Nachdem ich meinem BW einen Kran angeschafft hatte, der zwei Gleise sowie eine Verladefläche überspannte, stand ich vor der Herausforderung, eine Gleisabdeckung zu schaffen. Es wäre unzumutbar gewesen, meinen Preiserlein im Gleisbett oder auf den Schwellen herumlaufen zu lassen.
Da ich jedoch Mitteleiterfahrer bin, musste ich eine elektrisch leitende Abdeckung anbieten. Meine ersten Versuche mit geteilten Kunststoffabdeckungen gefielen mir nicht. Im Internet entdeckte ich den Beitrag von @AxelH1to87 auf YouTube (https://youtu.be/CYav4AhgP80?si=-XxYc6guLbLutyif), in dem er eine Riffelblechabdeckung von Weinert (Artikelnummer 3258) verwendete, die einen positiven Eindruck hinterließ. Da ich keine Erfahrung mit solchen Bauteilen hatte, begann ich zunächst mit kleinen Stücken. Die Strahlengleise am Ringlokschuppen sollten auch Gleisübergänge erhalten. Zunächst stellte ich einige Probestücke her, wie im YouTube-Video von @AxelH1to87 demonstriert. Aus Stabilitätsgründen gefielen mir jedoch die Schaumstoff-Füllstreifen, die links und rechts vom Mittelleiter waren, nicht. Daher schnitt ich einen Schaumstoffstreifen, der fast die gleiche Breite wie das Riffelblech hatte. Um die Stromzuführung zu gewährleisten, stanzte ich ein Loch in den Schaumstoffstreifen, durch das die Anschlussleitung hindurchgeführt und am Riffelblech angelötet werden konnte. In Gleisrichtung bog ich das Riffelblech leicht, um dem Skischleifer der Lok eine Aufgleithilfe zu bieten. Die darauf folgenden Fahrversuche waren erfolgreich.


Ermutigt machte ich mich nun an den langen Gleisabschnitt am Kran. Hierfür mussten mehrere Riffelblechstreifen zusammenverlöten werden, um die nötige Länge zu erreichen. Allerdings scheiterten meine Lötversuche grandios. Es gelang mir nicht, eine saubere und gute Lötverbindung herzustellen. Auch die Verwendung verschiedener Flussmittel führte zu keiner Verbesserung.
Eine Rückfrage bei einem Experten brachte den Ratschlag, bleihaltiges Lötzinn zu verwenden. Auf einer Messe fand ich prompt einen Händler, der mir solches verkaufte. Damit gelang die Lötverbindung wesentlich besser. Nach der bewährten Methode wurden die Abdeckungen verlötet, mit Anschlussleitungen und Schaumstoffstreifen versehen und dann eingebaut.


Der Einbau erfolgte mit Kontaktkleber, und die Streifen wurden etwa 24 Stunden mit einem Gewicht beschwert.

Da ein Gleis etwas in einen Gleisbogen hineinragt, hatte ich bei der Probefahrt das Problem, dass die Spurkränze der Lokomotiven mit dem Riffelblech in Kontakt kamen. Dies führte zu einem Kurzschluss. Um dieses Kontaktproblem zu lösen, hatte ich die Idee, die Ränder des Riffelblechs mit Isolierlack zu bestreichen. Also pinselte ich mehrere Schichten matten Klarlack auf die betroffenen Stellen des Riffelblechs. Das Resultat war ein Erfolg. Ich freue mich auf eure konstruktiven Kommentare zu meinen Ausführungen.



