Hallo, da ich meine Märklin-C-Gleis-Anlage mit CS 1 betreibe, wollte ich nun meine H0m-Strecke ebenfalls mit CS 1 im Motorolaformat betreiben.
Ich habe soeben probeweise zwei Bemo-Loks digitalisiert: Bei der Ge 6/6 I mit 5Pol-Motor habe ich einen Kühn N025 in die NEM651-Schnittstelle eingesteckt. Bei der Ge 4/4 I mit 3Pol-Motor habe ich einen Kühn T125 eingebaut.
Fahren und Lichtwechsel funktionieren, allerdings habe ich folgende Merkwürdigkeit festgestellt:
Bei beiden Loks ist die Helligkeit der Stirnbeleuchtung extrem abhängig, wie herum ich die Lok auf's Gleis stelle. Eine Abhängigkeit von der jeweiligen Fahrtrichtung besteht nicht. Dazu kommt noch, dass das Licht pulsierend die Helligkeit verändert.
Hat jemand eine Idee, woran das liegt?
In der Dekoderanleitung steht was davon, dass im vorliegenden Fall (Lampenfassungen einseitig mit Fahrzeugmasse verbunden) bei Zentralen, die neben DCC auch Motorola senden, Helligkeitsschwankungen auftreten können. Ist die unterschiedliche Helligkeit bei unterschiedlicher Gleispolung auch damit verbunden? Ich dachte immer, die Digitalspannung an der Schiene ist symmetrisch ?!
Wäre schön, wenn mir jemand helfen könnte, wie ich dieses Problem behebe.
Weiterhin weiß ich nicht, wie ich die Kühn-Decoder mit der CS1 programmieren kann.
bei Motorola ist die Fahrspannung stark asymmetrisch, im Gegensatz zu mfx, DCC und Selectrix.
Beim MM-Format überwiegt der negative Spannungsanteil deutlich, daher die Helligkeitsunterschiede.
Lampenfassungen isolieren und den einen Pol an "blau" (+) anschliessen, sollte helfen. Wo der ist, sollte Dir jemand mit Kühn-Erfahrung sagen können.
Allerdings hast Du dann eine exorbitant hohe Spannung an den Ausgängen, die die Lampen ziemlich schnell rösten und je nachdem auch noch das Gehäuse der Lok verformen. Die CS 1/2 und überhaupt die Märklin Digital-Gerätschaften liegen mit ihren Ausgangsspannungen im Vergleich zu dem im DC-Bereich Üblichen viel zu hoch.
danke für die Info. Was man nicht alles dazulernt... Wenn ich die Lampen isolieren muss kann ich ja gleich die Birnen mit Anschlussdrähtchen (z.B. Märklin 610080) nehmen, die sind für die höhere Spannung ausgelegt. Sollte funktionieren, oder?
Wäre übrigens das Problem behoben, wenn ich meine CS mit dem ESU-Update versehe und somit DCC-tauglich mache?
@alle: kann noch jemand bei der Programmierung des kuehn mit der CS 1 weiterhelfen?
#4 von
Karlheinz Hornung
(
gelöscht
)
, 19.02.2009 17:29
Hallo Sebastian,
die je nach Aufgleisen unterschiedliche Helligkeit dürfte daran liegen, daß Du nicht die kleinen Selenplättchen bei den Glühbirnen entfernt hast, die bei analogem Betrieb für den Lichtwechsel zuständig sind.
ZitatWäre übrigens das Problem behoben, wenn ich meine CS mit dem ESU-Update versehe und somit DCC-tauglich mache?
Hallo Sebastian,
bei der aktuellen Beleuchtungs-Verdrahtung der Lok nicht wirklich, denn auch mfx ist gleichspannungssymmetrisch, d.h. es hat die gleich grossen Plus-und Minus-Anteile. Der Knackpunkt bleibt die Asymmetrie von MM mit dem grossen Minus-Anteil.
Und die hohe Spannung ist damit natürlich auch noch nicht vom Tisch.
Ja, warum nicht die Märklin-Birnchen versuchen und allenfalls die Beleuchtung dimmen, wenn der Decoder das hergibt.
@Karlheinz: an den Selenplättchen liegt es nicht, die habe ich entfernt; die Erklärung von Manfred klingt mir schon plausibel.
@Manfred: ich meine natürlich, dass ich nach einem eventuellen Update der CS die Bemo-Loks dann auch per DCC ansteuern würde. Zumindest verstehe ich das Prospekt so, dass dann DCC und mot. parallel betrieben werden können. Bei dem Lampenisolieren gibt es zumindest bei dem Miniturdecoder N025 das Problem, dass dieser keinen Funktions-plus hat (blau).