Meine Frage mag vieleicht etwas naiv klingen. Aber falls der Supergau bei Märklin wirklich eintreffen sollte(Was hoffentlich nicht eintrifft) und es in ein paar Jahren keine Steuergeräte wie MS und CS mehr auf dem Markt gibt ob es jetzt schon oder in Zukunft alternative Digitalzentralen geben wird die MFX können und man auch die wesentlichen Funktionen abrufen kann. Ich weis niemand kann in die Zukunft sehen. Aber kann Jemand was dazu sagen?
Märklin wird einen neuen Besitzer finden, die Märklin Central Station wird es weiter geben und falls nicht, werden ESU etc. sich schon etwas einfallen lassen.
bitte nicht auch noch im Digitalforum... aber selbst wenn wirklich alle alle Stricke reissen, die mfx-Decoder hoeren alle auch auf MM und auf die Funktionen F0-F8 hat man mit Hilfe der zweiten Adresse Zugriff.
Ansonsten, Tams hat M3, ESU M4 und Maerklin wird schon nicht verschwinden.
... und ESU dürfte dann auch endlich eine Lösung freigeben um aus einem MFX Decoder einen normalen LOPI 3 zu machen (mit DCC). Aktuell sperrt sich das MFX Teil ja gegen flash Versuche. Aber wenn es jemand kann, dann ESU
(man sagte mir auf Nachfrage dass schon sehr viele Leute nachgefragt haben und man die rechtliche Geschichte prüfe das freigeben zu wollen. Und ja, es geht dann mit dem normalen Lok-Programmer von ESU; allerdings braucht's ein Software Update ....
Das kommt spätestens dann, wenn Märklin wirklich nicht mehr unter uns weilen sollte ...
Märklin wird sich hoffentlich nicht mehr leisten, Kunden durch Inkompatibilität zu beglücken.
Meiner Meinung nach sollte Märklin selbst in Zukunft auf Elektronik Selbstentwicklungen raushalten und ab Stange einkaufen. ESU bietet alles. Auch mfx Decoder, die wenigstens eine Kompatibilität gewährleisten zu den jetzigen Zentralen. Nicht nur das mfx Protokoll, sondern auch der Name (oder besser gesagt das mfx Kürzel) soll freigegeben werden. DAss ESU dem mfx einen anderen Namen geben muss ist einach nur ein weiteren Schritt in die falsche Richtung um die Kunden zu verwirren. Langfristig sollte man sich von Experimenten endlich verabschieden und auf Systeme setzen, die die grosse Masse einsetzen. Wie schön wäre es, wenn man endlich Decoder nach eigener Wahl kaufen kann und diese dann auch mit irgendwelchen Standartgeräten auch programmieren kann.
Das was in der letzten Zeit in der Digitalwelt gelaufen ist, hat leider mehr mit Chaos zu tun als mit Kundenfreundlichkeit. Davon muss die ganze Mobaindustrie abschied nehmen. Neid, Missgunst, Kundenbindungen im Stile der jüngsten Märklin Vergangenheit sollte ins Abstellgleis gefahren werden.
Den Dienstag dieser Woche sollte allen in der Branche so eingefahren sein, dass jetzt ein Umdenken stattfinden sollte. Man bedenke, wir sind am Anfang einer schlimmen Rezession. Wenn hier nicht ein Umdenken stattfindet, wird auch eine jetzige Rettung von Märklin nichts bringen.
Zitat von Michael.EAch Martin..... Nochmal mit Esu?
Ja, weil ESU als einziger Decoderhersteller mfx Decoder hat. Und um diese Kompatibilität geht es hier ja. Für uns Kunden war das ja eigentlich keine schlechte Partie, oder.
Märklin muss über den eigenen eigenbrötlerischen Schatten springen. So oder so.
Es ist ganz klar. Die unmittelbare Zukunft von Märklin wird weh tun, wenn die Firma weiter leben soll.
Das Projekt "eigener mfx Decoder" sollte schnellstens beerdigt werden. Denn es macht keinen Sinn Geld in die Decoderentwicklung zu stecken, wenn nebenbei es andere Firmen gibt, die gute Decoder anbieten.
ZitatDas was in der letzten Zeit in der Digitalwelt gelaufen ist, hat leider mehr mit Chaos zu tun als mit Kundenfreundlichkeit. Davon muss die ganze Mobaindustrie abschied nehmen. Neid, Missgunst, Kundenbindungen im Stile der jüngsten Märklin Vergangenheit sollte ins Abstellgleis gefahren werden.
Jede mindestens einmanngrosse DCC-Klitsche, die auch user-updatefähige Decoder herstellt, hat auch ihre eigenen Update-Gerätschaften: Tran, ZIMO, Neuzugang Lenz, ESU, Digitrax, QSI und Was-weiss-ich-wer-sonst-noch. Hoffentlich fährt die Insolvenz auch diesen Leuten in die Knochen, wenigstens in Europa. But then: Wer sollen die Dummen sein, die nachgeben? Könnte da nicht die RailCom-Arbeitsgruppe...?
Besonders frech, wie üblich, Digitrax: Ein Decoder updatefähig, jener für die Kato SD 38-2, Dash 9 und FP 40, neuere nicht, ältere schon gar nicht, nur die Sounddateien sind bearbeitbar/austauschbar/ladbar.
Zur Updatefähigkeit des neuen Märklin Motorola/mfx-Decoders habe ich nichts gelesen. Wenn man aber sowieso einen Sonderzug fährt, müsste das als Minimum der Anwenderfreundlichkeit heute eigentlich garantiert sein.
Zur Ausgangsfrage: Da werden einige Gewehr bei Fuss stehen, denn an mfx gibt`s nur Namensrechte, keine Patente, wg. mangelnder "Erfindungshöhe".
ZitatIch denke Märklin sollte ein eigenes solides Produkt bringen und sich nicht auf andere verlassen
Für die landläufige Begeisterung der meisten Märklinisten für mfx war doch der ESU-mfx wohl solide genug - gab ja auch nichts anderes?
Wäre Märklin bei DCC eingestiegen, hätten sie die "eigenen soliden" Decoder bei verschiedenen Firmen in kleinen Losen ordern können, wenn diese Kleinfirmen aus Angst vor dem Klumpenrisiko Märklin den Göppingern eine Absage erteilt hätten...
Und vergiss nicht: Der jetzige Insolvenz-Verwalter einer Goldman Sachs/Kingsbridge-Tochterfirma mit Namen "Märklin" ist erst "vorläufig".
Zitatwas könnte z.B. der Grund gewesen sein, eigene Decoder zu bauen?
Hmm... vielleicht wollte man dieses ganze Kompatibilitätsgedöns (Schnittstelle, genormte Kabelfarben in Loks, einheitliche Decoder) wieder abschaffen, damit man wieder wie in alten Zeiten sein eigenes Süppchen kochen kann. In jeder Lok ein anderer Decoder (mindestens die Bauform), andere Kabelfarben usw. Man bedenke alleine die Lagerhaltungskosten für die ganzen Decoder. Für jedes Modell ein anderes Ersatzteil, dass man dann auch noch die nächsten 15 Jahre verfügbar halten muss... Das was jeden Bastler (und wahrscheinlich auch den Märklin-Service) in den Wahnsinn treibt hat für Märklin den Vorteil, dass der Einsatz von "Fremdprodukten" sehr schwer wird und man mehr eigene Produkte verkaufen kann. Außerdem kann dann kein Know-How mehr nach außen fließen. Ich kann mir z.B. nicht vorstellen, dass wir heute so viel über mfx wüssten, wenn es von Anfang an von Märklin alleine entwickelt worden wäre- Auch gäbe es sicherlich noch keine Decoder von anderen Anbietern.
ZitatAbhängigkeit ist immer schlecht.
Ja die Abhängigkeit des Kunden von Märklin.
ZitatIch denke Märklin sollte ein eigenes solides Produkt bringen und sich nicht auf andere verlassen
#19 von
ergsterbaer
(
gelöscht
)
, 07.02.2009 13:16
Hallo zusammen,
ein Gro0teil der Misere ist doch erst durch die Zusammenarbeit mit ESU entstanden. Nicht, dass wir uns missverstehen. Ich selber bin mit ESU vollkommen zufrieden, aber die Sache mit Mfx und ESU stinkt schon danach, als hätte sich ESU die Entwicklung der eigenen Zentrale durch Märklin finanzieren lassen.
ein Gro0teil der Misere ist doch erst durch die Zusammenarbeit mit ESU entstanden. Nicht, dass wir uns missverstehen. Ich selber bin mit ESU vollkommen zufrieden, aber die Sache mit Mfx und ESU stinkt schon danach, als hätte sich ESU die Entwicklung der eigenen Zentrale durch Märklin finanzieren lassen.
Denke ich auch. Die Zusammenarbeit hat nicht funktioniert, da beide sich Konkurenz gemacht haben...
Und bitte nicht noch mehr Decoderhersteller für Märklin! Unter den verschiedenen Herstellern herschen schon immer Unkompatibilitäten, das fängt bei der Interpretation der DCC Norm an und...
ein Gro0teil der Misere ist doch erst durch die Zusammenarbeit mit ESU entstanden. Nicht, dass wir uns missverstehen. Ich selber bin mit ESU vollkommen zufrieden, aber die Sache mit Mfx und ESU stinkt schon danach, als hätte sich ESU die Entwicklung der eigenen Zentrale durch Märklin finanzieren lassen.
Die eigentliche Misere ist nicht durch ESU entstanden, sondern um eine mangelhafte Definition dieser Zusammenarbeit.
Beispiel CS1 mit dem ganzen Märklin Systems. Märklin hat sie zu einem Zeitpunkt hinausposaunt, als Märklin noch nicht einmal wusste, was die Maschine überhaupt können sollte. Einem Zeitpunkt auch, wo man noch nicht einmal begonnen hatte, das Ding zu entwickeln. Zu diesem Zeitpunkt existierte auch kein gescheites Pflichtenheft, anders kann ich mir den ganzen Ablauf dieser mfx/Systems Geschichte nicht vorstellen. Ich kann mir ebenso vorstellen, dass zum gleichen Zeitpunkt (im Frühjahr 2004) auch die Verträge zur Zusammenarbeit mit ESU äusserst mangelhaft definiert wurden.
Ich denke, mit einem guten und durchdachtem Vertrag liesse sich da schon etwas machen.
Man darf nicht vergessen: Nun sind mfx Decoder entwickelt. Von einer Firma, die eigentlich gute Produkte anbietet. Wenn Märklin nun, nur aufgrund der befeindeten Situation mit ESU wieder ein eigener Decoder entwickelt, der in einigen Punkten wieder nicht mehr kompatibel ist mit dem Vergangenem (Ich denke da an die Programmierbarkeit mit modernen und etablierten Systemen), dann ist das Ärgernis für viele Kunden und ausserdem hinausgeworfenes Geld (Eine Neuentwicklung kostet viel Geld). Geld, das Märklin zur Zeit nicht hat, wie wir alle wissen.