RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#1 von nakott , 12.06.2008 09:31

Hallo,

ich verfolge hier im Forum schon seit längerem die Diskussion über die Märklin Gleise.

Wenn man beide Märklin Gleissysteme mit beispielsweise Peco vergleicht, dann kann man in der Tat neidisch werden.

Oft bemängelt wird, daß speziell beim C-Gleis die schlank DKW fehlt. Speziell bei diesem Punkt gibt es doch aber Alternativen beim K-Gleis. Dies bringt mich dann zu einer generellen Frage:

Warum finden so viele Leute das C-Gleis so toll? Sicher ist es als Teppichbodengleis super geeignet. Man kann es super einfach zusammenstecken, was ein häufiges umbauen der Spielanlage leicht macht. Auf der anderen Seite muß man, für mein Empfinden, erhebliche Lauf- und Schleifergeräusche hinnehmen.

Seit Jahren hat Märklin das K-Gleis im Angebot, wo es auch die schlanke DKW und Flexgleis gibt. Nun kann man einwenden, daß das Schienenprofil plumper wirkt als beim C-Gleis, aber auch mit dem K-Gleis kann man schöne Modellbahnen bauen. Und was es beim K-Gleis nicht gibt, kann man Weichen-Walter bekommen.

Daher wundert mich die Diskussion über das C-Gleis, wo es doch Alternativen gibt.

Ich vermute, daß es Märklin ähnlich sieht und daher die Weiterentwicklung vom C-Gleis nicht angeht.

Gruß Dirk


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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#2 von Udo Nitzsche , 12.06.2008 10:04

Zitat von nakott
Warum finden so viele Leute das C-Gleis so toll? Sicher ist es als Teppichbodengleis super geeignet. Man kann es super einfach zusammenstecken, was ein häufiges umbauen der Spielanlage leicht macht. Auf der anderen Seite muß man, für mein Empfinden, erhebliche Lauf- und Schleifergeräusche hinnehmen.



Hallo Dirk,
das verstehe ich auch nicht. Als "Spielgleis" und im Schattenbahnhof (wie z. B. bei mir) gut geeignet, ansonsten zu "unflexibel". Wobei ich Deine Bemerkung zu den Laufgeräuschen so nicht nachvollziehen kann, obwohl ich die Gleise ohne Dämmung direkt auf den Sperrholzunterbau geschraubt habe - das M-Gleis war hier viel lauter!

Zitat von nakott

Seit Jahren hat Märklin das K-Gleis im Angebot, wo es auch die schlanke DKW und Flexgleis gibt. Nun kann man einwenden, daß das Schienenprofil plumper wirkt als beim C-Gleis, aber auch mit dem K-Gleis kann man schöne Modellbahnen bauen. Und was es beim K-Gleis nicht gibt, kann man Weichen-Walter bekommen.



Ich denke, das "seit Jahren" ist genau das Problem. Trotz zweimaliger Überarbeitung, erst die Umstellung von Hohl- auf Vollprofil (21xx zu 22xx) und dann die Modernisierung der Standard- und Bogenweichen auf steckbare Antriebe, gefräste Zungen (statt gepresster Blechplatte) ist das K-Gleis schon etwas veraltet (z. B. Profilhöhe, Breite der Pukos).
Dass es anders ginge, hat Märklin inzwischen mit dem C-Gleis bewiesen.
Weichen-Walter ist klasse, aber hochpreisig - angesichts der Einzelanfertigungs-Handarbeit aber angemessen! Das kann sich sicher nicht jeder leisten...


Gruß aus Berlin
Udo

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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#3 von nakott , 12.06.2008 10:39

Zitat von Udo Nitzsche
Wobei ich Deine Bemerkung zu den Laufgeräuschen so nicht nachvollziehen kann, obwohl ich die Gleise ohne Dämmung direkt auf den Sperrholzunterbau geschraubt habe - das M-Gleis war hier viel lauter!



Hallo Udo,

Ich habe zum Testen auf 5 mm Kork ein C-Gleis und ein K-Gleis Oval verlegt. Der Geräuschpegel auf dem C-Gleis ist für mein Empfinden deutlich lauter als beim K-Gleis. Beim K-Gleis hört man den Schleifer nicht. Beim C-Gleis hört man den Schleifer deutlich. Vielleicht kommt dies wegen des Böschungshohlraums.

Gruß Dirk


Anlage URI


 
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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#4 von Walter Zöller ( gelöscht ) , 12.06.2008 10:45

Hallo Dirk und Udo,

natürlich soll jeder Mobahner das Gleis benutzen, das ihm gefällt. Wenn Euch also das C-Gleis nicht gefällt, habt Ihr Euch anscheinend nicht genug damit beschäftigt.
Seine Vorteile:
- das vergleichsweise zierliche Profil (Kopf 1/2 mm schmaler, niedriger)
- die echten Punktkontakte (gegenüber den K-Klotzkontakten)
- der einwandfreie Lauf von 2L=-Fahrzeugen
- die Möglichkeit, Kadee-Kupplungen zu verwenden, die an K-Pukos hängen bleiben
- der recht einfache Selbstbau von Flexgleisen
- die Möglichkeit, den Spielzeug-Parallelabstand einfach auf vorbildnah zu ändern
- möglicher AC/DC-Mischbetrieb ohne große Basteleien
Usw. usw.

Gruß
Walter


Walter Zöller

RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#5 von puls200 , 12.06.2008 10:56

Es gibt aber auch ein paar Nachteile! Die Dinger sind teuer und die Plastikoptik gefällt auch nicht jedem (mir zum Beispiel nicht). Klar kann man nachpinseln und nachschottern, das habe ich beim M-Gleis auch schon gemacht aber irgendwie ganz das Wahre ist das auch nicht.

Ich möchte im Moment gerne Gleise kaufen und bin total frustriert. Wenn ich nicht so viele Märklin Fahrzeuge hätte würde ich den ganzen Kram auf E*** loswerden und ins 2L Lager wechseln. Jetzt experimentiere ich mit dem Umrüsten von 2L Weichen und entsprechenden Gleisen, aber das ist ziemlich zeitraubend..


 
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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#6 von Andi , 12.06.2008 10:57

Zitat von Walter Zöller
Hallo Dirk und Udo,

natürlich soll jeder Mobahner das Gleis benutzen, das ihm gefällt. Wenn Euch also das C-Gleis nicht gefällt, habt Ihr Euch anscheinend nicht genug damit beschäftigt.
Seine Vorteile:
- das vergleichsweise zierliche Profil (Kopf 1/2 mm schmaler, niedriger)
- die echten Punktkontakte (gegenüber den K-Klotzkontakten)
- der einwandfreie Lauf von 2L=-Fahrzeugen
- die Möglichkeit, Kadee-Kupplungen zu verwenden, die an K-Pukos hängen bleiben
- der recht einfache Selbstbau von Flexgleisen
- die Möglichkeit, den Spielzeug-Parallelabstand einfach auf vorbildnah zu ändern
- möglicher AC/DC-Mischbetrieb ohne große Basteleien
Usw. usw.

Gruß
Walter



Hallo Walter,

ich ergänze mal:

- die Möglichkeit den Antrieb im Bettungskörper unterzubringen
- die Möglichkeit den Decoder im Bettungskörper unterzubringen
- robusterer Antrieb (zumindest der von M)
- einfache Stromeinspeisung


Schöne Grüße
Andreas


 
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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#7 von supermoee , 12.06.2008 11:23

Zitat von Andi


Hallo Walter,

ich ergänze mal:

- die Möglichkeit den Antrieb im Bettungskörper unterzubringen
- die Möglichkeit den Decoder im Bettungskörper unterzubringen
- robusterer Antrieb (zumindest der von M)
- einfache Stromeinspeisung



zu 1: für Spiel/Teppichbahner interessant, für feste Anlage eher nicht, da wartungsunfreundlich (die ganze Weichenstrasse muss rausgenommen werden, um an den Motor zu kommen, oder man muss Öffnungen in der Platte vorsehen. Da kann man gleich Unterflurantriebe benutzen)

zu 2: siehe 1, auch wenn Wartung hier eher rar ist. Hier ist der Preis aber hoch. ein 4er Dekoder ist billiger.

zu 3: kann ich nicht beurteilen, aber es ist nicht schwierig, besser als der K-Weichenantrieb zu sein. Bei K Weichen hat man aber absolute Freiheit, einen passenden Antrieb im Markt zu kaufen, billiger und zuverlässiger

zu 4. wenn man nicht die teuren Flachstecker benutzen will, sondern lötet, besteht kein Unterschied zu K Gleisen.

Es wird hier immer das klobige K-Gleis Schinenprofil kritisiert. Mich stören die 0.2mm mehr an Profilhöhe des K-Gleises weit weniger als der grosse Parallelgleisabstand und die Spielradien des C-Gleises. Wenn ich meine Züge durch meinen mit 1.8m Radius verlegten Bahnhf oder bis 3m Radius verlegten Hauptstrecke durchfahren sehe, ist das eine richtige Augenweide. Da hählt kein 600mm Radius mit.

Das kriegt man beim C-Gleis ohne viel basteln nicht hin.

ICh sehe das C-Gleis sehr praktisch für Teppich- und Spielbahner und die, die einen einfachen Aufbau bevorzugen.

Natürlich kann man auch mit C-Gleise entsprechend schöne Gestaltungen machen, hat man mehrmals in Forem bewundern können, aber der Aufwand ist nicht geringer als beim K-Gleis.

Aber letztendlich soll sich jeder das Gleis kaufen, dass er bevorzugt

Gruss

Stephan


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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#8 von nakott , 12.06.2008 12:02

Hallo,

das finde ich jetzt sehr interessant. Es gibt wirklich viele Gründe für das C-Gleis. Aber niemand hat das Schleifergeräusch scheinbar als C-Gleis Ausschlußgrund empfunden. Aber das genau war ein wichtiger Grund für mich, beim K-Gleis zu bleiben.

Bin ich der einzige, der das Schleifergeräusch beim C-Gleis hört? Oder stört es sonst einfach niemand? Oder haben nur viele Leute keinen Vergleich zum K-Gleis, weil sie dieses nie verwendet haben?

Beispielsweise bei der aktuellen Märklin Messeanlage kann man das sehr gut hören.

Gruß Dirk


Anlage URI


 
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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#9 von kaeselok , 12.06.2008 12:04

Zitat von Walter Zöller
- der recht einfache Selbstbau von Flexgleisen
Gruß
Walter



Hallo Walter,

wie baut man denn ein C-Flexgleis? Böschungen zerschnippeln und biegen?
Bitte um Infos. Danke!

Viele Grüße,

Kalle


 
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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#10 von xv_htv , 12.06.2008 12:13

Man kann auch flexibel seinen Plan aendern

SCNR, Nils


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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#11 von Buegelfalte , 12.06.2008 12:27

Das C-Gleis hat noch einen weiteren (wirklich "kleinen") Vorteil, nämlich die sehr schön ungesetzte Nachbildung des Kleineisen (also der Verbindung von Schiene und Schwelle).

Ansonsten gilt das bereits gesagte, das deutlich niedrigere Schienenprofil ist ein ungemeiner Gewinn gegenüber dem K-Gleis und läßt somit auch das Schottern mit maßstäblicher "Korngröße" zu. Apropos Schottern, eine schlanke K-Gleis-Weiche vollständig einzuschottern ist nahezu unmöglich und birgt ein äußerst hohes Risko in Sachen Betriebssicherheit. Das C-Gleis ist schon schön, idealerweise hätte man es analog Roco-Line aber mit und ohne Bettung entwickeln sollen, auch wenn sich trotz der Bettung mit dem C-Gleis tolles realisieren lässt. Rolf Knippers Modul-Projekt "Kottenforst" ging seinerzeit in der MIBA genau auf Nachbehandlung und Einschottern des C-Gleis ein, das Ergebnis konnte absolut überzeugen.

Wenn das K-Gleis eingeschotter und der Schotter verklebt ist wird das Schleifer- bzw. Fahrgeräusch unter Umständen auch wieder lauter. Hier hat das C-Gleis durchaus auch seine Vorteile wie ich finde. Hier kann man vor der Nachbehandlung oder dem Einschottern versuchen eine möglicht gute Geräuschdämmung zu finden, die dann auch wenn alles fertig ist Bestand hat. Beim Gleis ohne Bettung ist generell die Gefahr gegeben, dass nach dem Schottern die Geräuschkulisse anders ist als zuvor.

Hat jemand eigentlich schonmal versucht (und war vielleicht sogar erfolgreich...) die schlanke K-Gleis-DKW "nahtlos" zwischen den schlanken C-Gleis-Weichen zu verbauen?

Grüße,
Björn Junga


Grüße, Björn


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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#12 von Schwanck , 12.06.2008 12:30

Moin,

das C-Gleis ist an sich schon in Ordnung nur eben nicht zu Ende entwickelt!
Abgesehen von schlanker DKW oder EKW, auf die man zur Not verzichten kann, steht man ganz plötzlich vor folgender Situation: Man braucht ein Schaltgleis im Weichengegenbogen R2 24024 24,3°. Das Schaltgleis R2 24294 hat 15°. Es Fehlt ein R2-Gleis mit mit 9,3°. Dieses ist unverzeilich, liebe Leute von Märklin, die ihr hier evt. mitlest.

Gruß

KFS


Tschüss

K.F.


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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#13 von Dwimbor , 12.06.2008 12:34

Interessante Diskussion, zumal ich gerade meine neue Anlage vorbereite ( viewtopic.php?t=24792,-plan-fuer-neue-anlage.html , warum antwortet eigentlich niemand in dem Thread?) und jetzt die Gelegenheit zum Wechsel da wäre. Ich habe immer mit K-Gleisen gearbeitet, wahrscheinlich werde ich dabei bleiben.
Reizen würde mich am C-Gleis zwar das Schienenprofil und die kleineren Pukos, aber als Hauptnachteil sehe ich, dass es keine Flexgleise gibt. Und wenn man ein individuelles Schotterbett möchte, muss man so viel Arbeit reinstecken, dass man auch direkt von Hand einschottern kann. Abgesehen davon muss man ja im Bahnhofsbereich auch noch die Gleiszwischenräume auffüllen, insgesamt erscheint mir der Vorteil durch die mitgelieferte Bettung damit verschwunden.


Viele Grüsse, Michael

Einladung zum Gegenbesuch: Nibelungenbahn: Nibelheim II

Bis bald!


 
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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#14 von Buegelfalte , 12.06.2008 12:44

Zitat von Schwanck

Abgesehen von schlanker DKW oder EKW, auf die man zur Not verzichten kann, ...



Gerade diese Elemente halte ich für unverzichtbar. "Normales" Gleis (auch Flexgleis) kann man zur Not von Roco, Peco oder auch Piko nehmen und mit Mittelleiter (bspw. von Erbert) nachrüsten, hier leidet die Betriebssicherheit nicht so sehr wie bei umgebauten Weichen.

Grüße,
Björn Junga


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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#15 von puls200 , 12.06.2008 12:45

Mich würden hauptsächlich (noch) schlankere Weichen interessieren. Von Roco gibt es "normale" Weichen mit 9° Abzweigwinkel und Bogenweichen für extrem große Radii - die Optik ist einfach unschlagbar.
Gruß,
Daniel


 
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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#16 von Tom Blikstad ( gelöscht ) , 12.06.2008 13:06

Zitat von nakott
Aber niemand hat das Schleifergeräusch scheinbar als C-Gleis Ausschlußgrund empfunden. Aber das genau war ein wichtiger Grund für mich, beim K-Gleis zu bleiben.

Hallo Dirk.

Ich habe eine grössere Anlage mit (200 m) K-Gleisen und eine neue, kleinere Anlage mit C-Gleisen.

Bei den K-Gleisen sind wir mit dem Schalldämmung sehr zufrieden. Ich benutzte die Gleise auf Resorb-Materialen von IMT-Lenzen mit elastisticher Kleber. Man hört wirklich sehr wenig.

Mit C-Gleisen haben wir verschiedenen Lösungen versucht, aber gefunden, sie helfen nicht viel. Der Aufwand lohnt sich nicht. Der Gleiskörper überträgt viel Geräusche. Wir haben die Gleise geschraubt !!

Ich habe auch meine K-Weichen abgeschnitten um eine Gleisabstand von 50-52 mm zu haben. Heute hätte ich mir auch einige Weichen-Walter zugelegt.

Deshalb würde ich auch heute die K-Gleise wählen.


Tom Blikstad

RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#17 von Bodo Müller , 12.06.2008 15:13

Hallo,

Zitat von puls200


Ich möchte im Moment gerne Gleise kaufen und bin total frustriert. Wenn ich nicht so viele Märklin Fahrzeuge hätte würde ich den ganzen Kram auf E*** loswerden und ins 2L Lager wechseln.



Genau diesen Gedanken habe ich auch schon lange.

Zitat

Jetzt experimentiere ich mit dem Umrüsten von 2L Weichen und entsprechenden Gleisen, aber das ist ziemlich zeitraubend..



Ich habe mich dafür entschieden, Peco Code 100 auf Mittelleiter umzubauen. Ist wohl momentan die beste Alternative zu der Mä-Gleismisere. Das K-Gleis ist mir zu unsicher.


Viele Grüße,
Bodo Müller

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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#18 von MacJohn ( gelöscht ) , 12.06.2008 15:56

Gegen das Schleifergeräusch hilft das Verwenden der Roco "Flüsterschleifer", die ich unter nahezu allen Maschinen habe, die auf der Anlage im Einsatz sind.

Ich bin nach dem Abbau und Verkauf meiner K-Gleis-Anlage (wegen Umzug) auf das C-Gleis umgestiegen un bereue es nicht. Auch das Fehlen non Flexgleisen ist (für mich) kein wirklicher Nachteil. So habe ich im sichtbaren Bereich nur Radius R5 (24530 Radius 643,6mm)) verbaut, die am Kurvenein- und Ausgang an 24912 (Gegenbogen zur schlanken Weiche Radius 1114,6mm) angeschlossen sind. So ergibt sich zusammen mit einer leichten Erhöhung der Außenbogenseite eine vorbildgerechte Gleisführung. Und auf solchen Radien wirken selbst die neuen D-Zugwagen im "neuen großzügigen Längenmaßstab" nicht spielzeughaft.

Gruß
Johan


MacJohn

RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#19 von supermoee , 12.06.2008 16:06

Zitat von Buegelfalte
Das C-Gleis hat noch einen weiteren (wirklich "kleinen") Vorteil, nämlich die sehr schön ungesetzte Nachbildung des Kleineisen (also der Verbindung von Schiene und Schwelle).

Ansonsten gilt das bereits gesagte, das deutlich niedrigere Schienenprofil ist ein ungemeiner Gewinn gegenüber dem K-Gleis und läßt somit auch das Schottern mit maßstäblicher "Korngröße" zu.



Hallo,

Naja, da ist ja eher ein Vorteil für "mit der Lupe Anlagenbetrachter". Für den Alltag eher irrelevant.
Dafür stört ja das absolut regelmässige Schotterbett ungemein, auch von Weitem her erkennbar. So eine geometrisch exakte Form möchte ich in der Realität sehen.

Für mich sind 0.2mm weit weg vom "deutlich niedrigerem Profil". Profile mit 1.9mm Höhe sind deutlich niedriger als 2.5mm.

Dafür stören mit die "deutlich kleineren" Bogenradien des C-Gleis Programms ohne Flexgleis.

ICh hatte mal nachgedacht, im verstecktem Bereich C-Gleise zu benutzen. Aber der teurere Preis gegenüber K-Gleise und die höhere Geräuschentwicklung (bzw aufwendigere Schalldämmung) haben mich davon abgehalten.

Über eine höhere Sicherheit des C-Gleises kann ich nicht urteilen. Gemäss einigen Forumbeiträgne sind C-Gleis Kurvenweichen auch nicht gerade der Hit wegen Entgleisungen, schlanke C-Gleisweichen verursachen Kurzschlüsse, Antriebe fallen aus und Weichen müssen umständlich ausgebaut werden usw. Das ist bei K.Gleisen auch nicht anders

Aber beide Gleisarten haben ihre Vor- und Nachteile. Jeder soll in Erwägung ziehen, was für ihn vorteilhafter ist.

Mit dem Pecogleis konnte ich mich nicht anfreunden. Das Code100 Gleis ist nicht viel anders als das K-Gleis in Sachen Profilhöhe, die Bogenradienauswahl ist auch nicht der Hit, daher müsste man sowieso das Flexgleis nehmen. Und dann müsste ich mich noch über die Mittelpunktkontakte kümmern......nein danke.

Das Code75 Gleis scheidet sofort aus. Ein Vetter benutzt es im Zusammenhang mit 2L Fahrzeugen (also nicht Märklin!). Er muss andauernd Räder auf das nötige Profil runterdrehen, damit die Fahrzeuge überhaupt darauf fahren können. Nein danke, sowas will ich mir echt nicht antun.

Gruss

Stephan


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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#20 von Volker_MZ , 12.06.2008 16:23

Ich benutze auch Peco-Code 75, und musste bislang nur bei einigen alten Fleischmann- und Märklin-Hamoloks die Spurkränze (1,4mm!) um ein paar Zehntel herunterschmirgeln. Abgesehen davon, dass dies auch mit Küchentischwerkzeug kein großer Akt ist, sind über 95% aller heute käuflichen Zweileiterfahrzeuge mit dem Pecogleis problemlos kompatibel. Nur Fleischmann hat noch einige "Untote" im Programm, die tatsächlich noch 1,3 oder 1,4mm Spurkränze aufweisen (z.B. BR 50, V 60).

Gruß, Volker


 
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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#21 von Bodo Müller , 12.06.2008 23:11

Hallo,

Zitat von supermoee


Mit dem Pecogleis konnte ich mich nicht anfreunden. Das Code100 Gleis ist nicht viel anders als das K-Gleis in Sachen Profilhöhe, die Bogenradienauswahl ist auch nicht der Hit, daher müsste man sowieso das Flexgleis nehmen. Und dann müsste ich mich noch über die Mittelpunktkontakte kümmern......nein danke.

Gruss

Stephan



das ist nicht ganz richtig. Das K-Gleis hat 2,7 mm Profilhöhe, während das Peco Code 100, genau wie das C-Gleis, eine Profilhöhe von 2,5 mm hat.


Viele Grüße,
Bodo Müller

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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#22 von Peter Müller , 12.06.2008 23:23

Das Märklin-C-Gleis hat eine Profilhöhe von 2.3 Millimetern: *Kataloginfo*.

Das Trix-C-Gleis hat eine Profilhöhe von 2.1 Millimetern: *Merkmale*


Grüße, Peter


 
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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#23 von Schwanck , 13.06.2008 08:12

Moin,

3 Dinge:

1. Schleifergeräusche - was ist das? Wenn ein ganz normaler Märklinschleifer in Ordnung gehalten wird, wenn er in jeder Richtung gerade ist, wenn er plan aufliegt - nicht etwa nur vorn und hinten - , wenn die Gleitfläche glatt und eben ist - also ohne Riefen - , wenn der Anpressdruck stimmt, dann klappert und schleift nichts! Durch meine Hände gehen sehr viele M-Loks für Instandsetzungen und Digitalisierungen; was ich da an Schleifern sehen konnte ist unbeschreiblich.
Übrigens: Ein Schleifer, der in Querrichtung schief sitzt, kippt von den schmalen Punktkontakten der C-Gleise und kann für die Kurzschlüsse an den schlanken Weichen verantwortlich sein, abgesehen vom Krach den er beim Fahren macht.

2. "Schlanke DKW sind zu Not verzichtbar" hatte ich geschrieben. Auch das große Vorbild verzichtet wo immer möglich auf diese teueren, störanfälligen und wartungsintensiven Gleiselemente und benutzt lieber 2 Weichen. Es ist sinnvoll dies dem Vorbild nachzumachen.

3. Das C-Gleis ist nicht zu Ende entwickelt. Jetzt ergeht noch ein Apell an die Fa. Märklin: Das Raster für das C-Gleis ist 360 mm. Richtig? Warum gibt es dann kein ganzes gerades Gleis mit diesem Maß und der Nummer 24360? Das hätte echten innovativen Charakter; kein anderer Hersteller hat ein so langes Böschungsgleis. Es gibt weniger Verbindungskontakte und somit eine bessere Stromversorgung und last but non least, es könnte den Etat des Modellbahners entlasten, wenn es 0,01 €/mm kosten würde.

Das sind doch Argumente! Oder?


Tschüss

KFS


Tschüss

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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#24 von Heinzi , 13.06.2008 08:47

Zitat
das finde ich jetzt sehr interessant. Es gibt wirklich viele Gründe für das C-Gleis. Aber niemand hat das Schleifergeräusch scheinbar als C-Gleis Ausschlußgrund empfunden. Aber das genau war ein wichtiger Grund für mich, beim K-Gleis zu bleiben.

nun ich kann die schleifergeräusche nicht vergleichen. aber wie auch schon gesagt.
roco flüsterschleifer wirkt wunder. im übrigen kann ich die aussagen unter 1) von KFS bestätigen. meine erfahrungen hierzu sind dahingehend, dass ich ein einmal verbogener schleifer nicht mehr sauber hinkriege. da fehlt mir wohl die erfahrung. entweder er rattert in kurfen, er rattert rückwärts, es ist zum verzweifeln aber es gibt ja auch die möglichkeit sich aus einem märklin standartschleifer einen flüsterschleifer zu basteln.


Zitat
Mit C-Gleisen haben wir verschiedenen Lösungen versucht, .........Der Gleiskörper überträgt viel Geräusche. Wir haben die Gleise geschraubt !!

ich dachte mit schrauben hätte man schon verloren. die dämmung wird kurzgeschlossen?


Gruss Heinzi
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RE: C-Gleis, K-Gleis, Peco – Gedanken zur Gleisdiskussion

#25 von Bodo Müller , 13.06.2008 09:03

Zitat von Peter Müller
Das Märklin-C-Gleis hat eine Profilhöhe von 2.3 Millimetern: *Kataloginfo*.

Das Trix-C-Gleis hat eine Profilhöhe von 2.1 Millimetern: *Merkmale*



Kann sein, jedenfalls gibt es zwischen Märklin-K-Gleis und Peco Code 100 einen Unterschied von 0,2 mm.


Viele Grüße,
Bodo Müller

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