Zitat von Matthias W. im Beitrag #1
Hallo liebe Stummis Mitglieder!
Ich plane einen Schattenbahnhof gesteuert mit einem Arduino, habe auch schon unzählige Berichte durchgelesen, bräuchte jedoch noch Hilfe für einen korrekten Schaltungsaufbau!
Die Züge sollten selbstständig in den Schattenbahnhof einfahren (immer nur in eine Richtung, also Durchfahrtsgleise) und in das erste freie Gleis einfahren.
Einfahrende Züge sollten mit ABC abgebremst werden (allerdings haben nicht alle Lok´s ABC-taugliche Decoder - weiter unten mehr Infos).
Der Ablauf der einzelnen Gleise inkl. Weichenstellung übernimmt ein Arduino. Ich fahre 2-Leiter Digital mit der Roco Multimaus.
Im Speziellen geht es mir um den Schaltungsaufbau vom Abstellgleis - also zwischen der Einfahrts- und Ausfahrtsweiche.
Ablauf beim einfahrenden Zug:
Zug fährt durch den Abschnitt 1 und sobald dieser den Abschnitt 2 erreicht hat, soll der Gleisbesetztmelder dem Arudino das LOW liefern.
Nun wird auch der Abschnitt 2 mit dem Relais K3 auf ABC umgeschaltet - somit können auch geschobene Züge mit Meldeachsen am letzten Wagen punktgenau stoppen.
Da leider nicht alle Lok´s ABC-fähige Decoder haben, sondern auch fix verbaute ältere Decoder, brauche ich am Ende der Bremsstrecke eine Lichtschranke (die auch als Notstopp fungiert), die bei Unterbrechung beide Gleisabschnitte stromlos schaltet (mit Relais K1) und somit können auch diese Lok´s punktgenau halten.
Ich würde gerne beide Gleisabschnitte stromlos schalten, sobald dieses Gleis belegt ist.
Die Belegtmeldung mittels antiparallelen Dioden soll auch eine Belegtmeldung liefern, wenn der gesamte Abschnitt stromlos ist - darum der Widerstand R1.
Zum Ausfahren wird das Relais K1 für die Einspeisung der Digitalspannung und K2+K3 geschalten, damit der volle Schienenstrom anliegt.
Aufbau: das Abstellgleis ist in 2 Bereiche unterteilt und am rechten Gleis getrennt:
Abschnitt 1: Zuschaltbares Gleisstück
Abschnitt 2: Bremsstrecke (ca. 40 cm?)
Ich habe eine Zeichnung von einem Abstellgleis angehängt und würde gerne wissen, ob die Reihenfolge der einzelnen Module (selbstbau) so passen, oder ob ich hier komplett auf dem "Holzweg" bin...
Vorab vielen Dank für eure Rückmeldungen!
Matthias
Ein interessanter und auch logischer Lösungsansatz. Die letzten ca. 2 Jahre habe ich mich auch mit so einem Thema beschäftigt. Schattenbahnhof mit ABC-Steuerung und automatischem Aufrücken. Mit automatischer Gleisauswahl nach Belegtmelderzustand, Zuglänge und nach dem Zufallsprinzip und insgesamt für 2 Ebenen mit je sechs Gleisen und insgesamt 24 Sektionen. Ausfahrt manuell oder automatisch zufallsgesteuert (Pausenzeit und Gleis).
Mein Ansatz gegenüber deinem ist allerdings ein etwas anderer. Ich arbeite mit autark funktionierenden Gleismodulen, die die ABC-Steuerung inkl. Langsamfahrt und das automatische Nachrücken übernehmen. Der Gesamtablauf wird über eine Zentralsteuerung geregelt inkl. I2C Schnittstelle und Schalt-/Stellpult. Gut bei 12 Gleisen und 24 Sektion sind I/O-mäßig die Grenzen des Arduino überschritten.
Also etwas oversized für das eine Gleis von Dir. Wobei mein Gleismodul genau das wäre was Du verwenden könntest. Zusätzlich zu Deinem Arduino oder auch stattdessen wenn Du die Firmware anpaßt. Allerdings ist die Gesamtabschaltung des Gleises nicht dabei, da meine Loks alle ABC können. Bzw. ich das Abschalten nicht wollte.
Ich habe leider keine Platinen mehr, werde mir demnächst allerdings nochmal welche in China fertigen lassen. Das kann allerdings gut 1 - 1 1/2 Monate dauern. Davon könnte ich dir eine abgeben. Die wird vielleicht zwei Euro kosten.
Aber zum Thema ABC kann ich Dir einige Hinweise geben, da ich mich mit dem Thema die letzte Zeit sehr intensiv beschäftigt habe.
Decoder: (nur die, die ich verwende, unvollständig und meine pers. Erfahrungen)
Lopi/Loksound 4/5 : sehr zuverlässig, allerdings nicht immer punktgenau je nach Anfangsgeschwindigkeit
Lenz Standrad V2 plus. sehr zuverlässig und punktgenau. Bei Silver und Gold wird ähnliches gelten
Zimo MX630: sehr zuverlässig und sehr genau mit guter Spannungsfiltererung und guter Anpassfähigkeit
ESU Basic: der ist bei mir bez. ABC durchgefallen, nicht zuverlässig, diesbezüglich werde ich mich mit ESU auch noch in Verbindung setzen.
D&H SD16A: eigentlich ok nur manchmal macht der Zicken
Bremsweg 40 cm: ist das deine einzige ABC-Bremsstrecke? Falls ja, dann ist das ok, falls nicht, dann sollte der Bremweg wenigstens 1 m lang sein. Das gibt einfach ein harmonischrers und zuverlässigeres bremsen. Ich arbeite in der vZufahr und im SBF auf den Fahrstrecken mit Langsamfahrt. Damit habe ich für jede Lok eine definierte Geschwindigkeit für die ich den Bremsweg dann tasächlich punktgenau einstellen kann (< 2 cm).
Bei meiner ABC-Schaltung (im SBF und bei der Blocksteuerung) arbeite ich blockübergreifend. Das ist zwar schaltungstechnisch aufwendiger hat aber den Vorteil, daß ich die Fahrstecke im Block sehr kurz gestalten kann. Sonst gilt mindestens so lang wie der längste vorkommende Zug. Diese Aussage gilt bei mir für den gesamten Block, also fahren und bremsen. Das ist aber nur dann interessant bei längeren Bremsstrecken und längeren Zügen,
Zu Deiner Schaltung selbst kann ich erst einmal nichts sagen, dazu müsste ich die mir genauer anschauen, wozu mir momentan die Zeit fehlt. Aber sind ja genügend Fachleute hier. Bei der Erstellung des Programmablauf solltest Du auf eine vernünftige Initialisierung beim Programmstart achten (also alles aus und dann ein). Sonst passiert es Dir wie mir am Anfang, Tohuwbohu auf den Gleisen.
Grüße Thomas