Ideen für Märklin-Retro-Anlage

#1 von mather , 24.08.2026 22:28

Hallo zusammen,
ich lese hier seit geraumer Zeit mit und habe schon von einer Reihe von Tipps und Ideen profitiert, seit ich nach ewiger Pause vor etwa 2 Jahren mit knapp 60 wieder engefangen habe, mich mit meiner alten (teilweise noch väterlichen) Märklinbahn zu beschäftigen, mich wieder ein wenig in die (analoge) Technik einzuarbeiten, die Bestände zu erweitern und eine für meine Verhältnisse bzw. in Relation zu meinen Jugendbahnen schon recht große Probier- und Test-Anlage aufgebaut habe (über zwei Etagen, mit Blockbetrieb und automatisch gesteuertem Schattenbahnhof, alles analog).
Jetzt überlege ich, ein frei gewordenes größeres Zimmer für die Eisenbahn zu nutzen. Den Zuschnitt des Zimmers (im Dachgeschoss) und meine sonstigen Vorstellungen habe ich im folgenden Fragebogen angegeben.
Ich bin noch am Anfang der Überlegungen und würde mich freuen, Anregungen zu bekommen, welche Anlagenform, -art und -gestaltung ihr euch bei diesen räumlichen Gegebenheiten vorstellen könntet.
Viele Grüße
Matthias


1. Titel
Märklin Retroanlage in größerem DG-Raum

2. Spurweite & Gleissystem
Märklin H0 M-Gleis

3. Raum & Anlage
3.1 Raumskizze, evtl. auch Bilder davon


3.2 Anlagenform (L, U, Rechteck, An der Wand entlang...)
U, G oder E?

3.3 Anlagengrösse oder verfügbare Fläche im Raum
Grundsätzlich steht der ganze Raum zur Verfügung. Es soll aber auch noch Platz bleiben für eine Arbeitsecke mit Schreibtisch und Schrank.

4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn
Eher Spielbahn.

4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn
Tendenziell klassisch: 2-gleisige Hauptbahn plus Nebenbahn

4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)
R1 (ich habe reichlich M-Gleis-Material in allen Standardradien und auch ein paar der alten Modellgleise 3800/3900 mit großen Radien)

4.4 Maximale Steigung
3%

4.5 Maximale Zugslänge
2m

4.6 Anlagentiefe (minimal, maximal)
tendenziell altersgerecht.
Es stehen bereits 6 Grundrahmen 90 x 180 cm (70 cm hoch) zur Verfügung (von bisheriger Wiedereinstiegsanlage).

4.7 Eingriffslücken / Servicegang
Der Zugang zu mindestens einer Drempeltür muss möglich sein.

4.8 Anlagenhöhe der Hauptebene
Die Grundebene (für SBF) liegt auf 70cm. Von dort aus kann/soll es nach oben gehen.

4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard
Ja, mehrgleisiger SBF, evtl. mit FY an Vorderkante

4.10 Oberleitung ja / nein
nein

5. Steuerung
5.1 Fahren analog oder digital
analog (b.a.W.)

5.2 Steuern analog oder digital
analog

5.3 PC-Steuerung
nein

6. Motive
6.1 Epoche
überwiegend II (I bis IV)

6.2 Bahnhofstyp(en)
noch unklar

6.3 Landschaft
vorläufig nachrangig, tendenziell Mittelgebirge

6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)
eher Klein-/Vorstadt mit etwas Industrie und ländl. Umgebung

6.5 Bw (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)
Bw mit Drehscheibe, Schiebebühne, Lokschuppen

7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge
diverse Dampf- und Dieselloks, einzelne E-Loks,
diverse (meist alte/ältere) Personen- und Güterwagen

7.2 Vorhandener Gleisplan (eigener, Link zu anderen)
Vom Grundmuster könnte ich mir bisher etwas vorstellen wie

    https://www.stummiforum.de/t117269f154-Gleisplan-Sammlung-2.html#msg1313838

oder
    https://www.stummiforum.de/t117269f154-Gleisplan-Sammlung-5.html#msg2084411

Ich skizziere gerade erst erste Ideen, würde mich aber über vielfältige Anregungen freuen.


7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt
Überwiegend einzeln (aber Enkel in Aussicht)

7.4 Budget
___
7.5 Zeitplan
Zunächst geht es mir um grundsätzliche Planungsideen.
Umsetzung könnte noch dieses Jahr beginnen (muss aber nicht unbedingt).
Die Anlage muss nicht schnell fertig werden, ihr Bau kann und soll mich ruhig eine längere Zeit beschäftigen.
Ich würde sie gerne auch Stück für Stück bauen können, also so, dass ein erster Fahrbetrieb nicht ewig auf sich warten lässt, aber die Anlage auch stückweise erweitert werden kann.


8. Anhänge


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RE: Ideen für Märklin-Retro-Anlage

#2 von Henuli , 24.08.2026 22:49

Hallo,
wenn du eine RETRO-Anlage bauen willst, dann findest du hier Gleispläne der Fa. Märklin (so ab 1957)


Viele Grüße und Spass mit der Modellbahn
Uli


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RE: Ideen für Märklin-Retro-Anlage

#3 von Varg , 25.08.2026 13:30

Zitat von mather im Beitrag #1
...... seit ich nach ewiger Pause vor etwa 2 Jahren mit knapp 60 wieder engefangen habe....



Glückwunsch zur guten Idee einer Retro-Bahn !

Egal für was für eine Form Du Dich letztlich entscheidest : Packe i.S. Durchgänge, Platzbedarf für Sevicearbeiten, Zugänglichkeit etc. überall mindestens 50 Prozent mehr an Platz dazu,
als Du JETZT zu brauchen meinst !

Ich weis, wovon ich rede !

Ich habe mit 10 Jahren weniger als Du jetzt auf dem Buckel hast meine letzte (in zweierlei Hinsicht) Anlage gebaut
und
es gibt heute so einige Stellen, wo ich mir ein paar Zentimeter mehr Platz wünschen würde, denn beweglicher wird man nicht !

Gruß
Varg


Märklin HO und beim Hobby auch mal Fünfe gerade sein lassen.


Djian hat sich bedankt!
 
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RE: Ideen für Märklin-Retro-Anlage

#4 von mather , 27.08.2026 16:39

Hallo
und vielen Dank für die Tipps.
Einige der alten Gleisplanhefte kenne ich bereits. Nachteil ist für mich aktuell, dass sie i.W. auf eine Ebene beschränkte Rechteckanlagen enthalten, die die von Varg genannten Hinweise zu Erreichbarkeit usw. nicht berücksichtigen.
Insofern wäre ich auch für weitere Ideen bzgl. geeignet erscheinender Grundmuster bzw. Anlagenformen dankbar. Zur Zeit denke und plane ich in G-Form.
Viele Grüße
Matthias


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RE: Ideen für Märklin-Retro-Anlage

#5 von derdavidauswien , 27.08.2026 18:23

Ein G mit einer von links unten Richtung Mitte gehenden Zunge würde sich anbieten.

LG David


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RE: Ideen für Märklin-Retro-Anlage

#6 von bahngarfield , 16.09.2026 20:43

Wenn ich "Märklin-Retro" höre, dann werde ich immer ganz hippelig!

Von daher - ich habe mir einmal erlaubt, mir die Grafik "auszuleihen"; ich hoffe, das geht in Ordnung, sonst nehme ich das Bild natürlich sofort wieder raus - gestatte ich mir einmal, folgenden Vorschlag in die Runde zu werfen:



Es ist eine Kombination von Zentralanlage (oberer Bereich) plus "an der Wand lang" im unteren Bereich, die aber dennoch die Zugänglichkeit zu allen drei Türen gewährleistet. Ein enorm wichtiger Aspekt war für mich die Reichtiefe: Kein Punkt auf der Anlage ist weiter als 90cm von einer Anlagenkante entfernt. Dies wird durch den äußeren Rundgang und die zentrale Begehungsinsel gewährleistet. Ich habe selbst beim Punkt "Zugänglichkeit" bei meiner Ansbach-Anlage bitteres Lehrgeld zahlen müssen, zumal die Beweglichkeit mit steigendem Alter nicht gerade zunimmt. Irgendwelche Zugangslukenlösungen (wo lege ich die Luke hin?) kann ich nicht empfehlen.

Da ich aktuell über kein Gleisplanprogramm verfüge, habe ich eine mögliches Konzept "schnell mal" mit GIMP zusammengedengelt:



Zentralplatte mit Hauptbahnhof und BW, letzteres gebildet aus der altbekannten 7186 plus Lokschuppen 7028. Lange Paradestrecke, die durch Mittelgebirgslandschaft ansteigt und zu einem kleinen Bahnhof führt. Die Portale markieren den Abstieg in die -1-Ebene, in der sich der Schattenbahnhof befindet. Das die Paradestrecke aufnehmende Anlagenelement böte sogar noch für eine vom Kleinbahnhof abzweigende Nebenstrecke Platz, die - die Paradestrecke liegt auf der Ebene +1 - diese zweimal auf der Nullebene unterquert und beispielsweise als Pendelzugstrecke, gesteuert mit einem 6600er-Pult, ausgelegt werden könnte.

Aber das ist alles schon viel zu konkret. Das Gehirnjogging hat Spaß gemacht, und wenn eine brauchbare Inspiration dabei war, freut's mich!




Grüße!




Christian


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RE: Ideen für Märklin-Retro-Anlage

#7 von 5kuppler , 18.09.2026 20:45

Hey Matthias,
die Grundform des "G" hat natürlich seinen Reiz. Aber wie ist es mit so profanen Dingen, wie die Zugänglichkeit der Dachflächenfenster. Sollen/müssen die für eine Öffnung oder Reinigung zugänglich sein ? Die würde ich zugänglich lassen.
Wie frei müssen/können die Drempeltürchen bleiben ? Gibt es eine Möglichkeit, die Drempeltürchen zu "überbrücken" (d.h. ohne weitere Landschaftsgestaltung, entweder mit herausnehmbarer oder, wenn es von der Höhe her passt, auch fest eingebauter Brücke oder einfach mit Gleisführung auf einem schmalen Anlagenbrettchen.
Leider kann ich mit Grafikprogrammen nicht umgehen, daher kann ich meine Vorschläge dazu nur beschreiben.
In beiden Fällen gibt es eine ca. 90-100 cm tiefe Anlagenfläche parallel zur Giebelseite (im Plan linke Seite). Das Giebelfenster bleibt frei. Die Strecke(n) führen von hier nach links zur Traufseite. Auf der Traufseite führt die Strecke erstmal auf schmaler Anlagenfläche (oder Brücke) an Drempeltür bzw. Dachflächenfenster vorbei. Nach Überwindung der gegebenen baulichen Hindernisse hast Du zwei Optionen:
Einmal ein breites "U", d.h. zwischen den beiden Drempeltüren/Dachflächenfenstern verbreitert die Anlage zu einer Bahnhofsanlage. Die Anlagentiefe hängt dabei von der Zugänglichkeit unter der Dachneigung ab, notfalls kann man auf ein imposantes Empfangsgebäude verzichten (das steht dann gedanklich auf der Seite des Betrachters). Die Mitte des Raums bleibt frei.
Oder ein "W": Zwischen den beiden Drempeltüren/Dachflächenfenstern führst Du die Anlage weit (max. 260 cm) in den Raum hinein, wie ein dicker "Doppelstrich" im "W". Da von zwei Seiten zugänglich ist, darf die Doppelstrichfläche auch etwas "dicker" ausfallen.
Nach Bahnhofsanlage bzw. der Doppelstrichfläche kannst Du die Strecke(n) wieder auf ein schmales Anlagenbrett führen, welches nach Queren der zweiten Drempeltür nach links zur Wand führen lassen. Dort schließt sich ein weiteres Anlagenbrett von 90-100 cm Tiefe an.
Soweit meine Gedanken zur Grundform. Allerdings würde ich auf unterirdische Schattenbahnhöfe verzichten und dafür signalgesteuerte Warte-/Abstellgleise vorziehen. Passt auch besser zu einer Retroanlage.

Peter


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RE: Ideen für Märklin-Retro-Anlage

#8 von mather , 19.09.2026 16:19

Hallo zusammen
und herzlichen Dank, das sind wirklich sehr interessante Inspirationen!
@bahngarfield: Ich finde es toll und sehr hilfreich, dass Du meine Raumgrafik benutzt und wie Du die Gegebenheiten berücksichtigst! Bei Deinem Entwurf bleibt tatsächlich alles gut zugänglich. Und an eine vom 6600 gesteuerte Nebenbahn-Pendelstrecke hatte ich auch schonmal gedacht.
@5kuppler: Deine Idee, die Drempeltüren nur schmal zu überbrücken, ist auch klasse. Die Möglichkeit gibt es: Zwischen Oberkante Drempeltür und Beginn der Dachschräge sind noch 15 cm Luft. Ich habe nur noch etwas Verständnisschwierigkeiten mit den Vorschlägen "breites U" bzw. "W" zwischen den Drempeltüren.
Ich werde mich auf jeden Fall mit Papier und Bleistift (bzw. Wintrack) dransetzen - Herbstzeit ist Planungszeit :-)
Viele Grüße
Matthias


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RE: Ideen für Märklin-Retro-Anlage

#9 von 5kuppler , 19.09.2026 16:45

Hey Matthias,
dann viel Erfolg bei der Planung. Ergänzung zu meinem G'schreibsel: Das breite "U" bzw. "W" bezieht sich auf die Anlagenform im gesamten Raum, nicht nur auf den Raum zwischen den beiden Drempeltüren.
Falls Du die Absicht hast, auch eine "Vertikalanlage" (= Vitrinenkästen) zu machen: Gegenüber von der Dachschräge hast Du genügend Wand für mehrere Vitrinen.
Peter (der voraussichtlich im November mit seiner "Hafenanlage 2.0" anfängt - auch mit M-Gleis)


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RE: Ideen für Märklin-Retro-Anlage

#10 von bahngarfield , 20.09.2026 11:56

Da die "Hauptstrecke" vom "Hauptbahnhof" aus auf die Ebene 1 steigt, könnte man umgekehrt die Pendelzugstrecke (=Nebenbahn) vom "Bergbahnhof" aus auf Ebene 0 fallen lassen, sodass diese, zweimal die Hauptstrecke unterquerend, ebenfalls am "Hauptbahnhof" endet. Dann könnten Deine Preiserlein wählen, ob sie mit der V200 oder dem Schienenbus von "A-Stadt" nach "B-Dorf" fahren. Und: Bei der Paradestrecke komme ich auf rund 6Meter Fahrstrecke im sichtbaren Bereich; ideal um bei 2 Metern maximaler Zuglänge automatischen (natürlich analogen) Blockstellenbetrieb zu realisieren - ähnlich wie bei der Paradestrecke auf der Vorführanlage im Nürnberger Verkehrsmuseum. Aber alles nur ein bisschen modellbahnerisches Gehirnjogging...




Grüße!




Christian


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