RE: Esu Lokdecoder basic/Anschluß eines Kondensators?

#1 von karlheinz2039 ( gelöscht ) , 06.02.2009 09:44

Hallo miteinander,
ich habe auf meiner Anlage eine V 6o Diesellok und eine 89 er Dampflok mit dem Esu Lokpilot basic ausgestattet. Frage ist, ob der Decoder zur besseren Stromübertragung mit einem Kondensator bestückt werden kann, wenn ja, wo wird er angeschlossen. Bei Tams Decoder sind hierfür extra Anschlüsse vorgesehen.
Gruß
Karl-Heinz


karlheinz2039

RE: Esu Lokdecoder basic/Anschluß eines Kondensators?

#2 von danibaum ( gelöscht ) , 10.02.2009 09:51

Hallo Karl Heinz

Der Elko ist für den Fall wenn es ein kurzen Unterbruch gibt dass der Decoder die letzten Parameter nicht vergisst.
Mit der eigentlichen Stromübertragung hat dies nichts zu tun. Der Basic ist nach eigenen Erfahrung nicht dafür anfällig.
Es ist auch nicht vorgesehen hier einen Elko anzuschliessen und erfordert das öffnen des Schrumpfschlauches. Damit würde die Garantie erlöschen!

Oder was willst du damit erreichen?


Gruss Dani


danibaum

RE: Esu Lokdecoder basic/Anschluß eines Kondensators?

#3 von nobby ( gelöscht ) , 10.02.2009 23:42

Hy,

nicht immer geht es bei einem Elko am Decoder auch gleich um das Alzheimerproblem. Ein Elko kann auch den Decoder solange am Leben halten, bis die Lok über die Stromunterbrechung geruscht ist. Gerade bei kleinen Loks, wie z.B. einer Köf kann ein 100µF Elko wahre Wunder bewirken ! Auch eine Schwungmasse ist nicht immer wirksam genug, in Kombination mit einem Elko schon viel mehr. Wenn keine Lötpunkte vorhanden sind, ist meist nur bei Zimo oder Tams vorhanden, geht das nach den Gleichrichterdioden. Das setzt aber schon große elektronische Kenntnisse vorraus, die richtige Stelle zu finden. Ist mit einen Gleichspannungmeßgerät leicht zu machen. Bei Esu geht das Anlöten dann direkt an der "Schutzdiode" nach der Gleichrichtung.

Gruß


nobby

RE: Esu Lokdecoder basic/Anschluß eines Kondensators?

#4 von danibaum ( gelöscht ) , 12.02.2009 12:08

Hallo nobby

Damit hast du recht. Ich habe diese Operation schon durchgeführt mit nur mässigem Erfolg. Es ist zu beachten dass der Basic "nur" 700mA ausgang hat. Leider ist sein Überlastschutz eher unzuverlässig und deshalb halte ich den Einbau eines Lade Elkos für ungeeignet. Je nach Motor reichen da 100uF bei weitem nicht aus. Bei grösseren Elkos kann dann der Ladestrom ein gefährliches Niveau erreichen.
Ich empfehle daher die Lok eigenen Kontakte nochmals zu überprüfen und falls es sich hier um ein 3 Leiter Lok handelt den Schleifer, trotz optisch gut befindlich, testweise zu ersetzen. Ich denke dass allenfalls der Wechsel zu einem LoPi V3 Sinnvoll währe da der Einbau respektive das Anlöten von einem Ladeelko viel unproblematischer und einfacher ist.

Ich möchte noch daraufhinweisen das aus denselben Gründen ein Lade Elko gleich hinter den Gleichricht Dioden betreffend Alzheimerproblem nicht unbedingt zur Lösung führt. Deshalb nicht weil der Motor da sofort den Elko entläd. Die Decoder haben innerhalb eine kleinere Spannungs stabilisierung der den Controller speist. Diese kann 5 Volt betragen oder aber auch kleiner bei modernen Decoder. Genau da kann ein relativ kleiner Elko anglötet werden und ist um einiges effektiver. Natürlich ist es möglich für den Motorstrom zusätzlich einen Elko hinter die Dioden zu schalten. Aber wie gesagt, der Erfolg ist meist mässig wenn überhaupt.

Dieser Eingriff allerdings bringt die Garantie zum erlöschen und ist Grundsätzlich nur von Erfahrenen durchzuführen. Elektronische Kentnisse sind hier unabdingbar.

Gruss Dani


danibaum

RE: Esu Lokdecoder basic/Anschluß eines Kondensators?

#5 von Juergen ( gelöscht ) , 12.02.2009 16:53

Hallo

beim Einbau eines Ladeelokos muss man wissen, was man treibt.
Ich puffere bei meinen alten Lokpilot v1.0 Decodern diese mit 1000 uF, geladen mit einem 100 Ohm widerstand, der wiederum von einer Schottkydiode überbrückt wird. Das Rrgebnis ist sehr zufriedenstellend, auch wenn es hier und da kontrovers diskutiert wird.
Die Schaltung wird entweder direkt am PIC angschlossen oder über deren bereits vorhandenen Pufferung.
Link:
http://www.lokwelt.de/Elektronik/ESU_MOD_C/ESU_UMBAU_C.htm

Gruß

Jürgen


Juergen

RE: Esu Lokdecoder basic/Anschluß eines Kondensators?

#6 von karlheinz2039 ( gelöscht ) , 15.02.2009 19:28

Hallo miteinander,
vielen Dank für Eure Beiträge. Da der Anschluß des Elkos doch nicht so einfach ist, werde ich Decoder austauschen und zwar Decoder mit Elkoanschluß in die Loks mit wenig Stromkontakten und die Esu Lokpilot basic, von denen ich nur zwei eingebaut habe, in Loks mit mehreren Stromabnahmekontakten, das dürfte für mich der einfachste Weg sein.
Es grüßt Euch

Karl-Heinz


karlheinz2039

RE: Esu Lokdecoder basic/Anschluß eines Kondensators?

#7 von danibaum ( gelöscht ) , 15.02.2009 22:40

@Jürgen

Korrekt. Allerdings handelt es sich hier nicht um einen ESU LoPi V1.0
sondern um den Aktuellen ESU LoPi Basic. Auf diesem zu löten ist sehr schwierig und erfordert Elektronik Kentnisse und ein entsprechender Lötplatz.

@Karl-Heinz

Deine Entscheidung kann ich nur unterstützen. Damit gehst du den sicheren Weg.

Viel Spass weiterhin an deiner Anlage
Gruss Dani


danibaum

   


  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz