Hallo,
heute habe ich meinen Prüfstand von KPF-Zeller (neueste Ausführung) erhalten und gleich getestet.
Zunächst habe ich bei unten aufgeführten Loks, mit Hilfe der WinDigiPet-Geschwindigkeitsmessung (Messstrecke = 219 cm) vorwärts und rückwärts, die Höchst- und eine mittlere Geschwindigkeit (50% der Höchstgeschwindigkeit) erfasst. Direkt anschließend habe ich bei jeder Lok die Messung am Rollenprüfstand durchgeführt.
Anmerkung: bei der Köf von Roco war konstruktionsbedingt keine Messung durchführbar und bei der V65 (ebenfalls von Roco) waren die Messwerte unbefriedigend (keine Haftreifen)!
Hier meine Ergebnisse:
Baureihe
Reihenfolge:Fahrtrichtung; WDP-Fahrtstufe % => WDP-km/h => Speed-Cat-km/h
BR82 von Fleischmann:
vorwärts 100% => 58,1 => 52/58 (55 = Durchschnitt)
vorwärts 50% => 18,1 => 17
rückwärts: 100% => 57,0 => 52/58 (55 = Durchschnitt)
rückwärts: 50% => 17,0 => 17
BR44 von Roco:
vorwärts 100% => 103,3 =>100/105 (103)
vorwärts 54% => 49,1 => 47
rückwärts: 100% => 106 => 100
rückwärts: 53% => 46,9 => 41/47 (44 = Durchschnitt)
V160 „Lollo“ von Roco:
vorwärts 100% => 125,3 =>129
vorwärts 50% => 35,6 => 35
rückwärts: 100% => 108,6 => 111
rückwärts: 53% => 30,0 => 29
BR58 von Rivarossi:
vorwärts 100% => 64,1 =>64
vorwärts 50% => 30,0 => 29
rückwärts: 100% => 64,2 => 64
rückwärts: 50% => 28,7 => 29
BR91 von Fleischmann:
vorwärts 100% => 111 =>111
vorwärts 50% => 29,8 => 29
rückwärts: 100% => 107 => 100
rückwärts: 50% => 29,7 => 29
Fazit:
Die Messung funktioniert bei den meisten Loks recht gut, (konstruktionsbedingt) jedoch leider nicht bei allen.
Bei den getesteten Loks (außer V65) lag die Geschwindigkeitsabweichung bei max. 6,6%. Bei Speed-Cat wird die Geschwindigkeit in 6er-Schritten angezeigt z.B. 29; 35; oder 41.
Der Rollenstand lässt sich sehr einfach bedienen, vor allem wenn er sich in Augenhöhe befindet.
Von Vorteil ist, dass die Speed-Cat ziemlich fest auf den Führungsschienen sitzt und die Laufkatzen sich sehr leicht (und schnell) an die richtige Stelle verschieben lassen.
Wenn sich der Prüfstand auf einer ebenen weichen Fläche befindet, laufen selbst große Dampfloks (z.B. BR44), auch bei Höchstgeschwindigkeit, noch ziemlich ruhig (solange das Gestänge den Sensor nicht berührt).
Den „Roto-Fix H0 (Roto-H0)“, würde ich nicht mehr nehmen, lieber noch einige Laufkatzen. Da ich den Rollenstand mehr zum Programmieren und Messen, weniger zum Durchführen von Reparaturen erworben habe.
Die Spannungsversorgung erfolgt bei mir über einen zweipoligen Umschalter: wahlweise vom ESU-Programmer oder von einen Booster der Anlage. Mit dem Programmer lassen sich die Geschwindigkeiten rasch einstellen und dann schnell über den Booster real kontrollieren.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist wirklich OK, ich würde ihn wieder kaufen.