Hallo zusammen,
ich habe es an anderer Stelle schon geschrieben, dass mir dieser "Waschweiber-Tratsch-Stil" hier im Forum absolut nicht gefällt. Das muss doch auch anders gehen. Sachlichkeit und Toleranz ist hier gefordert!
Vor rund 60 Jahren bekam ich meine erste Modellbahn geschenkt...
In dieser langen Zeit bis heute habe ich viel dazu lernen dürfen, und ich habe häufig umlernen müssen...
Das begann mit den schwarzen Märklin Trafos mit dem extra Knopf für den Fahrtrichtungswechsel bis heute, bis zur Digitalsteuerung und letztendlich bis zur Steuerung meiner Anlage mit einem PC.
Da ich einen völlig anderen Beruf ausgeübt habe, und von Strom, Elektrik und Elektronik eigentlich keine Ahnung habe, musste ich mir das fehlende Wissen "beschaffen". In den ganzen Jahrzehnten habe ich mir dann immer Rat geholt bei Leuten, die das professionell gemacht haben. Damit bin ich bis zum heutige Tage sehr gut gefahren. Auch wenn ich das mit meinem direkten Umfeld vergleiche, wird mir das immer wieder direkt oder indirekt bestätigt. (Ich bin in 2 Vereinen mit ca 100 Mitgliedern aktiv)
Nun zur eigentlichen Ausgangsfrage. Es kommt natürlich auf die Anlagengröße (Kabellänge) an, welchen Kabelquerschnitt man wählen muss. Da bei der Digitaltechnik - anders als bei der Analogtechnik - immer die volle Spannung (18 - 22V) anliegt. Und weil in jeder Situation die Kurzschlußströme aus der entferntesten Anlagen-Ecke bis zur Zentrale geleitet werden müssen sind rel. große Querschnitte erforderlich, denn das muss sicher funktionieren.
Schauen Sie mal unter die Haube Ihres Autos. Dort haben Sie es nur mit läppischen 12 Volt zu tun. "Engelshaarkabel" (0,14 qmm) werden Sie dort nie finden!
Also, je nach Anlagengröße 2,5 bis 4,0 qmm für die Ringleitung. Kurze (bis max. 40cm) Ableitungen von der Ringleitung zu den Gleisen, nicht unter 0,5 qmm wäre meine Empfehlung.
Generell gilt, nur zu dünne Kabel können Probleme machen. Bei zu dick gibt es niemals Probleme!
Die Verzweigung von der Ringleitung zu den Ableitungen entweder mit Lötleisten oder Federklemmen reaisieren.
Das Verlöten der Kabelenden habe ich vor mindestens 15 Jahren bereits eingestellt, da ich es einfach sehr viel praktischer finde, nur zur Klemmzange greifen zu müssen.
An dieser Stelle eine Warnung: Löten und Heißkleben über Kopf bitte nicht! Wir hatten schon mehrfach Leute mit üblen Verbrenungen im Gesicht in unseren Reihen.
Nun möchte ich noch von meiner Lösung sprechen. Obwohl ich ein "alter" Märklinist bin habe ich mich eines Tages von dem "Zentralismus" auf meiner Anlage bei der elektrischen Installation verabschiedet.
Gut, meine Zentrale und mein PC stehen an einer zentralen Stelle an der Anlage. Nicht jedoch die Booster.
Weil ich die Zuleitungen von den Boostern zu den Gleisen möglichst kurz halten wollte habe ich die Booster mit dem zugehörigen Trafo dezentral, etwa in der Mitte des jeweiligen Boosterkreises angeordnet. Damit wurde mein Niedervolt Kabelnetz sehr viel kürzer. Von dort aus gibt es bei mir sternförmige Verzweigungen (1,0 qmm) zu den Gleisen, mit Kabellängen bis max 1,5m. Da es insgesamt mind. 10 Zuleitungen Booster - Gleis gibt, ist sichergestellt, dass auch die Kurzschlussströme an der Zentrale ankommen.
Natürlich habe ich keine Bandkabelverbindung zwischen meiner Zentrale und den Boostern. Vielmehr nutze ich die 3 polige DCC Verbindung zwischen Intellibox und Power3 Boostern (kein Selectrix möglich) oder zwischen der Tams und ihren Boostern. Damit kann ich handelsübliche 3-polige Kabel in beliebiger Länge verwenden. Multiprotokoll Motorola und DCC bleibt damit voll erhalten. Mit Littfinski Boostern geht das mangels DCC-Anschluß nicht.
Grüße, Peter