RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#1 von Reinhard B. ( gelöscht ) , 11.01.2006 12:20

ich möchte hier keine "Grundsatzdiskussion" lostreten , aber bin trotzdem mal an einigen Erfahrungsberichten interessiert:

wie ist es mit den Fahreigenschaften von Schlepptenderdampfloks, wenn der Antrieb im Tender ist und nicht in der Lok?

Ich habe eine Rivarossi 10 001 (mit der Stromlinienverkleidung), die war zwar wesentlich preiswerter als ein technisch hochwertigeres Märklin-Modell (nämlich "nur" 119 EUR neu), aber die Fahreigenschaften sind nicht sooooo überragend ops:

Man hat das Gefühl, dass der Antrieb im Tender sich etwas "abmühen" muss, um die Lok erst mal in Gang zu bringen - noch schwieriger, wenn man an einer (auch leichten) Steigung anfahren will.

Wenn eine schwierige Weichenkombination kommt oder schlecht verlegte Gleise (z. B. Modulübergang), kann es auch hakelig werden, so dass die Lok stehenbleibt und der Motor im Tender zwar läuft, aber nur noch Anschieben weiterhilft ... ops:

(ich weiss, dass kleine Radien eher ungünstig zu befahren sind, aber die Verkleidung vorne am Vorlaufrad war auswechselbar, so dass die erste Achse ausreichend ausschwenken kann, an der Karosserie sollte es also eigentlich nicht liegen)

Ansonsten läuft sie ganz schön, wenn sie einmal auf der Strecke ist und eine bestimmte Geschwindigkeit erst einmal erreicht hat.

Langsam anfahren und kritische Situationen sind aber nicht so prickelnd.

Demgegenüber läuft etwa die Märklin 03 1022 (aus der Startpackung) in denselben Situationen klag- und problemlos im wahrsten Sinne des Wortes "wie auf Schienen"

Wie ist es zum Beispiel mit Roco-Loks?

Ich meine z. B. die BR 23 (69224): die hat Kunststoffkessel und Antrieb im (Metall-?)-Tender.

Wie laufen die?

-------

PS: habe keine stationäre Anlage, sondern zur Zeit nur einige kleinere Module gebaut, daher kein regelmässiger Fahrbetrieb, sondern nur "Probefahrten" und Tests der Fahrzeuge, keine extrem langen Züge oder Steigungen, Steuerung manuell mit 6021, Märklin C-Gleis



Reinhard B.

RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#2 von Peter Verheyen , 11.01.2006 12:35

Ich habe von Roco die 02 201 und die 01.5, sowie eine 01.5 von Piko. Was fahreigenschaften auf meine Anlage (C-gleis) betrifft kann ich mich absolute nicht klagen. Beide Roco können was weg ziehen, laufen seidenweich und alle kommen ohne probleme durch alle Weichen. Schlag nur zu, aber pass auf mit den Mindestradien. Knickrahmen kennen die nicht.

p.

Zitat von Reinhard B.
ich möchte hier keine "Grundsatzdiskussion" lostreten , aber bin trotzdem mal an einigen Erfahrungsberichten interessiert:

wie ist es mit den Fahreigenschaften von Schlepptenderdampfloks, wenn der Antrieb im Tender ist und nicht in der Lok?



 
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RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#3 von DB-Modellbahn , 11.01.2006 12:49

Hallo Reinhard,

mit der Rivaross 10 hast Du leider kein repräsentatives Modell mit Tenderantrieb gekauft. Ich persönlich halte von der Firma nicht so viel.

Das Problem mit den Weichenstrassen hast Du bei den Rocos und Fleischmännern nicht. Die laufen da auch seidenweich rüber.

Meine Roco Öl 44er zieht mit reinen Tenderantrieb 3 Torpedopfannenwagen den Berg hoch, die Mä 45 schaffte da nur 2..

Die Roco 23 ist die einzige Lok, bei der im R2 vom K-gleis gelegentlich mal die Treibräder verklemmen , das sieht natürlich besch.... aus, hab aber die engen Radien nur im Schattenbereich



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RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#4 von Möller_Wuppertal ( gelöscht ) , 11.01.2006 13:09

Hallo Reinhard,
wie hier schon geschrieben, kann die Rivarossi 10er mit Sicherheit nicht als Maßstab für den Tenderantrieb angesehen werden.
Ich habe z. B. von ROCO die 18 201, 50.35 und 01.5 und bin mehr als zufrieden.
Die Zugkraft ist für vorbildgerechte Züge mehr als ausreichend. Die Motoren laufen so leise, dass sie trotz Flüsterschleifers so gut wie nicht zu hören sind.
Und Probleme an Weichen, gleich, ob steiler oder flacher Abzweig, habe ich mit diesen Loks nicht.
Und das, was den Tenderantrieb vom Antrieb in der Lok vorteilhaft abhebt, ist der Umstand, dass das Führerhaus frei von Motoren - und Elektronikteilen bleibt und Kesselausbuchtungen und Zahnräder an den Loks nicht vorkommen. (Dafür aber die -gut kaschierte- Kardanwelle zwischen Lok und Tender bei den ROCO-Modellen).

Schöne Grüße
Dirk Möller



Möller_Wuppertal

RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#5 von silz_essen , 11.01.2006 14:24

Meine erste Tender-Schiebe-Lok war die damals brandneue Roco BR44ÖL. Eine echte Katastrophe. Die Lok zog keinen Hering vom Teller und nach nicht einmal zwei Jahren waren die Antriebsschnecken total glatt: alles weggefressen. Warum ist mir bis heute nicht klar. Aber das ist inzwischen 25 Jahre her.

Die nächste Lok war eine selbst umgebaute Fleischmann BR56.20: ein Supermodell, daß auch ohne Radsatzwechsel sauber über meine M-Gleis Marteranlage bei den Eltern fährt. Woher diese Lok die Zugkraft nimmt, ist mir bis heute ein Rätsel. So ein Dreiachstender ist ja nun nicht gerade ein Riesending. 10 alte Märklin Omm52 mit Gußfahrwerk auf einer 4% Steigung sind noch lange nicht zuviel für die Lok. Seither bin ich von dem Vorurteil Tenderantrieb = schlechte Laufeigenschaft plus schlechte Zugkraft geheilt.
In diesem Zusammenhang sind die Lok-Tender-Antriebe, die Roco beispielsweise in der württ.C, der BR01.10, der BR50 und der BR44 einbaut, natürlich noch einmal um Längen besser.
Kurz gesagt:
Tenderantrieb ist für mich heute eher ein Pluspunkt (bessere Optik, freier Durchblick unter dem Kessel, aber auch freier Platz für einen Schleifer unter der Lok) als ein Nachteil. Technisch sind die Antriebe den Lokantrieben (z.B. Märklin, Rivarossi) alle mal ebenbürtig. Da wirken sich optische Mängel, wie z.B. die bekannten antriebsbedingten Blutblasen vor dem Führerhaus bei der Märklin BR50 oder BR42.90, viel negativer aus.

Gruß
Martin



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RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#6 von Reinhard B. ( gelöscht ) , 11.01.2006 15:54

erst mal herzlichen Dank für Eure hilfreichen Antworten!

zur Rivarossi 10 001:

bei dieser Lok fand ich einfach die Form super, war aber nicht bereit, mehrere 100 Euronen für das Märklin Insider-Modell zu berappen. Daher meine "Billig"-Lösung, wobei ich hier aber auch mit den eingeschränkten Fahreigenschaften leben kann

zur Roco BR 23:

auf diese Lok kam ich, weil von Märklin/Primex offenbar nur die älteren BR 23 Modelle im Umlauf sind, während ich aber an eine neue (!) Roco 69224 für unter 200 Euronen kommen könnte. (Mir gefallen die Kesselringe so gut :wink Ich denke, die kleinen Radien sollten mit der Lok auch irgendwie machbar sein



Reinhard B.

RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#7 von Münch ( gelöscht ) , 11.01.2006 18:09

Fleischmann hat bei seinen neueren Loks den alleinigen Tenderantrieb
ziemlich perfektioniert,bei größeren Tendern ruht das
gesamte Gewicht auf den angetriebenen Achsen,nicht
angetriebene sind abgefedert .Es ist immer wieder
erstaunlich,wenn man Zugkraftvergleiche mit Loks
anderer Hersteller liest und selbst auch ausprobiert.
Vergleicht man den Beginn der Entwicklung bei Roco mit den kombinierten Lok-Tender-antrieben und die Entwicklung bei Fleischmann,
so kann man festatellen ,daß die
zusätzlichen Lokantriebe bei Roco in erster Linie dazu nötig waren,die Lok selbst zu bewegen,da
alle beweglichen Teile (Steuerung!) wesentlich
schwergängiger funktionierten als bei Fleischmann-Loksund damit auch der Rollwiderstand sehr hoch war.Das hat sich bei Roco inzwischen sicherlich
gebssert.Man darf auch nicht vergessen,dass Roco erst bei neuesten Produktionen komplette Metallräder verwendet,was bei
Fleischmann schon lange Standard ist.
Beiden konstruktionsarten gemeinsam ist die Möglichkeit zu einer weitaus vorbildgerechteren Detaillierung ,so wird z.B. die an sich schöne Mätrix BR 52 durch die kesselausbeulung ziemlich"verunstaltet".
Die BR 10 von Rivarossi hat-wie einige Forumteil-
nehmer schon richtig beschrieben- im Vergleich zu
Fleischmann einen wesentlich schlechteren
Tenderantrieb ,auch wenn er noch deutlich besser ist als die beiden Antriebsarten,die die älteren Auflagen des Modelles hatten.Eine Anschaffung ist m.E. nur
dann "gerechtfertigt",wenn der Preis Richtung
Hobby-Loks tendiert.
mfg



Münch

RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#8 von Peter Fredrich ( gelöscht ) , 11.01.2006 19:43

Zitat von Reinhard B.


Wie ist es zum Beispiel mit Roco-Loks?

Ich meine z. B. die BR 23 (69224): die hat Kunststoffkessel und Antrieb im (Metall-?)-Tender.

Wie laufen die?



Ich habe die BR 23 von Roco (69224) Im moment ist sie mit Kessel Schaden Z-Gestellt (Nach Kollision mit einem Metalldampfer)
Fahreigenschaften vorher:
Geradeausfahrt Sehr gut, Normale Weichen Straße ohne Probleme, ab R2 (437,5mm) unauffällig, R1 (360mm) quitschend mit teilweise klemmenden Treibrädern (Bogenweiche) In der Anleitung steht empfohlener Mindestradius Roco R3 419mm
Zugkraft: 6 Silberlinge mit LED Beleuchtung und zwei Schleifern in R2 / R3 Wendel mit 3,6% Steigung ohne Probleme...
Ich habe für die 23 156€ bezahlt, neu mit 2 Jahren Garantie.



Peter Fredrich

RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#9 von Länderbahnmartin , 11.01.2006 20:17

Nach 2 Rep. wegen defektem Decoder hat meine Roco (P 4?) einen schönen Lauf; aber wehe, Du mußt etwas reparieren oder aufmachen, diese Fummelei, um den Kardanantrieb mit vorne wieder zu verbinden. Der Durchblick ist schön, Weichen kein Problem, aber Servicefreundlichkeit der Lok eher schwach.

Schönen Abend von Martin



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RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#10 von CR1970 , 12.01.2006 08:58

Meine Roco 23er läuft eigentlich sehr gut, habe den eingeb. gegen einen Loksound3 Dekoder getauscht (Lautsprecher in Kabine nach hinten, da wo sowieso ein rundes Loch ist). Verklemmen habe ich einmal am Anfang beobachtet, aber das Gestänge etwas justiert. Ich habe eigentlich nur Mä Radien ab R3 (420mm) verbaut, im sichtbaren Bereich nur Großkreise oder größer. Ich war eiegntlich erstaunt, nach anfänglicher Skepsis mit dem Tenderantrieb, wurde aber pos. überrascht. Ich hab die Lok nämlich auch bei ebay mit Garantie für 135.- ergattert.
Neuerdings dreht eine 03.10 Blaue Mauritius ihre Runden. Hier ist ja Tender UND Lok angetrieben. Sie läuft hervorragend. Beim Testen auch mit R2 (360mm) rattert dar Lok/Tenderantrieb ein kleinwenig, aber ab R3 ist alles zum Besten. Ich bin von dieser Lok absolut begeistert (bis auf den Preis
Ein kleiner Wermutstropfen ist jedoch der IMHO zu kleine Schleifer, werde ihn aber demnächst versuchen mit einem gr0ßer Flüsterschleifer zu ersetzen.
Grüße CR1970



 
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RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#11 von 2TE10 ( gelöscht ) , 31.12.2012 15:27

Fleischmann K.P.E.V. P6 / DRG BR 37.0-1
Zu Weihnachten habe ich mir selbst eine Fleischmann Dampflok P6 der K.P.E.V. geschenkt. Es ist eine analoge Lok, Artikel Nr. 413701. Gekauft habe ich sie im Fachhandel für EUR 394.- Die Lok ist optisch sehr schön, aber seit den ersten Fahrversuchen bin ich nur noch frustriert.

Problem 1: Höchstgeschwindigkeit.
Diese liegt bei 10,5 Volt bei über 160 km/h (Original 90 km/h). Ich nehme an, dass die Fleischmann Konstrukteure einfach den Antrieb einer 01 genommen und in diesen Tender gepackt haben, unter dem Motto, "gut für das Jahresergebnis, schlecht für den Kunden". Die Abstimmung von einer Antriebsschnecke zu zwei drei Zahnrädern kann ja nicht so schwierig sein, dass eine einigermassen akzeptable Höchstgeschwindigkeit möglich wäre.

Problem 2: Kuppelachsen
Während dem bei Roco oft die Kuppelachsen einer Dampflok über eine Kardanwelle und ein Zusatzgetriebe mitangetrieben werden, ist das bei Fleischmann-Loks leider nicht der Fall, obwohl die Technologie eigentlich im Hause verfügbar wäre. Roco und Fleischmann gehören ja zusammen. Da der Kessel zudem für die Schnittstelle Platz bieten muss, ist ein Ballastgewicht nicht möglich. Deshalb blockieren bei meinem Modell die Kuppelachsen oft, auch nach einer reichlichen Einlaufzeit. Fazit: Schlechte Mechanik und zu geringes Gewicht = miserable Laufeigenschaften.

Vorgängig wurde ja diskutiert, dass die Fleischmann Loks den zusätzlichen Kuppelachen-Antrieb nicht benötigen würden, weil die Qualität ja besser sei als bei Roco. Die vorstehenden Berichte sind ja schon ein paar Jahre alt, es hat sich seither viel geändert. Fleischmann Loks sind mittlerweile dem Roco-Standard entsprechend auch reine Plastik-Loks und entsprechend leicht gebaut. Da ist die geringste Ungenauigkeit in der Fertigung ausreichend, um die Kuppelachsen blockieren zu lassen. Für eine Lok die mich rund 400 EURO gekostet hat, ist dies ein mehr als dürftiger Gegenwert.


2TE10

RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#12 von Lemmi1965 ( gelöscht ) , 31.12.2012 16:56

Hallo Beat,

ich "klinke" mich mal kurz in das Thema ein.

Ich habe auch eine (schon die erste umgetauschte P6) von GFN.

Sitzen bei Deiner Lok die Räder der Kuppelachsen auf beiden Seiten Plan auf der Achse ?

Bei meiner (beiden) ist war das nämclich so, dass die Räder auf der einen Seite (rechts) ca. 0,5mm zu weit auf die Achsen gepresst wurden.
Bei längerem Einsatz kommte es nämlich dazu, dass die Farbe an der überstehenden Farbe abgeht, und es öfters zu einem Kurzschluss kommt.

Danke für Info.

Guten Rutsch nach 2013 wünscht


Lemmi1965

RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#13 von Gast ( gelöscht ) , 31.12.2012 17:29

Hallo Reinhard,
Loks von Roco mit Tenderantrieb werden ( leider) in AC immer beliebter, man spürt das deutlich am Preis zuersteigernden Dampfloks.
Der Tenderantrieb macht überhaupt keine Probleme...nur wenn die Lok durch R1 muss kann es zu Klemmneigung der Gestänge kommen oder etwas schabende Geräusch von der Kardanwelle her. Wer R1 Raduis benutzt wird nicht sonderlich zufrieden sein mit Fremdfabrikaten( Roco), hier bietet Märklin schon bedeutend mehr an Funktionalität.

Grundsätzlich muss man aber sagen das der Tenderantrieb keine gravierenden Nachteile gegenüber den Direktantrieb in der Lok ( Märklin) vermittelt. Nur bei älteren Modellen von Roco und Rivarossi gibt es noch Zeitweise Probleme mit dem Antrieb, auch war hier die Qualität der Kunststoffzahnräder nicht so berauschend.
Von 43 er.... Nummern bei Roco Modellen würde ich Grundsätzlich in AC Abstand nehmen..da diese doch schon etwas älter sind und so ihre Problemchen haben.


Gast

RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#14 von avronaut ( gelöscht ) , 31.12.2012 17:38

Zitat von Reinhard B.
ich möchte hier keine "Grundsatzdiskussion" lostreten , aber bin trotzdem mal an einigen Erfahrungsberichten interessiert:

wie ist es mit den Fahreigenschaften von Schlepptenderdampfloks, wenn der Antrieb im Tender ist und nicht in der Lok?

Ich habe eine Rivarossi 10 001 (mit der Stromlinienverkleidung), die war zwar wesentlich preiswerter als ein technisch hochwertigeres Märklin-Modell (nämlich "nur" 119 EUR neu), aber die Fahreigenschaften sind nicht sooooo überragend ops:

Man hat das Gefühl, dass der Antrieb im Tender sich etwas "abmühen" muss, um die Lok erst mal in Gang zu bringen - noch schwieriger, wenn man an einer (auch leichten) Steigung anfahren will.

Wenn eine schwierige Weichenkombination kommt oder schlecht verlegte Gleise (z. B. Modulübergang), kann es auch hakelig werden, so dass die Lok stehenbleibt und der Motor im Tender zwar läuft, aber nur noch Anschieben weiterhilft ... ops:

(ich weiss, dass kleine Radien eher ungünstig zu befahren sind, aber die Verkleidung vorne am Vorlaufrad war auswechselbar, so dass die erste Achse ausreichend ausschwenken kann, an der Karosserie sollte es also eigentlich nicht liegen)

Ansonsten läuft sie ganz schön, wenn sie einmal auf der Strecke ist und eine bestimmte Geschwindigkeit erst einmal erreicht hat.

Langsam anfahren und kritische Situationen sind aber nicht so prickelnd.

Demgegenüber läuft etwa die Märklin 03 1022 (aus der Startpackung) in denselben Situationen klag- und problemlos im wahrsten Sinne des Wortes "wie auf Schienen"

Wie ist es zum Beispiel mit Roco-Loks?

Ich meine z. B. die BR 23 (69224): die hat Kunststoffkessel und Antrieb im (Metall-?)-Tender.

Wie laufen die?

-------

PS: habe keine stationäre Anlage, sondern zur Zeit nur einige kleinere Module gebaut, daher kein regelmässiger Fahrbetrieb, sondern nur "Probefahrten" und Tests der Fahrzeuge, keine extrem langen Züge oder Steigungen, Steuerung manuell mit 6021, Märklin C-Gleis




Hallo Reinhard,

der Tenderantrieb entstand zu einer Zeit zu der dieser Antrieb die einzige Möglichkeit war eine Schlepptenderlok einigermaßen vorbildgetreu zu gestalten. Auch heute ist es noch so, dass der Antrieb in der Lok zu Kompromissen in der Nachbildung des Vorbildes führt. Allerdings sind die Antriebe in einer Brawa oder auch aktuellen Märklin mittlerweile erstaunlich gut versteckt.

Hat der Tenderantrieb trotzdem noch eine Berechtigung? Klares ja!
Einerseits wegen der Zugkraft. Eine dreifach gekuppelte, aktuelle Lok, wie z.B. 01 oder 03, erreicht selten die Zugkraft eines gut konstruierten Tenders. Die Betonung liegt dabei auf aktuell, alte schwere Märklin Gußklumpen ziehen schon etwas weg.
Andererseits haben einige Loks mit Antrieb vorn Probleme sich gerade auszurichten. Das liegt an der Kurzkupplungskulisse. Die aktuelle Märklin 50er ist so ein Beispiel. Bei einem Tenderantrieb hingegen hilft die Kulisse sogar beim Ausrichten.
Als letztes sei erwähnt, dass bei aktuellen Loks mit Antrieb vorn nur eine Achse per Getriebe angetrieben wird. Die übrigen Achsen werden über die Kuppelstangen mitgenommen. Das sind aber immer noch meist dünne Blechstreifen ohne adäquate Lagerung.

Also doch lieber Tenderantrieb? Da gibts gern Probleme mit durchrutschenden Kuppelachsen. Sieht nicht toll aus, wenn in der Kurve mal eben die Räder eines 5 fach Kupplers stehenbleiben. Außerdem führt jegliches Spiel und das ist wegen Kurzkupplungskulissen eigentlich immer vorhanden, zwischen Tender und Lok dazu, dass erst mal der Tender losfährt. Auch nicht gerade toll.

Gibts einen Kompromiss? Roco hat bei vielen Loks Antrieb sowohl im Tender als auch in der Lok. Beseitigt eigentlich alle oben genannten Nachteile. Aber: Meist etwas lauter, eine Antriebsachse läuft sichtbar vom Tender in den Führerstand und zuweilen Probleme mit dem notwendigen Kardangelenk.

Man sieht, dass jeder Antrieb seine Vor- und Nachteile hat. So wird jeder Antrieb seine eigenen Befürworter haben. Ich bevorzugte als Jugendlicher vor Jahrzehnten kompromisslos den Tenderantrieb wegen der schöneren Loks. Heute bevorzuge ich den Antrieb in der Lok, aber nicht kompromisslos.

Gruß Uli


avronaut

RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#15 von avronaut ( gelöscht ) , 31.12.2012 17:38

Doppelpost


avronaut

RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#16 von 2TE10 ( gelöscht ) , 31.12.2012 17:57

Hallo Holger

Schon interessant: Der letzte Eintrag vor meiner Kritik zur P6 war im Jahr 2006.... Jetzt scheine ich dieses Thema wieder aktualisiert zu haben und verschiedene Schreiber wenden sich wieder an Reinhard, der vermutlich gar nicht mehr weiss, dass er hier mal was geschrieben hat.....

Also Holger, herzlichen Dank für Deine Antwort. Es ist übrigens die einzige, die Bezug nimmt auf meine Kritik, alle anderen wärmen alten Kaffee auf..... ) Bei meiner Lok sitzen die Kuppelräder sauber auf den Achsen. Radnabe und Achse sind plan. Ich sehe auch nirgends Abriebspuren auf den Radreifen. Das Gestänge bewegt sich - soweit ich das sehen kann - frei. Auf meiner Anlage habe ich keine Radien unter 90 cm, ausser auf einigen Weichen. Leider blockieren die Treibachsen aber auf auf der langen Gerade, aber eben: Manchmal drehen sie auch.

Konntest Du Deine Lok zu Fleischmann ins Werk senden?

Danke für eine Rückmeldung. Gruss Beat


2TE10

RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#17 von TheK , 31.12.2012 18:21

Da ist sie wieder, die Grundsatzdiskussion…

- Wenn die Lok beim Tenderantrieb klemmt, dann ist deren Mechanik verklemmt (meist durch Dreck). Natürlich ist merkt man das so eher als wenn einfach Motorleistung dafür drauf geht, aber nachdem mir das selbst in N noch nie passiert ist, kann das wohl kein unvermeidbares Problem sein…
- Ein Kardan zwischen verschiedenen Lokteilen ist für mich ein KO-Kriterium, eine Lok nicht zu kaufen, egal wie gut sie sonst auch immer ist. Die Dinger machen *immer* irgendwann Ärger (selbst der nur dem Sync zweier Motorende Konstrukt in Brawas E95 nervt rum) und aus dem bei einem Dampfer nun einmal offenen Führerstand wird damit zudem ein Klotz mit Röhre drin.
- Ein Antrieb im Tender hat zudem den Vorteil, dass Stromabnahme und Antrieb klar getrennt sind. Bei Antrieb vorne ist der Tender ja meistens elektrisch dumpf und dann hat man gerade bei den Schnellzugloks gerne mal nur 2 Achsen mit Stromabnahme (die dritte Treibachse geht für Haftreifen drauf)…


Gruß Kai

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Ep.3-Anlage in N zum Fahren.


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RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#18 von Lemmi1965 ( gelöscht ) , 31.12.2012 18:34

Beat,

Danke für Deine Info. Ja, die erste Lok habe ich umtauschen können - problemlos - nur bei der zweiten, hoffe ich auch auf so eine Abwicklung.

anbei mal ein Foto, bei dem man besser sieht, was ich meine.
es ist zum Ärgern, da es sich um eine schöne Lok handelt. auf der anderen Seite sind die Achsen eben um diesen halben Milimeter zu weit drin.



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Generell fährt die Lok bei mir sehr gut (bis auf das Problem). Meine Radien sind nicht unter R=800mm (außer im Weichenbereich).
Das Gestänge läuft ganz leicht mit - keine Probleme.

Dann habe ich noch eine BR 43 von Fleischmann bei mir zu laufen (Tenderantrieb). Fährt hervorragend.....
und eine alte BR56 (bestimmt schon 20 Jahre alt). Der habe ich allerdings von SB einen neuen Antribe "spendiert" - läuft jetzt super.
Vorher war sie im Digitalbetrieb nicht zu gebrauchen (lag am Motor).

von den Roco-Loks mit Motor im Tender und Antrieb via Kardan-Welle halte ich nicht so viel. Hatte mal eine 01. Kompliziert im Wartungsfalle zu demonieren.

Im Moment warte ich auf eine BR55 von Brawa. Da kann ich noch nichts sagen. Kann aber gerne mich nochmal dazu melden.


Lemmi1965

RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#19 von Peter Fredrich ( gelöscht ) , 31.12.2012 18:56

Hatte im Frühjahr eine BR 36 AC von Fleischmann ersteigert, eigentlich ein schönes Modell, Vorwärts fährt sie auch sehr gut, auch R1 und Bogenweichen sind kein Problem.
Aber Rückwärts über eine 24612, Weiche steht auf geradeaus, hebelt es sie am Herzstück heraus. Seltsamerweise nur bei 24612 Weichen in Geradeausstellung. So ist das Modell derzeit nicht Anlagentauglich, da die Lok ja nach Ankunft im Endbahnhof umgesetzt werden muß.


Peter Fredrich

RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#20 von V200Freund , 31.12.2012 19:01

moin,

Zitat
: Der letzte Eintrag vor meiner Kritik zur P6 war im Jahr 2006.



womit sich für mich die Frage stellt warum man so einen alten Thread wieder ausgräbt und sich dann wundert.....kopfschüttel....


Gruß Reiner der am Ende der Emslandstrecke wohnt, wo die 01.10er wendeten
Ich lebe in einer mfx freien Zone....IB nur DC


 
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RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#21 von rolfuwe ( gelöscht ) , 31.12.2012 19:07

Es gibt keine prinzipiellen Vor- oder Nachteile von Lok- oder Tender-Antrieben.
Übrigens gab es schon ca. 1955 bei Piko Loks mit je einen Motor u. Antrieb in Lok u. Tender u. es gibt Antriebe mit einem Motor u. angetriebenen Rädern in Lok u. Tender.
Es gibt aber:
gute u. schlechte Konstruktionen,
gut u. schlecht montierte Loks ab Werk,
gute u. schlechte Modelleisenbahner,
gute u. schlechte Werkstätten,
gute u. schlechte Gleisverlegungen,

Leider findet man auch in diesem Thema falsche Informationen von "schlechten" Modellbahnern.

Guten Rutsch.


rolfuwe

RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#22 von HeinzH. ( gelöscht ) , 31.12.2012 20:59

Zitat von rolfuwe
Es gibt keine prinzipiellen Vor- oder Nachteile von Lok- oder Tender-Antrieben.
Übrigens gab es schon ca. 1955 bei Piko Loks mit je einen Motor u. Antrieb in Lok u. Tender u. es gibt Antriebe mit einem Motor u. angetriebenen Rädern in Lok u. Tender.
Es gibt aber:
gute u. schlechte Konstruktionen,
gut u. schlecht montierte Loks ab Werk,
gute u. schlechte Modelleisenbahner,
gute u. schlechte Werkstätten,
gute u. schlechte Gleisverlegungen,

Leider findet man auch in diesem Thema falsche Informationen von "schlechten" Modellbahnern.

Guten Rutsch.



Und es gibt ein weiteres Kriterium: Sound
Kaum ein Hersteller wird heutzutage ein Dampflokmodell auf den Markt bringen, ohne es auch in einer Version mit Sound anbieten zu können.
Da kann in diesem unseren Forum noch so viel "Schnickschnack" geschrieben werden, die Soundversionen werden von nicht uninteressanten Anteilen der Kundschaft nachgefragt.
Welche Hohlräume sind bei einer HO-Dampflok geeeignet, einen ordentlichen Laufsprecher plus Kapsel aufzunehmen?
>Das Führerhaus (-innendach)
>Die Rauchkammer (hier sind ganz sicher noch nicht alle technischen Möglichkeiten ausgereizt)
>Die Feuerbüchse/der Stehkessel
>Und eben, sofern es sich um eine Schlepptenderlok handelt, der Tender
Soundtechnik im Tender erscheint mir konstruktiv und fertigungstechnisch am simpelsten zu sein; auch das spricht bei manchen Herstellern sicherlich für einen reinen Lokantrieb.
Silvestergrüße aus Münster,
HeinzH.


HeinzH.

RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#23 von Hobbyeisenbahner , 01.01.2013 08:38

Und wenn so eine Lok, mit Sound im Tender, an einem vorbei fährt wundert man sich erst warum die Lok selbst so leise ist und warum der Tender, der eigentlich nur Kohle und Wasser beinhaltet, zischt und andere Geräusche von sich gibt.


Gruß
Volker

Lokdecoder v. Märklin verstehen DCC, jetzt gibt es auch wieder Loks von Märklin.
Software TrainController


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RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#24 von 103 113-7 , 01.01.2013 09:53

Allen ein Frohes Neues Jahr,

auch ich habe mir vor längerem mal in der Bucht eine uralte Roco 23 105 ersteigert für wirklich ganz kleines Geld, da ich nur die alte gußeiserne Märklin hatte und nicht bereit war, so viel für die neue 23 von Märklin zu bezahlen. Formtechnisch braucht sie, so finde ich, sich nicht hinter ihrer wesentlich jüngeren Märklin-Schwester verstecken. Klar, vieles ist aus Kunststoff, aber der Gesamteindruck ist stimmig. Nach einigen Schwierigkeiten mit dem alten elektronischen Umschalter (muss wohl aber schon ein Austauschteil gewesen sein) bin ich mit der Lok sehr zufrieden. Sie läuft wirklich prima, hat ausreichend Zugkraft und auch ein Verklemmen ist nicht zu erkennen. Allerdings sollte auf leichten Lauf der Kuppelachsen geachtet werden (Schmierung und Reinigung von Schmutz), da sich diese sonst nicht ausreichend schnell drehen aufgrund des doch sehr leichten Lokgewichts. Weiterhin ist das Öffnen des Tenders auch nicht auf Anhieb möglich und recht kompliziert, so dass unbedingt die Bedienungsanleitung zu ate gezogen werden sollte. Sonst ist schnell was bgebrochen. Auch mit der Platzierung eines Lautsprechers könnte es Schwierigkeiten geben.
Daneben habe ich noch eine 03.10 Altbaukessel von Roco. Sie hat zwar wie schon geschrieben Tender- und Lokantrieb, aber ein super Fahrverhalten. Als ich mit ihr zum ersten mal gefahren bin war ich hin und weg. Besser als alle meine bisherigen Märklin-Dampfer mit Trommelkollektormotoren. Da ich erst kurzem die neue 01 und 03.10 Neubaukessel von Märklin mit der neuen Motorengeneration habe, möchte ich aufgrund fehlender Erfahrungen jetzt noch kein Statement abgeben.
Also ich kann diese beiden Loks nur empfehlen, insbesondere die Roco 23 aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses.


Viele Grüße

Michael


 
103 113-7
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RE: Dampfloks mit Antrieb im Tender (z. B. von Roco)

#25 von Dirk Ackermann , 01.01.2013 11:39

Hallo,

Zitat von 2TE10
Fleischmann K.P.E.V. P6 / DRG BR 37.0-1
Zu Weihnachten habe ich mir selbst eine Fleischmann Dampflok P6 der K.P.E.V. geschenkt. Es ist eine analoge Lok, Artikel Nr. 413701. Gekauft habe ich sie im Fachhandel für EUR 394.- Die Lok ist optisch sehr schön, aber seit den ersten Fahrversuchen bin ich nur noch frustriert.

Problem 1: Höchstgeschwindigkeit.
Diese liegt bei 10,5 Volt bei über 160 km/h (Original 90 km/h). Ich nehme an, dass die Fleischmann Konstrukteure einfach den Antrieb einer 01 genommen und in diesen Tender gepackt haben, unter dem Motto, "gut für das Jahresergebnis, schlecht für den Kunden". Die Abstimmung von einer Antriebsschnecke zu zwei drei Zahnrädern kann ja nicht so schwierig sein, dass eine einigermassen akzeptable Höchstgeschwindigkeit möglich wäre.

Problem 2: Kuppelachsen
Während dem bei Roco oft die Kuppelachsen einer Dampflok über eine Kardanwelle und ein Zusatzgetriebe mitangetrieben werden, ist das bei Fleischmann-Loks leider nicht der Fall, obwohl die Technologie eigentlich im Hause verfügbar wäre. Roco und Fleischmann gehören ja zusammen. Da der Kessel zudem für die Schnittstelle Platz bieten muss, ist ein Ballastgewicht nicht möglich. Deshalb blockieren bei meinem Modell die Kuppelachsen oft, auch nach einer reichlichen Einlaufzeit. Fazit: Schlechte Mechanik und zu geringes Gewicht = miserable Laufeigenschaften.

Vorgängig wurde ja diskutiert, dass die Fleischmann Loks den zusätzlichen Kuppelachen-Antrieb nicht benötigen würden, weil die Qualität ja besser sei als bei Roco. Die vorstehenden Berichte sind ja schon ein paar Jahre alt, es hat sich seither viel geändert. Fleischmann Loks sind mittlerweile dem Roco-Standard entsprechend auch reine Plastik-Loks und entsprechend leicht gebaut. Da ist die geringste Ungenauigkeit in der Fertigung ausreichend, um die Kuppelachsen blockieren zu lassen. Für eine Lok die mich rund 400 EURO gekostet hat, ist dies ein mehr als dürftiger Gegenwert.



zu Problem 1:

Die Hersteller Roco und Fleischmann hatten viele Jahre recht schnelle Getriebe in den Tendern. Was ja bei Schnellzugloks der Baureihen 01 bis 39 durchaus gerechtfertigt ist.
Bei Fleischmann ging man aber in der frühen 90er Jahren dazu über die Geschwindigkeit der Antriebe gegenüber dem Vorbild anzugleichen.
Die BR 39 (4139) war damals eine der ersten Loks die mit diesen neuen Getrieben und Motoren ausgestattet wurden.
In den letzten Jahren konnte man jedoch wieder feststellen daß die Loks wieder schneller wurden. Die aktuellen Möglichkeiten die Loks per Decoder "einzubremsen" und trotzdem die volle Kraft des Motors auf die Schienen zu bringen ist für die Konstrukteure ein gefundenes Fressen.
Nicht selten erreichen die Loks schon bei 30% der Geschwindigkeitskurve die Hg des Vorbilds.
Kleines Beispiel mit der 101 von Roco. Während die alte Roco 101 (4385 die Hg von 220 Km/h schon bei etwa 75% der Geschwindigkeitskurve erreicht, so ist bei der neuen 68340 (oder 78499) die Kurve bis auf 97% aufzuziehen.
Anderes Beispiel Brawa 41033 eine DR V100. Hier hat Brawa in der Grundprogrammierung des LoPi V3.0 die Hg bei 29% der Leistungkurve eingestellt und die Hg von umgerechnet 100 Km /h zu erreichen.
Setze ich die Kurve auf 100% daa zieht die Diesellok noch an einem TGV vorbei (425 km/h).

zu Problem 2:

Letztens habe ich eine gebrauchte 03 (4104) bei eBay ersteigert.
Die Lok selber hat ein sehr hohes Gewicht und die Lastverteilung entspricht etwa 40% (Lok) zu 60% (Tender).
Klemmendes Fahrwerk oder auch schwergängig konnte ich bei Einsatz auf der Modulanlage nicht beobachten.
Oft ist auch nur ein minimaler Verzug der Positionen bei den Kuppelstangenlagern die Ursache für ein schwergängiges Fahrwerk. Das Problem hatte ich seiner Zeit bei einer Roco 01 aus dem 80er Jahren und bei der Liliput 01.10.
Bei der Roco war auf der Heizerseite das letzte Kuppelrad nicht korrekt ausgerichtet zu den anderen Kuppelrädern (0,1mm Nachlauf). Dadurch klemmte das Fahrwerk bei Bogenfahrt.
Bei der Liliput passte der mittlere Treibradsatz nicht zu den anderen. (0,05mm Vorlauf).
Bei der Roco Lok konnte ich das Problem beheben. Bei der Liliput bleib leider nur das Vitrinen dasein der Maschine.


Grüße aus Dithmarschen
Dirk

Mitglied bei den Eisenbahn Freunden Vaale


 
Dirk Ackermann
Metropolitan (MET)
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Ort: Krumstedt
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