Stollen" und zurück verkehrt. Wie der Ablauf in Richtung der Halde war weiß ich nicht. Habe bisher nichts gelesen von irgend einer anderen (nicht Zahnrad-Lokomotive) die ggf. oben noch eingesetzt wurde um den Abraum zur Halde zu bringe. D.h. dann müsste ja auch mit dieser Zahnradbahn das taube Gestein dort hingebracht worden sein. Aber wie das genau logistisch dort ablief weiß ich eben auch noch nicht und habs bisher auch nicht im Detail irgendwo nachgelesen oder gefunden.

Aber genau so Dinge würde ich die Leute vor Ort versuchen zu löchern falls ich das nicht über meine bisherigen Quellen rausfinde. D.h. also wenn ich dem Besucherbergwerk und ggf. Heimatmuseum etc. mal einen Besuch abstatte.

Zum Einsatz der Anzahl an Grubenbahnen die in den Stollen einfahren habe ich bisher auch nichts genaues gelesen. Aber beim Tiefen Stollen war es nur 1 Gleis das in den Stollen rein und raus führte. Beim Stollen Süßes Löchle z.B. waren es 2 Gleise. D.h. entweder wurde hier beim Tiefen Stollen wirklich auch nur 1 Bahn eingesetzt oder 2 und immer wenn eine volle raus kam und entladen wurde könnte die andere leer wieder eingefahren sein. So stelle ich mir das zumindest mal vor. Ob dann noch irgendwo eine Ersatzlok oder so rumstand und diverse Loren die repariert werden müssen etc. das will ich auch nicht ausschließen. Zumal dieser Gleisbereich mit diesen diversen Stumpfgleisen ja recht üppig ist. Also wie der Betrieb zwischen 1921 und 1924 dort exakt funktioniert hat und wieviele Grubenbahnen hier wirklich zum Einsatz gekommen weiß ich nicht. Wenn ich es nicht rausfinden sollte würde ich jedenfalls mal mind. 2 und vmtl. maximal 3 in Szene setzen wollen auf diesem Gleis direkt vor diesem Stollen + dann die eine Zahnradbahn und dann noch eine oder ggf. 2 weitere Grubenbahnen oberhalb bei der Erzrutsche wo aber ja nur ein kleiner Pendelverkehr angedeutet wird von und zu dem Stollen Süßes Löchle.

Auch zu den exakten Modellen / Herstellern der Grubenbahnen welche in diesem Zeitraum genau eingesetzt wurden finde ich bisher recht wenig. Aber wenigstens gibt es da ja zumindest mal ein gar nicht schlechtes Bild z.B. auf dem PDF zum Bergbaupfad gleich auf der ersten Seite. Aber genau dieses Bild stiftet bei mir auch bissl Verwirrung, da es gleich mal einen Gleisverlauf zeigt welcher so z.B. in der Gleisplan-Rekonstruktion von Seidel nicht mit drauf ist. Also entweder hat sich da irgendwo zwischen 1905/1910 und 192x nochmal einiges kräftig verändert oder ich raff da was gehörig nicht. Aber ob und was ich da noch rausfinde muss ich mal noch sehen. Ansonsten gehe ich da einfach irgendwann einen Kompromiss ein und muss mich mal für einen Plan festlegen. Da gibt es halt so gut wie kein Material dazu was das angeht bis auf eben diese Skizze von Kurt Seidel der den Plan an eine Zeichnung von Eduard Wengert von 1905 welcher den Erzscheideplatz gezeichnet hat angelehnt hat. Das ist bisher so ziemlich eine der Besten Quellen für den Gesamtüberblick an welchen ich mich anlehne. Aber es gibt eben diverse Bilder welche auf 1915 bis 192x datiert sind welche v.a. direkt vor dem Mundloch einen anderen Gleisverlauf zeigen der irgendwie Fragen aufwirft. Und ich weiß auch nicht wie es Logistisch mit dieser Erzrutsche genau ablief. Da finde ich bisher auch recht wenig. Ich war da jetzt mal so frei und habe in meinem Gleisplan des Modells auch ein Gleisverlauf unter die Rutsche hingemacht, weil das für mich einfach nur Sinn ergeben würde. Ob da aber wirklich so war weiß ich beispielsweise auch noch nicht. Mühselig ernährt sich das Eichhörnchen

Grüße,

Tschubi


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