Hallo zusammen,
Vielen Dank für eure Rückmeldungen!
Zitat von dlok im Beitrag #2
Über CAD und 3D-Zeichnung habe ich überhaupt keine Ahnung ... es wird aber "irgendeinmal" auch kommen.
Da kann ich dich nur ermutigen - ich habe meinen Drucker vor etwa einem Jahr bekommen und hab mich nach den ersten Druclen auch erst selbst ans konstruieren gewagt. Für den Einstieg kann ich Dir wärmstens TinkerCad empfehlen - das ist kostenlos, online und wirklich einfach zu erlernen. Und ja: alles geht damit nicht, aber der hier gezeigte Wagen ist eben dort vollständig erstellt worden.
Zitat von Manuel K im Beitrag #3
Die Beschriftungen gleich mit zu drucken, wird selbst mit einer 0,2er Düse erst ab einer gewissen Größe möglich. Kleinere Beschriftung, wie, z.B. Längenangabe etc. funktioniert nicht.
Das ist richtig - aber mal eben Farbdecals zu erstellen und aufzubringen wird vermutlich nicht funktionieren. Ich habe zwar noch keinen Versuch unternommen, aber ich bin mir noch nicht wirklich sicher, ob es sich ob der Würtchenthematik so einfach aufbringen lässt. Mit einem SLA-Druck wäre die Oberfläche vermutlich glatt genug, aber beim FDM-Druck sieht man in der Oberfläche trotz der feinsten Druckeinstellungen eben noch deren Herkunft an.
Vielleicht mag sich mal jemand melden der dazu Erfahrungen hat. Wenn das geht, erstelle ich natürlich gerne noch Vorlagen und teile diese ebenfalls mit euch. Danke auch für das Angebot der Hilfestellung bzgl. Ausdruck der Decals!
Zitat von Manuel K im Beitrag #5
[...] Als Radsätze habe ich Evemodel Nr. C8724-12, D=10,7mm, A=24,42 mm die ich gerade da liegen hatte verwendet und auch in der Beschreibung angegeben wurden. Wobei die Achslänge laut PDF 19,8mm Spitzenmaß betragen soll. Die angebene Nr. Lautet da aber auch C8724 ohne -12 dahinter. Kann sein das es verschiedene Spitzenweite gibt ? Wie auch immer, die von mir verwendeten Achsen passen in der Spitzenweite sehr gut da rein und der Raddurchmesser stimmt.
Ich habe soeben mal meine Bestelldaten durchgeschaut und du hast Recht: Das Spitzenmaß ist 24,3mm (ich hatte das im Bild auf AliExpress rechts oben übersehen). Worauf sich die 19,8mm ist mir beim Betrachten des Bildes gerade selbst nicht klar - da der Radsatz für . Wobei ich noch dazuschreiben muss, dass das Radsatzinnenmaß auf C-Gleisen nicht passt. Ich habe das Maß dann auf das für C-Gleis empfohlene Maß von 14,0mm zurechtgedrückt (schreibe ich mal besser dazu, da der Wagen bei mir auf dem C-Gleis steht - für andere Gleise dürfte das passen).
Zitat von Manuel K im Beitrag #5
Abweichend zu den Bauteilvorschlägen verwendet habe ich Märklin Federn, die jedoch zu lang sind. Das ist aber kein großes Problem, ich habe die einfach halbiert, die Öse gebogen und dann auch mit genügend Vorspannung einhängen können. Damit die Feder nicht verloren geht habe ich sie auf der Bodengruppe mit einem kleinen Tropfen Sekundenkleber gesichert.
Die von mir verwendeten Roco-Federn sin 5,8mm lang, 2,5mm im Durchmesser und haben eine Drahtstärke von 0,15mm. Die Märklin-Federn dürften ähnlich sein, allerdings mit 11,5mm deutlich länger sein. Ich könnte am Wagenboden dafür eine zweite Öse im entsprechenden Abstand hinkopieren - wer Märklin-Federn nutzen möchte, müsste dann die andere Aufnahme mit dem Bastelmesser entfernen, wer Roco-Federn nutzt kann beide belassen. Das werde ich so umsetzen, weil die Märklin-Federn deutlich günstiger zu haben sind (kosten nur 1/3 der Roco-Federn). Die Federnaufnahme muss man bei den richtigen Druckparametern eigentlich nicht umbauen - bei mir halten die Federn einwandfrei.
Zitat von Manuel K im Beitrag #5
Jetzt kommen wir aber zu einem größeren Knackpunkt. Der Drehgestellpin ausgeführt zum Rasten mit zwei Nasen. Wenn ein minimaler Grat an der Bodenplatte oder in der Nut stehen bleibt ( und das bleibt nicht aus ), dann greifen die Rastnasen des Pins nicht richtig ein, oder brechen. Das finde ich sehr unglücklich gelöst. Das geht besser, wenn man da eine Drehgestellachse an der Bodengruppe zeichnen würde und dann das Drehgestell entweder mittels einer M2x5mm Schraube + Unterlagscheibe, oder einfach einem Messingstift, so wie ich das bei meinen eigenen Wagen gerne mache löst. Damit kann man das Drehgestell, welches übrigens auch sehr fein und detaliert ist, im Notfall auch problemlos tauschen.
Bei mir hält das tatsächlich ziemlich gut (auch bei allen anderen Wagentypen die ich habe). Ich hatte die Rastnasen ja anfangs noch umgekehrt, aber wenn die einmal brechen, war der komplette Wagen für die Tonne - deshalb fürchte ich die Variante mit der Drehgestellachse auf Wagenbodenseite.
Gleichenfalls gibt der Pin dem Drehgestell auch ein wenig Spiel in der Horizontalen. Hast du denn ein Bild von deiner Version mit dem Messingstift? Das würde mich einmal interessieren.
Zitat von Manuel K im Beitrag #5
Das Drehgestell, wie geplant mal befestigt, tritt ein weiteres Problem auf. Die Radkränze schleifen am Wagenboden. Hier fehlt noch etwas Freigängigkeit. Was ich nun noch nicht getestet habe ist die Kupplungshöhe, sollte die der genormten Höhe entsprechen, müsste man in der Bodenplatte für Freiheit sorgen Ist die Höhe aber zu niedrig, würde es ausreichen eine Unterlegscheibe zwischen Drehgestell und Bodenguppe zu verwenden. Mit der Schraubbaren Lösung wäre das perfekt und mehr als stabil genug. Der Pin mit der Rastnase ist keine gute Lösung.
Der Kupplungsschacht und die Deichsel haben genug Freigängigkeit und sind als solchen sehr gut ausgeführt.
Ich habe mal eben nachgemessen: Nach NEM müsste der Kupplungsschacht ab der Schienenoberkante bis zur Mitte des Kupplungsschachts 8,5mm betragen. In meiner Zeichnung sind es 8,2mm - im realen Modell aufgrund der Toleranzen im Stand eher 8mm (grob mit dem Messschieber nachgemessen). Wir könnten den Wagen also noch um rund 0,3 bis 0,5mm anheben (Abstand zwischen Drehgestell und Wagenboden erhöhen) und damit die Freigängigkeit erhöhen. Bei mir im Modell ist da auch nicht viel Platz, aber es hat beim Fahrbetrieb keinerlei Probleme bereitet. Wenn ich mir im Nachgang aber die Konstruktion anschaue (habe mal zwei Achsen eingezeichnet), dann scheint da Kollisionsgefahr insbesondere im Bereich der Kulissenführung zu sein. Das muss ich mir tatsächlich noch einmal anschauen. Freigängigkeit wird sich aber widerum nur durch den Abstand von Drehgestell zu Wagenboden realisieren lassen - sonst müsste die Kulissenführung weg und das will ich ja auch nicht wirklich.
Zitat von Manuel K im Beitrag #5
Die Einsteckrungen sind ein Manko für den Betrieb. Schon bei der Montage hab ich bemerkt das die Teile sehr schnell brechen hier, wäre es besser, die Teile ca. doppelt so dick zu machen. Nur mit Kleber befestigen alleine wird das nichts. Das bricht direkt am Übergang Einstecknase - Runge
Nach deinen Bildern zu urteilen scheint hier aber was mit der Druckqualität nicht zu stimmen. Die unteren Taschen für die Runden sehen bei dir nicht gut ausgeformt aus und dürften damit besonders "gut" zum Brechen neigen. Nichtsdestotrotz ist das ganze natürlich trotzdem relativ filigran. Problematisch ist hier aber weniger die Stärke des Materials, sondern vermutlich eher die Ausformung an den Rändern. Vielleicht spendiere ich aber doch noch rundum ein paar Zehntel Millimeter mehr Material.

Viele Grüße
patrick_kn