Hallo Zusammen,
mein erster Beitrag hier, aber ich versuche mal mein Glück 
Also, bei mir schwirrt grad seit ich paar Feldbahn Videos angesehen habe so bissl die Idee im Kopf mal zu versuchen einen Gleisplan von der Grubenbahn + Zahnradbahn in Wasseralfingen zu erstellen. Ich nutze für die Gleisplanung bisher die Software RailModeller Pro (Mac) und habe dort bereits bissl Übung. Wie ich ausgerechnet auf Wasseralfingen gekommen bin kann ich vmtl. nur dadurch erklären, dass ich da als junger Schüler mal im Besucherbergwerk im Rahmen des Schullandheims war
. Das ist allerdings schon bissl her - so ca. 1993
. D.h. ein erneuter Besuch steht noch aus um mir einen besseren Überblick zum Gelände in der Realität und zu den verschiedenen Stationen zu machen.
Ich dachte mir nun ich erstelle hier jetzt einfach mal einen Beitrag und schaue ob sich ggf. noch die ein oder andere Person mit diesem Gedanken spielt oder gespielt hat, bzw. ggf. sogar schon etwas in diese Richtung sogar umgesetzt hat.
Was mir vorschwebt: Scene um ca. 1920-1924 nachbilden. Sprich Zahnradbahn trifft noch auf Grubenbahn.
Was habe ich bisher so gemacht:
- Bissl recherchiert was es im Internet so an Infos und auch Bildmaterial zu finden gibt
- Buch "Die Zahnradbahn zum Braunenberg" von Kurt Seidel (1992) und Buch "Besucherbergwerk Tiefer Stollen" (1988) zugelegt
- Begonnen grob einen Gleisplan in RailModeller Pro zu erstellen
- Für die Grubenbahn habe ich das Busch Feldbahn H0f Gleis zum Planen verwendet
- Für die Zahnradbahn habe erstmal Peco 00-9 Setrack verwendet
- Bisher habe ich hauptsächlich versucht die Gleis- und Gebäudesituation direkt vor der Grube Tiefer Stollen nachzubilden. Sprich alles rund um den Erzscheideplatz und das Zusammenspiel zwischen Zahnradbahn und Grubenbahn. Da habe ich dann schon bemerkt dass das doch mehr Platz in Anspruch nimmt wie ich zuerst dachte. Bei einer großen Anlage wäre natürlich dann auch noch spannend die ganze Situation noch mit dem Hüttenwerk und der Unterführung und das Zusammenspiel mit der Remsbahn darzustellen. Aber ich plane erstmal so, dass es bei mir theoretisch auch umsetzbar wäre. Ob ich das dann wirklich in die Realität umsetzen werde kann ich noch nicht wirklich sagen. Vorschweben würde mir eine möglichst realitätsnahe Situation und die Grube auch noch in einem Seitenschnitt darzustellen. Ggf. sogar mit darüberliegender Tagstrecke Nr. 1. Spannend wäre auch noch die Erzrutsche und ggf. das Zusammenspiel mit dem Abbau vom Süßen Löchle. Aber da kommen wir schon zu meinen ganzen Fragen...
Also, bzgl. Gleisplan habe ich mich jetzt mal an der Darstellung aus dem Buch von Kurt Seidel zur Zahnradbahn orientiert (Seite 53). Dessen Rekonstruktion des Gleisplans bei der Erzgrube hat sich ja wiederum an eine Zeichnung von Eduard Wengert von 1905 orientiert welche auch in seinem Buch auf Seite 58 abgebildet ist. Diese Zeichnung des Grubengeländes ist auch im Buch zum Besucherbergwerk auf Seite 126 zu finden. Leider sind diese beiden Bilder nicht auf den Info-Tafeln des Bergbaupfads abgebildet welche als PDF leicht online einzusehen wären. Aber bei dieser Rekonstruktion des Gleisplans von Kurt Seidel fallen mir paar Dinge auf und kommen mir paar Fragen wenn ich zusätzlich ein paar alte Bilder mit Betrachte. Allerdings weiß ich jetzt nicht wie ich diese ganze Fragen am einfachsten stellen soll, ohne dass ich den Gleisplan aus dem Buch hier einstellen kann. Aber ich versuche es mal.
Eigentlich wollte ich hier 2 Quellen die Online verfügbar sind verlinken, aber ich darf wohl erst ab 5 Beiträgen Links einbauen 
- 1.) Infotafeln zum Wasseralfinger Bergbaupfad
- 2.) Aalener Jahrbuch 1992
Nachfolgend mal einen Screenshot des ersten Quick and Dirty Versuchs mit den genannten Gleisen den Gleisplan grob nach dem Lageplan von Seidel nachzubauen. Habe mir bei diesem Versuch aber noch keinerlei Gedanken bisher über die Abstände und Dimensionen gemacht. Aber in den Dimensionen bzgl. den Gleislängen würde ich auch flexibel bleiben wollen in der Planung fürs Modell, solange die sonstige Gleis-/Betriebssituation möglichst gut nachgebildet werden kann, kann dies alles auch etwas gestaucht sein.
Ich habe in den Screenshot nun ein paar Fragen eingebaut welche mir hier spontan einfallen. Aber es gibt sicher noch viel viel mehr Fragen. Aber jetzt fange ich mal damit an.
Frage 1.) Zu der Situation direkt vor dem Mundloch gibt es eigentlich diverse Bilder. Aber irgendwie passen hier manche Bilder nicht zu dem Plan von Seidel. Auf der Infotafel 1 (Seite 2 im PDF) zum Bergbaupfad sieht man ja auch das Mundloch mit der Schmiede und der Erzscheideanlage (selbes Bild auf S. 124 im Buch zum Besucherbergwerk). Hier macht das Gleis nur einen Abzweig. Ich vermute von der Perspektive und der ungefähren Lage zur Schmiede und Erzscheideanlage, dass dies nicht die erste, sondern die zweite Abzweigung im Gleisplan von Seidel ist und die erste Abzweigung im Bild einfach nicht zu erkennen ist oder zum Zeitpunkt der Aufnahme (1910) noch nicht existiert hat. Das Bild auf Seite 1 im PDF zeigt aber ja noch eine Situation mit einer Erzausfuhr am Tiefen Stollen auf der Grubenbahn in den 1920er Jahren. Dort ist ja auch eine Abzweigung / Weiche zu erkennen. Aber diese macht ja direkt wieder einen Abzweig welchen ich so auf dem Gleisplan von Seidel nicht wiederfinde. Was mich auch noch etwas stutzig macht ist, dass auch hier ein gewisser Abstand zum Mundloch bis zu diesem Abzweig besteht. Und das wiederum passt für mich nicht zum Bild auf Seite 105 im Buch zum Besucherbergwerk wo im Bild des Bergmann Hans Schiele am Eingang zum "Tiefen Stollen" 1915, welcher wirklich direkt am Mundloch-Eingang steht schon dort das Gleis einen Abzweig macht. Also entweder wurde hier zwischen 1910 und 1920 in diesem Bereich die Gleissituation wirklich immer wieder stark geändert oder ich verstehe das ganze wirklich nicht. Zu der Grubenbahn selbst auf dem einen Bild würde ich mal später separat eine Fragerunde starten.
Frage 2.) Irgendwo da nach der Schmiede vermute ich die Erzrutsche aus Holz welche wohl dazu gedient hat das Material von der Tagstrecke 1 zum Erzscheideplatz vor dem Tiefen Stollen zu befördern. Aber die genaue Position konnte ich irgendwie nirgends so wirklich entnehmen. Ich vermute auch dass diese Erzrutsche dann für das Material von der Tagstrecke 1 und für das Material vom Süßen Löchle genutzt wurde. D.h. ich vermute dass dann zu dieser Erzrutsche sowohl oben als auch unten Gleise geführt haben. Aber auch dazu kann ich so gut wie nichts bisher finden. D.h. die räumliche Situation und Anordnung und reelle Logistik wie hier der Transport dann auch zum Erzscheideplatz stattgefunden hat ist mir nicht ganz klar. Weil wenn kein Gleis unter diese Rutsche geführt hat, hätte man ja das Material dort irgendwie über das Gleis von der Grubenbahn vom Tiefen Stollen hinweg bringen müssen um es zum Erzscheideplatz bringen zu können. Also für mich wäre da dann eine Gleisanbindung bis unter die Rutsche realistischer wo ich quasi immer Loren füllen und diese mit der Grubenbahn wieder zum Erzscheideplatz bringen kann.
Frage 3.) Hab ich wohl in dem Screenshot versehentlich vergessen. Dann ggf. wo genau die Lage und der Eingang des Mundlochs der Tagstrecke 1 in Relation zum Mundloch des Tiefen Stollens liegt. Aber das könnte ich wohl leicht beantworten wenn ich mir die Situation vor Ort nochmal anschaue.
Frage 4.) Wie genau und wozu wurde diese Querverbindung von der Zahnradbahn genutzt. Dachte die Zahnradbahn musste gar nicht wirklich umsetzen. Irgendwie finde ich die Position in Verbindung mit den Loren und in Bezug auf die Länge des Erzscheideplatz/Häuschens etwas komisch. Aber ich muss wohl erstmal in aller Ruhe das Buch vom Seidel und auch zum Besucherbergwerk komplett durchlesen. Das habe ich bisher noch nicht komplett gemacht sondern immer nur Teile davon gelesen.
Frage 5.) Was war das denn für ein Gebäude. Dieses ist nicht im Plan vom Seidel eingezeichnet, aber auf der Zeichnung von Eduard Wengert und auch auf dem Bild zur Infotafel 1 des Bergbaupfads rechts neben dem Mundloch zu sehen. Vermute irgend eine Art Türe die in ein kleines Erdloch führt um irgendwas zu lagern etc.
Frage 6.) Was könnte dies für ein Gebäude/Schuppen gewesen sein. Bzw. welche Funktion könnte dieser gehabt haben. Könnten hier ggf. sogar Gleise hingeführt haben welche im Plan von Seidel nicht drauf sind und das Gebäude könnte als kleiner Lokschuppen für eine Grubenbahn gedient haben. Wobei wenn man ja eine Grube hat braucht man wohl auch keinen Lokschuppen oder? Bzw. ggf. ja um Reparaturen durchzuführen oder so?
Frage 7.) Auf dem Bild von Eduard Wengert ist hier auch ein Gebäude zu sehen wo mir nicht klar ist ob das zum Bergwerksbetrieb gehört oder ob das nur ein Gehöft/Schuppen anderer Landwirtschaft ist.
Frage 8.) Stumpfgleis kommt mir etwas kurz vor. Aber die Zahnradbahn muss ja hier inclusive der Loren mit dem Abraum hinpassen und in Richtung Schuttgerüst abzweigen können oder? Wie lange müsste das Stumpfgleis denn dann in der Realität gewesen sein?
Frage 9.) Wieso sind denn hier so viele parallele Stumpfgleise? Wie wurden diese genau von der Grubenbahn genutzt? Ist das Gebäude bei diesen Gleisen denn gleich genutzt wie das gegenüberliegende wo nur 1 Gleis dran vorbeiging? Sind quasi beide Gebäude als Erzscheideplatz mit Tischen zum Trennen des stumpfen Gesteins genutzt worden. Wurden hier also die Loren der Zahnradbahn von beiden Seiten aus beladen?
Frage 10.) Wozu diese 3 Parallelgleise bei der Zahnradbahn? Wozu waren diese notwendig? Wurden hier einfach volle Loren zwischengeparkt wo der Abraum quasi dann in Richtung Schüttgerüst gebracht werden musste. Aber es gab doch nur 1 Zahnradbahn oder? D.h. warum nicht hoch mit den leeren Loren, diese unter dem Erzscheideplatz z.B. abstellen und dann gleich den Abraum direkt zum Schuttgerüst bringen. Muss mir glaube ich wie das abgelaufen sein könnte nochmal genauer durch den Kopf gehen lassen. V.a. wenn da auf beiden Seiten das Gestein getrennt wurde, habe ich ja auch auf beiden Seiten sowohl Erzgestein als auch stumpfes Gestein. Werden da dann erstmal oben Häufle gebildet und dann kommen die Loren und dann wird erstmal mit dem einen oder anderen Material gefüllt, oder wie könnte das abgelaufen sein.
Nachfolgend nun noch ein Screenshot von einem weiteren angepassten Versuch 2.

Hier habe ich noch versucht die Erzrutsche mit einzubeziehen. Die Anordnung der Tagstrecke Nr. 1 verorte ich gedanklich versetzt nach hinten und dann eben in höherer Ebene. Prinzipiell verlaufen diese beiden Stollen ja dann übereinander. Die Frage die ich mir hier halt noch Stelle ist, ob diese zuerst versetzt sind und dann erst langsam übereinander verlaufen oder wie das genau ist. Und wo genau diese Tagstrecke dann verläuft. Läuft diese z.B. vor oder hinter diesem Unterkunftshaus der Bergleute vorbei bis ggf. sogar zu dieser Erzrutsche? Hatte dieses Gleis bei der Erzrutsche dann auch ein Parallelgleis? Wurde hier ggf. ein Kreiselwipper eingesetzt und das Erz in die Erzrutsche zu befördern?
Ach ja, wie man meinen beiden Versuchen entnehmen kann, bin ich mit der Gleisgeometrie nicht ganz so gut zurechtgekommen um die Situation nachzubilden. So habe ich v.a. bei dem Feldbahn-Gleis von Busch noch Lücken gelassen, da dies alles nicht so recht passen wollte. Aber vmtl. könnte man dies auch ablängen. Habe auch gelesen dass manche anderes und v.a. günstigeres Gleismaterial im Zusammenspiel mit den Busch Feldbahnen nutzen. Und ja, um diesen Plan der da bis jetzt so entstanden ist mit diesen Busch Gleisen zu machen, würde wohl wirklich etwas sehr teuer werden.
So, das soll es mal fürs erste gewesen sein. War so oder so viel zu viel und teilweise vmtl. etwas konfus.
Grüße,
Tschubi



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. Naja gut, ggf. gibt es bei anderen Gruben noch mehr erhaltene Infos und Gleispläne etc. pp. Aber ums Eck ist bei mir leider keine wenn ich nicht ganz falsch liege. Außer in Wasseralfingen war ich mal noch im Erlebnis Bergwerk Merkers in Hessen. Mehr kenne ich wenn ich mich recht entsinne bisher nicht. Wenn ich jetzt wirklich um die Ecke wäre bei Wasseralfingen, würde ich mich durchaus wirklich tiergehender mit bestimmten Themen und Recherchen ggf. in entsprechenden Archiven beschäftigen. Aber das fange ich jetzt mit der entsprechenden örtlichen Distanz nicht auch noch an. Da muss dann der Fokus doch mehr auf dem Modellbau liegen und die details zurückstecken wenn nix online und Büchern die ich habe zu finden ist. Klar mal einen neuen Besuch dort beim Besucherbergwerk mit der Familie plane ich schon ein. D.h. schön bissl nen Kurzurlaub mit der Familie und Erlebnis im Bergwerk mit den Kids mit dem Hobby verbinden 




