RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#1 von maatisis , 03.12.2008 22:35

Ob man Sound an Bord braucht oder nicht, ist Geschmackssache.
Da ich auch Spur 1 fahre, gehört Sound für mich irgendwie dazu. Ich hab mich dran gewöhnt, aber das kann man auch entspannter sehen.

Aber: Kann mir einer sagen, warum es so gut wie keine Elloks mit Betriebsgeräusch gibt? Ein paar wenige Schweizer Modelle haben Sound an Bord (z.B. die 460 aus der Anfangspackung). Der Rest hat mal ne Hupe, mal ne Durchsage, aber kein Fahrgeräusch. Okay, Dampf- und Dieselloks sind lauter, aber das erklärt es doch nicht. Oder?

Gibt es wirklich so wenige Kunden, die daran interessiert sind? Ich kenne mittlerweile Kollegen, die für Tausende Euro ESU Loksound mfx Decoder einbauen und die Märklin Decoder rausreißen, nur um eine 110 beim Anfahren schalten zu hören.
Wer kann mich erhellen :

N'Abend!
Frank


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RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#2 von Muenchner Kindl , 03.12.2008 22:56

Hallo Frank,

Spur1 ist eine ganz andere Klasse. Wenn da eine Lok einen Tausender kostet machen die 100 EUR fuer den Sounddecoder das Kraut nicht fett. Dafuer hat man aber aufgrund der Groesse die Moeglichkeit, wirklichen Sound zu bekommen, was kein Vergleich zu dem Gequaecke aus den H0-Krawalleries ist.

Insgesamt sieht es so aus, dass es Sound vor allem fuer Dampf- und Dieselloks gibt.

Dabei waere das "Singen" eines ICE oder das Knallen einer 141 durchaus wuenschenswert, allerdings meiner Meinung nach nicht zu einem Preis, der in etwa der Haelfte des Anschaffungsbetrags der Lok entspricht.


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RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#3 von Tuxi ( gelöscht ) , 03.12.2008 23:05

Zitat von maatisis

Gibt es wirklich so wenige Kunden, die daran interessiert sind?


Hi Frank,

ich denke, der Markt ist da. Von Märklin habe ich mal gehört, daß viele der Sound stört und sie ihn am liebsten abstellen. Ich bin der Frage mal daheim nachgegangen und mußte selber feststellen, daß in vielen Situationen der Sound eher nervt. Meine Behauptung: Er ist im Verhältnis zur Modellbahn einfach viel zu laut und schlecht abgemischt. Daher vermute ich, daß die Hersteller auch wenig Sound für Elloks herausbringen.
Aus Zeitmangel habe ich bislang keine Sound selber zusammengestellt. Das, was ich auf den Ulmer Seiten gefunden habe, bedarf meiner Meinung nach der Nachbearbeitung. Dafür suche ich noch ein Tool, das mir einen Audiosound auf die niedriege Bitrate für ESU-Decoder herunterskaliert. Für einen Tip, wäre ich dankbar...

Ich persönlich würde mich freuen, wenn die Hersteller einen besseren Soundsupport lieferten. Bei allen Loks.

Gruß,
Peter


Tuxi

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#4 von maatisis , 03.12.2008 23:26

Heißen Dank für Eure Antworten.

Aber: Wenn doch schon ein (kleiner) Sounddecoder an Bord ist (Pfeife, Hupe, Durchsage....), wäre eine Vollausstattung mit Betriebsgeräusch wirklich so viel teuer? Fällt mir schwer zu glauben.
Ein ZUSÄTZLICHER Sound kostet doch keine 100 Euro, das kostet doch schon der Komplettdecoder von mfx Loksound 3.5 von ESU im Verkauf!

Zugegeben: es wird teurer. Ich würd's bezahlen...

Und die Qualität: Die ist bei Dampf- und Dieselfahrzeugen auch nicht immer erste Sahne. Und die verkaufen sich doch auch.

Ich bin da jetzt bockig


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RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#5 von Volker Gundlach , 04.12.2008 09:56

Guten Morgen Frank,

die Sache ist einfach die, dass in einigen E-Loks zusätzlich zum normalen Decoder lediglich schaltbare Soundmodule eingebaut sind.....der Hersteller greift da in eine Schublade und schon pfeift ein Gottardo wie ne Dampflok und bringt die gleiche Bahnhofsdurchsage wie ein ICE aus der Startpackung.
Echte Sounds lassen sich auf diese Decoder nicht aufspielen. Aber es stimmt, es gibt nur wenige gute E-Lok-Sounds...ich hab in einer ÖBB E94 das Geräusch der Altbau-Elok aufgespielt, die klingt wirklich gut. Vorteil bei den meisten E-Loks ist, dass Du in aller Regel Platz für große Lautsprecher hast.
Tatsache ist auch, dass die Soundqualität doch sehr oft an dessen Lautstärke gemessen wird und die ist bei E-Loks nunmal nicht so hoch...und wenn die dann auch noch den HLA drin haben...na ja....dann ist die Überlegung bei 104€ für den Decoder schon gegeben.

Gruß,
Volker G.


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RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#6 von Gast ( gelöscht ) , 04.12.2008 16:48

Hallo Frank,

in H0 ist es aus bereits geschreibenen Gründen wesentlich schwieriger ein gutes Sounddesign hinzubekoomen.

So nutzt es z.B. nicts gegen den Umgebungslärm der Moba anzuplärren, sondern oft sollte man den Decoder erst mal leiser machen, als er ab Werk kommt, um sich den Lautsprecher-Verzerrungen zu entledigen. Damit bleiben die Sounds oft nunr noch während der letzten Meter vorm Anhalten bis zum Fahtraufnehmen in der MoBa - Umgebung so hörbar, das sie nicht mehr Schauderlich klingen.

Und ob sich der Sound finanziell und vom Aufwand fürs Einstellen noch lohnt, wenn nur beim Bremsen, Amsagen ,Abfahren und vielleicht noch beim Rangieren schmerzfrei realisierbar , ist eine ziemlich persönliche Sache. Ich meine ja, wenn man überlegt vorgeht und zu obigen Kompromissen bereit ist.

Die Entwiicklung schreitet zwar voran, aber die Physik lässt sich nicht wegprogrammieren. Jede Verdopplung der Spur brngt praktisch vierfach besseren Sound.

Viele Grüße
Frank


Gast

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#7 von joshoperator ( gelöscht ) , 04.12.2008 19:41

Hallo,
also ich denke das Problem bei der Soundqualität selber liegt vor allem im vorliegenden Soundmaterial und der Verarbeitung.
Digitalisierungsrauschen, übersteuern, fehlende Bässe... die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Oftmals ist das Verhältnis in der Abmischung der Sounds auch ein echtes Problem, denn wie ich feststellen musste lässt sich bei einem ordentlich gemacht Soundprojekt schon wesentlich besseres aus den ESU-Lautsprechern herausholen als man langläufig annimmt.
Ich bin nach vielem Feintuning doch immer sehr zufrieden.
Und das mit den E-Loksounds ist ein echtes Trauerspiel.
ESU hat wirklich verdammt gute Sound im Angebot die auch noch wesentlich besser rüberkommen als viele andere Dampf- und Dieselsounds. Gerade bei den Dieselsounds hört man oft die Slotübergänge bei den Fahrstufen da hier leider oft Spitzen in den Sounds sind was sich dann als knacken bemerkbar macht.

Aber der Sound des schweizer Krokodils oder auch der E94, E44 E 10... das sind alles erstklassige Soundprojekte und ich finde es schade das es die ab Werk nicht gibt.
Gerade der Sound der BE 6/8 ist der Hit! Man merkt das da viel Arbeit drinsteckt, leider gilt das nicht für alle Sounds.

Wie gesagt es geht auch in HO aber es wird viel zu wenig angeboten. Mir selbst langt es schon lange nicht mehr für ein AHA-Erlebnis wenn die Lok einfach nur tutet.

Mit freundlichen Grüßen
Julian


joshoperator

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#8 von Juergen ( gelöscht ) , 04.12.2008 21:20

Hi

wenn es nach mir geht (beo Halbnull), keinen. Die Sounds sind zwar ganz ordentlich geworden, aber im Bereich HO ist das Ganze doch eher ein lästiges gequäcke. Bei LGB oder Spt 1 aller erste Sahne.

Physik kann man nicht überlisten. Was beim Auto der Hubraum ist, ist bei der Box das Volumen

Gruß

Jürgen


Juergen

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#9 von Otto ( gelöscht ) , 05.12.2008 06:49

Hallo Leute ,

ich finde Sound toll und ich nehme wenn ich es mir aussuchen kann immer eine Soundlok
Der Sound ist mitlerweile auch gut und passt meistens zu den Lok`s .

Gruß Otto


Otto

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#10 von Arenasegler ( gelöscht ) , 05.12.2008 18:56

Hallo,

ich habe auch einige mit Sound ausgestattete E-Lok's. Anfangs dachte ich immer, dass diese "Klänge" sicherlich langweilig sein werden.
Der Knallfrosch (in Serie mit Sound), die E 03 ( und auch 2 mal die 103) und die E 94 haben mich, nachdem sie den ESU-Loksound spendiert bekommen haben, vom Gegenteil überzeugt.
Ich möchte diese Sounderlebnisse nicht mehr missen.

Beste Grüße

Dieter


Arenasegler

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#11 von Teppichbahner ( gelöscht ) , 05.12.2008 20:44

Zitat von Tuxi

Zitat von maatisis

Gibt es wirklich so wenige Kunden, die daran interessiert sind?


Hi Frank,

ich denke, der Markt ist da. Von Märklin habe ich mal gehört, daß viele der Sound stört und sie ihn am liebsten abstellen. Ich bin der Frage mal daheim nachgegangen und mußte selber feststellen, daß in vielen Situationen der Sound eher nervt. Meine Behauptung: Er ist im Verhältnis zur Modellbahn einfach viel zu laut und schlecht abgemischt. Daher vermute ich, daß die Hersteller auch wenig Sound für Elloks herausbringen.
Aus Zeitmangel habe ich bislang keine Sound selber zusammengestellt. Das, was ich auf den Ulmer Seiten gefunden habe, bedarf meiner Meinung nach der Nachbearbeitung. Dafür suche ich noch ein Tool, das mir einen Audiosound auf die niedriege Bitrate für ESU-Decoder herunterskaliert. Für einen Tip, wäre ich dankbar...

Ich persönlich würde mich freuen, wenn die Hersteller einen besseren Soundsupport lieferten. Bei allen Loks.

Gruß,
Peter




Hi Peter,
das Thema interessiert mich ebenfalls, noch ist aber Sound nicht Priorität.
Welche Bitrate ist denn nötig???

Gruß Stefan

P.S.
Für die BR 103 gibt es ganz vernünftige Sounds.


Teppichbahner

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#12 von Samy1981 ( gelöscht ) , 05.12.2008 21:32

Zitat von Teppichbahner

Zitat von Tuxi

Zitat von maatisis

Gibt es wirklich so wenige Kunden, die daran interessiert sind?


Hi Frank,

ich denke, der Markt ist da. Von Märklin habe ich mal gehört, daß viele der Sound stört und sie ihn am liebsten abstellen. Ich bin der Frage mal daheim nachgegangen und mußte selber feststellen, daß in vielen Situationen der Sound eher nervt. Meine Behauptung: Er ist im Verhältnis zur Modellbahn einfach viel zu laut und schlecht abgemischt. Daher vermute ich, daß die Hersteller auch wenig Sound für Elloks herausbringen.
Aus Zeitmangel habe ich bislang keine Sound selber zusammengestellt. Das, was ich auf den Ulmer Seiten gefunden habe, bedarf meiner Meinung nach der Nachbearbeitung. Dafür suche ich noch ein Tool, das mir einen Audiosound auf die niedriege Bitrate für ESU-Decoder herunterskaliert. Für einen Tip, wäre ich dankbar...

Ich persönlich würde mich freuen, wenn die Hersteller einen besseren Soundsupport lieferten. Bei allen Loks.

Gruß,
Peter




Hi Peter,
das Thema interessiert mich ebenfalls, noch ist aber Sound nicht Priorität.
Welche Bitrate ist denn nötig???

Gruß Stefan

P.S.
Für die BR 103 gibt es ganz vernünftige Sounds.




Ja und welches Format haben die Sounds vor und sollen sie nach der Umwandlung haben?
Gib mal ein paar Infos raus dann finden wir einen Konverter;)


Samy1981

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#13 von joshoperator ( gelöscht ) , 06.12.2008 01:31

Hm also ich meine die Dateien müssen wir folgt sein:

Wave, 44.500 khz, 16 Bit

Ich nehme immer Sony Soundforge zum bearbeiten von Sounds.
Meine Mutter kommt verdammt gut als Bahnhofsansage mit Gong davor (Eisenbahnertochter die weiß wie es zu klingen hat )

Mit freundlichen Grüßen
Julian


joshoperator

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#14 von Gast ( gelöscht ) , 06.12.2008 03:09

Hallo zusammen,

obwohl ich nicht wiess , wie niedrig die Frequenz und Bitrate bei der Loko sind : , ist das eigentlich nicht das Problem. so lange sie den Dynamikumfang die die Breitbandigkeit von Lautsprecher zu Umgebunglautstärke bzw. die Breitbandigkeit des Lausprechers übertreffen, was kein grosses Kunsttück sein dürfte. Auch die Möglichkeit kleine Membranen mit wattstarkem Antrieb zu beflügeln , findet in der max. Stromstärke eines Decoders schnell seine Grenzen.

Das Problem beginnt schon bei einer Klassikaufnahme . die wird von 24 bit (144 db) mögliche Dynamik der Aufnahme für den Konsumer auf 16 Bit abgemischt (96db immer noch mehr als die meusten Nachbarn erlauben ).

ZUmindest in der Pop-Musik geht man meist noch viel weiter in Sachen Kompression . Damit auch bei gleichmässiger Zimmer-Lautstärke noch ein farbiges verständliches oder eindrucksvolles Klangbild erreicht wird, reduziert man wieter unter die mögliche Dynamik der CD. Man nutzt nur noch den oberen Bereich der Dynamik (laut abmischen), um auch auf schlechten Anlagen oder hohem Umgebungsgeräusch möglichst viel hörbar zu machen.

Noch extremer wird bei Musik für Autoradio oder Supermarkt. Spezielle Mixes benutzen vielleicht noch 30 db (dazu bräcihte man eigentlich nur 8 Bit, klingt aber nun kaum noch farbig).

Die Verfahren sind vielparametrische Kompression (möglcihst die klangentscheidenden Dynamikbereich wenig komprimieren), Limitierung, noch schwirigeres wie z.B. Trasientenmanipulation und Manipulation der Räumlichkeit. Es sind die sogenannten "Masterer" die das beherrschen.

Etws ähnlcihes wie Mastern muss man auch machen, wenn mann aus dynamischen Originalsound noch glaubwürdig durch die Minidynamik einer H0-Loko bringen will. Ein einfache Konvertierung von Aufnahme in Bitrate des Loko-Sound samt linearer Komprimierung und Schneid-AB Limitierung ("Clipping") würde wohl erst mal kein zufriedenstellendes Ergebnis bringen. Es bliebe so eher ein Rauschen als ein Sound übrig.

Selbst wenn der Sound einer Ho Lko anfänglich überzeugt, wirkt er nach einger zeit nur noch wie AUXx. Man durchschaut ihn zunehmend, die natürliche Assoziation tauscht sich mit den Zeit gegen die Wiedererkennung des abstrakten Geräusches.

Da ich von bekannten weiss, wie (Zeit-)aifwendig die Masterei ist, werde ich mir die Mastern von H0-fähigen Sounds nicht zum Hobby machen. Trotzdem galube ich, das hier noch sher viel ungehobenes Potential liegt.

Allenfalls versuche ich im Verein mehr mit PC-gesteuerten Effekten (Bimmeln, Pfeiffen, Bremsen, Ansagen) aus verschiedenen Richtungen die Moba zu beleben. De hohen Töne sind auch vom Loko-Lautsprecher viel einfacher abzugeben. Die Besucher nehmen so den Verkehr als lebendiger wahr, freuen siich tw. aber auch über ankommende oder abfahren Züge mit echten Fahrgeräuschen.

Viele Grüße
Frank


Gast

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#15 von photopeter ( gelöscht ) , 06.12.2008 09:10

Hi.
Als "Großspuriger" der alle Loks mit Sound ausgerüstet hat, nur so viel zum Thema "Wie viel Loksound braucht der Mensch?"...

Solange man nur eine Lok zur Zeit mit Sound fährt, ist alles ok. Aber wenn es mehrere Loks gleichzeitig sind, furchtbar...

Ich habe gestern um etwas aus zu testen drei Spur 0 Loks gleichzeitig mit eingeschaltetem Sound in Betrieb gehabt. Grausam, da bekommt man Kopfschmerzen. Es lässt sich dann auch nichts mehr unterscheiden. Kommt das Kupplungesgeräusch jetzt von der Köf oder der V100? Wer läutet da grade?...

Wie gesagt, jede Lok für sich ist ein Erlebnis, im Chor eine Qual. Und in H0 ist das ganze gleich noch mal unangenehmer, da die Soundqualität in H0 zwangsweise deutlich schlechter ist. Auf Sound in meinen Loks möchte ich nicht verzichten, eingeschaltet wird er aber nur zu "besonderen Anlässen", z.B. wenn man mal so einen morgendlichen Arbeitsbeginn auf einer Köf simulieren (oder demonstrieren) will. Zu Elok Sounds kann ich nichts beisteuern, da ich weder Eloks habe noch vorhabe, jemals welche zu kaufen, da ich keine Oberleitung bauen will.


photopeter

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#16 von Jochen K. ( gelöscht ) , 06.12.2008 10:29

Zitat von photopeter
Wie gesagt, jede Lok für sich ist ein Erlebnis, im Chor eine Qual. Und in H0 ist das ganze gleich noch mal unangenehmer, da die Soundqualität in H0 zwangsweise deutlich schlechter ist.


Ich vermute, da spielen drei Dinge mit rein, unabhängig vom Maßstab:
1. Beim Vorbild hat man selten mehrere Loks dauerhaft direkt vor der Nase.
2. Mit zunehmender Entfernung wird es schnell leiser, statt einmal 10m und kurz darauf 150m hat man auf der Moba aber eher einen und zwei Meter.
3. Im Freien (wo das Vorbild meist unterwegs ist) klingt es anders als im Zimmer, auch durch die Umgebungsgeräusche. Im Garten verteilt auf 20 Meter dürfte das auch bei mehreren Soundloks kein Durcheinander geben.


Jochen K.

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#17 von Tuxi ( gelöscht ) , 06.12.2008 19:20

Zitat von Teppichbahner

Zitat von Tuxi

Dafür suche ich noch ein Tool, das mir einen Audiosound auf die niedriege Bitrate für ESU-Decoder herunterskaliert. Für einen Tip, wäre ich dankbar...


Welche Bitrate ist denn nötig???
Für die BR 103 gibt es ganz vernünftige Sounds.



Hi,
Die Soundfiles müssen im "wav"-Format vorliegen.
Hier der Auszug aus dem ESU-Handbuch:
Sampling-Frequenz : 15625 Hz
(entspricht ungefähr dem Doppelten
der darstellbaren Hör-Frequenz)
Auflösung (entspricht der Lautstärkeabstufung): 8 Bit
Kanalanzahl: 1 (Mono)

Welches (Freeware-)Programm wandelt in dieses Format um?
Danke & Gruß
Peter


Tuxi

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#18 von Juergen ( gelöscht ) , 07.12.2008 10:34

ich muss da nochmals nachschieben:

An alle Echtsoundfans ( da gehöre ich auch bei).

Legt mal beim Spielen über eine Hifianlage echten Loksound oder Bw-Aound hinzu. Der muss und kann nicht syncron sein - aber die Stimmung macht es aus, dem echten Sound zu Lauschen und die Kleine Loks zu beobachten..


Gruß

Jürgen


Juergen

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#19 von hugo2502 , 31.12.2008 01:22

Hallo,
ich bin erst neu in diesem Forum und habe mit Interesse die Diskusion um das für und wieder der Fahrgeräusche von Loks gelesen. Ich Teile die Meinung das eine Lok mit Sound toll klingt, aber mehrere zusammen nur Lärm ist. Aber wie auch das nervige Diensthandy am Wochenende, man kann es ausschalten.
Nun aber ernster, schon seit einiger Zeit versuche ich den Sound in H0 Loks zu verbessern. Der entscheidene Klangezeuger ist nun eimal der Lautsprecher. Und der ist viel zu klein. Besonders die mitgelieferten Schallkapseln sind zu klein. Beim 23mm Lautsprecher liegt die Resonanzfrequenz bei 3000Hz. Das ist viel zu hoch für z.B. einen Dieselmotor mit Frequenzen bis unter 20Hz. Wenn man die Schallkapsel vergrößert kommt man bis auf ca. 500Hz herab. Das ist immer noch kein Basslautsprecher, aber es klingt schon deutlicher nach Dieselmotor, und bei einer E-Lok die nicht so viel Tieftonanteil enthält, klingt das schon recht gut.
Bevor man an die Feinheiten, wie eine bessere Soundabmischung denkt, sollte man sich erst einmal an den Lautsprecher heran machen, dort steckt das meiste Potential.
Auch ich möchte hier noch einmal eine Lanze für den E-Loksound brechen. Ich habe auch einige E-Loks mit Sound und finde es toll wenn bei den Altbauloks die Schütze knallen, oder bei einem Triebwagen die Türen piepsen und dann zuknallen, vom Bremsenquitschen einmal ganz abgesehen. Auch E-Loks sind nicht stumm.

Ich habe auf meiner Homepage http://www.urs-schwarze.de mal einige Soundbeispiele und Messdiagramme eingestellt. Die Klangunterschiede sind erstaunlich (oder sollte ich sagen erschreckend).

Viel Spass beim Ausprobieren es lont sich.

Guten Rutsch ins neue Jahr


* Verwendetes System: Mä MS, Digital-S-Inside K-Gleis
* Sammelgebiet: Ep. IV (D)
* Anlage: 1963 - 1975 gebaut; seit 2003 Generalüberholung (hoffentlich noch lange)


 
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RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#20 von Martin Lutz , 31.12.2008 08:44

Zitat von Tuxi
Die Soundfiles müssen im "wav"-Format vorliegen.
Hier der Auszug aus dem ESU-Handbuch:
Sampling-Frequenz : 15625 Hz
(entspricht ungefähr dem Doppelten
der darstellbaren Hör-Frequenz)
Auflösung (entspricht der Lautstärkeabstufung): 8 Bit
Kanalanzahl: 1 (Mono)

Welches (Freeware-)Programm wandelt in dieses Format um?
Danke & Gruß
Peter

Die maximal hörbare Frequenz liegt bei 16 bis 20kHz. Wenn hier die Samplingfrequenz schon bei nicht einmal 16kHz liegt, kann hier eine Frequenz von maximal nicht einmal 8kHz dargestellt werden.

Dazu habe ich folgenden Satz gefunden:

Zitat
Die Samplingfrequenz für Audiosignale mit Tonhöhen bis zu 20 kHz muss demnach bei 40 kHz oder mehr liegen; der Musik-CD-Standard schreibt z. B. eine Samplingfrequenz von 44,1 kHz vor. Arbeitet man mit einer mehrfach überhöhten Samplingfrequenz, spricht man von Oversampling.

Wenn man nun den Anteil, der sowieso nicht mehr an den Lautsprecher kommt an all den Diagrammen (Auf der Homepage von Urs Schwarze) wegdenkt (alles, was oberhalb der 8kHz Grenze), dann sieht man, wie miserabel der Gesamtfrequenzgang wird.


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RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#21 von uhu ( gelöscht ) , 31.12.2008 09:04

Zitat von Juergen
An alle Echtsoundfans ( da gehöre ich auch bei).

Legt mal beim Spielen über eine Hifianlage echten Loksound oder Bw-Aound hinzu. Der muss und kann nicht syncron sein - aber die Stimmung macht es aus, dem echten Sound zu Lauschen und die Kleine Loks zu beobachten.


Richtig, darum haben meine Loks keine Soundmodule (mehr) eingebaut! Besser als Sound via +4DSound mit Traincontroller klingt kein Lokdecoder-Sound.
Auch die Kommentare von Frank () sind absolut zutreffend.


uhu

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#22 von vagari , 31.12.2008 10:42

Hallole!

Ich für mein Teil habe noch keine Sounddecoder verbaut. Irgendwie würde es mich stören wenn die "grossen" Loks mit Sound herumfahren, dafür aber die Rangierlok "stumm" über die Anlage huscht. Naja vielleicht probiere ich es in der Zukunft doch einmal einen Sounddecoder zu verbauen. Auf meiner Minianlage lasse ich den Sound eben via WinDigipet erklingen

Zum Nachbearbeiten von Soundfiles gibt es ein wirklich super Freeware Tool im Netz "Audacity", zu laden unter anderem auf http://audacity.sourceforge.net

Ich benutze es vor allem um alte Vinyl Schallplatten (wer kennt das noch? hahah) zu digitalisieren und zu schneiden. Mit dem Tool kann man für Null Euro so ziemlich alles machen was man am PC an Sound bearbeiten will.

Grüssle Peter


Blutiger Anfänger seit 1963, Märklin H0 3-Leiter, C-Gleis, Digital nur DCC, Roco Z21 (schwarz), Rocrail; US Modellbahn H0 2-Leiter, Gleis Atlas Code 83, Roco z21start, Digital nur DCC


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RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#23 von Michael.E ( gelöscht ) , 31.12.2008 11:06

Zitat von hugo2502
Hallo,
ich bin erst neu in diesem Forum und habe mit Interesse die Diskusion um das für und wieder der Fahrgeräusche von Loks gelesen. Ich Teile die Meinung das eine Lok mit Sound toll klingt, aber mehrere zusammen nur Lärm ist. Aber wie auch das nervige Diensthandy am Wochenende, man kann es ausschalten.
Nun aber ernster, schon seit einiger Zeit versuche ich den Sound in H0 Loks zu verbessern. Der entscheidene Klangezeuger ist nun eimal der Lautsprecher. Und der ist viel zu klein. Besonders die mitgelieferten Schallkapseln sind zu klein. Beim 23mm Lautsprecher liegt die Resonanzfrequenz bei 3000Hz. Das ist viel zu hoch für z.B. einen Dieselmotor mit Frequenzen bis unter 20Hz. Wenn man die Schallkapsel vergrößert kommt man bis auf ca. 500Hz herab. Das ist immer noch kein Basslautsprecher, aber es klingt schon deutlicher nach Dieselmotor, und bei einer E-Lok die nicht so viel Tieftonanteil enthält, klingt das schon recht gut.
Bevor man an die Feinheiten, wie eine bessere Soundabmischung denkt, sollte man sich erst einmal an den Lautsprecher heran machen, dort steckt das meiste Potential.
Auch ich möchte hier noch einmal eine Lanze für den E-Loksound brechen. Ich habe auch einige E-Loks mit Sound und finde es toll wenn bei den Altbauloks die Schütze knallen, oder bei einem Triebwagen die Türen piepsen und dann zuknallen, vom Bremsenquitschen einmal ganz abgesehen. Auch E-Loks sind nicht stumm.

Ich habe auf meiner Homepage http://www.urs-schwarze.de mal einige Soundbeispiele und Messdiagramme eingestellt. Die Klangunterschiede sind erstaunlich (oder sollte ich sagen erschreckend).

Viel Spass beim Ausprobieren es lont sich.

Guten Rutsch ins neue Jahr



Hallo
Erstmal Willkommen im Forum.

Wie ich das so sehe hast du Dich sehr intensiv mit der Materie auseinandergesetzt.
Dafür meinen Respekt.

Hier wird so oft über Soundqualität, Module und mangelnde Bässe geschrieben.

Ich sehe das Problem auch in den Lautsprechern.
Jetzt meine Frage.
Gibt es denn überhaupt passende Lautsprecher, die unseren modellbahnerischen Ansprüchen qualitätsmäßig entgegenkommen?


Michael.E

RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#24 von Michael K , 31.12.2008 13:04

Zitat von Michael.E

Ich sehe das Problem auch in den Lautsprechern.
Jetzt meine Frage.
Gibt es denn überhaupt passende Lautsprecher, die unseren modellbahnerischen Ansprüchen qualitätsmäßig entgegenkommen?



Ja, aber die passen nicht in H0-Loks! Ich habe für meine EBW V270 (ex BR 221) zwei 28 mm Lautsprecher verbaut (in Reihe geschaltet) und den restlichen (recht großen) Innenraum der Lok als Resonanz-/Klangkörper benutzt (immer schön abdichten. Der Klang strahlt nach unten durch die große Öffnung im Märklin-Fahrgestell ab: Und das klingt recht laut und auch einigermaßen "basslastig" Dagegen dieselt meine ER20 (Hobby-Moell mit dem Lautsprecher-Einbauplatz im Chassis) recht "hochnäsig" und dünn dahin.
Ein weiteres Problem, das auch andere schon lokalisiert haben, sind oft die übersteuerten Soundfiles. Das klingt dann am bestem Lautsprecher besch...eiden


Viele Grüße
Michael


 
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RE: Wie viel Loksound braucht der Mensch?

#25 von Harald , 31.12.2008 13:28

Hallo Jürgen,

Zitat
Legt mal beim Spielen über eine Hifianlage echten Loksound oder Bw-Sound hinzu. Der muss und kann nicht syncron sein - aber die Stimmung macht es aus, dem echten Sound zu Lauschen und die Kleine Loks zu beobachten..



.......das mache ich auch manchmal, da kommt wirklich Stimmung auf.....

Viele Grüße von

Harald


 
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