Die Steinlachtalbahn: Tübingen - Brezelbronn - Gsälzburg

#1 von Diegu , 27.06.2026 15:10

Hallo zusammen,

meine Planung hatte ich im Planungsthread "Im Schwäbischen heißt jetzt Steinlachtalbahn" beschrieben. Auf dem Weg zum endgültigen Plan gab es viele Wirrungen. Aus einem zu großen Entwurf einer zweispurigen Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn wurde eine eingleisige Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn. Aus zwei Schattenbahnhöfen wurde einer, der auch ein Fiddleyard umfasst. Als Vorbild dient die Strecke Tübingen - Balingen - Sigmaringen in den 1960er Jahren. Genau zwischen Tübingen und Balingen liegt der gedachte Bahnhof Brezelbronn, von dem eine Stichstrecke entlang der Steinlach auf die Alb nach Gsälzburg führt. Den Link zur tatsächlich umgesetzten Planung gibt es hier.

Wichtig war mir bei der Planung vor allem, dass auf der Anlage realistischer Betrieb, auch mit mehreren Personen möglich ist. Dazu ist die Strecke Tübingen - Balingen - Sigmaringen. Dort gab es in den 60er Jahren neben unterschiedlichen Personenzuggattungen auch Eilzüge und umfangreichen Nahgüterverkehr.
Im Planungsthread werde ich weiterhin über die noch offenen Planungsthemen berichten. Dazu gehört insbesondere, die Entwicklung des Fahrplans und die Planung und Umsetzung des Nahgüterverkehrs mit dem Wagenladungszettelsystem, gemäß Anlagen Design Journal "ADJ" Nr.11, Januar 2024.

Hier jetzt aber zum Baufortschritt über den ich hier Stück-vor-Stück berichten werde.

Der Endbahnhof Gsälzburg auf der Alb in 1050 mm Höhe über Boden inkl. einer entsprechenden Gleiswendel sind schon seit Jahren fertig und werden nur an die neu gesetzten Standards (Digitalsteuerung über DCC, LocoNet, Servoantriebe, Steuerung über RocRail) angepasst.

Der Neubau begann mit dem Schattenbahnhof im Herbst 2025.
Der Schattenbahnhof befindet sind in 50 mm Höhe über dem Boden. Die Höhe habe ich gewählt um maximale Platzausnutzung unter der Dachschräge zu erreichen und trotzdem Unterflurantriebe zu ermöglichen.
Ich habe mich entschieden, Servos für die Weichenantriebe einzusetzen. Die Entscheidung fiel im wesentlichen aus Kostengründen. Die Servos gibt es sehr günstig zu kaufen und ein Kumpel von mir hat die LocoNet-Module zur Servoansteuerung auf Basis des Konzepts der Eisenbahnfreunde99 umgesetzt.
Im September 2025 lagen also die ersten Servomodule vor und ich konnte mit dem Test der Ansteuerung beginnen:



Da der Schattenbahnhof auf dem Boden liegt, mussten alle Module mit Weichen herausnehmbar konzipiert und umgesetzt werden. Die "normalen" Gleise werden oberflächig verkabelt. Das gilt auch für die Rückmeldemodule über Stromfühler.
Der Ansatz hat sich sehr gut bewährt. Das Bauen und Testen der Module am Basteltisch macht x-mal mehr Laune als ständig unter der Anlage rumzuliegen.

Der entsprechende Teilplan wurde 1:1 ausgedruckt und auf jedes Modul übertragen. Die Servos wurden am Basteltisch eingebaut, verkabelt und justiert. Die Modulschnittstellen entstanden im 3D-Druck und funktionieren bis heute einwandfrei, ebenso wie die Servohalter, für die ich eine gute Druckvorlage gefunden habe.

Hier ein paar Bilder vom Bau des ersten Moduls:




Das erste Modul war die Einfahrgruppe in den Schattenbahnhof, die dann direkt mit der Gleiswendel verbunden wurde:



Vielen Dank für's Lesen!

Viele Grüße
Dieter


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Die Steinlachtalbahn: Tübingen - Brezelbronn - Gsälzburg

#2 von Diegu , 27.06.2026 15:18

Hier noch ein kleineres Modul von unten, mit den entsprechenden Anschlüssen: LocoNet und Vierfachstecker für 12V Gleichstrom und DCC



Dieses Modul hat nur 3 Servos und nutzt damit nur 3 der 8 Servoanschlüsse, die das LocoNet-Servo-Modul bietet.
Bei Materialkosten von weniger als 10€ pro Servo-Modul ist das aber locker verschmerzbar.

Grüße
Dieter


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Die Steinlachtalbahn: Abschluss Schattenbahnhof

#3 von Diegu , 28.06.2026 19:04

Liebe Stummis,

der Schattenbahnhof ist (fast) fertiggebaut und auch schon ziemlich belebt!
Er bildet betrieblich die beiden Endpunkte meiner eingleisigen Hauptbahn Tübingen - Brezelbronn - Balingen ab.



Ganz geschickt ist, dass der Schattenbahnhof unter Gsälzburg (1050 mm über Fußboden) liegt. Damit komme ich bei Bedarf problemlos an alle Züge.

Die Abstellgruppe hinten unter der Schräge hat 6 Abstellgleise und 1 Durchfahrgleis. Das reicht für 2 Eilzugpärchen, 3 unterschiedliche Personenzüge und einen langen DG, die auf der Strecke Tübingen und Balingen und darüberhinaus verkehren.
Die Eilzüge verkehrten in den 60er Jahren noch oft mit einer P8 von Tübingen, wie auch mit Zugbildungsbeispielen bei der Dhünntalbahn schön beschrieben.
Der Lokeinsatz in den 60ern war eh prächtig: Die letzten P8, BR78, BR64, einige 50er, Schienenbus und später dann V160 und V100 mit unterschiedlichstem Wagenmaterial: Silberlinge, Umbauwagen, alte Eilzugwagen

Die Stumpfgleise davor sind für den Betrieb der Stichstrecke Tübingen - Gsälzburg. Das sind meistenteils Triebwagen oder kurze Personenzüge, die hier Kopf machen.
Im Vordergrund rechts führen 4 Gleise ins Leere. Das wird ein Fiddleyard, in dem bis zu 4 Nahgüterzüge für einen Betriebstag vorbereitet werden können. Hier können auch ganze Zuggarnituren mittels Zugaufbewahrungskassetten auf die Anlage gebracht werden.

Die Steuerung des Schattenbahnhofs erfolgt derzeit manuell über ein RocRail Gleisbildstellpult. Automatisierung ist natürlich möglich, aber aktuell nicht meine Priorität.



Vielmehr habe ich Start-Ziel-Tasten für Zugfahrten, angelehnt an Skippa umgesetzt. Zusätzlich gibt es - ebenfalls angelehnt an Skippa - Start-Ziel-Tasten für Rangierfahrten.
Skippa hat das in der Tube hier beschrieben, falls das interessiert.

Die runden roten Tasten sind Start-Ziel-Tasten für Zugfahrten, die blauen quadratischen, sind die für Rangierfahrten.
Funktioniert total easy und macht Laune.

Viele Grüße
Dieter


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RE: Die Steinlachtalbahn: Abschluss Schattenbahnhof

#4 von derOlli , 28.06.2026 20:05

Hallo Dieter,

sehr interessant und gute Platzausnutzung. Bin auf weiteres gespannt


Gruß von Olli

Über einen Besuch in meinem OLLIWOOD würde ich mich freuen:
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RE: Die Steinlachtalbahn: Abschluss Schattenbahnhof

#5 von HK , 29.06.2026 18:21

Klingt alles super interessant und schön was aus der Nachbarschaft zu sehen :)


Meistens nur stiller Mitleser und Genießer :)

Beste Grüße
Hendric


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Die Steinlachtalbahn: Brezelbronn

#6 von Diegu , 29.06.2026 20:31

Hallo zusammen,

vielen Dank für die aufmunternden Worte.

Auf dem Dachboden hats deutlich über 30°, da hole ich lieber mal mit meinem Baubericht auf, das ist temperaturmäßig entspannender!

Nach Abschluss Schattenbahnhof ging's an den Wendel, der den kombinierten Schattenbahnhof (also Balingen und Tübingen) mit Brezelbronn verbindet. In meinem jugendlichen Leichtsinn hatte ich das doppelte Gleis rausgerissen, weil der Schattenbahnhof ja eh nur eine eingleisige Einfahrt hat.
Dumme Entscheidung. Nach etwas Überlegen musst das zweite Gleis wieder rein. Das entspannt den Zugverkehr, weil es dann nur ein kurzes eingleisiges Stück gibt. 6 Wendeln Parallelgleise verlegen ist aber schon eine Strafarbeit, insbesondere wenn die da schon mal lagen.

Auf dem Bild sieht man auch einige der Werkzeuge: Eine Parallelgleislehre für 5 Gleise aus der Bucht (oben), selbstgedruckte Parallelgleislehren für die Wendel und selbstgedruckte Zwingen. Hat alles ganz ordentlich funktionert



Dann habe ich erstmal versucht den Schattenbahnhof und Gsälzburg vor den nun anstehenden groben Arbeiten zu schützen, war aber nur begrenzt erfolgreich.

Brezelbronn kommt in 600 mm Höhe rechts hin, Gsälzburg auf 1050mm links. Die Strecke nach Gsälzburg hoch gab es schon (ganz rechts). Diese wird auch nach dem Umbau weiterhin benutzt.

Die Füße, höhenverstellbar.

Der Rahmen für Brezelbronn ohne und mit Grundplatte (rechts wieder der Albaufstieg nach Gsälzburg - ist halt ziemlich an die Wand gedrängt


Der Bautrupp hat Brezelbronn erreicht

Und gleich auch den Gleisplan ausgelegt:


Der Bahnhof wurde mit Tillig Elite-Gleisen geplant. Aufgrund Platzmangel wurde die Einfahrt in die Kurve gelegt. Das geht mit den Tillig Flexstegweichen hervorragend. Die Tillig W3 kann man sehr einfach in einen leichten Bogen zwingen. Das gab dann bei mir Bogenweichen mit Ri= 866mm und Ra=2400mm.
Die normalen Tillig 15°-Weichen habe ich gemäß S21-Modellgleis zu 12°-Weichen umgebaut. Das ergibt ohne viel Zusatzaufwand schön schlanke Weichenstraßen mit einem engen Gleisabstand gemäß NEM.

Etwas Unterstützung benötigte ich bei der Signalisierung und welche Schutzweichen benötigt werden. Das war ein separater Thread, bei dem mich einige Stummis hervorragend unterstützt haben. Auch hier nochmal vielen Dank für die Unterstützung!

Zum Schluss noch eine Stellprobe mit dem Gsälzburger Bahnhofsgebäude als Dummy:

)

Demnächst mehr von Brezelbronn

Viele Grüße
Diegu


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RE: Die Steinlachtalbahn: Brezelbronn

#7 von SupmaKni , 02.07.2026 08:29

Hallo Diegu.

Zitat von Diegu im Beitrag #6
Der Bautrupp hat Brezelbronn erreicht

Noch sieht er sehr verlassen aus auf der Fläche, hoffe das ändert sich bald
Werde auf jeden Fall dran bleiben und die Fortschritte verfolgen.
Gruß Heiko


Mein Nebenbahn Kopfbahnhof wirres Allerlei.


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RE: Die Steinlachtalbahn: Brezelbronn

#8 von Diegu , 02.07.2026 20:21

Hallo zusammen, hallo Heiko,

vielen Dank für's Reinschauen und natürlich ging es schon weiter, der Bautrupp war fleißig :)



Das Bahnhofsgebäude von Dußlingen musste für die Stellprobe herhalten. Später soll das das EG von Schelklingen werden.


Die Bilder zeigen es klar: Die Gleise sind noch nicht überall korrekt parallel und gerade verlegt. Da muss ich nochmal ran

Die Trassenanbindung aus Richtung Tübingen erfolgt über ein hochklappbares Modul, das später eine Brücke wird.
Die Umsetzung mit Möbelscharnieren mit vorverlegtem Drehpunkt funktioniert (zumindest bisher) tippi-toppi:


Später gab es noch eine Signalstellprobe mit 3D-gedruckten Dummies.
Man kann die Dinger wie Kraut-und-Rüben aufstellen:




Oder man gibt sich Mühe, schaut dass die Gleisabstände passen und hat ein schöneres Bild:


Die Servos für die Weichen sind auch schon installiert. Das ist die gleiche Technik wie im Schattenbahnhof.

Dann gings weiter mit der Streckenanbindung hoch auf die Alb nach Gsälburg (links) und wieder zurück in den Schattenbahnhof (rechts die Wendel runter)



Gleisbildstellpult Brezelbronn ist auch schon fertig und einsatzbereit:


Viele Grüße
Diegu


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RE: Die Steinlachtalbahn: Aktueller Rohbaustand

#9 von Diegu , 02.07.2026 21:12

Hallo zusammen,

dann mal Fast-Forward zum aktuellen Stand von heute:

Erstmal noch ein Blick von unten auf Verkabelung, Servos, Servodecoder, Rückmeldedecoder
Ich nutze aktuell noch die Billig-Decoder von Ali-Express. Scheint mir, dass die auch für die Tillig-Weichen mit den durchgehenden Weichenzungen stark genug sind:


Der linke / nördliche Bahnhofskopf von Brezelbronn.
Hinten eine Reproduktion der Pausa: Druckerei, Weberei und Textilfabrik aus der Gegend und im Vordergrund die Wagenladungszettel mit Ablagekasten für den Güterverkehr.
Vorne links ein Dummy-Stellpult. Das wird noch 3D-gedruckt, dann kommen drei einfache Taster rein und schon können die Rangiertrupps unabhängig vom Fahrdienstleiter die Weichen zum Rangieren im linken Bahnhofskopf stellen.
Schienen werden hier mit Inox MX3 geputzt. Bei Interesse gerne mal auf der Tube suchen.


Brezelbronn ist dem Gleisplan von Schelklingen nachempfunden, also soll da auch mal des EG von Schelklingen stehen. Ist aber noch ein weiter Weg.
Der Fahrdienstleiter Schelklingen hat sein eigenes Tablet zum Stellen der Fahrstraßen und nach Bedarf auf der Rangierstraßen.


Reger Betrieb in Schelklingen.


Die südliche Ausfahrt von Schelklingen, Richtung Balingen und Gsälzburg, mit der Maschinenfabrik Rilling im Hintergrund


Danke für's Reinschauen

Dieter


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RE: Die Steinlachtalbahn: Weiter nach Gsälzburg

#10 von Diegu , 02.07.2026 21:35

und gleich gehts weiter: Gsälzburg ist auch schon angebunden.

Die zukünftige Brückensituation bei Brezelbronn Nord: Vorne / unten die Strecke aus Tübingen. Hinten / oben gehts nach Gsälzburg:


Von der Brücke geht die Strecke weiter hoch nach Gsälzburg, vorbei am Industrieanschluss der Chemiefabrik Gsälzburg - CHG, tatsächlich mit 1:1 Chemie


Hier die Bahnhofseinfahrt, vorbei am Salzwerk Gsälzburg (i.e. Salzwerk Stetten bei Haigerloch). Das Gebäude ist total falsch, das ist die Egeria aus Tübingen. Das kommt wieder weg, obwohl mir die Architektur gefällt.


Blick auf Gsälzburg: Gleisbildstellpult Gsälzburg im Vordergrund, der Salz-GAG steht auf Gleis drei und muss noch auf die Anschlussgleise des Salzbergwerks rangiert werden.


Auch am Güterschuppen ist mit den Stückgut-Schnellverkehr-Pärchen schon einiges los. Im Vordergrund holt sich der Schienenbus als Frühzug gerade den Kühlwagen mit den Milchkannen zum schnellen Transport nach Tübingen.


An der (zukünftigen) Kopframpe steht aktuell der Güterzug mit einigen fabrikneuen NSU Prinz, für das Neuwagenzentrum Gsälzburg - in den 60er waren die Prinzen hoch angesagt!


Das Kopfende von Gsälzburg. Hier war früher ein dreiständiger Rundschuppen. Der wurde zurückgebaut. Jetzt erhält Gsälzburg höchstens einen ein- oder zweiständigen Lokschuppen für die dort stationierte Ortslok und ggf. eine Gastlok über Nacht.
Die ehemalige Anbindung der Drehscheibe wurde so geändert, dass ohne Benutzung der Drehscheibe umgesetzt werden kann - früher musste das immer über die Drehscheibe erfolgen, was auf Dauer nicht so der Bringer ist.


So weit der aktuelle Stand. Es bleibt noch viel zu tun. Die Stellproben der Gebäude überzeugt noch nicht so richtig, die Signale und Weichenlaternen fehlen vollständig.
Aber wenigstens kann der Fahrbetrieb nach Fahrplan schon starten

Grüße
Dieter


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RE: Die Steinlachtalbahn: Weiter nach Gsälzburg

#11 von Ferrovia , 02.07.2026 22:55

Hallo Dieter!

Bei dir geht es ja richtig voran! Das sieht gut aus!

Beste Grüße
Lars


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RE: Die Steinlachtalbahn: Weiter nach Gsälzburg

#12 von MoBaFreddy , 22.07.2026 11:23

Hallo Dieter.
Dein "Reinigungsmittel" für die Schienen...Inox MX3 ist ja ein sehr spezifisches US-Produkt, aber - original-BESCHREIBUNG: INOX-mx3 ist nichtleitend ! - Welche Erfahrungen hast Du denn mit dem Kontakt nach Nutzung dieses Mittels zwischen Schiene und Rollmaterial...?
Ich nutze eigentlich (schon immer) sehr erfolgreich SR24 zur Schienenreinigung, was ja fast jeder MoBahner kennt.
LG Freddy
PS: Toller Anlagenbau bisher...bin etwas neidisch


Vita sine MoBa non valet viventium
Wiedereinstieg mit "großem Bahnhof"


 
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zuletzt bearbeitet 22.07.2026 | Top

RE: Die Steinlachtalbahn: Weiter nach Gsälzburg

#13 von Diegu , 22.07.2026 17:11

Hi Freddy,

vorab: Inox kommt von Down-Under, worüber ich sehr glücklich bin...bin aktuell etwas US-phob.
Ich trage Inox sehr dünn auf und reibe es danach mit einem trockenen Baumwolllappen nach. Es bleibt also nur ein ultradünner Film, der nicht isoliert. Keinerlei Kontaktschwierigkeiten.

Die Zugkraft der Haftreifen leidet merklich. Bei meinen 3,33% Steigung merke ich das, aber dann fahre ich lange Züge halt zur Not mit Doppeltraktion - macht auch Laune.

Witzig finde ich die Videos auf der Inox-Seite.

Hier z.B. wie die Slotcars schneller werden, wenn man die Kontakte reinigt - ein wirklicher Isolator ist Inox also auch nicht:



Viele Grüße
Dieter

PS: Da hast du ja ein spannendes Projekt vor dir. Für das Projekt würde meine Geduld und meine Zeit nicht reichen. Habe mich dann halt auf eine eingleisige Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn beschränkt, das hat mir den (Wieder-) Einstieg leichter gemacht.


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RE: Die Steinlachtalbahn: Weiter nach Gsälzburg

#14 von Diegu , 26.07.2026 14:57

Hallo zusammen,

die letzten Wochen habe ich am Signalantrieb rumgetüftelt, siehe in diesem Thread.

Jetzt sind mal die Ausfahrsignal mit den entsprechenden Sperrsignalen in Gsälzburg installiert:



Landschaftlich und farblich wird das erst überarbeitet, wenn auch die Drahtzugleitungen und die Weichenlaternen eingebaut sind.

Viele Grüße
Dieter


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RE: Die Steinlachtalbahn: Weiter nach Gsälzburg

#15 von derOlli , 26.07.2026 15:22

Hallo Dieter,

machst du die Weichenlaternen auch beweglich und mit Licht?


Gruß von Olli

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RE: Die Steinlachtalbahn: Weiter nach Gsälzburg

#16 von Diegu , 26.07.2026 15:32

Hallo Olli,

ja, ich habe mir die Weichenlaternen von Crottendorf besorgt. Die klemmt man einfach auf die Stellschwelle. Beleuchtung über LED von unten.

Die sind im Shop aktuell allerdings nicht so gut sortiert: Linky

Viele Grüße
Dieter


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RE: Die Steinlachtalbahn: Weiter nach Gsälzburg

#17 von derOlli , 26.07.2026 18:10

Hallo Dieter,

ich hatte mir damals vor etwa sechs Jahren auch Weichenlaternen einbauen wollen. Hatte mir aber erst mal eine zum Testen gekauft. Der Einbau hat aber etwas gedauert.
Bin sehr zufrieden damit und wollte für die anderen Weichen dann auch welche kaufen. Leider gab es die Firma Modellbahn-Schildhauer nicht mehr.
Ich war vermutlich einer der letzten Kunden.

Die von dir gewählte Laterne sieht auf den ersten Blick so aus wie meine. Vielleicht haben die die Produktion aufgekauft.
Auf alle Fälle danke für den Link.

Meine Weichenlaterne

Leider ist die Drehung nicht 90°. Fällt aber auf der Anlage nicht auf.


Gruß von Olli

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RE: Die Steinlachtalbahn: Weiter nach Gsälzburg

#18 von Diegu , 26.07.2026 18:25

Hi Olli,

hmm, das ist jetzt auch genau mein Alptraum. Sieht wirklich gleich aus. Schick!
Crottendorf hat die Laternen von https://www.gehlhaarmodelle.de übernommen. Vielleicht waren die ja davor noch irgendwo anders.

Als Alternative eignet sich tatsächlich wohl auch Weinert 72382 oder 72392. Scheint man auch direkt an der Stellschwelle montieren zu können.



Die sind nicht nur schick, sondern tatsächlich auch noch günstig. Evtl. steige ich um.

Grüße
Dieter


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RE: Die Steinlachtalbahn: Weiter nach Gsälzburg

#19 von derOlli , 26.07.2026 20:31

Hallo Dieter,

ja, die waren von Gehlhaarmodelle. Da habe ich wohl was verwechselt. Toll das es die wieder gibt.
Die von Weinert hatte ich auch eine gekauft. Ich wollte ursprünglich auch die Weinert Antriebe verwenden.
Bin dann aber von Servos weg und bei motorische Antriebe von MTB gelandet.
Damals waren die Kosten ausschlaggebend.

Bin mal auf deinen ersten Test gespannt und hoffe, dass du hier berichtest.


Gruß von Olli

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RE: Die Steinlachtalbahn: Weiter nach Gsälzburg

#20 von Diegu , 27.07.2026 19:28

Hallo zusammen,

ein Grund, wieso es mit den Signalen so lange gebraucht hat, war auch, dass ich parallel einen kleinen Bahnschrank, wie im Thread von Esox beschrieben gebaut habe.

Finde, der passt ganz gut unter die Anlage. Mehr hier.



Viele Grüße
Dieter


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RE: Die Steinlachtalbahn: Weiter nach Gsälzburg

#21 von Andreas_1967 , 28.07.2026 22:35

Hallo Dieter,

Du hast wirklich eine sehr schöne Anlage.
Die hatte ich bisher nicht auf dem Schirm.
Und deine Baufortschritte sind gewaltig, da geht echt was voran.

Ganz besonders gefällt mir, dass du viele Gebäude selbst baust.
Das macht die Anlage einzigartig und unverwechselbar.
Insgesamt ein tolles Projekt. Gerade auch mit der Konstruktion der Klappbrücken-tolle Idee.
Eventuell werde ich das bei mir auch mal versuchen.

Ich bleibe auf jeden Fall dran.


Viele Grüße.
Andreas

neu im Bau: Segmentanlage "Lenningen-Ost": Durchgangsbahnhof in Anlehnung an den Bahnhof Oberlenningen (Teckbahn) mit Anschluss der Papierfabrik, Epoche 5+6

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RE: Die Steinlachtalbahn: Weiter nach Gsälzburg

#22 von Enztalbahner , 29.07.2026 18:14

Hallo Dieter,

hier entsteht eine wundervolle Anlage auf engem Raum, Epoche 3, eingleisig, detail und abwechslungsreich mit heftigen Anleihen am schwäbischen Umland, ganz nach meinem Geschmack

Auch scheinst du den Großteil der Gebäude mit dem 3D Drucker selbst zu bauen, das möchte ich im Blick behalten.

Mit den Themen Signale, Weichenlaternen und Antriebe bin ich auch noch nicht durch, daher werde ich mir deine Lösungen auf jedenfall genauer anschauen.

Hiermit habe ich einen Anker ausgeworfen, um die weitere Entwicklung hier nicht zu verpassen.

Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald,
Rainer


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RE: Die Steinlachtalbahn: Weiter nach Gsälzburg

#23 von Diegu , 29.07.2026 21:08

Hallo zusammen, hallo Andreas, hallo Rainer,

vielen Dank für die aufmunternden Worte.

Das mit dem Gebäudebau ist so eine Sache. Ich will die selbst bauen und sehe bei euren Anlagen, wie viel die zur Identität einer Anlage beitragen. Auch macht es total Spaß, sich mit den lokalen Gebäuden und der lokalen Geschichte zu beschäftigen.
Bisher hat es zu den vorsichtigen Versuchen mit dem 3D-Druck des EG Schelklingen und den Pappbildern der lokalen Industrie gereicht. Wenn dann mal die Bahnanlagen stehen und der Hintergrund montiert ist, werde ich mich da mal tiefer reinwühlen.

Wenn ich eure Threads so anschaue, scheint mir der Ansatz mit einem Laser deutliche Vorteile zu bringen. Wusste gar nicht, dass man dafür auch mit FreeCad konstruieren kann.

@Andreas_1967: Die Klappe mit Möbelscharnieren funktioniert bisher wunderbar. Der vorverlegte Drehpunkt ist halt der Bringer. Ich habe diese beim großen A gekauft. Da funktionieren sicher auch andere.

Viele Grüße
Dieter


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Die Steinlachtalbahn: Elektrisch ortsgestellte Weichen

#24 von Diegu , 02.08.2026 11:01

Hallo zusammen,

aktuell ist es noch zu heiß auf dem Dachboden, sodass der Signaleinbau pausieren muss.

Da war es Zeit, mal wieder ein altes Thema herauszukramen, das in Diskussionen im Mapud-Forum hier entstanden ist.

Hier kurz die Grundidee zusammengefasst:
Bei meiner Anlage ist grundsätzlich eine Automatisierung möglich. Viel wichtiger ist mir aber der an das Vorbild angelehnte Betrieb, am besten mit weiteren Mitspielern, z.B. Rangiermannschaften
Um dies zu ermöglichen, kann der Fdl Brezelbronn einen sogenannten Nahstellbereich freigeschalten. Dadurch kann die Rangiermannschaft eigenständig, unabhängig vom Fdl rangieren. Dies ist generell nur dann möglich wenn keine Zugfahrstraßen gekreuzt werden.
Im Vorbild gibt es diese bei Relaistellwerken (RStw) und Elektronischen Stellwerken (EStw).
Gedacht hat Brezelbronn also ein RStw und im Nahstellbereich kann der FdL EOW (elektrisch ortsgestellte Weiche) freischalten, die vom Zugpersonal über ein einfaches Panel bedient werden. Rückmeldung erfolgt über die Weichenlaterne
In Brezelbronn umfasst der Nahstellbereich die hinteren Gleise ab Gleis 6. Im Plan sind diese klar erkennbar, an der Darstellung der Herzstücke. Der Nahstellbereich wird durch Festlegen der Weichen mit der grünen Markierung vom Zugverkehr getrennt.



Beim Vorbild sieht ein Nahstellbereich wie folgt aus. (Quelle: Wikipedia)



Die Stelltische sollen 3D-gedruckt werden. Dazu habe ich ddie schematischen Gleispläne (es gibt zwei Stellpulte für den Nahstellbereich) in LibreOffice gezeichnet, und in FreeCad bei der 3D-Konstruktion durchgepaust. Ausdruck steht noch an, sehe da aber keine grundsätzlichen Probleme.

Übernahme des Bildes nach FreeCad


Durchpausen


3D-Darstellung mit den Löchern für die Taster:


Hier die vollständige Konstruktion mit Verstärkungsrahmen und Lasche zur Befestigung im 60°-Winkel an der Anlagenfront. Bei der Konstruktion hatte ich die Status-LEDs vergessen, über die angezeigt wird, ob der Nahstellbereich aktiv ist oder nicht. Da musste ich also nochmal ran:



Im Bild liegt der schematische Gleisplan unter der Deckplatte des Stellpults und das Stellpult ist transparent. Bei der Umsetzung wird der Gleisplan ausgedruckt und oben drauf laminiert.

Mit meiner Einfachlösung - die Taster werden direkt mit freien Pins meiner LocoIO-Module verbunden - ist es leider nicht möglich, die Weichenstellung zurückzumelden. Das ist m.E. auch nicht notwendig. Die Rangiermannschaft ist ja vor Ort und prüft die Weichenstellung anhand der Weichenlaternen.
Die Freigabe des Nahstellbereichs wird mündlich vom FDL angefordert.

Vielen Dank fürs Lesen

Dieter


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zuletzt bearbeitet 02.08.2026 | Top

   

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