bei der Planung meines Bahnhofes "Bad Hersbruck" vor über 20 Jahren habe ich die damals neu herausgekommenen MIBA Broschüren von S.Carstens über mechanische Stellwerke in die Planung einbezogen. Leider habe ich übersehen, daß das Stellwerk ja einen "optischen" Zugriff auf die zu stellenden Komponenten braucht. So sind 3 Weichen (eine DKW) im Bereich des Bahnhofes bzw. dem Güterbereich nicht im Sichtbereich des Stellwerkers (Bahnsteigdächer.....). Nun möchte ich ein kleines Stellwerk für 4 Weichen und 1 Rangiersignal im Bereich des Güterbereiches nachrüsten. Ich habe jetzt einige Zeit nach Bausätzen geschaut, aber leider nichts passendes gefunden. Optimal wäre ein Ziegelbauwerk, das zu meinem "großen" Stellwerk (Nachbau aus Hersbruck l.Peg.) paßt. Der Abzweig (Bayreuth) Kreuzstein würde passen - hat aber eine zu große Grundfläche. Ich habe max. 5x5 cm zur Verfügung. Die Spannwerke sollten im Gebäude sein. Bild der Einbausituation folgt!
Hier jetzt die Einbausituation: Gestellt werden in Abhängigkeit vom Hauptstellwerk die obere DKW und die beiden einfachen Weichen. Die untere DKW ist ortsgestellt und führt zu den beiden Rampengleisen des Güterschuppens bzw. nach rechts zu einem Brennstoffhändler.
Hier die Gesamtsituation....
Hinweis: Die Anlage hat einen Hintergrund! Der ist derzeit aber demontiert, da ich im hinteren Bereich der Anlage Arbeiten durchführe, wo er einfach stört.... Und ja, der Brennstoffhändler ist nicht optimal angebunden - aber den Kompromiß bin ich eingegangen. Er muß in der Zustellung vor der GA bedientg werden, bei Abholung danach. Ist in der Güterzugbildungsvorschrift des Ng nach Nürnberg Rbf auch so festgelegt
Ganz ehrlich, ich würde nicht zwingend auf den gleichen Baustil gehen. Schau dir bei den gefilterten Ergebnissen mal Marktredwitz Stw 1 und Marktredwitz Stw 2 an. Jetzt nicht wegen der Größe, sondern wegen dem grundsätzlich unterschiedlichen Aussehen, obwohl gleicher Bahnhof und gleiches Baujahr.
Leider sind bei allen nur wenige Bilder vorhanden.
Die Größe 5x5cm (also in 1:1 ca. 4,3x4,3m) ist jetzt nicht wirklich groß. Natürlich, die Hebelbank ist nicht riesig, aber es braucht auch noch den Bahnhofsblock (Befehlsempfang, Zustimmungsempfang / - abgabe vom / zum Fdl-Stellwerk), dann braucht der Ww auch noch einen Schreibtisch, eine Toilette, das Gebäude will geheizt werden, ...
Sind die Weichen vom EG aus einsehbar? Dann könnten die ja auch von da aus bedient werden.
Zitat von K.Wagner im Beitrag #1Die Spannwerke sollten im Gebäude sein.
Dann kommt wohl nur ein zweistöckiges Gebäude in Frage.
Hallo Klaus, vor einem ähnlichen "Problem" stand ich bei der Suche nach einem Stellwerk für mein Gleisdreieck auch. Ich habe mich letztlich für einen älteren Bausatz von Vau-pe entschieden, den Artikel 8232 bekommt man noch bei den üblichen verdächtigen. Die Grundfläche des Gebäudes beträgt ca. 40 x 50mm (mit Treppe ca. 60x90mm). Der Ziegel-/Fachwerkbau sollte auch zu deinen anderen Gebäuden passen.
Draufklicken und Du hast das große Bild.... Mit der Bilderfunktion des Forums stehe ich immer noch etwas auf Kriegsfuß - ich habe es noch nicht geschafft (trotz guter Ratschläge hier), ein Bild so einzustellen, daß man es auch noch nach einem halben Jahr anschaun kann - irgendwie habe ich den Schalter für die zeitliche Begrenzung noch nicht deaktiviern können..... Hier geht auch "nur" um einen Überblick zur Veranschaulichung des geschrieben Textes, nicht um eine Präsentation.
Noch zum Thema: Das Stellwerk muß wie Tom richtig bemerkte, 2 geschossig sein. Damit scheiden die eingeschossigen Bauten - so schön sie an der Stelle auch wären - aus . Ich habe gestern nochmal meinen Carstens gelesen und bin darauf gekommen, daß ich bei (ca. ) 8 Hebeln (5 Weichen + 2 Signale) eine Modelllänge von ca. 20 mm für die Hebelbank im OG und die Spannwerke im UG brauche (Original 8x140 mm). Die Tiefe der Spannwerke beträgt ca. 3 cm. Hinzu kommt noch etwas Raum drum rum + Treppenhaus von ca 1,8 cm Breite. die Grundfläche beträgt dann miniml ca. 4,8 x 4 cm benötige.... Damit scheidet das VauPe-Moell leider aus - es hat in der Regel(!) ja nur 2 Signale zu stellen. In meiner MIBA von 1948/49 habe ich einen Plan des Stellwerks 14 aus Nürnberg gefunden. Den hatte ich früher schon in meiner Jugend auf 2 Fenster reduziert umgesetzt. Leider auch im abgebildeten Maßstab....naja, war mein erster Gebäudebau nach Plan. Das Kleingedruckte habe ich leider übersehn - Abb im halben 00 Maßstab. Ist mir aber damals nicht so aufgefallen, die Häuser waren ja auch etwas niedlicher. Es entspricht in etwas dem Bayreuther Stellwerk 3, allerdings ist der obere Stock umlaufend etwas größer als das Untergeschoß. Das Stellwerk kenne ich übrigens noch von früher her..... Vorstellen kann ich mir auch das Stellwerk Nn von Bad Neustadt. Es hat den Vorteil, etwas gedrungener zu sein. Mein Kontrollmodell aus Papier, das ich gestern noch angefertigt hab, ist schon etwas sehr dominant.... Bin weiter am Überlegen - und möchte nicht verhehlen, daß ich evtl. auch die sehr unvorbildmäßige Lösung, daß doch alles vom Hauptstellwerk gestellt wird, im Blick habe. Vielen Dank jedenfalls für Eure Zusschriften und Beispiele - wenn, dann wird es entweder Bayreuth oder Neustadt Nn.
ich hab da auch noch ein kleines Stellwerk in der Nähe gefunden... Das ehemalige Fahrdienstleiterstellwerk Graben-Neudorf Stw 2 / Gf. Leider sind die Stellwerke Stw 1 bis 3 nicht mehr vorhanden.
Gruß Lothar
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den Satz habe ich auch gelesen - aber eine "Sonderlocke" will ich vermeiden. Von daher scheint mir das Stellwerk Nn eine gute Alternative zu sein - zumindest auf dem Foto schaut es so aus, als wenn es 1-2 Stufen zum Spannwerksraum hinuntergeht, d.h. das Erdgeschoß ist nicht so hoch wie beim Bayreuther Stellwerk.
Ich habe meiner Blockstelle eine Inneneinrichtung spendiert - auch wenn man nicht wirklich viel von aussen sehen kann. Allerdings bin ich kein Nietenzähler - es muss mir gefallen.
Sechsstellige Hebelbank mit fünf Hebeln und noch reichlich Platz.
Hallo Tom, sehr schöne Aufnahmen! Mein Stellwerk HEB habe ich vor über 30 Jahren ebenfalls mit einer Inneneinrichtung im Stellwerksraum ausgestattet. Damals gab es nichts zu kaufen, also habe ich mit Stecknadeln und aus Karton ausgestanzten Stellscheiben die Hebelbank nachgebildet. Dank den FDL von Eltersdorf und Erlangen Bruck konnte ich sogar das Block in einigermaßen vorbildlicher Größe nachbilden. Zwei Jahre danach kam die erste Ausgabe von Carstens Mechanische Stellwerke (gelber Einband) raus.....und damit die Erkenntnis, alles annähernd richtig umgesetzt zu haben. Bis eben auf das Thema Sichtbarkeit🥲. Deine Blockstelle zeigt aber auch, daß der Platz für Hebelbank und Block sehr beschränkt ist.
Zitat von K.Wagner im Beitrag #14Deine Blockstelle zeigt aber auch, daß der Platz für Hebelbank und Block sehr beschränkt ist.
Aber es muss ja nicht immer eine Hebelbank sein. Es gibt ja auch Kurbelstellwerke. Im Bhf Neuenbürg im vorgebauten recht engen "Glaskasten" war ja so eines zu finden. Damit wurden mindestens 5 Signale und möglicherweise ebensoviele Weichen gestellt. Leider besitze ich keinen genauen Gleis- und Signalplan von Neuenbürg und muss mich auf meine Beobachtungen und Schlüsse verlassen.
ich habe ein weiteres Dummy gebaut - analog dem Stellwerk 3 aus Bayreuth. Noch ohne "Teilkellerung" - d.h. zwei Stufen zum Spannwerksraum runter - zu Höhenreduktion Im Anhang mal die Fotos - und die beiden Letzten zeigen eine völlig andere Platzierung, die mir kam, als ich das Vogängerdummy geparkt habe .... es ist manchmal gut, den Standpunkt zu ändern! Fü mich wäre das der optimale Platz - es erschlägt nix, die Sicht auf den Bahnhof / Bahnsteig mit Brunnen und dem künftigen AB, der den Zügen das Abfahrtssignal gibt, wäre absolut frei.... Nachteil: Die bereits verlegten Drahtzüge und Kanäle müssen angepasst werden....
Zitat von K.Wagner im Beitrag #20die Sicht auf den Bahnhof / Bahnsteig mit Brunnen und dem künftigen AB, der den Zügen das Abfahrtssignal gibt, wäre absolut frei....
Hallo Klaus,
der Stellwerker muss weder Bahnhof(sgebäude)/Bahnsteig noch den AB sehen können, wichtig ist, dass er alle Gleise deren Freisein er vor Bedienungshandlungen zu prüfen hat sehen kann. Er muss prüfen können, ob der Fahrweg frei ist und ob bei Rangierbewegungen die Weichen die er bedienen will frei sind. Die Signale muss er nicht zwingend sehen können, denn wie die stehen, sieht er ja im Stellwerk an den Hebelstellungen. Und den AB muss er schon deshalb nicht sehen, weil der den Abfahrauftrag erst erteilen darf, wenn die Ausfahrt (das Signal auf Fahrt) steht.
Sorry - mißverständlich geschrieben....ICH (und meine Besucher und Mitspieler (Enkel...) können den Brunnen und den AB sehen. Alles was Du geschrieben hast, kenne ich seit Jahren und es zehrte in mir, denn vom Stellwerk HebF kann wegen der Bahnsteigdächer der hintere Bereich der Weichen und Gleis eben leider nicht vollständig gesehen werden....das war der Anlaß, auszuprobieren, ob ich nicht doch ein kleines Stellwerk für diese Weichen und die Sperrsignale unterbringen kann - und daß es optisch einigermaßen in die Anlage passt. Zum ersten Stellort hat meine beste Ehefrau von allen gesagt: Das ist doch nicht Dein Ernst!!!!! Und das ist erst mal das Urteil, das die weiteren Überlegungen bestimmt. Die DKW vorne, die ortsgestellt ist, könnte dann auch auf fernbedient umgestellt werden... Übrigens - meiner besten Ehefrau von allen habe ich den neuen Standort noch nicht gezeigt...aber ich glaube, der wird akzeptiert.
Habe ein Bild vergessen....noch eine Variante, die die Zufahrt zu Kohlenhandlung und die "Wendeplatte noch weniger beeinträchtigt. Leider konnte ich sie nicht in den obigen Artikel einbinden....