Ich bin Wiederholungstäter, was das Patinieren von Wagen der "Eaos-Familie" betrifft. Da kann man sich auf den zur Verfügung stehenden großen Flächen farblich richtig austoben.
Dieses Mal hat es eine neue Modell Ausführung eines Eaos von PIKO getroffen. Dennoch wurde der Wagen noch mit Holzladeboden ausgeführt. Die einigermaßen realistische Darstellung dieses hölzernen Ladebodens ist nicht ohne gewisse Schwierigkeiten darstellbar. Dazu wird mit flüssiger Farbe, die dem Holz nahe kommt, der Boden voll ausgemalt. Diesen Vorgang wiederhole ich nach dem Abtrocknen ein zweites Mal. Wenn auch dieser neue Anstrich ausgetrocknet ist, kommt meine selbst angemischte Farbe in braunschwarz auf den Ladeboden. Anschließend werden die Seitenwänden bearbeitet, indem diese an allen Innenseiten kräftig mit Ultramatt und der Airbrush benetzt worden sind. Nach dem Austrocknen werden diese dann mit farblich unterschiedlichen Trockenpigmenten und einem mittleren Pinsel aufgebracht. Darüber kommt für die Grifffestigkeit ein Hauch Ultramatt mit der Airbrush. Nach dem Abtrocknen wird die zuvor aufgbrachte schwarzbraune Holzfarbe vorsichtig mit einem Skalpell (Klingenart Nr. 15) oberflächlich der verlaufenenden Holzstruktur frei gekratzt. Die hölzerne Struktur muss dabei unbedingt erhalten bleiben. Hier hat sich dann der doppelte Auftrag der Holzfarbe bewährt, weil nicht mit dem Skalpell bis auf die originale Kunststofffarbe alles wieder entfernt wird. Wenn der Wagenboden dann soweit wieder frei gekratzt ist, kommt nochmals eine Spur schwarzes Washing darüber. Fertig!
Gesamtansicht des PIKO Eaos, wobei auffällig ist, dass die Rangiergriffe etwas weit herausstehen
die Farbnuancen der Seitenflächen werden durch das Auftupfen unterschiedlicher farblicher Trockenpigmente geschaffen
Der Ladeboden mit dem von mir geschaffenen Spaltmaßen der Laderaumtüren. Leider haben die Hersteller immer noch nicht gelernt, dieses wichtige Detail der Spaltmaße darzustellen.
Kilroy war auch schon da! Ähnliche Schmierereinen gehören wohl dazu..........
und erneut nur halb abgerissene Hinweiszettel
leider etwas undeutlich geworden..............
Mein Gruß in die Runde! vps
Fragen beantworte ich gerne!
Um alle meine Ideen für die Modelleisenbahn umsetzen zu können, bräuchte ich mindestens ein zweites Leben..... Ich betreibe Eisenbahn-Modellbau seit 1949
@vps So ein Eaos/Eanos ist immer erste Wahl wenn man auch mal stärkere Abnutzung und ordentliche "Einsauung" darstellen möchte. Dein E-Wagen ist echt klasse gemacht. Ist es bei G-Wagen eher die Patina, ist es bei E-Wagen eindeutig der "Dreck" der diese Wagen so spannend macht! Dann hoffe ich dass du noch jede Menge Rückfällig "erleidest" und wir hier noch viele deiner Arbeiten zu sehen bekommen!
ich bewundere immer wieder richtig gut gemachte Alterungen von Loks und Wagen. Hier wieder so ein wirklich gut gemachtes Besipiel. Eine Frage hätte ich noch. Vielleicht ist sie in einem der vorhergehenden Threads erläutert worden, aber trotzdem: Wie wurden die Kreideanschriften und "Schmierereinen" gemacht? Extrem dünner Lackstift? Ziehfeder? Oder ...?
Hallo silz_essen, ja, ich werde immer wieder gefragt und habe auch stets darauf geantwortet.
Diese "Kreideanschriften" werden mit einer etwas überarbeiteten normalen Zeichenfeder gestaltet, die dazu noch machanisch etwas "angespitzt" worden ist. Weiterhin hilft mir eine hochwertige Zeichentusche auf Wasserbasis. (...und antürlich eine ruhige Hand, das ist mit 84 Jahren aber manchmal nicht so ganz einfach!)
Gute Verrichtung wünscht vps
Fragen beantworte ich gerne!
Um alle meine Ideen für die Modelleisenbahn umsetzen zu können, bräuchte ich mindestens ein zweites Leben..... Ich betreibe Eisenbahn-Modellbau seit 1949